flnzeigerfurtdasstüher imchessischelGbeehMn/--Amtliches VevkündigmttzMMsuLdkmMgrsimy
Marburger rageSanzetger
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Sbechessifche Fettung
Das Ergebnis von Genf zurüchchuns der MiliimkenlreMemmWen nm 31. -nimm ISN SttilWmd {teilt die Arbeiten an den zeftungen ein.
Rentng, W13. Stabt. 1924
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in der SiweliimtiendteW
In der Sonnabend-Nachmittagssitzung har der Dölkerbundsrat auf den Bericht Leneschs in der Investigationsfrage nachstehenden einheitlichen Beschluß gefaßt:
„In Erwiderung auf gewisse Fragen, die von der deutschen Regierung hinsichtlich der vom Rat am 27 September 1924 und nm 14. März 1925 angenommenen Regeln gestellt worden sind, trifft der Rat folgende Feststellungen:
1 Der Völkerbundsrat entscheidet gemäß Artikel 213 des Versailler Vertrages durch Mehrheitsbeschluß, ob es im kon- greten Falle notwendig ist, zu einer Investigation zu schreiten. Er hat als, dann Gegenstand und Grenzen der Investigation zu spezifizieren. Die Zn- vestigationskommissionen handeln unter der Autorität und nach den Weisungen des Völkcrbundsrates, der mit Mehrheit beschließt.
1 Um eine wirksame Investigation zu er- möglick>en, hat sich die Jnvestigations- kommission an den von der deutschen Regierung bezeichneten Vertreter oder seinen, Beauftragten zu wenden, denen cs obliegt, unverzüglich die Mitwirkung der nach der deutschen Gesetzgebung zuständigen Verwaltungsgerichts- oder Militärbehörden herbeizvführen. Sodann wird im beiderseitigen Einvernehmen zu den Nachforschungen und Feststellungen geschritten, welche die Kommission in den Grenzen ihres Auftrages für zweckmäßig hält.
3. Die Bestimmung, wonach die Angehörigen der dem Investigationsrscht unterworfenen Staaten nicht Mitgieder der Investigationskommission sein können, ist so zu verstehen, daß die Angehörigen des Staates auf besten Gebiet zu einer Investigation geschritten wird, niemals Mitglieder der zu diesen Investigationen schreitenden Kommission sein lollen.
l. Es besteht Einverständnis darüber, daß die Bestimmungen des Artikels 213 des erriedensvertrages mit Deutschland über die Investigationen auf die demilitari- sierte Rheinlandzone in gleicher Weise wie auf die übrigen Teile Deutschlands anwendbar sind. Diese Bestimmungen sehen für diese Zone ebenso wenig wie tür andere Gebiete die Einrichtung einer besonderen Kontrolle durch ständige und dauernde lokale Elemente vor. sn der demilitarisierten Rheinlandzone können derartige, besondere, nicht im Artikel 213 vorgesehene Elemente nur durch ein Abkommen zwischen den beteiligten Regierungen eingerichtet werden.
Feststellung der vorstehenden Absätze 1, 2 und 3 finden naturgemäß auch w dem Fall der Artikel 159 des Vertrages von St. Germain fOestorreichj, 143 des Vertrages von Trianon (Un= fiorn) und 104 des Vertrages von Reuilly (Bulgarien) Anwendung.
kk IBtnftetnten
btt AnvtiiisnitenSkmmWon
In der Völkerbundsratsitzung wurden 2*1 _ben Bericht Beneichs di« folgenden Präsidenten der vier Investigationskom- ^ugonen ernannt:
Präsident der Jnvestigationskommisston für Deutschland ist der französische General Baradier,
Präsident der Jnvestigationskommisston für O e st e r r e i ch der italienische General Marietti,
Präsident der Jnvestigationskommisston für Ungarn der englische General Bonham-Carter.
„ Als Präsident für die bulgarische jnvestigationskommisston ist ein höherer rmzier der holländischen Armee in Aus- " genommen.
ff Genf, 13. Dez. Die Ministerbesprechungen über die Frage der interalliierten Militarkontrollkommisfion wurden gestern abend abgeschlosten.
Die interalliierte Militärkontrollkom- mission verläßt am 31. Januar 1927 bedingungslos Deutschland.
Die deutsche Delegation verläßt heute abend Genf.
Das Eommuniqus über die Genter Einigung.
fk G e n f, 13. Dez. Das gestern von den Vertretern der beteiligten Mächten vereinbarte Protokoll hat folgenden Wortlaut:
Im verlaufe einer Besprechung, die am 12. Dezember 1926 in Genf zwischen den Vertretern der deutschen, belgischen, fran- zöstschen, großbrittnnischen, italienische« und japanischen Regierungen über die vor der interalliierten Militärkontrollkommif- sion und der votschafterkonferenz noch in derSchwebe befindlichen Frag»« stattgchu». - den hat, ist zunächst mit Genugtuung festgestellt worden, daß über den größten Teil der mehr als 100 Fragen, die zwischen de« genannten Regierungen im Juni 1925 hinsichtlich der Ausführung der militärischen Bestimmungen des Vertrages vo« Versailles strittig waren, eine Verständigung erzielt worden ist. Rnr die Verständigung über zwei Fragen steht noch aus. Alles berechtigt daher zu der Hoffnung, daß diese Leiden Fragen gütlich geregelt werden können.
