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Schluß.

Der gesamte ordentliche Sauptvor- anschlag für 1927 schließt nach Abzug der rein buchmäßigen Erstattungen in Einnahme inü) Ausgabe mit 19 818 960 JA gegenüber 17476794 JA im vorigen Voranschlag ab. Von den Ausgaben des ordentlichen Harwt- voranschlages des Jahres 1927 entfallen nicht weniger als 1107 500 JA auf Anleihedienst gegenüber 419 753 JA im Vorjahre.

Daneben belaufen stch die Voranschläge der selbständigen Anstalten des Bezirksverbandes, die den Hauptvoranschlag nicht direkt beein­flussen (Hessische Brandversicherungsanstalt, Sterbekaffe, Ruhegehalts- und Witwen- und Waisenkaffe für Kommunalbeamte, Vieh­seuchenfonds, Landeskreditkasse Kaffel, drei Landesleibanstalten in Kaffel, Fulda und Hanau und die Landesrentereiverwaltung) auf 5 911100 Jl in Ausgabe und Einnahme.

Während 1913 der kurhessische Staatsschatz mit einem Zinsertrag von rd. 880 000 JA zur Verfügung stand und auch von den drei Kre­ditanstalten (Landeskreditkaffe, Landesleih­anstalten in Fulda und Hanau) noch Ueber- schüffe in Höhe von 381 000 JA zufloffen, ist der Staatsschatz heute infolge der Inflation ver­loren gegangen. Die beiden Leihanstaltem die gleichzeitig Sparkaffen sind, dürfen nach den Auswertungsbestimmungen auch keinerlei lleberschüsse an ihren Earantieverband ab- sübren. Die Landeskreditkaffe ist genötigt, sich zunächst wieder ein eigenes Betriebskapital zu beschaffen, da es natürlich z. Zt. unzweck­mäßig sein würde, ihr vom Bezirksverband im noch immer recht teueren Anleihewege ein solches neues Kapital zur Verfügung zu stellen.

Bedenkt man, daß der Eesamtzuschuß für die oben genannten 6 Verwaltungszweige sich in 1913 auf 3 579 347 JA belief und daß heute ein Zuschuß von 5 559585 JA gefordert wird, daß also die Steigerung 1980 238 JA beträgt, be­denkt man weiterhin, daß in diesem Mehr- zuschub gegenüber 1913 nicht weniger als 664 072 JA Zuschüsse für neue Ausgaben ent­halten sind, die im Jahre 1913 noch nicht den Bezirksoerband belasteten, so beträgt die eigentliche Steigerung der Zuschüffe gegenüber 1913 1316166 JA, d. h. 36,7 Proz. der Zu­schüsse von 1913, während der Reichsinder sich im Januar von 1927 um 44,6 erhöht hat.

Zur Deckung des Zuschuffes für die gesamten Gebiete, zu denen noch ein Mehrbedarf von 89 980 JA für Zinsendienst usw. in der Finanz­verwaltung hinzutritt, stehen zur Verfügung( 1. an Staatsdotationen 2 100 000 JA, 2. an Ueberweisungen aus Reichs-Einkommen- und Körverschaftssteuern 700000 JA, zusammen also 2 800 000 JA.

Ein Betrag von 100 000 JA ist trotz der be­stehenden erheblichen Bedenken noch aus dem vorhandenen an sich sehr karg bemessenen Ve- triebsstock entnommen worden, so daß mit den auf die Stadt- und Landkreise umzulegenden Bezirkssteuern noch ein Betrag von 2 749 565 JA zu decken wäre, das sind nach den s. Zt. be­stehenden allerdings recht lückenhaften An­gaben rd. 15 Proz. der Reichseinkommens­und Körperschaftssteuerüberweisungen der Stadt- und Landkreise und der staatlich ver­anlagten Realsteuern in 1926 und unter Be­rücksichtigung bei* für 1926 benötigten Nach­tragsumlage von 375 000 JA 689 809 JA mehr als im Vorjahre.

