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Mardueg 0. Lahn

Beschießung Lissabons.

Meldungen von der poriugiesischen haben regierungstreue Kriegsschiff«, dem Tajo ankerte«, Lissabon heftig

hatte 1925 hatte die Ausfuhr aus Eng- Md nach Rußland einen Wert von 31 Millionen Pfund Sterling. Im Jahre $26 nur noch einen solchen von 12sH Millionen Pfund Sterling. Die Handels- ^ganisationen führen dies auf politische «rLnde zurück.

Der Dnzeigeichrrlo beträgt fit» den 10 gefreit Zellemuillimeter 0.08 GM., klein« Bcrranzeigk» 0.00 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 SM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz- dorschrtft 50«/, Aufschlag. Sammelanzeige» 100«/, Autz schlag. Reklamen der Milli«. 0,40 SM. peder Rabatt gilt als varrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch di« Geschäftssiell« und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Warburg.

1 Goldmark = '/«Dollar.

mich der diplomatischen Beziehungen Er ke haben werde.

ft RoSka«, 10. Febr. Der PrSsi- Nnt des Aentral-Exekutiv-Komitees der ÄNvjet-llnlon hat den Flieger Klein und

jftPoftt.28 SM.Filr etwa tafrlge Htwtks, Waschin«nd«f«ft, »der DMntarer «reigniffe ausfallend«

Der Antrag der Regierungsparteien auf reichsgesehliche Regelung der Cntfchädigungsfrase wird gegen Sozialdemokraten, Demokraten und Kom­munisten angenommen. Auf Antrag Schreck (Sog.) wird die Schluhabstim» mang ausgesetzt, bis die Vorlage mit der soeben beschlossenen Aenderung ge­druckt vorliegt.

ES folgt die zweite Beratung der An­träge, die sich

gegen die Erhöhung der Bierfteuer und gegen die Aufrechterhaltung der

Tabaksteuer

richten. Der Ausschuß beantragt, die Bier- steuererhöhung erst am 4- April 1927 in Kraft treten zu lassen. Dieser Ausschuß, antrag vom lo. Dez. 1926 kommt erst jetzt ans tßleramu

Staatssekretär Dr. Popitz vom Reichs- finanMinisterium erklärt, da 'die Bier«

meldet aus San Sebastian: General grimo de Rivera tellte gestern spA Bends Pressevertretern mit, die letzten Rach- rtchten aus Portugal lauten schlimm und die Ausstandsbewegung breitet fich aus. Nahe­zu ganz Portugal sei in den Händen Nt Aufständischen.

richten.

In der Aussprache wendet sich Abg. Dr. Löwenstein (Soz.) gegen die An- träge in der Ausschußfassung. Roch mehr zu bekämpfen, ist ein neuer Antrag der jetzigen Regierungsparteien, der die Auf­hebung der Dorschule auch bann verhin­dern will, wenn die EnkschädigungSftage landeSgesetzllch geregelt ist. Der Antrag

BoWnster v. IW bei Stirn»

Erne nrue WamMmmn vlreitmann - »ntnro i

Sie Wna-Roiltik rar dem Sberbmü

London, S. Febr. lDTD.) Im Oberhaus eröffnete Lord Parmoor die angehünbigte Debatte über China. Er betonte, dah, wenn die Versöhnung und die Geduld fehlfchlagen sollten, England nicht nur berechtigt, sondern durch die Desiimmungen bcr Bölberbundssat- zung verpflichtet sei, die Frage an den Völkerbund zu verweisen.

Lord Balfour verkündete, daß die bri­tische Regierung eine Mitteilung an den Völ­kerbund gesandt Hot. in der sie die chinesische Lage auseinandersetzt und erklärt, datz die Politik der br'tischen Regierung in Ueber- einstimmung mit den Buchstaben und dem Geist der Dölkerbunds- satzung ist. Die Mitteilung schließt mtt der Erklärung, datz die britische Regierung tief be- dauere, daß kein Weg zu bestehen scheine, auf dem der Veistand des Völkerbund« in der Re­gelung der S-bwierigkeiten in China äugen» blichlich gesucht werde' könne, daß fedoch, wenn irgend eine Gelegenheit sich ergeben sollte, die britische Regierung davon gerne Ge­brauch machen werde, die guten Dienste des Völkerbundes in ^fnfrrut*1 zu nehmen.

