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Marburger Stadtzeitung
Marburg, 3. September (Scheidins).
Tages - Anzeiger.
Freitag, den 3. September.
Deutsch-Evangelischer Frauenbmck: Abends 8 Uhr, Stadtsaal: Zusammensein.
Der Stahlhelm: 8,30 Ahr Hannibals Terrasse (früher Seebvde): Pflichtabend.
Reichskurzschriftverein „Gabelsberger": 8.30 Ahr, Dopps Bierhalle: Bivnatsversamm- lung.
Zentraltheater, Kasernenstr.: Der Mann mit den 1000 Bräuten und »Ein Opfer des Beichtgeheimnisses".
y. T., Pilgrimstein: „Sein siebenter Junge" und Afa-Wochenscha«.
Eafe Markees. Reitgasse: 8 Ahr Konzert.
Schützenhof, Wehrdaer Weg 2: Jazzband» konzert.
„ Lutherische Gemeinde. Der Gemeindebote für September kann von morgen (Sonnabend) ab bei den lutherischen Pfarr- ämteren abgeholt werden.
• Konzert des Elisabethchores in Welter. Wie bereits durch Anzeige bekannt gegeben, veranstaltet der unter Leitung des Musiklehrers H. Engelhardt stehende Elisabethchor am kommenden Sonntag in Wetter ein Konzert. Der Frauenchor, der etwa 50 Chormitglieder zählt, hat bereits in Marburg und auch auswärts mit gutem Erfolg Liederabende veranstaltet, die sich durchweg eines guten Besuches erfreuten. Im Vortragsplan sind vor allem Volksweisen früherer Jahrhunderte vorgesehen. Der Männergesangverein Wetter, der in dankenswerter Weise die Vorbereitungen zum Konzert übernommen hat, wird ebenfalls einige Chöre zum Vortrag bringen. Es stehen den Konzertbesuchern genußreiche Stunden bevor; auch die Umgegend von Wetter sei auf das Konzert hingewiesen.
* Eine Wanderausstellung. Dem Magistrat ist es gelungen, daß das Deutsche Hygiene-Museum aus Dresden seine Wanderausstellung über Gesundheitspflege nach Marburg schickt. Diese Ausstellung soll Interesse für volksgesundheitliche Fragen roady= rufen und die Besucher für eine vernunftgemäße Lebensweise gewinnen. Die Ausstellung wird in der Zeit vom 8.—19. September in der Festhalle auf der Bürgerwiese stattfinden. Es ist vorgesehen, die Schulen unter ärztlicher Leitung geschlossen durch die Ausstellung zu führen. Falls Vereine und Korporationen die Ausstellung geschlossen unter ärztlicher Führung besichtigen wollen, werden sie gebeten, sich an Medizinal-Assessor Dr. Brieger, Schwan- ckllee 21 zu wenden, der sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt hat, die ärztliche Führung zu übernehmen. Das Deutsche Hygiene-Museum wird den Eintrittspreis so gering halten, daß jeder die Ausstellung besichtigen kann. Es sind folgende Eintrittspreise vorgesehen: 40 Pfg. für Erwachsene, 25 Pfg. für Kinder in Begleitung Erwachsener, 10 Pfg. für Schüler bei klassenweiser Führung. Außerdem will das Dygiene-Museum den Krankenkassen, Jndustriefirmen und gemeinnützigen Organisationen bei Abnahme einer größeren Zahl von Eintrittskarten eine Ermäßigung «inräumen. In diesem Falle würden die Karten zum Preise von 30 Pfg. abgegeben werden können. Das Deutsche Hygiene-Mu- eum wird sich dieserhalb noch mit den für die Stadt in Betracht kommenden Stellen n Verbindung setzen. In dem Landkreise Marburg, Frankenberg und Kirchhain ist auch für die Ausstellung Propaganda ge- t macht. Alles nähere wird aus den noch später erscheinenden Artikeln ersichtlich sein.
* Schulausflüge. Wie wir erfahren, stnden heute Ausflüge in die Umgebung seitens der hiesigen Volksschulen statt.
