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Stnfantn in EnsimiL

I» Großbritannien erhält grundsätzlich kein Mnifter eine Staatspension. Er leist« zwar dem Kömg den Ministereid, aber «Hali dadurch nicht die Eigenschaft als Staatsbeamter. Er ist vielmehr der Vertrauensmann der Regie­rungspartei des Unterhauses und hat den Auf- tmg, darüber zu wachen ,daß das Ministerium im Geiste des Programms der Regierungs­partei geleistet wird. Wird seiner Partei das Vertrauen des Parlaments oder der Wähler­schaft entzogen, so nimmt der Minister a. D. wiederum die Stellung eines einfachen Mit­gliedes des Unt«hauses ein. Die Unterhaus- mitglieder bekommen jährlich 400 Pfund (8000 Mark) Gehalt. Von irgendeiner Staats- Pension ist nicht die Rede.

Jmm«hin haben auch in England einzelne Minister Pensionen bekommen. Aber nur in ganz .besonderen Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn sie Nachweisen konnten, daß sie durch langjährige, auiopserungsvolle Tätigkeit im Staatsdienste ihre eigenen Vermögensinteressen vernachlässigt haben. Doch es gehört in jedem einzelnen Falle ein besonderer Beschluß des Unterhauses dazu, um einem solchen Minister a. D. eine Pension zuzuerkennen. Sie be­trägt 1000 bis 2000 Pfund (20 000 bis 40 000 Mark) im Jahre. Die Zahl dieser Pen- fwnsinhaber hat aber zu keiner Zeit ein hal­bes Dutzeift» überschritten, obwohl das englische Kabinett aus über 500 Mitgliedern besteht.

Es ist klar, daß sich aus der Regel, keine Pensionen zu zahlen, bisweilen auch Karten für Minister a. D. ergeben können. Diesen sollte eine Stiftung vorbeugen, die der aus Schottland stammende amerikanische Milliar­där Andrew Carnegie kurz vor seinem Tode ge­macht hat. Aus diesem Kapital soll besonders verdienstvollen Politikern, die längere Zeit Mi­nisterposten bekleidet haben, eine Rente ge­geben werden, damit nicht nur v'rmögende Leute Minister werden können. Der erste Inhaber einer solcher Rente in Höbe von 2000 , Pfund (40 000 Mark) im Jahre ist Lloyd Georg«.

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Sm »er Leimiger Reste

Der Meß Donnerstag.

(Siehe auch Seite 3.)

Leipzig, 2. Sept. (WTB.) Äeber die Besucherzahl der diesjährigen Leipziger Herbstmesse läßt sich noch nichts abschließendes sagen, da ständig noch Einkäufer eintreffen, namentlich die Provinzkundschaft, die zunächst die Entwicklung des Messegeschäftes abwarten wollte. Man kann jedoch aufgrund der bis­herigen Ergebnisse schon jetzt festftellen. daß daß die Frequenz mindestens 90 030 geschäft­liche Besucher erreichte. In den verschiedenen Branchen war auch am Meß-Donnerstag ein lebhafter Zuspruch ernsthafter Kaufinteressen- trn aus dem Auslände zu verzeichnen. So wurden in der Glas- und Keramikbranche Kunstgläser gut abgesetzt. Der Bürobedarf hatte weiter befriedigende Nachfrage und auch Lederwaren und Sportartikel konnten ansehn» licht Abschlüsse verzeichnen. Das Geschäft aus der Möbelmesse war in billigen Sachen gut, in -.'mittleren rege. Die Hygienegruppe konnte einen guten Besuch und wertvolle Derkauss- ersolge buchen. Das Kunstgewerbe, das haupt­sächlich in dem neuen Grassimufeum und in der Universität untergeöracht ist, verdiente Be­achtung und schnitt auch geschäftlich nicht un­günstig ab. Für gediegene Neuheiten be­stand auch Auslandsinteresse.. Auf der tech­nischen Messe wird das Geschäft der Bau­messe zuversichtlich beurteilt. Befriedigende Aufträge liegen in Oefen und Herden vor. Hausbrandöfen gesucht. Auslandsnachfrage bestand nach modernen Druckereimaschinen. Innerhalb der Gruppe Eisen-Stahlwaren herrschte rege Nachfrage nach Möbelbeschlägen, Daubeschlägen und Drahtwaren. Günstiges Geschäft wurde in Schraubstöcken abgeschlossen. 3m Rahmen der Baumesse veranstaltete der Derband Bereinigter Baumaterialienhändler Deutschlands einen Händlertag in Leipzig.

