sematon», WN.SamMlSN
' Mß JUWW»ihW’ JJCUWIg W jLfgt stchmnal »MftnttUb. «t- monatlich 2 GM. auf» Mrfd. Zust«llungSg«bübr, durch | MPostLLü SM.güi rttva infolg« gyg«, Maschlnenixfett« »btt Jsattettt Lrttgniffe auffallend« i gui—T— wird kein Ersatz ge> E-t- v«lag ». vr. §. Hltztroth, «grf der Unid^vuchdruckerei b.
: «ug. Koch. Markt 21/23.
bAnldrecher: Rr. 54. tu Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt 7®. Rr. 5015. - Sprechzeit der Kedaktion von 10—11 und '»,1-1 Uhr.
SberheUche
.-»77 «55*
Rk. 24 62.30618.
!8 o. 8o6r
Der «nzctgenpret» beträgt fit, den lügespalt. ZeilemnMimeter 0.08 GM., klein« Baranzeigen 0.06 SM., amtliche und auswärtige Anzeigen 0.10 GM. Bet schwierigem Satz sowie bet Platz- dorschrift 50«/, Aufschlag. — Saurmelanzeigen 100«/, Aut schlag. Reklawen der Millim. 0,40 GM Jeder Rabatt gilt al« Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werde» berechnet, ebenso Auskunft durch di« Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
1 Soldmark = V«,»Dollar.
DtzeigerMsdwMhev kwchMche)GbtrIEr^--Amtliches Verkün-iNM-sblMfived-krejsÄlMbMy
zrledmsvechandlunM in
RiMkOMM
Washington, 28. Jan. Das Staats« -■ tzeoaretment hat die Richtigkeit der Tatsache zu- p«eben, dab Friedensverhandlnngen »wischen 3 Lia, und Sacasa im Sange find, die von K-nteradmiral Latimer und dem amerikani- l scheu Gesandten für Nikaragua, Eberhardt, ge- tzrdert würden. Weiterhin gab das Staats- - dwartement den Wunsch ,u erkennen, die ame- chkanischen Streitkräfte aus Nicaragua zuriick- guieben, sobald die politische Lage es zulasse.
--*--
Mimt zur EnwaffimnMase z Berlin, 28. Jan „Journal Officiel" veröffentlicht folgende Antwort B r i a n d s |eaf Anfragen des Abgeordneten Desjar- Wins über den Stand der deutschen K ntwaffnung:
I 1. Da die deutschen Verfehlungen nicht Mischen Frankreich und Deutschland allein, Mandern zwischen Deutschland und den alli- 'Wertrn Mächten verhandelt würden, könne Dir französische Regierung keine Ant- M.o r t auf die gestellten Fragen erteilen. Wies könne augenblicklich um so weniger Mischehen, als die mit Deutschland geführten ^Mrhandlungen ohne Zweifel vor der Mrstgesehten Zeit zu einer Eini- Mn n g führen würden.
M3. Zwischen den Erklärungen Cham- Mr r l a i n s im Unterhaus und seiner, Bri- Mnds, jüngst erteilten Antwort bestehe kein Mute r schied. Ter britische Außenminister Moe nicht Bezug genommen auf die Genfer WrsLrechuugen, sondern nur ganz allgemein War das Problem der R h e i n l a n d r ä u- Mung augespielt unter Hinweis darauf, Metz ein Meinungsaustausch hierüber Wtteits mit den verschiedenen Machten Wattgefunden habe, ohne den Zeit- Knkt zu präzisieren. Nach Zeitungsberichten Wb« Chamberlain hinzugefügt, 1. daß, das Rheinland vor der im Versailler «rtrag festgesetzten Frist geräumt werden vsse, dies nur das Ergebnis einer V c r- »« b a r u n g zwischen den B e s a tz u n g s- tächten und Deutschland sein könne, der die deutsche Regierung ihren A n - tiIwerde beitragen müssen; 2. daß, M eine Lösung zu finden, Zeit not« lendig sein würde, und die interalli- Iten Regierungen in amtlicher Weise zu- mmenwirken müßten.
en-
3tn übrigen wiederholt Briand noch- ials, daß in Genf über die Räu- Utngsfrage im Verlauf der letzten ntzung des Völkerbundsrates nicht ge-
m übrigen hat sich Briand heute gegen« dem Vorsitzenden des SenatSausschüsses auswärtige Angelegenheiten bereit er«
6rochen worden sei. Im übrigen könne filf dem Wege der schriftlichen Antwort
>cht über Beratungen eines interalliierten Lganismus Auskunft erteilt werden. Auch wie er über die Beratungen des Oberin Kriegsrates, wenn er Stellung wRäumungsfrage genommen habe, keine s^u s k u n f t erteilen.
