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VonnkMag, i tz. Zkrnuar 1927
ft. London, 6. Jan. Nach einer Meldung der „Chicago Tribüne" hat der amerikanische Generalkonsul in Schanghai Nachrichten aus Hankau erhalten, wonach die Lage dort sehr ernst ist. Alle Missionare im Innern Chinas sind aufgefordert worden, im Interesse ihrer Sicherheit zucück- zukommen.
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1 Goldmark --- Dollar.
fk. London, 8. Jan. Der Sonderkorre- svondent der „Daily Mail" in Hankau belichtet von gestern nachmittag, die britische Kolonie sei in äußerster Gefahr. Ihre einzige Stütze seien die chinesischen Truv- ven, die nichts gegen den zunehmenden Fanatismus unternommen hätten. Angesichts der gestern geplanten Landung englischer Marinesoldaten habe der Minister des Auswärtigen der Kantonregiernns erklärt, wenn ein einziger Schuh abgefeuert werde, würde das britische Viertel angegriffen werden. Die Eingeborenen-Polizei bat sich geweigert, im Fremdenviertel Dienst zu tun. Heute nachmittag sollen alle Arbeiten eingestellt werden. Die Arbeiterverbände verlangen, dah die Kantonregierung dem britischen Konsul ein 72stündiges Ultimatum stellt, in dem die Entwaffnung der englischen Freiwilligen und der Polizei verlangt wird. Im Falle einer Ablehnung soll der Generalstreik proklamiert und das britische Viertel blockiert werden.
ff. London. 8. Ja». Reuter meldet aus Hankau: Infolge der sehr ernsten Lage sind die Handelshäuser in der britischen Konzession geschlossen worden. Man hält es nicht für ausgeschlossen, das» das Konzessionsgebiet geräumt wird.
Laut „Täglicher Rundschau" kann man mit t Berufung des bisherigen Reichswirt- »aftsminifters Dr. Curtius zur Regierungs- ldung bereits für den 10. Januar rechnen, ie Berufung Dr. Curtius' sei von dem raktionsvorstand der _ Dolksparteä gebilligt erden. Ob der Versuch Dr. Curtius, ein abinett auf der Grundlage einer Koalition mtlicher bürgerlichen Parteien zu bilden, ge- agen wird, wird von dem volksvarteilichen fatt unter Hinweis auf die ablehnende Hal- mg der Zentrumsvresse stark bezweifelt. Die Setmania“ hält es für ausgeschlossen, dah 6 as Zentrum an der von Dr. Curtius ge- mtten Koalitionsbildung sämtlicher bürgeren Parteien beteiligen werde. Eine Regie- »g unter Beteiligung der Deutichnationalen It volksparteilicher Spitze wäre eine ausge- fvchene Rechtsregierung, die aus die Unter« ^ung des Zentmms nicht zählen könne.
oberlMsche Zeitung
Set AoMm» in Mst'Slimnlm
Amsterdam. 5. 3an. Die Ausstandsbewegung auf West-Sumatra stellt sich nach den neuesten Meldungen tote folgt dar: Die gesamte männliche Bevölkerung von Padang- Seboelsbek hat sich unterworfen. Die Militärmacht wird von den DSörden als aus« reichend bezeichnet. Eine Polizeiaktion im Erbiete von Tilvenpkang ist eingeleitet worden.
Ein RimWrMil RuWims
Rom. 5. Januar. Zn einem Rundschreiben an die Präfekten betont Mussolini, dah die fachistische Partei nur noch ein gewissenhaftes Werkzeug des Staatswillens sein dürfe und die Znitiative zum Kampf gegen die hartnäckigsten Gegner des Faschismus den Präfekten über.afsen bleiben müsse. Diese seien in der Lage, im Falle einer immer unwahrscheinlicher werdenden antifaschistischen Aktion mit der nötigen Strenge vorzugehen. Jede Art faschistischen Selbstschutzes sei im neuen Jahr unzeitgemäß, und die Präfekten mühten mit allen Mitteln jede auch noch so schwache Kundgebung gegen den Sitz fremder Vertretungen künftig verhindern, was auch sich ereignen oder ihm periönlich zusto- hen möge.
