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:or. Llch begreife sehr wohl, daß in gewissen franzö- Wen Kreisen die Erweiterung der Koalition
Am 15. März soll auf Jahresversammlung der Kauzession
die Auflösung
Ein neuer italienischer Tauchboot-Typ.
ff. Rom. 22. Febr. Vorgestern wurde das erste U-Boot des neuen italienischen Tauchboot-Types „Balinna" vom Stapel gelassen. Das U-Boot, das bis zu einer Tiefe von 100 Meter tauchen kann, verdrängt 1400 Tonnen, ist 87 Meter lang und hat 6 Lancierrohre.
Äbechessffche Zeitung
91t. 44 «L Sahrg. Marburg a. Laba
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1 Doldmark -r- V.,,Dollar.
fk. London, 22. Febr. Alle Blätter veröffentlichen ausführliche Meldungen über die Massenhinrichtungen. In den Straßen der Chinesenstadt von Schanghai find überall die abgeschlagenen Köpf« Hingerichteter Studenten und Streikposten in Käfigen auf Pfählen zur Schau gestellt. Der Korrespondent der „Daily Mail" sagt: Die Politik des Enthauptens habe fich als wirksamstes Gegenmittel gegen das Streikfieber er-
Segen Ne Abrüstung
Mussolinis Ablehnung an Coolidg«.
Rom, 21. Febr. Allein das „Eiornale d'Jtalia" bringt heute abend die Meldung, daß die italienische Antwortnote auf das amerikanische Flottenabrüstungs - Memoran- d u m heute dem amerikanischen Botschafter in Rom überreicht worden ist. Der amtliche Text des Stefani-Bureaus, der angeblich von Mussolini selbst verfaßt wird, ist noch nicht veröffentlicht worden. Wie zu erwarten war, hat die italienische Regierung die amerikanischen Abrüstungs- Vorschläge mit der Begründung abgewiesen, dah die geographische Lage Italien zwinge, im Interesse seiner freien Lebensmittelversorgung und seiner Verteidigung eine stark« Flotte zu unter, halten.
Korrespondenten der „Times" hat der bisherige Verlauf des
Argentinien gegen Coolidges Abrüstungs- Vorschlag.
fk. Buenos Aires, 22. Febr. Die argentinische Regierung hat beschlossen, an der von Coolidge vorgeschlagene« Konferenz über die Einschränkung der See« rüstungen nicht teilzunehmen, sondern die Ergebnisse der Genfer Abrüstungskonferenz abzuwarten.
Hankauer Abkommens. Chamberlain erklärte, er habe O'Malley angewiesen, dem kantonesischen Minister des Aeuheren klarzumachen, datz die britische Regierung sich das Recht vorbehalten müsse, über ihre Truppen zum Schutze britischen Lebens in Shanghai zu verfügen. Chamberlain teilte ferner mit, datz Verhandlungen mit der Pekinger Regierung im Gange find. Die britische Regierung sei bereit und müsse sich das Recht Vorbehalten. mit den de facto-Dehörden in jedem Teile Chinas zu verhandeln. Shanghai könne nicht so behandelt werden. wie andere Teile Chinas, wo nur britische Interessen in Frage kommen. Die mit Shanghai zusammenhängenden Fragen könnten lediglich geregelt werden in Uebereinstimmung mit den anderen Nationen. die dort gleiche Interessen wie Erotzbritannien hätten.
1200 Menschen an einem Sage geköpft
Berlin. 21. Febr. Der chinesische Ver- teidigungskommissar in Shanghai hat, wie die Abendblätter melden, an einem .Tag« 1200 südchinesische Agitatoren. die mit Flugblättern in der Hand gefaßt wurden, ohne jedes Verfahren h i» r i ch t e n lasse«. Die Leichen liegen auf den Stratze» umher. Die Köpfe wurden auf Karren geladen und durch die Straßen der Stadt gefahren.