* D i e Re i ch sju gend w ettkämpfe der Landschulen des Kreises Marburg im hie- stgen Stadion nahmen bei sonnigem Welter einen guten Verlauf. Nachdem die volkstümlichen und Eeräte-Wettkämpfe in den ersten Nachmittagsstunden zu Ende geführt waren, I folgten Mayensreiübungen der Knaben gunb Mädchen. Gegen. 4 Uhr konnte die Preisverteilung durch Schulrat Dr. C l ö ß n e r - Frankenberg-Kirchbain, in Vertretung von Kreisschulrat Werner-Marburg, vorgenommen werden. Bei dieser Gelegenheit richtete Herr Dr. Clößner beherzigenswerte Worte an die Jugend. Die Wettkämpfe fänden im großen Rahmen einer gewaltigen Bewegung statt, die von innen heraus aus den Willensentschlüssen deutscher Jünglinge geboren sei. Wie ehedem in den ältesten Zeiten, so solle auch künftig wieder ein widerstandsfähiger und gestählter Körper etwas gelten. Die Leibesübungen hätten nicht nur eine Oberschicht erfaßt, sondern alle Kreise unserer Bevölkerung. Der Redner schloß mit einem begeistert aufgenom» wenen dreifachen Hoch auf das deutsche Vater- j land, worauf das Lied „Ich hab mich ergeben" aus jugendlichen Kehlen erscholl. Den im vorigen Jahr gestifteten Wanderpreis, eine Standarte, errang diesmal die Schule Dreibausen, während der für die beste Stafetten- ' Mannschaft ausgesetzte Wanderpreis, eine Bronzefigur, an die Schule Cölbe fiel. Mil dem Gesang des Deutschlandliedes ging die jugendliche Schar auseinander und trat äir Bub oder mit der Eisenbahn den Heimweg an. Lobend erwähnt seien auch die musikalischen Darbietungen, mit denen die Stadt- und die L Earnisonkapelle den Tag verschönten. Das E Ergebnis der übrigen Wettkämpfe werden wir ' Morgen veröffentlichen.
* Jubiläum. Morgen sind 50 Jahre verflossen, seit Herr Tabakmischmeister Jakob Naumann aus Ockershausen bei der Firma ; Stephan Riderehe & Sohn eintrat und dprt Ununterbrochen beschäftigt ist.
Oberbesfische Zeitung, Marburg a. L. Freitag, den 3. September 1926
* Deutsch-evang. Frauenbund. Die 25jährige Jubelfeier beginnt heute abend mit einem Zusammensein im großen Stadtsaal. Die Hauptveranstaltungen beginnen morgen früh um 9 Ahr mit einer Andacht in der Elisabethkirche. (Siehe Programm in der Montagsnummer.)
♦ Nothelfer-Ausweise. Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß unberecht igte Personen Nothelfer- Ausweise eingezogen haben. Da eine allgemein« Einziehung der Nothelfer-Ausweise gegenwärtig überhaupt nicht vorgenommen wird, kann es sich nur um Schwindler handeln, die es auf die Schädigung der betreffenden Nothelfer oder der Technischen Nothilfe abgesehen haben. Die Nothelferschast wird daher gewarnt und gebeten, sachdienliche Mitteilungen an di« Technische Nothilfe, Landesbezrrk Hessen, Kassel, Karthäuserstratze 4, Telephon 1756 und 5456, zu richten.
* Die Strohuhr, die wohl schon viele im Film und in illustrierten Blättern gesehen haben, ist seit gestern im „Hessischen Hof" ausgestellt. Was in der Ankündigung gesagt ist, wird durch eine Besichtigung voll und ganz bestätigt, und es lohnt sich, dieses Wunderwerk einmal zu betrachten.
* Die Belege über den Steuerabzug bleiben. Keine Pau-sch- betrüge bei der Kirch en st euer mehr. Die Steuerabzugsbelege, Ueber- weisungsblätter usw. müssen nach einer Entscheidung des Reichsministers der Finanzen für 1926 ausgeschrieben werden. Betrieben mit stark wechselnder Belegschaft empfiehlt er alsbald damit zu beginnen. Begründet wird die Anordnung vor allem damit, daß die Pauschbeträge bei der Kirchensteuer ausgegeben werden sollen, schon wegen der Härte im Einzelnen. Dann macht die Ausschreibung der Ueberweisungsblätter weniger Arbeit als die vielen Bescheinigungen aller Art kür Steuererstattung und Kirchensteuer,, um so mehr als bei der fortdauernden großen Arbeitslosigkeit für 1926 sicher nicht weniger Erstattungsanträge gestellt werden. Auch für den Finanzausgleich sind die Listen u. U. erforderlich.
* Vom Wetter. Der scheidende Sommer meint es in den letzten Tagen sehr gut. So schönes Erntewetter hat cs lange nicht gegeben und deshalb geht das Grummetmachen auch flott voran. Daß diese Arbeit bei der Hitze manchen Tropfen Schweiß kostet, brauch nicht gesagt zu werden. Es scheint aber so, als ob Regen im Anzuge sei. Gestern abend machten sich auch Gewittererscheinungen bemerkbar.
