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6tn 31. August 1928

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Die ^Oberhessische Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 EM. aus- schließl. ZustcllungSgebühr, durch ptePost2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereignisse ausfallende Kümmern wird kein Ersah ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hiheroth, Druck der Unid.-Buchdruckerei d. Zoh. Auq. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Rr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015.. Sprechzeit der Redaktion bon 1011 und

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150 Personen ertrunken?

Leningrad, 38. Ang. Heute «acht prallte der auf der Fahrt von Leningrad nach Kron­stadt befindliche PersonendampferBurewest- naik bei dem Versuch, im dichten Nebel dem deutschen Dampfer©regne auszuweichen, gegen den Hafendamm. Der Schiffsrumps er- bielt ein 2 Meter grobes Leck und versank nach 15 Minuten. Es ist zu befürchten, datz 10 0 Passagiere ums Leben gekommen sind. Bisher wurden 19 Leichen geborgen.

fk. Moskau, 31. Aug. Die Zahl der bei t dem im Seekanal von Leningrad erfolgten Untergang des DampfersBurcwestni! ums Leben gekommenen Personen wird a«fl50gefchätzt. An Bord befanden sich 583 Fahrgäste. Rettungsdampfer brachten 285 Personen in Sicherheit; auberdem retteten sich zahlreiche Fahrgäste selbst . Die Mehrzahl der Fahrgäste waren Kronstädter Einwohner. Dank.dem Heldenmut der Seeleute wurde eine Explosion der Kessel vermieden. Die Kata­strophe erfolgte in 30 Fug tiefem Wasser, un­weit des Users. Da an Bord eine Panik entstand, war es unmöglich, die Nettungs- boote desVurewestnik herunter zu lassen. Unter den ums Leben Gekommenen befindet [ sich auch die Gattin und die Kinder des Ka­pitäns. Der Chef der politischen Abteilung der Kronstädter Marinestation ertrank eben­falls. Ein deutscher Dampfer schickte ein Boot ab, das Gerettete aufnahm. Bei der Rückkehr wurde es von den mit den Wellen Kämpfenden rum Kentern gebracht. Ein in dem Boot befindlicher deutscher Matrose kennte sich uur mit Mühe retten.

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s Dr. schacht « Wkr

F ' Berlin. 30. Aug. (WTB-i Unter unge­heurem Andrang derR e i ch s b a n k g t ä u - big er begann Montag vormittag die Ver­handlung gegen den Vorsitzenden derReichs­bankgläubiger, Roli. Dor Beginn der Ver- |f Handlung verlangten Hunderte von Mitglie­dern der Aufwertungsverbände Ein­laß in de,, Sitzungssaal. Die P o l i z e' b e - amten waren machtlos und im Nu war der Saal überfüllt von Schreienden, Tosenden, sich t unrereinander um einen Sitzplatz prügeln­den Menschen. Erst nach kurzem Kampf s konnte man die Eingangstür verschließen.

Roll wird zur Last gelegt, er habe in Werbe­versammlungen u. a. geäußert:Dr. Schacht ist kein Betrüger, sondern ein Schwindle r. Der Angeklagte erklärte, er bade in den Ver­sammlungen ausnefübrt, Dr. Schacht werd' seit Monaten von einem bekannten Schriftsteller alsHenker der deutschen Volkswirtschaft" bezeichnet. Er habe ferner gesagt, die Reichs­bank sei eine Filiale des internationalen Kani tals. Roll gab auch zu, geäußert zu haben, die Reichsbank habe ihre Mitglieder betrogen. Den AusdruckDr. Schacht ist kein Betrüger, sondern ein Schwindler, b e st r i t t der An­geklagte. ,

f 3m Verlauf der Verhandlung erklärte Reichsbankvräsident Dr. Schacht, der Zweck seines Auftretens gegen die Auswertungsver­bände sei gewesen, den Unfug zu Inseitigen, f daß den armen Leuten, die durch die I n f l a - . t i o n i6r_ Geld verloren hätten, weiter GeG aus der Tasche gezogen werde, indem man sie. m Massenversammlungen locke, wo sie 1 Mark Eintritt bezahlten, ohne, daß sie etwas davon hätten. _r habe schon damals gesagt, daß diese Aufwertungsbestrebungen der Verbände last an S e l b st b e t r u g grenzten.

Roll wurde zu 750 Geldstrafe verur­teilt. Reichsbankpräsident Dr. Schacht wurde die Berechtigung zugesprochen, das Urteil aus Kosten des Angeklagten imB. L.-A..B. T. undVorwärts zu veröffentlichen.

