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DennMag, »en 1L Sunnit 1926

Die ^Vberhessische Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 SM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch diePost2^r5 GM.Für etwa infolge Streiks, Mafchinendefekte »der elementarer Ereignisse ausfallende Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag b. Dr. §. Hitzeroth, Druck der Unid.-Buchdruckerei v. Z»h. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt <l M. Nr. 5015. Sprechzeit der Redaktion von 1011 und

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1 Goldmark V«,,Dollar.

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Sermtntoung der DMuM lruoven?

Paris, 11. Aug. Am Quai d Orsay ist amtlich mitgeteilt worden, daß. die Herab­setzung der Besatzungstruvven eine beschlossene Sache sei und noch im Laufe nächsten Monats zur Ausführung gelangen würde. Zahlen über eine Verminderung des Vesatzungsheeres sind nicht bekannt geworden. Auch di« deutsche Botschaft, die in letzter Zeit die Verhand­lungen geführt hat, ist nicht im Besitz von zu­verlässigem Zahlenmaterial. Es mutz also ab­gewartet werden, ob die Verminderung tatsäch­lich wirkliche Folgen haben wird.

fk London, 12. Aug. Der diplomatische Berichterstatter derMorning Post" schreibt, daß der Beschluß, die Rh-inlandbcsapung zu ver- > mindern, große Bestürzung in französi­schen Mlitärkreisen im Rheinland hervorgerufen habe. Die französischen Truppen würden in Goldmark bezahlt, sodaß die Schwankungen der französischen Währung keinen Unterschied für sie ausmachten . Viele von ihnen sehen ungern die Möglichkeit vor sich, in eine kleine Garnison­stadt nach Frankreich zurückzukehrcn unb vom Franken leben zu müssen.

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Der Franken füllt weiter

" Berlin, 1L Aug. Nachdem gestern dar französische Franken bereits eine erhebliche Ab­schwächung erfahren hatte, trat heute vormit­tag an den matzgebenden Auslandsplätzen ein weiterer Rückgang ein: Paris gegen London notierte um 10.45 Ubr 178,0 gegen gestern 171,25, der belgische Franken 178,0 gegen 174,25.

Erhöhung der Eisenbahntarife in Frankreich.

Pari», 11. Aug. Der Oberste Eisenbahn- . rat hat beute vormittag eine Erhöhung der Tarife beschlosien, die unter Einschlud der durch Gesetz vom 3. August beschlossenen Er­höhung der Transvortsteuer sich für die Pcr- souentarife auf 30 Prozent und für die Güter­tarife aus 2428 Prozent beläuft. Diese Ta­riferhöhung soll dem Minister für öffentliche Arbeiten vorgeschlagen werden so dab sie am 16. August in Kraft treten kann.

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Ser mmSiM-MMA Vertrug

Paris, 11. Aug. Wie dasO e u v r e" aus sicherer Quelle mitt eiten zu können glaubt, ist der rumänisch-französische Vertrag bereits am 80. Juni in Paris und nicht in Bukarest zwischen dem damaligen Ministerpräsidenten Briand und dem Gesandten Diamaudi, der sich gegenwärtig auf Urlaub in Bukarest been­det, unterzeichnet wurde. Der Vertrag werde in den nächsten Tagen verössentlicht. Er sei auf den Grundsätzen des Völkerbundes Sicher­heit, Schiedsgerichtsbarkeit und Abrüstung aufgebaut und werde der Septembertazung des Völkerbundes vorgelegt werden. Ter'Vertrag stelle eine Krönung der zwischen Frankreich und Rumänien bereits seit dem Jahre 191b un­unterbrochen fortgeführten Politik dar.

Die Raturalifierungsfrage in Frankreich.