Balfour sagte weiter, der einzig mögliche Weg sei der gewesen, zur Vorsicht Truppen zu entsenden. Was die Truppen, wenn sie in ver­hältnismäßig geringer Entfernung von der Ge­fahrzone eintreffen, tun sollten, mühte nach Ansicht der Regierung den Leuten dort an Ort und Stelle i'-erteffen werden, wie weit besser als die Leute zu Hause urteilen könnten, "*I6c Gefahr besteht und wie ihr am Besten begegnet wird. Die Hauptpfstcht bet Regie» ri.ng {ei, die Truppen in bte Ndhv bet GteMft* Zonen zu bekommen.

Lord Rsadin- erklärte, er glaub» im Rta- men der sideralen Peer» sprechen zu können, »en« et allem, wee Balfour erklärt habe, sich roll anschließe, denn er könne sich nicht denken.

i Nach einer Mitteilun! vandelsvertretung oermi . , »glisch-russische Handel ständig Besonders llirgesvrochen tritt dies bei den Ankäufen Mtzlands in England in Erscheinung. Zm

datz es irgend einen Meinungsunterschied zwi- schen den Pa'i.ien über diese Frage gebe.

Tschangfolin Ober feine Polttik.

P- i». 9. Febr. (BIS.) Nach einer Meldung der Agentur. Ind» Parifique au» Pek! - hat Tschangfolin vorgestern beim ersten Zusammentreten der von ihm gebildeten «ommistionen erklärt, datz hinsichtlich der chinesischen Schulden das Anleihesystem wie bisher funktionieren würde, um der Geschäfts- wett in China vertrauen einzuslötzen. Tschang- solin trat ferner ein für die Aufhebung über­flüssiger Stellen, die Peschränk- uag der Militärausgaben und die Reform de»Per»altungs -und Steuer- fqft « ms. Die schnell« Rücklerstaitung der Konzessionen fei notwendig, da die Auslän­der oon den Lhinesen geschützt würden. Auf die gegenwärtigen Ereignifle, besonders die Intervention Englands, ging Tschangfolin je­doch nicht ein.

Antibrftische Demonstration vor Sanfav.

Loudon, 9. Febr. Liuliamiano bei Kanlaa fand gestern eine riesige Demonstra­tion «egen den britischen Imperia­lismus statt, an der nahezu 80 000 Dele­gierte von 365 Gewerkschaften trilnahmeu. Wie bet diplomatische Korrespondent der Dailn News" berichtet, beschäftigt fich die eng'.ifche Regierung mehr als man in manchen Kreisen glauben wolle, mtt der Frage, den Ekinalouslilt de» Völkerbund zu unter» breiten.

Java» für die Oteutralifterung Schanghai».

Tokio, 9. Februar. Die topanische 9te- gterung Hai be« Brqchlas ves amerikanischen Staatssekretärs Kellogg, bi» htietnatto» mrle Zone von Schanghai zu neutralisieren, se billigt. Der japanische Ges and« rn

$6ng$ti(oo, Wa 10. Wtbruat 1927

Annfrenbee: Rr. 54. n. Nr. 55. Mftbetftonte; Amt grenffurt g, flt Rr 5015. Sprechzeit Nl ficMtion von 1011 vvd

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»«schossen. Der angerichtete Schaden ist be­deutend.

: DemJournal" wird aus Bajadoz Kber Madrid gemeldet: Trotz der widerspre­chenden, äbs Portugal eintreffenden Nachrich­ten ht fest, datz auch in Lifsabon Aufstands- ettfudje zu verzeichnen sind. Entgegen einem kn Umlauf gewesenen Gerücht sind keine Mit- gfieber des republikanischen Komitees in Hast tncmmen worden. Eine Waffenfabrik in staco de Praia ist von bett Aufständischen an- rtffen worden. Der Eisenbahnverkehr zwi- Cporto und Liffabon ist eingestellt. Die Windung wird lediglich durch Flugzeuge cht erhalten, für diesen Verkehr die Ge- tehmigung der Regierung erforderlich ist. Eine re, demJournal" aus Tug von der par­isischen Grenze über Madrid zugegangene richt besagt, datz die Zahl der in Oporto dem Bombardement ums Leben gekom- en Personen 100, und die bet Verletzten 300 beträgt.

