Einzelbild herunterladen
 

Nr. 211

5tr. 2U

>urch

>en

*

ui.)

üenBete

30 llbr: r: Bor- 6.45 r: Itw kf. Sei' 9-30

man ui ekaffe u . chl crga . rnffchlar

in San nd, W6 utsch, - DaguH

Mil 5eg Kollegs :t (Gera dwerk Li t groß« haftlichr!

2 5 i ä ö< veihe da cgefelleni

Frankfurter Eisenbahner und Eisenbahn­unfälle.

Frankfurt a. M. Zn einer stark be­suchten Funktionärversammlung des Ein­heitsverbandes der Eisenbahner wurde in eingehender Aussprache Stellung zu den schweren Eisenbahnkatastrophen der letzten Zeit genommen. Zur Wiederherstellung der alten Betriebssicherheit faßte die Sei« sammlung eine Entschließung, die an die Neichsregierung, das Pevkehrsministerium, sowie die Reichsbahngesellschaft über­mittelt wurde. In der Resolution wird betont, daß der rigoros und schonungslos durchgeführte Personalabbau eine ständige steigernde Beunruhigung des Personals Hervorrufe und deshalb im Interesse der Betriebssicherheit unterbunden werden müsse. Von der Reichsbahngesellschaft wird ferner gefordert: Neufestsetzung der Dienst- und Arbeitszeit, Neuregelung der Besoldungsfragen, Beseitigung des Prä­mien- und Antreibersystems, unverzügliche Aufarbeitung der durch die Kriegszeit in

var, mit i c gnädig lung de« a Eisen» ijtct, die Die not»

Funda» vorher

ierten nt gemach

Etadipw

die Ar» war die sondern der viel t mglichce r weder ^statten.

Humor u über» en au-» er, und ckte ent» icht nur te, wo» i brüllen en gro» große e. Ein | ►ert als er Auff men, so

Dasein

Reglmentstag Res.-Jnf.-Reg. 251.

Kassel. Zu den vielen Kongressen und Veranstaltungen am Sonnabend und Sonntag gesellte sich der 2. Regimentstag des Reserve- Inf.-Reg. 251, des Truppenteils, der in der Hauptsache aus Hessen und Thüringern bestand und in Cassel aus der Taufe gehoben wurde. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Be- grichungsabend in denBürgersälen. Aus allen Gegenden waren die alten Angehörigen des ruhmreichen Regiments herbeigeeilt, um die oft erprobte Kameradschaft von neuem zu stärken und zu festigen. So versammelte sich in den festlich geschmücktenBürgersälen" eine stattliche Anzahl ehern. 251er, die von dem 1. Vorsitzenden begrüßt wurden. Musikalische Darbietungen des Casseler Konzertorchesters und des Lehrers Walter umrahmten die mit Beifall aufgenommene Festrede des Majors a. D. Hofmann. Der Redner gab einen Ueber- blick über die recht abwechslungsreiche Ge­schichte des Regiments. Außerordentliches hat das Regiment einem bis zu vierzigfacher Ueberlegenheit kämpfenden Gegner gegenüber geleistet. Der Heldentod von 61 Offizieren und 2536 Unteroffizieren und Mannschaften legt ein beredtes Zeugnis ab von den schweren Kämpfen, die das Regiment im Laufe des Feld­zuges zu bestehen hatte. Mit dreimaligem Hoch auf das Vaterland und dem Deutschlandlied endete diese Gedenkrede. Richt vergessen wer­den sollen die Rezitationen des Rhöndichters Otto Burghardt aus feinen eigenen Wer­ken. Der Sonntag Morgen vereinigte die Teil­nehmer des Reoimentstages zu einer schlichten Feier für die Gefallenen des Regiments am Auedenkmal. Pfarrer Ziegler hielt die Gevächtyisrede, in der er die Pflichterfüllung der Gefallenen rühmend hervorhob. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurden Kränze an der Gedenktafel niederge­legt. Am Sonntag Nachmittag feierte man wieder in den Bürgerfälen ein Familienfest, das nach mancherlei Vorträgen im Tanze endigte. Arn Montag fand ber harmonisch verlaufene Regimentstag fein Ende.

hi gleich utzt wen >otel del it Erdal auch z»

atz Jh« tittel de­rmal mit

Ständig □eit übet rüngliche ibt weich rch wem tterfcfte«

Stngttfit md Tagungen

Sie deutschen Buchdruckereibesitzer i« Eisenach.