Paris, 11. Aug. Der vom Justizminister eingesetzte parlamentarische Ausschuß, der sich mit der Frage der Naturalisierung beschäftigt, Hal in einer beute abgehaltenen Sitzung test­gestellt, daß die zuständigen Dienststellen in keiner Weise mehr dem Umfang der zu bear­beitenden Naturalisierungsanträge genügten. Die Einwanderung habe seit dem Kriege stark zugenommen und man dürfe vom Parlament ietzt die endgültige Verabschiedung des Gesetzentwurfes über die Staatsangebörlg- keit verlangen, denn dieses Gesetz würde un­durchführbar fein, wenn nicht binnen kürzester Zeit dem gegenwärtigen Stande der Dinge ab- gcholfen werde Der Ausschuß ist daher damit beschäftigt, Vorschläge zur vollständigen Er­weiterung der mit der Bearbeitung der Natu­ralisierungsanträge befaßten Dienststellen zu mamen.

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Der Antergrund der Kritik am Gemeinem-Dries

Der bedenkliche Temveramcntausbruch, den sich der alteTiger" Georges Clemenceau mit feinem Offenen Brief an den Präsidenten Coolidge in der Schuldenfrage geleistet hat, ist in den Vereinigten Staaten von Amerika aut eine ungewönhlich scharfe Zurückweisung ge­stoßen, die durchaus dem undivlomatischen Tone entspricht, in dem der Direktor von Ver­sailles den einzigen wirklichen Sieger des Weltkrieges zu rüffeln beliebte. Durch diesen gefährlichen Eingriff in den schwebenden Schuldenkonflikt hat der heutige Privatmann Clemenceau seinem Vaterlande einen wahren Bärendienst erwiesen und wahrscheinlich ha­ben jene Stimmen nicht so unrecht, die behaup­ten. daß der 85jährige Clemenceau mit seinem Ausfall gegen Washington in erster Linie die Absicht verfolgte, seinem alten Gegner Poin- cate ein Bein zu stellen und dcsten wachsende Neigung zur Ratikizerung der Schuldenver- träge mit London und Washington zu durch­kreuzen. Noch dieser Auffassung hätte Cle- mencean also die Auslösung mit seinem Brief innervolitische Wirkungen im Auge gehabt. Sämtliche Washingtoner Korrespondenzen der Pariser Blätter melden, daß durch den Ein­griff Clemenceau die Aussicht auf die Rati­fikation Amerikas für das Mellon-Berenger- Abkommen weit ungünstiger geworden seien, und daß der Brief nur dazu beigetragen habe, den Widerstand der unversöhnlichen Kreise in Washington zu versteifen. Auch die ameri­kanischen Korr-soondenten die Coolidge auf seiner Ferienreise begleiten, melden, daß die amerikanische Regierung in Erwägung ziehe, die Angriffe Clemenceaus durch das Staats­departement oder dem Svrecher des Präsi­denten eingehend zurückzuweisen.

Gegenüber dieser offiziellen Haltung der politischen Kreise in der Umgebung des Weihen Hauses, die durch nach außen bin stark betonte Entrüstung gekennzeichnet

wird, darf man jedoch feststellen, dah hin­ter den Kulisien der durch Clemenceau veranlahte Zwischenfall gar nicht als ganz unerwünscht empfunden wird.

Clemenceaus Ungeschick bat den Washing­toner Kreisen außerordentlich erleichtert, sich auf ihr geschriebenes Recht jetzt noch rücksichts­loser zu berufen. Denn hinter der angeblichen Hartherzigkeit desUncle Sbnlock" verbergen sich Absichten, die auf eine Bereinigung von Frankreichs Schuldenkonto auf einer ganz an­deren Grundlage hinzielen. Schon früher sind gelegentlich Meldungen aufgetaucht wonach der Gedanke propagiert wurde, durch Ab­tretung französischer Kolonien in Westindien das französische Schuldenkonto abzugelten. So muß es besonders ausfallen, daß gerade jetzt wieder einige größere amerikanische Zeitungen mit derartigen Anregungen bervortrcten.

llebcreinstimmend wird dabei ansgeführt, daß Frankreich eine Streichung der ameri­kanischen Schulden allein erwarten könne, wenn es als Kompensation seinen Kolo­nialbesitz in Amerika, nämlich seine An­tillen und Französisch-Guyana, den Ver­einigten Staaten überantwortet.

