Einzelbild herunterladen
 

Ir. 3

VI

L50

VI

1.45

IV

pnzeigerfurtdasjmher kmchessMrlGberlzefserl/c- finMches Vevkünötgungsblatt fixe dkreisNardmg

1.95

IV

$.75

IV

i.95

V

1.75

|95

J75

875

49ä

KB

>95

45

12

Msrburgrk

ZMsanzrtztt

VonnkMag, i tz. Zkrnuar 1927

ft. London, 6. Jan. Nach einer Mel­dung derChicago Tribüne" hat der ame­rikanische Generalkonsul in Schanghai Nach­richten aus Hankau erhalten, wonach die Lage dort sehr ernst ist. Alle Missionare im Innern Chinas sind aufgefordert wor­den, im Interesse ihrer Sicherheit zucück- zukommen.

MilA SonWIhing

Rr. 4 62 Mrg.

Mottmrg i Kahn

Der Anzeigenpreis berrflgt fflt den 10 gestalt. Zeilemntllüneter 0.08 SM kleine Baranzetg« 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz­borschrift 50»/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100/, Arch schlag. ReNamen der Millim. 0,40 GM. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Beleg» werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark --- Dollar.

fk. London, 8. Jan. Der Sonderkorre- svondent derDaily Mail" in Hankau be­lichtet von gestern nachmittag, die britische Kolonie sei in äußerster Gefahr. Ihre einzige Stütze seien die chinesischen Truv- ven, die nichts gegen den zunehmenden Fana­tismus unternommen hätten. Angesichts der gestern geplanten Landung englischer Marine­soldaten habe der Minister des Auswärtigen der Kantonregiernns erklärt, wenn ein ein­ziger Schuh abgefeuert werde, würde das britische Viertel angegriffen wer­den. Die Eingeborenen-Polizei bat sich ge­weigert, im Fremdenviertel Dienst zu tun. Heute nachmittag sollen alle Arbeiten einge­stellt werden. Die Arbeiterverbände verlan­gen, dah die Kantonregierung dem britischen Konsul ein 72stündiges Ultimatum stellt, in dem die Entwaffnung der eng­lischen Freiwilligen und der Polizei verlangt wird. Im Falle einer Ablehnung soll der Generalstreik proklamiert und das britische Viertel blockiert werden.

ff. London. 8. Ja». Reuter meldet aus Hankau: Infolge der sehr ernsten Lage sind die Handelshäuser in der briti­schen Konzession geschlossen worden. Man hält es nicht für ausgeschlossen, das» das Konzessionsgebiet geräumt wird.

LautTäglicher Rundschau" kann man mit t Berufung des bisherigen Reichswirt- »aftsminifters Dr. Curtius zur Regierungs- ldung bereits für den 10. Januar rechnen, ie Berufung Dr. Curtius' sei von dem raktionsvorstand der _ Dolksparteä gebilligt erden. Ob der Versuch Dr. Curtius, ein abinett auf der Grundlage einer Koalition mtlicher bürgerlichen Parteien zu bilden, ge- agen wird, wird von dem volksvarteilichen fatt unter Hinweis auf die ablehnende Hal- mg der Zentrumsvresse stark bezweifelt. Die Setmania hält es für ausgeschlossen, dah 6 as Zentrum an der von Dr. Curtius ge- mtten Koalitionsbildung sämtlicher bürger­en Parteien beteiligen werde. Eine Regie- »g unter Beteiligung der Deutichnationalen It volksparteilicher Spitze wäre eine ausge- fvchene Rechtsregierung, die aus die Unter« ^ung des Zentmms nicht zählen könne.

oberlMsche Zeitung

Set AoMm» in Mst'Slimnlm

Amsterdam. 5. 3an. Die Ausstands­bewegung auf West-Sumatra stellt sich nach den neuesten Meldungen tote folgt dar: Die gesamte männliche Bevölkerung von Padang- Seboelsbek hat sich unterworfen. Die Mi­litärmacht wird von den DSörden als aus« reichend bezeichnet. Eine Polizeiaktion im Erbiete von Tilvenpkang ist eingeleitet worden.