Sn der Urteilsbegründung wird festgestellt, daß die Ausführungen Rolls über den Reichs- bankvräsidenten durchaus beleidigend waren und über die Wahrung berechtigter ' Snteresien weit hinausgingen. Das Gericht bat den Eindruck, als ob der Angeklagte sich an Dr. Schacht persönlich reiben wollte. Be'.m Strafmaß ging das Gericht davon aus, dan 6_ei Angeklagte in einer begreiflichen Auf r e g u n g in dem Bestreben gehandelt habe, für die Massen möglichst viel berauszukolen Trotz alledem habe die Schwere der Beleidi- sungen nicht ausgereicht, einen nicht vorbe- »ttaften Mann ins Gefängnis zu bringen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft halte «inen Monat Gefängnis beantragt.

Das Nimm m GM

Der Armee- md »rinetag

In RiktzbM

Die Arbeit der SluMksmmMn

1.

2.

3.

mit dem Cecilschen Antrag auf Ver­mehrung der nichtständigen Ratssitze aus 9 und ihre Gliederung in nicht­ständige und halbstündige;

mit den gleichlautenden Anträgen Spa­niens und Polens aus Zuerkennung ständiger Ratssitze;

mit einem Eventualantrag Polens, die Mandatsdauer der nichtständigen Sitze

Mit dem am Montag erfolgten Zusam­mentritt der Studienkommission zur Rats­reform hat das Ringen um die seit Wochen erörterte Bölkerbundsfrage begonnen. Trotz des besonders in den letzten Tagen fieber­haft gesteigerten diplomatischen Verkehrs von Kabinett zu Kabinett und der juristischen Sondierungen hat sich eine brauchbare For­mel zur Ucberbrückung der verschiedenen Schwierigkeiten bisher nicht finden lassen. In der gestrigen unmittelbar nach Ankunft der deutschen Vertreter für die Studien­kommission stattgefundenen mehrstündigen Beratung mit den juristischen Sachverstän­digen Frankreichs und Englands ist man zwar innerhalb dieses Kreises über die Be­handlung der einzelnen Anträge einer Mei­nung gewesen, doch vermochte niemand zu garantieren, daß sich in der Besprechung der Studienkommission auch die übrigen zwölf Staatenvertreter auf dieser einheit­lichen Basis zusammenfinden werden.

Die Studienkommission wird sich nach dem heutigen Stand der Dinge insgesamt mit vier Anträgen zu beschäftigen haben:

.von 3 aus 5 Jahre zu erhöhen und De ite r'e n Eden tun lanWgA*s Polens, den nichtständigen Ratssitz Polens für eine Wiederwahl zu ga­rantieren.

Nach den bisherigen Vereinbarungen dürste sich die Mehrzahl der in der Studien- kvmmission vertretenen Ländern , grundsätz­lich gegen Punkt 2 aussprechen, so datz er in der Studienkommission nicht weiter zur Verhandlung kommt. Auch der polnische Eventualantrag arks Verlängerung der Man­datsdauer dürfte keine Mehrheit finden. Wohl aber rechnet man damit, datz die Studienkommission zu Punkt 4 beschließen wird, grundsätzlich vorliegende Wie­derwahlsanträge zur Berücksichtigung zu empfehlen, sails ihre Zahl des in dem Cecilschen Antrag für die Wiederwahl vor­gesehene ein Drittel der nichtständi­gen RatSsitze nicht übersteigt. Rein for­mell werden damit die Beratungen des Studienausschusses keine größeren Kompli­kationen bringen, falls glicht schon in der Studienkommission von Spanien und Polen Konsequenzen im Falle der Ablehnung ihrer Anträge angekündigt werden sollten. Trotz­dem würdigen derartige Erklärungen, falls sie nicht von einer größeren Anzahl anderer Kommissionsvertreter unterstützt werden, keine praktische Wirkung haben, weil ja die Beschlüsse brr Studienkommission mit einfacher Mehrheit gefaßt werden, do sie lediglich Vorschläge für den Völkerbund darzustellen haben.

Immerhin würden sich aus dem Verhalten Spaniens, Polens usw. Rückschlüsse auf die