Eifenach, 6. Sept. Die in diesen Tagen hier stattfindende 56. Tagung des Deutschen Buchdrucker-Vereins, der die über 6500 Mit­glieder zählende wirtschaftliche und sozialpo- litische Vereinigung der deutschen Duchdruckerei- Desitzer darstellt, ist nach dem Deutschen Aerztetag wohl der bedeutendste Kongreß, den die Wartburgstadt in diesem Fahre zu ver­zeichnen hat. Nach den verschiedenen Sit­zungen des Hauptvorstandes fand am Sonn­abend eine Festvorstellung statt, an die sich ein Degrützungsabend anschloß. Sonntag vormit­tag begann nun die eigentliche Hauptversamm­lung, zu der sich nicht weniger als 600 Dele­gierte aus allen Teilen des. Reiches einfanden. Der erste Präsident, Dr. Petersmann (Leipzig), begrüßte die Erschienenen. Sodann hielt Universitäts-Prof. Dr. Sommeriad (Halle) den Festvortrag über die Persönlich­keit in der Unternehmung. In einem weiteren Referat behandelte Pros. Wiethe (Berlin) die fachmännifche Frage des Drei-Farben- Druckes. Arn Abend fand nach den Festlich­keiten eine Beleuchtung der Wart­burg statt. Wit der Tagung ist eine Aus­stellung graphischer Erzeugnisse verbunden.

steigern» wirb tg 20 Küh, hrckt tz Hwertig

allen st te Hertz im Sohu ürnbergt t sich is seilende,. im §oli d die 2,

ss die e 1 ppenleih gUNg fflt wsitzendi Knoti

die Ä g- Dap. I, um bi i es zu d« für di Direkte ?cn eben

51. Deutscher Gastwirtetag.

Kassel, 6. September. Der Landes- berbanb Preußen im Deutschen Gastwirte- berbanb hielt heute seine ordentliche Haupt­versammlung ab. Die Vorstandswahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Emil Köster - Berlin, Schatzmeister Herm. Braun - Berlin, Schriftführer Georg Götze- Berlin. Ein Antrag des Provinzialver­bandes Mittel- und Niederschlesien, eine sofortige Aenderung der völlig unzeit­gemäßen Verwaltungsgebührenordnung her­beizuführen sand einstimmige Annahme. Eine, einheitliche Regelung der Tanzlust- barkeiten in Stadt und Land verlangte einen Antrag der Provinzialverband Ober- schlesien. Auch diesem Antrag wurde zu- gestimmt. Angenommen wurde ebenfalls ein Dringlichkeitsantrag des Provinzialverban­des Westfalen; der ein gemeinsames Vor­gehen mit der Spitzenorganisation anderer Wirtschaftsverbände gegen die rigorosen Ge- werbesteuerbestimmungen wünschte. Eine Sitzung der Sterbekasse des Deutschen Gast- wirteverbandes mit mehr internem Cha­rakter schloß sich der Hauptversammlung an.

sch (Leis, er in tz

Arbeüe t der T« vikus .Hand nn spreu :l'm) Ltz e heutig bie Scho tiger, ge. erterstan

Oberhesfische Zeitung, wkarburg a. L. Mittwoch, den 8. September 1926

der Geisunterhaltung rückständig geblie­benen llmbauarbeiten, halbjährliche statt jährliche Bremsuntersuchungen.

Steuer und Recht

Grunderwerbssteuer.

