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Zmtag, W1 SM. 1926

flt|,Obtt6efPf4« Sdfttng* w sechsmal wLchentlich. Ve- ^Sprets monatlich 2 SM. aus- ^ießl. Zustellungsgebühr, durch ^PostL2S GM.Für etwa infolge gtttUl, Maschinen defekte oder jgeeaiM« Srrigniss, ausfallend« ^gjpmggn wird kein Ersatz ge- Mt. Verlag». Dr. Kitzervth, froä der Untb.-Vuchdruckerei 6. Ach. Slug. Koch. Mark« 21/23.

spreche«: Nr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt t gS. Nr. 5015. Sprechzeit Id Redaktion von 1011 und

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flnzeigerM(dasMiertuuchMML)Gberhessel^ >Amtliches VerkündigungsblattImrd kreisÄlarbulg

Abtemsting r«M -

ft. Moskau, 3. Dez. Trotz» ist auf fti» Gesuch vom Posten des Vorsttzende« pr Plenarwirtschaftskommisfio« abberufen yb oh feiner Stelle der Staatssekretär ttb Vorsitzende des Obersten Volkswirt« Dftsrates der Sowjet-Union, Ruchi - ßsvitsch, ernannt worden.

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Netlegmg des KrnWeS Wstmi Merlko und Amcr-ka

i ft. Washington, 3. Dez. Zn dem idaflikt zwischen Amerika und Mexiko we- <m der Petroleumsgesetze gab der rnexi- Mische Botschafter eine Erklärung ab, wo- sach die Rechte der ausländische« Petro- lamsgesellschaften bestätigt werden und He Begrenzung aller Konzessionen auf 50 Mre sich nur auf mexikanische Eesell- schaftcn bezieht. Die Rechte der ausländi« hen Gesellschaften bleiben unangetastet.

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btt NoWnM.rsrbmmg ' in England au'grhoten

ft London, 3. Dez. Wie der Staats« ftretär mitteilte, ist nach einem Kadi- tzrttsbejchluh der größte Teil der Rot- dndsverordnungeu aufgehoben. Die noch « Kraft bleibenden Bestimmungen 6e» $d)e« sich hauptsächlich auf die Kohlenver, lrilung.

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Sud Ergebnis »er düniWn Wahlen

ft. Kopenhagen.3. Dez. Nach dem vor- «genden Gesamtergebnis für das ganze Land Stielten bei den Volketingswahlen: -Rechts- nbände 17 565 (1924: 12 643), Konservative 50479 (242 955), Radikale 150916 (166 476), hie 378 369 (362 682), Sozialdemokraten *7471 (469 949), Kommunisten 5612 (6219), «uerliche Selbstverwaltung (Petersen) 2134, «chleswigsche Partei 10 478 (7715) Stimmen.

Die Verteilung der Mandate.

t Sie Sitze in dem neuen Volketing verteilen $ wie folgt: Dänische Rechtsverbände 2 (+ ? Konservative 30 (+ 2), Radikale 16 ( 4), kyialdemokraten 53 ( 2), Linke 46 (+ 2), '-Hleswlgsche Partei 1 (unverändert), Koinmu- kein Mandat. Die Auszählung bei den ptöern ist noch nicht beendet; iedoch ist für die «röer ein Mandat sicher.

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SWrottemimfttr Mler gegen Lobe

üBerlin, 3. Dez. Reichswehrminister z Getzler hat zu deu mehrfache« «ssührungen des Reichstagspräfidenten »b c über die Reichswehr in einem Mef Stellung genommen, in dem er u. a. keifet:3n keinem einzigen Falle haben $ auch nur Anhaltspunkte für das tat» Schliche Bestehen von Werbebüros et» kbc«, fei« den Ersatz aus rechtsstehenden heilen vermitteln. Keiner der von Zhueu »«anntcn ehemaligen Offiziere hat die hnafeme auch nur von einem einzigen Neiwilligen beeinflußt. Die Bearbeitung Reichswehrersatzes bei den einzelnen Nipprnteilen liegt ausschließlich in der 86 der verantwortlichen Reichswehr, ^gehörigen. Der Abgeordnete Heil- j *8»n hat den angeblichen Brief einer Sttichen Reichswehrstelle an eine im *<i aufgeklärte Spielvereinigung ge­eint ist wohl die Olympia zitiert, in !* der Nachweis der vaterländischen ©e« r8o«fl des zur Einstellung in die Reichs- Ehr Empfohlenen gefordert wird. Dieser Eies ist «ach den Feststellungen des hichswehrministeriums niemals ge» »iefeen worben.

