KieiMa, HA N. DM. 1926
fit ^dberhessis»« Z^tung" et* sechsmal «o-chenllich. Ce* -yf^tde monatlich 2 TM. au«- Mßl. Zustellungsgebühr, durch ^tofLUZS GM.Für etwa infolge etutt», Maschinen defekte ober jflBtntarex Ereignisse ausfallend« ßkmonern wird kein Ersatz geleistet. Verlag d. Dr. §. Kitzeroth, x^ick der Untd.-Duchdruckerei b. Aoh. Aug. Koch. Markt 21/23. ^nnsprecher: Nr. 54. u. Nr. 55. Mscherkkonto: Amt Frankfurt t SR, Nr. 5015. — Sprechzeit jt* Redaktion von 10—11 und
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Sie StrtanNimoen über öle Sntwasfnum
Paris, 27. 12. (WTB.). Die in der französischen Presse verbreitete Nachricht, General v. Pawels habe einen Brief ai? den Vorsitzenden des interalliierten Militär- Komitees m Versailles gerichtet, kann als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet «erden. Dagegen kann berichtet werden, daß alle Fragen, die sich auf die Entwaffn rning beziehen, und die mit der Botschafter- konfer.enz zu regeln waren,
bis auf dir bekannte» zwei strittigen Punkte, d. h. dir Ostbefestigungcn und das Kriegsmaterial be»gelegt
sind, und daß über diese beiden letzten Punkte ein NomauStausch erfolgt ist und zum Teil noch durchgeführt wird. General v. Pawels wird in den ersten Fanuartagen nach Paris zurückkehren, um die Verhandlungen mit den militärischen Sachverstän- ; bigeii und den Mitgliedern der Botschafterkonferenz zum Abschluß zu 'dringen. In .französischen beteiligten Kreisen nimmt man an, daß eine Einigung über diese beiden Punkte mit der Botschafterkonferenz bis zu dem festgesetzten Termin, am 31. Januar, erfolgen kann, sodaß der Aölkcrbundsrat jedenfalls keine Veranlassung haben wird, sich hiermit zu beschäftigen.
topan gegen dal Wna-
Mmmandum Englands
London, 27. Dez. Aus Peking wird gemeldet, daß mit Ausnahme von Japan alle Mächte den im englischen Memorandum über China entwickelten ^Prinzipien zu stimmen würden. Die japanische Opposition genüge allerdings, um - das einheitliche Vorgehen der Mächte zu zerstören und jeder Macht die Freiheit zu gewähren, ihre eigene Politik zu verfolgen, sczapan bemühe stch, mit Rußland zu einem Uebereinkommen über die Mandschurei zu gelangen.
Ferner wird aus Peking gemeldet, daß die meisten chinesischen Blätter sich zu den englischen Vorschlägen über das chinesische Problem wenig günstig gestimmt zeigen. Man ist der Ansicht, daß die englischen Vorschläge schließlich aus die Teilung der Zolleinnahmen unter den maßgebenden militärischen Führern hinauslaufen würden. Wenn England wirklich von gutem Willen für China beseelt wäre, w würde es auf alle seine bisherigen Privilegien in China verzichten,
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Äimdens ttmn m Set s Der schwedische Reichstag hat vor längerer Zeit einen Ausschuß eingesetzt, der auf Grund der Erfahrungen, die man aus ‘■pn Weltkrieg geerntet hat, ein Flotten- «auprogramm ausarbeiten sollte. Das Programm liegt jetzt vor und der Ausschuß Et dem Reichstag, die FlottenkrSfte in suöglichst großem Ausmaße für die Be- Ichützung der schwedischen Küste einzurich» lsu, mit anderen Worten, eine operations» Wige Küstenflotte zu schaffen. Die Kosten Er die Verwirklichung des Programmes 'uerden sich auf etwa 105 Millionen Kro- aen stellen.
Die Kommission schlägt vor, die Reu- fstganisation der Flotte auf 10 Jahre zu Urteilen und die Ausgaben in den ersten 5 Jahren auf 9 198 000 Kronen jährlich !Ulb später auf 11 880 000 Kronen jährlich .Wusetzen. Rach dieser zehnjährigen Pe- -Nvde soll die Küstenflotte
■ 4 moderne Kreuzer, je im Werte dvn 2 Millionen Kronen.