-o- Kirchhain. Der Vorsteher der hiesigen staatlichen Kreiskasse, Herr Aechnungs- rat Lützen, ist nach Hersfeld versetzt worden. — Im nahen Wolferode passierte einem Butter- und Eierhändler das eigenartige Mißgeschick, daß er auf dem Rachhausewege mit seinem frisch gefüllten Eierwagen in den Mühlengraben kippte. Außer durchnäßten Kleidern und großem Schaden in materieller Hinsicht, ging alles gut und ohne* Verletzung her. Durch Scheuen des Pferdes soll der Anfall passiert sein.
Wolferode, 3. Sept. Der Händler und Landwirt Metz von hier fiel gestern beim Ausladen von Grummet so unglücklich vom Wagen, daß er mit schweren Rückenverlebungen in die Marburger chirurgische Klinik gebracht werden mußte
Gladenbach. Auf dem Festplatz ist man emsig an der Arbeit, die letzten Vorbereitun- gen für das landwirtschaftliche Fest zu treffen. Schaubuden, Karussels, Lustschaukeln und andere Vergnügungsstätten sind bereits in großer Zahl eingetrossen. Die Ausschmückung der Straßen und Plätze ist an Fachleute vergeben, so daß Gladenbach im Festschmuck prangen wird. In dem großen historischen Festzug, in dem außer sämtlichen Gladenbacher Vereinen 14 auswärtige Ortsbauernschaften und Gemeinden mit Festwagen vertreten sein werden, wird auch ein bistorischer Teil mit Gruppen aus dem Mittelalter, dem Bauernkrieg und der Biedermeierzeit angeschlossen. Der Festzug umfaßt im ganzen 45 Nummern, darunter 13 historische Gruppen und über 20 Festwagen und Reitergruppen. Niemand versäume, sich am Sonntag den 5. September den Festzug anzusehen, zumal dieser Festzug der erste größere dieser Art im Kreise Biedenkopf ist. Nach Ankunft auf dem Festplatz wird unter anderen führenden Persönlichkeiten der Präsident des Reichslandbundes, Herr Reichstagsabg. Hevv, sprechen. Sonntag vormittag 10 Uhr wird der Kreisziegenzuchtverband feine Kreisverbandstagung im Gasthaus Elmshäuser abhalten. Ebenso findet um 10 Uhr eine Tagung der Jungschmiede im Hotel Blankenstein statt. Auf beide Versammlungen sei besonders hingewiesen, der Montag, der Haupttag für die Züchter, bringt einen reich beschickten Auftrieb von Zuchtmaterial. Wahrend der Tierschau wird Frühkonzert veranstaltet. Die Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte wird den Verhältnissen nach entsprechend gut beschickt. Eine wertvolle Festschrift mit einer Abhandlung aus Gladenbachs Geschichte, interessanten Aufsätzen und einem Ausstellerver« »eichnis der Züchter wird zum Verkauf gelangen. Vor Beginn des Festzuges wird eine schön gebundene Festzugsordnung zum Preise von 25 Pfg. verkauft werden. Tut der Wetterausschuß seine flicht, dann ist mit einem glänzenden Verlaus des Festes bei Massenbesuch zu rechnen.
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Men-«!«« und Rachhnrgedteik
Kassel. Bei der Anlage neuer Kräne im Städtischen Gaswerk ereignete sich ein schwerer Unfall. Der Monteur Knaufs aus Ihringshausen passierte in Deckenhöhe eine Laufkatze, die den Kran aufnimmt. Dabei kam er scheinbar mit der Starkstromleitung in Berührung und stürzte ab. Fast zwei Stunden versucht« man, den Verunglückten
durch künstliche Atmung und andere Mittel wieder ins Leben zu rufen, leider vergeblich. Ob ein Verschulden dritter vorltegt, wird die Untersuchung ergeben.
Kassel. Aus der Eisenbahnstrecke Bad Sachsa wurde der 20jährige Landwirtschasts- eleve Stössel tot aufgefunden. Stössel hat sich wahrscheinlich vom Zuge überfahren lassen. Die Ursache seiner Tat ist nicht bekannt.
