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; jini>on, 4. März. Eeneral Sun M bekannt, daß seine Truppen et» zbrt seien und vorübergehend nach qd-Kianqsu zurückgezogen würden, wo seine Armee reorganisieren werde.

‘littet „Central News"-Meldung zu- jge haben sich Tausende von Sol­lten Sunjchuanfangs den siegreichen nntonesietn angeschlossen, chrend andere einfach davon liefen nnd übend und plündernd durch das Land ehe«. Zwischen Wupeifu und fchangtsolin sollen neueMeinungs- nschiedenheiten bestehen. Bei Schihutau, Wsähr 50 Kilometer vor Schanghai, ist i- zwischen vorgeschobenen Kantonposten d Streitkräften TschangtsuNgschangs zu litten Gefechten gekommen.

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■teilt ter »tuttotn Mgatitn । notb An!

Merlin, 4. März. Mit dem kahrvlan- Wtzrgen Zug nach Basel reiste heute abend Ä Ubr die Genfer Delegation zur Genfer Wvlasung ab. Der deutschen Delegation Wörrn u. a. an; Ministerialdirektor Gaus, tzeimrat v. Bülow, Legationsrat v. Redl-

■Mtt, Ministerialrat Tbommsen, der Reke­lt fit Polen Zechlin, Gesandter Freyiag, ftudter v. Friedberg.

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„ * der Amtliche Preuhisch« Pressedienst hat Ministerpräsident Braun den ^roräsidenten beim Kammcrgericht, Dr. ^?'dt, rum Staats- und Justizminister

ertlntunßtn »te

Bien, 4. März. (WB.) Der pol« He Außenminister Zaleski Me sich einem Mitarbeiter der men Kreien Presse" gegenüber über die »ächten einer Wiederaufnahme der eiltsch-p ol n i scheir H ande lsv er- rgsverhandlungen. „Ich nehme sagte der Minister, „daß ich Eelegen- ü zu einer Aussprache über die Frage r Handelsvertragsoerhandlungen mit k. Streiemann haben werde. Darstellun- 1 uud Eegendarftellungen wären in die- * Augenblick nicht der Vorbereitung Her Atmosphäre zuträglich, ohne die v» in derlei Dingen nicht vorwärts •et Wir sind jeden Augenblick zur ktteuerung der Verhandln« - * bereit unter Behandlung sämt- kt in einem normalen Handelsvertrag tägigen Fragen als eines Geiamt- •Vlexes. Die polnische Regierung zieht 8 dem Abbruch der Verhandlungen Iserts keine weiteren wirtschaftlichen 11 politischen Konsequenzen."

3» der Meldung, daß zwischen Polen

En g l a n d Berhandlungen zur Bil- ®S einer gemeinsamen Front gegen chfetrustland im Zuge sind, antwortete «fti: „Zch erkläre entschieden, daß n i e- von irgendwelcher Seite, 'allerwenigsten von feiten der eng- Mtt Regierung, an die polnische 'Sierung herangetreten wurde, L8a<te in Europa zu verschärfen durch ««ng einer gemeinsamen Front gegen chland

k. Schmidt vrtußlschtr 3u|h>

f Minister

l Rücktritt Am Zehnhoffs.

n, 4. März. Wie die „Germania" hat der preußische Justizministr Am ^oss heute dem Ministerpräsidenten den Rücktritt von seinem Amte mit» Der bisherige Justizminister wird Z lm Laufe des Freitags nach Düsseldorf wohin er seinen Wohnsitz verlegen

Dn§ srnnMcht Seit in Mn Dir neue Stmsrtstrm

In der gestrigen Kammersitzung fand eine Aussprache über den Artikel 1 der Gesetzes­vorlage über die nationale Verteidi­gung statt, der im Kriege

alle Franzosen ohne Unterschied des Al­ters und des Geschlechtes an der natio­nalen Verteidigung teilzunehmen ver­pflichtet.