Dle MrmächteKonftttnz aufgegeben

Dle Mammtnhmft BtrefcmannMuWnt festgesetzt

fk.Paris, 3. Dez. »Petit Pari, sie«" glaubt zu wissen, daß die U n t e r - reduug zu viere«, von der gespro- .che« wurde, aufgegebe« worden sei. Die Zusammenkunft zwischen Musso­lini und Srianb werde zweifellos erst zu einem spateren Zeitpunkt, als dem der Bölkerbuudstagunq in Genf in Frage kommen.

Zusammenkunft Stresemann Mussolini am Lago Maggiore?

Wie der Vertreter derTelegraphen- Union* in Rom erfährt, wird in italieni, scheu politischen Kreisen auf das bestimm- teste damit gerechnet, daß anläßlich der Genfer Tagung eine Zusammenkunft zwi­schen dem deutschen Außenminister Dr. Stresemann und dem italienischen Ministerpräsidenten Mussolini an einem italienischen See, wahrscheinlich am Lago Maggiore, erfolgen wird. Die Bor- besprechnnge» über diese Unterredung sollen bereits insoweit zur Klärung ge­führt hoben, als di« Zusammenkunft a n sich festgesetzt worden ist, noch nicht aber- die näheren Einzelheiten der Bespre­chung. Wie weiter mitgeteilt wird, ist da­mit zu rechnen, daß bei dieser Zusammen­kunft der deutsch-italienische Schirtwge» richtsoertrag soweit gefördert ist, daß auch hier eine Unterzeichnung erfolgen kann.

Das Reichskabinett und Genf.

fk. Berlin, 3. Dez. Das Reichskabi-. nett hielt gestern abend über die von der deutschen Delegation in Gens zu verfol» gende Politik eine Besprechung ab. Im Zusammenhang mit der Abrüstungsfrage wurde der Entwurf des Gerätegesetzes von dem Kabinett gebilligt.

Ar fibliibt Minifite Rechte»

Warschau, 2. Dez. Die polnische Te- legraphen-Agentur verbreitet sägende Mel­dung:

.Am 30. November hat der polnische Ge­sandte in Berlin eine Note überreicht, die einen Protest der polnischen Regierung ge­gen die Erklärung enthält, die am 23. Ro- vember d. 38. in der Angelegenheit der letz­ten Gemeinderatswahlen auf dem Gebiete der schlesischen Wojewodschaft im Aamen der Re­gierungsparteien im Deutschen Reichstag vom Abg. Emminger abgegeben worden ist. Die Rote stellt fest, daß diese Deklaration von feiten der genannten Parteien eine Kritik der Wahlen, sowie des Dorgehens der polnischen Behörden gegenüber Bürgern der polnischen Republik enthält. Weiterhin stellt die Rote fest, daß diese Erklärung sich mit dem Verhältnis der polnischen Regierung zu der deutschen Minderheit in Polen besaht und daß sie eine Wendung enthält, worin die ge-' nannten Parteien gegenüber den Wählern, die für die deutsche Aste gestlmmt haben, ihren Dank aussprechen.

Die Rote weist darauf hin, daß diese Kundgebung in Anwesenheit der Vertreter der Reichsregierung stattgefunden hat. Sie betrachtet sie als Einmischung in dte inneren Angelegenheiten eines fremden Staates, was den internationalen Gepflogenheiten zuwider» läuft und in der öffentlichen Meinung beider Länder unerwünschte Wirkungen Hervorrufen muß, die geeignet sind, den gegensettigen Be­ziehungen Abbruch zu tun.

