r
MZetzevM(öLsM;»r L?Lr-;essssÄ»)Gberheßm/-> Amtliches AerkürrdiMMblattjuLd-KreisAarlMy
Der tvefteurepÄW EMltmft gescheitert?
Nr. 191 61. Wes. Marburg a. Lahn
Marburger
ZageAnzeiger
Montag, den 16. August 1926
Der Anzeigenpreis,^ beträgt für de» lügespait. Zeilenmillimeter 0.08 GM., Heine Baranzeigen fl.06 GM., amtliche und aus- KLrlige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- Forschrift 50°/, Aufschlag. — 'Sammelanzeigei, 100 % Auß .schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt als Darrabatk. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch di« Geschäftssielle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Marburg.
1 Eoldmark = V«,-Dollar.
M'lchr
WMMtä
Di» »Sberhesslsche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 GM. aus- Schlteßl. Zustellungsgebühr, durch Lt«Post2LS GM.Für etwa infolge »Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereignisse ausfallende 1 Skuomrer» wird Ms Ersatz ge- - leistet. Verlag b. Dr. §. Hitzeroth, /Druck der Unib.-Buchdruckerei b. §oh. Aug. Koch, Markt 21/23. Kernsprecher: Nr. 54. n. Nr. 55/ /Postscheckkonto: Amt Frankfurt ’ ;> io, SR. Nr. 5015. — Sprechzeit- •:' «er Redaktion hott 10—11 und l/2l—1 Uhr.
Äbechessssche Zeitung
§aS MM'snmOWt SanMmvÄrium »er dem AsMch
Sas DtvMlllM in drr
MeKMMkei
Der Kampf um die deutsche Beteiligung an der tschechischen Regierung.
Prag, 15. Aug. Die offiziellen Verhandlungen der sogenannten Zollmehrheit sollen, laut „ Tribuna", um den 10. September herum beginnen. Sie werden vorerst von den tschechischen und den deutsche» Parteien getrennt. später gemeinsam geführt werden. Die deutsche Agrar vartei und die deutsche christlich soziale Partei bereiten das Material für die Verhandlungen über die Bildung eines Regierungsblocks vor, wobei besonders au? kulturelle und Zollirage» Rücksicht Benommen werde. Zu der Frage schreibt „N a r o d n i L i st g“, daß die nationaldcurokratifche Partei nach wie vor auf dem Standpunkt beharre, dass die Tschechoslowakei ein Nationalstaat sei und daß sie deshalb ihre Zustimmung zum Eintritt der Deutschen in die Regierung nicht geben könne. Auch die Mitarbeit der Deutschen in einer parlamentarischen Koalition würden die Nationaldemokraten nicht zulassen.
-—♦--
SersmnMK'wMMMMrltAg
Bukarest, 15. Aug. Aus der Presse zu- gegangeneil amtlichen Erklärungen über den Inhalt des französische-rumänischen Vertrages gebt hervor, daß der Vertrag für die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen wurde und dann erneuert werden kann. Der Vertrag setzt genau die Verpflichtung zu gegenseitigem Beistand im Falle eines Angriffes fest und verbürgt den gegenwärtigen territorialen Besitzstand der beiden Länder. Ein Zusatzabkommen sieht ein Schiedsgerichtsverfahren für den Fall eines Streites zwischen den Unterzeichnern vor und bezeichnet als höchste Berufsinstanz den Präsidenten der schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Vertrag fügt sich in den Rahmen des Völkerbundpaktes und des Paktes von Locarno ein.
Zum spauisch-italirnischcn Vertrag.
Madrid, 14. August. (WTB.) Die Agentur Fabra ist zu der Erklärung ermächtigt, datz die Meldungen eines Teiles der englischen Presse über das Bestehen von Geheimklauseln im spanisch italienischen Schiedsgerichtsvertrag nicht richtig seien. Es handle sich bei diesem Vertrage um eine durchaus friedliche und durchsichtige Abmachung, die der Oeffentlichkeit im geeigneten Augenblick ohne Einschränkungen bekanntgegeben würde.
Moskau, 14. Aug. Die „Jswistija" weist auf die französisch-deutsche Annäherung sowie auf das französisch-spanische, französisch-rumänische und italienisch-spanische Abkommen hin und schreibt, diese Abkommen zerstörten das Locarno-System, das auf der Idee der englischen Hegemonie in Europa und Umkreisung der Sowjet- Union durch einen Block feindlicher Staaten unter englischer Führung beruhe. Das Abkommen zwischen Deutschland und der Sowjet-Union vernichte den sowjetfeindlichen Stachel Locarnos. Die deutsch-französische Annäherung widerspreche den Hauptansichten der englischen Diplomatie. Nach Locarno sei Europa zu einzelnen Kombinationen, Bündnissen und Abkommen zurück- gekehrt, die den europäischen Frieden gefährdeten.