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Ausland

Das Schicksal Wuveifus.

ft London, 3. Sept.Times" berichtet aus Hankau: Chinesische Meldungen aus

SiftM aus SW

Don Hans B e t h g e.

3ch wandere am Shlter Strande, eine gute Strecke nördlich von Westerland, und denke an tausend Dinge. Mein Kopf ist etwas nach vorn geneigt, mein Auge ruht auf dem Strande, plötzlich mache ich halt. 3ch kann den Blick nicht von einer Stelle des Strandes vor mir wenden. 3ch stehe in ein$m Dann, die Stelle gibt mich nicht frei, fast unbewußt starre ich unausgesetzt auf sie nieder. Die Stelle hat durchaus nichts Sonderbares, aber ich kann, ich kann mich nicht von ihr trennen. 3ch lenke das Auge gewaltsam aufs Meer hinaus, immer wieder schweift es auf die Stelle zurück. Ich möchte weiter wandern, e3 geht nicht. Ich denke nach, was es fein könnte, ich finde keine Lösung. Ich muß blei» bm. Ich steige die Düne hinan und strecke mich oben aus, wo ich den Flecken immer vor Augen habe. Das Meer liegt glatt wie ein Teller und funkelt. Während die Sonne untertaucht und der silberne Klang der Bran­dung heraufdringt, ersinne ich dies:

Sie waren zwei in Treue verbünde Freunde und teilten Kummer und Lust. Sie hatten eine Helle Jugend, ihre Eltern waren reich, es stand ihnen alles zu Gebote, ihr Wissen zu erweitern und durch die Erfahrung zu lernen. Sie reiften zusammen in fremde Länder, sie studierten ayf den gleichen Uni» versitäten, sie hatten die gleichen Neigungen

Oberhesfische Zeitung, Marburg a. L. Freitag^den 3. September 1928

Schanghai besagen, daß Wupeiiu gestern vor­mittag gestorben sei.

Aus Schanghai meldetTimes", daß dem BlattNorth China de News" amtlich aus Peking berichtet werde, W u v e i f u fei von Untergebenen abgefetzt worden und er werde an Bord eines Kriegsschiffes gefangen gehalten. Zu seinem Nachfolger sei der Ge­neral Tschinyun Ao ernannt worden.

Flugzeugabsturz in England.

fk. London, 3. Sevt. Bei einem Flug­zeugabsturz in der Nähe von Leatherhead wur­den zwei Personen getötet und eine Person schwer verletzt.

5« Serearbeitetllrtit

fk. London, 3. Sevt. Die dem Vollzugs­ausschuß der Bergarbeiter von der Delegierten­konferenz gestern mit großer Mehrheit erteilte Anweisung, Vorschläge für ein nationales Koblenindustrieabkommen zu entwerfen, steht im Mittelpunkt der Presseerörterungen.

Daily C h r o n i c l e" ist der Ansicht, daß gestern zum ersten Male seit Beginn der Ar­beitseinstellung in der Koblenindustrie eine baldige Regelung des Streiks wahr­scheinlich wurde.

Dagegen schreibtM o r n i n g Po st", die den Standpunkt der Zechenbesitzer vertritt, unter Hinweis auf die Erklärungen Cooks, daß die Arbeitszeit nicht angetastet werden dürfe und auf die Tatsache, daß die Verhand­lungen der Delegierten auf ein das ganze Land umfassendes Abkommen beschränkt werden, diese beiden Bedingungen machten die Ver­handlungen fruchtlos.