Ist Stellung ter llalicnlitben Beamten
ff. Rom, 6. Jan. Da die Vollmachten der Regierung bezüglich der sogenannten Säuberung des Beamtenstandes von regierungsfeindlichen Elementen mit der Jahreswende erloschen sind, bestimmt der Ministerrat, dah die Rechtsfrage der Beamten insofern abgeändert wird, als sämtliche Beamte, die sich im Gegensatz zu den Absichten der Regierung befinden, jederzeit entlassen werden können. Diese Bestimmung soll auch für die Eemeindebeamten, Provinzialbeamten usw. gelten.
Die englischen Manöver.
fk London, 6. Jan. Bei den diesjährigen Manöver» soll die Armee und die Flotte in ausgedehnterem Mähe zusammen- arbeiten . Die Admiralität beabsichtigt, daß die Marinebefehlshaber nicht nur in England, sondern aus den ausländische» Stationen im Zusammenwirken mit den Truppenführern Einschiffungen und Küstenlandungen vornehmen.
Erhöhung der Bestückung der amerikanischen Schlachtschiffe.
Washington, 5. Jan. Der Marine- ausschuh des Repräsentantenhauses hat ein Entschliehung angenommen, in welcher er sich für eine Erhöhung der Zahl der Geschütze auf allen älteren Schlachtschiffen der Bereinigten Staaten ausspricht, um mit den britischen Schiffen auf gleiche Höhe zu kommen.
Aimrlkmijibe Runilion för die Regikmig Sm;
fk. Newyork, 6. Jan. Wie ans Managua gemeldet wird, habe das Staatsdepartement in Washington dem Führer der Konservativen in Nicaragua, Dior, die Erlaubnis erteilt, aus den Vereinigten Staaten 1000 Gewehre und 160 Maschinengewehre sowie einige Millionen Patronen zu beziehen.
Borah über die Intervention Amerikas in Nicaragua.
fk. Washington, 6. Jan. Nach einer Sitzung des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten erklärte Senator Borah, die militärische Intervention in Nicaragua bedeute keine Verletzung der Monroedoktrin, weil keine europäische Regierung in die Angelegenheit verwickelt sei und keine nichtamerikanische Regierung daran teilnehme. Es wird erwartet, daß Kellogg demnächst vor dem auswärtigen Ausschuß erscheinen wird, um über die Lage in Nicaragua gehört zu werden
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Muss Kumps um die Freiheit
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Caillaux und die Senatswahlen.
Paris, 6. Jan. Der ehemalige Mi« herpräsident Caillaux hat in einer Botest für die kommenden Senatstvahlen er» to, baß er und seine Freunde entschlossen •Bt, Briands Politik der Annäherung an rutschland zu unterstützen. Die große rhrheit des französischen Volkes wolle die ussöhnung mit Deutschland und nicht ewigen heil.
krikomch imMrSdorfer Nrszeß Wiesbaden, 5. Jan. Vor dem eng« scheu Kriegsgericht in Wiesbaden wurde t Prozeß gegen vier junge Leute aus vrsdorf bei Idstein verhandelt, die dort • Weihnachtsabend infolge einer Wirts- bDn ben Engländern ver- irtet worden waren. Die englische Staats? »Waltschaft gab bei Beginn der Vorhand- *?9 zu, daß der eine englische Soldat lcht mehr sehr nüchtern gewesen 1 und möglicherweise auch deutsche Gäste »gegriffen habe. Die Deutschen hätten durch ihr Vorgehen gegen die ©ob «en die Vorschriften gegen die Ordonanzen verletzt.
Jim späten Nachmittag wurde das Urteil tfünbet, das die Angeklagten freisprach.