Eine große Berliner Tageszeitung brachte kürzlich eine Notiz, wonach ber Reichsfinanz­hof in München eine Entscheidung bahin ge­fällt habe, daß ber jeweilige Kaufpreis von 1924 ab bei der Berechnung der Grunderwerbs­steuer dem gemeinen Wert gleich zu erachten fei, sodatz also die Grunderwerbssteuer nur nach dem Kaufpreis veranlagt werden könne. Diese Mitteilung trifft nicht zu. Eine An- frage beim Reichsfinanzhof hat ergeben, daß dieser niemals eine Entscheidung dahin gefällt habe, feit 1924 müsse in allen Fallen der Kauf­preis als gemeiner Wert eines Grundstücks angesehen werden. Die Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs geht nur dahin, daß nach Be- feitigung der Inflationserscheinungen nicht mehr ohne weiteres die Bewertung ber Grund­stücke nach den für bie Inflationszeit aufge­stellten Grunbfützen zu rechtfertigen fei, son­dern daß zu ben früheren Grundsätzen zurück­gekehrt werben müffe, nach denen der Kauf­preis im allgemeinen einen Anhalt für die SBertbemeffung abgebe.

--*--

SMnÄassau und RlMargebiete

Kassel. In Domersleben griff ein Knecht, der eine Garbe aufheben wollte, in einen Bienenschwarm, der sich in die Aehren gesetzt hatte. Der Knecht, ein Ar­beiter und zwei Pferde wurden von dem empörten Volk übel zugerichtet. Die bei­den Männer liegen an den Verletzungen schwer darniÄier. ?

Gießen. In einem Steinbruch im be­nachbarten Dorfe Kirchgöns ereignete sich am Samstag ein schwerer Unglücksfall. Dort sollte eine Sprengung vorgenommen wer­den. Jedoch blieb die Explosion der Spreng­ladung aus. Nach einigem Warten begahen sich zwei Arbeiter an den Ort der Spreng­ladung, um nachzusehen. Im gleichen Augenblick explodierte die Ladung mit voller Wucht und traf die beiden Arbeiter in schwerer Weise. Der verheiratete Arbeiter Wilhelm Kehr aus Kirchgöns erlitt dabei starke Fleischwunden an Beinen und Armen sowie erhebliche Verletzungen int Gesicht. Es dürfte wohl mit dem Verlust des einen Mu rechnen sein. Der andere Arbeiter öhrig erlitt ebenfalls Verletzungen im Gesicht. Auch bei ihm bestehen Befürch­tungen für den Verlust des Augenlichtes. Beide wurden in die Gießener Klinik ein­geliefert.

Alsfeld. Auf der Landstraße Alsfeld- Lauterbach ereignete sich am Sonntag vor­mittag 4 Uhr in der Nähe von Brauerschwend ein schweres Autounglück. Der mit vier Per­sonen besetzte Kraftwagen des Barons von Niedesel-Sickendvrf stieß an einer scharfen Kurve bei dichtem Nebel gegen einen Baum und wurde zertrümmert. Drei der Insassen, darunter auch Baron Riedesel, erlitten er­hebliche Verletzungen und mußten im Kranken­haus eingeliefert werden, während eine Dame unverletzt blieb.

Buchen. Das achtjährige Söhnchen des Gastwirts Hofmann in Oberscheidental fiel so unglücklich von der Scheune, daß es kurz nach Einlieferung in das Heidelberger Kranken­haus verstarb.

Silienburg. DegierungsratDr.Dünger, der bisher die Landratsgeschäfte des Dill­kreises vertretungsweise führte, ist jetzt zum kommissarischen Landrat des Dillkreises er­nannt worden.