‘ Wtt, am nächsten Donnerstag vor die- Senatsausschuß über die Auß
öle Restvunkt-Berhandlungen
ari s, 28. Jan. Wie Havas bc- i Met. wurden die Dechandlungen des Minerals v. Pawelsz und des Geheim- M Forster mit dem Interalliierten Mitär-Konntee von Versailles unter dem Ersitz des Marschalls Foch heute ^chmittag fortgesetzt, doch glaubt M nicht, daß die Verhandlungen heute MitS zu einem Ergebnis führen werden.
I Me neue Sitzung des Militärkomitees Beisein der deutschen Delegierten werde
5 Laufe des morgigen Tages ohne Zwei- ^notwendig werden. In diesem Falle ^rbe, wenn eine endgültige Einigung er» «lt worden sei. die Botschasterkvnferenz Montag zusammentreten.' um Stellung
8? dein erzielten Kompromiß sowohl in der der« Ostfestungen wie in der Frage - l P" Kriegsmatertals zu nehmen.
Das neue Kabinett Marx
Sk. Seßlkk aus der temoteotitoen Pariri Mgrirrien
Die MmmerlW
(Freitag abend durch Extrablatt bereits veröffentlicht.)
fh. Berlin, 28. Jan. Nachdem die deutschnationale Fraktion ihre Minister nominiert hatte, trat sofort der interfraktionelle Ausschuß der neuen Regierungsparteien zusammen. Um i/,8 Uhr war diese Besprechung zu Ende und es wurde folgende Ministerliste bekanntgegeben:
Reichskanzler: Dr. Marx (Zentrum);
Innenminister: Hergt (Deutsch». Bolksp.);
Außenminister: Dr. Strefemonn (Di. Bolkspartei);
Wirtschaftsminister: Dr. C u r t i u s (Dt. Bolkspartei);
Finanzminister: Dr. Kähler (Zentrum);
Wehrminister: Dr. Geßler (parteilos);
Arbeitsminister: Dr. Broun» (Zentrum);
Justizminister: G r a e f«Thüringen (Deutschnationale Bolkspartei);
Ernäbrungsminifter: Schiele (Dnatl.).
Verkehrsminifter: Dr. h. c. Koch-Düsseldorf (Dnatl.).
Postminister: Schätze! (Bayer. Bv.)> lis- 6er Staatssekretär, der Reichsvost in München.
Das Ministerium für die besetzten Gebiete wird von Reichskanzler Dr. Marx mitver- waliet."
--*--
Skt Stiel St. SeAett
Berlin. 28. Jan. Reichswehrminister Dr. Geßler hat heute in einem Schreiben an den Parteivorsitzenden Koch seinen Austritt aus der Demokratischen Partei erklärt.
Berlin. 28. Jan. (WB.) Zu dem Austritt des Reichswehrministers Dr. Geßler aus der Deutschen Demokratischen Partei wird uns aus parlamentarischen Kreisen der folgende Briefwechsel zur Verfügung gestellt:
Dr. Geßler richtete an Erich Koch das nachstehende Schreiben:
Sehr geehrter Herr Koch!
Die politische Entwicklung, die zur Bildung eines neuen Kabinetts geführt hat, stellt mich vor, die Wahl, entweder mich dem Rufe des Herrn Reichskanzlers zu versagen oder in Konflikt mit den Grundsätzen der Parteidisziplin zu geraten. die ich stets hochgehalten habe. Aus dieser Zwangslage glaube ich, gibt es nur den einen Ausweg. Sie zu bitten meinen
Austritt aus der Deutsch -demokratischen Partei zu bewilligen. Ich habe Ihnen mündlich die Gründe auseinandergesetzt, die mich im gegenwärtigen Zeitpunkt zwingen, diese Entscheidung zu treffen und ich glaube, Sie überzeugt zu haben, daß sie rein sachlich sind und in der Lage meines Resiorts begründet liegen, nicht aber in grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten mit der Parteileitung oder gar Ihnen.