--*--
Sie vierzehn befreiten Scutidwn
Berlin, 14. August. Auf Grund des deutsch-russischen Amnestieabkommens erhalten folgende in Moskau gefangen gehaltenen Deutsche die Freiheit wieder: Der Student W o l s ch t und der mit diesem verurteilte Dr. Kindermann, der Konsulacagent Schmitz, Frau Schmitz, der Konsularagent Cornclsen, der Konsularagent Eck, die 75jährige F r a u A s ch, die wegen einer bei ihr vorgefundenen Notiz feit lange im Gefängnis saß, Herr Vo- ge l e i, Frau V o g e l e i, der Angestellte der Firma Junkers Scholl, der Kaufmann Lorenz, der Kaufmann Ludwig Bayer, der Kaufmann Arendt und der Kaufmann Müller.
Brüssel, 15. Au». Die .,Deliriere Heu- re" meldet, sie habe bestimmte MittcilunB erhalten, daß die Verhandlungen der Metallindustriellen gescheitert seien. Zwischen den deutschen, französischen und luxemburgischen Vertretern habe volle Uebereinstimmung bestanden, doch seien die Belgier mit den Vorschlägen nicht zufrieden gewesen. Letztere hätten für jeden belgischen Metallindustriellen ein beträchtlich höheres Produkionsquan tum beansprucht als in Paris für die gesamte belgische Produktion festgesetzt worden sei. Das Blatt sagt weiter, daß eine sehr s e - ringe Wahrscheinlichkeit kür die Wiederaufnahme der Verhandlungen in Deutschland bestehe.
„Temps" glaubt Mitteilen zu können, daß bei den Verhandlungen über die Bildung eines Stahltrusts von den französischen und belgischen Industriellen gewisse Einwände erhoben worden seien. Deshalb habe sich die Unterzeichnung etwas verzögert und dürfte nicht vor dem 11. September erfolgen.
Bcrl in, 14. August. Das „B.T." meldet, daß der Wieder; usammentritt der deutschen und französischen Eise nindustrievertreter für einen Tag in der zweiten Hälfte des September» anbcraumt worden ist.
*
Berlin, 16. Aug. (TA.) Der handelspolitische Ausschuß des Reichstages trat Sonnabend zu einer Sitzung zusammen, in der die Verordnung der Deichsregierung über die vorläufige Anwendung des Hanbelspro- visoriums zwischen Deutschland und Frankreich auf der Tagesordnung stand. Ministerialdirektor Posse vom Reichswirtschafts-
Äunbseiw für Mm, W und Saat
Köln, 15. Aug. (WTB.) Anläßlich des Jahrestages des Reichsverbandes der Rheinländer, der im Rahmen der großen deutschen Kundgebung für Rhein, Pfalz und Saar gestern hier abgehalten wurde, wurde auch die Frage der Errichtung des Reichsehrenmals behandelt und folgende Entschließung gefaßt, die an die Reichsregierung weitergeleitet wurde:
„Die im Hansafaal des Kölner Rathauses versammelten Vertreter des Reichsverbandes der Rheinländer aus dem Reich unterstützen nachdrücklichst den Wunsch ihrer Landsleute, daß das Reichsehrenmal am Rhein, dem deutschen Schicksalsstrom, errichtet werde. Sie hoffen dringend, dah es gelingen werde, eine Einigung zum Zwecke der Erfüllung dieses Wunsches baldigst herbeizuführen."
Rachdem der gestrige Dor- und Rachmittag mit der Jahresversammlung der einzelnen Landsmannschaftlichen Derbände aus- gefüllt war, fand am Abend ein gemeinsamer Begrühungsempfang aller Derbände im großen Saal des Gürzenich statt. Der geräumige Saal war fast zu klein, um die Dielen aufzunehmen. Die Begrüßungsansprache hielt der Dorsitzende des Arbeitsausschusses, Beigeordneter Ernst Schwerins, der nach einem Willkommengruß betonte, daß der Arbeitsausschuß gerne an die vorbereitenden Arbeiten für die deutsche Kundgebung herangegangen sei, da es sich doch darum gehandelt habe, für die baldige Befreiung des noch besetzten Gebietes einzutreten.
Die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen fanden in dem gemeinsam vorgetragenen Deutschlandlied einen starken Widerhall. Die sich in bunter Reihenfolge anschließenden Dorträge verliehen der Feier ein gemütliches Gepränge.
Den eigentlichen Auftakt der Kundgebung bildete der heutige Festzug, der von schönstem Sonnenschein begünstigt wurde. Eine riesig Menschenmenge hatte sich dazu eingefunden.
Der überparteiliche Charakter der Der- anstaltung hatte die Beteiligung wohl fast sämtlicher Dereine, Derbände und Organisationen Kölns und der näheren und weiteren Umgebung zur Folge gehabt. .. . .