. Der Prozentsatz dürfte nach einer vorläu­figen Mitteilung der Geschäftsstelle von be­sonders liegenden Ausnahmen z. B. Westfalen, Grenzmark und Pommern abgesehen dem durchschnittlichen Provinzialsteuersatz der an­deren Provinzen entsprechend, von denen z. B. Brandenburg für 1927 mit 18 Proz., Schles­wig-Holstein mit 16,5 Proz. und Hannover und Sachsen mit 16 Proz. rechnen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß dem Bezirksverband für den, Regierungsbezirk Kaffel eine Reihe von Pflichtaufgaben obliegen, die die anderen preußischen Provinzialverbände mit Aus­nahme der besonderen Regelung der Land- wegeunterhultung in Raffau nicht kennen. Die durch diese weiteren Pflichtaufgaben erforder- lichen Zuschüffe belaufen stch auf 1630 300 JA (Unterstützungen der Kreise im Landwegebau 11100Ö0 JA, Zuschüffe für die Landeskranken- blmser 368 500 JA, Zuschüße für die Landes- bibiliotheken 151800 JO, so daß der Bezirks- oerband heute ohne diese besonderen Auf­gaben, von denen wenigstens die beiden

Die Saat

Skizze von Hermann Ler.

Recht warm und fröhlich blinzelten die Sonnenstrahlen durch die Butzenscheiben der halb geöffneten Fenster in die niedere Dauern» stube. Dom Dache herab drang das Lär­men zeternder Spatzen, auf dem Hofe zankten laut die Hühner, und die Finken schlugen lustig im nahen dickknospigen Kastanienbaum.

Lust so ein rechter Säetag war's. Darum waren alle auch schnell nach dem Mittags­mahl aufgestanden urrd an ihre Arbeit ge­gangen: denn Arbeit gibt's in Gottes weiter Welt genug, besonders für einen Dauern am hellen Frühlingstage.

Rur der alle Dauer Jakob faß noch allein am Tisch, _ Drosamen mit den schwieligen Händen krümelnd, und sah in Gedanken ver­sunken nach den beiden an der blau getupften Wand ihm gegenüber hängenden Bildern. Gin von Arbeitsschwere durchfurchtes Frauen­gesicht Wirft« ernst, aber gütig zu ihm herab. Das war sein, des Dorderbauern, Weib ge­wesen, eine treue Gehilfin in seinem Anwesen SU Lebzeiten. Ja, er verstand, in all den Furchen zu lesen und kannte die Geschichte einer jeden. Die tiefe Gramfurche, die sich quer über die Stirn zu dem gebleichten Haar der Schläfen hinzog, hatte sich gegraben, als die Kund« kam vor neun Jahren, daß ihr ein>ia« Sohn auf ArankreichS Feldern den

___Od-rhefsif»? Zeitung, Marburg a. S. Sonnabend, den 12. Mär, 1927

ersteru reine Kreisaufgaben darstellen, mit einer Bezirksüeuer von 1118 865 Jl weit unter den Prooinzialsteuern der anderen Pro­vinzen bleiben würde.

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Verzinsung der ausgewerielen SMAken

Ueber die Verzinsung der abgetragenen und nach §§ 15 und 16 des Aufwertungsgesetzes kraft Rückwirkung wieder aufgewerteten Sy- votheken bestehen vielfach noch derartige Un­klarheiten und Zweifel, daß di« Behebung derselben von allgemeinem Jntereffe sein dürfte, wozu die nachstehenden Ausführungen dienen sollen:

Rach § 28 Abs. 1 des Aufwertungsgesetzes beginnt die Verzinsung des aufgewerteten Be­trages vom

1. 1. 1925 ab mit - 1,2 %

1. 7. 1225 ab mit = 2,5 %

1. 1. 1926 ab mit 3,0 %

1. 1. 1928 ab mit 5,0 % jährlich.

Durch den Absatz 2 des 8 28 ist dagegen be­stimmt:

Wird die Hypothek infolge Aufwertung kraft Rückwirkung wieder ein­getragen, so beginnt die Verzinsung erst mit dem Beginn des auf die Wiedereintra­gung folgenden Kalendervierteljahres." Ueber die Auslegung dieses Absatzes waren die Meinungen sehr geteilt und zwar darüber, ob diese Bestimmung nur für die Hypothek als solche, oder auch für die persönliche Forderung Geltung habe.

