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Sonnabend, W15. Sanuar ISN et* ^Vberhespsch« Sewmg* «

St. 12 62 Mts. Marbutg a. Latin

Set Anzetgenpret« beträgt für bett 10 gespalt. ZellenmMmeter 0.08 GM., kleine Baranzelge» 0.06 GM amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 SM. Sef schwierigem Satz sowie bei Platz- dsrschilft SO-/, Aufschlag. Sammelanzeige« 100/, An­schlag. Reklamen der Milli«, 0,40 GM Jeder Rabatt gilt aU Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunst durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark Dollar.

öberhessffche Zeitung

Riefenbetrug an der Brüsseler Börse.

fh Brüssel, 15. Ian. Ein Betrüger, der sich als Angestellter einer Börsenmakler- firma ausgab, ließ sich in der Abrechnungsstelle der Brüffeler Börse die Summe 500 000 Fran­ken für Rechnung einer Brüsseler Firma aus- händigen.

Sie Gleiwitzer Ausbrecher verhaftet.

fk GleKwitz, 15. Ja», von den vier ttw fangenen, die vor kurzem aus dem Gleiwitzer Gefängnis ausgebrochen waren, wurden drei wieder ergriffen.

sei die Meldung eines Miitagsblattes, wonach den Deutschnationalen bestimmte Bedingungen vom Zentrum gestellt worden seien.

Ueber die Besprechungen selbst erfährt das DDZ.-Büro ferner noch aus parlamentarischen Kreisen, daß Dr. Eurtius gleich zu Beginn der Verhandlungen betonte, er betrachte sich keineswegs als der Mittler zwischen Zentrum und Deutschnationalen und habe nicht etwa be­stimmt formulierte Forderungen des Zentrums den Deutschnationalen vorzulegen. Er erwarte auch keine bestimmt formulierte Antwort der Deutschnationalen. Das Zentrum habe ja auch noch keine grundsätzliche Stellung einge- nommen.

Die Entscheiduug liegt «»»«ehr bei de« Reichsvräfideute»,

das ist das Gemeinsame an den Kommentaren in den Blättern ru der Entwickelung des gestrigen Tages.

DieDeutsche Tageszeitung" be­richtet, daß der Auftrag des Reichspräsidenten -n. Dr. Curtius, eine sachliche Einigung »wtschen der Rechten und der Mitte berbeizu- nibren, nicht gescheitert sei. Die Deutschnativ- *altn haben niemals ihre Bereitschaft zur Mitarbeit nach sachlicher Einigung verweigert Eie werden es auch unter anderer Führung nicht tun, wenn die Basis die gleiche bleibt.

f-lltßl. Zustelluvgogebühr, durch ht«Post2LS GM.Für etwa infolge ettttt«. Maschinendefekte obre «inoattater «reigniffe ausfallende gtonmem wird kein Ersatz ge- Met. Verlag d.vt. §. -itzerotb.

Sie Natilet Bethandlungen

fk. Paris, 15. Jan. Bei der gestrigen Per, Handlung mit General B a r a d i e r über» reichte General ». Pawels, schriftlich nieder« gelegte Borschläge, wel<: von den alliierte« militärischen Sachverständigen eingehend ne« prüft wurde«. Sie seien bereits jetzt der vn- ! sicht, daß sie eine Unterhandlungsbasis bilden kSnntea. Eine an« Berlin für die Botschafter« konferen, eingetrvffene Nachricht über das Pro­blem bett, die Herstellung von Kriegsmaterial weise darau« hin, daß die Besprechungen günitig

»Ech de Paris" will erfahren haben, daß das interalliierte Militärkomitö den Rat er­halten habe, auf die deutschen Vorschläge be­treffend die deutschen Ostfestungen nicht mit Weigerungen oder Befehlen zu antworten, son­dern durch Abänderungsvorschläge und Zusatz­anträge. Das würde besagen, daß der Plan des Generals von Pawelsz die Unterbreitung eines Gegenplans nach sich ziehen würde.

Zur Angelegenheit des Barous Klaus Zorn v. Bubach.

