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MzeigerMchvsjmhkv kurhMML)<Vberhrfien/-- Amtliches Verkündigungsblatt jur d-KreisNsrdMg
Bmögerung der Besatzungsmindemng
M Kbnlrrlle der privaten WMenherstellung
SLes anea grrauail
Neue schwere Kämpfe.
Paris, 13. Sept. „Setups“ gibt eine Agenturmeldung wieder, wonach die Spanier mit den Rifleuten auf dem * größten Teil ihrer Front im K am p f st e h e n. Nach ergänzenden Meldungen feien feit dem 11. September der spanische Major Capaz und der Kaid Abd rl Wäret mit ihren Truppen von starken Rifabteilungen umzingelt. Zahlreiche Abteilungen der Ktama und verschiedene andere Rifstämme sollen die Ktama, die die Spanier bekämpfen, unterstützen. Schechaueu sei bereits wieder infolge des Druckes der Rifleute g e - räumt worden. Diese Lage zwinge die französischen Truppen der Nordsront, Vorsichtsmaßregeln zu treffen.
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Sie BMabiliinmung in Evantea
V flt. Paris, 14. Sept. Nach einer Meldung des „Journals" aus Madrid hat bei der Volksabstimmung die Zahl der Unterschriften für das Regime Primo de Riveras gestern abend 5 Millionen erreicht. Aus einigen Distrikten fehlen die Ergebnisse noch. Man rechnet mit 6 Millionen Ia - Stim- men.
ff. Paris, 14. Sept. Nach einer Meldung des „Journals" aus Madrid hat im Verlaufe des gestern in Legovia tagenden Kriegsgerichts der Regierungs- fommisiar gegen den Direktor der dortigen Artillerieschule die T o d e s st r a f e und gegen die 45 Lehrer lebenslängliche Haft beantragt. Das Urteil wird erst bekannt gegeben, nachdem es den. Obersten Kriegs- und Marinerat zur Billigung unterbreitet worden ist.
Für die SrMeit
»er RecklivreKung
Reichsminister Dr. Bell auf dem Deutschen Iuristentag in Köln.
Köln, 13. Sept. Auf dem Deutschen Ju- ristentag in Köln hielt Reichsmintster Dr. Bell eine Rede, in der er u. a. ausführte, Gesetzgebung und Rechtsprechung dürfen keine Fremdkörper im Volksorganismus sein. Rechtsentwicklung und Rechtsreform müssen unlösbarer Bestandteil des großen deutschen Wic- deraufbauprogramms sein. Zur Frage der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse sagte er, daß diese Einrichtung noch unverkennbar in den Kinderschuhen stecke, daß aber Forschung und sachkundige Aussprache die Fehler und Mängel der Vergangenheit ausgleichen werden.
Tiefer Schmerz erfülle alle an der Rechtspflege beteiligten Organe angesichts der Vertrauenskrise, die unsere Rechtspflege bedrohe. Verhängnisvolle Ungerechtigkeit würde es vor allem sein, den deutschen Richter st and für Verfehlungen und Mißgriffe Einzelner, die uns mit ernster Sorge erfüllen, verantwortlich tu machen. In die Gewissensfreiheit der deutschen Richter darf nicht e i n gegriffen werden, denn den deutschen Richtern ist ihre Unabhängigkeit nicht als einseitiges Vorrecht, sondern als Mittel zur Erfüllung ihrer höchsten richterlichen Aufgabe des gleichmäßigen Schubes aller Staatsbürger und der unparteiischen und gerechten Rechtspfege gewährt. Vergegenwärtigt sich der deutsche Richter bei allen seinen Amts- i Handlungen, daß ihm der Volksgenosse und der Mitmensch gegenüber steht, dann wird seine aerrchtc und unparteiische Rechtsprechung das Vertrauen aller Volksschichten finden.