Die Oberlandesgerichte Karlsruhe, Stettin, das Landgericht Elbing und auch das Kam­mergericht in Berlin stellten sich in ihren Ent­scheidungen auf den Standpunkt, daß die per­sönliche Forderung neben der dinglichen Schuld schon vom 1. 1. 1925 ab zu verzinsen sei, während das Oberste Landgericht in Mün­chen den gegenteiligen Standvunkt einnabm. Dieser Streit wurde nun durch die Entschei­dung des 5. Zivil-Senats des Reichsgerichts vom 29. 10. 1926 dahin beendet, daß die Ver­zinsung des aufgewerteten Betrages der per­sönlichen Forderung, ebenfalls erst vom Beginn des auf die Wieder- eintragung der Hypothek folgen­den Kalendervierteljahres ab läuft. Aus der Begründung ist zu ent­nehmen, daß dieses jedoch nur dann zutrifft, wenn:

1. die Hypotheken im Grundbuch gelöscht waren,

2. die Aufwertung kraft Rückwirkung er­folgt und

3. die Wiedereintragung der Aufwertung im Grundbuch geschieht.

Bei den zurückbezahlt gewesenen, aber nicht gelöschten Hypotheken ist eine Wiedereintragung im Grundbuch nicht erfor­derlich, sondern es findet nur eine Berichti­gung auf den Auswertungsbetrag in den Spalten. 57 des Grundbuchs statt. Hiernach erfolgt die Verzinsung der kraft Rück­wirkung auf gewerteten Hypo­theken:

a) bei den gelöscht gewesenen Hypo­theken, von dem auf die Wieder­eintragung im Grundbuch fol­genden Kalendervierteljahrs­ersten ab,

b) bei den nicht gelöschten Hypotheken vom 1. 1. 19 25 ab.

. Auch in den Fällen, in welchen eine Wieder­eintragung der Hypothek im Grundbuch wegen eines dazwischen liegenden Eigentumswechsels usw. nicht erfolgen kann, hat die Verzinsung der persönlichen Forderung ebenfalls ob 1. 1. 1925 zu erfolgen.

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amettlWmuieiim

Die starke Anteilnahme der Bürgerschaft Marburgs am Universitätsmuseum, mit dessen Einrichtung nun bald begonnen werden kann, wird durch die vielfachen wertvollen Stiftungen erwiesen. So hat Herr Paar, Inhaber des Kaffeehauses Mar­kees 2 schöne reliefgeschmückte gußeiserne Oefen aus dem Anfang des letzten Jahr­hunderts geschenkt. Mit diesen tn einer Reihe steht der für die Zeit Schinkel'scher Gotik charakteristische Ofen, den Herr Gast­wirt Reith am RudolfSplatz den Samm-

Heldentod erlitten habe, der auch die Mutter dem Sohne bald nachfolgen ließ.

Sein Blick streifte das zweite Bild: das feines Sohnes, eines stämmigen Burschen mit breiten Schultern und starken Fäusten, die sicher die Pflugsterz führen konnten. Er hätte aufschreien mögen, als er das Bild des Toten betrachtete.

Heute morgen, als er auf dem Wingerts» acker, hoch überm Bergwald, den Acker auf» gerissen hatte, war es auch so über ihn ge­kommen wie ein Sturm, der in ein schnitt­reifes Kornfeld fährt.

Als droben auf den Dergäckern ihm die Hand, die den Pflug führte, müde geworden war und fein Blick nach Westen über die Berge und Wälder flog, war ihm alles wie­der in den Sinn gekommen:

Ein heller Frühlingstag im Jahre 1918. Wie er so bedächtig hier eben hinterm Pflug in der Ackerfurche schritt, war plötzlich das Pferd unruhig geworden, es spitzte die Ohren, blähte die Austern; als er aufmerkte, klang dumpfes Rollen an fein Ohr . Ein-, zwei­mal. Die große Schlacht im Westen! Und zwei Wochen später kam die traurige 2tad^ richt...