8 Torpe dobootszerstörer von le 7 Millionen Kronen,
9 moderne Unterseeboote von je 4 Millionen Kronen,
8 Torpedoboote von 1 Million und ein Flugzeugmutterschiff- Kreuzer im Werte von 16 Millionen : fronen umfassen.
2)on den v U-Q3ooten soll« I p» dem r®6en Typ A und 6 zu dem kleinen B- Ad gehören. Der Flugzeugkreuzer soll ^Nugzeuge mit sich führen, die vom Deck
starten röMen. / • ' • ' - -
Noch keine Klärung
Alln'ei vage Kombinationen zur MMunOMmg
In der Jnnenvolitik, d. 6. der im Vordergrund des Interesses stehenden Frage der Neubildung der Regierung, zeigt sich auch nach den Feiertagen noch keine Klärung der Verhältnisse. Parlamentarische Verhandlungen haben natürlich nicht stattgefunden, aber auch die Auseinandersetzungen in der Presse, die nach wie vor weitergeben, geben noch keine Möglichkeit zu einigermaßen zutreffenden Voraussagen.
Nach einem linksstehenden Berliner Man- tagsblatt soll in den parlamentarischen Kreisen wachsende Besorgnis über die Tätigkeit des deutschnationalen Fraktionsführers Graf Westarp herrschen, der
»auf ein Kabinett der sogenannten kleinen Rechten bin,»arbeiten scheine, bestehend ans Bolksvartri und Deulschnationalen. mit Unterstützung der Wirtschaftspartei, der Bayerischen Bolkspartei und der Böl- kischen, das sich von Fall zu Fall auf die Zentrumsstirnmeu stützen wolle".
Demgegenüber stellt eine Zuschrift der „Welt am Montag" aus parlamentarischen Kreisen nochmals denWunschdes Zentrums und der Demokraten nach einer
Mittelregierung fest, die sich „ausgesprochener und bewußter als bisher auf die Sozialdemokratie stütze.
Voraussetzung dafür sei aber nicht nur ein klares Programm, das den Sozialdemokraten die Mitarbeit ermögliche, sondern auch eine Aenderung der personellen
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Zusammensetzung der Regierung, der vor allem Geßler nicht mehr angehören dürfe". Di; der Volkspartei nahestehende „Königsberger Allgemeine Zeitung" hinwiederum erklärt, daß
sich die Deutsche Volkspartei nach der Scheidemann-Nede „bis zum letzten gegen eine Kombination mit der Sozialdemokratie wehren werde".
Das führende Blatt der Bayerischen Volkspartei, der dem Bayerischen Ministerpräsidenten Heldt nahestehende „Regensburger Anzeiger", schlägt „eine Koalition der Mitte mit mehr oder minder fester Anlehnung nach rechts" vor.
Man sieht: so viel Blätter, so viel Meinungen. In W.rklichkeit dürfte der Teil der Presse wohl am zutreffend st en urteilen, der feststellt, daß bisher weder die Möglichkeit zu einer Billigung einer Mehrheitskoalition der Rechten noch einer Linken gegeben, und daß auch fiit eine wiederhergestellte Koalition der Mitte weder die Unterstützung der Deuischnatto- nalen noch die der Sozialdemokraien gesichert sei. Die Aussichten, die sich damit auf eine lange Krise eröffnen sind nicht gerade erfreulich, und der Reichsinnen- minjter Dr. Külz hat daher wohl nicht so unrecht, wenn er in den „Dresdener Neuesten Nachrichten" schreibt, „n o ch einige solcher Versuche, „Klarheit zu schaffen", und als Ergebnis st ehe vor uns die Klarheit über Anarchie und Chaos der P a r t e i e n".
Die 4 Panzerkreuzer, von denen Schweden schon 3 besitzt, sollen mit vier 28-Zen» timeter-Kanonen, sechs 15-Zentimeter-Ka- nonen, vier 75-Mil!imeter-Luftabwehrka- nonen und zwei 40-Millimeter-Automat- kanonen armiert werden.
