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Nr. 245

ObetbefitW Zeitung. Marburg a. L. Montag, bee 18. Oktober.1825

t 6e«t 1

Mmburoer AadWtmg

Marburg, 18. Oktober (Gilbbardt).

GaursettMßMgZn W MarSurg

Tages. Anzeiger.

Montag, den 18. Oktober.

Volkshochschule: 8.15 Uhr abends Süd­schule.

Stadr Theater Marubrg: Stadtsäle 7.30 Uhr Gastspiel des Kasseler Staats-Thea- , . ters:Doktor und Apotheker."

Zentral-Theater, Kasernenstraße:Rosen aus dem Süden".

U.-T.: Pilgrimstein:Die Kleine vom Bum­mel".

Vchützenhos, ' ' Y-mr Weg T. Jazzband» kvnzert. ..

Bracht: Kirmes bei Gastwirt Weigel.

Großseelheim: Kirmes bei Gastwirl Gabe. *

Niederasphe: Kirmes bei, Gastwirt. Engel­bach. '

Ockershausen: Kirmes bei Gastwirt Rabenau.

Sarnau: Kirmes bei Gastwirt Reinhard.

Wehrda: Kirmes bei Gastwirt Rudolfs, Lahn- garten.

* Die Fünfzigjährigen. Wie in die­sem Jahre die Scchzigiäbrigen, jo gaben, sich am Sonnabend im Hause Freidbos die.Füustig- jährigen ein Stelldichein, das einen fröhlichen Verkauf nahm und dem sich gestern ein gemein­samer Kirchgang anschlotz, an dem sich meist diejenigen beteiligten^,, die einst gemeinsam konsirmiert wurden.

* Sammlung deutscher Volks­lieds r. Der Verband Deutscher Vereine für Volkskunde erläßt einen Aufruf zur Sammlung deutscher Volkslieder und wen­det fich an das ganze deutsche Volk mit der Vitte um Sammlung. Das Deutsche Volks­liederbuch in Freiburg (Breisgau) hat be­reits gegen zweihunderttaufend Volkslieder beisammen. Texte und Melodien sind er­wünscht, zumal da von Tag zu Tag von den Vätern ererbtes Volksgut in Verges­senheit gerät und durch minderwertiges modernes Machwerk ersetzt wird. Oester­reich und die Schweiz haben seit einer Reihe von Jahren Volkslied.und Volks­musik des ganzen Staates gesammelt. Da darf das Deutsche Reich nicht zurückbleiben. Alle Kreise des deutschen Volkes, Groß und'Klein, Arm und' Reichs Gebildete und' Ungebildete, müssen das Unternehmen tat­kräftig unterstützen. Aus der Sammlung sollen kleine Volksliederbüchlein in die ein­zelnen Landschaften herausgegeben und da­mit erreicht werden, daß die Lieder der Väter und Großväter nicht von den Lip­pen der Rachfolger verschwinden.

* Po st lagernde Briefe. Post- lngern^" Briefsendungen werden trotz rechtzeitig gestellter Nachsendungsanträge bisweilen überhaupt nicht oder verspätet ngchge,sandt. Die Postanstalten sind jetzt an­gewiesen ryvrden dafür zu sorgen, daß die rechtzeitige Erledigung der Nachsendungs- anträae sichergestellt ist.

Der Äufwertungsanspruch gegen eine Stadtgemeinde. Bei einem Aufwertungsanspruch gegen eine Stadtgemeinde hatte diese den Einwand erhoben, daß nur das Anleiheablösungsge- fctz anzuwenden sei. Nach einem Beschluß des Dberlandesgerichts Dresden ist dieser Einwand dann unbegründet, wenn die Verpflichtung der Stadtgemeinde gegen­über dem, Gläubiger erst nach dem Inkraft­treten dieses Gesetzes» entstanden ist. Wenn die Verpflichtung der Stadtgemeinde durch eine Schuldübsrnahme entstanden ist, so gilt dies auch dann, wenn die übernom­mene Schuld aus einer früheren Zeit her­rührt.