An dieser auffälligen Campagne beteiligt sich u. a. dieChicago Tribüne", die bemerkt, daß seit dem amerikanisch-spanischen Krieg und dem Kaufgeschäft mit Dänemark der amerikanische Kolonialbesitz keine Vergröße­rung erfuhr. Besonders richtet man in Washington sein Augenmerk auf Guyana, denn wenn-einmal die Erwerbung von Eng­lisch-. Holländisch- und Französisch-Guyana ge­länge, so würde der Einfluß der Vereinigten Staaten von Nordamerika auf Südamerika über den Brückenkopf von Panama hinweg eine gewaltige Steigerung erfahren.

Zer irMniWptmMe

Kriti! der englischen Presse

Die Presse befastt sich heute eingehend mit dem italienisch-spanischen Ver­trag. Die Blätter berichten mit bemerkens­werter Aebereinstimmung, daß London von dem bevorstehenden Abschluß des Bertrages nichts gewußt habe.

Der diplomatische Berichterstatter des Daily Telegraph" schreibt, Musso­lini habe von neuem die diplomatische Welt Überrascht durch die. erfolgreiche Geheimhal­tung seiner Verhandlungen. Richt die ge­ringste Andeutung seines bevorstehenden Ab­schlusses des neuen hochwichtigen italienisch­spanischen Paktes habe London oder irgend­eine andere Hauptstadt vor der ofsfiziellen Be­kanntgabe erhalten. In britischen Kreisen sei man in Ankenntnis des Wortlautes abgeneigt, sich über die wahrscheinliche Wirkung des Paktes zu äußern., aber (hier gibt der Kor­respondent zweifellos die offizielle Ansicht wieder) die Annäherung zwischen zwei See­mächten, die beide bei der augenblicklichen Ge­legenheit-ihre Anerkennung und Würdigung des vitalen Interesses des britischen Reiches am freien Beriehr durch das Mittelmeer erneuert hätten, enthalte an sich nichts, was Besorgnis zu verursachen brauche, und mög­licherweise viel, was Anlaß zur Befriedigung biete. Sollte Spanien, wie gehofft werde, weiterhin Mitglied des Völkerbundes und Bölkerbundsrates bleiben, so sei es entweder selbst oder Italien in der ausgezeichneten Lage, die Entscheidung Genfs in einem Kon­flikt. bei dem beide Parteien interessiert seien, zu beeinflussen. Rach Ansicht des Korrespon­denten werden die Delegierten Roms und Madrids im Prüfungsausschuß für die Zu­sammensetzung des Bölkerbundsrates herz­lichst Zusammenwirken, und Rom werde vielleicht den Anspruch Spani­ens auf einen ständigen Ratssitz unter­stützen. Dieses brauche keine neuen Schwie­rigkeiten zu erzeugen, wenn über den An­spruch Spaniens abgestimmt werden sollte.

3n der abessinischen Frage sei Ita­liens Abkommen mit Großbritannien, sollte sich Spanien bereit erklären, an den Bera­tungen des Bölkerbundsrates teilzunehmen, wahrscheinlich der diplomatischen Unterstüt­zung Spaniens sicher. Cs sei auch wahrschein­lich, dah im Austausch für die Stärkung der Stellung Spaniens sowohl in Tanger als auch in seiner Marokkozone, die der Vertrag mit Italien zur Folge haben müsse, Spanten

