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Danach wird die zeitweilige Begrenzung des Bestehens der beim überlasteten Reichs- dersorgungsgericht gcbilde.en Hilfseuate auf- irhoben .
Ein Antrag Dr. R a s ch i g (Dem.) der Streitigkeiten über die Erfindung eines Arbeitnehmers den Arbeitsgerichten ent- W?hen will, wird im Hammelsprung mit »96 gegen 122 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.
Hierauf wird die
2. Beratung des ArbeitHgerichtsgesetzes Krtgcsctzt.
Aög. Lombach (Dnt.) beantragt die «ahl der Beisitzer unter Bildung besonderer Kaufmannskammern. Im ^alte der Ablehnung dieses Antrages müsse mindestens ton der Regierung mitgeteilt werden, unter Elchen Bedingungen Organisationen in die Vorschlagsliste ausgenommen werden.
Abg. Giebel lehnt diesen Antrag ab ^nd wendet sich noch einmal gegen die Zulassung von Rechtsanwälten in der ersten snstanz.
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Berlin, 13. Dezbr.
geschreckt zu haben.
Sn einer Erklärung, die B r i a n d den anzösischen Pressevertretern gab, führte aus, dass die neuen Vorschläge, die die kutsche Regierung der Votichafter- nf?renz machen werde, inbezug auf die estungen die Unterscheidung von bauten mit offensivem oder defensivem Charakter anerkennen und betreffmd des Krzegs- a t e r t a l s davon absehen werden, im usland Niederlagen (Stocks) zu lten.
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Paris, 13. Dez. Wie man in gut Mlcrlichteten Kreisen wissen will, war das Zustandekommen der Uebereinstimmung zvischrn Briand und der Regierung stmeswegs so leicht, als es nach dem Miellen CommunigUi- den Anschein haben könnte. Poincarö und Sri- xnd standen sich in einem harten Zwei- k«pf gegenüber. Der Ministerrat war ursprünglich auf drei Uhr angeseht, muhte «bcr auf sechs Uhr vertagt werden, da bis hrei Uhr aus Genf immer noch kein Ergeb
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^anzösischen Verständigungspolitik zu be-
Der Antrag Dr. R a s ch i g (Dem.), Dr. Pfeffer (D. Vp.) und Genossen, der 9uch in der ersten Instanz Rechtsanwälte ®ej Streitobjekten über 300 Mark zulassen ®*n, wird im Hammelsprung mit 187 gegen l52 Stimmen abgelehnt.
. Beim § 17, der die Bildung der "•Hilliern regelt, werden die Anträge fuf Bildung besonderer Kammern für Hand- ^sgehilfen und für Hausangestellte ab- , Der Antrag der Deutschnatio na- "n, der die Beisitzer durch Wahlen der-
llNlkW e’5 vorlag. Der Widerstand Poinear - - soll ein derartig geschloßener gewesen bönmd Hn. dah Briand mit seiner Demission
Abgelehnt wird auch ein deutsch- Rationaler Antrag, der die Hand- ^rkslehrlinge nicht unter die Zuständigkeit «r Arbeitsgerichte fallen lassen will. Als . Arbeitnehmer werden auf Antrag der Re- chre*! TierungSparieien auch diejenigen Zwischen- hrwy Geister betrachtet, die einen überwiegenden *"1 «it ihres Verdienstes aus ihrer eigenen ”r6eit beziehen.
ienstuj Wchten war. Die Verantwortung dafür aße 2,4n der gegenwärtigen Atmosphäre des Lersiändiqungsgeistes in Europa zu über-
IIW.Hinten, scheint Poincarö denn doch zurück-
$9) Vor Eintritt in die Tagesordnung des [iniftl chstags b antragt Abg. Seiffert (Vl l
»ZI Wch), der Rechtsausschuß möge die neuen
-fehren in Versorgungssachen wird ohne De- ®n«Ü kHtte in allen drei Lesungen angenommen, ttge N
.r C5-jäj Mufwertungsanträge beschleunigt xeltl "arbeiten.
Vräsident Löbe sagt zu, diesen Wunsch wnltig« km Aeltestenrat vorzutragen.
