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lisfionaren aus dem Innern Chinas nach er Küste unterwegs. Sie waren gezwun- (it, die Schulen und Krankenhäuser, die ee den Chinesen für militärische Zwecke eschlagnahmt wurden, und die Kirchen, te durch christenfeindliche Pöbelhaufen ttweiht wurde«, zu verlassen und muhten tliche Beleidigungen und unwürdige Be- andlung über sich ergehen lassen. Zn- ckgedessen ist in der vergangenen Woche la entschieden ungünstiger Wechsel in der nltung der Chinesen und in einzelnen iillen auch der Japaner gegenüber den ngländern eingetreten. Die Aenderung mmt darin zum Ausdruck, dah die E n g - inder geradezu mit Berach, tag behandelt werden.
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London, 15. Za«. Reuter meldet ns Peking: Nutzer den britischen Kauf,
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Der Aufstand in Mexiko.
Mexiko, 16. Ian. Wie das Kriegs- vusterium meldet, sind in der Gegend Chatultopec und Mufchichil dreizehn ständische, darunter ein einflutzreicher sholischer Führer, getötet worden. Die tigkeit der Aufständischen ist zur Zeit onders ausgedehnt. Jedoch wird be- ^et, daß die Insurgenten schlecht be- mnet und ausgerüstet sind und vor den lndestruppen fliehen. Diese find ange- rsen, alle gefangen genommenen Äuf- »dischen standrechtlich zu erschiehen.
Die Opposition gegen die Politik Coolidges.
Washington, 16. Januar. Wie die fiociated Preß" mitteilt, hat sich die Ka n n u n g zwischen der Regierung der Opposition gegen die Politik ■ Vereinigten Staaten in Latein-Ame- a beträchtlich vergrößert. Im Senat klongte Senator Borah von Kellogg •fHäiung über die Art und Weise der ^offentlichung der von Kellogg kürzlich £ dem Auswärtigen Ausschuh des Se- *s abgegebenen Erklärung Borah be- Met, Kellogg habe dem Kapitol eine Mmmelte und überarbeitete Fassung 2 Erklärung zur Veröffentlichung ^kfandt. Kellogg erwiderte hierauf, er ”e sich für berechtigt gehalten, derartige Errungen vorzunehmen. Während der
inister des Aeuhern am Dienstag bei r Wiedereröffnung des Parlaments Hal- n will, der Öffentlichkeit vorzeitig be- «tt geworden. Danach wird die japani- kRegierung erklären, daß sie eine neu» Nl e Haltung gegenüber den Ereignen n China einzunehmen gedenken, er zugleich die Absicht bekunden, Leben d Interesse der japanischen Bewohner Ritas wahren zu wollen. Weiter wird lgeblich Japans Sympathie mit den na» Malen Bestrebungen des chinesischen »lles zum Ausdruck gebracht und erklärt erden, dah Japan über einen neuen Per- iß separat mit den vorhandenen Behör- 6 verhandeln will, um dem Verlangen k Chinesen nach Revision einseitiger »träge entgegenzukommen Ferner heißt angeblich in der Rede, die gegenwärtige ße rechtfertige nicht eine gemeinsame tion der Mächte bezüglich der chinesi- en Forderung nach Wiederherstellung r Autonomie und der Kontrolle über die lederlafiungen. Alle diese Forderungen unten in den neuen Verträgen geregelt wben, über die mit China zu verhandeln Pan bereit sei.
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Berlin, 15. Jan. (Amtlich.) Der Reichspräsident empfing heute nachmittag de» geschäftsführenden Reichskanzler Dr. Marr und erteilte ihm den Auftrag, auf Grund des gestrigen Beschlusies der Zentrumslraktion, durch Verhandlungen mit den in Frage kommenden Fraktionen des Reichstages die parlamentarische Lage und die Möglichkeit einer Regierungsbildung weiter zu klären. Reichskanzler Dr. Marx behielt sich seine Entscheidung bis morgen nachmittag vor.