Ich habe Ihnen auch dargelegt, w i e schmerzlich mit diese Trennung von politischen Freunden ist, mit denen mich eine mehr als 25 jährtge Arbeit im Kampfe für eine freiheitliche Ausgestaltung unseres Vaterlandes verbindet.
Ich darf mit diesen Ausführungen noch meinen persönlichen Dank verbinden für die freundschaftliche Gesinnung, die Sie mir in schwerer Zeit stets bewiesen haben und Sie um deren Erhaltung bitten.
Mit der Versicherung vorzüglicher Hochachtung verbleibe ich Ihr ergebenster
Dr. Geßler.
Reichstagsabgeordneter Koch hat daraufhin an den Reichswehrminister Dr. Geßler folgendes Antwortschreiben gerichtet:
Sehr verehrter Herr Geßler!
Mit schmerzlichem Bedauern nehme ich von ihrem Entschluß, aus der Partei auszutreten, Kenntnis. Ich würdige die Gründe, die Sie bei der Entscheidung zwischen Amtspflicht und Parteipflicht zu der Entschließung des Austritts geführt haben.
Ich gedenke in dieser Stunde der schweren Arbeit am Wiederaufbau unseres Vaterlandes, die See vereint mit uns in den ersten Jahren nach der Revolution geleistet haben. Ich denke auch an die Zeit, wo wir während des Kapp -P u t sch es für Vaterland und Republik in gemeinsamer Arbeit gestanden haben. Unsere politischen Wege sind nachher nicht immer dieselben gewesen. Aber an Ihrer vaterländischen und republikanischen Gesinnung habe ich niemals gezweifelt.
Die freundschaftliche Gesinnung, die. wie viele unserer Freunde auch mich mit Ihnen verbindet, wird durch diesen Schritt nicht erschüttert werden.
Mit der Versicherung vorzüglichster Hochachtung verbleibe ich
Ihr ergebener K o ch, M. d. R.
Ser Abzug tot interalliierten MteUftmmiffien
ik. Berlin, 29. Ja«. Gemäß den in Genf getroffenen Vereinbarungen wird die interalliierte Kontrollkommission bis zu« 3L Januar ihre Tätigkeit einstellen und Berlin verlassen baden. Auch tritt die Seeres-Friedens- kommisfion in Liquidation.
Rücktritt des Kabinetts Ufunowitsch.
Belgrad, 28. Ian. Ministerpräsident Asunowitsch hat heute nachmittag dem König seine Demission überreicht. Den. Anlaß gab das Ergebnis der Abstimmung in der Skuptschina wegen zweier Sitze in der Verwaltung der Kriegsentschgdigungs- obligationen. Einen dieser Sitze verlangte die Raditschpartei, während die Radikalen beide Sitze beanspruchten. Die kroatische Bauernpartei gab'dann ihre Stimmen gegen die Kandidaten der Regierung ab, sodaß diese in der Minderheit blteb, x
5 Jahre Deportation für Roldin.
Wien, 28. Ian. (WTD.) Wie der „Reuen Freien Presse "aus Innsbruck ge- meldet wird, hat die Verbannungskommis- sivn der Provinz Trient gestern nach einem nicht öffentlichen Verfahren den am 23. d. Mts. verhafteten deutschen Rechtsanwalt. Dr. Josef Roldin aus Salurn zum Höchstmaß der im Gesetz vorgesehenen Strafe von fünf Jahren Deportation verurteilt. Es ist das erste Wal, daß die Strafe der Deportatian nach dem Gesetz zum Schutze des Staates auch auf sübtiroler Deutsche Anwendung findet. Das ganze „Verbrechen" Roldins bestand darin, daß er deutsche Kinder die deutsche Muttersprache lehrte.
Tagung bet preußischen Studentenschaften.
Berlin, 28. Jan Heute mittag begannen in Magdeburg Die vorbereitenden Sitzungen für die morgige Tagung der preußischen Studentenschaften und des Verbandes der deutschen Hochschulen, auf der zu dem Brief des preußischen Kultusministers vom 24. Dezember 1926 Stellung genommen werden soll.
Das tritt Elko
Zu der Zusammensetzung des neuen Reichs« kabinettS bemerkt die »Deutsche Zeitung": „Wir fürchten, daß die deutschnationalen Minister das, was sie anscheinend durchzusetzen hosten, kaum erreichen werden.