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Berlin. 5. Januar. Wie das Wolff- jjro aus parlamentarischen Kreisen er- hrt, wird nun mit Sicherheit da- it gerechnet, dah Dr. Curtius eich nach seiner Rückkehr von seinem iesbadener Erholungsurlaub vom eichspräsidenten mit der Regierungsbil- ing beauftragt werden wird. Seine Bedungen dürften sich in der Richtung der ildung einer möglichst breiten aalition mit festen Bindungen bewein. In diesem Zusammenhänge wird och den Beratungen des Reichsparteivor- a»des des Zentrums, der in der Men Woche Zusammentritt, natürlich tohe Bedeutung beigemesien. Die Jnfor- mtionen. die in der Berliner Preise zur tage der Regierungsbildung bisher er- hienen sind, werden von gut unterrichte- >t parlamentarischer Seite zum gröhten !til als Kombinationen bezeichnet, so namentlich auch die Nachrichten über die «aussichtlichr Besetzung einzelner Mini- tticit mit bestimmten Persönlichkeiten, sichtig ist vielmehr, dah die Entwicklung r Krise sich noch in ihrem allerer st en tadium befindet und eigentliche erhandlungen erst in der nächsten »he beginnen werden.
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Katholiken-Uebersall auf mexikanische Beamte.
Newhork, 5. Jan. Nach einer Meldung des „Newyork Hcrald" aus Mexiko haben in Paras De La Fuente im Staate Guahuila 50 bewaffnete Katholiken unter dem Rufe: „Lang lebe Christus, der König" eine Anzahl Regierungsbeamte angegriffen. Mehrere Beamte und Abgeordnete des Staates rourben gefangen genommen. Dann wandten sie ,ich gegen den dortigen Führer der Arbeiter. Der Befehlshaber der Bundestruppen in Saltiallo ist mit Truppen im Anmarsch, um die Ordnung wieder herzustellcn.
ein neues WeMegsmAem
Am 2. Januar hat Staatssekretär Kellog die in der europäischen Presse verbreitete Meldung, Amerika habe feine Marinetruppen aus Nicaragua zurüstgezogen, ausdrücklich dementiert, derselbe Kellog, der mit dem Senator Borah, dem Vorsitzenden der außenpolitischen Senatskommission, das diktatorische Vorgehen des Admirals Latimer in Nicaragua ziemlich scharf kritisiert hatte. Am Tage vorher gab es in der mexikanischen Kammer eine stürmische Protestsitzung gegen die nordamerikanische Dollarpolitik in Mexiko und Präsident Calles konnte ein stark unterstrichenes Vertrauensvotum für seine Haltung verbuchen. Mit einem Mihton verstummt plötzlich das Orchester eifrig geblasener Friedensschalmeien. Die Kriegslunte nähert sich dem mittelamerikanischen Isthmus.
Seit 1903 beobachtet Mexiko die mittelamerikanischen Geschäfts- und Militärinteressen der Vereinigten Staaten mit wachsendem Mißtrauen. Seit 25 Jahren investieren diese ein gewaltiges Kapital in mexikanischen Erdölfeldern, das heute nicht weniger als 150 Millionen Pfund Sterling beträgt. Mexiko sieht zu, wie die Fremden seine Erdschätze außer Landes führen und jährlich riesige Vermögen daran verdienen, während das Arsprungsland sich mit den Steuern und Zöllen zufrieden geben muß. Diesem Zustande wollte Präsident Calles mit den im vergangenen Jahre eingebrachten neuen Oellandgesetzen ein Ende machen; sie sehen bekanntlich eine Enteignung derjenigen ausländischen Oel- rechte vor, die bis Ende 1926 nicht auf besonderes Kvnzessionsrecht hin neu bestätigt werden. Ebenso bekanntlich haben sich dis meisten amerikanischen und englischen Oel- felderbesitzer geweigert, eine neue Konzession nachzusuchen. Nun sind in der Neujahrsnacht die Enteignungsgesetze in Kraft getreten, die anzuerkennen der amerikanische und der britische Gesandte in Mexiko jetzt abgelehnt haben: Die Krise nähert sich dem Höhepunkt.