* Ablösung der Länder- und Gemeindeanleihen. Im Interesse aller Beteiligten wird nochmals darauf hin­gewiesen, daß die Altbesitzrente aus Ländor- und Gemeindeanleihen bis 1. November dieses Jahres angemeldet sein müssen. Nach Ablauf der Frist können, da es sich um eine gesetzliche Ausschluhfrist handelt, Ansprüche nicht mehr geltend gemacht werden. Eine unve"-ügliche Stellung der Anträge durch die Anleihen-Jnhaber ist dringend erftr-" derlich und werden dieselben von den Danken oder Sparkassen entgegengenommen.

-iberschmuck der deutschen Kriegsgräber am Totensonntag.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräbest- _ ürsorge gibt auch in diesem Jahre wi>der " ledem Gelegenheit, einen Kranz au^ dein. fernen Grabe seines Angehörigen nieder­zulegen. Es ist gelungen, die Zahl der Friedhöfe, auf denen Grabschmuck erfolgen kann, gegen das Vorjahr zu verdoppeln.. Die hiesige Ortsgruppe des Volksbundes fBiegenstraße 28, Erdgeschoß) nimmt bis um 22. d. M. Bestellungen entgegen. Die - einzelnen Fnedhofsorte sind in Nr. 9 der Kriegsgräberfürsorge apfgeführt, die ern- gesehen werden kann. -----

Der Volksbund hält es für seine heilige Aufgabe, apA die gewaltigen Sammelgrä­ber zu schmucken. So wendet er sich auch an die, deren Gefallene unbekannt be­stattet sind, aber auch an die, die keinen Angehörigen.in fremder Erde ruhen ha­ben.. Statte ein jeder Juuccheine JLeine . Beihilfe zum Schmuck ihrer Grüber wenig-, ftens einen geringen Teil der Dankesschuld an unsere Brüder ab.

Völksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Ortsgruppe Marburg.

Mitteldeutscher Sängerbund, Gau Oberhessen.

Die Ziele, die bei der Gründung der Ab­teilungGau Oberhessen" des mitteldeut- , deutschen Sängerbundes von den interes­sierten Kreisen verfolgt wurden, sangliche Vielheiten einer Landschaft in eine für die Massenentfaltung geeignete Einheit zu- fammenzufassen, fanden einen beredten Ausdruck in den großen Maffenchören, die am Sonntag mittag um 12 Ahr unter der umsichtigen und energischen Leitung des Chormeisters Heinrich Engel­hardt- auf dem Marktplatz- in Marburg zur Aufführung gelangten. Nichts ist ge­eigneter, die Bruderschaft des Sängertums in blendenderer Formguin Ausdruck zu bringen, als derartige Masfenchöre, die sorgfältig von den einzelnen Chorleitern an örtlich getrennten Stellen eingeübt, in der Zentrale des Gaues von dem Gauchor­meister zusammengefügt und zu endgültiger Entfaltung gebracht werden. Die straffe Disziplinierung des Sängermaterials, die sich aus der Vorbereitung auf derartige Massenchöre naturnotwendig ergibt, ist an sich schon ein wertvolles Element für die Erziehung zur Volkskunst. Der seelenvolle Zusammenklang, der schließlich erreicht wer­den muß, ist eine Gewähr dafür, daß sich die einzelnen Vereine einer .gemeinschaft­lichen größeren Aufgabe unterordnen, statt in sinnloser Konkurrenz sich das Dasein zu verbittern. Das heißt nicht, daß nicht jeder Verein um die Palme der größten Vol­lendung .ringt, daß aber trotzdem jeder alle Kräfte in den Dienst eines höheren Zieles zu stellen gewillt ist.