Frankfurt a M. Bei der Arbeit getötet wurde der Rangieraufseher Philipp Geiß aus Mörfelden. Bcim Anhängen von Wagen auf dem Güterbahnhof südlich der Adlerwerke ge­riet er zwischen zwei Puffer, wobei ihm der Brustkorb eingedrückt wurde. Der Tod trat auf der Stelle ein. Mit tollkühnem Wage­mut kletterte der Metallschläger Forster in der Stacht zum 2. Juli in der Großen Eschenhei- merstraße in ein Wäschegeschäft. Vorüber­gehende Passanten störten -ihn nicht. Als er sich in dem Laden befand und die Ladenkasse bereits ausgeplündert hatte, war das telepho­nisch benachrichtigte Ueberfallkommando schnell zur Stelle. Forster konnte festgenommen wer­den und erhielt jetzt als rückfälliger Dieb vom erweiterten Schöffengericht ein Jahr acht Mo­nate Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. Im Ostpark wurde einem auswärtigen Land­wirt von zwei jungen Leuten seine Barschaft in Höhe von tausend Mark geraubt. Der Land­wirt hatte die Bekanntschaft eines Mädchens gemacht, mit der er in den Ostvark ging, aller­dings nachts um 2 Uhr. Es scheint, daß das Mädchen und die beiden Burschen gemeinsame Sache gemacht haben. Das Mädchen wurde festgenommen. Der Landwirt Emil Peter, der nicht weniger als 13 mal vorbestraft ist, verfiel nach seiner Entlassung aus dem Ge­fängnis wieder auf seine alten Mätzchen. Er gab sich als Unternehmer aus, borgte kleine Geldbeträge und gab als Sicherheit gefälschte Wechsel. Vor dem erweiterten Schöffengericht gab er unumwunden seine Straftaten zu. Das Gericht öerurteilte den Angeklagten mit Rück­sicht auf die geringe Höhe der Beträge zu ll/i Jahre Gefängnis. Ter Staaisanwalt hatte 2 Jahre Zuchthaus beantragt. In einer der letzten Nächte entstand in der Lange­straße eine große Schlägerei, wobei sich die Passanten und Streitenden mit Pflastersteinen und Laternen beworfen. Zwei Personen wur­den in verletztem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Bei Erscheinen der Polizei er­griffen die Anführer die Flucht und tonnten bisher noch nicht ermittelt werden.

Offenbach. Hier gerieten die beiden Fuhrleute Otto Dieder und Kilian in einer Wirtschaft in Streit. Dieter hän­

selte Kilian wegen der Pferde, und der Streit zog sich bis kurz vor 12 Uhr hin. Plötzlich ergriff Kilian den Revolver und gab mehrere Schüsse auf Dieter ab. Zwei Kugeln trafen Dieter in den Hals und verletzten ihn schwer. Darauf richtete Kilian die Waffe gegen sich selbst und brachte sich einen Schuß in das Herz bei, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Nach Mitteilung des Krankenhauses geht es dem verletzten Dieter bester.

Höchst a. M. 3n Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Behörden, der Wirtschaft, Presse und des öffentlichen Lebens wurde am Montag nachmittag 5,30 Uhr der in den letz­ten Monaten erneuerte westliche Flügel des Höchster Rathauses, des sogenannten Bolon- garv-Palastes, feierlich seiner Bestimmung übergeben. Durch die Fertigstellung des Flügel- gebäudes ist ein weiterer großer Schritt auf dem Wege zur Instandsetzung dieses alten, schönen, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Barockschlosses, deffen erster Teil bereits im Jahre 1909, nachdem sich das bisherige Rat­haus als unzulänglich erwiesen hatte, als Rat­haus in Benutzung genommen wurde, gemacht worden.

Wiesbaden, 6. Sept. Im Alter von 76 Jahren ist hier Generalarzt a. D. Dr. Ludwig Edler, dem während des Krieges die Ober­leitung der Militärlazarette und Erholungs­heime in . Wiesbaden und Umgebung unter­stand, gestorben.

Wiesbaden. Der 57jährige Kutscher Max Peschold wurde am Sonnabend in seiner Wohnung in der Haydnstraße tot aufgefunden. Es liegt Gasvergiftung vor