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Keine Seamtenthrtgung
Berlin, 13. Sept. Die Einigungsverhandlungen zwischen dem Deutschen Beamtenbund und dem Allgemeinen Deutschen Beamtenbund wurden heute fort- gesctzt. In der Frage der sogenannten gemischten Verbände stünden sich zwei unvereinbare Auffassungen gegen«
Berlin, 13. Sept. In diplomatischen Kreisen werden sehr eingehend die vertraulichen Gesprö^e erörtert, die angeblich am Sonnabend und Sonntag zwischen Strese- mann, Briand und Chamberlain stattgefunden haben sollen, lieber den Inhalt dieser Besprechu""en kursieren die verschiedensten Gerüchte. So wird u. a. erzählt, daß tn diesen Besprechungen insbesondere die Frage einer Reduzierung der Besatzungstruppen auf 38 000 seitens Chamberlains und Briands bestimmt zugesagt worden sei. Hierzu wird uns von gut unterrichteter Seite erklärt, daß offizielle Verhandlungen im diplomatischen Sinne in Genf bisher überhaupt noch nicht stattgefunden haben. Es ist selbstverständlich, datz in den privaten Unterhaltungen zwischen den in Genf weilenden Staatsmännern die grotzen politis^-n Fragen, die sich aus dem Locarnopakt ergeben, erörtert worden sind, zumal ia der Locarnopakt fetzt endlich durch den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund in Kraft gesetzt worden ist. Einzelheiten über den Inhalt dieser Besprechungen können aber um so weniger mitgeteilt werde" als ein Eraebrns nach gar nicht vorliegt. Es wäre aber durchaus verfehlt, wenn man sich einem allzu großen Optimismus bingeben wollte. Stresemann hat vor einigen Tagen in Genf einmal das Wort gebraucht „man müsse die Früchte reifen lassen". Man wird gut daran tun, dieses Wort insbesondere auch auf die schwebenden politischen Fragen anzuwenden.
Wann die deutsche Delegation von Genf abreisen roirb. ist vorläufig noch nicht abzusehen. Die Kontrolle her privaten Wasfenherstellung.
Genf, 13. Sept. (TA.) Der dritte Ausschuß bet Dölkerbunbsversammlung befaßte sich heute mit der Kontrolle der privaten W a f f e n h e t st e l l u n g und der Kontrolle des internationalen Waffenhandels. 3m Laufe der Diskussion gab der deutsche Delegierte Graf Bernstorfs eine Erklärung ab, in der die deutsche Regierung ihre Bereitwilligkeit feststellt, an der Kontrolle der privaten Wasfenherstellung und des internationalen Waffenhandels aktiv mitzuwirken. Er wies jedoch daraus hin, daß diese Frage seiner Ansicht nach in den Rahmen der allgemeinen Ä b r ü st u n g s f ra g e eingegliedert werden müßte. Es sei unzweckmäßig, eine besondere Konferenz für die Kontrolle der privaten Waffenherstellung und des privaten Waffenhandels abzuhalten, da dieses Problem endgültig doch nur im Zusammenhang mit dem großen Äbrüstungsproblem gelöst werden könne. Paul Dvuncour- Frankreich, Onslow- England, 3 s h i i - 3apan und de B r o u ck e r e - Belgien schlossen sich im Gegensatz zu den Vertretern Jugoslawiens und anderer Länder dieser Auffassung an. 3ouhaux-Frankreich brachte schließlich einen Kompromißen trag ein, in dem vorgesehen ist. daß, falls die internationale Abrüstungskonferenz nichtimnächsten 3ahre zusammen- treten sollte, (!) die Konferenz zur Kontrolle der privaten Wasfenherstellung getrennt stattfinden sollte. 3n der Rachmittagssitzung wurde dieser Antrag angenommen.
Erklärungen Briands.
ff Berlin, 14. Sept. Der sranzösifche Minister des Aeußern Briand gab dem Berichterstatter einer Berliner sozial-
über. Während der Deutsche Beamtenbund den Grundsatz der reinen Beamtenorganisationen vertrat, verlangte der Allgemeine deutsche Beamtenbund die Anerkennung der gemischten Verbände als gleichberechtigte Organisationsform. Der Deutsche Beamtenbund war bereit, für eine gewisse llebergangszeit Zugeständnisse zu machen. Da eine Einigung nicht erzielt werden konnte, wurden die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen.
