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v. MK Md GM in Genf
Maröurger Zasesknzeiser
Montag,
-en JO. August 1926
DI- „Oberbcssische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 EM. auS- schliebl. Zustellungsgebühr, durch diePost2.25 SM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte »der elementarer Ereignisse ausfallend« Nummern wird kein Ersatz geleistet. Verlag b. Dr. §. Hihcroth, Druck der Univ.-Bnchdruckerci b. -soh. Ang. Koch, Mark« 21/23. Fernsprecher: Nr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt e. M. Nr. 5015. — Sprechzeit bet Redaktion von 10—11 und ‘(,1-1 Uhr.
Milche LandeWtung
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Aus deutschen Lufifahrtskreisen wird uns geschrieben:
Die englischen und französischen Luftsabrt- sachverständigen, welche in dem von der vorbereiteten Abrüstungskonferenz eingesetzten Unterausschuh zur Klärung der Frage 6 des Genfer Fragebogens sitzen, können erleichtert aufatmen — der Kelch der Abrüstung ihrer ungeheuerlichen Luftflotten ist an ihnen vor übergegangen Gewiss bedeuten die in Genf gefaßten Beschlüsse noch nichts Endgültiges und cs besteht die schwache Möglichkeit, dah die für 1827 geplante grosse Abrüstungskonferenz noch zu anderen Ergebnissen kommt: Die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt aber wohl kaum mehr als 5 Prozent. Will die grosse Abrüstungsloni^enz mit ihren Arbeiten überhaupt vom Fleck kommen, dann wird sie wohl oder übel die jetzigen Genfer Beschlüsse als U n t e r l a g,e n benutzen müssen. Denn wozu wäre sonst öer vorbereitende Ausschuss überhaupt etwas nütze? Und sollte man später doch noch einmal Sachverständige zu den einzelnen Fragen hören wollen, dann dürsten mir allergrösster Wahrscheinlichkeit genau dieselben ausländischen Militärs, d>e heute ihrem Standpunkt zum Siege verhelfen konnten, wieder zu Rate gezogen werden. Das Ergebnis bliebe also das gleiche.
Wie gesagt — England und Frankreich können zufrieden sein. Einen Unterschied zwischen Militär- und Zivtlflug- zeug gibt es nicht: der zivilen Luftfahrt ist ein, wenn auch beschränkter, militärischer Wert betgemcsscn. Mit diesen Punkten hat das Ausland das, was es zu erreichen von Anfang an suchte, nämlich die vollständige Rückendeckung für fröhliches Weiterrüsten. -Oder kann jemand Frankreich zur Abrüstung ermuntern, wenn die Berkchrs- luitfahrt Deutschlands einen, wenn auch beschränkten, militärischen Wert besitzt? Wo bliebe die Sicherheit Frankreichs? Und wenn doch der Völkerbund die Auffassung vertreten sollte, dass die Einleitung zum Teil V des Versailler Vertrages kein beliebiger Fetzen Papier, sondern Teil eines von der ganzen Kulturwelt feierlichst garantierten Vertrages sei: Wie will er die Luftabrüstung in Szene setzen, wenn es einen Unterschied zwischen Militär- und Zivilflugzeug in militärisch-technischer Beziehung nicht gibt?
Den Franzosen und Engländern ist ein schwerer Stein vom Herz gefallen. Dass sie sich bei den Beschlüssen über das zivile Fliegerpersonol, das technische Personal und über den Einfluß der Gleichstellung von Mili'är- und Zivilslugzeugcn aus die Verkehrslustfahrt mehr dem deutschen Standpunkte genähert haben, spielt eine für England und Frankreich sekundäre Rolle. Sie wollten ia von Anfang an nicht in erster Linie der deutschen Zivilluftfahrt, an deren „militärischen" Wert ste selbst niemals im Ernst geglaubt haben, an den Kragen: Für die Lustgrohmächte Europas ist der deutsche Luftverkehr nur das Aushängeschild, um den eigenen Völkern, die bei den Millioncnziffern der militärischen Luft-Etats Schwierigkeiten machen könnten, die Notwendigkeit des Rüstungswettlaufes klar zu machen. An den Argumenten, welche die ausländischen Luftfahrtsachoerstän- digcn vorsorglich schon jetzt gegen die drohende Luftabrüstung zusammentragen, wird sich auch der bestgemeinte Abrüstungswille die Zähne ausbeissen. Die Abrüstung kann beginnen!
