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i u s ’ gesprochen wird, sehen die deutschnationalen und volksparteilichen Blätter in 'dem Beschluß keine unbedingte Ab-
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Dendigkeit einer tragbaren Zwischenlösung «r Arbeitszeitfrage unterstrichen, da das »rbeitsschutzgesetz bis zu seiner Verwirk-
R e w y o r 1, 12. Januar. Die mexikanische Botschaft in Washington hat der amerikanischen Presse eine Erklärung des mexikanischen Außenministeriums al» Antwort auf die Kongrehbotschat Coolidges übergeben. In der Erklärung wird höflich aber bestimmt zum Ausdruck gebracht, daß Mexiko an seiner bisherigen Politik festhalte. Mexiko trage keine Berantwortuag an den Dorgängen in Nicaragua und wünsche durchaus keine« militärischen Zu- sammenftoh mit de« Bereinigten Staaten. Jeder, der das Stärkeverhältnis der beiden Staaten kenne, müsse einen solche« Gedanken als absurd bezeichnen. Unbegreiflich wäre es. wen« Amerika seine alte Tradition aufgebe u«d Gewalt vo. Recht stelle. Das Oelgefeh sei berechtigt und werde daher auch durt^eführt «erde». Die Amerianer könnten ja bei einer gemischten Kommission vorstellig werden. Mexiko habe das Recht Sacasa aoznerken- nen und sich dabei lediglich von dem Wunsche leite« zu lasse«, eine« Rechtszustand herbeizuführen.
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Mtklkos Antwort an Looltdgt
Ablehnung »er 3ntorotntion tat Mnigttn Staaten
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San Diogo (Kaliornien), 12. Jan. Heute gehen «in U«terseekre«zer von 10 VVV To««««, eia Rettungsdampfer sowie vier Torpedobootszerstörer nach Nicaragua ab.
Amerikanische Truppenbäufu«, a« der «eri- kanische« Grenz«.
Rewhork, 12. San. Laut Erklärung des Kriegsdepartements sind 15 000 Mann amerikanischer Truppen besonders Kavallerie und Infanterie, an der mexi»
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Das zweite Merkmal kaufmännischer Dr-
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Berlin. 12. Januar. Die Zeutrums- sraktion des Reichstages faßte, wie wir erfahren, am Mittwoch abend nach 2 Lftün- dioer Beratung, an der Reichskanzler Dr. Marx und die übrigen Zentrumsminister teilnahmen, einstimmig folgenden Beschluss:
Die Zentrumsfraktion des Reichstages teilt die schwere« außen- und innenpolitischen Bedenken des Fraktionsvorstandes hinsichtlich der von Dr. Curtius beabsichtigten Kabinettsbildung. Der Borstand wird beauftragt, diese Bedenken dem Herr« Dr. Curtius und dem Borsitzende« der Deutschen Bolkspartei, Herrn Dr. Stresemann erneut darzulege».
174o 000. Dl« Zahl der Zuschlagsemp- ist im gleichen Zeitraum von 1 o97 000 auf 1 963 000 gestiegen.
Hörden übertragen werden. Damit nimmt man eine geringere Zahl weniger gut ge- | schütter Unterführer in Kauf, wohl eben deshalb, weil die Materialschlacht weniger intellektuell und moralisch hochwertige Kampfgruppen zu fordern scheint als viel- mehr eine genügend große Zahl von mill- tärisch gut einexerzierten Kolonnen, die, hinter dem Artillerie feuer und den Taul- sLeschwadesr sackMaüchiMA ystwW.
Präsident Eoolidge lieh erklären, daß er nach feiner Botschaft der Presse nichts mehr zu sagen habe. Alles weitere werde Kellogg im Auswärtigen Ausschuß Mitteilen. Der Senat hat seine Debatte über die Mittelamerika-Politik bis nach der Sitzung des Senatsausschusses vertagt.