Englands Rieöerlnge in Wnn
Smchibnle Rasseichimichftmgen in Schanghai
Streiks in Schanghai bewiesen, daß die kommunistische Organisation vorzüglich ist, sowohl in der Geschlossenheit der Aktion, die fich bisher^ eher gegen Suntschuanfang als gegen Engländer richtete, als auch in der Schnelligkeit, mit der der Schlag fiel und in der Herrschaft über die Stadt.
Am gestrigen Abend ist aus Santau in London die Bestätigung eingetroffen, daß das schon seit längerer Zeit fertig- gestellte Einigungsprotvkoll von dem englischen Delegierten O'Malley und dem Vertreter der südchinesischen Regierung Tschen unterzeichnet worden ist. Damit hat die südchinesische Regierung einen Erfolg davongetragen, der ihr Prestige in ganz China aufs Nachdrücklichste bestärken muh. Ist doch die Unterzeichnung des Vertrages nichts anderes als der Anfang vom Ende der aukvnomen Fremdenniederlassung in China. Die englische Konzession kommt, wie der Vertrag vorsieht, nunmehr wieder in den Machtbereich der chinesischen Behörden zurück.
Wäre der Abschluß des Vertrages einige Monate früher gekommen, so hätte er sich unbedingt auf die Gestaltung der chinesisch-englischen Beziehungen auSge- wirkt. Jetzt, nachdem die englische Regierung eine Truppenmacht von ungefähr 20 000 Mann nach Schanghai entsandt hat, und die Truppen der siegreichen Kanto- nesen unmittelbar vor den Toren Schanghais stehen, neue Brandherde entstanden sind, die durch ein papierenes Vertragswerk schwerlich beseitigt werden können.
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9er Moll des Abkommens
Nach dem amtlichen englische« Funkdienst bezieht fich das am Sonnabend in Hankau unterzeichnete Abkommen zwischen O'Malley ünb Tschen auf die künftige Rechtslage der britischen Konzession in Hankau. Bis zum 15. März sollen die Polizeigewalt und die Leitung der öffentlichen Arbeiten in der Konzession in den Händen der jetzigen chinesischen Behörden bleiben.
britischen Munizipal- Verwaltung ausgesprochen und die Verwaltung einer neuen Körperschaft übertragen werden, die von der nationalistischen Regierung nach dem Vorbild der Einrichtungen in den unter besonderer Verwaltung stehenden Bezirken gebildet werden wird. Ein entsprechendes Abkommen soll dieser Tage für die britische Konzefion in Kiukiang abgeschlossen werden.
Chamberlain zum Hankau-Vertrag.
London, 21. Febr. Zm Unterhause verlas Chamberlain die Bedingungen des
SienStog, len 22. Februar 1927
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‘,,1—1 Uhr.
bet Mitte nach rechts Beunruhigung iafichtlich unserer Außenpolitik aufkommen Wen könnte, aber das bezeugt eine v o l l - itvm mene Verkennung der Tatsachen. Die unabweisbare Notwendigkeit littet friedlichen Verständigungsarbeit der Mroväischen Völker ist" beute von der übergroßen Mehrheit des deutschen Volkes ohne ßlterschied der Parteirichtung anerkannt waren- Ucbrigens können derartige Beunruhi- gngtn nur durch phantastische oder ungenaue bchrichten geschaffen werden. Reichskanzler iDr. Marx erwähnte alsdann die Grundlagen fier Verständigung des Zentrums mit der stutschnationalen Partei, indem er darauf inwies, daß der Entschluß der Deutschnatio- Llen. in die Regierungskoalition einzutreien, ch auf die Politik von Locarno stutze und der Verständigung zwischen Frank- lrich und Deutschland nur dienlich stin könne. Auf
die deutsch-polnischen Differenzen
!• E. ständigung arbeitet. Der Sonderberichterstatter et am "beginnt seine Veröffentlichungen mit einem ttaa, Interview, das Reichskanzler Dr. Marr ihm ..L; gewährt hat. Der Reichskanzler erklärte auf
* d die Bemerkung .daß gewisse Kreise der öffent- !r tet sichen Meinung in Frankreich über den
Str Srnatftnlen btt denlWen Wüt
St. Marx gegen die Tendenzmeldungen.
