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Marburger rasesauzetgtt
K a t t o w i tz mit den Städten und Königshütte 89 477 die Wahlvorschläge der beut«
abgegeben:
Im Kreise K a 11 o ro i tj Stimmen auf
SeMibe Llmbchettuns
Marburg a. Labn
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Mtllärkvnfmnz in Mokkan
Riga, 19. Nov. (TU.) In Moskau ist der Gener "tabschef der afghanischen Arme« zu militärischen Besprechungen eingetroffen. Die afghanische Regierung soll beabsichtigen, in Rußland große Posten »en Flugzeugen zu erwerben. Demnächst werden die Chefs der persischen und türkischen Armee erwartet.
Wie aus Moskauer türkischen diplomatischen Kreisen verlautet, ist die Türkei mit dem Lerlauf der russisch-türkischen Besprechungen nicht zufrieden. Tschitscherin dagegen soll mit dem Setlauf der Konferenz zufrieden sein. In ausländischen diplomatischen Kreisen Moskaus wird die Meinung geäußert, daß Odessa nicht einen Sieg der russischen Diplomatie darstelle, sondern lediglich den Versuch, sich auf die Türkei zu stützen, wenn eine «enderung im Berhalten der Sowjetregierung gegenüber den 891= kerbundsfragen sich als zweckdienlich erweisen sollte.
lieber das Ergebnis der Gemeindemahlen in „Polnifch"-Oberschlesien ist jetzt ein Gesam t- überblick möglich. Es fehlen zwar immer noch die Ergebnisse aus einer Anzahl von Dörfern in den Kreisen Rybnik, Pleh, Tarnowitz und Dublinitz, und es mutz ferner berücksichtigt werden, datz in diesen vier Kreisen sich das unten angegebene zahlenmätzige Ergebnis noch dadurch etwas verschiebt, datz in manchen Orten. weil deutsche Listen dort nicht aufgestestt werden konnten, nur polnische Stimmen gezählt sind, während die deutschen Wähler dort meist weitze Zettel abgegeben haben.
Das Ergebnis aus den Kreisen
Kattowitz und Schwientochlowitz
ist dagegen vollständig. Danach wurden
Zeitung
Sonnabend, len 20. Rovbe. 1926
^Vbetbesstsch« Zeitung" «• . steint sechsmal wöchentlich, ve-
«preis monatlich 2 SM. aus» stlletzl. Zustellmtgsgebichr, durch hwP»f!2LS SMLür etwa infolge Ctettt«. Maschinendefekt, oder F,nmi'---Ereignisse ausfallend«
wurde der geplante Angriff vereitelt. In Djokjakarta, sowie in den westlichen Teilen Javas herrscht Ruhe, jedoch werden kleine Plänkeleien zwischen der Polizei und den Aufständischen gemeldet, wobei ein Mann getötet wurde. Ein Kanonenboot bewacht die Sundastrahe, um eine Flucht der Führer des Aufstandes nach Sumatra z« verhindern.
andere Parteien zusammen. In der Stadt Kattowitz ergibt sich eine deutsche Mehrheit von rund 4000 St'.mmen gegenüber den zusammengerechneten Stimmen der. polnischen und anderen Parteien.
Im Kreise Schwientochlowitz wurden abgegeben 41493 deutsche und 35 238 polnische Stimmen. Die deutsche Stimmen sind also mit über 6000 in der Mehrheit.
Auch der Kreis Tarnowitz hat eine deutsche Mehrheit von rund 1300 Stimmen, die auch dadurch nicht aufgehoben wird, datz in einigen hier nicht mitgezählten Orten deutsche Listen nicht aufgestellt waren. Ungefähr gleich sind die deutschen und die polnischen Stimmen im " Kreise Rybnik, dessen Kreisstadt neben Lublinitz die einzige Stadt Ost-Oberschlestens mit einer übrigens sehr geringen polnischen Mehrheit ist.
Polnische Mehrheiten haben sich ergeben in den Kreisen Pletz und Lublinitz. Aber auch in diesen Kreisen gibt es viele Orte mit deutschen Mehrheiten. Und wenn man im Kreise Pleh die polnischen Stimmen allein zählt, ohne die der national nicht klar eingestellten Parteien, so schrumpft die Mehrheit auf ein M i n i m u m zusammen.