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Ser Kampf gegen Demi»
Prag, 29. August. Das Blatt „Pravo Lidu" meldet, daß der Abgeordnete K r a - marsch eine Artikelserie vorbcreite, in der seine politische Neuorientierung aus Grund seiner in der letzten Zeit in Italien gemachten Erfahrungen niedergelegt sein werde. Kramarfch werde einen offenen Kamps zur Beseitigung Beneschs eröffnen. Tas Blatt führt die tsch^sche Fascisten- bcwegung, welche den Rücktritt Beneschs fordert, aus italienische Einflüsse zurück. Mussolini rechne dainit, datz durch, den Sturz Beneschs die Kleine Entente erschüttert werde. Benesch sei auch in einen Konflikt mit dem Vatikan geraten, mit dem Mussolini eng zusammenarbeite. Das Blatt erklärt, datz die finanziellen Mittel der tschechischen FaScisten aus Italien kämen.
ff. London, 30. Aug. „Daily Eravhic" meldet aus Genf: Premierminister Bald- w i n beabsichtigt, von Air les Sains zu einem kurzen Besuch nach Genf zu kommen, um mit Ebamberlain zu beraten.
Die aus Paris und London vorliegenden Meldungen lassen erkennen, daß man in den letzten Tagen in vertraulichen diplomatischen Besprechungen Versucht hat, endlich die Formel aufzustellen, die es ermöglicht, über die in der Ratsfrage bestehenden Schwierigkeiten lumvez- zukommen und die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund und Rat sicherzusiellcn. Wenn man Warschauer Meldungen glauben darf, hat in diesen Tagen in London eine diplomatische Besprechung über die Verteilung der Ratssihe stattgefunden, von der man Italien ferngehalten haben soll. Die Bemerkung in dieser Warschauer Meldung, daß diese Tatsache in Rom, Madrid und Warschau starken Unwillen hcrvorgerufen hab-, läßt allerdings die Vermutung zu, daß es sich hierbei um eine ausgesprochene T c n d e n z n a ch r i cht handelt. Gerade der Hinweis auf die Verstimmung in Rom bestärkt diese Auffassung. Offenbar will man Italien veranlassen, aus seiner Reserve wieder herauszutreten, nachdem es sich entschlossen hatte, die spanischen Ansprüche auf einen ständigen Ratzsitz nicht zu unterstützen. Polens Taktik in der RatS-. fragt war aber darauf eingestellt, für Polen das zu fordern, was man Spanien bewilligte.