Albanisch-jugoslawischer Menzzwischenfall.
fk. Paris, 14. Sept. „Chicago Tribüne" berichtet aus Belgrad von einem albanischen Ueberfall auf den jugoshlwischen Grenzort Dales. Sämtliche 14 albanischen Eindringlinge .seien im Kampf mit einer jugoslawischen Gendarmerieabteilung gefallen. Der Führer der jugoslawischen Polizeitruppe und mehrere Pölizeibeamte würden verwundet.
demokratischen Korrespondenz eine schriftliche Erklärung ab, in der es u. a. heißt: Es ist sehr wahrscheinlich, daß im Lause der Besprechungen, die ich mit Herrn Stresemann hier zu haben gedenke, die Fragen behandelt werden, die die Rheinlandbesatzung und die noch nicht beendete Durchführung der Entwaffnungsklausel des Friedens- Vertrages betreffen. Das Datum der Abberufung der Kontrollkommission in Deutschland hängt von dem Augenblick ab, indem die verschiedenen Punkte, die den Gegenstand der Besprechungen vom 16. November vorigen Jahres bilden, durch- gefiihrt sein werden. Die französischdeutsche Annäherung ist die unerläßliche Vorbedingung für den Frieden in Europa und in der ganzen Welt.
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Nr. M über »en Wlkerbnn»
München, 13. Sept. (TU.) In feiner gestern auf dem schwäbischen Katholikentag in Kempten gehaltenen Rede sprach Ministerprä- fibent Dr. Helb auch über bas Völkerbunbs- problem unb führte etwa aus:
Ich bekenne mich als Anhänger des Völker- bunbes, aber nicht biefes Völkerbunbes, der in ber Verfolgung einseitiger Interessen niemals bas erfüllen kann, was fein Name sagt. Ich bekenne mid> als Anhänger eines Pazifismus, aber nicht eines solchen, ber bie Interessen bes Vaterlanbes unb ber Nation vollftänbig aus bem Auge läßt. Verschwommene internationale pazifistische Anschauungen unb bar- auf beruhenbe Auslassungen über ben Völker- bunb, wie sie heute vielfach geübt werben, können niemals die Billigung bes beutschen Volkes finben. Als Christunb als Deutscher mutz man fordern, daß der Völkerbund nicht zum Werkzeug der Staaten gemacht werde, die man einst Sieger- Staaten nannte. Was wir fordern, das ist ein universaler Bund, eine wirkliche Gemeinschaft her Völker Der Vertrag von Versailles raubt aber dem deutschen Volke hie elementarsten Rechte, als gleichberechtigte Großmacht im Völkerbünde zu wirken. Wir muffen dafür sorgen, daß dem deutschen Va- terTanbe nach den furchtbaren Tagen ber Heimsuchung ber Ausstieg zu feiner alten Stärke unb Größe befchieben fein möge.
Das Budget des Völkerbundes.
G e n f. 13. Sept. (TU.) Die 4. Kommission der Völkerbundsversammlung, die sich mit Finanzfragen zu befassen hat, hat heute unter Vorsitz des rumänischen Delegierten die Beratung über das Budget des Völkerbundes für das Finanzjahr 1927 beraten, von dem bie ersten brei Artikel in der heutigen Sitzung angenommen wurden. Das Budget beläuft sich auf 24 615 097 Goldfranken, das find 1700 000 Franken mehr als im Jahre
3um Attentat auf WW
fk. Paris, 14. Sept. „M a t i n“ berichtet aus Marseille, daß der Urheber des letzten Attentats gegen Mussolini unter bem Namen Lucoppj als Arbeiter in Marseille beschäs- tigt geroefe «fei. Er habe sich nichts zu Schul- ben kommen lassen. Ob die beiden anderen Personen, die an dem Attentat beteiligt gewesen fein sollen, sich auch in Marseille auf- gehalten hätten, werde noch untersucht. Jedenfalls habe Lucoppi anfangs September Marseille verlassen, ohne daß ein Paß auf seinen Namen oder auf den Namen Lucetti ausgestellt worden sei.
Schweres Eifenbahnunglück in Australien.
fk. C i t n e y, 14. Sept. Bier Wagen eines Eüterzuges lösten sich von dem übrigen Zuge los und stießen mit einem Schnellzug der Nordweftlinie .nf^mmen. Drei Personen wurden getötet und 55 verletzt.