Eine Zusammenstellung der Ergebnisse der 6 Kreise ergibt rund
165 000 deutsche gegen 132 000 polnische und 9200 andere Stimmen (Wirtschaft sgruppen, Kustos, Kommunisten), wobei allerdings die Orte nicht mitgezählt sind, in denen deutsche Listen nicht aufgestellt werden konnten. Aber auch wenn man das Wahlergebnis aller dieser Orte den polnischen Stimmen hinzurechnet, bleibt immer noch eine, wenn auch geringe deutsche Mehrheit. Das ist ein ungeheurer Erfolg, wenn man bedenkt, datz bei den Parlamentswahlen im Herbst 1922 nur ungefähr ein Drittel der abgegebenen Stimmen auf die deutschen Wahlvorschläge gefallen ist.
fctfhL vertag V.Dr.§ Hitzervl^ ewt d« Uckd.-Buchdruckrrrt d» 5* Aag. Koch, Markt 21/231 A«,sprech«: Ott. 84. u. Rr. 55. «vstkcherkkoot»: Amt Frankfurt g, flt Ott. 6016, — Sprechzeit m Strdaktto» do» 10—11 und 4,1—1 Uhr.
•efbtthma einer Evionageorsanisation an der russisch-estnischen Grenze.
fk. Reval, 20. Roo. An der russisch- chnischen Grenze wurde eine geheim« Svio- rageorganisation entdeckt, die zugunsten Ruh-
Ott Ausstand auf Sava
Batavia, 19. Nov. (WTB.) Ein Telegramm aus Sarakarta meldet, daß 40 Bewaffnete um Mitternacht einen Polizeiposten im Innern des Landes angegriffen haben, daß sie aber zurückgeworfen wurden. Einer der Aufständischen wurde gefangen genommen und erklärte, daß 5.00 Aufständische beabsichtigten, in derselben Nacht eine Polizeikaserne zu über fallen, um 92 Männer zu befreien. Die darin gefangen gehalten wurden. Durch die von den Behörden ergriffenen Maßnahmen
Ensland gegen den Randals- auSichutz
Senf, 19. Nov. (WTB.) Die an das Generalsekretariat des Völkerbundes gerichtete und heute mittag veröffentlichte Note des englischen Auswärtigen Amtes über die vom MandatsauS- schuh des Völkerbundes vor einiger Zeit vorgeschlagene Aufstellung eines rund 230 Punkte enthaltenden Fragebogens, nach dem künftig die Jahresberichte der Mandatsmächte abgefaßt werden sollen, lehnt im Namen der englischen Negierung und der Regierungen der englischen Dominions diesen Vorschlag und den Fragebogen vollkommen ab. Desgleichen verwirft die Note enffchieden das vom Mandatsausschuh gleichzeitig in Anspruch genommene Recht, die Verfasser von Bittschriften und Beschwerden aus den Mandatgebieten zur mündlichen Aussprache vorzuladen.
D«r Konflikt im englischen Bergbau.
ft London, 20. Nov. Die Konferenz bet Vergarbeiterdelegierten empfiehlt in einer Entschließung allen Bezirken, unverzüglich mit den Grubenbesitzern Verhandlungen zu erstreben wegen des Abschlusses neuer Lohnverträge, doch soll kein Bezirk eine endgültig« Regelung annebmen, bevor nicht ein« nationale Konferenz abgehalten worden ist. ...v;
scheu Wahlgemeinschast und der deutschen Sozialisten. 63077 Stimmen für die polnischen Parteien und 7947 Stimmen für national nicht entschieden eingestellte Parteien. Das sind namentlich Wirtschaftsgruppen Mittelstand, Mieter), Kommunisten und die Kustos-Partei. Aber auch wenn man diese Mischmaschparteien den Polen hinzurechnet, ergibt sich für den Kreis Kattowitz immer nock eine deutfche Me , rheit von rund 19 000 Stimmen. Wenn man das Ergebnis des Land- Kreises Kattowitz, also ohne die Städte Kattowitz und Königshütte, zählt, ist das Verhältnis für die Deutschen außer- ordentlich günstig, nämlich 42 717 deutsche, 38 243 polnische und 991 Stimmen für andere Parteien.
