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ÄberhMche Zeitung
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twachsm teS SremtenWeS in Wun
sendon. 23. Der. Die „Saite Mail" eltei aus Kiuliang, 120 Meilen südöstlich ■ Hankau, die auslände rs kindliche lia m u n 6 sei durch erneute bolschewistische Mganda stärker geworden. Die Lage an 8 und Stelle sei zwar äußerlich ziemlich lüg, doch sehr ernst. Aus Anraten des briti- ies Konsuls sei die ausländische Niederlas- i8 in Kuling — zehn Meilen von Kiukiang «u den Einwohnern geräumt worden. Die Ke« von ihnen gingen nach Schanghai. I britischer Zerstörer und ein britisches Ka- nuioot, ein amerikanisches Hilfsschifs und ei javanische Kanonenboote lägen im Hasen i Kiukiang.
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imeNnns WSteutiM aus tem Merne'ge-iri
sl B e r l i n, 24. Dez. Die Blätter beschäf- Itn sich eingehend mit der Ausweisung von Ächen Schriftstellern und anderen Reichs- »Ichen aus dem Memelgebiet und weisen lmf bin, daß diese Maßnahme in scharfem tensatz zu den deutsch-freundlichen Erklärun- i der neuen Machthaber in Litauen stehen.
Ä FrriznbcgM vor tem Senat Washington. 23. Dez. (WTB.) Die Klage über die Rückgabe des ehemals ndtichen Eigentums ist heute dem Senat gegangen. Senator Borah brachte soll zwei Abänderungsanträge $. Der erste bringt ein Mechanismus für k Erledigung der amerikanischen An- küche in unmittelbare Verbindung mit il Zahlungen nach dem Dawesplan, ach den zweiten soll der Treuhänder »llmächtigt werden, alles Bargeld und beres Besitztum von Bürgern oder tertanen Oesterreichs und Ungarns zu- Mzuerstatten. Der Bericht des Dene- MkontrolleurS Mc. Earl ist in» Mchen von dem Präsidenten Eoolidqe W Kongreß übermittelt worden.
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«imte ter teiMm Etzm- inrnS durch znmkrrich
Berlin. 23. Dez. Erster« abend D durch Notenaustausch zwischen den, Aus- Mtigen Amt und der französischen Bot- Wit eine deutsch-französische Wreinbarung über die beschlevnigte
Wicklung des Ausgleichsner- ^»ens in Kraft gesetzt worden. Es »drlt sich m ein umfangreiches, zahlte technische Einzelpunkte behänd ln- Abkommen, über das im Oktober d. Z. Berlin zwischen einer deutschen und französischen Delegation verhandelt
* eine Einigung erzielt worden ist. Bci •et Gelegenheit hat die französische Ne- ^ng die Erklärung abgegeben, daß sie * auf Grund des Dersailler Vertrages *ter Sequester gestellte deut, >e Eigentum, soweit dessen Liqni- ^6« am 30. Oktober 1926 noch nicht ei«, W worden war, frei g ib t und bei ^nigen deutsche« Bermögensstücken, ' bis zu diesem Tage nicht unter '3 «e ft er gestellt worden find, endgül, ’ *»f ihr Liquidationsrecht oer, ^trt. 3m übrigen hat sich die franzö, ’ Aegierunq bere t erklärt, an Deujlch-
die Ueberschüsfr anszuzah» die aus de« Liquidationserlösen ^Abdeckung gewisser ruhenden Per- ^Wkeiten »«bleiben.
Ermglmmg, nM StgniiMgimg!
Sarit aitW eine StwoMouno in Erwägung
Auch heute noch ist festzustellen, daß die französischen Rechtskraft nicht so viel Rechtsempfinden aufbringen, den Landauer Schandspruch abzulehnen Ein großer Teil der französischen Presse beurteilt die Angelegenheit von dem Gesichtspunkt aus, daß Rouzier sich bedroht fühlte und daher berechtigt gewesen sei, sich gegen eine vermeintliche Gefahr zu wehren.
