k.
Zxf iie
(en en, en, en.
in dm ter« etze anz un= fjen t er all. !<n, >iqe eim Jen. riet, ss« uen 577
9
d
7ee
iee iei
33
BzeiserMtda»MrvkWchMÄL)GbechMw'?KmttichesVevMndiMrssblElWdK^
Marbmstt raMuwigtt
SeMcke Lrmdchetwng
Nr. 59 82. Mrs. Marburg a. Lahn Der Anzeigenpreis betragt für bett 10 gefbait Zeilenmilltmetei 0.08 SM., kleine Varanzeigen 0.06 SM., amtliche und auswärtige Anzeigen 0.10 EM. Bei schwierigem Sah sowie bet Platz. Vorschrift 50°/, Aufschlag. — Eamrnelanzeigen 100 */, Äuh schlag. Reklamen bet Millim. 0,40 EM. Jeder Rabatt gilt al« Varrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Grschiftstrlle uni Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
1 Goldmark — Dollar.
Attilas,
Ku u. März 1927
^derheMche Zeitung" er- ''yt sechsmal wöchentlich. Ve- .ffttU monatlich 2 GM. aus-
Zustellungsgebühr, durch ^(12^5 GM.Für etwa infolge V-tVfo, Waschinendefekte obet Klarer Ereignisse ausfallend« Lggittn wird kein Ersatz ge- S,/ Verlag d. Dr. §. -itzeroth, her Untv.-Duchdruckerei b. Tflug. «och. Markt 21/28. Sprecher: Nr. 54. u. Nr. 65. Mcheckkonto: «oü Frankfurt ’m Nr. 5016. — Sprechzeit L Atdaklion von 10—11 und
»1,1—1 Uhr.
SeulWmd Milt bet engM-wWKe Sonflitt — Wann lochet! Seulschland dir Säumung des MlnlandeS?
ertlönmgen 9t. Slte emanns
Dr. Stresemann empfing gestern vor- itttag um 10 Ahr im „Hotel Metropole" ^französische Presse. Zunächst Mftigte sich Dr. Stresemann in seinen snsführungen mit dem
englisch-russischen Konflikt
B betonte, es entspreche durchaus nicht m Tatsachen, wenn behauptet würde, daß je englische Diplomatie versuche, Deutschmd in einen großen Weltbundgegen iawjetrußland hmeinzupresien.
Er könne bezeugen, daß von Chcm- terlain niemals ein derartiger Versuch gemacht worden sei.
och daß Chamberlain einen solchen Bund egen Rußland schaffen wolle.
Die neulich vor der deutschen Presse ikmentierte auch Dr. Stresemann Ute energisch die Behauptungen der offi- ellen Sowjetpresse von
großen Konzessionen Polens an Deutschland,
a. die Rückgabe des Danziger Korridors ad einer Donrepublik unter deutsch-pol« ischem Protektorat.
Alles dieses sek frei erfunden, eutschland würde es außerorornllia) be- raem, wenn zwischen England und Ruß- «d Verwickelungen ernsterer Art ent» iinden. Er müsse aber auch darauf Hineisen, daß die Weltwirtschaft nicht zur esundung kommen könne, wenn ein Land m 150 Millionen Menschen sich jeder »irtschaftlichen Mitarbeit an der Gefcnnt- eit verschließe und sich der Entwicklung et Weltwirtschaft nur hemmend entgegen- eile.
Deutschland sei Nachbarstaat sowohl Polens wie Rußlands und aus diese« Gründe naturgemäß daran interessiert, gute Beziehungen zu beiden Ländern aufrecht zu erhalten.
s gebe keine Geheimverträae oder Klau- ein irgend welcher Art zwischen Deutsch- Md und Rußland.
Denn weiter von irgend welcher Seite et Versuch gemacht werd«, die deutsche ivlitik in Verbindung mit der neuen Regierung als zweifelhaft erschei» en zu lassen, so müsse er demgegenüber klonen, daß dies inkeinerWeisezu- treffend sei. Ebenso gut könne man <mn die Behauptung aufstellen, daß es t Frankreich genau so aussehe, weil auch k der Regierung Briands innerpolitisch mders gerichtete Politiker sähen. Aber hier ändere das nichts an der einge- focyntn Verständigungspolitik' Briands.