Langsam erhob sich der Vorder bauer, griff rücklings über sich nach dem Wandsims und Holle die Bibel herunter. Schwer wurde den zittrigen Fingern das Blättern in den zer- griffenen Seiten, sie machten bei der Ge­schichte Jakobs hall, und leise las der Bauer:

lungen übergab. Die Gipsabgüsse von den Dachreliefs des Elisabethschreins, deren Stifterin Frau Geheimrat Hitzig ist, werden dem Studium zugute kommen.

Mit einem höchst originellen Stück hat kürzlich Herr Bergassessor Dr. Scheffer- Trier seine für das Museum bestimmte Sammlung studentischer Erinnerungen und Altertümer bereichert mit einem Kristall- Deckelpokal, in den ftöhlich pokulierende Studentenfiguren eingeschnitten sind. Selbst­verständlich hat das Stück auch seine Be­deutung als Beispiel alter Glasmacherknnst.

Ein besonders warmherziger Freund war dem Museum der vor kurzem verstorbene Generalleutnant Rathgen. Die Sammlung verdankt ihm vor allem eine Auslese (40 bis 50 Stück) moderner französischer Bronze- Plaketten, die mit der Münzsammlung des Vereins für Hess. Geschichte und Altertums­kunde in einem Kabinett des neuen Hauses vereinigt werden soll. Einzigartig rst die von Rathgen geschenkte große Portraitbüste in Porzellan der Berliner Manufaktur, für die G. Bläser 1859 das Modell ge­macht hat. Aus der ausgewählten Waffen­sammlung, die General Rathgen dem Mu­seum vermacht hat, seien hier nur 3 Helle­barden des 17. Jahrhunderts und ein reich geätzter Trabantenspieh einer Schlotzwache hervorgehoben. In den Waffenraum des Kunsthauses wird das Oelgemälde aus dem Besitze Rathgens mit der Darstellung des Besuches Kaiser Wilhelms I. in der be­rühmten 1. Batterie vor Paris gut hinein­passen.

Das Graphische Kabinett des Museums verdankt Herrn Dr. Lehr eine Reihe schöner Handzeichnungen von namhaften Meistern deS 17., ,18. und 19. Jahrhunderts. Diese werden den wertvollsten Stücken der bisher noch kleinen im wesentlichen aus v. Drach zurückgehenden graphischen Abteilung zu­zurechnen sein.

Eine ganz herrliche Gabe, für die auch die Oeffentlichkeit dem Stifter Dank wissen wird, ist das große GlaSgemälde einer Kreuzigung aus dem Ende des 14. Jahr­hunderts, das Hofglasmaler Fritz Lxhultz in der Wettergasse dem Museum geschenkt hat. Die eindrucksvolle Zeichnung des schmerzhaften Christuskörpers, die leuchten­den Farben werden in der Stadt, die in ihrer Elisabethkirche mit die berühmtesten Glasfenster überhaupt besitzt, besonderem Verständnis begegnen. Bei dieser Stiftung sei an die große Rolle erinnert, die die Glasmalerei und -brennerei Schultz um 1850 und später als für die N.- und S-- Conche der Elisabethkirche und für die Lchloßkapelle neue farbige Fenster herge­stellt wurden, gespielt hat. Dieses von Carl Schäfer begünstigte Unternehmen hat durch die Wiedererweckung des gediegenen Hand­werks ganz wesentlich bei der Entstehung des modernen Kunstgewerbes mitgeholfen. Herr Schultz steht heute mit einem jungen Marburger Künstler der Glasmalerei in naher Verbindung.

Alle diese Stiftungen werden nicht nur von der Universität dankbar begrüßt wer­den, sondern auch von der ganzen Bürger­schaft, der das Museum ja nicht weniger eine Gelegenheit künstlerischen Erlebens sein möchte. In diesem Zusammenhang des Mit­einandergehens von Universität und Bür­gertum, das das Universitätsmuseum in Wirklichkeit zu einem Stadt- und Landes­museum macht, darf auch zum Schluß die verständnisvolle Fürsorge erwähnt werden, mit der das Presbyterium der Elisabeth- gemeinde eine Anzahl der in ihrem Erhal­tungszustände in der Kirche gefährdeten Kunstwerke dem Schutze und der Pflege des Museums anvertrauen will. Die Uni­versität denkt daran, den größten und schön­sten ihrer neuen Räume der Gemeinde als Schatzkammer der Elisabethkirche" zur Ver­fügung zu stellen wie ja alle an Kunst­werke reichen Dome solche eittrichten mußten. Indessen sind die Verhandlungen darüber noch nicht zum Abschluß gekommen.