Diese polnische Taktik ließe die Vermutung zu, daß Polen seine Ansprüche auf einen ständigenRatssitz erneut stärker betonen will. Tiefe Annahme findet eine gewisse Bestätigung in der Auswertung der am Freitag in Paris zwischen dem polnischen Außenminister Zakcski und Briand stattgcfuudenen vertraulichen Unterredung, über bereit Inhalt amtlich nichts mitge reitt wird. Dagegen bemühen sich' die den polnischen Außenmissionen nahestehenden politischen Kreise, über'den Jn- balt dieser Unterredung Mutmaßungen in die Presse zu lancieren, die offenbar dazu bestimmt sind, die polnischen Forderungen wieder mehr in den Vordergrund zu drängen. So wird erklärt, daß die Unterredung in Paris sich zunächst auf das französisch-polnische Bündnis bezogen habe. Man deutet aber an, daß Zalesfi den Standpunkt vertritt, Polen habe durchaus nicht vic Absicht, auf einen stündigen Ratssitz zu verzichten. Es werde einen solchen auch weiterhin mit Nachdruck fordern, selbst bann, wenn Deutschland etwa die Absicht aufgeben würde, in den Völkerbundsrat einzutrcten . Man begründet diese polnische Forderung wieder einmal mit dem Hinweis darauf, daß „Polen als 30-Millionen- Staat und starker Vorposten im Osten" eine sehr große Bedeutung in der allgemeinen Friedenspolitik habe. Allerdings wolle Polen angesichts der schwiettgen internationalen Lage keine neuen Schwierigkeiten machen, doch könne nicht davon die Rede sein, daß sich Polen eventuell vorläufig mit einem nichtständigen Ratssitz begnügen wolle, der nicht drei, sondern fünf Jahre lang dauern würde. Zalesfi soll sich dahin geäußert haben, daß es Polen nicht auf die Anzahl der Jahre ankomme, sondern darauf, dauernd im Völ- kerbundsrat vertreten zu sein. Ein sünfiähriges Mandat ohne sichere Erneuerung hätte für Polen überhaupt keinen Wett.
Was an diesen Darstellungen ernste Bestrebungen oder nur Wünsche gewisser Kreise sind, ist nicht ohne weiteres nachzuprüfen, da alle amtlichen Stellen sich über Einzelheiten ausschweigen, im übrigen aber eine optimistische Auffassung an den Tag legen. Dafür sind besonders die Auslassungen der französischen Morgenpresse vom Sonnabend bez ichnend, die übereinstimmend behaupten, daß die zwischen den Juristen Englands, Frankreichs und Deutschlands getroffenen Verrinbarungen dahin gingen, die halbständigen Sitz: bei ihrer ersten Verteilung zwar nicht im Prinzip, aber im Wesen für eine doppelte Zeitdauer zu garantieren. Man unterstreicht die Bedeutung der Vereinbarung dahin, daß Spanien und Polen damit die Gewißheit erhielten, daß sie ihre Sitze im Rate während der nächsten zehn Jahre sicher besetzen könnten.
Von deutscher amtlicher Seite ist über den Stand der Tinge nichts näheres zu erfahren. Man erklärt lediglich, daß für Deutschland die Mai-Vereinbarungen der Studienkommission maßgebend sind, daß sic aber sich gewissen Abänderungen gegenüber nicht von vornherein ablehnend verhalten werde. Ter Bericht, den Herr von Hoesch dem Auswärtigen Amt über die Auffassung in Pariser diplomatischen und amtlichen Kreisen gegeben hat, soll jedenfalls den Eindrucks bestärkt haben,, das zwar noch nicht alle Schwierigkeiten beseitigt sind, die Lage aber doch so weit geklärt er
scheint, daß man mit einem glatten Verlaus der Genfer Verhandlungen sowohl im Studicnausschuß itne im Pölkerbunb selbst rechnet.
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ff. Genf, 30. Aug. (Schweizerische Tele- gravhewAgentur.) Die heute unter dem Vorsitz von Bundesrat Motta zu ihrer zweiten Tagung zusammentretenbe Sonberfommifsion für bic Reorganisation des Völkerbundsrates besteht aus 14 (statt ursprünglich 15) Vertretern von Staaaten, da Brasilien infolge seines Austrittes aus dem Völkerbund an den Beratungen nicht mehr teilnimmt. Wie verlautet, wirb Paul Boncour nicht persönlich erscheinen, sondern durch den juristischen Sachverständigen Fromageot vertreten sein. Man rechnet damit, dass die Beratungen der Kommission wenigstens drei Tage dauern werden.