AuchW e st m i n st e r Gazette" bemevkt, es sei schwierig, zu sagen, wohin der Beschluß der Bergarbeiter führen kann, denn die Zechen­besitzer feien entschlossen, Dezirksabkom- m e n abzuschließen, während der Bergarbeiter­vollzugsausschuß gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit sei, aber beute werde durch Cecil ein Schritt unternommen werden, um festzu- stellen, wie weit die widerstrebenden Ansichten miteinander versöhnt werden könnten. Er hoffe, die beiden Parteien wieder zusammenzu- brinsen unter der Voraussetzung, daß die Ar­beiter bereit seien, niedrigere Löhne anzu­nehmen.

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bei Melbers

fk. 5eibelbetg( 3. Sept Gestern abend entgleiste bei Schlierbach ein Wagen eines Eiiterzuges. Ein fälliger Perfonenzug fuhr auf den Güterzug auf. Dem Vernehmen nach find mehrere Personen leicht verletzt morden. Der Sachschaden ist erheblich.

fk. Mannheim, 3. Sept. Bei dcm be­reits gemeldeien Eisenbahnunglück bei Schlier­bach wurden 2 Erwachsene und 9 Kinder leicht verletzt. Zwei Hilsszüge waren bald r$u der Unfallstelle, so daß die Räumungsarbeit:n um Mitternacht beendet werden konnten. Staats­anwalt und Reichsbahn haben die Unter­suchung der Schuldfrage sofort aufgenommen.

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Reichspräsident v. Hindenburg Ehrenbürger von Bad Tölz.

Bad Tölz, 2. Sept. Anläßlich des Be­suches des Reichspräsidenten v. Hindenburg im Rathaus von Bad Tölz wurde ihm vom Bür­germeister die Verleihung des Ebrenbürger- rechts der Stadt Pad Tölz verkündet. Mit jubelnder Begeisterung wurde der neue Ehren­bürger begrüßt. Hindenburg dankte mit be­wegten Worten dem Stadtrat-Kollegium und der vor dem Rathaus versammelten Bevölke­rung der Stadt Tölz und des Jsarwinkels und forderte sie zur Einigkeit auf. Das dann von Hindenburg auf Bad Töl», Bayern und das ganze deutsche Vaterland ausgebrachte Hurra fand ein brausendes Echo.

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des Wissens und schickten sich an, zu gleicher Zeit ihre Examina zu absolvieren. Orest und Phlades nannte man sie.

Eines Tages gingen sie zusammen auf Jagd. Durch ein unseliges Berschen entlud sich die Büchse des Orest; die Kugel traf Phlades, dieser sank lautlos nieder. Orest ließ die Büchse zu Boden gleiten, dann blieb er ohne Negung stehen wie eine Bildsäule. Er sah nicht aus seinen toten Freund, der vor ihm lag, er verzog keine Miene, er sah nur in die Ferne, wo ein Brand zum Himmel schlug, und der Himmel war schwarz, und die Erde war schwarz, nur da hinten der Brand, der blutige Brand . , .

Man brachte den Irrsinnigen in eine An­stalt, die Aerzte gaben Hoffnung auf Heilung. Geraume Zeit gelangte er nicht zum Bewußt­sein des Geschehnisses. Er blieb stumm, teil­nahmslos gegen alles und magerte furchtbar ab, denn er vermochte niemals zu schlafen. Endlich, in der Zeit seiner größten Schwäche, begann sich der Geist zu lichten. Erst ahnte, dann wußte er, was geschehen war. Nun kamen auch die Tränen. Die entsetzliche innere Erregung und Zerrüttung, der er gnbeimfiel, rieben seine Nerven völlig auf, er wurde aufs Krankenlager geworfen, und die überstandenen Leiben seines Geistes erschienen gering gegen die, welche fein zarter Körper zu dulden hatte.