Zm Repräsentantenhaus fand eine neue außerordentlich erregte Debatte statt, Bei
flQ । sage an Dr. Curtius.
| L Die „Tägliche Rundschau" erklärt J|| allerdings, daß ein von Zentrumsseite zu dem Fraitionsbeschluß gegebener Kommentar darauf hinausläuft, daß damit die Abneigung des Zentrums ausgesprochen sein soll, sich an ernstgemeinten Verhandlungen über die Bildung
schuften.
Berlin, 12. Jan. Aus der Unterredung Dr. Curtius mit den ch r i st - nchen Gewerkschaftsvertretern «artrusch, Bro st und Otto verlaufet, daß die Vertreter besonders die Not-
der Abgeordneter Huddeston erklärte, Eoolidge bemühe sich, einen mexikanischen Krieg zu erzwingen. Die Lage verschärfe sich immer mehr. Zweifellos bestehe ernste Kriegsgefahr, wenn nicht noch in letzter Minute die Gegensätze überbrückt werden könnten. Wie das möglich sein solle, sei jedoch vorläufig nicht zu erkennen.
Zn der Pressekritik macht sich ein Abflauen bemerkbar, wobei offensichtlich Greuelmeldungen aus Mexiko eine Rolle spielen, die sich allerdings meistens als unhaltbar erweisen und in den nächsten Aus- gaben wieder dementiert werden müssen.
Mmonte Arbeitslosigkeit
„ B e r l i n, 12. Jan. Die saisonmäßige I Berichlechterung des Arbeite- Marktes kommt in den neuesten Zahlen ^unterstützten Erwerbslosen voll zum Ausdruck. Dabei ist bemerkenswert, daß die,e Zahlen in den rein ländlichen Gebleten verhältnismäßig sehr stärker gestiegen sind als in den städtischen und industriellen. In der Zeit vom 15. Dezember 1926 bis zum l. Januar 1927 ist die Zahl der männ-> llchen Haupt-Unterstützungsempfänger von 1 211 000 auf 1 470 000 gestiegen, die der . weiblichen von 256 000 auf 275 000. Die Gesamtzahl stieg von - 1467 000. auf.
m den mit giftigen Stoffen gearbeitet wird, ferner Maßnahmen gegen das jetzige Ueberstundensystem und Zusicherung der Sonntagsruhe. In der Arbeitslosenversicherung verlangen die Gewerkschaften eine stärkere Staffelung der Unters stutzungssätze. Auf das Wiederanwachsen der Arbeitsloenziffer wurde mit besonderer Sorge hingewiesen und hierzu wurde eine beschleunigte Arbeitsbeschaffung, besonders in der Nähe der Großstädte, durch Bereitstellung entsprechender Mittel, ferner eine stärkere Belebung des Russengeschäfts verlangt. Eins ausreichende Vertretung der Arbeitnehmer in den Wirtschaftskammern und auf der im Mai stattfindenen Weltwirtschaftskonferenz wurde ebenfalls als notwendig bezeichnet. Schließlich wurden auch noch die Fragen des Wohnungsbaues, des Kartellwesens, der Preisentwicklung und der Zollpolitik behandelt.
Dr. Curtius ging in seiner Erwiderung auf dte einzelnen Punkte ein. Er verwies darauf, daß es bereits gelungen sei, das Wohnungsbauprogramm für 1927 fertigzustellen. Darüber hinaus bestehe'die Hoffnung, auch für die weiteren nächsten Jahre zu einer Verständigung zu gelangen. In der Frage des Kartellwesens halte et es für wünschenswert, zunächst die Ergebnisse des Engueteausschusies abzuwarten.
I ShftemuM Im SrfcgWcn
Frankreichs
I Bon Franz Seiger-Kronshagen.