Nürnberg, 30. Aug. Der BegrüßungS- , feier am Sonnabendabend ging eine Prcsfcbe- sprcchung des Stahlhelms, Bund der Front­soldaten, voraus, in welcher der Führer des Stahlhelms, Seldte, hervorhob, der Stahl­helm sei staatsbejahend und bestrebt, ein Kar- tellverhältnis mit anderen nationalen Verbän­den zu befürworten. Kurz nach 8 Uhr trafen dann in der festlich geschmückten Stadthalle im Luitpoldhain, die von einer riesigen Menschen­menge gefüllt war, zu der Eröffnungsfeier der Protektor des Ehrentages, Kronprinz Ruprecht von Bayern, sowie Prinz Oskar von Preußen. Generaifeldmarschall v. Mackensen, General v. der Goltz und die anderen Festgäste ein. Der Führer der Reichsflagge, Hauptmann Weiß, begrüßte die Erschienenen. Kronprinz Rup­recht von Bayern gedachte mit ehrenden Wor­ten der ruhmreichen alten Armee, der der heu­tige Tag des Wiedersehens gelte. Aufgabe der Frontsoldaten sei es, die Jugend zur Selbst­zucht und Pflichtengrsühl zu erziehen. Erfülle jeder einzelne seine Aufgabe, so sei ihm um die Zukunft des deutschen Vaterlandes nicht bange, Prinz Oskar Vox Preußen über­brachte der Festversammlung dir Grüße seines Hauses, insbesondere seiner Brüder und forderte die Anwesenden auf, Kinder und Kindeskinder im Geiste der Vaterlandsliebe zu erziehen. Hierauf überbrachte der von Haus Doorn nach Nürnberg zu dem Ehrentag gekommene Gene», ralfrldmarschall v. Mackensen im Auf­trage des früheren Kaisers dessen Grüße an die Kameraden. Der Geist der alten Armee, so schloß v. Mackensen seine kurzen Ausführun­gen, müsse auch auf unsere Jugend übertragen werden. Seinem dreifachen Hoch auf das deut­sch: Vaterland folgte das Absingen des Deutsch-

Prö-eMt-BLnör^MnnMn, Ms- sitzender der V. V. V.-München dankte dem Kronprinzen von Bayern für die Nebern ahme des Protektorats.. Wir brauchen kein großes Programm, sagte der Redner, sondern nur wenige Worte:Ehre und -Freiheit!" Diese Worte sind die Schlüssel zu einciti freien künfti­gen Großdeutschland. Mit einem Appell an die deutsche Jugend und an ihre Mitarbeit schloß der Redner. General v. der Goltz, ; Vorsitzender der V. V. D.-Deutsch!and, nahm schließlich noch zu einer kurzm Begrüßung das Wort. Tie Anwesenheit der Kameraden sei ein Bekenntnis des Festhaltens an de« einigen, großen Deutschland. Der heutige Ehrentag soll einen Meilenstein bilden auf dem Wege Mr deutschen Freiheit und Einig­keit^

Von der Festhalle begaben sich hierauf Krcn- vrinz Ruprecht von Bayern, Prinz Oskar von Preußen. Generalwldmarfchall von Mackensen und andere der Festgäste zu den Begrüßungs­feiern der übrigen vaterländischen Verbände um dort ebenfalls die Kameraden yt begrüßen.

Mit dem Sonntage erreichte der deutsche Armee- und Mannetag seinen Höhepunkt. Schon Stunden vor Beginn des Festzuges säumten dichte Mensch.nmassen die Straßen, durch die der Fcstzug sich bewegen sollte. Die Stadt selbst bot in ihrem Girlanden- und Fahnenschmuck ein schönes Bild. Tie Beteili­gung an dem Fest zu g war außerordentlich groß. Aus allen Gauen des alten Reiches waren Delegationen der verschiedensten vater­ländischen Verbände mit ihren Fahnen im Festzug vertreten. Die Zahl der mitgeführ­ten Fahnen zählte nach vielen Hunderten. Groß war die Begeisterung der Zuschauer, und die

Entwicklung der Beratungen des Völler- bundsrates ziehen lassen. Der Rat muß seine Beschlüsse hinsichtlich der Ratsreform einstimmig fassen. Erhebt sich gegen den Antrag auf Zuerteilung eines ständigen Ratssitzes an Deutschland nur eine Stimme, so kann Deutschland einen ständigen Rats- sitz nicht erhalten.

Wenn in Genf auch darauf hingewiesen wird, daß die spanische Regierung dem-Prä- fibenten der Studrenkommissfon vor einigen Tagen habe erklären lassen, sie werde sich dem deutschen Ratssitz nicht widersetzen, so liegt hierfür an zuständiger Stelle jedoch eine amtliche Mitteilung nicht vor. Ebenso fehlt eine solche Information in hiesigen diplomatischen Kreisen. Hiesige Autunter- richtete politische Kreise mahnen jedenfalls zur Vorsicht gegenüber allzu optimistisch gehaltenen Erklärungen, da man auf Grund bestimmter Mitteilungen mit Ueberraschun- gen rechnen mutz. Ob diese von Spanien oder Polen oder neuerdings von Brasilien kommen werden, ist nicht feststellbar. Datz man auch in hiesiger Stelle mit derartigen Ucberraschungen rechnet, geht am besten daraus hervor, daß eine Beschlutzfas- sungdes Kabinetts über die Z u s a m - meusetzung der deutschen Dele­gation aus die nächste Woche verscho­ben worden ist.

Zur Völkerbundstagung.