Aber er Überwand auch sie. Langsam, langsam ging es zur Besserung. Wie ein Kind wurde er gepflegt, fein ganzes Emp­finden war das eines Kindes geworden. Jede Erinnerung an den Toten mußte mühsam fern-

9« Raubmörder Böttcher

Wie wir bereits berichteten, bestand gegen den wegen Mordes verhafteten Karl Böttcher von vornherein der Verdacht, daß er außer den schon bekannten Raubüberfällen noch mehr auf dem Kerbholz haben müsse. Dieser Ver­dacht gründete sich aus den Fund verschiedener Sachen, die man bei der Durchsuchung seiner Behausung in den Koffern gesunden hatte. Tie weiteren Nachforschungen der Mordkommission nach bejn Vorleben des Verhafteten haben den Verdacht denn auch bestätigt.

Daß Böttcher einer geregelten Arbeit gern aus dem Wege ging, erfuhr man durch die Aussage eines früheren Arbeitskollegen. Die­sem gegenüber hatte der junge Bursche ge­äußert, daß er sich nichts daraus mache, eine Zolllang ohne Arbeit zu fein. Er sei im Besitz einer guten Waffe und werde dann eben auf die Tour" gehen, d. h. Raubüberfälle verüben. In einem erneuten Verhör durch Kriminalrat Gennat hat Böttcher noch sechs weitere Ueberfälle zugegeben und geschildert. In der Nähe des Restaurants Hundekehle über­fiel er eine einzelne Dame und zwang sie mit vorgehaltener Waffe ihm die Handtasche her­zugeben. Als sich die Angefallene zuerst wei­gerte, gab Böttcher, um sie einzuschüchtern, einen Schuß in die Erde ab, der seinen Zweck auch erfüllte . In di'sem Falle befanden sich in der Tasche .60 Mark. Am 15. August, abends gegen 10.30 Uhr, siel der Verbrecher am Königsweg einen Herrn und eine Dame an, die dort spazierengingen. Tas ist der einzige Fall, in dem Böttcher sich an einen Mann wagte. Er hielt dem Herrn die Pistole an die Stirn und forderte die Herausgabe der Brieftasche. Diesmal war die Beute recht erheblich. Außer deutschem Gelbe enthielt die Briestasch; 200 Lire und Personalpapiere. Der Dame riß er die Tasche weg und verschwand. Um die bei seiner Wirtin bereits wieder ausgelaufenen Schulden bezahlen zu können, stahl er vor ei­nem Lokal in Eggersdarf ein Fahrrad und ver­kaufte es in Berlin für 50 Mark. In der Nähe des Bahnhofs Eichkamp überfiel der Bursche nicht weniger als drei Frauen und riß ihnen jedesmal die Handtaschen weg, wäh­rend er fine Opsir mit der Waffe in Schach hielt, Obgleich Böttcher erhebliche Summen erbeutet haben muß, steckte er beständig in Schulden bei seiner Wirtin. Was er mit dem Gelbe angefangen hat ist noch ungeklärt. Mit den von ihm eingeräumten U'borfällen ist fein Konto gber zweifellos noch nicht erschöpft.

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Verhaftung eines Raubmörders.

Breslau, 2. Sept. Rach einer Breslauer Blättermeldung verhaftete die hiesige Kri­minalpolizei in dein benachbarten Magnitz einen 20iährigen Gärtnergehilfen, der den Doppelmord in der Postagentur in Leuber bei Neustadt verübt hat.

Liebestragödie in der Prfegnitz.

Wittenberge, 2. Sept. In Döllen bei Kyritz erschoß ein 24jähriger Landwirtssohn seine 15 Jahre alte Geliebte in der Wohnung ihrer Eltern und brachte sich dann selbst einen Kopfschuß bei, an dessen Folgen er kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus ver­starb. Tie Untersuchung ergab, daß der junge Mann die Tat im beiderseitigen Einverständ­nis ausgesührt hat.

Drahtseilattentat auf der BerlinHamburger Chaussee.