In der französischen Linkspresse, aus der wir schon gestern mehrere Kommentare rote» vergaben, macht man kein Hehl daraus, daß das Landauer Kriegsgerichtsurteil nicht nur ein juristischer Fehlspruch, fonbern auch politisch große Gefahren in sich berge. Aus der Auslassung des „Quotidien" ergibt sich, daß man scheinbar auch in französischen Regierungskreisen das Urteil von Landau außerordentlich peinlich empfindet, wenn man sich auch nicht dazu hat entschließen können, an das Mainzer Obergericht die Anweisung zu geben, gegen den Freispruch Rouziers Einspruch zu erheben.
Untre diesen Umständen ist die im französischen Strafrecht auf 24 Stunden bemessene Einspruchsfrist verstrichen, ohne daß gei^n das freisprechende Urteil gegen Rouzier von französischer Seite Revision eingelegt worden wäre.
Damit ist der Freispruch Rouziers rechtskräftig geworden.
Ob die französische Regierung Veranlassung nehmen wird, gegen Rouzier die Einleitung eines Disziplinarverfahrens zuver- anssssen, oder sonst eine Maßnahme zu ergreifen, die die zunehmende Erregung in Deutschland über den Freisvruch Rouziers irgendwie mildern könnte, ist bisher nicht bekannt geworden. Auch darüber liegt noch keine, Bestätigung vor. was heute der „Quo- tidien" und der , Matin" melden, daß nämlich die französische Regierung ohne Zögern
die gegen die verurteilten Deutschen verhängten Strafen im Gnadenweg« beseitigen werd«.
Ein solcher Akt ist wohl zu erroarten. Aber damit kann nicht das Gefühl der Rechtsun- sicherheit beseitigt werden, das die Bevölkerung des besetzten Gebietes gegenüber der französischen Militäriustiz beherrscht. Wir fordern Genugtuung, keinen billigen Gnadenakt! Denn die verurteilten Deutschen sind unschuldig, der frei umherlaufende Rouzier dagegen ist des Totschlags schuldig!
Auch der gewaltige politische Schaden, den dieses freisprechende Urteil gegen einen frivolen Mörder eines Deutschen im gesamten deutschen Volke angerichtet hat, ist noch nicht zu übersehen. Daß man in Berliner zuständigen Stellen die Lage für ernft hält, ergibt sich aus der Tatsache, daß Dr. S1 r e s e - mann seine seit langem vorbereitete Aegyptenreise nunmehr endgültig aufgegeben hat und nur einen kurzen Urlaub über die Feiertage nehmen wird, und daß auch der Reichskanzler sich nur zu einem kurzen Weihnachwurlaub nach Düsseldorf begeben hat. Man erwartet. in unterrichteten Kreisen allgemein, daß in der Mache zwischen Weihnachten und Neujahr wichtige Beschlüsse der Reichs regt erüng gefaßt werden dürften, die mit den Vorgängen in Zusamenhang stehen, wie sie sich aus dem Rouzier-Prozetz ergeben haben.
e. tfotftb bei sattelet
Paris, 28. Dez. Der deutsche Botschafter, Herr von Ho«sch, hatte im Perlaufe des g«ftrig«n Tages «in« «Ingehend« Bus» sprach« im sranzösischen Autzenministrrium über das Urteil des Kriegsgerichts in Landau. Er brachte in der Unterredung, die «r in Abwesenheit de» französischen Außenministers wegen der Eilbedürftigkeit mit dem Generalsekretär Herrn v«rth«lot hatte, di« Auffassung der brutschen Rrichsre- gierung, sowie die Stimmung der deutsche« öffentlichen Meinung über das beklagenswerte Landauer Urteil
zum Ausdruck. Generalsekretär Berthelot sagte zu, den Inhalt der Unterredung unverzüglich zur Kenntnis seines Chess und des französischen Ministerpräsidenten zu bringen. Eine Rote wurde nicht überreicht.