Die »Deutsche Tageszeitung" bezeichnet es für einen großen nationalen Gewinn, daß die politischen und wirtschaftlichen Kräfte der deustchnationalen Dolkspar- tei nicht länger von der Teilnahme an der Regierungsleitung ausgeschlossen sind.
Der »L okal» An zeige r" hebt hervor: »Alle wahrhaft national gesinnten Kreise des Volkes werden die Regierung bei ihrer schwe« rren Arbeit mit ihren Wünschen begleiten, ohne ihrerseits lleberzeugungen aufzugeben, die ihnen Zeit ihres Lebens teuer gewesen sind und bis zum Ende aller Tage teuer bleiben werden.
Die »D. A. Z." erinnert an das bei bet Auftragserteilung gestellte Ziel. Es soll keine Kampfregierung fein, sondern vielmehr soll sie ausgleichend, verfassungstreu, national und sozial sein.
Die »Tägliche Rundschau" glaubt erst das Ergebnis der volksparteilichen Fraktionssitzung abwarten zu müssen und enthält daher auch keinen Kommentar zu dem neuen Kabinett.
Die »Germania" betont, daß von den vier deutschnationalen Ministern Hergt und Graef zum rechten Flügel der Partei gehörig bezeichnet werden.
Das »Berliner Tageblatt" sagt: Das llebergewicht der Deutschnationalen, die in der Hauptsache durch Mitglieder ihres radikalen Flügels vertreten sind, gibt der neuen Regierung einen ausgesprochenen reaktionären Charakter.
Die »Vossifche Zeitung" nennt das Kabinett eine Herausforderung für jeden Republikaner.
Der „Vorwärts" nennt den Geist, aus dem die Regierung geboren wurde, den Geist des Kampfes und des llnterdrückungswillens gegen die Arbeiterschaft. Gegen diesen Geist, gegen die Regierung des besitzenden Bürgerblockes .. wird. die Sozialdemokratie den schärfsten Kampf führen.
Die „Rote Fahne" ruft aus: Die Einheit der Reaktion ist hergestellt, die Einheit des Proletariats noch nicht.
Der Pressedienst der Deutschen Volkspartei schreibt: Die demokratische Presse hofft sogar," daß fich die neue Regierung nicht unter allen Umständen und bei allen Abstimmungen auf die uneingeschränkte Gesamtzahl der deutschnationalen Stimmen verlassen könne und rechnet deshalb damit, daß sie auf eine in der Opposition bleibende Demokratische Partei besondere Rücksicht nehmen müsse. Diese Rechnung hat rein zahlenmäßig gesehen etwas für sich, aber nicht allzuviel: denn öfter noch dürfte die Demokratische Partei — eingeklemmt zwischen den Block der Regierungsparteien und den Block der radikalen Opposition aus Sozialdemokraten und Kommunisten — gezwungen sein, sich für die Politik der neuen Reichsregierung zu entscheiden. Es würde der absolute Tod der Demokratischen Partei sein, wollte sie Schulter an Schulter mit der Sozialdemokratie in die radikale Opposition gehen.
Pariser Stimmen über das neue Reichskabinett.
ff. Paris, 29. Ian. Die Zusammensetzung der neuen Reichsregierung wird erst in einem Teil der Morgenblätter kritisch gewürdigt. Während „Echo de Paris" von dem reaftionärsten Kabinett, das Deutschland jemals gehabt habe, spricht und die Zukunft sehr skeptisch beurteilt, schreibt »Petit Journal": Ist dieses Kabinett für uns beunruhigend? Ja und Rein! Ja, weil wir in vollem Umfange die lebendigsten Kräfte des allen Regimes sich wieder regen sehen. Vergessen wir andererseits nicht, daß der Patt von Locarno unter einem Ministerium abgeschlossen wurde, das drei Deutschnationale, mehrere den Deutschnattonalen sehr nahe stehende Dvlksparteiler und Dr. Geßler enthielt. Das neue Schiff, dessen wahrer Pilot Dr. Strefemonn ist, ist stark rechtsseitig beladen. Man mutz ab warten und das neue Ministerium nach seinen Daten beurteilen.
Der sozialdemokratische »Populaire" schreibt: Sollen die Politiker des gtfimben Men-