ebenso wie Großbritannien bereit sein werde, den Ansprüchen Roms aus eine angemessene Vertretung in Tanger zuzustimmen. Das italienisch - spanische Zusammenwirken in Tanger würbe seinen internationalen Charak­ter betonen ohne Schaden für die spanischen Interessen und im Gegensatz zur Vorherr­schaft irgendeiner anderen Macht. Solche Bedingungen würden auch mit anderen briti­schen Auffassungen harmonieren. Die ita­lienisch-spanische Zusammenarbeit im Wittel­meer werde in London keine Besorgnisse ver­ursachen. Es fei zu hoffen, daß sie auch in Frankreich keine Besorgnisse erregen werde, das. wenn es geneigt sei, argwöhnisch zu sein, in einer hypothetischen Entente zwi­schen der italienischen und spanischen Flotte und den Gebrauch, der dafür von den Dalea- rischen Inseln gemacht werden könnte, eine mögliche Gefahr für feinen Verbindungsweg mit Französisch-Rordafrika erblicken könnte.

In derDaily News" wird,ausge­führt, Muss o l i n i habe die diplomatische Welt durch den Abschluß des Vertrages mit Spanien in beunr uhigender Weise überrascht. Italiens Tätigkeit in der letzten Zeit umfasse Abessinien, Ma­rokko, Aegypten, die Tschechoslowakei, Ruß­land, Rumänien, Griechenland und die Tür­kei. In falt jeder dieser Richtungen f o r - de re Italien Frankreich heraus. Seine Geheimdiplomatie hab: jetzt eine neue Entente hervorgebracht, die Frankreich als die offenste Herausforderung von allen an- ' sehen könne. Der kürzliche englisch-italie­nische Handel bezüglich Abessiniens könne sich unter diesen Umständen als eine äußerst unglückliche Verwicklung erweisen. Der Kor­respondent behauptet ebenfalls, der neue italienisch-spanische Vertrag habe das bri­tische Foreign Office vollkommen überrascht. Trotz des Besuches von König Alfons in London und der jetzt bestehenden intimen Beziehungen zwischen London und Rom habe die briti ch; Regierung knnerlei Kennt­nis davon gehabt, daß darüber verhandelt werde. Tie Nachricht von dem Abschluß des Vertrages komme der britischen Regie­rung sehr ungelegen, und zwar hauptsäch­lich deshalb, weil ihre eigenen Fehler, sie in ritte sehr unangenehme Lage versetzt hätten. Auf britischer diplomaiifcher Seite sei man ernstlich beunruhigt, weil Reibungen zwischen Italien und Frankreich, insbesondere in Mitteleuropa und auf dem Balkan, Anlaß zur Beunruhigung geben würde und weil man sich frage, worauf die Außenpolitik Italiens abziele.

Die südamerikanischen Staaten anf der Bölker- bundsversammlung.

Gens, 11. Aug. Aus der nächsten Völker­bundsversammlung werden aus Südamerika voraussichtlich ebenso viele Delegierte etntrep fen wie zu den Versammlungen tm September 1925 und März 1926, wo zwölf südamertka- msche Staaten vertreten waren. Mehrere St<r<l-

SkiMlanb Md der Völkerbund

Schon die Ausführungen in der Dienstag- Ausgabe derTäglichen Rundschau" (auf deren offiziösen Charakter wir bereits gestern hingewiesen haben) deuteten an, daß der Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Stress- mann nach Wiederaufnahme seiner Amts« tätigtet! mit großer Energie am Werke ist, eine Klärung der außenpolitischen Situation namentlich in bezug auf die Frage des deutschen Eintritts in den Völker­bund und die damit verbundene Datsfitzfrage herbeizuführen. Dah die deutsche Re­gierung dieserhalb in erster Linie die Ein­berufung des sogenannten Studien- Ausschusses verlangen wird, möglicher­weise schon verlangt hat, ging gleichfalls aus der Rotiz derTäglichen Rundschau" hervor. Inzwischen wird bekannt, daß der Reichs- außenminister in der nächsten Zeit mit dem englischen Botschafter Lord d'Abernon beson­ders wichtige Besprechungen führen wird, dm die Reichsregierung in die Lage versetzen sollen, Richtlinien für ihre weitere Haltung zu bestimmen. Dr. Stresemann wird vor allem dem englischen Botschafter keinen Zweifel dar­über lassen, daß die deutsche Regierung eine umgehende Entscheidung Über den Termin des Zusammentritts der Studienkommission für notwendig hält.