Von radikaler Seite wurde zunächst die Frage aufgeworfen, ob Artikel 1 nicht den Eindruck erwecken könne, daß Frankreich auf dem im Haager und Londoner Abkommen festgelegten Schutz der Nichtkombattanien verzichten wolle. Die Abfassung des Artikels 1 wäre schon des­wegen bedenklich, weil damit nur

das deutsche Vorgehen während des Krie­ges rückwirkend gerechtfertigt

erscheinen könnte, als sie die deutschen Frauen und Kinder aus dem Kriegsgebiete entfernten und alliierte Schiffe ohne vorherige Warnung torpedierien. Paul Voncour erklärte hierauf, daß die Londoner und Haager Abmachungen dem modernen Krieg anzuvassen seien.

Oberst Girod erklärte daraus, es könne daher in einem zukünftigen Kriege kein Unterschied zwischen Kombattanten und Richtkombattanten gemacht werden.

Ein kommunistischer Antrag auf Streichung dcs Artikels 1 wird hierauf mit 500 gegen 30 Stimmen der Kommunisten abgelehnt und der Artikel 1 angenommen.

ff. Paris. 5. März. Die Kammer hat bei der Nachberatung des Gesetzentwurfes betreffend die allgemeine Organisierung der Nation in Kriegszeiten auch die Ar­tikel 2—10 verabschiedet.

Artikel 9 sieht vor, daß die Liqui­dierung der sequestrierten Vermögen von

fremden Staatsangehörigen im Kriegsfall lediglich durch ein Gesetz verfügt werden könne.

A r t i k e l 10 sieht vor, dah die für alle nationale Verteidigung notwendigen Mittel beschafft werden sollen entweder durch friedliche Verständigung oder Re­quirierung und dah in beiden Fällen sich für den Lieferanten kein Ge­winn ergeben dürfe.

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Die neuen Pläne PainlevLS, deren Erör­terung jetzt vor der Kammer beginnt, sollen die beiden Systeme der Berufssoldaten und der allgemeinen Dienstpflicht verbinden. Ein Teil der Armee wird durch Berufssoldaten gebildet, ein anderer durch Burgertruppen, die eine einjährige Ausbildung erhalten. Die ständige Armee soll 346 000 Mann zählen und nur aus Franzosen bestehen. Aus dieser Armee werden die Offiziere und Unteroffiziere für die Kolonialarmee ent­nommen, die auf dem Bestand von 175 000 Mann erhalten werden soll. Frankreich wird also in Friedenszeiten über eine Armee von insgesamt 521 000 Mann ver­fügen.

Wenn man hierzu die gerade gigantischen BefestigungSpläne an den französischen Ost­grenzen hinzunimmt, so mutz die Auf­rüstung Frankreichs in einem, mehr als bedenklichen Lichte erscheinen. PatnlevS unterstreicht zwar, datz alle diese Matz- nahmen der reinen Abwehr dienen sollen. In Wirklichkeit aber ergibt sich hieraus nicht nur die Einstellung eines fortgesetzten Mitztrauens, insbesondere gegen bas tat­sächlich wehrlose Deutschland, sondern auch die sehr große Gefahr einer ständigen Offensivbedrohung für Deutsch­land. Wir haben im Weltkrieg zur Ge­nüge erlebt, wie leicht sich der bis an die Zähne Bewaffnete über alle Bedenken hin­weg dazu entschließt, eine Defensivstellung in eine Offensive zu verwandeln.

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Berlin, 4. März. Bor dem Amtsge­richt Berlin-Mitte begann heute der Delei- digungsprozeh des Leiters der .Deutschen Zeitung", Major a. D. v. S o d e n st e r n , gegen den Hochmeister des Jungdeutschen Or­dens, Arthur W a h r a u n und den Redak­teur des .Jungdeutschen" Pastenacei. Die Klage Sodensterns gründet sich auf zwei im .Jungdeutschen" erschienenen Artikel, in de­nen ein Protokoll über eine im Vertrauten« kreise gehaltene Rede Sodensterns veröffent­licht wurde, in dem dieser behauptet habe, man müsse einen Kommunistenputsch inszenieren, indem die Großindustrie einige tausend Arbeiter auf die Straße wer­fen sollte. Dann könne man die natio­nale Diktatur aufrichten, da die Regierung sich zur Niederwerfung der natio­nalen Verbände bedienen müßte. Ferner wurde von Sodenstern vorgeworfen, er habe unter den Jnngdv-Mitgliedern gewühlt und gearbeitet.