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SkuWr ßtißentenWt imb mMäm fhiltiitomifier
Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft teilt mit:
Der Amtliche Preußische Pressedienst veröffentlicht einen Brief des preußischen Kultusministers an die Studentenschaft der preußischen Hochschulen über die schwebende Frage des preußischen Studentenrechtcs. Don diesem Brief hat die am meisten interessierte Stelle, der Vorstand der Deutschen Studentenschaft. bedauerlicherweise erst durch die Presse erfahren. Sn diesem Schreiben wird den preußischen Studentenschaften eine Revision ihrer Satzungen nahegelegt, die gleichbedeutend mit einem Zerschlagen des derzeitigen Ausbaues der Deutschen Studentenschaft sein würde. Begründet wird diese Aufforderung damit, daß in der Organisation und der Praxis der Studentenschaften tatsächliche Abweichungen vom Geist und Wortlaut der das preußische Studentenrecht schassenden staatsministeriellen Verordnung vom 18. September 1920 eingetreten seien. 3n erster Linie handelt es sich hier um die Frage der Zugehörigkeit der Ausland sdeutschen zu den Einzelstudentenschasten.
Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft stellt hierzu fest, daß nach der Verordnung von 1920 zunächst einmal, wie dies selbstverständlich erscheint, sämtliche voll immatrikulierte Studierende deutscher Staatsangehörigkeit die Studentenschaft bilden, eine Bestimmung, die von der Deutschen Studentenschaft in ihrer Verfassung stets voll und ganz anerkannt worden ist, womit den Forderungen des Staates Genüge getan wurde.
Weiterhin setzt die Verordnung folgendes fest: Die Satzung der Studentenschaft kann bestimmen, ob, in welchem Umfange und zu welchen Bedingungen voll immatrikulierte Ausländer en der Studentenschaft oder ihrem Einrichtung« teilnehmem dürfen.
Dies« Vorschrift verleiht te eindeutigster Weise den Sinzelstudentenschaft« da« Recht, den Kreis ihrer Mitglieder über die Staatsangehörigkeit hinaus völlig selbständig ohne
Mitwirkung irgendeiner anderen Instanz zu erweitern. Da in sämtlichen preußischen Studentenschaften die Satzung der Cinzelstuden- tenschaft über diese Frage Vorschriften enthält, haben sich die preußischen Einzelstudentenschaften weder Abweichungen vom Geist noch vom Wortlaut der Etaatsministerial- Verordnung zuschulden kommen lassen, vielmehr lediglich das ihnen gewährte Selbstbestimmungsrecht in Anspruch genommen.
Wie man zu einer anderen Auslegung der genannten Vorschrift gelangen kann, erscheint dem Vorstand der Deutschen Studentenschaft unverständlich.
Der preußische Kultusminister betont, heißt es da weiter in der Erklärung, daß er die Möglichkeit einer Verwirklichung beS groß- deutschen Gedankens auch in Zukunft in der Deutschen Studentenschaft begrüßen würde, dennoch verlangt er, daß sich die auslandsdeutschen Studentenschaften in genau der gleichen Weife zufammensetzen sollen, wie die preußischen Studentenschaften, rchwohl an denjenigen auslands deutschen Hochschulen die Studentenschaften, die staatlich oder durch vom Staate betraute Organe offiziell anerkannt worden sind, in anderer Weise organisiert itnö zusammengesetzt sind, als in Preußen. Das preußische Kultusministerium will also damit einen indirekten Druck auf alle Hochschulländer des deutschen Sprachgebietes ausüben, die dottigen Gesetze und autonomen Satzungen nach den Auffassungen Preußens zu modifizieren . Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft muß eS ablehnen, diese Bestrebungen des preußischen Kultusministeriums zu unterstützen . Er sieht die beste Gewähr für die Verwirklichung des grohdeutschen Gedankens in einem gesunden Föderalismus, der für die deutsche Studentenschaft lebensnotwendig ist, und wird von dem von ihm als richtig erfamtten Grundsatz nicht abgehen. Selbst wirtschaftliche Druckmittel. wie sie in dem Schreiben des Kultusministers in Aussicht gestellt werden, werden die Deutsche Studentenschaft niemals zur Aufgabe ihrer leitenden Ideen und Ziele veranlassen können.
Die Beamleuforderunge».
Berlin, 27. De». Beim Wiede rrusammen- tritt de, Reich»dau,halt,au,schusse, wolle« die $eamttnorganiiationen, wie au, »otlamen- torischen Kreise» mitateilt wird, herauf hin- wirke», hei Li, ixt srundfätzliche» Iteutear hmg der BesoldungSorbnung die al« Weih- »achtsbeihilfe bewilligte Lpnd«r, rylage weitergezahlt wird.