Homburg v. d. Höhe. Wie uns be­richtet wird, hat auch ein Homburger Auto das arf der vom Allgemeinen Deutschen Automobilklub veranstalteten Zielfahrt teil­genommen hat, auf der Rückfahrt in Rich­tung Andernach-Koblenz einen schweren Unfall erlitten. Der mit vier Personen setzte Wagen des Herrn F. Mann, der in mäßigem Tempo, vorschriftsmäßig rechts­haltend, fuhr, stieß mit einem aus einer Nebenstraße kommenden, von einer Dame gesteuerten Wagen zusammen. Da die Füh­rerin des Wagens vollkommen kopflos war, mußte naturgemäß ein Zusammenstoß er­folgen. der so heftig war, daß dje Insassen des Homburger Autos teils durch bie Decke der Limousine, teils durch die Fenster hin­ausgeschleudert wurden. Außerdem über­schlug sich der Wagen, wodurch einer der Insassen unter den Trümmern begraben wurde. Durch den Anprall an die Decke der Limousine erlitt Frau Gemmrig aus Homburg einen schweren Schädelbruch; sie war sofort tot. Die übrigen Insassen er­litten mehr oder weniger schwere Verletzun­gen. Ueber das Schicksal des anderen Wagens ist noch nichts bekannt.

Bad Homburg. Beim Erwarten der Ankunft der Reichsfahrer rutschte ein 78jähriges Kind, das auf einem ©arten- pfeiler faß, von diesem ab und fiel in das Staket. Die Eisenspitzen drangen dem Kinde tief in den Leib, und es konnte nur schwer befreit werden. Ein zufällig an­wesender Arzt legte dem Kinde einen Not­verband an, und es ist zu hoffen, daß dank der schnellen Hilfe ernstere Folgen aus­bleiben werden.

Melsungen. Um das Jahr 1585 baute man bei Melsungen eine wehrhafte Stein­brücke über die Fulda. In diesen 340 Jahren hielt die Prächtige Steinbrücke allen Unbilden der Witterung stand. Sie hätte noch weiteren Jahrhunderten getrotzt, wenn nicht die schweren Lastautos, die jetzt täglich zu Hunderten die Brücke passieren, das Ge­füge der Brücke lockerten. Jetzt droht das schöne Bauwerk, von dem schon Stein um Stein abbröckelt, eines Tages zusammenzu­stürzen.

Darmstadt. In der Nähe von Mün­chen wurde der Sohn eines bekannten Darm­städter Geschäftsmannes von einem Eisen­bahnzuge erfaßt und sofort getötet. Der Fall liegt um so tragischer, als der Vater heute morgen kurz nach 10 Uhr zum Be­suche seines Sohnes im Flugzeuge nach München reisen wollte und etwa eine Vier­telstunde vor dem Start die traurige Nach­richt erhielt. '

Mainz. Ter Karitas-Verband der Diözese Mainz hat die umfangreichen Gebäude des Gasapparat- und Gußwerkes in der Dagobert- straße käuflich erworben, um hier eine Wan­derherberge und eine Arbeitsstätte für Wande­rer zu errichten. Außerdem sollen Räume geschaffen werden, in denen Einzelpersonen große, geräumige, modern ausgestattete Zim­mer, die fließendes warmes und kaltes Wasser und Warmwasserheizung haben, erhalten. Nach einem Bericht der Bürgermeisteramtes er­gibt sich, daß innerhalb der Stadt Mainz 20 000 Personen zur teilweisen ober völligen Behebung ihrer Bedürftigkeit öffentliche Mittel in Anspruch nehmen müssen. Das ist fast ein Fünftel der Gesamtbevölkerung.

Mainz. Der 54jährige Zugführer Ge­org Dornbusch ans Bischofsheim geriet am Samstag nachmittag, als er sich gerade zum Dlenst begeben wollte, unter einen rangierenden Wagen. Ein Bein wurde ihm dabei glatt abgefahren, während das andere Bein schwer verletzt wurde. Der Verun­glückte, der anscheinend auch noch innere Verletzungen erlitten hat, ist kurz nach seiner Einlieferung im städtischen Kranken­haus verstorben.

Aschaffenburg. In der Nacht zum Samstag machte ein gefährlicher Einbrecher das Dörfchen Rück tm vorderen Spessart un­sicher. Nachdem er erst einer Gemischtwaren­handlung einenBesuch" abgestattet batte, wo­bei ihm nur Kleinigkeiten in die Hände fielen, stieg er in das Anwesen des Landwirts Bütt­ner am Kirchhof ein, wurde aber noch recht­zeitig infolge des Anschlagens des Hofhundes entdeckt. Auf den Besitzer, der unbewaffnet den

_

Kerl abfasien wollte, gab der Einbrecher zwei Revolverschüsie ab, wodurch Büttner am Bein verletzt wurde. Hierauf flüchtete der Täter. Nach einer halben Stunde lehrte er wieder. Büttner gab einen Schreckschuß auf den Ein­dringling ab, den dieser mit mehreren Re- volverschüssen erwidette, um darauf zu ver­schwinden. Es wird nach dem Verbrecher ge­fahndet. .