Kirchliche Rachrichien

Sonnabend, den 12. März.

St.»Jost»Kapelle (vor Weidenhausen).

8.30 Uhr: Abendfegen, Pfarrer de Boor.

Michelchen. Die Abendandachten am Sonnabend finden vorläufig nicht statt.

.Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder in dies Land bringen...

Weiter kam der Alle nicht: denn da sprang und polterte etwas Frisches, Junges. Frohes in die Stube, der Enkelsohn des Dauern, des gefallenen Sohnes einziges Kind.

»Großvater, 's ist angespannt l Willst nicht kommen?"

Verwundert schlug der Alte die Dibel zu: »Wer hat angefbannt?

»Ich, ich allein. Und die Mutter sagt, ich müßt' dir helfen, weil du so allein wärst."

Schweren Schrittes ging der Alle hinaus, leichtfüßig Qetterte der Junge auf den Wagen, streckte dem Großvater die Hand hin und half ihm hinauf.

»So geht's bester", meinte der Alte, und als sie eine Weile gefahren: »Hast auch alles mitgenommen?"

Der Junge zählte auf. AichtS hatte er zur Saat vergessen.

Sie fuhren zum Wingertsacker. Der Junge spannte das Pferd vom Wagen ab, schirrte es an die Egge und eggte das Feld glatt

Als es ans Säen ging, wollte der Alte dem Jungen wehren: »Das kannst' noch nicht!" Der Enkel lieh nicht locker. Zehn Schütte säte der Großvater vor, dann mußte er dem Enkel das Säetuch umbinden. Mutig griffen die Hände die Körner und streuten sie im brei­tenden Dogen. Und der Junge säte und säte, Schrllt um Schrllt Hand um Hand ...

Rr. 6D

Sonntag, den 13. März. Philippshaus (für Pfarrkirche).

Ähr: Pfarrer Waliemath: 11.15 Uhr: dergottesdienst: 5 Uhr: Reformierte a." meinde.

Elisabethkirche. 10 Ähr: Reformier, Gemeinde; Kindergvttesdienst fällt au8- - Ähr: Pfarrer Waltemath.

In beiden Kirchen Kollelle für die Krieg», gräber-Sürforge.

Ockershausen. 2 Uhr: Kindergotlg, dienst.

Reformierte Gemeinde. 10 in, (Elisabethkirche): Pfarrer Dr. D. Franks, berg (über christliche Trauer, Kirchenchor!. 11.15 Ähr (Philippshaus): Kindergvtte^ dienst, Pfarrer Dr. D. Frankenberg; 5 m, (Philippshaus): Pfarrer Dr. Ritter.

Katholische Kirche. 7.30 Ähr: Heisig. Wesse mit Frühlehre und gemeinsamer Kommunion der (Jungfrauen; 9.30 jnt. Amt und Predigt; 11 Ähr: Heilige Mess, und Predigt; 2.30 Ähr: Christenlehre uy Segens-Andacht; Mittwoch, Donnerstag, Freitag 8 Ähr abends: Triduum für bat Fest des hl. Joseph.

Selbst, ev.- luth. Gemeinde, Rikolat, stratze 1. 10 Ähr vorm.: Gottesdienst.

Reuapostolische Gemeinde, Heg, fingerftr. 5. 3,30 Ähr nachm. und 8,30 Uhr abends; Mittwoch 8,30 Ähr abentx

Stadtmission. Roter Graben 6. Sonnia» vorm. 8.30 Ähr: Frühandacht: vorm. si Ähr: Sonntagsschule; nachm. 3.30 Ähr: Jugendbundbibelstunde; abends 8.30 Ähr; Abendandacht; Dienstag abends 8 Ahr- Missionsstunde: Mittwoch abends 8.30 Ähr; Jugendbund; Donnerstag 7,45 Ähr: Sonn- tagschulvorbereitung; Freitag 8,30 Ähr; Allgemeine Dibelstunde.