Paris, 21. Febr. Das radikale Abendblatt „S o i r“ hat einen Sonderberichterstatter nach Deutschland mit der Aufgabe entsandt, eine sachliche Erforschung der politischen Lage in Deutschland durchzufübven. Dieser Versuch wird zum ersten Mal von einem ausgesprochen links stehenden französischen Blatte gemacht, dar aufrichtig für die deutsch-französische Ver-
Seulschn Reichstag
(274. Sitzung am 21. Februar, nachmittag» 3 Uhr.)
Die zweite Beratung de» Haushalt» für 1927 wird fortgesetzt beim Versorgung»« haushalt.
Aba. Roßmann (Soz.) weist daraus hin, daß entgegen den Erwartungen die Zahl der versorgungsberechtigten Kriegsbeschädigten in den beiden letzten Jahren nicht zurückaegangen, sondern von 720 000 auf 736 800 gestiegen ist. Trotzdem sei der Etatansatz, der rund 1 Milliarde auSmache, wiederum um rund 97 Millionen ver« mindert worden. Der Reichstagsbeschluß, daß in einem Nachtragsetat eine Besser« stellung der Kriegsbeschädigten eintreten sollte, sei von der Regierung nicht auS» geführt worden. Die Sozialdemokratie verlange, daß die Renten endlich auf eine ganz neue Grundlage gestellt werden.
Es sei beschämend, daß ein großer Teil der mit wertloser Papiermark abgefundenen Kriegsbeschädigten mit der Drehorgel im Lande herumziehen müsse. (Hört! Hört! links.) Damit vergleiche man die Tatsache, daß gesunde Offiziere, die gutbezahlte hingen haben, daneben Pensionen bis 28 000 Mark jährlich beziehen, iHört! Hört! links.) Die Deutschnationalen hätten seinerzeit eine Denkschrift über die Pensionen beantragt, weil sie damit beweisen wollten, welche hohen Bezüge die pensionierten Staatsmänner der Republik beziehen. Die nun erschienene Denkschrift beweist int Ge- «enteil, wie ungeheuerlich die Republik hx- lastet wird durch die hohen Pensionen de? ehemals kaiserlichen Minister und Offiziere.
Abg. Laverrenz (Du.) betont, die Versorgung der Kriegsbeschädigten sollte verbessert werden, soweit die Reichsfinanzen es zulassen. Der Redner wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Rotzmann. Den Versuchen zur Pensionskürzung würden sich die Deutschnationalen mit aller Energie widersetzen. An« diesem Grunde würden die Deutschnationalen auch die Ausschutzent- schlietzung ablehnen, in der eine Pensionskürzung bei den Empfängern hoher Pensionen angeregt wird. Ob ein Pensionsempfänger per Republik freundlich oder nicht gegenübersteht, sei gleichgültig, denn die Republik sei nur eine StaatSform, nicht der Staat selbst.
Die Pensionsdenkschrist habe viele Heber- treibungen der Linken widerlegt. Rur ein halbes Dutzend Prinzen bezieht solche Pensionen (Rufe links: Roch viel zu viel!). Rotwendig fei die Wiederherstellung der Tropen- zulage bei den Pensionen.
Abg. Drüninghaus (Dt. Dp.) wendet sich gleichfalls gegen jede Art einer Pensivns- kürzung. Getvih könne es aufreizend wirken, wenn in der Zeit der allgemeinen Rot deS Vaterlandes einige Offiziere sehr hohe Pensionen beziehen. Aber em Pensionskürzungsgesetz würde keine wesentliche finanzielle MnÄung haben. Ein solches Gesetz werde auch nicht angenommen werde, weil es als verfassusgsändernd eine Zweidrittel-Mehrheit erfordeOr würde. Der Redner fordert eine bessere Zwilversorgung der aus der Reichswehr ausscheidenden Offiziere und Mannschaften. Er polemisiert gegen den Abg. Rotzmann Und erklärt, nicht ein einziger Dorkriegs- Hauptmann sei General geworden. (Abg. Kuhnt (Soz.): Die sind ja selber in der Republik Admiral geworden). Sa, und Die, Herr Kuhnt, Großherzog (Heiterkeit). Zar Verbesserung der Bezüge der Kriegsbeschädigten wird die Dolkspartei entsprechende Anträge einbringen.