8on einer Aenderung der deutsche« Politik könne nicht iw entfernteste« gesprochen werden.
Zur Frage der Rheinlandräumung sagte Stresemann, selbstverständlich sei die
Deutscher RMstm
Der!in, 10. März. Das Haus fetzt •k Einzelberatung des Etats des Ar- 'eitsministeriums fort bei« Kapitel
„Sozialversicherung-.
Abg. Karsten (Soz.) erklärt, die Sozialdemokraten seien der Auffassung, ”06 der Aufbau der Sozialversicherung ?°d) keineswegs abgeschlossen sei. Er ver- fvtgt Einbeziehung des gewerb- 'lchen Mittelstandes.
Abg. Becker- Arnsberg (Ztr.) verwogt. daß der bisher sechs Mark bergende Reichszuschuh zu jeder Jnva- ^enientc ganz erheblich erhöht werde.
Krankenkassen müsse das Recht vglbstabgabe von Heilmit
Frage der Rheinlandräumung auf das ausführlichste zwischen ihm und Briand. wie auch mit Chamberlain besprochen worden.
Zur Frage, wann Deutschland offiziell den Antrag zur Räumung stelle« werde, müsie er sagen, daß bei den in Eens weilenden Staatsmännern die Erkenntnis von der Notwendigkeit der Rheiniandräumung wachse.
Zum Schluß wies Dr. Stresemann darauf hin, daß es nicht möglich sei, von einem allgemeinen Frieden zu sprechen, solange in einem Lande noch eine fremde Besatzung von 75000 Mann vorhanden sei.
engliW BttWtmmn
ff. London, 11. März. In einem Leitartikel zu der Erklärung Dr. Stresemanns in Genf begrüßt es „D a i l h C h r o n i c l e", daß der deutsche Minister des Aeußeren die Behauptung dementiert habe, daß Chamberlain versuche, Kombinationen gegen Rußland zustande zu bringen. Das liberale Blatt fährt fort: Die Räumung der Rheinlande ist Deutschland im Versailler Vertrage versprochen worden, wenn es vor Ablauf der 15jährigen Frist „alle aus dem Antrag sich ergebenden Verpflichtungen erfüllt". Die britische öffentliche Meinung wird Dr. Stresemanns Behauptung, daß die Bedingungen erfüllt sind und daß die Erfüllung des Versprechens jetzt erfolgen müsse, allgemein unterstützen.
Der Sonderberichterstatter des „Daily Herald" in Genf schreibt: Dr. Stresemanns Rede vor den ausländischen Journalisten werde dahin ausgelegt, daß sie das Ende jeglicher Idee bezeichnend, die Session des Völkerbunosrates für sowjetfeindliche Pläne auszunutzen, denn d-r Mittelpunkt seiner Rede sei nicht die erwartete Erklärung gewesen, daß Chamberlain niemals eine Union gegen Sowjetrutzland angeregt habe, sondern, daß er selbst Chamberlain und Briand gesagt habe, daß Deutschland dringend wünsche, Rußland möchte in gute Beziehungen mit dem übrigen Europa kommen. Es ist klar, daß der Plan besteht, die polnische Frage vor Juni aus dem Wege zu schaffen und dann die Rheinlandfrage aufzunehmen. Es scheint möglich, daß inzwischen die deutsche Regierung versuchen wird, die Spannung zwischen London und Moskau zu erleichtern. Dr. Stresemann legte großen Nachdruck auf die Möglichkeit einer Teilnahme russischer Delegierter an der Wirtschaftskonfeoenz.
Die Sämiger Anleihe genehmig,
Genf, 10. März. Ja der heutige« Ratssitzung wurde der Bericht des Finanz- komitees über die Erundlageu der erfolgten Verständigung für die Empfehlung der Danziger internationalen Anleihe von 40 Millionen Gulden effektiv vom Völkerbundrat genehmigt. Der Danziger Senatspräfident Sahm gab dabei eine Erklärung ad, in der er dem
teln verbleiben, weil sie sonst ge- zwungen wären, dem Handel das Füns- bis Sechsfache der Preise zu zahlen. (Widerspruch bei den Dntl. und der Wirt- schastl. Dgg.). .