Christi. Verein junger Mädchen, Äulienstift. Sonntag 8 Ähr; Dienstag 8.30 Ähr; Mittwoch 3 und 8 Ähr; Donnerstag 8.30 Ähr.

Diakoniss.»Mutterhaus »Hebron' Wehrda. 10 Ähr vorm.: Pfarrer Köhl«, Methodistengemeinde, Wör hstr. 15a 9.30 Ähr vorm.: Gottesdienst; 11 Ähr: Sonntagsschule; 8.15 Ähr abends: Gottes­dienst; Mittwoch 8.30 Ähr abends: Dibel­stunde.

Laptisteugemeinde, Oberrealschule Sonntag 3 Ähr nachm.: Predigt; Mittwoch 8,30 Ähr abends: Dibelstunde.

Aerztlich-r .'onntaaSBienft.

Am 13. März: Dr. Trenkmann, Markt­gasse 18/20, F. 407. San.-Dat Dr. SchrL» der, Frankfurterstr. 26, F. 342.

Zahnärztlicher Sonntagsdienst:

Am 13. März: Zahnarzt Eckhardt. Wörthstr. 31, F. 783. Sprechstunde Bot 10 bis 11 Ähr.

Für Mitglieder der Allgem. OrtSkrankenkafft Zahnarzt Dr. Corel!, Äniverfitätsstr Sprechstunde von 10 bis 11 Ähr.

Sonntagsdienst und «ochennachtdieuft M t- 1 Apotheken.

Dom 12. bis 18. März: Adler-Apo« t theke. ; ,

Amtliche Bekanntrnachungeu des Landratsamtes Marburg

Polizei-Verordnung,

Auf Grund der 88 5 und 6 der Verordnung über die Polizeiverwaltung in den neu erwor­benen Landesteilen vom 20. September 1867 (E.S. S. 1529) und des Artikels III der Ver­ordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924 (R.G.Bl. S. 44) wird für den Bezirk der Gemeinde Weitershausei folgende Polizeiverordnung erlaffen:

8 1.

Zuwiderhandlungen gegen die Backordnun« vom 28. Januar 1927 werden mit Geldstrafen von 1 bis zu 150 Reichsmark bestraft, an deren Stelle im llnvermögensfalle eine entsprechende Haftstrafe tritt.

8 2.

Diese Polizeiverordnung tritt mit de» Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft.

Weitershausen, den 28. Januar 1927.

Die Polizeiverwaltung, gez. Koch, Bürgermeister.

Wird veröffentlicht.

Marburg, den 1. März 1927. (71

Der Vorsitzende des Keeisausschnffes. Schwebe!, Landrat.

Es kam über den Alten, eS war ihm, all schreite fein Sohn dahin, der Sohn, 6en Aankreichs Erde deckte. Auf den Wagen letzte sich der Vorderbauer und sah hin, vn« der Junge, sein Fleisch und Dlut, sich abmüht« in dem ersten Gang der ewigen Arbeit.

Eine Lerche jubelte auf aus dem sprossen­den Kleefeld am Anger, die Finken schlug« im nahen Haselgebüsch, und ein lauer Früh' lingswind strich über die Primeln im Wiesen' gründ und die Anemonen im knospenden Wald.

Das Ewig»Alte wurde jung, gebar sich von neuem, wie es seit Jahrtausenden getan " und das junge Menschenkind wurde sich feine« Wertes und feiner Pflicht bewußt in diese» Sein.

Der Alle träumte. Eine Drücke spannte sich von dem braunen Dergacker zu Frank' reichs Gräberfeldern, und darauf kam fe» Sohn geschritten, legte fein Haupt an be» Vaters Drust und deutete stumm auf junge Reis am sprossenden Daume und fpraw- »Baier, das bist Du, das bin ich, das sind d^ die nach uns komm«, und das muh um«1 Trost sein."

Fast erschrocken fuhr der Alle auf. Gang der Jubelruf des Knaben: »Ich fertig! Änd schon war er dabei, die O»0* unterzueggen.... ,

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