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I Nr. 181
Oberbesfische Zeitung, Marburg a. L. Mittwoch, 4. August 1926
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Marburg, den 8. August 1926.
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Das Stadtbauamt.
Einweihung einer Jugendherberge in Siegen.
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Der Landrat. I. V.: Seufer. >.
Das 73. Feldbergfest.
dieselbe gegen Erstattung der Anzetgengebühr
305
Der Landrat. 3, D.: Seufer.
IGARETTEN FABD
Steinmetzarbeiten, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Klemvnerarbeiten
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Gutsbesitzer Scherer in Dagoberts« ist eine braune, kurzhaarige Jagdzugelaufen. Der Eigentümer kann
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in Empfang nehmen.
Marburg, den 2. August 1926.
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Amtliche Bekanntmachungen des Landratsamtes Marburg
Auf der Landstraße Niederweimar—Wenkbach ist ein Paket mit 12 Taschenmessern gefunden worden. Der Eigentümer kann dieses auf dem Bürgermeisteramt in Hermer^ausen gegen Erstattung der Dekanntmachungsgebühr
abholen.
Marburg, den 4. August 1926.
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Dem Hausen Hündin
vergeben werden.
Angebotsformulare sind beim Stadtbauamt erhältlich.
Eröffnungstermin: Mittwoch, 11. A«g«st, 1926, norm. 11 Uhr.
Kirchliche Nachrichten.
Mittwoch, Öen 4. August.
St. -Jo st-Kapelle (vor Weidenhaufen). Abends 8,30 Uhr: Jugend-Abendandacht, Pfarrer Thomas.
Geschäftliche Mitteilungen.
Druchleidende feien auf die heutige 2lnzeige des Dandagen-Spezialisten Tret (Stuttgart) aufmerkfam gemacht.
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I Wettkampf antraten. Philipp Röbig, der lang- Vorsitzende des Feldbergfest»Aus- ichusies begrüßte die Turnerschar in herzlicher Weise, dabei auf die besondere Bedeutung des dccsies hinweisend. Trotz der Ungunst der Witterung nahm die Durchführung der Wttt- kämpfe einen einwandfreien Verlaus. Die nach al: bewährten turnerischen Grundsätzen durch» geführten Mannschastskämpfe hatten eine ßtÖBete Besetzung zu verzeichnen als in den Vorjahren, bewarben sich jedoch um das Volsungenhorn 10, um den Jahnschild 16 und uw den Brunhildisschild (Turnerinnen) 8 Mannschaften. Die von Anfang bis zum Ende überaus spannenden Wettkämpfe wurden von einer unübersehbaren turnbegeisterten Zuschauermenge durchgeführt.
Von den 749 Turnern der Oberstufe wurden 374 Sieger. An der Spitze siebt V. Siegmund von der Turngemeinde Vockenheim mit 90 Punkten. Mehr als die Söchstpunktzahl 80 erreichten auch die nächstfolgenden Sieger: E. Wengenroth, Tv. 1860 Frankfurt am Main, PH. Trumm und £>. Oberer vom Tv. Bieber, Eg. Höflich, Tv. Kostheim, K. Hornberger, Tv. Kreuznach R. Kalbfell, Tbd. Reutlingen. In der Unterstufe rangen 762 Turner um die Eiegespalme von denen 364 Erfolg hatten. Erster war W. Seh vom Tv. Schornsheim mit 7» Punktem Von den 175 Frauen hatten nur 40 das Gluck, den Eichenkranz zu erwerben, wahrend von den insgesamt 121 Alters- turnern 78 die vorgeschriebene Punktzahl erreichten.
Unser Seimatgau Hessen, der durch seinen 2. Vorsitzenden Schneider (Butzbach) vertreten war, errang insgesamt 50 Einzelsiege und einen Mannschaftssieg im Wettkampfe um das bistorische Völsungenborn (Tv. 1860 Bad Neubeim wurde 3. Sieger in diesem sehr spannenden Kampfe). Die Sieger verteilen sich auf die Vereine Gießen, Wetzlar, Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg Ober- Morlen, Nieder-Mörlen, Niedcr-Möllstadt Heuchelheim, Klein-Linden, Langgöns Hirzenhain.
für deutsche Jugendberbergen anläßlich der Einweihung der neuen, von der Stadtverwaltung mit einem Kostenaufwand von 20 000 Mark errichteten Jugendherberge veranstalteten Jugend- w e r b e t a g e nahmen unter lebhaftester Beteiligung der gesamten Bevölkerung einen guten Verlauf. Am Samstag abend wurde vor einer vieltausendköpfigen Menge „Das Tellsviel der Schweizer Bauern" aufge- fuhrt wobei etwa 150 Spieler mitwirkten. Am Sonntag vormittag wurde die schmucke Jugendherberge in Anwesenheit einer Reihe von Vertretern der Behörden und zahlreicher Gaste feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Nachmittags bewegte sich durch die reichge- schmuckten Straßen ein unübersehbarer Festzug, „dein sich sämtliche Jugendvereinigungen beteiligten. Dann schloß sich ein Volksfest mit Darbietungen der Turner, Radfahrer und
An unsere
Agenturen!