Keim RöckMbe »er Lberzvir-Uerke
Warschau, 13. Sept. (WTB.) In einer offiziösen Mitteilung heitzt es: Der deutschen Gesandtschaft in Warschau wurde eine Note der polnischen Regierung übprgeben, in der vorgeschlagen wird, in schiedsrichterliche Unterhandlungen über die deutschen Ansprüche auf die Chorzow- werke in Oberschlesien einzutreten. Die polnische Regierung schlägt vor, datz die „Bayerischen Stickstosfwerke" als die in Betracht kommende deutsche Gesellschaft sich unmittelbar an die Direktion der Chorzowwerke wenden und ihre Ansprüche formulieren soll. Die Direktion der Chorzowwerke ist von der Regierung zur Führung von Unterhandlungen ermächtigt worden. Sofern die Verhandlungen dieser unmittelbar interessierten Teile kein Ergebnis zeitigen sollten, würden die Regierungen beider Staaten die Angelegenheit in ihre Hände nehmen.
Aus dem Inhalt der Note geht klar hervor, datz die polnische Regierung jegliche Erörterung über den Gegenstand des Besitzes von Chorzow ausschlietzt.
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Sie MWeMmle in Summe
Hannover, 13. Sept. Bis heute nachmittag gegen 5 Uhr hat sich die Zahl ber an Typhus Erkrankten und in die Krankenhäuser eingelieferten Personen aus 733 erhöht. Todesfälle sind bisher 15 zu verzeichnen . Den Angehörigen der Wehrmacht ist der Uraulb gesperrt, um eine Ansteckungsgefahr vorzulMgen. Wie verlautet, sind Krankheitsfälle unter den Soldaten bisher nicht vorgekommen.
Eine dem Krankenhanse Siloah gegenüberliegende Schule wurde heute früh geräumt und für Krankenaufnahme eingerichtet. Es sollen rund 300 Betten aufgestellt werden. Alle öffentlichen Badeanstalten in Hannover toutben geschlossen. Die Stadt hat sich an die Universitäten, Frankfurt a. M., Kiel und Göttingen gewandt und von dort die Hilfe von Kapazitäten auf dem Gebiete der Infektionskrankheiten erbeten. Auch geschulte Krankenschwestern sollen von außerhalb herangeholt werden. Der Scuchendezer- nent der Regierung Prof. Dr. Lentz sollte auf telegraphisch« Berufung von Düsseldorf nach Hannover kommen, ist aber infolge plötzlicher Erkrankung an der Reise verbindet. Am Dienstag soll ein Vertreter des Ministeriums aus Berlin hier eintreffen.
Typhus auch i« Magdeburg.
Magdeburg, 13. Sept. Wie die „Magdeburgifche Zeitung" meldet, wird jetzt bekannt, daß Anfang September der Typhus in die Magdeburger Vorstadt Wilhelmstadt eingeschleppt wurde. Die Zahl der Fälle ist bis jetzt auf 30 ge, stiegen. Todesfälle find nicht zu verzeichnen. Nach kreistierärztlicher Feststellung erfolgte die Infektion durch uicht einwaudfreie Milch.
Französische Kanonenboote in Kanton.
fk. Paris, 14. Sept. Wie aus Kanton berichtet roirb, hat sich bie Lage dort verschärft. Zwei französische Kanonenboote schüt- zen die französischen Staatsangehörigen.
Ein Amerikaner von Bandtten gefangen genommen.
fk. Mexiko, 14. Sept. Ein amerikanischer Reisender namens Rosenthal wurde von Ban- diten gefangen genommen. Amerikanische Regierungstruppen sind auf ber Suche nach ben Banbiten, bie bisher noch kein Lösegelb verlangt haben.
Bierlötter will eine« neuen Weltrekord aufstellen.
fk Berlin, 14. Sept. Vierkötter ist mit seinem Trainer nach Calais abgereist, nm neue Vorbereitungen für die Durchschwimmung des Kanals zu treffen.
Eisenbahnunglück in Rumänien.
fk Bukarest, 14. Sept. Auf dem Bahnhof Contesci ist ein Schnellzug mit einem anderen Zuge zusammenge'toßen. 5 Personen wurden getötet, 30 verlebt.
1926.