Botschafter o. Hoesch und Ministerialdirektor ©aus, die gestern in Genf cingetrof- fen sind, hatten eine fast zweistündige Unterredung mit Cecil Hurst, Lord Robert Cecil und Fromageot. Die Besprechung brachte im wesentlichen eine Bestätigung der Vorschläge der ersten Tagung des Prüfungsausschusses. Das in diesen Vorschlägen ausdrücklich vorgesehene Recht der Völkerbundsversammlung auf jederzeitige Einbe- rufungundNeuwahldernichtstän- digen Ratsmitglieder dürfte jedoch in der ursprünglich vorgesehenen Form nicht aufrechterhalten bleiben. Rach Auffassung der Rechtssachverständigen ist dieses Recht der Vollversammlung bereits im Völkerbundspakt selbst grundsätzlich vorhanden.
Ein Telegramm Aanguas zur langerfrage.
ff. London, 3«. Aug. In einem von der „Daily News- veröffentlichten mit dem gestrigen Sonntag datierten Telegramm des spanischen Aussenministers heisst es: Die spanische öffentliche Meinung drängt die Regierung, ihre Forderungen bezüglich des Einschlnsics des marokkanischen Protektorats vor den Mächten aufrechtzuerhalten, indem sie eine Garantie dafür gibt, dass Tanger niemals eine Festung oder ein Kriegs- hafen wird. Wenn dieses gerechte Ersuchen Spaniens nicht beachtet wird, werde Spanien aus dem Völkerbund austreten und zugleich seine Beteiligung am Marokko- Protektorat ablehnen.
London und Zanger
Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph- schreibt: Das Memorandum der spanischen Regierung bat bei allen Signatarmächten der Tangerkonvention und der Alge- cirasverträge die grösste Ueberraschung hervorgerufen, da dieses technische Memorandum über die Frage des Tangerproblems eine von der spanischen Regierung an die Regierungen Grossbritanniens, Frankreichs und Italiens überreichte Einladung zu der Konferenz über die gesamte Tangerfrage in Genf am 1. September, d. b. am Vorabend der Zusammenkunft des Völkerbundsrates enthält. Noch überraschender ist, dass diese Einladung auf alle Mächte ausgedehnt wird, die die beiden obengenannten Dokumente unterzeichnet haben, einschliesslich der kleineren Mächte, wie Holland. Belgien und Portugal sowie auch, wie angenommen wird, der Vereinigten Staaten.
Schweden scheint in Spaniens Zirkulareinlabung eingeichlosien zu sein nicht mit Rücksicht auf Tanger, sonbern wegen der Frage des ständigen Ratssitzcs, mit der Madrid immer noch die erstere Frage verbindet. Die Einladung der kleineren Mächte ist anscheinend in'London und Paris vollkommen unerwartet gekommen, wo man vermutlich angenommen hatte, daß entweder die spanische Regierung nur vorschlage, private unformelle Besprechungen zwischen den Delegierten der vier hauotiächlich an- Tanger interessierten Mächte abzubaltcn, oder, daß sie veranlaßt werden könnte, alle formellen Verhandlungen zu verschieben. Die an Holland, Belgien und Portugals gerichtete Einladung dürfte jedoch diese Hoffnungen zunichte machen. Eine erneute1 und vermehrte Besorgnis ist daher gestern in London an den
Tag gelegt worden. Die Eile, mit der sich Rom heranmacht, zu antworten, und Paris, seine Antwort vorzubereiten, wird damit erklärt, Großbritanniens Halinng werde zum größten Teil durch die Art dieser Antworten bestimmt werden. Die Abschriften der Antworten von Rom und Paris werden in London jeden Augenblick erwartet. Es wird bekannt, dass der französische Standpunkt sich seit der letzten Woche merklich verschärft bat, und dass keine von den von Spanien versuchten Alternativen, Annektion oder Mandat, für Paris annehmbar ist, obgleich Frankreich bereit ist, wesentliche Verwaltungszugeständnisse an Spanien zu machen. Was den Charakter der Antwort Italiens auf das spanische Memorandum betrifft, so war man bis gestern darüber noch im Dunkeln. Es verlautet jedoch, daß der Vatikan feinen gesamten Einfluss bei der Madrider Regierung zur Anwendung bringt, um sie davon abzuhalten, unnötige Schwierigkeiten in Genf zu schaffen oder den Völkerbund zu verlassen.