„Journal" berichtet über dir Unterredung noch ausführlicher, v. Harsch habe an die außerordentlich scharsen Presiekommentare erinnert, wobei er anzudeuten schien, daß dir Regierung nicht di« Ritt«! hab«, ihrer Herr zu w«rden. Herr v. Hoesch habe nicht verfehlt, darauf hinzuweisen, daß seine Demarche nur das Borspiel eines charakterisierten Protestes sei, den zu erheben die deutschen Minister gestern br- schlossen hätte«.
Mts ist ntrte»
Paris, 23. Dez. Die Stellungnahme der Reichsregierung und der deutsche« Oeffe«tlichkeit zum Landauer Urteil hat in Paris tiefe« Eindruck gemacht und in politische« Kreisen starke Nervosität her« vorgerufen. Es hat de« Anschein, als wäre man an offizieller Stelle eher ge« neigt, durch eine« Begnadignngsakt den Eindruck des Landauer Urteils zu »er, wischen, als nochmal» den ganzen Prozeß durch eine höhere Instanz anfrollen z« lasten. Unkontrollierbare Gerüchte wolle« von einem neuen tiefen Zwiespalt inner« halb des Kabinetts wisten. Man geht sogar soweit, Poincarä als den Inspirator des Landauer Urteils zu bezeichnen.
Miterrat in Ports
ff. Paris, 24. Dez. Heute vormittag findet ei« Ministerrat statt. Rach dem „M a ° tin“ soll er sich auch mit der Frage des Urteilsspruches von Landau beschäftigen. „SHa* tin" glaubt ferne« berichten ,u können, daß Botschafter o. Hoesch grstern abend nach 7 Uhr dem Kriegsminister Painleve einen private« Besuch abgestattet habe. Da der deutsche Botschafter stet» besonders vertrauensvolle Beziehungen zu Painleve unterhalten habe, habe er offenbar für nötig erachtet, mit dem Cfief der französische« Armee und dem Ebel der französischen Militärgerichts- karkeit eine Besprechung zu führen, bei der er sicher sein konnte, datz beiderseits der gleiche Wunsch herrsche, die öffentliche Meinung in den beiden Ländern wieder zu beruhigen. Herr v. Hoesch wolle offenbar nicht zulasten, daß das Werk der deutsch-französischen Annäherung anhängig bleibe von einem mißlichen Streit und seinen bedauerliche« Folgen.
„Slatin“ glaubt, daß General Euillaumet Befürworter einer Begn.adigung sei und daß sich wahrscheinlich der heutige Ministerrat mit diesem
Vorschlag, für alle Verurteilten von Landau Straferlaß zu gewähren, beschäftigen werde. Diese Begnadigung werde schon am Weihnachtstag ausgesprochen werden. Da die verurteilte« Deutsche« Revision ein» gereicht hätten, scheine man in juristischen Kreisen anzunehmen,' daß es
schwierig sei, vor dem Spruch des Revisionsgerichts über eine Begnadigung eint Entscheidung zu treffen.
Aber ein Präzeden, fall sei durch den Fall des General» von Rathusiu» geschaffen, den Ministerpräsident Serriot begnadigt habe, trotzdem er berrfts seinen Revifions- antrag unterzeichnet batte. «
Sie AnMemng von RniiteS
Berlin. 23. Dez. Zu einer aus Mainz kommenden Meldung, daß die Rheinland« konnnission auf Gründ de» Landauer Kriegsgerichtsurteils die Auslieferung beim Abwesenheitsverfahren zu zwei Jahren Gefängnis verurteilten Matthes gefordert habe, können wir auf Grund unserer Erkundigungen an zuftärünger Stelle folgendes feststellen: .