Es ist besonders begrüßenswert, wenn ein Streben dieser Art sich an die unerschöpf­lichen Schätze des gesunden und einfachen deutschen Volksliedes heranmacht. Solchem Streben entsprach denn auch das Pro­gramm der auf dem Marktplatz dargebote- nen Gesänge, die bei dem aus Stadt und Land zahlreich erschienenen Publikum leb­haftesten Beifall fanden. M bedarf kaum der Erwähnung, daß die aus den verschie­denen Vereinen des GauesOberhessen" erschienenen 600 Sänger die dhnamifchen Bedingungen desunter freiem Himmel- Singens mühelos und mit überraschendem Stimmglanz bewältigten. Besonderen An­klang fanden alte, von Jugend auf ver­traute Lieder, wieDas ist der Tag des Herrn",Die Lorelei" undWer hat dich, du schöner Wald".

Wenn von bestimmten Seiten immer wieder auf den Sport als Erneuerer und Vorbedingung des deutschen Aufstiegs hin­gewiesen wird, so soll man darüber den deutschen Sang nicht vergessen. Genau wie die körperlichen Bestrebungen im An­fang des letzten Jahrhunderts an dem Eingang zu einer neuen Epoche der deut­schen Geschichte standen, ist .auch der Männerchorgesang zn seiner neueren Form eine nunmehr hundertjährige Institution! And wenn dem corpus sanum zweifellos Pflege gebührt, so ist die mens sana sicher­lich nicht in zweiter Linie zu nennen, der Geist kann nicht nur durch Körperpflege gedeihen. Sicherlich galt dkftellt Willen zur Erneuerung echten deutschen Innen­lebens nicht der geringste Teil des Bei­falls, der, auch aus den vpfthxsetzten Fen­stern der Häuser rings um den Marktplatz, die Sänger wie ihre Dirigenten für ihre wohlgelungenen Chöre lohnte.

Am Nachmittag hatten sich im Stadt- fffäT nffh VieRThöre des Verbandes zu Einzelgefängen zusammengefunden. ' Den Auftakt zu der ausgewählten Vortrags­folge gab . der VereinSänger kwst Wehrda" unter dem Dirigenten Diet- mann mit dem LiedDer - Heldentod" von Fleischer. Der neue Dirigent"'gfttg voll­ständig in seiner Aufgabe auf. Zwar hätte eine etwas stärkere Zurückhaltunft-der' Te­norgruppe den dynamischen Zusammen­klang dtzs Chores-zweifellos gefördert. Her­vorzuheben ist die stinkmungsvolle Anter» malung der Solostellen, die von der Mu- fikalität des Dirigenten nicht nur, sondern auch von der Güte des" StimmaNftials 'Zeugnis ablegten. , v '

v Anschließend sang der »Gesangverein Concordia" aus Kirchhain unter cher bewährten Leitung des Herrn Engel­hardt "Feldeinsämkeit" von Wendzl. -.In dem Vortrag zeigte sich eine gute Schulung der Oberstimmen, die durch einzelne Kopf- töne wirkungsvloll belichtet wurden. Der Bah, dem noch eine stärkere Stimmgebung zu wünschen wäre, ^stützte den Gesang im allgemeinen nach bestem Können. Bei der hohen Lage des Liedes ist besonders an­zuerkennen, daß Entgleisungen nicht vor­kamen.

"-Unter dem Stabe des Herrn H. Erwisch erklang die VolksweiseO, wie herbe ist das Scheiden", vorgetragen von demP o st ge - ft a n gD erei n". Der auch an anderer Stelle des Abends bewährte Dirigent wußte für einen in sich gebundenen Vortrag und charatzte- ristifche Behandlung der textlichen Unterlage zu sorgen. Den nächsten Vortrag brachte der Liederkranz Marburg" unter- der Führung

des, Herren E h l i ch mit dem LiedDer Abend" von Ziegler, das besonders ansprach durch die ausgezeichneten Bassintonationen und die gute Atemtechnik des Tenors, der bei eindringlicher Pflege noch Schönes erwarten läßt. Fein ab­getönt im Crescendo wie auch in den zärteren Nuancen durchgcarbeitet war der unter der Leitu",' des Herrn Windel durch denAl ä n - - ' 1 ' n-ngverein.rgel n zum Vor-