Paris, 14. Ian. Wie derTemps" aus Kalmar berichtet, ist vom Appel­lationsgerichtshof die Berufung des Barons Zorn v. Bulach gegen das gegen ihn ergangene Urteil nicht nur abgewiesen, sondern die Strafe von drei Monaten Ge­fängnis, die mit Bewährungsfrist ausge­sprochen worden war. dadurch verschärft worden, daß die Bewährungsfrist gestrichen worden ist.

Schiffahrtsdienft der englischen Dampfschiffahrtsgesellschafte» auf dem Bangtse- klusse eingestellt werde.

5* Aug. Koch, Markt 21/23, Arrnsprech-r: Rr. 64. tu Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt e. M Nr. 6016. Sprechzeit «* Rebaktio« von 1011 und Uhr.

SnmMcht ßeltoten als CiMoMMfittt!

fk. Landau, 15. Jan. Don Eisen­bahnern wurde kürzlich festgestellt, daß auf dem Bahnkörper der Strecke Landau- Zweibrücken, in der Nähe der von der französischen Besatzung benutzten früheren 18. Kaserne fünf schwere Zement­röhren lagen. Die sofort angestellte« Ermittelungen ergaben, daß zahlreiche Fußspuren, die von benagelte« Schuhen herrührten, zur Mauer der französische« Kaserne führte«. Da auch ein Polizeihund die Fährte zur Mauer »erfolgte, steht außer Zwei­fel, daß die Tater französische Soldaten waren, die nachts über die Kasernenmauer gestiegen sind. Der fran­zösischen Besatzungsbehörde wurde Anzeige erstattet.

Ganz Rnaeasua besetzt

Srltgägtfaht! Se Neibt btt BMkblwb?

Newyork, 14. Jan. Nach hier »orliegen- I den Meldungen aus Mittrlamerika verlangt Sacasa in einer Note an die Washingtoner I Regierung die sofortig« Zurückziehung der I amerikanische« Truppen ans Nicaragua. In I Washington erklärt men, datz die Besetzung Nicaraguas in wenigen Tagen voll­ständig durch,eführt sein werde. Me wei­ter aus Washington gemeldet wird, lehnt I die amerikanische Regierung jede schieds­richterliche Einmischung ad, da e« I sich nach ihrer Meinung bei dem «ittelameri­kanischen Konflikt um eine rein amerikanische I Frage bandelt. Dia, soll bis ,um Jahre 1929 Präsident von Nicaragua bleiben, weil dann erst nach der Verfassung Nicaraguas Neu­wahlen zu erlogen haben.

Rene Angriffe auf die Amerikapolitik in Mittelamerika.

fk. W a s b i n g t o n, 15. Jan. Die demo­kratischen Mitglieder des Kongresses setzten gestern ihre Angriffe auf die Politik der Regie­rung fort. Der demokratische Senator Döll erklärte, «r könne nicht den Vorschlag machen, schweigend und obne Protest zu erbeben eine I Politik zu dulden, welche die vereinigten Staaten in einen Krieg wegen einer Frage verwickeln könnte, für deren Lösung die mexi­kanische Regierung ein schiedsgerichtliches Ver­fahren angeboten babe. Der Re-ubl'*i«er 8 n f o H e ft« erkläre das von Kellogg ver- öffrvttichte Memoranoum enthalt« auch nicht die Sour eines Beweises für eine bolsche- wisiische Berkchwörung.

In ganz Mexiko finden zobfreiche Pro- testkundgebunaen Fegen das Borgehen der Bereinigten Staaten statt. Der 4. meri- kanische Studentenkongreß er­klärte in einer scharfen Resolution, daß ganz Lateinamerika der br u t a l e n Ge­walt der Wasbinatoner imperialistischen Reaierung oeaenüberstebe. Die ameri­kanische Prelle »eröf,1'-«*ndft weiter Erenelmeldungen ans Mexiko. So soll»« in der Nähe von Mexiko wied»r 16 Re­bellen aufgebängt worden lein Der mexikanischen Re-nerunq ist es üb-tall ge­lungen, die Putsche «iederzu- werfen.