Neben diesem Tatbestand bildet die reichlich eigenartige „Schutz"-Politik, die Washington in Nicaragua erstens „zum Schutz seiner Bürger" und zweitens zur ^Unterstützung des von Mexiko und dem Liberalenführer Sacasa bekämpften Generals und von Amerika allein anerkannten Präsidenten Diaz betreibt, für Mexiko lediglich einen erwünschten Anlaß, Mittel- und Südamerika gegen die Expansionspolitik des Nordens zu alarmieren. Und die Neujahrsansprache des Präsidenten Calles in der mexikanischen Kammer zeigte zur Genüge, wie stark sich das militärisch, technisch und wirtschaftlich schwache Mexiko im Bewußtsein der Rückendeckung durch die Staaten Südamerikas fühlt.
Soweit wäre alles, grob gesehen, noch eine rein großamerikansiche Angelegenheit — wenn nicht zwei Momente vorlägen, die daraus eine weltpolitische Affäre machen können.
Erstens besteht bekanntlich ein nordamerikanisches Projekt, in Mittelamerika einen zweiten Riesenkanal von Ozean zu Ozean zu bauen. Der Panamakanal genügt den gesteigerten Anforderungen des Schiffsverkehrs schon seit Jahren nicht mehr. Vor allem aber vermag er seinen Hauptzweck, der in seinem militärischen Wert liegt, angesichts der heutigen Größe der amerikanischen Flotte und des Deplacements der Großkampfschiffe nicht mehr in der Weise zu erfüllen, wie noch vor dem Wettkriege. Der neu anzulegende Großkanal sott nun durch den Staat Nicaragua hindurchgelegt werden, und zwar unter Ausnutzung des von Nordwesten nach Südosten sich erstreckenden Managua- und des Ni-> caragua-Sees, im weiteren Verlauf vielleicht auch des aus dem letzteren See austretenden Guan-Flusses, der in die Ma- tina-Bai des Kartbischen Meeres mündet. Wie mit Panama würde Amerika dann auch mit Nicaragua ein Abkommen treffen, das im Kriegsfall den Territorialbesitzer des Kanalgebietes zum Bundesgenossen des Nordens macht. Wie in Panama tour«
m ^vberhessische Bettung* es- sechsmal wöchentlich. De» gjptcW monatlich 2 GM. aus» Mieftl Zustellungsgebühr, durch GM.Für etwa infolge ytil«, Waschineudefekte oder ygestotet Ereignisse ausfallende ggttnetn wird kein Ersatz ge» M. Verlag v. Dr. §. Hltzeroth, der Untd.-Vuchdruckerei d.
0ug- Koch, Markt 21/23. Eisbrecher! Nr. 54. u. Nr. 55. bstscheckkonto: Amt Frankfurt gg. Rr. 5015. — Sprechzeit tt Redaktion von 10—11 und ‘hl—1 Uhr.
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Paris, 5. Jan. Der „Intran, i i g c n n t“ meldet aus Montpellier, daß von den dort an der Grippe erkrankten Personen innerhalb dreier Tags 10 3 verstorben feien. Das Blatt glaubt im übrigen feststsllen zu können, daß in Paris die Zahl der Erippserkran- lungen zurückgeht.
ft Paris, 6. Ja». Aus der Provinz treffe» Nachrichten i’eer das Umsichgreifen der Grippe ein. 3« Lyon find Kestern 6 0 Todesfälle zu verzeichn:» atme":» uri Marseille 01.
Die noch strittigen Restpunkte.
k- Berlin, 6. Jan. Nach einer Mittei- des demokratische» Zeitungsdienstes ist »ussicht genommen, die in Berlin stattfin- ®*n Verhandlungen mit der interalliierten »ttärkontrollkommission über die »och strit- Fragen des Kriegsgerätes Mitte Januar
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