Frankfurt. Im Juli 1925 wurde ein junges Mädchen von einem Auto angefahren, dessen Lenkerin eine Frau Hella Rapolt aus Wiesbaden war. Das Mädchen wurde von dem im rasenden Tempo die Eschers- heimer Landstraße herunterkommenden Auto erfaßt, als es aus der Miquel Allee herauS- fahren wollte. Bald daraus starb das Mädchen. Die Obduktion ergab, daß der Tod auf Tuberkulose zurückzuführen war, daß aber die Verletzungen die Schuld an dem Tode hätten. Ter Einzelrichter verurteilte die Angeklagte zu einem Monat Gefängnis wegen grober Fahrlässigkeit;, betont wurde aber, daß der Tod der Verletzten nicht allein auf die Folgen des Zusammenstoßes zurückzuführen gewesen seien.
Mellrichstadt. Bei Ostheim in der Rhön ereignete sich ein schweres Autounglück. Der Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Lagerhauses befand sich mit seinem Auto in dem noch drei Personen saßen, auf der Landstraße, als plötzlich der Reifen platzte. Das Auto überschlug sich, die Insassen unter sich begrabend. Der Geschäftsführer Witzel zog sich schwere innere Verletzungen, der Bäckermeister Bickert schwere Kopfverletzungen zu, während der Seilermeister Latz derart schwer an der Wirbelsäule verletzt wurde, datz an seinem Auskommen gezweifelt wird. Der vierte Insasse blieb unverletzt.
D a r m st a d t. Am 8. April ds. Js. befand sich der Rellameches der Opel-Werke, August Müller, mit dem Motorrad auf der Heimfahrt von Frankfurt nach Rüdesheim. Zwei Apfelsinenhändler, Busch und Heuser aus Schwanheim, begegneten ihm auf der Landstraße mit ihrem Fuhrwerk. Da der Wagen nur eine verrußte Laterne anhängen hatte, bemerkte Müller, der in ziemlich raschem Tempo fuhr, das Fuhrwerk nicht und fuhr in, dieses hinein. Die Deichsel drang tief in den Körper des Unglücklichen am Schlüsselbein hinein, durchbohrte die Lunge und zertrümmerte den Brustkorb. Man bettete den Verunglückten nahe des Banketts und fuhr ihn dann, der am Verbluten war, mit dem Auto nach Haufe. In Anbetracht dessen, daß die beiden Händler nur eine verrußte Laterne am Wagen hatten, die Müller nicht bemerken konnte, verurteilt das Gericht die Angeklagten zu vier Monaten Gefängnis. Der Umstand, datz Müller zu schnell gefahren war, wurde int Strafmaß berücksichtigt. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr beantragt.
Darmstadt. In diesem Jahre sind es 400 Jahre her, seitdem die althessischen Gebietsteile das evangelische Bekenntnis angenommen haben. Nachdem im Sommer 1526 auf dem Reichstag zu Speyer die evangelisch gesinnten Fürsten und soicstigen Reichsstädte das Recht erhalten hatten, in ihren Gebietsteilen zu reformieren, berief Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen die Synode zu Homberg a. d. Efze, die am 21. Oktober zusammentrat und über die Organisation der evangelischen Kirche beschloß. Das Hess. Landeskirchenamt hat angeordnet, daß die Erinnerungsfeier an die Einführung der Reformation in Hessen mit dem Resormationsfcst dieses Jahres, das am Sonntag, den 31. Oktober, gefeiert werden soll.
MiwMnsen aus hm Mrlniie
Die Lahn bei Weidenhaufen.
Wer seit vielen Zähren die Tiefenverhältnisse der Lahn bei der Weidenhäuser Brücke unterhalb nach dem Grün zu genau kennt, mutz festftellen, daß sich hier nach und nach seitdem die Weidenhäuser Brücke neu erbaut wurde, vieles verändert hat. An der Weidenhäuser Seite am Bühner'schen Hause entlang, zeigte das Wasser früher eine gewaltige Tiefe, sodatz dort reger Bootsfahrtverkehr aufrecht erhalten werden konnte. Das ist jetzt anders geworden. An der ganzen Seie entlang hat sich nach und nach eine Schlamm -und Sandbank gebildet» die sich jetzt besonders bemerkbar macht. Die Ursache dieser Erscheinung ist sehr einfach zu erklären. Bei der alten Weidenhäuser Brücke standen die Pfeiler in gerader Linie, während die jetzigen schief nach der Stadt- seite hin neigen. Deshalb wird jetzt das Waffer nach der Grünseite abgedrängt, reitzt an der Insel entlang einen tiefen Graben und schwemmt weiter unten am Grün wieder Sand- und Schlammbänke an. Das war früher nicht möglich, weil stch die Strömung unter der Brücke brach und geradeaus weiterschotz. Abhilfe lätzt stch jetzt nur dadurch schaffen, datz an den betreffen, den Stellen ab und zu ausgebaggert wird. Auch über die Arbeiten an der Insel, die undicht geworden, lätzt sich manches sagen. Der Schlamm und Sand au» dem Mühlgraben ist auf der Znsel an der Strömungsseite aufgetragen, aber nicht mit einem (5e. flecht befestigt worden. Bei dem ersten besten Hochwasser kann es möglich fein, daß alles wieder abgespült wird und an einer anderen Stelle, nämlich an der Grüner Seite, sich anschwemmt.