Was in Genf erreicht wurde
Sie MW Muffaffung in Berlin
Berlin. 13. Dez. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, trifft die deutsche Delegation unter Führung Tr. Strese- manns am Dienstagabend wieder in Berlin ein. Der Eindruck, den das Ergebnis der Genfer Verhandlungen und Vereinbarungen in hiesigen maßgebenden Regierungskreisen hervorgeruflen hat, ist ein im allgemein durchaus befriedigendes, wenn man auch der Ansicht ist, daß der Erfolg vollständiger gewesen märe, wenn es gelungen wäre, schon jetzt die Frage der Rheinlandräumung zu lösen. Als wesentlichstes Ergebnis der Genfer Beratungen bezeichnet man an maßgebender Stelle 1. die bedingungslose Zurückziehung der interalliierten Militärkon- trollkommission und 2. eine Lö- sung des Jnvestigationspro- blems, die den deutschen Forderungen vollauf gerecht werde.
Gegenüber verschiedenen Pressekommentaren wird von zuständiger deutscher Stelle darauf hingewiesen, dah die sogen, technischen Sachverständigen, die den Berliner alliierten Botschaften zwecks Erledigung der beiden Rcstpunkte beigegeben werden sollen, kein Kontrollrecht besitzen werden. Was die Behauptung betrifft, dah, falls es in den diplomatischen Verhandlungen nicht gelingen soll e. über die beiden Restp.inkte zu einer Einigung zu kommen, die Frage dem Völkerbunds rar nörgelig werden soll, so ist man in Berliner mah- gabenden politischen Kreisen der Auffassung. dah der Völkerbundsrat selbst- ketne Enrscheidung über diese Frage zu treffen braucht, sondern sie ebenso gut dem Haager Schiedsgericht überweisen kann. ‘ Man hält es sogar für sehr wahrscheinlich, dah der Völkerbundsrat diese Form der Lösung treffen wird, d. h. natürlich nur für den Fall, dah es bis zum 31. Januar nicht gelingt, die diplomatischen Besprechungen zu einem befriedigenden Ergebnis zu führen. Diese diplomatischen Verhandlungen dürften zuerst wohl in Berlin geführt werden. Der deutsche Eni- waffnungskommisiar, General von Pawels. wird in diesen Tagen nach Berlin zurückkehren.
Ins Urteil bet Mt
Wit Ausnahme der „Deutschen Bettung“ erkennen alle Berliner Blätter, soweit sie sich bereits mit dem Genfer Ergebnis be-
Arbeitgeber und -nehmer bestimmen will, wird in namentlicher Abstimmung mit 231 gegen 138 Stimmen abgelehnt.
ES bleibt bet dem Ausschlußbeschluß, wonach die höhere Verwaltungsbehörde im Einvernehmen mit dem Landgerichtspräsi- denten die Beisitzer auf Grund von Vorschlagslisten der wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer berufen werden. Bei der Ausführungs- und Uebergangsvorschriften beantragt.
Abg. R i e s e b e r g (Dnt.) die Streichung der Bestimmungen, wonach auch die Gesetze oder Verordnungen aufgehoben werden, nach denen Jnnungsschiedsgerichte oder Innungen zur Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten zuständig sind. Die Arbeitsgerichte könnten niemals die Schlichtungsarbeit leisten, die den besonderen Verhältnissen des Handwerks entspricht und die jetzt von den Jnnungseinrichtungen geübt wird.
Abg. Esser (Ztr.l begründet einen auch von der Deutschen Volkspartei, den Demokraten und der Bayerischen Volkspartei unterschriebenen Antrag, wonach ein paritätisch aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzter Ausschuß in den Innungen die Streitigkeiten zwischen Meistern und Lehrlingen entscheiden soll. $Bei Nichtanerkennung der Ausschußentfcheidung kann Klage beim zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden.
schäftigen, an, daß die Genfer Derhand- lungen für Deutschland erfreuliche Fortschritte gebracht haben. Sie weisen hierbei insbesondere auf die vereinbarte Zurücknahme der Kontrollkommission zum 31. Januar hin, aber auch die Regelung der Zn- vestigationsfrage wird von den meisten Blättern begrüßt. Dagegen werden besonders in der deutschnationalen Presse ernste Bedenken zu dem Lösungsmodus für die beiden restlichen Entwaffnungsfragen geäußert.