Heidelberg. Nach 50jähnger Dienstzeit ist nunmehr der Kettenschlepper Nr. 1, der be­rühmteHendsemer Löb", ber 1876 jum ersten- mal von Heidelberg nach Heilbronn fuhr, außer Dienst gesetzt und abgetakelt worden. Am Donnerstag mittag passierte er zum letzten­mal Heidelberg auf dem Wege nach Offenbach a. M., wohin er verkauft wurde, um dort a!5 schwimmendes Bootshaus Verwendung zu fin­den.

zumihm der eelbitmertc

Die Statistische Korrespondenz veröffentlicht eine Uebersicht über die Selbstmorde in Preußen im Jahre 1924. Danach starben im Jahre 1924 durch Selbstmord 8590 Personen. Die Selbstmordziffern des Jahres 1924 übersteigen bei beiden Geschlechtern die des letzten Vor- kriegsjahres 1913. Bemerkenswert ist., daß die Zahl der Selbstmörder über 60 Jahre im Jahre 1923 gegenüber 1922 nicht unerheblich gestiegen ist. Es ist wohl zweifellos, daß gerade diese alten Leute der immer mehr zunehmenden Inflation vielfach zum Opfer gefallen sind.

lieber die Art der Selbstmorde ist zu sagen, daß sich im Jahre 1924 fast zwei Fünftel aller Selbstmörder durch Erhängen das Lehen nah­men. Nächst dieser Todesart wählten am häu­figsten die Männer das Erschießen, die Frauen das Ertränken, bei beiden Geschlechtern kom­men in fast gleicher Zahl Selbstmorde durch das Einatmen giftiger Gase vor. Die Ur­sachen zum Selbstmorde waren 1924 tn 1701 Fällen als unbekannt bezeichnet. Bei etwa der Hälfte der übrigen Selbstmordfälle waren Geistes- und Nervenkrankheitssälle ober körper­liche Leiden, in 620 Fällen Nahrungssorgen und Arbeitslosigkeit angegeben.

Nach den vorläufigen Ermittlungen ist für 1925 ein weiteres Anschwellen der Zahl ber ^Selbstmorde auf mindestens 9000 Fälle zu erwarten.

Beite MMimldimm

sk. Berlin, 8. Sevt. Da bei Sröffnuna Verkäufe des Publikums nicht in dem befürch­teten großen Ausmaße erfolgten, war die Stim­mung etwas freundlicher, und die Kurse zeigten bei Deckungen leichte Erholung bei allerdings sehr ruhigem Geschäft. Die Kursbildung ist aber in ihrer Gesamtheit noch unregelmäßig. Riebeck, Rheinstahl, Rheinische Braunkohlen 2 bis 3 Prozent höher, Kahlbaum 11 Prozent niedriger. Tendenz freundlicher.

0,45

1421/, Fardind.

152

119

Accumal.

Disk.-Bank Dresdn. B.

133 170V,

toolbtjdjm. K.-Roitw. Ob. Koks

1561,1.

139

dffa'R.-ÄiU. 4°/0

Ob. Eis.Bb. Ob.Eis. In. Phönix Rp.Braunk Rheinstahl Rb.-Mont. Romb. H.

Allg. D -E. El. Hochb.

0,47a 0,432 0,43

0,505 0,44

0,44

62 138 V, 154

Canada P. Deutsch. A. Hapag Hamb. Sud

Amerika Hansa Kosmos Nd. Lloyd Ver.Elbsch. B.-Banko.