„6nnbt“
Der Bericht des KriegSminisiers Pa'in« lebe an den Präsidenten der Republik Doumergue über die Begnadigung der in Landau verurteilten deutschen Staatsangehörigen lautet wie folgt:
In seiner Sitzung vom 22. Dezember 1926 hat das Kriegsgericht in Landau folgende Sttafen gegen die nachbenannten deutschen Staatsangehörigen verhängt: Holzmann 2 Monate Gefängnis, Egel 3 Monate Gefängnis, Fechter 6 Monate Gefängnis. Weiterhin wurden in Abwesenheit benirteilt: Arbogast zu 6 Mon. Gefängnis, Kogler zu 6 Won. Gefängnis und Matthes zu 2 Jahren Gefängnis. Dieses Urteil wurde im Zusammenhang mit den Germersheimer Zwischenfällen verhängt. Im gleichen Urteilsspruch hat bas KriegSo gericht den Unterleutnant der Reserve Rouzier freigesprochen. Im Interesse der Beruhigung der öffentlichen Meinung hat auf Vorschlag des kommandierenden Generals des 32. Armeekorps und auf ein empfehlendes Gutachten der Rheinlandarmee der Kriegsminister in Uebereinftimmung mit dem Iustizminister und dem Minister des Auswärtigen für angemessen erachtet die obengenannten Verurteilten, einschließlich der Abwesenden, die alle deutscher Rationalität sind, zu begnadigen. Er hat infolgedessen die Ehre, dem Präsidenten der Republik beigefügten Entwurf eines Erlasses zur Unterschrift zu unterbreiten.
gez. Kriegsminister Paul Painlevä.
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Mehrere Berliner Blätter beschäftigen sich in ihren Abendausgaben mit der Begnadigung der in Landau verurteilten Deutschen. Die „Deutsche Zeitung" sagt: Für Deutschland bleibt die Forderung bestehen, daß Rouzier gerichtlich bestraft werden muß. Solange dem einfachsten Gerechtigkeitsempfinden nicht Genüge geschieht, solange bleiben alle Behauptungen von Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich gegenstandslos.
Die „Tägliche Rundschau" schreibt unter der Ueberschrift „Genugtuung — nicht Gnade": Durch die Begnadigung der Verurteilten ist die tiefe ©rbitterunf des deutschen Volkes über das Landauer Urteil wenigstens zu einem Teile gemildert worden, aber weder für uns noch für Frankreich kann der erschreckende Fall mit diesem Gnadenatt erledigt sein. Wir müssen Genugtuung fordern für die uns m Landau angetane Schmach. Und diese Genugtuung kann in nichts anderem bestehen als in der schleunigen Räumung des besetzten Gebiets. Die Politik des friedlichen Ausgleichs kann nicht zum Ziele führen, solange es einsichtslose Militärs in der Hand haben, die Politik der leitenden Staatsmänner zu sabotieren, so ost und so gründlich es ihnen beliebt.
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In der Berliner Wilhekmstenße hat man den Begnadigungsatt PoincarSs zur Kenntnis genommen. Aber wir dürften in der Annahme nicht fehlgehen, daß das Reichskabinett in seiner Gesamtheit durch diesen letzten Schritt der ftanzösischen Regierung den Germersheimer Zwischenfall als nicht beseitigt ansieht.
Die Rechtsklage ist Har: Em Mord ist begangen worden. Der Täter ist ermittel. Die Sühne hat zu folgen. Solange das offizielle Frantteich durch die Erklärung einer völligen Straflosigkeit Rouziers die Bluttat als einen selbstverständlichen und durchaus gerechtferttgten 2D bezeichnet gibt es zwischen dem deutschen Volk und Frantteich in dieser Frage keine Einigung. Aber die befriedigende oder nicht befriebi- gende Lösung dieser Frage schneidet so tief in das Empfindungsleben nnb in die gesunde nationale Gesinnung des deutschen Volkes ein, daß sie entscheidend werden dürste für all« Mtalichkeiten des weiteren Zusammenleben«, Wenn die französische Regierung dehauvtet. daß es nicht in ihrer Macht liegen, in vaS aus einer „juriAicheck MenntniS gcholee^LHMsurtz« des