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An unsere Agenturen!
Die BeWkatten für Sevtem« der sind noch nicht alle bei uns etngeaangen. Mir ersuchen die. ienisen Agenturen, welche dies bis letzt unterlassen haben, um sofortige
Einsendung. M der Abonenntrn- stand derselbe, dann sind dle Be- steUmten ebensalls einmsenden
WWe ter MMMen Zeitung
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r. Be r l i n, 3. Sept. Bei wieder schwächeren Auslandsnotierungen verkehrt der Produktenmarkt in unveränderter Haltung. Doch erfuhren die Preise keine wesentliche Aenderung. Weizen 262—266, per Sept. 282.50—283, Roggen 203—209, per Oktober 223.50, Sommergerste 199—242, Wintergerste 168—174, Hafer 168—187, Mais 178 bis 182, Weizenmehl 37—39.50, Roggenmehl 29—31, Wejzenkleie 10, Roggenkleie 11—11.25.
r. Frankfurt, 3. Sept. Zum Wochen* schluß verkehrt der Produktenmarkt in unveränderter Haltung bei kleinem Geschäft. Weizen 27,75—28, Roggen 21—21,75, Sommergerste 23—26, Hafer 18—19, Mais 18,25. Weizenmehl 41,25—41,50, Roggenmehl 31—32, Weizenkleie 9, Roggenkleie 10,50.
r. Frankfurt, 3. Sept. Die Tendenz ist sehr fest bei günstigen Geldverhältnissen für weitere Sicht. Besonders stark begehrt sind Montanwerte. Rheinstahl 157, Phönix 123, Deutsch-Luxemburg 157, Stahlwaren dagegen nur 145. Auch Farbenindustrie erholt (287 Geld). Rheinische Braunkohlen 242 Geld. Auch für Renten ist die Stimmung besser, Kriegsanleihe 0,4871.4, auch Monatsgeld genügend vorhanden.
Briefkasten der Schrlftleitung.
Dohle. Nicht zu benutzen, weil ohne Unterschrift. Wie sollen wir denn Auskunft geben?
WrMheobaMungsk am 2. / Z. Sevt.
höchste Temperatur am 2 Sept. 27,2 Cel).
Niedrigste Temperatur letzte Nacht 16,8 Lest.
Zeit
Barometerst. reduziert auf N. N.
Temperatur
Relative Luftfeuchtigkeit
2. 9. 2 Uhr nachm.
761,1 mm
2^4 $elf.
56 «j.
2. 9. 9 Uhr nachm.
762,3 mm
2(13 Letz.
' 85«),
3. 9. 7 Uhr vorm.
762,4 mm
17,1 Letz.
99%
Manz Mlsr, Svl
M Wettergasse M
Wetterbericht.
ft Vorhersage bis Samstag abend: Warm, bei zunehmender Dewölkung Gewitterneigung.
Amtliche Bekanntmachungen des Landratsamtes Marburg
In Gießen (unterer Hardthof-Universitätsversuchsgut) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrachen. Das Gut mit seinen Weiden und Gießen rechts der Bahn wurde sum Sperrbezirk der obere Hardthof, den Gehöften des Landwirts Valentin, dem Feldschlüßchen und dem Stadtteil links der Babn sowie die Gemarkung Heuchelheim wurden »um Beobachtungsgebiet erklätt.
Marburg, den 2. September 1926. (343
Der Landrat. I. V-: Seufer.
Stabt. Bekanntmachung
Als Verkaufsstellen für „zollfreies Gefrierfleisch" sind nur noch rugelassen:
1. Metzgerei Wilhelm Klingelhöfer, Frank- furrersttabe 17
2. Metzgerei Otto Schott, Stemweg 12 und
3. Metzgerei Georg Dörr, Schloßtteppe 2.
Marburg, bett 30. August 1926. (5169
D« Magistrat, /
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