.> gerächteSanctus" von Schubert. Ter -irigent hat bei diesem, im Gesamtklang durch­aus gnspreche. .en Tonkörper sorgfältige und fein ziselierte Arbeit geleistet. DieG e - s a n j^s a b t e i l u n g des Turn- und Sportvereins 1860" «Chorleiter Ermifchs brachte bei guter geistiger ErfassungDie rhei­nische Brantsahrt" von Ulrich frisch und leben­dig unter gefdiditer Haltung der Einzelstim­men und wirksamer Baßimterst.ützung heraus. Besonders gelang bei denp Anklang an die Lo­relei der Auftakt des Tenors und die Gesamt­wirkung des Chors in effektvollen Ab­schluß .Zur Prautfahrt aus die Wimpel". WohlaiLgcglichenheit in allen Stimmgruppen erzielte in dem-MozartschenO, Schutzgeist alles Schönen" chie.Eintracht" atk Dre i- Hausen unter der aufmerksamen Obhut des Herrn Heck. DerL i e d e r v e r e i n" Ma r b u r g, von errn Engelhardt geführt, sangArn Bergstrom" von Köllnech ein Werk, das namentlich an den Tenor schwere Aufga­ben stellt. Auch diese» Sieb kam in allen Tei­len bei gu' : Textai^s.'rache zu, vorteilhafter Wir! ng. Unter Leitung des Herrn H. Dörr, dessen Musik Uitüt und ganz besondere Eig­nung, vorher nnoeübte Sänger zu guten Sei« stilügen chetänzubilden und Ihrer"Individuali- tät Rechnung zu tragen, wie wir schon an ande­rer Stelle betont haben, trug derMänner- ge fa g ej e 11k Gapj),e I das Lied von Curti , Hoch empor vor. Der Verein, dessen Oberstimmen vielleicht jm Forte einiger Dämp- fuiMn.. behuxft. hätten, erzielte in den Solo­einsätzen einen ausgezeichneten Wohlklang. Auch die Unisonostimmen mit den eingeflochte-

. nen Rezitativsätzen, waren rhytipisch ausge­zeichnet gelungen.

DerMännergesangverein Sie« derkranz" (Ockershausen) unter dem norsenaunten Chorleiterbrachte bei guter Batzunterstützung das Lied von SonnetDer Schwul am Rbein" zu schönster Darlegung, wo­bei ejnrelne Solostimmen., im. Baß die lieber« gange zum Einfallen der Gesamtgruppe, exakt vökmitteften. Besonders gük batte der Chor­leiter Ermisch seinen GesangvereinEinig­keit Michelbach" auf das Lied von Esch Schlafglöckchen" eingearbeitet. Hier waren vor allem die im Piano aut festgehaltenen Summstimmen .welche dem Tertcharakter des Liekes ihre Prägung gaben, äufck feinste schat­tiert. Der Ausgleich der einzelnen Stimm* gruvven zeugte von eindringlicher Eesangs- pflege. Der ,.M ä n n er g e s a n g v e r e i n Ebsdorf" machte sich'nach Kräften in dem in seiner Einfachheit ansprechendenSoldat" von Silcher verdient. Der Dirigent Lölkes bat. aus diesem jungen Verein schon recht viel ber- ausgebolt, daß man noch Schönes für Vie Zukunft erwarten kann. Zum Schluß batte Herr Chörleifer Jauernick unter feinem Stabe Germania Marba ch",G e x m a n ttr* Beltershausen" undConcordia Heskem" vereinigt.. Die vereinigten Sanges- grupven fügten sich mit außerordnetlicher Hin­gabe den Intentionen des D'irigentn, was na-, mentlich auck für das "jüngere Material gilt. Das LiedJWie ich so kleb dich! bad" (Geis) glückte durchaus Und bildete in seiner soliden dpnamifchen 'Abstufung einen wohlgelungenen Ausklang des Konzerts.