Dah sich Deutschland der Teilnahme an den Arbeiten nicht entziehen wird, ist schon des­halb verständlich, weil ja gerade die erste Anregung für die Schaffung der Kommission seinerzeit von Deutschland ausgegangen ist. Auch die von der Kommission in ihrer ersten Tagung im Juni vorgeschlagene Regelung für die Ratserweiterung hat bekanntlich seinerzeit die Zustimmung Deutschlands gefunden. Diese Regelung f a h v o r, dah bei einer Zahl von neun nichtständigen RatSmitgltedern und bei einer Mandatsdauer von drei Jahren jährlich ein Drittel der nichtständigen Ratsmitglieder, und zwar mit einfacher Mehrheit neugewählt werben sollte. Die neugewählten Ratsmil- glieber sollten im Gegensatz zum bisherigen Brauch sofort nach der Wahl ihr Amt über­nehmen. Sie sollten grundsätzlich nach Ablauf ihres Mandats nicht sofort wieder wählbar sein, fondern erst nach Ablauf von drei Jahren von neuem in den Rat gewählt wer­den können. Doch sollte jeweils ein Drittel der Gesamtzahl der nichtständigen Ratsmtt- glteder durch einen Beschluß der Völkerbunds- Versammlung mit Zweidrittelmehrheit vcm dieser Regelung ausgenommen werden tonnen. Um das neue System für die nichtständigen Ratsmitglieder und den damit vorgesehenen Wechsel in Gang zu bringen, war vereinbart worden, daß die Dölkerbundsversammlung tm September an Stelle der jetzt amtierenden sechs nichtständigen Ratsmitglieder neun nicht­ständige Ratsstaaten, und zwar drei auf em, yrei auf zwei und drei auf drei Jahre Wahlen sollte. Außerdem wurde für die lieber- gangszeit vorgesehen, dah die Volkerbunds- versammlung 1927 ausnahmsweise das Recht haben sollte zu bestimmen, welche drei Staa­ten unter den neun nichtständigen Ratsstaaten, bie im September 1926 gewählt werden, wie­der wählbar feien.

Mit dieser Regelung hatten sich im Juni auch Spanien und Polen einverstanden er­klärt. In der Zwischenzeit häufen sich aber Mt Gerüchte, wonach die Regierungen m Madrid und Warschau, namentlich die erstere, wieder unschlüssig geworden seien, und ihre alte« bekanntlich unerfüllbaren Forderungen zu erneue rng ed ach­ten Auch hieß es, dah die Alliierten, in erster Linie Frankreich und England sich den auf einmal wieder weitergehenden Wünschen Polens und Spaniens geneigter zeigten, als bisher Sogar von neuen Vereinbarungen zwischen London und Paris einerseits und Warschau und Madrid andererseits, war die Rede Bisher hat die Reichsregierung amt­lich von dem Bestehen solcher Vereinbarungen keine Kenntnis erhalten. _ Sie hat ledoch, wie wir erfahren, das größte Interesse, in dieser Angelegenheit klar zu fehen und des­halb dürfte auch Herr Dr. Stresemann die Ge­legenheit benutzen und bei {einer geplanten jUntertciHing mit Cott) t) t35etnt>n t>ot Gllcm sestzustellen suchen, ob etwa zwischen den ge­nannten Mächten irgendwelche Verein­barungen bestehen, die den bisherigen Be­schlüssen der Studienkommission zuwiderlaufen.