Abg. Serig (Ztr.) bedauert, datz die in wiederholten Entschließungen verlangten Aufbesserungen für die Kriegsbeschädigten noch nicht gehört toorben sind. Sm Anschluß toerbe geprüft werden müssen, wieweit solche Aufbesserungen möglich sind. Dann könnten |bei der dritten Lesung entsprechende Beschlüsse gefaßt werden. Solange noch große Härten für die allerbedüfftigsten Kriegsbeschädigten bestehen, kann man nicht Tropen» zulagen und bergt wieder einführen. Darum muß bei der Reuregelung der Pensionsverhältnisse der Minister auch der in der AuS- fchutzentschlietzung enthaltene Gedanken verwirklicht werden, daß die Sffassung der Rebenbezüge anzustreben ist. Dabei darf zwischen Beamten und Offizieren kein llnter» schied gemacht werden. Dann ist General von Lüttwitz verabschiedet worden? vor oder nach dem Zusammenbruch des Kapp- Putsches? Sn welcher Form ist er verabschiedet worden? Hat ihm diese Form den Anspruch auf eine Pension gesichert ebee nicht?
fowi« Eintritt der Deutschnationalen
ten. Ä das neugebildete Kabinett beunruhigt seien
hinweisend, erklärte der Reichskanzler, es bandele sich nicht um einen Abbruch der Verhand- S tagen, sondern um eine provisorische llnter- «chung, die zum Ziel habe, eine ziemlich rille Frage nämlich die Frage des A u f e n t - ^altsrechtes der Deutschen in Po- «n zu regeln. Es sei vollkommen ab- ♦ wegig, diese Unterbrechung als die Folge -er Umbildung des Kabinetts su «zeichnen. Seit Monaten habe man mit stei- 8‘nber Beunruhigung die Haltung der volni- Hen Behörden gegenüber den deutschen H Staatsangehörigen feststellen müssen. Die AbEsung von vier Deutschen aus Polnisch- qA ^«rschlesien bat die Regierung gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die sie schon seit F langem hatte in Erwägung ziehen müssen. X} "o<b unberechtigter sei es, wenn man »x ™ der Haltung Deutschlands das Anzeichen E hir einen aggressiven Geist erblicken 4'4 "tll. Wenn er, der Reichskanzler, polemisieren E ?Ee, könnte er leicht zeigen, auf wel- beite ein Geist der Aggressi- Ws *”ät vorliege. Deutschland habe ein In- Lffsse daran, zu einem Modus vivendi mit w? Mttr zu gelangen. Diesem Ziel habe die wm Politik immer zugestrebt und niemand M S^ure mehr als die deutsche Regierung die k^llung ihres östlichen Nachbarn, die verhin- wm, 7"? das gesteckte Ziel m erreichen. Nochmals die
|S Grundlinien der deutschen Polittk im | allgemeinen
I5stEommend, betonte der Reichskanzler zum Mus, wie er schon im Sommer 1924, als '-Edbpräsident Ebert ihn an die Svitze der s Ätschen Regierung berufen habe sich i m j^tnvernehmen mit Dr. Strese- I, a n n das Ziel gesetzt habe, die Siffe« j ~e n i e n zwischen Deutschland und -Frankreich zu beseitigen, da er darin 3e. Grundlagen zu einer großen europäischen ^fttiedungsaktion erblickt habe. Mit der Migung des Reichspräsidenten v. Hinden- „2® hätten sich die deutschen Delegierten dann Locarno und nach Genf begeben. Er, der ^takanzler, habe die absolute Überzeugung, M man trotz der vorhandenen Schwierig- tJta den Frieden erreichen werde. Für I^nkreich und für Deutschland gebe es keine ^?dere Zukunft als die Berstän- »'dung. Nur so könnten Deutschland und ankreich und die ganze abendländische Kul-