I . Schon in den letzten Jahren des Krieges I bildeten sich — durch den Stellungskrieg I beeinflußt — in der Gefechtsführung Formen aus, die zu einer Schematisierung de« Kampfes führen konnten: das starke Heber- gewicht der Waffenwirkung, besonders der
I Artillerie, ließ die Ansicht entstehen, daß I die Last des Kampfes dem Material aufzu» I bürden sei. d. h. die weitreichende tote I Waffe zerschlägt den Gegner, und dann I erst ergreift der lebendige Mann kampf- I los von dem Gelände Besitz. Es war eine strenge Systematik, die dem Frontsoldaten I nicht viel Gelegenheit zum Denken und
Handeln geben wollte; das wahre Soldatenrittertum schien durch die Technik der Waffen überholl, der Mensch zum Diener I seiner eigenen Maschine geworden zu fein.
Besonders Frankreich neigte diesen Gedankengängen zu und verarbeitet sie auch heute stärker in seinen Dienstvorschriften als irgend ein anderes Land. So muß es als folgerichttge Weiterentwicklung angesehen werden, wenn dieses tattische System auch seine Rückwirkung in Auswirkung in Ausbildung und Heerwesen finden soll. Die beabsichtigte Heeresreform gibt Anlaß zu einer Reihe von Vorschlägen; einer davon stammt vom Anterstaatssekretär im Kriegsministerium und ist in der Zeitschrift „France mititaire“ veröffentlicht. Er verdient besondere Aufmerksamkeit.
Die Entwicklung von Handel und Industrie sei so außerordentlich, daß sie unbedingt die Aufmerksamkeit jedes Organisators auf sich ziehen müsse. Die dort herrschenden Grundsätze und Arbeitsmecho- den sollten auch auf das Heer übertragen werden. Als die drei wesentlichsten werden Zenttalisation, Ausschaltung des Zwischenhandels und Serienarbeit genannt.
Wie die kleinen Werkstätten unter dem Zwang der Großindustrie fallen müssen, müssen auch die vielen kleinen Garnisonen verschwinden. Heute sind überall nur kleine Einheiten untergebracht, die Verwaltungskosten vervielfachen sich, und die Arbeitsleistung — nämlich die Ausbildung der Soldaten und die militärische Schulung aller Bürger, besonders der Jugend — muß zu kurz kommen. Da die vielseitigen und zahlreichen Mittel, die heute zur Ausbildung notwendig sind, starke Verbände gemischter Waffen erfordern, werden große Standorte vorgeschlagen, wo alle Mittel zur Schulung der Truppe verfügbar sind. Derselbe Gedanke findet sich auch in dem Reformvorschlag von Fabry-Duval; zur Erleichterung der Ausblldung großer Verbände sollen die Standorte aller Teile einer Division nicht weiter als zwei Tage- märsche voneinander entfernt fein. ,
Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Verfahrens mag bei der Finanznot des Landes entscheidend mitgewirtt haben, die mit dieser Maßnahme verbundene schnellere Kriegsbereitschaft mag unausgesprochen im Hintergrund stehen, — die Art geschäftlich- logischer Derec^mng, mtt der dieser Vorschlag begründet wird, zeigt aber doch eine tiefgreifende Wandlung der Anschauungen: die Einzelausbildung des Mannes soll gegenüber der Zusammenarbeit in den Hintergrund treten, man legt weniger Wert
*t||L üchung noch längere Zeit in Anspruch neh- een dürfte. Die bisher bekannt geworde- 65 Absichten der Parteien über die Aen- hgA rkrung der Arbeitszeitverordnung gehen A Gewerkschaften nicht weit genug Vor ” 8et‘ ?üem verlange sie die dreigeteilte Schicht seick^jA der Schwerindustrie und den absoluten
^chtstundentaa. namentlich für Betriebe,
mungsmache derjenigen Kreise, die eine deutsch-französische Verständigung verhindern wollen. Ls wäre schr bedauerlich, wenn es diesem Preffefeldzug würde, die an sich nicht leichten ____,____
hingen zu stören und damit den Fortgang der Verständigung, die von deutscher Sette auftichtig gewünscht wird, Schwierigkeiten zu bereiten.