Dr. Marr versucht die Regierungsbildung.
ff. Berlin, 17. Jan. Reichskanzler Dr. Marx hielt, wie das Nachrichtenbüro des Vereins deutscher Zeitungsverleger erfährt, am Sonntag mittag eine Besprechung mit den Borstandsmitgliedern der Zentrumsfraktion ab. Darauf begab sich der Kanzler zum Reichspräsidenten v. Hindenburg, um mitzuteilen, dah er den Auftrag zur Regierungsbildung annehme und im Sinne des am Freitag geiahten Zentrumsbeschlusses am Montqa mit den Parteiführern wegen der Möglichkeit der Bildung einer A
Regierung der Mitte
verhLndeln werde. Dabei ist zunächst an ein Kabinett der Mittelparteien gedacht, das auf die Unterstützung der Sozialdemo- Iratcn angewiesen wäre. Dr. Marx wird am Montag mit den Fraktionssübrern der Deutschen Bolkspartei eine Aussprache darüber herbei« »ihren, ob die Deutsche Volks- Partei die Voraussetzung erfüllen will, die eine solche Unterstützung durch die Sozialdemokraten ermöglicht. Der Fraktionsvorstand der Deutschen Bolkspartei wird am Montag mittag eine Sitzung abhalten und es steht zu erwarte«, dah in dieser Sitzung die Entscheidung darüber fallen wird, ob die Deutsche Bolkspartei sich an einem Kabinett der Mitte mit Anlehnung an die Sozialdemokratie oder mit Unterstützung der Sozialdemokraten zu beteiligen beabsichtigt.
Erst nach dieser Entscheidung wird Dr. Marx mit de« anderen Parteien der Mitte, sowie
mit den Sozialdemokraten und Deutschnationalen in Verbindung treten.
Die Fraktionsfitzung der Deutschen Bolkspartei findet erst am Mittwoch statt, desgleichen die Fraktionsfitzungen aller anderen Parteien, so dah, falls Überhaupt Dr. Marx die Kabinettsbildung gelingt, eine endgültige Entscheidung erst Ende der Woche 1« erwarten sein dürfte.
Unbeschadet des Ausganges der Kabinetts- bildung wird der Reichstag am Mittwoch nachmittag 3 Uhr zusammentreten und sich, wie bereits gemeldet, zunäW mit kleinen Vorlagen beschäftigen.
Der „Montag" schreibt: Er höre aus volksparteilichen Kreisen, daß die Deutsche Bolkspartei es nicht ablehnen werde, in ein Kabinett unter der Leitung von Dr. Marx einzutreten, falls die Pläne von Dr. Marx in ihrer Gesamtrichtung den Wünschen der Volkspartei entsprechen, die auf eine große bürgerliche Ko a-> .lition oder auf ein Kabinett der ?M i t t e unter Anlehnung nach rechts abzielen. Aach den bisherigen Besprechungen aber dürfte ein solches Kabinett an dem Widerspruch der Deutschnationalen scheitern, die die Bindung wollen. Die wäre der Bolkspartei mindestens ebenso genehm oder noch lieber als die bloße Duldung.
In der „Montagspost" heißt es: Mir die Bildung einer Regierung der Mitte gibt eS drei Möglichkeiten:
l. Die reine Mitte, das heißt eine Minderheitsregierung von der Deutschen Bolkspartei bis zu den Demokraten ohne Bildung gegenüber der Opposition.
2. Die Regierung der Mitte in loser Fühlungnahme mit der Linken.
3. Die Regierung der Mitte in loser Fühlungnahme mit der Rechten.
gestrigen Sitzung traf ein Telegramm aus Coolidges Heimatstadt in Massachusetts ein, in dem eine Anzahl angesehener Bürger des Staates die Zurückziehung sämtlicher amerikanischer Truppen aus Nicaragua, soweit sie nicht zum Schutze des Lebens und Eigentums der Amerikaner absolut unentbehrlich seien, verlangt. Im Repräsentantenhause verlangte der Demokrat Moore, Coolidge solle Kellogg wegen dessen Vergehen gegenüber Mexiko und Nicaragua abberufen. Er befürwortete ferner eine Abänderung der Haushaltsbewilligung für die Armee und Marine in dem Sinne, daß die Land- und Seestreitkräfte ohne Zustimmung des Kongresses nur bei unmittelbarer Gefahr für das Leben und Eigentum amerikanischer Staatsbürger eingesetzt werden könnten.