Die Bestellkarten für Monat August sind noch nicht alle bei uns eingegangen. Wir ersuch» diejenigen Agenturen, welche dies bis unterlassen haben, um sofortige EinsenduM. Ist der Abonnentenstand derselbe, dann find die Bestellkarten ebenfalls einzusenden.
Pro- tung. , 272 7 bi» 2 bi» iiien» Wei-
Pro» Hal.
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Siegen. Die von der Ortsgruppe des
Verbandes .....~
Die deutschen Jugendturner in Hirschberg.
Zum dritten Male batte die Deutsche Tur- nerschaft ibre Jugendlichen zum Jugend- „u^ntal Hirschberg eingeladen. Etwa 10 000 Jugendliche aus allen Teilen de-- Reiches waren diesem Rufe gefolgt. Am Sonnabend wurden Wettspiele, Mannschaftkämpfe und dergleichen ausgetragen. Die große Kreis- ?ru9c Bo(te sich der Kreis Thüringen. I -tlbcnb fand dann eine Vegrügungsfeier auf dem Marktplatz in Hirschberg (Schlesien) I statt, die einen überaus stimmungsvollen Ver- I lauf nahm. Der Sonntag vormittag begann mit einer weihevollen Morgenfeier in der Gnadenkirche, bei der der Jugendleiter der Deutschen Turnerschaft, Direktor Dr. Neuendorf, die Festrede in seiner bekannten meisterhaften Art, die so richtig zu den Herzen der Jugendlichen sprach, hielt. Dann bildete sich ein tycftäug der 16 000 Jugendlichen durch Hirschberg. Der Nachmittag sah auf dem Fest- vlatze allgemeine Freiübungen einiger Tauend Jugendturner , sowie mustergültige Vorführungen der Vereine. Die Abendfeier war dem deutschen Volkstum in den besetzten und abgetretenen Gebieten gewidmet und bildete einen würdigen Abschluß des Jugendtages.
Die Schwimm-Meisterschaften des Mittelrheinkreises der D. T.
Don der Turngemeinde Oberlahnstein treff- ltch vorbereitet, konnte das 7. Kreisschwimm- fest der mittelrbeinischen Turner int Ober- labnsteiner Hasen bei sehr guter Beteiligung einen ausgezeichneten Verlauf nehmen. Der Gau Hessen war durch seine auf dem Gebiete des Schwimmens führenden Vereine: Tv. 1846 Gießen, Tv. Wetzlar und Tgm. Friedberg würdig vertreten.
Schwimmen.
Sn Schweden ist das Schwimmen als Pflichtfach in den Schulen eingeführt worden. Wer int Schwimmen durchfällt, wird zu den weiteren Prüfungen nicht zugelassen. Aber nicht allein auf die Jugend, sondern auch auf die Erwachsenen wird diese Aktion ausgedehnt. So wird den Staatsbeamten eine Frist gesetzt, innerhalb der sie das Schwimmen erlernt haben müsien.
SksSk. SekmmtmachvW VerdiNMNg!
Für zwei Doppelhäuser auf der Weide sollen 1. die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten,
L ts- >en >«r us nd >es cdi en Nit
Herrn T "■"
Prof. Dr. Karl (Robert Wenck zum fünfzigjährigen Doktorjubiläum am 2. August 1926.
Hochverehrter Herr Kollege!