Ministerium begründete die Dorlage, die bereits die einmütige Zustimmung des Reichsrates gefunden habe. Im weiteren Derlaufe betonte er namentlich die Gleichstellung der Deutschen in. den französischen Kolonien, sowie die Tatsache, dah die Liste der französischen Zugeständnisse an Deutschland vier- bis fünfmal größer fei als die der deutschen Zugeständnisse. Es sei danach zu hoffen, daß Deutschland in größerem Umfange auf den französischen Markt komme und daß dieser Dertrag zu einer Besserung der Lage der deutschen Industrie beitragen werde. Zugeständnisse seien französischerseits für fast alle deutsche Industrien gemacht worden, deutscherseits dagegen namentlich für Seiden und Automobile. Für den kommenden Handelsvertrag mit Frankreich, der bald in Arbeit genommen werden solle, seien namentlich noch die Textil- und Weinvcrhandlungen aufgehoben worden.
Zur MfchmOfmM
Land on, 14. August. „DailyChro - nid e" hebt in einem Leitartikel hervor, daß Deutschland durch Staatsmänner in Locarno die Ausnahme in den Völkerbund und e ine wesentliche Herabsetzung der Besatzungstruppen im Rheinland versprochen worden sei. Beides sei im Interesse eines dauernden Friedens unumgänglich. Sollte Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund wieder scheitern, so würde dies der T o d e s - stoß für den Völkerbund sein. Die besten Freunde Spaniens müßten hoffen, daß die Gerüchte, wonach Spanien entschlossen sei, sein Gesuch auf gleichzeitige Wahl für einen ständigen Sitz neu zu beleben, unwahr seien. Das Blatt bezweifelt den Vorteil einer fortdauernden Belassung der Truppen am Rhein und tritt für eine He absetzung derselben auf insgesamt 30 000 Mann ein. Das Blatt bemerkt, ' es dürfe nicht vergessen werden, daß die Besatzung fortgesetzt heftige Erregungen in Deutschland verursache.
Nach einem Orgelvortrag hielt Landeshauptmann Dr. Horton die Begrüßungsansprache, die mit großem Beifall aufgenommen wurde. Anschließend klang das Treugelöbnis in dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied aus.
Alsdann ergriff Oberpräsident Dr. Fuchs das Wort, der die herzlichen Grüße der preußischen und der Staatsregierung zu der machtvollen Kundgebung darbrachte. Er begrüßte besonders den glücklichen Gedanken, diese große Kundgebung in dem jetzt befreiten Köln zu begehen. Rach einem Dortrag der Dereinigten rheinischen Männergesang- vereine ergriff der Vorsitzende des Äeichs- verbandes der Rheinländer, Präsident Dr. Kaufmann bas Wort.
Als Redner des Bundes der Saarvereine nahm hierauf Pfarrer Schlich das Wort, der zunächst in seinen Ausführungen den großen Glauben der Saar an das deutsche Vaterland hervorhob. Er sagte u. a.: Aus dem Saargebiet ein eigenes selbständiges, d. h. unter französischem Einfluß stehendes Staatsgebilde zu schaffen, lehnen wir ab. Wir verlangen Aenderung und Revision des Saar- statuts.
Pfarrer Dr .Schlich nahm dann zur Frage der Saarautonomie das Wort und erklärte u. a.: Wir deutschen Saarländer halten an sich eine Abstimmung nicht mehr für nötig. Unsere Abstimmung war die Jahrlausendfeier.
Rach einem Dortrag des Männergesang- Vereins schloß die erhebende Feier.
Zum Abschluß der Kundgebung ist eine Fahrt des Reichsverbandes der' Rheinländer zur Gesolei vorgesehen.
Das Kabel Borkum-Azoren.
Nordenham, 15. Aug. Der Kabel- damvfer „Neptun" der Norddeutschen See» kabelwerke, der am 7. d. Mts. zur Auslegung der ersten Teilstrecke des von ihnen von der Deutsch-Atlantischen Telegravben-Eesell- schaft in Berlin in Auftrag gegebenen Kabuls Borkum-Azoren von Borkum bis zum Ausgang -es englischen Kanals von hier in See gegangen ist, hat seine Arbeiten glücklich beendet. Die Auslegung der Reststrecke bis zu den Awren wird voraussichtlich im September erfolgen....... ...
MWaft unb NsM
Von Theo Reimer.
Vorsitzender des Reichsverbandes zum Wieder« aufbau der deutschen Wirtschaft, e. SB., Berlin W. 15.