Abg. Behthien (D. Dpt.) betont, berechtigten Klagen gegen Arteile der Versicherungsgerichte mühte man nachgehen. Entschieden sei aber der sozialdemokratische Antrag abzulehnen, der die ZnnungSkrankenkassen beseitigen wist. Offenbaren Auswüchsen auf dem Gebiet der Gründung von Jn- nungskrankenkassen müßte aber entgegengetreten werden. Der Redner begründet noch einen Antrag, der durch Reichs- I gesetz die Selbstversorgung der Krankenkassen, durch die das freie Gewerbe geschädigt werde, untersagen will.
Finanzkomitee des Völkerbundes den wärmsten Dank der Freien Stadt Danzig ausiprach.
Anschließend an die Darlegungen des Senatspräsidentrn Sahm dankten der Völkerbundskommissar van Hamel und der polnische Ministerpräsident Straßburger im Namen seiner Regierung dem Finanzkomitee, den städtischen und internationalen Behörden.
Bor Schluß der Debatte erklärte Reichsminister Dr. Streseman«, er glaube, daß die heutigen Verhandlungen und das Ergebnis dieses Tages eine große Bedeutung für den Völkerbund haben. Sie zeigten nämlich, daß der Völkerbund große und wirksame Arbeit da zu tun vermöge, wo der Krieg und seine Folgen am schlimmsten gewütet haben. Wenn wir sehen, so führte er aus, wie die Aufbauarbeit kür die von diesen Katastrophen Betroffenen ihnen eine Heimat wieder- qibt, wie die Segnungen des Friedens denjenigen, die am meisten gelitten haben, durch die Zusammenarbeit ehemaliger Gegner im Völkerbund und in seinen verschiedenen Organen und Einrichtungen ihnen zugute kommt, so kann der Völkerbund stolz auf dieses Ergebnis sei«. Aber mit mästen uns fiat Vorüber sein, daß alle Bestrebungen, um auf kulturellem und humanitärem Gebiet vorwärts zu kommen, nicht entscheidend sind, wenn nicht zugleich die Möglichkeit geschaffen wird, daß das durch den Krieg zerstörte finanzielle und wirtschaftliche Gleichgewicht der Welt wiederherae- itellt wird.' Das zu erzielen, wird eine Aufgabe der Weltwirtschaftskonferenz sein, aber auch in anderen Problemen wird diese Tätigkeit des Völkerbundes und seiner Organe wirksam kundgetan. So in früheren Zähren, als es sich um die Wiederaufrichtung Oesterreichs und^ Ungarns handelte: wie wir heute gehört haben, in bezug auf die WLHrungsstabilität Estlands und aus den eben gehörten Berichten in bezug auf die Arbeiten für die Regelung der Wirtschaftsfrage der Freien Stadt Danzig, dieses unter so schwierigen Berhältnisien zustande gekommenen Staatsgebildes. Wir alle wisien, welche solchen Akkorden entgeaenstehende Schwierigkeiten es dabei zu überwinden gilt. Es liegt mir daran, festzustellen, daß die Arbeiten des Völkerbundes neben den großen idealen, kulturell Humanitären, auch praktischen Fragen vor allem zu dienen haben. Unser verehrter Kollege Vandervelde hat in schönen Worten auf das Zusammenwirken der nationalen und internationalen Kräfte bei diesen Hilfswerken hingewiesen. Zch lege meinerseits als Präsident dieser Tagung Wert darauf, allen denen, die an diesen Hilfswerken und Wiederaufbauarbeiten mitaewirkt haben, meine« aufrichtigsten Dank zu erstatte«.