Ein RimWrMil RuWims

Rom. 5. Januar. Zn einem Rund­schreiben an die Präfekten betont Musso­lini, dah die fachistische Partei nur noch ein gewissenhaftes Werkzeug des Staats­willens sein dürfe und die Znitiative zum Kampf gegen die hartnäckigsten Gegner des Faschismus den Präfekten über.afsen blei­ben müsse. Diese seien in der Lage, im Falle einer immer unwahrscheinlicher werdenden antifaschistischen Aktion mit der nötigen Strenge vorzugehen. Jede Art faschistischen Selbstschutzes sei im neuen Jahr unzeitgemäß, und die Präfekten müh­ten mit allen Mitteln jede auch noch so schwache Kundgebung gegen den Sitz frem­der Vertretungen künftig verhindern, was auch sich ereignen oder ihm periönlich zusto- hen möge.

Ist Stellung ter llalicnlitben Beamten

ff. Rom, 6. Jan. Da die Vollmachten der Regierung bezüglich der sogenannten Säu­berung des Beamtenstandes von regierungs­feindlichen Elementen mit der Jahreswende er­loschen sind, bestimmt der Ministerrat, dah die Rechtsfrage der Beamten insofern abgeändert wird, als sämtliche Beamte, die sich im Gegen­satz zu den Absichten der Regierung befinden, jederzeit entlassen werden können. Diese Be­stimmung soll auch für die Eemeindebeamten, Provinzialbeamten usw. gelten.

Die englischen Manöver.

fk London, 6. Jan. Bei den dies­jährigen Manöver» soll die Armee und die Flotte in ausgedehnterem Mähe zusammen- arbeiten . Die Admiralität beabsichtigt, daß die Marinebefehlshaber nicht nur in Eng­land, sondern aus den ausländische» Stationen im Zusammenwirken mit den Truppenführern Einschiffungen und Küstenlandungen vorneh­men.

Erhöhung der Bestückung der ameri­kanischen Schlachtschiffe.

Washington, 5. Jan. Der Marine- ausschuh des Repräsentantenhauses hat ein Entschliehung angenommen, in wel­cher er sich für eine Erhöhung der Zahl der Geschütze auf allen älteren Schlachtschiffen der Bereinigten Staaten ausspricht, um mit den britischen Schiffen auf gleiche Höhe zu kommen.

Aimrlkmijibe Runilion för die Regikmig Sm;

fk. Newyork, 6. Jan. Wie ans Managua gemeldet wird, habe das Staatsdepartement in Washington dem Führer der Konservativen in Nicaragua, Dior, die Erlaubnis erteilt, aus den Vereinigten Staaten 1000 Gewehre und 160 Maschinengewehre sowie einige Millionen Patronen zu beziehen.

Borah über die Intervention Amerikas in Nicaragua.

fk. Washington, 6. Jan. Nach einer Sitzung des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten erklärte Senator Borah, die militärische Intervention in Nicaragua be­deute keine Verletzung der Monroedoktrin, weil keine europäische Regierung in die An­gelegenheit verwickelt sei und keine nichtameri­kanische Regierung daran teilnehme. Es wird erwartet, daß Kellogg demnächst vor dem aus­wärtigen Ausschuß erscheinen wird, um über die Lage in Nicaragua gehört zu werden

erte ?r ung) eten. -12 ober b30

>, L

Muss Kumps um die Freiheit

Mumms des britische!! KenOsiouSgkbieieS?

Caillaux und die Senatswahlen.

Paris, 6. Jan. Der ehemalige Mi« herpräsident Caillaux hat in einer Bot­est für die kommenden Senatstvahlen er» to, baß er und seine Freunde entschlossen Bt, Briands Politik der Annäherung an rutschland zu unterstützen. Die große rhrheit des französischen Volkes wolle die ussöhnung mit Deutschland und nicht ewigen heil.

krikomch imMrSdorfer Nrszeß Wiesbaden, 5. Jan. Vor dem eng« scheu Kriegsgericht in Wiesbaden wurde t Prozeß gegen vier junge Leute aus vrsdorf bei Idstein verhandelt, die dort Weihnachtsabend infolge einer Wirts- bDn ben Engländern ver- irtet worden waren. Die englische Staats? »Waltschaft gab bei Beginn der Vorhand- *?9 zu, daß der eine englische Soldat lcht mehr sehr nüchtern gewesen 1 und möglicherweise auch deutsche Gäste »gegriffen habe. Die Deutschen hätten durch ihr Vorgehen gegen die ©ob «en die Vorschriften gegen die Ordon­anzen verletzt.