SB. Stahlw. D. Kalin). Kal.Bscher. Salzd.Kali Westereg. Angl.-E.G. Ehern. H. Dyn.Nobel

74',. Schl. Zink 106', Siolb.Zin k

Schantgbh. 4,12 Balt. Ohio 911/,

3*(, 3°/o ,, » 4°/o Pr. Ä.

Bell. 6.-S..2021/, Rh. Spr. C.-u.Prio. 13afl., Rhenania Drmft.u.N.!205-/« Z.D.Riedel Deutsche $.f160LvSRütgersro.

~ iScheidem.

Leipz_Lred. Mittd.L.B. Listen. Lr. Reichsbank Boch. Lutz. Buder. Eis. Itich. Lux. Ess. Steinl. Eelsenk. B. Harp. Bb. Hoesch St. Hohenlohe Ilse Bergd Klöckner w. Köln Reue.

Lauiah.

Mannesm Mannsf.B.

144'/« H. E. SB.

117fl«

136

8,7

136* /, 92'/,

Allg. El. E. Bergin. EI. El. L. A.-W. El.L.u.Kr. gelten &(5. Sei. j.el.ll.

Transiad.

106'1« (Sri. Waga.

130% Linke & H.

Adlerwerk.

49

154'/,

136 iLahmcyer 157-/,jPögeElktr. 143ffg Sachsenw.' 125 joir,udert

13»/« Siem. & H.

129 Augsb.-R.

110 B.-Kl«r 3.

145

148

Humboldt

12/8 Körting

129 Löwe LEo.

60/«

4ofl, Dffch.Woll.

142 Feldm. Pp 1391), Zellstoff W.

168°/«

Kahlbaum

144 137'/« 113°/« 133

152

148

142

107

112

Hammers.

Vlrd. Wolle Schl. Text. Stöhr & i£.

Mot. Deutz Rat. Auto. , Orenst.LK.

Schub. LS,

- IBerl.Majch

78 Daimler

86-,, Vogel Tel. 93

Hl'fflLtett.Vulk. 56

65 84'/, 94'/, 154

52-/« 30°/«

64 Z961/«

69

89

135'/« 52-/,

142 >/ 129|« 175/« 168 228

118 100'/, 115

138*/, 70»/«

149'/, 257 103

32'/, 134'/«

83»/, 79

95-/. 569* 43/, 62|8 89

Berliner Anfangslurse

vom 8. September.

161 R. Wolff 140 Zimmerm.

9.'/, Bingw erke 107'/.Dtsch. Kab. 130 Dtsch. Eisen 265-s« Hackethal 102 Hirsch Kpf. 132»/« L. Lorenz 108-/, Rh. Metall

Hl'/« Dtsch. Ma. 2111|alf>ania Lld. 115 Hartm.M.

103 ^Schneider 75 Tel. Beil. 81-s,

142 Dstwerke 134/« 3. Berger

910, Eh. Wasser 1077/s Konti Ca. 129'/« Bell. Eas 192»/« D. Atl.-T.

120-/, Sarotti 27"/« Schulth. P. 78-/,,TH. Elasg. 80-j«!Otaoi |JD. Erdöl 98-/, D. Petrol.

Briefkasten der Schriftleitung.

H. in G. Gebühr für den Strafbescheid für das Verwaltungsstrafverfahren ist nach einem Gutachten des Reichsfinanzhofs von dem Sei» urteilten nicht zu erheben, wenn nachher we­gen einer Steuerzuwiderhandlung durch Urteil des Gerichts auf Strafe erkannt worden und das Urteil rechtskräftig geworden ist.

Geschäftliche Mitteilung.

Schwan im Blauband." Diese kombinierte Bezeichnung wurde seinerzeit für die bekannte Feinkostmargarine mit Rücksicht auf den Warenzeichenfchutz gewählt. Nachdem aber vor einigen Monaten der Firma van den Bergh's Margarine-Gesellschaft m.b. H. das Warenzei­chenBlauband" geschützt worden ist, wird iyre Feinkostmargarine seither unter der allei­nigen BezeichnungBlauband" in den Handel gebracht. Die Aenderung der Markenbezeich. nung ist also aus vollständig freiepi Ermessen und ohne irgend welchen äutzere?« vor- aenommen worden.