'7 (vorHetzung von Seite 2.)'
tetnte 8nte
Die besinnliche Stunde kommt wieder, in der wir, wettabgewandt, keine Frage frei haben wollen an das unerbittliche Schicksal. Die Stunde kommt wieder, die Pforte zu wenigen Sagen, in denen wir zu vergessen wünschen, tote viele Fragen auch diesmal ungelöst bleiben in der glockendurchhallten Weihnacht.
Deutsche Weihnacht zwar ist sich selbst genug. Aber mit tausend Fäden unseres Seins gebunden an die große Well da draußen können wir nicht nur versinken in den unbesiegbaren Gefühlsreichtum unseres Empfindens; denn wer erlöste uns aus der Ruhelosigkeit unserer segenarmen Zeit?
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Was wir da erspähen, nicht allein ick großen Getriebe der kreisenden Welt mit ihren großräumiger und darum härter sich entwickelnden Gegensätzen, sondern schon auf der schmalen Spur Heiner, einzelner Exponenten, ist kein freundliches Vorzeichen für Friedensstimmung, ob man es real- polittsch oder allegorisch zu denken unternimmt.
Genügt nicht dieser eine Blick in das Dämmerlicht des Landauer Prozesses, wo französische Richter, schlachtenerprobte Frontoffiziere und Reitpeitschen schwingende Desatzungsreservisten zu einem „Kriegsgericht" gesellt sich mühten, von einem feigen Rohling den Fluch schurkischen Verbrechens zu lösen?
Erinnert diese Untat, die junges deutsches Leben zu Tode schlug, nicht an die ekle Gesinnung, die hämisch zusah, wie gierige Senegalneger ihre Fäuste ausstreckten nach den zum Freiwild erklärten deutschen Frauen am Rhein?
Kann da der Bannerträger übereilter, ja vernarrter Friedenshoffnung von wirklichem Frieden sprechen, wenn zur Weihnacht 1926 noch die gekreuzten Speere französischer Söldner immer, immer noch Wache hatten auf deutscher Erde?
Rein, «och Dingen in das eherne Mahnen der Weihnachtsglocken Anfriede, Ange- wißhelt, mißtönender Nachhall.
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And doch! Nehmt Licht vom Stern der heiligen Nacht, nehmt Licht vom Altar des allgütigen Gottes, nehmt Licht vom Kerzen- glanz am teuren Grab vergangener Größe, so sollt ihr doch noch durch die Zwölfnächte des wahren GottesfriedenS schreiten.
Dunklere Tore haben wir durchschritten. Leuchten nicht schon die Türme Wertschafsender Arbeit? Blintt nicht der Schnee über fruchttragender Heimatscholle? Häm- mettS nicht dumpf in der Tiefe mit stütz- lernem jammer? Surrt es nicht hell in den Lüften von zitternden Drähten und herrlichen Segeln: Wir schaffen'S! — ?
AuSerwähtte find wir, aus tiefer Nacht aufwärts zu steigen, uns zu beflügeln an der Feuerkraft des Glaubens, wahrzu- machen mit Arbeit und Leistung, mit Gut und Leben von Geschlechtern, wofür Tausende starben und Millionen darben: Das Leben in Freiheit und Ehre!
Noch lst eS fernes Land. Noch flattern fremde Banner an deutschen Strömen, noch jagen die Späher durch deutsches Land, stehen am Fenster und schauen hähmische« Antlitze« in unsere weihnachtlichen Stuben. Doch nicht mehr und nie mehr rauben sie und den Mut und den Glauben. And das tft die Gewißheit unserer Zukunft. S.
Stettins nimmt seine nnttem?n< totiltte Tätigkeit wieder nut ft Berlin, 24. De». D«r sozialdemokratisch« Pressedienst erfährt, daß Severins End«-Januar ober spätestem» Anfang Februar seine varlamentarischs Tätigkeit wieder aufzu- »nebmen -sedenG ■
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