SaS tritt Echo
ff. Loudon, 13. Dez. Alle Blätter drücken ihre Zufriedenheit über das in Genf erzielte Ergebnis aus.
„Times" sagt: Wenn die deutsche Nation den Willen hätte, wieder eine starke mili- läri'che Macht zu werden, könnte dies durch Nadelstiche nicht verhindert werden. Die Zeit ist gekommen, wo die Aufgabe gefährliche Entwickelungen in Schach zu halten, anderen Kräften überladen werden müßte, einer deutschen öffentlichen Meinung, die durch freieren Verkehr mit benachbarten Nationen aufgeklärt und beruhigt wird, dem Gefühl gemeinsamer Interessen unter den europäischen Völkern und dem Ausbau internationaler wirtschaftlicher Organisationen.
„Daily News" nennt die Lötung der Problems der Kontrolle befriedigend und spricht die Hoffnung aus, daß die Besetzung deutscher Gebiete sobald als möglich aufhören wird.
„Daily Chronicle" sagt, es sei eine weise Politik, Rechte aus dem Friedensvertrage aufzugeben, die die deutsche Nation unnötigerweise demütigen.
♦
fk Paris, 13. Dez. Zu dem in Genf abgeschlossenen Abkommen äußert sich die Morgenpresfe zustimmend.
„Journal" schreibt: Die Methode der Entwaffnung Deutschlands hat die Lösung ge- funfeen, die vvrauszusehen war. Locarno trägt den Sieg davon. Em Kompromiß, das auf Grund gegenseitiger Zugeständnisse abgeschlossen wird, mildert, was es noch an Schärfe in dem verblassenden Regime von Versailles gab.
„Quotidien" führt aus: Deutschland will wieder groß werden, Frankreich will Sicherheit haben. Diese Bestrebungen sind nicht immer leicht mit etnar?jer m Einklang zu bringen: aber das Wesentliche ist, daß ein gemeinsamer guter Wille sich ' bemüht, die
Unter diesen Umständen ist folgendes vereinbart worden:
1. Die diplomatischen Erörterungen über die Frage der Festungen und die Frage des Kriegsmaterials werden vo« der Botschafterkonferenz fortgesetzt werden. Es werden neue Vorschläge gemacht werden. um die Erörterung zu fördern und ihren Abschluß zu erleichtern.
2. I« der Zwischenzeit, bi» zur Erzielung einer Lösung, werde« alle in Rede stehende« Arbeiten an de« Festungen eingestellt, unbeschadet des Rechtes der Partei, ihren Rechtsstandpunkt aufrecht zu erhalten.
3. Die interalliierte Militärkontrollkom- misiion wird am 31. Januar 1927 aus Deutschland zurückgezogen. Bo« dieser« Tage au findet Artikel 213 des Friedensvertrages Anerkennung, nach Maßgabe der vom Völkerbundsrat gefaßten Beschlüsse.
4. Wenn an diesem Tage die bezeichneten -Fragen wider Erwarten «och keine güt-
-1 lich» MwUD gosund»« habe« sollte«, «erden sie vor den Bölkerbundsrat gebracht werde«.
5. Für alle Fragen, die mit der Ausführung der erzielten oder noch zu erzielenden Lösungen Zusammenhängen, kann jede der in der Botschafterkonfe- renz vertretenen Regierungen ihrer Botschaft in Berlin einen technischen Sachverständigen attachieren, der geeignet ist, mit den zuständigen deutschen Behörden ins Benehmen zu treten.
Genf, 12. Dezember 1926.
Streiturfadjc zu beseitigen. Don nun an ist feie Politik von Locarno feie Politik Frankreichs.
.Figaro" schreibt, das Wesentliche vom Standpunkt feer französischen Regierung ist, daß feie Verhandlungen von Genf zu Ende gehen, cHne daß feie Autorität feer Vvtschaf- terkonferenz mißachtet wird und ohne daß feie Entwaffnungsklauseln fees Vertrages einem Schiefesgericht unterworfen werden.
.Gau lois" führt-an: Man muß nicht sagen, feie materielle Abrüstung bedeute nichts ohne feie moralische Abrüstung. Wenn Zweifel über feie erstere bestehe, was soll man dann über die letztere sagen, feie allein uns ein wenig beruhigen könnte.
Scharf ablehnend äußert sich der .Avenir". Er schreibt: In feen Reihen feer östlichen Alliierten ist man untröstlich: denn im Gründe genommen fordere man sie auf, sich direkt mit Deutschland zu verständigen. was soeben das faschistische Italien getan hat. Roch eine solche Konferenz und die Jsollerung Frankreichs ist für alle Welt sichtbar.
Rinifterrat in Pari».
fk. Paris, 13. Dez. Hebet den gestern stattgefundenen Ministerrat wird folgendes offizielle Kommunique ausgegeben: Der Mi- nisterrat bat fein Einverständnis mit dem Minister des Aeußern frstgestellt und seine Befriedigung über die gestrigen Ergebnisie aus- gesvrochen, die durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Regierung mit Briand erzielt wurden.