Genf, 30. Aus. Im Erneralsekretariai des NöWÄEÄ«-. werden, die

gen für die am 6. September stattfindende Er­öffnung der siebenten Völkerbundsversammlung getroffen. Man ist in unterrichteten Kreisen überzeugt, datz der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund keine Schwierigkeit mehr entgegensteht und datz sid kurz nach Be­ginn der Tagung, d. h. in den ersten Tagen der Versammlung, vor sich gehen wird. Es ist hierüber, wie verlautet, zwischen den im Rat vertretenen Mächten und der deutschen Regie­rung bereits eine Einigung erzielt worden. Wir man sich erinnert, hat die Kommission der anherordentlichen Völkerbunds - Versammlung vom Mär; dieses Jahres, die unter dem Vor­sitz Chamberlains getagt hatte, bereits damals die Aufnahme Deutschlands einstimmig befür­wortet. Nur das Veto Brasiliens gegen die Zuteilung eines Natssitzes und die übrigen mit der Reorganisation des Nates zusammenhän­genden Schwierigkeiten haben im Frühjahr die sofortige Aufnahme Deutschlands verhindert. Diesmal kann von irgendwelchen neuen Schwierigkeiten keine Rede sein. Erst nachdem das Deutsche Reich in der Bun­desversammlung sowie im Raj Sitz und Stimme haben wird, soll die Frage der Erwei­terung des Völkerbundsrates durch die Schaf­fung neuer nichtständiger und sogenannter halbstündiger Sitze ihre Erledigung finden.

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Berlin, 30. Aug. Zwei Berliner Morgen- blätter hatten aus einer KorrespondenzZ. N- Mitteilungen veröffentlicht," die von großen U n t e r s ch l e i f e n in bet Reichswehr in Ostpreußen, von Provisionen für höhere Offi­ziere unb mcrkwürbigen Tobcsfällen sprachen. Als eine besonbers belastete Persönlichkeit würbe der Hauptmann Liese vom General­stab der 1. Division in Königsberg genannt Weiter würbe im Zusammenhang bamtt be­hauptet, batz bei Oberstleutnant a. D. Ö u b - loff unb der Generalleutnant Wurz, bächer einen unnatürlichen Tod gefunden hätten. Das Material soll einer Denk­schrift entstammen, die betn Reicbsoräsi- benten, den Reichs- unb preußischen Ministern Mitgliedern des Reichstages unb einer Reibe von Slaatsanwaltschaiten zugegangen sein soll unb für bereu Jnbalt bic Schriftsteller Otto Lebmann-Rußbült und Mertens verantwortlich zeichnen.

Amtlich wird hierzu mitseteilt: Das Reichs- wehrmiuisterium mutz es ablehnen, sich in Er­örterungen über derartig unqualifi­

zierte und völlig unwahre 'An­griffe einzulassen. Die weitere Erledigung der Angelegenheit wird Sache der Justiz sein, wozu die erforderlichen Schritte bereits veran­laßt find. .

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Moskau, 30. Aug. Wie der Asien-Ost- Curova-Dienst erfährt, hat die Sowzetregierung dem Pekinger Kabinett mitgeteilt, datz, falls das Kabinett auf Entfernung des Sowictbot- schafters K a r a ch a n von seinem Poften be­stehen sollte, Rutzland die diplomatischen Be­ziehungen zu China sofort abbrechen werde. Karachan genietzt das volle Vertrauen seiner Regierung. Cs wird die Wiederrufung aller chinesischen Noten in der Sache Karachan gefordert. Aus Peking trifft die Nachricht ein, datz Tschangtsolin Auflösung der chinesischen Gesandtschaft in Moskau verlangt. "

Heilrufe und das Tücherfchwenken wollte kein Ende nehmen. Tie Teilnehmer des Festzuges wurden stellenweise mit Blumen geradezu über­schüttet. Nahezu drei Stunden defilierte bei Fesizug am Hauptmarkt am Kronprinzen Rup­recht von Bayern und anderen Mitgliedern der früheren reniertnben Häuser, sowie den Spitzen bet alten Armee und Marine vorüber.

Nachmittags fanden Kameradschasts'eirrn statt, abends eine große Festvorstellung im Stadttheater und nochmals Beleuchtung der alten Kaiferburg, jpomit das Fest seinen Ab­schluß fand.

Der Reichsverband Vaterländischer Arb.itcr- unb Werkvereine faßte binficbtlick der Koiomal- fr<ia£ eine Entschließung in der ReicksreLe- rung unb Reichstag aufgefordert werden, eine Regelung der Kolonialfrage noch vor lern Ein­tritt Deutschlands in den Völkerbund herbei zuführen.

Ein Schleppdampfer auf der Maas gesunken.

Amsterdam, 31. Aug. Gestern ist auf der Maas der SchleppdamkferMinerva von Smith & Co., Internationaler Schleppdienst, gesunken. Der Kapitän unb zwei Matrosen sinb ums Leben gekommen.