Sv schreibt die „Kreuzzeitung Wenn die vorgesehenen technischen Sachverständigen bei den Entente-Botschaften in Berlin auch nach deutscher Auslegung kein anderes Recht als die übrigen Mitglieder der Botschaften haben sollen, so wird man sich doch der Befürchtung nicht verschließen können, dah sie letzten Endes nur die Fortsetzung der bisherigen Spionagekommission sein werden. Abschließend sagt das Blatt: Wenn schließlich auch in einigen Punkten für Deutschland gewisse Fortschritte erzielt worden find, so enthält das Genfer Kompromiß doch zahlreiche schwer tragbare unerfreuliche Belastungen.
Die „Deutsche Tageszeitung“, die gleichfalls einige in Genf erzielte Fortschritte feststellt, erklärt, daß das Kompromiß für uns Deutsche keinen Anlaß zu einer Freude bilde, da es uns doch daran erinnern wird, wie weit wir noch von aller Souveränität und Gleichberechtigung entfernt sind.
Aehnlich äußert sich auch die „Deutsche Allgemeine Zeitung“. die bemerkt: Wir haben nicht im geringsten Anlaß, Siegesgesänge anzustimmen. Dafür ist unsere politische Gesamtsituation in Europa nicht geeignet. Daß solche Verhandlungen über die Militärkontrvlle und die Ausnahmerechte überhaupt notwendig waren, zeigt der Grad unserer polittschen Schwäche. Aber Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.
3m „B. T.“ heißt es: Briand scheint diesmal durch starken Druck Poincare zum Zurückweichen genötigt zu haben. Sttese- mann kehrt mit einem Ergebnis heimwärts, das mit Befriedigung ausgenommen werden kann.
Der „Vorwärts“ urteilt im großen und ganzen: Befriedigend für Deutschland ist die Umgestaltung der Völkerbundsaufsicht ausgefallen. > Dafür sind die Verhandlungen über die Beendigung der Wili- tärkontrvlle nicht ganz so erfreulich ausgegangen.
Abg. G r a ß m a n n (Soz.) fordert, daß die in Jnnungsbetrieben beschäftigten Arbeiter eben io wie die übrigen die Vorzüge der Arbeitsgerichte genießen müßten.
Reichsarbeitsminister Dr. Brauns betont, das Arbeitsministerium betrachte das Lehrlingsverhältnis in erster Linie als ein Erziehungs- und AuSb ildungsverhältnis, dem aber auch starke arbeitsrechtliche Momente anhaften. Zur lleberwachung der Ausbildung und Erziehung seien in erster Linie die Handwerkskammern zuständig, aber die arbeitsrechtlichen Streitfragen würden am besten einheitlich durch die Arbeitsgerichte erledigt.
Die Anträge auf Aufrechterhaltung der Innung sschiedsgerichte werden in namentlicher Abstimmung mit .212 gegen 150 Stimmen abgelehnt.
Der Antrag auf Bildung von I n - n u n g s sch l ich tu n g s - Ausschüssen für Lehrlinge wird in namentlicher Abstimmung mit 329 gegen 23 Stimmen angenommen.
Der Rest der Vorlage wird ohne wesentliche Aenderung in der Ausschutz- fasfung angenommen.
§n namentlicher Abstimmung wird da» Arbeitsgerichtsgesetz mit 211 gegen 140 Stimmen der Deutschnationalen, Kommunisten und Wirtschaftlichen Vereinigung bei 7 Enthaltungen angenommen. Um 9.15 Uhr vertagt sich das Hmis auf Dienstag, 3 Uhr.
Ein Ersels
Das Ergebnis der achttägigen Genfer Beratungen liegt jetzt vor . Bevor man zu den Einzelheiten der in Genf getroffenen Abmachungen abschließend Stellung ninynt, wird es gut sein, erst die Rückkehr des Außenministers Dr. Stresemann abzuwarten, da bisher nur eine sehr summarisch gehaltene kurze Mitteilung Dr. Stresemanns an den Reichskanzler über das Ergebnis vvrliegt. Für die Beurteilung des durch die Genfer Beratungen nunmehr geschaffenen Tatbestandes ist es aber unbedingt erforderlich, daß man über die Abmachungen detaillierte Einzelheiten erfährt.