Hierzu schreibt W.T.B.:

Der Protest der polnischen Regierung ist insofern .nicht verständlich, da eS fich um eine Erklärung politischer Parteien handelt, auf deren Form und Inhalt die Regierung keinen Einfluß hat. Den Parteien als solchen wird man nach der materiellen Seite hin das Recht nicht bestreiten können, zu dem Ergeb­nis einer Wahl in einem ehemals deutschen Gebietsteil Stellung zu nehmen, das die Der-

«einteti an tet Artest

Aus einer Erklärung des Pariser Vertreters der offiziösen belgischen Agentur Belga gebt hervor, welchen Einfluß Poincare auf die ge­genwärtigen divlomatischen Verhandlungen in den alliierten Hauptstädten über die deutsche Abrüstungsfrage ausübt. Danach hat fich Lan­dervelde anläßlich seines Pariser Aufenthaltes am 12. November bei den Besvrechungen über die auf das englische Memorandum zu ertei­lende Antwort dem französischen Standvunkt angeschlossen. Poincare habe besonderen Wert darauf gelegt, daß in Berlin bekannt werde, die im Versailler Vertrag enthaltenen Ab­rüstungsbedingungen müßten von Deutschland eingehalten werden, und beharrte auch gegen­über Brüsiel, London und Rom auf diesem Standvunkte.

An eine Aufhebung feer Interalliierte« Militärkontrolle sei «Iso vorläufig «ich! ie denken. Darüber sei ma« in London, Paris unfe Brüssel vollkommen einig.

Wenn Deutschland auch den besten Willen zur Erfüllung der Forderungen der Botschafter­konferenz beweisen sollte, so könne doch eine Abberufung der Interalliierten Militär­kontrollkommission erst in einigen Monaten er­folgen. denn nicht der Wille, sondern nur die Tatsache der Durchführung der alliierten For­derungen sei maßgebend. Die Durchführung der Forderungen werde längere Zeit in An­spruch nehmen. Der Völkerbund werde also in der glase der Abberufung der Interalliierten Mstitärkonttollkommisston vorläufig nicht ru entschesideu haben.

Eine Besprechung zwischen Ehamberkain, Poincars und Srianb.

fk. Paris, 3. Dez. Driand gibt heute zu Ehren Chamberlains ein Frühstück, an dem auch Poincarä teilnehmen wird. Dach HavaS werden Chamberlain, PoincarL und 'Briand eine Unterredung über die außenpolitische Probleme haben, die später auf der DölkerbundStagung er­örtert werde« sollen.

bundenheft dieses Gebietes mit der deutschen Kulturgemeinschaft zum Ausdruck bringt, und in diesem Sinne die Sicherung der Erhaltung dieser Gemeinschaft zu fordern.

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At Lagt in 66hm

fk. London, 3. Dez. »Times meldet aus Hankau, daß der dorttge britische Mzekonsul von 5000 Streikenden am Ver­lassen des Büros des chinesische« Kommis­sars für auswärtige Angelegenheiten ver­hindert wurde. Er enttarn jedoch durch einen Gatten. Die Streikenden erklätten in einem Manifest, daß sie den britischen Imperialismus bekämpfen und die Eman­zipierung Chinas zu erreichen suchen.

3«t Verschwörung gegen König Alfon».

fk. Paris, 8. Dez.Chicago Tribüne meldet aus Madrid die weitere Verhaftung von neun Syndikalisten wegen Verschwörung gegen das Leben des Königs und des Generals Primo de Rivera. Im Hauptquartier der Ver­schwörer seien Sandgranaten, Bomben und Er» plostvstofse entdeckt worden.

3*m albanisch-italienischen Freundschaft», vertrage.

ft. Paris, 3. Der- Wie dasJournal aus Belgrad berichtet, ist man dort der Ansicht, daß der Abschluß des Freundschaftsvertrages zwi­schen Albanien und Italien die freundschaft­lichen Beziehungen und Verträge zwischen Jugoslawien und Italien ernstlich gefährde.

Das Befinden Ludendorffs nicht be­sorgniserregend.

fk. München, 3. Dez. Die im Aus­land verbreitete Nachricht von einem Ab­leben des Generals Ludendorff isl unzuttef- fend. Das Befinden des Generals ist in keiner Weise besoraniserreaend.

gesprochen. , daß der-

zutückge- sonst weiter«

Der Gesetzantrag wird nach weiterer De­batte dem Ausschuß überwiesen.

Hieraus wird der deutschnationale An- ttag über fei« Zusammensetzung der Ser» waltungSausschüss« von öffent­lichen Arbeitsnachweisen gegen die Rechte afegelehnt. Der Antrag würde eine Anerkennung d«S LandfeundeS als wirt­schaftliche Dereinigu« im Ginn« des Ar­beitsnachweisgesetz«» bedeuten.