Der Beklagte M a h r a u n erklärte, Kae- schage, der die Ausführungen Sodensterns gehört habe, hätte feine Aussagen in Gegen­wart des Kanzlers ‘Bornemann zu Protokoll gegeben. Er habe diese Aussage deshalb ver­öffentlicht, weil Sodenstern ihn in 50 Ar­tikeln beleidigt habe. Die Beklagten er­heben Widerklage gegen Sodenstern, der in der .Deutschen Zeitung" behauptet habe, daß der Orden mit Mahraun schon schlechte Er­fahrungen gemacht habe: ein Ehrenmann Halle nicht so gehandelt wie Mahraun. denn dieser habe vaterländische Führer denun­ziert. Der Anwalt Sodensterns, Rechtsan­walt Bloch, bat, die gegnerischen Beweis­anträge und die Widerklage abzulehnen. So- denstern habe das Recht, einen Kampf gegen einen Mann zu führen, den er für einen Schädling halte.

Darauf wurde der Prozeß bis nach Ostern vertagt. Die Widerklage Mah­raun und Pastenacei gegen v. Sodenstern wurde zugelassen. Das Gericht beschloß als Zeugen den Hauptmann Salzmann, Kapitän

Ehrhardt, den Hauptmann Wackerzack und Prof. Riedelmann zu laden.

Der Reichsjustizminister bittet um Ver­nehmung im Prozeh Sodenstein-Mahrau«.

ff. Berlin. 5. März. Zn Zeitungs- artifeln ist die Behauptung aufgestellt, der Reichsjustizminister Hergt sei über hochverräterische Pläne des Staatsrats Glast informiert und mit den Staats« streichlern im Bunde gewesen. Diese Be­hauptungen sind frei erfunden. Der Reichsjustizminister hat den dringenden Wunsch ausgesprochen, ihn im Privai- prozestverfahren Sodenstein-Mahraun als Zeugen zu vernehmen.

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ft. London, 5. März. „Times" meldet aus Washington, Vizepräsident Dawes sei aus der letzten Kongretzsitzung mit erhöhtem Ruf und dauernd wachsender Volkstümlichkeit her- vorgegangen. Wenn Coolidges Aufstellung im Jahre 1928 nicht möglich sei, wie immer mehr Leute annehmen, so bestände heute mehr Grund als ie zuvor, datz Eeneral Dawes für die republikanische Partei annehmbar gefun­den werde.

Meuterei französischer Militär, Strafgefangener.

ff. Paris, 5. März. Wie .Petit Pa- rifien’“ aus Le Mans meldet, meuterten ge­gen 100 Militärstrafgesangene, die nach Aus­hebung der Militärgesängnisse in Zivilge- sangnisse überführt werden sollten. Wilitär- Streitfräfte mutzten zur Hilfe gerufen werden, um der Meuterei Herr zu werden.

t Ssmiabmd, W 5. MM 1927 h ^ber-essische Bettung* et- lL, sechsmal wöchentlich. B«» monatlich 2 GM. au«- Zustellungsgebühr, durch SM.Für etwa infolge Maschinen defekte »der Ereignisse ausfallende gjpMttn wird kein Ersatz ge- ^Verlagd. vr. §. Httzeroth, her llntb.-Buchdruckerei 6. ij^Tgug. Koch. Markt 21/23.

^sprech«: Rr. 64. u. Nr. 65. ^scheckkonto: Amt Frankfurt ’jj, <Rt. 6016. — Sprechzeit „ Redaktion Son 10—11 und •hl—1 Uhr.