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ff. London, 15. Jan. In -ankau fanden gestern Fackelzüge zu Ehren der Ankunft de« Oberbefehlshabers der Kantonarmee statt. Die Propaganda in Massenversammlungen wird fortgesetzt. Die Chinesen verlangen neuer­dings von der englischen Regierung, datz der

Deutfchnationaler Seite erfährt das »Büro zu den Verhandlungen bei Dr. u», daß da» Verhältnis zum Zentrum kn Deutschnationalen ganz paritätisch daß es nur ein Zufall sei, wenn zuerst Zentrum und dann mit den Deutsch- ?^le« verhandelt worden fei. Unrichtig

SriM überall!

fk Berlin, 15. Jan. In der Kaserne der Landespolizei in Aschaffenburg ist eine heftige Grippeepidemie ausgebrochen. Von den 100 Landespolizisten sind 68 erkrankt, darunter auch der Arzt der Landespolizei.

Im rheinisch-westfälischen Industriegebiet hat sich die Grippe in den letzten Tagen sehr stark verbreitet.

In den Hansastädten steigerten sich die Krankheitsfälle allein in einer Woche um 65 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die Epi­demie tritt indeflen gutartig auf.

In der Stadt Saarbrücken hat die Grippe seit dem 1. Januar 44 Todesopfer gefordert.

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8 e r11«, 14. Jan. (Amtlich.) Reichs- «inister Dr. Curt ins berichtete heute abend dem Reichspräsidente« über Me durch Schreiben des Borfitzende« der Zentrumsfraktion an ihn geschaffene Lage inb erklärte, daß damit sein versuch »er Bildung einer Mehrheitr- regierung ««ter Zuziehung der Deutschnationalen gescheitert sei. Der Herr Reichspräfident behielt fich eine weitere Entschließung noch vor.

Zn parlamentarischen Kreisen nimmt an an, wie das Nachrichtenbüro des . FDZ." hört, daß sich der Reichsprä« fident im Laufe des Sonn­abends darüber entscheide« : mrd, ob er nunmehr eine andere Persön, lichkeit anstelle von Dr. Curtius mit Ber, hrndlungen über die Regierungsbildung betraut. Er dürfte vorher die Führer der sichtigsten in Frage kommenden Reichs, tegsfraktionen im Laufe des Sonnabend,

Die Wirtschaftliche g u a g ist für den Montag « einer Fraktionsfitzung berufen worden. Da» Zentrum wird erst ««Diens­tag eine neue Fraktionsfitzung abhalten.

DerLokal-Anzeiger", der die Be­trauung eines Zentrumsmannes durch den Reichspräiidenten für sehr wahrscheinlich hält, nennt die Nämen Stegerwald, Dr. Brauns und v. Euerard.

DieTägliche Rundschau" glaubt, über die Haltung der Deutschen Volkspartei sagen zu können: Man kann sicher sein, daß der am Montag zusammentretende Fraktions­vorstand den Gedanken der Großen Koalition ebenso ablehnen wird, wie den Gedanken einer Koalition der Mitte mit Bindung nach links.

DieGermania" kommentiert den Brief des Zentrumsvorstandes dahin, daß sich ein Kabinett der Mitte nur an die Sozialdemo­kratie anlehnen könne, da die Deutschnatio­nalen ein Mittelkabinett nicht stützen würden.

Die demokratischen Blätter halten es für das Gegebene, daß ein Mitglied derZentrums- partei mit der Kabinettsbildung betraut wird.

Rach Ansicht desBerliner Tage- blatte s" könnte ein solches Kabinett, unter Zentrumsführung, nur ein Minderheitskabinett fein, das Anlehnung nach links suchen müsse. Auf die Frage, ob die Sozialdemokratie zur Unterstützung eines solchen Kabinett» Bereit itt, meint dervorwärt»", sie müßte diese« Entschlutz von der Zusammensetzung dieses Ka­binetts und von seinem Programm abhängig machen.

1 Sofort im Anschluß an die Frakt'ons- - Aung des Zentrums wurde ber Brief der r Aktion dem Minister Dr. Curtius über- der gegen seine Beröffentlichuna ^denken hatte. Der Bries lautet, fcte das VDZ-Büro erfährt:

Sehr verehrter Herr Minister! Ich = Artige dankend den Empfang Ihres | schreibens vom 14. Januar d. Is.

1 Dasselbe ist Gegenstand eingehender i £vT.bl9ung gewesen. Aus diesem Z Mreiben haben wir ersehen, daß Sie, Herr I Dister, lediglich die Aufgabe übernom- i haben, sachliche Verhandlungen zum i. «°ecke der Herbeiführung einer Koalition 1 p führen.