Tie deutscheste Stabt „Polnisch"-Oberschlesiens ist Königshütte. Dort wurden abgegeben: 21247 Stimmen für die deutschen Parteien, 8744 Stimmen für die polnischen Parteien und 1289 Stimmen für andere Parteien. Die Deutschen haben also mehr als doppelt so viel Stimmen erhalten, wie polnische und
Das Deutsche „Belutsch-" SSerschlesteu
165000 deuM gegen 142000 polnische Stimmen
Steiici
Angora, 19. Nov. Meldung der Aua- iolischen Telegravbenagentur: Tewfik Ruschdi Kto ist oestern nach Angora zurückgekehrt. Am Kahnhof wurde er vom Premierminister Ismet Pascha, den Ministern und zahlreichen Abgeordneten begrützt. Die Zusammenkunft von Odessa hat Gelegenheit gegeben ru freundschaftlichem Gedankenaustausch über die beiden Länder interessierende Fragen. Die Minister des Auswärtigen haben wieder einmal die Richtigkeit ihrer Politik sestgestellt, die darauf hinzielt, die Maßnahmen zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit weiterhin zn fördern.
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Die Zusammenkunft des türkischen Außenministers Tewfik RuschdH Bei mit dem russischen Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Tschitscherin hat in der gesamten Weltpresse außerordentliche Beachtung gefunden. Die Kombinationen, die daran geknüpft werden, gehen so ziemlich einheitlich in einer Richtung, in der Vermutung nämlich, daß Tschitscherin mit Tewfik Ruschdy Bei die Bildung einer asiatischen Interessengemeinschaft gegenüber Italien und England — und im minderen, Grade auch Frankreich — besprach, also nichts weniger als die Schaffung eines „asiatischen Völkerbundes" mit einer deutlichen Spitze gegen die in Asien interessierten europäischen Mächte.
Der Aeußerung Tewfik Bei's vor seiner Abreise nach Odessa, „daß er das Gerede über die Schaffung eines asiatischen Völkerbundes, der ein Gegengewicht zum europäischen Völkerbund bilden würde, nicht verstehe", schenkt man in der Wellpresse nicht übermäßig viel Glauben. Auch das amtliche Eommunique über die Besprechung, wonach „in allen besprochenen Fragen volle Einmütigkeit" zwischen den beiden Ländern sich ergeben habe, ist bedeutungslos. Die große politische Bedeutung der Zusammenkunft geht aber aus der Mitteilung hervor, daß „alle Jahre einmal eine derartige Aussprache zwischen den beiderseitigen Außenministern stattfinden foH“.
Als positives Ergebnis der Konferenz bleibt sonach zum mindesten der W i l l e zu einer gewissen Interessengemeinschaft zwischen Rußland und der Türkei. Darüber hinaus ist aber bekannt geworden, daß China durch einen diplomatischen Der- tteter ständig auf dem Laufenden gehalten wurde und daß sich in Begleitung des neuen afghanischen Gesandten in Moskau, Mirza Kaan, der General st abschef der afghanischen Armee in Moskau einfand. Daraus ergibt sich, daß es sich bei der Konferenz in Odessa doch um etwas mehr gehandelt haben muß, als man in Angora und Moskau amtlich zugibt.
Jedenfalls ist man sich in den europäischen Hauptstädten völlig klar darüber, daß sich im Osten eine neue Entwicklung anbahnt, der man nicht gleichgültig Segenüberstehen kann. Wenn der „Temps" meint, Odessa bedeute die Antwort auf die territorialen Aspirationen des Faschismus im Mittelmeer, so ist zuzugeben, daß sich die Türkei durch die e n g l i s ch - i ta - lienische Mittelmeerpolitik in ihren Interessen in Syrien, dem Hodschas und im Irak bedroht fühlt und es ist nicht unwahrscheinlich, daß sie deshalb Anlehnung an den großen russischen Nachbarn gesucht hat. der seinerseits wieder ein begreifliches Interesse daran hat. die Türkei dom Völkerbund in Genf fernzuhalten. Die Entwicklung der Machtverhältnisse int nahen Osten eröffnet jedenfalls außerordentliche Perspektiven.
LaadwlrWaft und 6dmW
Von Abg. Kaiser-Kurhessen.