Der sozialdemokratische Pressedienst glaubt de» Zentrumsbeschluß dahin auslegen zu müssen, daß die Eesamtfraktion des Zenttums ebenso wie ihr Vorstand als die beste Lösung »er Krise die Bildung einer Regierung von «er Bolkspartei bis zur Sozialdemokratie, oder
worden. Außerdem wurden Sonderoffiziere nach den Staaten Arizona - und Texas entsandt. Beide Maßnahmen hangen jedoch, wie die Erklärung des Kriegsdepartements behauptet, nicht mit der Spannung zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko zusammen.
Die „Germania" schließt ihre Betrachtungen mit den Worten; Was den Fortgang der Verhandlungen anbetrisft, so nimmt man hr parlamentarischen Kreisen an, daß Curtius freute seinen Auftrag dem Reichspräsidenten iurückgeben wird.
Die „V os s i s ch e Z e i t u n g" versieht ihren Kommentar mit der Ueberschritt: „Curtius ist tzescheitert".
Das „Berliner Tageblatt" findet es, ebenso wie mehrere andere Blätter, äußerst bemerkenswert, daß der Vorsitzende der Zentrumsfraktion beauftragt worden ist, die Bedenken des Zentrums neben Dr. Curtius auch Dr. Stresmann als Vorstand der Deutschen Lolkspartei, und nicht etwa dem Fraktions- »»rntzenden Di. Scholz, darzulegen.
einer gesamtbürgerlichen Regierung au befind« «eilig n.
Der Beschluß des Zenttums ist bezeichnend: Man weicht einer Entscheidung aus, veil man es mit niemand verderben möchte. *' And wenn die Entscheidung von anderer - Seite kommen sollte — sie muh ja einmal kommen — so kann man dem eigenen Beschluß jede erforderliche Auslegung geben. Denn „schwere Bedenken" sind niemals unüberwindlich, aber ebensogut kann man aus diesen beiden Worten eine glatte Absage herauslesen. Wenn man den „Beschluß" im Sinne des Zenttums deutet, so wird man sagen müssen: Es hält sich alle Möglichkeiten offen, unter anderen auch die Auffassung, eine verkappte Absage fei
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Berlin, 12. Jan. (WTB.). Wie schon seit mehreren Tagen bemüht sich auch heute wieder ein Teil der französischen Presse, so das „Echo de Paris", der „Temps" und andere Blätter, den seit zwei Tagen im Gange befindlichen Verhandlungen zwischen den deutschen Vertretern und der Botschafterkonferenz die politische Bedeutung eines Kernproblems für die deutsch-französischen Beziehungen beizulegen und gegen eme Bereinigung der beiden sogenannten Restfragen Stimmung zu machen. Diese Kampagne erweckt, wie wir aus Berliner politischen Kreisen erfahren, steigendes Befremden. Man erblickt darin im Zusammenhang mit anderen bereits vor Beginn der Besprechungen veröffentlichten tendenziösen Artikeln zu den schwebenden Fragen eine planmäßige Stim-
Berlin, 12. Jan. Die Börsenkurse für die Markanleihen des Reiches, deren Umtausch in die Anleiheablüsungs- schuld im Februar ds. Js. beginnt, sind In den letzten Tagen stark gestiegen.
von zuständiger Stelle erfahren, sind die Gerüchte, nach denen beab ichtigt fein soll, den Gläubigern der Neubesitzanleihen Sergünftiflungcn über die Vorschriften des Anleiheablösungsgesetzes hinaus zuteil werden zu lassen, unbegründet.
> 74 % Der Beschluß der Zentrumsfraktion des Reichs- > tages findet in den Blättern ie nach der Parteirichtung eine verschiedenartige Aus- ■ legung. Während in den demokratischen und ! "sozialdemokratischen Blättern von einem ^Ccheitern der Mission Dr. Cur-