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Warschau, 16. Januar. Dem großen Schlag der polnischen Behörden gegen die „Ultra-Radikalen, die nationale weitzrussi- che Organisation „Hromada", wird in oer polnischen Presse der Charakter eines Schlages gegen eine großangelegte gegen den polnischen Staat gerichtete komm»- nistische Verschwörung gegeben. Der polnischen Darstellung zufolge ist das Herz der Bewegung in Moskau zu suchen. Die Organisationen der orthodoren Bevölkerung und der Kommunistischen Partei unter dem großstädtischen Proletariat ollen einen engeren Ausschuß gebildet laben, der Geldmittel aus Moskau emp- angen hat. Das kompromittierende Material soll mittels diplomatischer Post nach Polen gesandt worden sein Abgesehen von de« drei weißrussischen Abgeordneten wurden im ganzen Lande noch zahlreiche führende Persönlichkeiten der weißrussi
schen „Hromada" verhaftet. Die Zahl der Festgenommenen beträgt einige hundert, darunter die beiden Direktoren der Wil- naer weißrussischen Bank und einige Beamte der Bank. Gestern wurde im Sejmgebäude die Post der drei verhafteten Abgeordneten revidiert.
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Die toittoen Sftfrtongm
Der polnische General und bekannte Mi- lrtarschriftsteller Henning Michaelis 1 teilt in einem den deutschen Ostfestungen gewidmeten Artikel in der Warschauer „R z e c z p o s p o l i t a" fest, daß auch den größten Festungen kein offensiver Charakter zukomme. Die strategische Bedeutung der festen Plätze erschöpfe sich zumeist im Schutze ihres Territoriums. Sie könnten auch Aufnahmepunkte für im Felde operierende Kräfte bilden, endlich sogar im Kampf gegen einen Flügel eines feindlichen Heeres tätig eingreifen, sofern sich der Feind in der Nähe des Festungsrayons befindet. Königs- berg sei 140 bis 180 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Die Bedeutung dieser _ Festung für eine etwaige deutsche Angriffsaktion sei infolgedessen verschwindend gering. Die Deutschen als Anhänger der methodischen Strategie rechneten eben, wie der polnische General weiter ausführt, mit der Möglichkeit des Eindringens eines polnischen Heeres in Ostpreußen, der Provinz, die Deutschland schon mit Rücksicht auf ihre strategische Bedeutung hartnäckig verteidigen müsse. Hierbei würde die Festung Königsberg selbstverständlich Dienste leisten.
CWffl tel Muss«
Rom, 15. Jan. (WTB.). Der englische Schatzkanzler Churchill begab sich heute nachmittag mit dem englischen Botschafter Hraham zu Mussolini in den Palazzo Chigi. Sie Unterreibuxg der beiden Staatsmänner, welcher in ihrem ersten teil auch Graham beiwohnte, war vertraulicher Natur und dauerte etwa eine Stunde.