Englisch« Kriegsschiffe vor Liflabon.

Reuter berichtet aus Gibraltar, daß anlätz- ber revolutionären Bewegung in Portu- 11 der englische KreuzerC u m u s" gestern «chmiiiag von Gibraltar nach Liffabon abge- ^angen ist. Die beiden ZerstörerWindsor" tnbWestminste r" werden sich zum Schuh er englischen Interessen nach Oporto begeben. Ät Lage In Portugal ist noch dunkel. In Mfabon wird eine strenge Zensur snsgeübt während die Schlacht zwischen den Regierungs- ruppen und den Aufständischen in Oporto an» auert, veranstalten meuternde Seeleute in lffabon weitere Demonstrationen.

Paris, S. Febr. Minister Briaub empfing heute den deutsche« Botschafter von H 0 « s ch. Hebet den Gegenstand der Unterredung wird von französischer Seite keine Mitteilung gemacht, während von deutscher zuständiger Stelle folgendes Cemmunique ausgegeben wird:

Der deutsch« Botschafter, Herr von H 0 e s ch, der gestern nachmittag von Ber­lin «ach Paris zurückgekehrt ist, hatte heut« abend eine ei «stündige Unter­redung mit dem französisch«« Außen­minister Herr« vriand. Auf Grund der Unterredung«», dir der deutsche Set. schafter in Berlin mit Reichominifter Dr. Etresemann gehabt hat, besprach er mit Herrn Bttand die verschiedene» Frage», die Deutschland und Frankreich zur Zett beschäftigen. Dabei wurde u. a. der Ab- schluß der Verhandlungen über die Entwaffnung Deutschlands ond di« weitere Gestaltung der deutsch- französischen HandelsbeziehutigL« berührt.

Wie der Vertreter der Trlegraphen- llnion zu der Unterredung Hoeschs mit vri«td erfährt, hott« Wefr tiroa «w Stunde gedauert und allen Problemen ge« Äbte zwischen Frankreich unv and in den nächsten Woche« be­handelt werden sollen. Man geht kaum fehl, wen» man annimmt, daß neben den in dem deutsche« EommuniqnH erwähnten Fragen auch das P r 0 b l e m der B h e i «, landräumung eingehend erörtert inte die Möglichkeit einer Zusammenkunft zwischen Briand u»d Strele.

woran nicht zu zweifeln ist. das Ergebnis der Untersuchung als für Herrn ÄeuBeU günstig erweisen, so würde natürlich auch das Zentrum darauf verzichten, tpeitere Schritte gegen Herrn von Keudell $u unternehmen. Die Fraktion des Herr« Marx würde sich dann auf öen Standpunkt stellen, dah der Vorbehalt, mit dem ihre Vertrauenserklärung für baS Kabinett umkleidet wurde im Wegfall ge­kommen fei.

Man darf annehmen, daß der Reichskanz­ler noch in dieser Woche, vermutlich bet bet Abstimmung über 6en kommunistischen Miß­trauen sankrag gegen Aeichsinnenminister von Keudell, das Resultat feiner Untersuchung dem Plenum des Reichstages bekanntgeben wird. Mit der Abgabe dieser Erklärung dürfte dann der Zwischenfall von Keudell endgültig als erledigt zu betrachten fein.

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Berlin, 9. Febr. Auf der Tagesord­nung der Reichslagssitzung steht die dritte Beratung der Anträge des Zentrums und der Deutschnationalen, die sich

gegen He Aufhebung der privaten Borschule«

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Mit einer anerkennenswerten Beschleuni­gung hat der Reichskanzler die von ihm im angekündtgte Untersuchung der Vorwürfe ge­gen Reichsinnenminister von Keudell durchge­führt und wie man hört, nunmehr auch abge- schlossen. Das Aktienmaterial, das den Be­hauptungen zugrunde liegt, ist an und für sich nicht umfangreich, auch hat Herr von Keudell niemals abgestritten, daß er im Auf­trage feines damaligen, ihm vorgesetzten Regierungspräsidenten die Veröffentlichung der Kapp-Regierung zulieh.