Die in nächster Zeit außer Kraft tretenden Vertragszölle auf landwirtschaftliche Produkte, sowie das Außerkrafttreten des sogenannten kleinen Zollgesetzes im August nächsten Jahres werden den politischen Parteien des Reichstages Veranlassung geben, sich demnächst eingehend mit der Frage des Schutzzolles zu befassen.
An den Zöllen ist der größte Teil des deutschen Volkes stark interessiert, besonders aber Industrie, Arbeiterschaft und Landwirtschaft. Deutschland mit seiner überwiegend industriellen Bevölkerung hat zunächst ein Interesse daran, möglichst viel Industrieerzeugnisse au^uführen und außerdem seine Industrie gegen die Konkurrenz des Auslandes zu schützen.
Vor allem die Arbeiterschaft muß an industriellen Schutzzöllen etn besonderes Interesse haben, da dadurch der Arbeitsmarkt vor der Auslandskonkurrenz geschützt und die Beschäftigungsmüglichkeit der deutschen Arbeiter gehoben wird. Die Notwendigkeit des Schutzes der Industrie ist auch seitens der Regierung und des Parlaments stets anerkannt worden. Sofort nach Kriegsende wurde für alle Industrieprodukte ein Zollschutz eingeführt, der in vielen Positionen noch die Vorkriegszölle überstieg, wie man z. B. an einzelnen Induftrieerzeugnissen. deren die Landwirtschaft bedarf, beobachten kann: so lastet z. B. auf Mähmaschinen ein Zoll, der 100 Prozent mehr beträgt, als der frühere, auf Zentrifugen ein solcher von 150 Prozent, auf Kraftpflügen ein solcher von 1900 Prozent, bei einer ganzen Reihe landwirtschaftlicher Gebrauchsgegenstände ist der Zoll auf 30—150 Prozent erhöht.
Eine Sicherung der deutschen Industrie gegen ausländische Konkurrenz wurde zunächst durch den Schutzzoll erreicht. Run galt es verlorene Auslandsmärkte wieder zu gewinnen. Dies gelang zum Teil dadurch, datz es dem Ausland ermöglicht wurde, sein« Agrarprodukte bei uns abzu- setzen. Dieses Entgegenkommen und bet Abschluß für das Ausland günstiger Handelsverträge trugen jedoch wesentlich dazu bei, datz der bisher beste Abnehmer bet beutschen Industrie, nämlich die Landwirtschaft, in eine sehr bedrängte Lage geriet. Hinzutretende Inflatronsverluste, hohe steuerliche und soziale Belastung, verbunden mit niendrigen Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse, die allerdings durch Zwischenhandel und Steuern für den Konsumenten nicht fühlbar wurden, führten die Landwirtschaft, die vor dem Kriege 67 Prozent der deutschen Industrieerzeug- nisse aufkauste, zu einem immer weiteren Abwärtsgleiten.
Bei der Einfuhr ausländischer Agrar» Produkte ist seht wohl zwischen entbehrlichen und unentbehrlichen zu unterscheiden.
An entbehrlichen Lebensmitteln wurden im Jahre 1925 für etwa 2% Milliarden Mark eingeführt und zwar für 958 Millionen Mark Getreide und Mehl, für 182 Millionen Mark Obst, für 285 Millionen Mark Fleisch, für 180 Millionen Mark Südfrüchte, für 389 Millionen Mark Mol- ksreiprodukte usw. Wein wurde in derartigen Mengen eingeführt, datz deutscher Wein beinahe unverkäuflich wurde.
Außerdem führen wir noch für über 2 Milliarden Mark unentbehrlicher Agrarprodukte ein in Form von Oelft ächten, tierischen und pflanzlichen Spinnstoffen.
Die vorgenannten entbehrlichen Agrarerzeugnisse können unschwer int eigenen Lande erzeugt werden.
Die immer mehr zunehmende Erkenntnis, daß nicht allein d-ie Industrie, sondern auch die Landwirtschaft gegen die Konkurrenz des Auslandes geschützt werden müsse, um besonders bei der letzteren die Rentabiltät und die gesunkene Kaufkraft wieder herzustellen, veranlaßte die Regierung die sogenannte kleine Zollvorlage. die am 31. Juli 1927 wieder außer Kraft tritt, einzubringen. Rach langen