ES folgt di« zweite Beratung der AuS- führungSnovelle zum ReichSgestt, für 3u- gendwohlfahrt. Nach der Novelle sind Träger der Kosten der Fürsorgeerziehung die Kommunalverbände; sie erhalten aus der Staatskasse einen Zuschuß von */« Das Haus stimmt der Borlage zu.

Hierauf wendet sich daS HauS der Be­sprechung der

ttnträge über Vie Hochwasserschäden zu. Der Ausschuß empfiehlt, wie Aba. W i e m e r (D. Dpt.) beruhtet, die Ableh­nung eines deutschnationalen Antrages, der nochmals im einzelnen die schon früher vom Landtag gewünschten Maßnahmen zur Abgeltung und Vorbeugung der Hochwasser­schäden zum Beschluß erheben wollte. Mit der Beratung verbunden sind kommunistische Uranträge für durch Uebecschwemmuna ge­schädigten Arbeiter und Kleinpächter sowie auf Steuererlaß auf diese Kreise uxb für

Ar SauWiMme eet tem Bantlag

Berlin, 8. Dezbr.

Bei Erledigung kleiner Borlagen über­weist das Haus einen kommunistischen An- ttag, das Strafverfahren gegen den Abge­ordneten Eberlein (Komm.) wegen Vor­bereitung zum Hochve rrat für die Dauer der Sitzungsperiode einzustellen, dem GeschäftSordnungSauSschuß.

Der Gesetzentwurf, der auch den Tiev- ärztekamntern «ine GtandeSgerichtSbarkeit verleihen will und eine Hauvttier- Srztekammer errichtet, sowie die Tier­ärztekammern als Körperschaft des v ff end­lichen Recht» feststellt, wird dem Bevöl­kerungspolitischen Ausschuß Überweisen.

ES folgt die Beratung folgenden Uran« ttagS des Zentrums:

$k Han»»in»ft«ner Ist nm de» Betrag z« ermäßige«, den der Et» gentümer al» Berzinfnng und Til­gung für feen Betrag, feen er al» Hypo­theken für ein« notwendig gewordene Reparatur (Reparatnrhypothcken) ansge- nommen hat.

Nach längerem Streit, in dem die Br» tretet fast aller Fraktionen fei« Vaterschaft diese» Anträge» für ihre Partei in Anspruch nehmen, nimmt

Fiuanzmiuister Dr. Höpktr-Aschosf

Abg. Bergmann (Ztr.) erklärt: Wir erwarten, daß von die er Stelle au» in aller Oessentllchkeit die Angriffe gegen Minister Hirtsieker zurückg

nommen werden, da w r uns Schritt« Vorbehalten müssen.

da» Wort. Er verliest gegenüber in der Oeffenttichkeit aufgetauchten Behauptungen Stellen seiner Reden im zuständigen Land« tagSauSschuß und weist feie Behauptung zu­rück, er wolle die HauSzinSsteuer verewigen. Er habe nur von einer Stab ilifi«- runa derHauSzinssteuer gesprochen. Es fei eben nicht angängig, daß der­jenige, der einmal wünsche, daß die Woh­nungsnot beseitigt werde und der anderer­seits das Ziel verfolgt, aus der Wohnung»- zwangSwirtschast herauszukommen, damit einverstanden sein kann, daß alle zwei Jahre ein neuer Kamps um die Verlängerung der HauSzin»- steuer geführt werden muß, dessen Aus­gang ungewiß ist. Der Finanzminister be­dauert, bah auf dem ParteipuSschuß der demokratische« Partei in der Frage der HauSzinSsteuer eine Resolution gefaßt worden ist, die die Verantwortung dem Wohlfahrtsminister Hirtsieker allein ausbürde. DaS Wohlfahrtsmini!«-- rium und da» Staat-Ministerium in der Gesamtheit haben gemeinsam die Verant­wortung zu tragen, wie die Neubautätigkeit und ihre finanzielle Auswirkung sich ge­stalten. Man könne die Neubautätigkeit nur fördern, wenn man ausreichende Mittel der öffentlichen Hand für sie zur Verfügung stelle. Wohnungsnot und Zwangswirtschaft können nur beseitigt werden auf dem von der preußischen Staatsregierung beschritte­nen Wege.