Kriegsgefahr in Ost und West. Dreizehn­taufend Mann mobiler A. S. A.-Truppen an der mexikanischen Grenze, Tausende auf dem souveränen Gebiet eines Dölker- bundsmitgliedes, offener Krieg in Nica­ragua, Waffenlieferungen der Mexikaner und der Vereinigten Staaten, Drohreden und Noten Bruch alter Verträge in China, Truppenlandungen, Fremdenverfol­gungen, Boykottbewegungen, Streiks und Tote, täglich Tote.

Nicaragua ist Mitglied des Völkerbun­des! China ist Mitglied des Völker- bundes! Aber wo bleibt der Völkerbund mit seinem Artikel 11, derausdrücklich" feststellt, daß jeder Krieg, jede Dedrohung mit Krieg, gleich ob es sich um Mit­glieder handelt oder nicht, eine Angelegen­heit des ganzen Bundes ist, daß dieser die zum wirksamen Schutz des Völkerfriedens geeigneten Maßnahmen zu ergreifen hat?

Warum muß Nicaragua dulden, dah Amerika dort feine Truppen landet, die ganze Ostküste für neutral erklärt? Warum schweigt der Völkerbund, dieWeltpresse", ja, auch die deutschen Verfechter desNie wieder Krieg!" angesichts der Gefahr, daß bald statt wie heute Hunderte tau­sende von Muschkoten täglich ins Gras beißen und die Kanonen der Kriegsschiffe mit den Wogen des caribischen Meeres um die Wette brüllen?

Weil die Interessen der amerikanischen Petroleummagnaten auf dem Spiele stehen, deren Macht gewaltiger und verzweigter ist als die Organisation zur Erhaltung des Friedens, und weil die Interessen des Futternapfes heute genau wie zur Stein­zeit Mann gegen Mann mit der Waffe in der Hand verteidigt und erkämpft wer­den. Darum schweigt die ganze Kollegen­schaft des Völkerbundes, obwohl jeder ein­zelne das Recht und die Pflicht hat, die Einberufung des Rates zu beantragen, zumal es sich um die Souveränität eines i Kollegen handelt.

Nicaragua wird geschlagen, Mexiko aber ist gemeint. Den Chinesen schnürt man den Atem ab, aber man will alles er­drosseln, was nach Befreiung von Aus­beutung und Knute ruft. Alles sind nur Schulbeispiele für die Art und Weise, wie Kriege entfesselt werden, ohne daß man die wahren Gründe zu erkennen gibt. Doch kein Mahnruf flattert auf den Schreibtisch I des Generalsekretärs in Genf. I

| Unterzeichnet ist der Brief von Herrn von | ^"ard als stellvertretenden Vorsitzenden gy® Zcntrumsfraktion des Reichstages.

btt Sianbvmist btt S. S. P.

volkspartei gegen Bindung «ach links. Merlin, 14. Ja«. Wie das Wolff.

aus parlamentarischen Kreisen er« . k. ist der Fraktio«svorftand Deutschen volkspartei ffit ^»tagvormittagzu einet Sitzung ntenberufen worden, in der er zu der geschaffenen Lage Stellung nehme« . Im Reichstag verlautet, daß nach Abschluß der ersten Phase der ver- lungen über die Regierungsbildung Große Koalition oder eine '«lition der Mitte mit Bin- Eg nach links nicht in Frage

i J!*^r den gegenwärtigen politischen Der- ®»«unen unterliegt die von Ihnen beabstch- Wtr Regierungsbildung für uns nach wie vor *n schweren Bedenken, die Ihnen von «lerem Beauftragten und auch namens Wres Herrn Parteivorsitzenden, Dr. Marx,

- * Herrn Reichsaußenminister Dr. S t r e s e- j ?ann dargelegt worden sind. Wir halten - Ml Versuch der Bildung einer Regierung der - «Ute nach Lage der Dinge für den gegebenen g «9 jut Beilegung der Krise.

i können uns daher von einer Fort- i Ihrer Verhandlungen auf der Grund- i Ab Ihres Schreibens vom 14. 1. keinen Er- g versprechen. Ein Eingehen auf die in hie­ss ^ Schreiben mitgeteilten Richtlinien dürste ss W danach erübrigen.