Untergang eines Dampfers.
Schanghai, 12. 12. sGTB.l Der von Tientsin kommende indochinesische Dampfer „Lienshing" ist heute früh 64 Meilen von Schanghai auf einen Felsen aufgefaufen und gesunken. Ein in der Nähe liegendes Lotsenboot rettete die fremden Offiziere und Passagiere sowie alle Chinesen außer dreien, von denen man weiß, daß sie umgekominen sind. ’
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Um die Minderheitsregierung im Reich zu stützen, hatte man sich einen eigenartigen Man erdacht. QIn Stelle des öffentlichen Verfahrens sollte das geheime treten. In die Regierung wollte die Sozialdemokratie nicht ausgenommen fein; aber alle wichtigen Gesetzentwürfe sollten ihr vor der Einbringung unterbracht, von ihrem Standpunkt ausgeprüft und nach ihren Interessen geändert werden. So hätte sie die Vorteile der Mitarbeit genossen, deren Rachteile aber vermieden. Wer in der Regierung sitzt, muß sich oft recht unbequemen Staatsnotwendigkeiten fügen. Eben das scheut die Sozialdemokratie, weil hinter ihr die Kommunisten stehen, die nur daraus toarten,. jede Angriffsfläche zu benutzen. Große und doch nicht große Koalition, Einfluß ohne Verantwortung — eine feine Rüance, doch für die rauhe Wirklichkeit zu fein.
An den Ecken und Kante«, die in den sachlichen Schwierigkeiten liegen, zerreißen diese Fäoen. Schon die erste Probe war mißlungen. Bei dem Schuh der Jugend gegen literarischen Schmutz und Schund muhte die Rechte zu Hilfe kommen; denn die Linke einschließlich des größeren Telles der demokratischen Fraktion fchäumte aus, als handele es sich um einen Generalangriff auf die Freiheit von Literatur und Kunst.
Auch die zweite Probe wird mißlingen: das A r b ei t s z e i t g e s e tz. Arsprüng- lich in die Gesamtneuregelung des Arbeitsrechts hinübergearbeitet, wurde es heraus» gehoben, um möglichst rasch in Kraft zu treten. Kaum aber hatte die Sozialdemokratie Kenntnis von dem Kompromißenb» Wurf der Regierungsparteien erhalteit, da legte sie schon einen eigenen Entwurf vor. Der Unterschied zwischen beiden Vorlagen war, daß die erstere zwischen den Bedürfnissen der Wirtschaft und den Forderungen der Arbeiterschaft vermitteln sollte, während die letztere einseitig den Arbeiter- standpuntt vettrat. Ganz folgerichtig von feiten der Sozialdemokratie. Sie will eine Vertretung der Arbeitnehmer sein, als Klassenpattei Klassenkämpse führen und sich auf diese Weise die Stimmen der zahlreichsten Bevölkerungsschicht sichern. Doch ganz unmöglich unter staatlichem Gesichtspunkt. Der Staat schließt alle Bürger in sich ein, die Arbeitgeber wie die Arbeitnehmer, und ist deshalb genötigt, zwischen ihren Interessen zu vermitteln. Eine vermittelnde Tätigkeit aber will die Linie nicht, kann sie nicht wollen, ohne sich selbst aufzugeben. Allerdings, sie hat vorüber- gehend mitregiert. Aber das war unmittelbar nach der Staatsumwälzung, die Gesetzgebung, um Schlimmeres zu verhüten. sehr radikal ausftel. Jeder naa;- herig« Versuch führte sehr rasch zu Mißerfolgen.
Die gleichen Hemmungen werden sich bei dem zu erwartenden Schulgesetz einstellen. So, wie es gedacht ist und nach dem Kräfteverhältnis der Parteien gedacht sein muh, wird es die Stimmen der Sozialdemokratie nicht gewinnen.
Ebenso verschieden sind die Auffassungen gegenüber der Reichswehr. Die Sozialdemokratie steht dieser Einrichtung so kritisch wie möglich gegenüber und bauscht jeden Vorfall ost bis ins Ungeheuerlichste auf, beispielsweise jetzt die um Jahre zurückliegende, inzwischen erledigte Angelegenheit der Junkers-Werke und der Granatenlieferung, spttcht sogar von Giftgasfabriken. die mit deutscher Hilfe in Rußland nie errichtet wurden. Die übrigen Parteien urteilen über die Haltung der Reichswehr viel ruhiger und gerechter, sie danken dem Reichswehrmini ster Dr. Geß - ler die politische Erziehungsarbeit, die er geleistet hat, und vertrauen darauf, daß Offiziere wie Solöaien den Eid, den sie der Republik geschworen haben, halten werden. Aus dieser Verschiedenheit der grundsätzlichen Haltung ergeben sich natur- gemäß erhebliche Abweichungen in der Praxis.
Da« alles hat der Führ« der Deutschen Vvllspattei, Herr Scholz, in seine« Ost-