Jim späten Nachmittag wurde das Urteil tfünbet, das die Angeklagten freisprach.

9t. Luriius wich btnuilrngt

Berlin. 5. Januar. Wie das Wolff- jjro aus parlamentarischen Kreisen er- hrt, wird nun mit Sicherheit da- it gerechnet, dah Dr. Curtius eich nach seiner Rückkehr von seinem iesbadener Erholungsurlaub vom eichspräsidenten mit der Regierungsbil- ing beauftragt werden wird. Seine Be­dungen dürften sich in der Richtung der ildung einer möglichst breiten aalition mit festen Bindungen bewe­in. In diesem Zusammenhänge wird och den Beratungen des Reichsparteivor- a»des des Zentrums, der in der Men Woche Zusammentritt, natürlich tohe Bedeutung beigemesien. Die Jnfor- mtionen. die in der Berliner Preise zur tage der Regierungsbildung bisher er- hienen sind, werden von gut unterrichte- >t parlamentarischer Seite zum gröhten !til als Kombinationen bezeichnet, so na­mentlich auch die Nachrichten über die «aussichtlichr Besetzung einzelner Mini- tticit mit bestimmten Persönlichkeiten, sichtig ist vielmehr, dah die Entwicklung r Krise sich noch in ihrem allerer st en tadium befindet und eigentliche erhandlungen erst in der nächsten »he beginnen werden.

V .............

Katholiken-Uebersall auf mexikanische Beamte.

Newhork, 5. Jan. Nach einer Mel­dung desNewyork Hcrald" aus Mexiko haben in Paras De La Fuente im Staate Guahuila 50 bewaffnete Katholi­ken unter dem Rufe:Lang lebe Christus, der König" eine Anzahl Regierungs­beamte angegriffen. Mehrere Be­amte und Abgeordnete des Staates rourben gefangen genommen. Dann wandten sie ,ich gegen den dortigen Führer der Arbeiter. Der Befehlshaber der Bundestruppen in Saltiallo ist mit Truppen im Anmarsch, um die Ordnung wieder herzustellcn.

ein neues WeMegsmAem

Am 2. Januar hat Staatssekretär Kellog die in der europäischen Presse ver­breitete Meldung, Amerika habe feine Marinetruppen aus Nicaragua zurüstge­zogen, ausdrücklich dementiert, derselbe Kellog, der mit dem Senator Borah, dem Vorsitzenden der außenpolitischen Senats­kommission, das diktatorische Vorgehen des Admirals Latimer in Nicaragua ziemlich scharf kritisiert hatte. Am Tage vorher gab es in der mexikanischen Kammer eine stürmische Protestsitzung gegen die nord­amerikanische Dollarpolitik in Mexiko und Präsident Calles konnte ein stark unter­strichenes Vertrauensvotum für seine Hal­tung verbuchen. Mit einem Mihton ver­stummt plötzlich das Orchester eifrig ge­blasener Friedensschalmeien. Die Kriegs­lunte nähert sich dem mittelamerikanischen Isthmus.

Seit 1903 beobachtet Mexiko die mittel­amerikanischen Geschäfts- und Militär­interessen der Vereinigten Staaten mit wachsendem Mißtrauen. Seit 25 Jahren investieren diese ein gewaltiges Kapital in mexikanischen Erdölfeldern, das heute nicht weniger als 150 Millionen Pfund Sterling beträgt. Mexiko sieht zu, wie die Fremden seine Erdschätze außer Landes führen und jährlich riesige Vermögen dar­an verdienen, während das Arsprungsland sich mit den Steuern und Zöllen zufrieden geben muß. Diesem Zustande wollte Präsident Calles mit den im vergangenen Jahre eingebrachten neuen Oellandgesetzen ein Ende machen; sie sehen bekanntlich eine Enteignung derjenigen ausländischen Oel- rechte vor, die bis Ende 1926 nicht auf be­sonderes Kvnzessionsrecht hin neu bestätigt werden. Ebenso bekanntlich haben sich dis meisten amerikanischen und englischen Oel- felderbesitzer geweigert, eine neue Konzes­sion nachzusuchen. Nun sind in der Neu­jahrsnacht die Enteignungsgesetze in Kraft getreten, die anzuerkennen der amerika­nische und der britische Gesandte in Mexiko jetzt abgelehnt haben: Die Krise nähert sich dem Höhepunkt.