Unter Boranstellung dieses Vorbehaltes möchten aber auch wir bereits heute der Meinung sein, daß Deutschland diesmal in Genf gut abgeschnitten hat. Die Hauptsorderung, die Deutschland von allem Anfang an gestellt hatte und an der unsere Unterhändler zäh festgehalten haben, ist von der Gegenseite erfüllt worden: Die Interalliierte Militärkontrvllkommission, de.en Tätigkeit mit der im Dolksmund üblichen Bezeichnung „Schnüfselkoimnission“ treffend charakterisiert worden ist, verläßt am 31. Januar nächsten Jahres, also in etwa sechs Wochen, endgültig Berlin. Damit wird jetzt der Abbau einer Einrichtung beendet, die in den vergangenen Jahren viel dazu beigetragen hat, die politische Verständigung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern immer wieder zu erschweren und hinauszuschieben. Meistens waren es dte Berichte dieser Kommission, die von Paris benutzt wurden, um die zahllosen Willkürakte gegenüber dem wehrlosen Deutschland der Nachkriegszeit zu „begründen“. Als mildernde Umstände für die Tätigkeit der „Mit der Kontrolle beauftragten Offiziere mag eS gelten, daß sie selbst ie ihren Entschließungen und Handlungen nicht frei waren. Sie waren die Untergebenen des Marschalls Foch, und das besagt alles.
Die Interalliierte MUitärkontrolllommif- sivn wird ohne jeden Vorbehalt zurückgezogen. Es sind zwar nach der Entscheidung der Dvtschafterkonferenz noch zwei Entwaffnungsfragen offen, die der Ost- festungen und des Kriegsgeräts. Aber die Zurückziehung der Kommission wird — und das ist das entscheidende — n i cht davon abhängig gemacht, daß diese beiden Fragen bis zum 31. Januar endgültig erledigt sind. Die Außenminister der Gegenseite haben zwar der Erwartung Ausdruck verliehen, daß bis zu dem genannten Datum auch diese Streitpunkte aus der Well geschafft sind. Sollte das aber aus irgend einem Grunde nicht möglich sein — augenblicklich stehen sich die Ausiassung Deutschlands und diejenigen der Dvtschasterkonferenz geradezu diametral gegenüber —, bann wird trotzdem die Militärkontrollkommission zurückgezogen, und es würde dann Sache des Völkerbundsrates sein, diesen Streitpunkt endgüllig zu bereinigen. Im Völkerbunds- rat a&cr haben wir bekanntlich Sitz und Stimme, und infvlgedesien sind wir in der Sage, auch die Entscheidung in dieser Frage zu beeinflussen.
Aber nicht nur in der Frage der Wilitär- kontrvlle, auch in der ebenso bedeutungsvollen Frage der Völkerbunds! ontrolke, der wir uns auf Grund des Artikels 213 des Dersailler Vertrages auch in Zukunft unter- werfen müssen, hat sich der deutsche Standpunkt in allen wesentlichen und entscheidenden Punkten durchgehtzt. Unsere von Dr. Stresemann und seinem juristischen Berater. Ministerialdirektor Dr. Gaus, vertretene Auf- fassrmg, dah das berüchtigte Jnvestiga- tionsprotokoll, in der Form, wie es der Bölkerkmndsrat seinerzeit, als wir noch nicht Mitglied des Bölkerbundes waren, aufstellte, für unS unannehmbar sei, ist in Genf anerkannt worden. In dem erwähnten Artikel 213 ist weder von besonderen Kontrotl- organen für die entmilitarisierte Rheinlandzone, noch auch von einer Kontrolle durch dauernde Organisationen die Rede. Was von feiten Frankreichs hinsichtlich der Einrichtung besonderer Kontrollorgane für die entmintarifiertc Zone gefordert wurde, ging über den Vertrag von Versailles hinaus mtb Sand in diesem Vertrag keinen Rückhalt. Die französischen Forderungen mußten also deullcherseits zurückgewiefen werden, und diese Zurückweisung ist nunmehr vom VvlkerbundSrat als gerechtfertigt anerkannt worden.
Roch vor wenigen Tagen hatte niemand in Deutschland mit einem positiven Ausgang der Genfer Verhandlungen gerechnet. Die Sage war für uns zeitweise sehr ernst und gefähr- lich. Roch m letzter Stunde drohte ei« Intervention Poineare« mtb «S «Ü