Die Qualitäten, die in den Massen­chören des Vormittages schon zu glück­lichem Durchdringen tarnen, ließen sich in den Einzeldarbietungen des Nachmfttags'- konzertes eingehender verfolgen. ES han- belt sich hier nicht uni einen Sängerwett­streit, Mnd es erübrigt sich'also, "die Leistun­gen der einzelnen Vereine gegeneinan­der abzuwägen. Trotzdem kann mit 6efon= dererGenugtuung -hervorgehoben werden, mit welchem Eifer und welcher Aufopfe­rung besonders auch die Landvereine und zwar sowohl Sänger wie Dirigenten an die dem Männergesang obliegenden Aufgaben herantreten. Dies gilt nicht nut für die künstlerische Durchführung der Vorträge, fohocrn auch, und das nicht zuletzt, für den zahlenmäßigen Aufwand, der bei ein­zelnen^ Lek auffreteftben "VdrslM aus der Umgebung direkt verblüffend war. In der Tat hat -der Gau Oberhessen bereits 1100 Mitglieder, was nur durch eine rege Betet-- ligung vom Lande her zu erklären ist.

An das Nachmittagskonzert schloß sich noch ein durch zahlreiche Gesängsdarbie- tungen angeregte» gemütliches Zusammen- - sein, bei dem mehrere Redner, darunter der Gauvorsitzende Herr Postdirektor Langen­berg, sowie der Gauchormeister Herr Engelhardt das Wort ergriffen, um nicht nur die bisher geleistete Arbeit dar-, zustellen, sondern auch auf die in Zukunft bevorstehenden Aufgaben hinzuweisen. Es ergab sich hieraus, daß für die oberhessi­schen Sänger in absehbarer Zeit zahlreiche Ziele erstehen werden, die über das rein regionale Platz hinauswachsen und also an die einzelnen Mitglieder der hessischen San­gesbrüderschaft wie auch an ihre Leitung erhöhte Anforderungen stellen werden. Daß man diesen Anforderungen allseitig ge-' wachsen fein wird, möchten wir nach dem Verlauf des heutigen- Tages gern anneh­men.mm.

Kreis ffWafn

Amöneburg. Hier wurde ein schon mehrfach vorbestrafter Mann von auswärts festgenommen, der einen Posten Leder ge­stohlen hatte.

Aus -em ßinterland

Gladenbach. Ter Bezirksausschuß zu Wiesbaden hat in seiner nichtöftentlichen Sitzung vom 22. Seplember 1926 auf Grund t>M?- 39 und 40 der Jagdordnung vom 15. Fuli 1907 beschlossen, die "Schonzeit für Rehkälber für das Kalenderjahr 192G auf das'ganze ®tahr >üNSzuüehnen.

Tautphe, 14 Okt. In der vergange- -itAt Riecht wurde im S^tlhaiw Dautphe ein Einbruch verübt. Der Dieb drückte im Schulzimmer eine Scheibe ein und stieg durch das Fenster in das Gebäude. Er entwendete ein im Hausflur stehendes gut­erhaltenes Fahrrad, Marke Burgmüller Nr. 761 233, eine gefütterte Leder weste mit Aermel, und einen grünen Loden­mantel.

Aus der Rabenau.

- Londorf. Hier wurde ein Reit- u. Fahrverein gegründet, dem-bis jetzt die Orte Londorf, Kefselbach, Odenhausen und Geilshausen angeschlossen sind. Eine _ Anzahl gebienter Solbaten von «berittenen Truppen haüftich als Reitlehrer zur Ver­fügung gestellt. Allwöchentlich finden die Reitübungen auf einem geeigneten Reitplatz Tn der Nähe Londorfs statt. Bis jetzt haben sich zwei Abteilungen von Jungreitern ge­bildet. Für später sind noch Fahrübungen und Vortrage über Pferdezücht' und -Pflege - in- Aussicht-genommen.