Das neue ExMimnt
Die Zentrumsfraktion des Reichstages hat durch ihren Brief zu erkennen gegeben, daß sie den Lösungsversuch des Herrn Dr. EurtiuS nicht für opportun hielt. So gewunden auch die Formulierung dieser Zentrumserklärung ist, so stellt sie doch eine Tatsache fest: sie hält den Versuch einer Bildung einer Regierung der Mitte für den gegebenen Weg. Womit sie allen anderen Behauptungen zum Trotz den Gedanken an die große Koalition im Augenblick wenigstens fallen läßt. And doch, dieser Vorschlag des Zentrums, auf die Bildung einer Mittelregierung zurückzugreifen, erscheint fast noch überraschender, als ihre, in dem Brief dokumentierte Ablehnung der großen Koalition. Denn schließlich werden sich wohl plle Zenttumsführer inzwischen davon überzeugt haben, dah angesichts der Haltung der Deutschnationalen und auch der Sozialdemokraten die Verwirllichung eines Minderheitenkabinetts der Mitte noch schwieriger ist, als die Erweiterung der Koalition nach rechts ober ihre Anlehnung an die große sozialdemokratische Linke. Ein Kabinett der Mitte ist lebensunfähig. Man weiß, daß die Deutsch- nationalen diesmal mit ihrer Opposition ernst machen werden, falls sie nicht in die Regierung selbst einbezogen werden. Man metß, daß zwar die Sozialdemokraten im Prinzip eine solche Regierung der Mitte nicht ablehne« wollen, aber dies nur unter Voraussetzungen, denen die Parteien der bürgerlichen Mitte auf keinen Fall stattgeben können. Hofft die Zentrumsfraktion in Wirklichkeit, das Arbeitszeitgesetz und Zne Arbeitslosenversicherung mit der Sozialdemokratie zusammen durchbringen zu können? Der „Vorwärts" macht keinen Hehl daraus, dah die SozialdenWkratte nicht anders kann, als auf ihre selbst von Zentrumssette für untragbar erklärten maßlosen sozialpolitischen Forderungen zu bestehen. Da mit aller Bestimmtheit zu erwarten ist. dah die Deutschnationalen einem neuen Kabinett der Witte dieselbe Taktik entgegenstellen werden, die sie schon vor dem Sturz des Kabinett Marx befolgten, dah sie also dann alle Agi- tationsanträge der Sozialdemokratie unterstützen werden, in dem Bestreben, hierdurch die Regierung zu zwingen, das flarc Mehrheits- Verhältnis zu schaffen, das allein einen stabilen Degierungskurs bedingen könnte. Es genügt, diese Tatsache aufzuzeichnen, um das Aussichtslose der Bemühungen, die zu einer Minderhettskoalition der Mitte drängen, zu offenbaren.
Die Pflichten des Reichspräsidenten und seine Stellungnahme der ganzen Regierungskrise gegenüber sind durch die Reichsverfassung vorgeschrieben. Es war daher für Hindenburg eine Selbstverständlichkeit, nach dem Scheitern der Aufgabe Dr. Curtius' und besonders nach der Vorgeschichte dieses Mih- erfolges nunmehr dem Zentrum selbst die Arbeit zur Lösung der Krise in die Hande zu geben. Der Parteivorsitzende von ®ue- rard präsentierte dem Reichspräsidenten als die geeignete Persönlichkeit für diese Arbeit den bisherigen Reichskanzler Dr. Marx. Gleichgültig, ob nun Hindenburg an einen Erfolg der neuen Mission des Herrn Marx glaubt oder nicht, nach den parlamentarischen Gepflogenheiten mußte er den präsentierten Kanzlerkandidaten akzeptieren.
Werden die Bemühungen des Herrn Dr. Marx einen Erfolg haben? Rach der parlamentarischen Lage, die wir weiter oben skizziert haben, farm diese Frage eher verneinend beantwvttet werden als bejahend. Die Möglichkeiten für ein positives Ergebnis sind so gering, daß Wohl selbst im Zentrum die Kombination Marx mtt größter Skepsis behandelt werden dürste. Wie in den übrigen Parteien des Reichstages wirb man auch hier die Mission des Herrn Marx mehr als ein A ebergangsstadium bezeichnen, denn als einen ernsthaften Schritt zur Bildung der Regierung. So dürste die Kombination Marx in Wirklichkeit nur aufgestellt sein, um eben , durchexerziert zu werden". Ein solches Lstlrchexerzieren aller möglichen Kombinationen verlängert zwar die Dauer der Regierungskrise ins Endlose, aber es zeigt immerhin auch dem engagiertesten Anhänger aller dieser Kombinattonen, daß sie mtt ihren Vorschlägen auf dem Holzwege sind. Durch den klaren Beweis der Unrichtigkeit einer Theorie oder auch mehrerer Theorien kann schließlich auch für den, der sich schwer überzeugen läßt, die Erkenntnis werden, baß nur reale Möglichkeiten zu einer Lösung führen können. Der Auftrag des Dr. Curttus ist gescheitert. Aber mtt ihm noch nicht die sachliche Mission, die Reichspräsident von Hindenburg ihm Übertragen hat. Würde der neue Beauftragte denselben Weg gehen, de» sein Dorgänger durchschritt, so tonnte daS Ergebnis feiner Bemühungen sich vielleicht doch so gestalten, wie die sachliche Mission