Berlin, 2. Sept. Als gestern abend ge­gen 11 Uhr eine Gruppe von Motorradfahrern von Hamburg aus nach Berlin fuhr, wurde der erste wenige Kilometer vor Perleberg plötzlich vom Rade geschleudert. Er war gegen ein Arahtsejl gefahren, das quer über die Chaussee gespannt war. Glücklicherweise war das Drahtseil an der einen Seite noch nicht befestigt worden. Der Attentäter war an­scheinend durch die Ankunft der Motorrad­fahrer gestört worden. Er wurde verfolgt, ist jedoch trotz mehrerer nachgesandter Schüsse entkommen. Der Motorradsahrer ist leicht ver­letzt.

Pilzvergiftungen mit tödlichem Ausgang.

ff. Rheine i. Wests., 3. Sept. Hier er­krankten nach einem Pilzgericht mehrere Mit-

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gehalten werden. Man durfte ihm nur von bem blühenden Leben sprechen, sonst trübten sich seine Augen, fein Mund verstummte, und das Fieber stellte sich ein.

Als er einigermaßen wiederhergestellt war, so daß er wieder fremde Menschen sehen und ihre Blicke aushalten konnte, schickte man ihn nach Sylt, damit er dort neue Kräftigung fände. Ex traf hier keinen Bekannten, und die Meerluft war feinen Nerven Erpuickung, das fühlte xr schnell. Er war meistens allein, jede nähere Bekanntschaft vermied er, und die Leute fragten einander, wer der junge Mensch sei, der so bleich ausschaue und niemals lächle und immer einsam sei.

Eines Tages entfernte er sich spazieren- gehend vom Westerländer Strande nach Nor­den hinauf. Er sah nachdenkend vor sich nieder und sog zusriegen die würzige Luft ein. Nun hob er arglos den Kopf, jäh blieb er stehen. Er erbebte bis auf die Knochen. Alles Blut strömte ihm zum Herzen, und zum zweitenmal in feinem Leben sah er in der Ferne einen Brand, der zum Himmel schlug, und bet Himmel war schwarz und die Erde war schwarz, nur da hinten der Brand, der blutige Brand , . .

Bor ibnt [ag eine Leiche, Eie das Meer angespült hatte. Sie zog ipn zu sich, sie ließ ihn nicht, er sah eine kleine Öeffnung in ihrer Brust wie von einer Kugel . . .

®r schlug über den feuchten Körper hin, das Blut quoll ihm aus Munh und Nase, in all feinen Gliedern r

würdiges Bild, das ich soeben dort unten an Strande sah? Diese Stelle da, diese törichte

Stelle

Surrrrrrr. Eine Bekassine auft hinter mir auf. Holla, was war das für ein nichls-

ben Augen eine Müdigkeit, habe ich ge* träumt? Langsam schreite ich dem Westen länber Strande zu. Aber ich wende mich noch einige Wale um und spähe nach der Stesle x im Sande zurück, dieser merkwürdigen Stelle dieser unheimlichen Stelle, die der Teufö holen mag.

--Zwei Tage später lese ich in der 3ei tung:Am Freitag wurde nördlich CM Westerland am Strande eine Leiche gefunden, die das Meer angeschwemmt hatte. Ei« junger Mensch, der sich zur Heilung hochgra' biger Nervosität in Westerland aufhielt, laj besinnungslos darüber hingestreckt. Welch« Zusammenhang zwischen ihm und dem Toter besteht, und ob es überhaupt einen solcher gibt, ist bisher nicht zu ermitteln gewesen, f denn der Kranke ist noch nicht zur BesinnunS zurückgekehrt."

Und etwas tiefer:®er junge Mensetz I welcher am Freitag zugleich mit bet ang^ schwemmten Leiche nördlich von Westerlallk aufgefunden wurde, ist, ohne Besinnung rückgekehrt zu sein, verstorben. Sein Leiv nam wird nach Berlin überführt."

Ich weiß genau, daß das Unheil an bck Stelle geschehen ist, in deren Bann ich vor» gestern jene seltsamen Borstellungen htM

Letzte Meltunsen

Abd el Krims letzte Reis«.