Kreis fiwnkenderg

Frankenberg. Studienrat Dr. Rubbel, bisher in Marburg, ist in den Lehrkörper unserer Edertalschule einge­treten. Herr Dr. Rubbel, war 12 Jahre in Quito in Ekuador tätig als Setter des Schulwesens und- spätes als-Dieettor der deutschen Schule.

Herzha-us-»n,--46. Okt. Infolge des eingetretenen Regenwetters nimmt der Wasserstand im -ß3iexf<er Lerziemlich trocken geworden war, wieder zu. Bei dem Rückgang des Wasserstandes wurde eifrig dem Fischfang' geMdigk?

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tote MWMimlrunM

r. Berlin, 18. Okt. Der, Produktenmarkt verkehrt in fester Haltung'.WOie' Preise konnten infolge höherer Auslandsnotierungen etwas anziehen. In Weizen war das Geschäft lebhaft und es besteht dafür etwas Nachfrage. Die Käufer üben Z"rückhaltung. Weizen 260263 (per Dez. 284286), Roggen 216221 (per Ctt.~234235, der'Der. Wintergerste 180

bis 188, Safer 174190, Mais 192195, Wei­zenmehl 3h«50-^W«2S,^Noagenmehl 31,25 bis 32,50, WeizeiMele 10,25, Roggenkleie 10,50.

r. ,F r a n k.f n r t. a. .M., 18. Okt. Der hiesige Produktenmarkt"verkehrt in etwas -festerer Haftung.- Die Preise konnten etwas artsiebert. Das . Angebots in naher Ware Tfr fege gering. Weizen 28,7529, Rog­gen 23, -Sommergerste-2428, Hafer 18,75 bis 19,50, Mais 1919J35, Weizenmehl 41,5042,31), Roggenmehl 33^Tu34,10, Weizenkleie 1010,25, Roggenkleie 10,50.

r. Frankfurt, 18: Okt. Der Effek­tenmarkt "eröffnet henke in etwas festerer Haltung. Namentlich für Montanwerte schint sich großes Interesse zu entwickeln. Farbenindustrie 318,"Phönix 132.50 Geld, Kriegsanleihe ebenfalls lebhafter 0,680 Gute "Hoffnung" 'besteht auf Tas große Manifest, das am Mittwoch in allen ' Hauptstädten' fit" Europa "veröffentlicht werden fokd. Man verspricht sich davon einen guten Einfluß auf die allgemeine Wirtschaftslage. '

Keine Räumung des Rheinlandes.

ff. P-ckftkSTNTON. ~ ,7Wt PäNsien" be­richtet, Kriegsrninister P a i n I e o e habe er­klärt, datz die Gerüchte über eine überstürzte Räumung des Rchernkundes und über Vor­bereitungen für den Abmarsch der Besatzungsarmee unbegründet sind. Wenn er eine Unterredung mit General Guillaumat gehabt habe, so sei das geschehen, um sich über die Ausführung eines Planes zu unterrichten, der schon seit mehreren Monaten festgelegt sei.

Wetterbeobachtungen am 17.18. Skt.

Höchste Temperatur am 17. Oktober 9,1 (£el|.

Niedrigst« Temperatur letzte Aachl 0 4 Ceti.

Zeit

Barometer st. reduziert , auf N. N.

Tempe»' ratur

Relative Uu|t= feuctitigteit

17.10.2 Uhr nachm. '

762,4 mto

9,1 Cels.

83»/.

17.10.9U5t nachm.

764,5 mm

4,4 Gell.

94»/,

18.10.7 Uhr oorm.

767,2 mm

1,8 Cel|.

98»/.

Franz Böhler, Sv

Mr, WettersaiieM

Weiterbericht.

ff Vorhersage bis Dienstag abend: Teils heiler, teils wollig ohne Niederschläge, Ta- -gestemperatu-ren -wenig -verändert, nackts kühl bi» zu Frost.