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Noch immer EMZWWgk- Mtmm
Die Botschafterkonserenz hat es für notwendig gehalten, Deutschland wieder einmal zitz.notifizieren, daß die Erledigung der von der Botfchafterkonforenz angeordneten deutschen Entwaffnungsmatznahnien Anlaß gäbe, die europäische Sicherheit für bedroht zu halten. Die in den Noten — es sind ihrer drei — behandelten Punkte beziehen sich auf die Tätigkeit der Rechtsverbände, auf die Rekrutierung der Reichswehr und auf die Durchführung der von der Bot- schafterkonferenz gewünschten Entwaffnungsmaßnahmen im allgemeinen. Da eine Veröffentlichung der Noten nicht beabsichtigt ist, ist man darauf angewiesen, die Mitteilungen in der Presse zur Unterlage von Betrachtungen zu machen.
Was zunächst die t rfte Note über die Tätigkeit der deutschen Nechtsver- bände betrifft, so kann man nicht umhin, zu beklagen, datz die Botschasterkonferenz ihre Unterlagen zu ihrem Vorgehen gegen Deutschland aus Zeitungsnachrichten schöpfen konnte. Es ist beschämend, datz die Art, wie gegen diese Verbände in der deutschen Oeffentlichkeit Kritik geübt wurde, der Botschasterkonferenz willkommene Unterlagen gegeben hat, an Deutschland neue Forderungen zu stellen, die letzten Endes einen Eingriff in die Souveränität des Reiches und der Länder bedeuten müssen.
Worauf sich die Bemängelungen der zweiten Note hinsichtlich der Reichswehrrekrutierungen stützen, läßt sich leider nicht feststellen. Auf jeden Fall lassen sie erkennen, datz man Deutschland wegen seines kleinen Reichswehrheeres nicht zur Ruhe kommen lassen will. Hätte die Botschafterkonferenz wirklich nur die Entwaffnung Deutschlands im Sinne des Kapitels 3 des Teils V des Versailler Vertrages im Auge, jedoch unter Berücksichtigung des Artikels 8 der Völkerbundssatzung über die allgemeine Abrüstung, dann könnte keiner der in der Botschafterkonferenz rä - tigen Ländervertreter überhaupt auch nur auf den Gedanken kommen, solche Forderungen an Deutschland zu erheben, In dem Augenblick, wo in der ganzen Welt nur ein Urteil über d i e in Genf zutage get retene Sabot te- rungderallgemeinen Abrüstung b e st e h t.
Welche Stellung der Reichsregierung zu den neuen Entwaffnungsforderungen der Botschafterkonferenz einnehmen wird, ist nicht bekannt. Man erklärt in unterrichteten Kreisen, datz sich die Forderungen der Botschafterkonferenz zum Teil,auf Punkte beziehen, die inzwischen längst ihre Erledigung gesunden haben. Man darf aber wohl erwarten, datz, falls die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund im September erfolgen sollte, von Seiten der deutschen Delegation den in Frage kommenden Regierungsvertretern der anderen Länder der - Wunsch zum Ausdruck gebracht wird, datz man in Zukunft Deutsch!and von derartiger Nadel st ichpol itik befreien möge.
Andauernde Kampfstimmung in Marokko.
Paris, 29. August. (WTB.) Wie dem „Matin" aus Rabat gemeldet wird, sind die Dissidentenstämme Beni Mestra und Beni Mesgliga, die über 1000 Gewehre der- fügen, entschlossen, weiter zu kämpfen und versuchen auch die Beni Jmmel dazu zu bewegen.