Abg. Frau Schott (Dntl.) bekämpft die Selbstversorgung der Krankenkassen mit Heilmitteln, weil sie zur Massenbehandlung führe. Sie wünscht ferner die Einbeziehung der neuentstandenen Frauenberufe in die Angestelltenversicherung. Erstrebenswert sei vielleicht eine eigene Versicherungsanstalt für die Arbeitslosenversicherung. Die Landwirtschaft müsse in dieser Versicherungsart gesondert behandelt werden.
Abg. Petz old (Wirtsch. Dgg.) verteidigt die ZnnungSkrankenkassen, die ein sozialdemokratischer Antrag beseitigen will.
Darauf vertagt daS Haus die Weiterberatung auf Freitag zwei Ahr. Die Arbeitszeitfrage wird nicht auf die Tagesordnung gesetzt.
So» snmMchom SKolttt
Der belgische Verteidigungsminister über Umgestaltung des belgischen Heeres.
ff. StüHel. 11. März. Der Minister der nationalen Verteidigung de Brocqueville erklärte in der Kammer bei Beratung des Budgets der nationalen Verteidigung über die Umgestaltung des belgischen Heeres, er sei der Ansicht, daß der Geist von Locarno die Völker nicht daran bindere, ihre Verteidigung vorzubereiten.
Es sei ein Irrtum zu bebauvten, dah man, um Frieden zu haben, die Möglich, kett eine« Kriege» außer acht lasten müsse.
Die ständigen Festungen seien während de» Weltkrieges nicht unnütz gewesen. Ein Aus- schub prüf« gegenwärtig in Belgien da» Festungssvstem, das gegebenenfalls zur Unterstützung des Feldheere, zu dienen habe. Er wolle dem Heer« den Kamvfwert wiedergeben, den es durch die mehrmals hintereinander vorgenommene Herabsetzung der Dienstzeit verloren habe.
Belgien brauche eine gut organisierte und gut geführte Armee.
Die belgischen Soldaten mühten in der Lage sein, sich vom ersten Tage an zu verteidigen, wenn rin Einfall in belgisches Erbiet drohe.
--*--
Wirk'ttiu'lMlM Ist fimzMK, tuifitoen SchutdeMtMWWN
ft. Paris, 11. März. Nachdem bereits vorgestern der russische BotsSufter Rakowski hier eingctroffen war, ist auch der Eeneral- lekretär der russischen Delegation Tschlenoff mit einigen Gachvcrstrndigen angrkommen, während die Ankunft der übrigen Delega- tionsmitgliedor in einigen Tagen bevorstrht. Wie verlautet, ist für die Wiederaufnahme drr franr^sch-rußiichen Schulder.-erhandl rügen der li. März in Aussicht genommen.
—♦-
MMeeung des tohW Itttitotn krrltagt
fk. Moskau, 11. März. Der Garantie« vertrag zwischen der Sowjet-Union und Lettland ist »aravhiert worden. Noch nicht in Uebereinstimmung gebracht sind lediglich die inerte der Anhänge zum Vertrag, darunter die Rote Lettlands über seine Beziehungen znm Völkerbund im Zusammenhang mit dem Garantievertrag.
♦
Bemühungen Chamberlains und Briand, die Schweiz zur Wiederaufnahme der Beziehungen zu Rußland zu bewegen.
fk. London, 11. März. Wie der Genf- Korrespondent der „Westminster Gazette" meldet, sollen Chamberlain und Briand versucht haben, die schweizerische Negierung zu überreden, eine neste Bemühung zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Kuhland zu unternehmen, damit die Sowjet- Regierung nicht länger dir Ermordung Wo- rowskis als Borwand für ihre Nichtbeteiligung an der Abrüstungskonferenz vorbringen kann.
--*--
Set reuW'ftnnMKe Handels' tttitag
Berlin, 10. März. Zum deutsch- französischen Handelsvertrag wird mitgeteilt, ein Protokoll über die Grundlagen für den endgültigen Vertrag ist nunmehr aufgesetzt worden und bildet einen wesentlichen Fortschritt gegenüber der bisherigen Haltung Frankreichs in drei Punkten:
1. der endgültige Vertrag wird sofort mit der Meistbegünstigung > de facto beginne«.