Neben diesem Tatbestand bildet die reichlich eigenartigeSchutz"-Politik, die Washington in Nicaragua erstenszum Schutz seiner Bürger" und zweitens zur ^Unterstützung des von Mexiko und dem Liberalenführer Sacasa bekämpften Gene­rals und von Amerika allein anerkannten Präsidenten Diaz betreibt, für Mexiko le­diglich einen erwünschten Anlaß, Mittel- und Südamerika gegen die Expansionspo­litik des Nordens zu alarmieren. Und die Neujahrsansprache des Präsidenten Cal­les in der mexikanischen Kammer zeigte zur Genüge, wie stark sich das militärisch, technisch und wirtschaftlich schwache Mexiko im Bewußtsein der Rückendeckung durch die Staaten Südamerikas fühlt.

Soweit wäre alles, grob gesehen, noch eine rein großamerikansiche Angelegenheit wenn nicht zwei Momente vorlägen, die daraus eine weltpolitische Affäre machen können.

Erstens besteht bekanntlich ein nordame­rikanisches Projekt, in Mittelamerika einen zweiten Riesenkanal von Ozean zu Ozean zu bauen. Der Panamakanal genügt den gesteigerten Anforderungen des Schiffsver­kehrs schon seit Jahren nicht mehr. Vor allem aber vermag er seinen Hauptzweck, der in seinem militärischen Wert liegt, an­gesichts der heutigen Größe der amerikani­schen Flotte und des Deplacements der Großkampfschiffe nicht mehr in der Weise zu erfüllen, wie noch vor dem Wett­kriege. Der neu anzulegende Großkanal sott nun durch den Staat Nicaragua hin­durchgelegt werden, und zwar unter Aus­nutzung des von Nordwesten nach Südosten sich erstreckenden Managua- und des Ni-> caragua-Sees, im weiteren Verlauf viel­leicht auch des aus dem letzteren See aus­tretenden Guan-Flusses, der in die Ma- tina-Bai des Kartbischen Meeres mündet. Wie mit Panama würde Amerika dann auch mit Nicaragua ein Abkommen treffen, das im Kriegsfall den Territorialbesitzer des Kanalgebietes zum Bundesgenossen des Nordens macht. Wie in Panama tour«

m ^vberhessische Bettung* es- sechsmal wöchentlich. De» gjptcW monatlich 2 GM. aus» Mieftl Zustellungsgebühr, durch GM.Für etwa infolge ytil«, Waschineudefekte oder ygestotet Ereignisse ausfallende ggttnetn wird kein Ersatz ge» M. Verlag v. Dr. §. Hltzeroth, der Untd.-Vuchdruckerei d.

0ug- Koch, Markt 21/23. Eisbrecher! Nr. 54. u. Nr. 55. bstscheckkonto: Amt Frankfurt gg. Rr. 5015. Sprechzeit tt Redaktion von 1011 und hl1 Uhr.

WSttlhrngtegtimn-Snltemie

Paris, 5. Jan. DerIntran, i i g c n n t meldet aus Montpellier, daß von den dort an der Grippe erkrankten Personen innerhalb dreier Tags 10 3 verstorben feien. Das Blatt glaubt im übrigen feststsllen zu können, daß in Paris die Zahl der Erippserkran- lungen zurückgeht.

ft Paris, 6. Ja». Aus der Provinz tref­fe» Nachrichten ieer das Umsichgreifen der Grippe ein. 3« Lyon find Kestern 6 0 Todesfälle zu verzeichn:» atme":» uri Marseille 01.

Die noch strittigen Restpunkte.

k- Berlin, 6. Jan. Nach einer Mittei- des demokratische» Zeitungsdienstes ist »ussicht genommen, die in Berlin stattfin- ®*n Verhandlungen mit der interalliierten »ttärkontrollkommission über die »och strit- Fragen des Kriegsgerätes Mitte Januar

.beenden.