P a r i s, 2. Sept. (WB.) Wie Havas aus Maiseille berichtet, ist der Dampfet s Amral Pierre" mit Abd el Krim an Bord heute nachmittag nach der Insel Reunion in See gegangen.

Die Wirre« in China.

fk Hongkong, 3. Sept. (Reuter.) Nack Meldungen aus K-nton haben dort Streikend mehrfach auf Schiffe geschossen, die auf den Fluß zwischen Kanton und Hongkong verkehre«. Ein amerikanisches Kanonenboot wurde vor einer Kugel getroffen. Es scheint, daß die Kanton-Regierung gegen diese Ausschreitung?« ohnmächttg ist.

Der Pariser Lar«»,«, bei Crailsheim entgleist

fk Nürnberg, 3. Sept. Der Luxuszug Paris-Prag ist heute vormittag bei der Durch­fahrt der Station Crailsheim entgleist. Gilt . Reisender und der Heizer sind verletzt. Der . Materialschaden dürfte sehr bedeutend sein. Ter Verkehr wich durch Umsteigen aufrecht erhalten.

________________________________________Nr. 2Q7

glieder einer Familie Der Vater und h» Kinder sind bereits gestorben.

Gräfin Bothmers Gnadengesuch.

ft Berlin, 3. Sept. Einer Korresvonk, . zufolge bat der Rechtsausschuß das Gnade, gesuch der Gräfin Bothmer befürwortend z, nochmaligen Prüfung dein Beauftragten sz Gnadengesuche überwiesen.

Er»lsstonsn«glL<.

ff. Mönche«, 3. Sept. Bei Lrdnnsm, bungsarbeilen in den ehemaligen Deutschs Werken stieß man auf den Zünder einer M Rate. Ein Arbeiter hob den Zunder aus, in dem gleichen Augenblick ervlodierie, Tr, Arbeiter wurden schwer, vier leichter verletzt

Betrügerischer Bankier.

sk Nürnberg, 3. Sept. Der Bankg» schästsinhaber Köstler, der feit Jahren ej, Bankkommissionsgeschäft betrieb, über das b» einigen Tagen der Konkurs verhängt wuch ist gestern wegen Vergehens gegen das B«ns gesetz verhaftet Wochen. Tie Gläubiger solle, um viele Tausende von Mark geschädigt sch,

Jugendliche Eiseubahnattentötsr.

Zweibrücken, 2. Sept. Drei schul pflichtige Knaben im Alter von sechs, neu, und elf Jahren wälzten gestern aus bet Eisenbahnstrecke Zweibrücken Tschifflg, einen Stein auf das Geleise. Die Lokom«, tive des fälligen Personenzuges schleudert, das Hindernis beiseite. Irgendwelche, Schaden ist nicht entstanden Dje Tätet sind ermittelt. Sie waren in der Nähe ge, blieben, um die Wirkung ihrer Tat zu b» obachten.

Ein Fassadenkletterer erwischt.

Ein Chauffeur, der mit seinem Wagei an der Autohaltestelle am Pariser MM wartete, bemerkte plötzlich, wie ein Maui langsam die Fassade des Hotels Adlot, emporkletterte. Er machte mehrere Kollege, aufmerksam, die sofort das Hotelpersonal und Polizeibeamte benachrichtigten. Al der Fassadenkletterer in oas offene Fenstei eines im 1. Stock gelegenen Zimmers eiu- drang, wurde er von den Polizisten vet haftet, ehe er etwas stehlen konnte. Auf der Polizeiwache gab er an, der 27 Iahst afte Ernst Lindner zu fein.

Schwarze Pocken in Hamborn.

Im Krankenhaus in Hamborn wurde« bei einem aus Oberschlesien zugereisten Ar> beiter schwarze Pocken festgestellt. Um ei« weiteres Umsichgreifen der Krankheit z« verhüten, sind von behördlicher Seite um. fastende Maßnahmen getroffen worden. Alle Personen, die mit dem Mann in Be-, rührung gekommen waren, wurden im Krankenhaus untergebracht und ijplic^.