Die deutsche Wirtschaft droht unter der furchtbaren Not, die auf ihr lastet, zusammenzubrechen. Unaufhörlich wird schon seit Fahren mit allen Mitteln der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit geführt. So sehr aber auch von allen Parteien versucht wird, Linderung zu schaffen, — dieses Ziel ist nicht nur nicht erreicht worden, es ist heute ferner denn je. All die Faktoren, die einer Besserung der Wirtschaftslage im Wege stehen, hier aufzahlen zu wollen, würde naturgemäß den begrenzten Rahmen dieser Ausführungen weit übersteigen. Nur auf ein prinzipielles Problem, das uns als Vorbedingung für eine glückliche Lösung der großen Wirtschaftsfragen erscheint, soll heute hingewiesen werden. Man hat es nach dem Kriege der Heeresleitung vielfach zum Vorwurf gemacht, daß sie in den Jahren 1914—1918 die deutsche Politik derart beeinflußte und beherrschte, datz es nicht möglich war, die politischen Maßnahmen den realen Notwendigkeiten anzupassen und daß zum großen Teil dadurch der Krieg für Deutschland verloren gegangen fei. Aehnlich wie wahrend des Krieges militärische Kreise sich in die Machtbefugnisse der zivilen politischen Stellen mischten, so finden wir heute eine Parallelerscheinung der Poli- tik zur Wirtschast. Die Politiker sind heute fast alle nicht nur auf dem ihnen vertrauten politischen Boden tätig, sie wirken auch meistenteils entscheidend bei der Lösung wirtschaftlicher Probleme mit. Gewiß soll nicht verkannt werden, daß Politik und Wirtschaft miteinander Verbindung halten müssen. Ihre Entwicklung könnte man etwa mit dem Lebenslauf zweier Geschwister vergleichen: von Natur aus verwandt, hat es sich im Lause der Zeit herausgebildet, datz sich der eine gar zu sehr um die Dinge des Anderen kümmert, wobei der Grundsatz stets vergessen wird: was bem- Einen frommt, braucht dem Anderen längst nicht zu frommen.
So sind wir zu einer unheilvollen Verquickung von Politik und Wirtschaft gekommen. National ebenso wie international. Erinnern wir uns einmal des Verlaufes der Verhandlungen zur Vorbereitung der Weltwirtschafts konfe- renzin Gens. Wohl waren sich die führenden Wirtschaftler aller bedeutenden Länder, die in dem schönen Schweizer Orte zusammen gekommen waren, um über die Wiederaufrichtung der Weltwirt'^aft zu beraten, vollkommen klar darüber, welche Wege zur weltwirtschaftlichen Befriedigung führen. In ihren Reden, Handlungen und Vorschlägen traten sie jedoch meist völlig anders auf als es ihren Ueberzeugungen — aus denen sie in privaten Gesprächen kein Hehl machten — entsprach. Derart waren die Wirkungen der politischen Instruktionen, die den Wirtschaftlern von ihren Regierungen, wenn auch vielfach nicht offiziell, nach Genf mitgegeben worden waren. Wie auf dem internationalen Wirtschaftsgebiet so zeigt sich immer erneut der unheilvolle Einfluß der Politik auf die Wirtschaft auch innerhalb der Grenzen der einzelnen Nationen selbst. Wie liegen die Verhältnisse nun bei uns in Deutschland? Zahllose wirtschaftliche Organisationen haben sich gebildet. An ihrer Spitze stehen oft Leute von wirklich anerkannten wirtschaftlichen Fähigkeiten. Fast alltäglich hört man von deren Wirken und Ringen um die Lösung der großen Wirtschaftsprobleme zur Linderung unserer furchtbaren Not. Aber was all diese Vereinigungen und Führer Wertvolles ersinnen, muß leider bei dem Versuch zur praktischen Durchführung zu nichts werden. Denn fast alle jene Verbände und Wirtschaftsführer sind nicht nur Interessenvertreter und Vertretungen, sie sind auch gerade aus diesem Grunde politisch in irgend einer Weise gefesselt. Dadurch wird an die Lösung aller wirtschaftlichen Ausgaben bei uns in Deutschland gegenwärtig nicht vom wirtschaftlichen Zweckmäßigkeits - Standpunkt, sondern fast stets von politischen Erwägungen aus, herangegangen. So werden z. B. bei den Etatsberatungen in den Parlamenten oft Ausgaben bewilligt, die in keinem Verhältnis zur allgemeinen Wirtschaftslage ftehen und nur in parteipolitischen Kompromißbeschlüssen ihren Ursprung haben.
Während so die politischen Parteien, wirtschaftliche Verbände und Wirtschastsführer miteinander beraten, gleitet die deutsche Wirtschaft immer tiefer und immer schneller bergab. So ist jetzt der letzte Augenblick gekommen, daß sich all diejenigen, die nicht nur guten Willens, sondern auch stark genug dazu lind, sich endlich zvsammenfinden, um die Trennungvon Wirtschaft und Parte i p o l i t i fe vorzunehmen. Es mutz mög-