3m übrigen dürfte die Untersuchung die Haltlosigkeit der Vorwürfe im vollsten Maße ergeben haben. Es hat sich nämlich herausgestellt, dah die preußisch« Regierung. daS ist die Regierung, in der Herr Severin g Innenminister war, Herrn von Keudell nach demKapp-Vorfall" nicht nur einen Posten bei der Regierung in Stettin anbet, fandern, wir aus den Wen ersichtlich ist. auch beab­sichtigt«, Herrn von Keudell als Regierungs- rat in das Regierungspräsidium in Arnsberg in Westfalen zu berufen. Die Berufung konnte jedoch nicht erfolgen, da Herr von Keudell inzwischen seinen endgültigen Abschied nahm.

AuS diesen Angeboten der preußischen Regierung, die urkundlich feststehen, ist jeden­falls zu erfehen. daß die offiziellen Kreise der Republick, trotz des Verhaltens des Herrn von Keudell, keinerlei Einwände gegen ihn erhoben.

Wann das Ergebnis der Untersuchung ge­gen von Keudell durch Reichskanzler Marx veröffentlicht wird, steht noch nicht fest. Jeden­falls dürfte bereits feststehen, dah die Reichs­regierung auf Grund des Ergebnisses keine Veranlassung sehen wird, aus den Mittei­lungen über fein Verhalten irgendwelche

^rfätzliche» lleberfliegenS der Grenze der Sowjet-Union mtt entern Sowsttrussischen Mlirärslugzeug als außerhalb bei Schutzes Gesetz« stehend erklärt.

be» ist. Auch bi« bevorstehende 6t Hf er Ratstagung und He auf ihr zur Ver­handlung stehenden Gegenstände sind allem Anschein nach gestreift worden. So kommt denn dieser erste» politischen Aussprache Hoeschs mit Briand nach Bildung der neue« Reichsregierung besondere Beden, tung z«, da in den deutsch-sranzSfische« Br« ziehunge« seit Abschluß der Entwaffnungs- Verhandlung«« der Weg für dir Lösung der weiter«« Dentschlanb so sehr am Her- je» liegenbeit Probleme eröffnet ist.

Sk. etrtitmoim in San Reim

Pari», 9. Febr. Außenminister Dr. Etresemann ist heute vormittag in San R emo eingetroffen, wo er auf dem Bahnhof von dem deutschen Botschafter in Rom, v. Neurath, empfangen wurde. Ein« größer« Menge begrüßte Dr. Strese- mann beim verlassen des Bahnhofsgebäu­des.

Tie französischen Blätter halten nach tote vor daran fest, daß Stresemann wäh­rend feiner Urlaubsreife mit Briand i n Berb in düng treten werde. Herr v. H 0 e f ch habe den Auftrag, eine Zu­sammenkunft in Cannes vorzubereiten, too tie Rheinlandfrage eingehend besprochen

(ösische Riviera kommen und dort den Be­uch Briands erwarten. Sicher sei, dah Dr. Etresemann, Briand und Chamberlain die Märztagung der VSlkervundsrateS dazu be­nutzen würden, um sich mündlich mit dem Räumung? prob lern zu beschäftigen. Man glaubt in Paris .daß die Reichrregie- rung nach Schluß der Ratssitzung an Ne alliierten Besatzungsmächte eine Note rich­ten würde ,die auf Grund des § 431 des Versailler Vertrages die Aushebung dec Be­satzung fordern würde.

- ff. L 0 nd 0 n, 10. Febr. Tem diplomati­schen Berichterstatter der Westminster Gazette" zusolge wurde gestern in Fi- »anzfreisen in London von einer Zurück- sirhung der Sowjet-Guthaben l__ ..

britischen Banken in Höhe von angeblich 5 Millionen Pfund Sterling und ihrer Merroeifung nach anderen Ländern, be- hnbers Deutschland und den Vereinigten Staaten gesprochen. Dem Berichterstatter «folge ist diese Maßnahme auf die Be- Ärgnts der Sowjet-Regterung zurückzu- Nhren, daß die konservative Partei in Hrem Feldzug für Aufhebung de- englisch- Wschen Handelsabkommens und für Ab