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Vielleicht hauen in dem Augenblick, da diese Zeilen geschrieben werden, einige Sprengpatronen mit scharfem Knall die letzten winzigen, acht Mann fassenden Anterstände auseinander, die wir zum Schutz unserer Grenze gegen Polen in An­lehnung an unsere militärisch fast wertlos gewordenen Festungen aus etwas Beton und Eisendraht festgestampft hatten.

Das wäre die rechte Begleitmusik zu der Eröffnung Painleves, dah zum Frühjahr endlich mit den Befestigungsarbeiten an der „neuen Grenze Frankreichs" begonnen werden, und nach ihrer Vollendung in etwa drei Jahren das französische Doll in Ruhe und Frieden schlafen könne.

Diese neue Grenze im Westen wird eine ununterbrochene Schützengrabenlinie von Dünkirchen bis Belfort sein, fronimäßtg verstärkt durch stark befestigte Punkte, Feldbahnen, Telefonlinien, Anterstände und Stacheldrahtverhau.

Hinter diesem großzügigen Sperrshstem kann sich dann in aller Ruhe die Mobilia sation des „Volks in Waffen" vollziehen, die jeden Franzosen, Mann und Weib, Kind und Greis in die riesenhaft gedachte Kriegsvrganisatton einreiht, deren Strh- kraft nach zwei Punkten gerichtet werden kann: Gegen Italien und gegen Deutsch­land.

Zu gleicher Zeit weilen in Warschau französische Sachverständige für Festungs­bau. tagt die polnische Sejmkommissivn für militärische Angelegenheiten, fragt ein Ab­geordneter .die Regierung, wann Polen seine neuen Festungsbauten gegen Deutsch­land endlich beginnen werde. Auch da ist man am Werk.

Dreißig deutsche Anterstände für je acht Mann gefährden die Ruhe Europas.

Das franzöfische Doll in Waffen, mili­tärisch doppelt so stark wie im Weltkrieg, dazu Polen mit einer Armee, unserer Reichswehr zahlenmäßig überlegen, beide Völler mit einer Geschichte, die nur Anruhe ist, Aeberfall und Krieg, verbürgen den Frieden der Welt.

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Wie lebhaft erinnert das alles an Genf, an die Bootsfahrt auf dem Lago Maggi­ore, das einsame Gasthaus ir Thoiry.

Man sieht die Diplomaten liebenswürdig lächeln, beim heitren Mahl die Kelche heben, zum Abschied sich die Hände schüt­teln: „Auf Wiedersehn!"

Ob die Märzensonne lacht am Genfer See? Der Schiffer sich zur Bootsfahrt rüstet, und Mandolinensänger neue Saiten spannen? ■

Ja, sie sehen sich wieder, die Herren vom Fach, die Spezialisten für Minderheiten« recht und Schiedsgerichte, Wohlstands« indexe und Mandatsberichte, und die wohl« vorbereiteten Männer der immer noch vor« bereitenden Kommission für die spätere Abrüstungskonferenz.

Doch was nützt ein lachender Himmel in Genf, wenn er in China so wollenfchw« ist? Wenn Chamberlain viel weniger Ge­wicht darauf legt, für den Präsidenten« poften in der Saarregierung einen Kana­dier durchzubringen als mit dem Polen Zaleski die gemeinsame Front gegen bas europäische Rußland zu festigen, um die Bolschewisten endlich von China abzu­lenken?

Freilich, Briand wird die Früchte seiner „Politik der Sammlung" ernten, die sich nicht wegen einiger Schüsse auf französische Riederlassungen in Schanghai zersplittert, sondern in China Zurückhattung übt, um in Europa zu triumphieren.

And wir Deutsche? Wir werden ern­ten, was wir gesät haben: '„Geist" in An­führungsstrichen und Versprechungen. Richt mehr, nicht weniger.

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Das wird ein Fest für die deutsche Linke: Seht, wie es mit der bürgerlichen Regie­rung geht! Ihr fehlt das Vertrauen, das diplomatische Geschick! In Genf hott man