Zum heutigen Tage spricht Ihnen die unter» zeichnete Preußische Akademie der Wissenschaften die herzlichsten Glück- und Segenswünsche als ihrem Mitgliede aus. Heute vor 50 Jahren haben Sie den Grad eines philosophischen Doktors erhalten, und ein halbes Jahrhundert hindurch haben Sie seither, Ihrem Doktoreide getreu, für die Wissenschaft gearbeitet. Auf die großen Erfolge dieser 3fjrer Arbeit können Sie am heutigen Tage mit Stolz zurückblicken. Ausgehend von der Feschichte Ihrer Wettinischen Landesfürsten, haben Sie, zeitlich immer weiter zurückschrei- tenö, die Thüringische Geschichte und ins- ‘jefonbere die Geschichte des Ludowinger- Hauses in den Kreis Ihrer Tätigkeit gezogen. Ihr Buch über die Entstehung der Deinhards- brunner Geschichtsbücher und Ihr schöner Aufsatz über die Reinhardtsbrunner Geschichtsfälscher und Fabulisten haben int Bereut mit Ihrer Arbeit über die Reinhards- brunner Historien und die Erfurter Peters- Chronik und mit Ihrer Veröffentlichung des Liber Cronicorum Erfurdensium zum guten Teil die Grundlage für Holder-Eggers Ausgabe der Reinhardsbrunner Chronik gebildet. Indem Sie von der Quellenkritik zur Schilderung jener Zeiten übergingen, haben Sie insbesondere die Geschichte der Heiligen Elisabeth mehrfach untersucht und im großen Wartburg- Derk eine künstlerisch-abgerundete Schilderung des Lebensganges der Heiligen gegeben. In dem gleichen Wartburg-Werk brachten 6ie uns die älteste Geschichte der Wartburg und deren spätere Schicksale als fürstliche Ae« idenz nahe. An alles dies schloß sich Ihre Belüftigung mit Philipp dem Großmütigen Imb mit den späteren Hessischen Fürsien wie Sie d nn unermüdlich durch Aufsätze und Besprechungen die mittelalterlich-hessische jandesgeschichte in einer mustergültigen Seife, stets den Zusammenhang mit der all» [emeinen deutschen Geschichte wahrend, durch ahrelange entsagungsvolle Arbeit gefördert Kiben. I
rung ganz wesentliche Fortschritte gemacht. Der Verband des Oberwesterwaldkreises zur Verbesserung des Bodens umfaßt jetzt vierundzwanzig Gemeinden mit zusammen 1812 Hektar Weidenflächen. Diele Hektar sonst wertloser Oedländereien sind in erzeugnis- reiche und saftige Weideflächen umgewandelt worden, die weiteren hunderten von Rindern Rahrung gewähren. Die Westerwälder Rinder» rasse gilt heute als eine der widerstandsfähigsten gegen Krankheiten und findet in anderen Gegenden, wo vor allem die Tuberkulose wütet, steigenden Lirfatz, zumal fast jedes Stück Vieh, ehe e^ heimatlichen Boden verläßt, gegen Tul -fubfe geimpft wird.
SOiadrigcs Jubiläum des Rbönklubs.
Fu Iba. Vom 31. Juli bis 2. August fand in Fulda und Gersfeld die diesjährige Generalversammlung des Rhönklubs statt, die mit dem 50jährigen Jubiläum des Rhönklubs verbunden war. Die Stadt Fulda hatte aus diesem Anlaß sich in ein festliches Gewand gehüllt. Dem Festakt wohnten u. a. die Regierungspräsidenten von Wiesbaden und Kassel, sowie Vertreter der bayerischen und thüringischen Regierung bet. Sämtliche Gebirgsver- cine Deutschlands hatten Abordnungen entsandt. Außerdem waren sämtliche Ortsgruppen des Rhönklubs, die zum Teil in Sonderzügen gekommen waren, vertreten. Das Hauptreferat des Tages hielt Dr. Muth-Fulda über den ©taub der Naturschutzgesetzgebung. In einer Entschließung, die an die Regierungen von Preußen, Bayern und Thüringen übermittelt werden soll, wurde ein Gesetzentwurf gefordert, der die Naturschutzgesetzgebung besser regelt, als es bisher der Fall gewesen sei. Abends gelangte tm Stadtsaal ein von dem bekannten Rhöndichter Pfarrer Nüdllng- Kleinsassen verfaßtes Heimatfcstspiel „Im Banne der Berge" zur Aufführung, das in der Nähe des Schicksalsbcrges der Rhön, der Milseburg, spielt und das Leben der Rhönbewohner schlicht und naturccht wiederspiegelt.
Hanau. Zu der Wiedersehensfeier der 2. Eisenbahnbrigade waren am Sonntag aus dem ganzen Reichsgebiet Teilnehmer in großer Zahl erschienen. Ein Festkommers in der Turnhalle der Turngemeinde eröffnete am Samstag abend die Reihe der festlichen Veranstaltungen. Eine Gedächtnisfeier für die Gefallenen und Gestorbenen auf dem Friedhof leitete den Sonntag ein. Dann marschierte man geschlossen zur Kaserne des ehemaligen 3. Eisenbahnregiments, wo Pfarrer Kranibul (Hanau) einen Feldgottesdienst abhielt. Dann erfolgte die Weihe der Fahne des Hanauer Vereins der Kameraden ehemaliger Derkehrstruppen und Pioniere. Rach- mittags durchzog ein großer Festzug der Vereine mit vielen historischen Gruppen die Stadt. Ein ergreifender Moment war es als der Zug unter dem Geläut der Glocken zehn Minuten lang hielt, um nochmals der Gefallenen zu gedenken. Zum Spiel der Kapellen sangen die Zugteilnehmer das Lied: „Ich hott einen Kar- raden". Der Zug marschierte danach weiter zum Festplatz an der Turnhalle Jahnstraße, wo eine Wieder» sehensfeier die Festteilnehmer noch lange vereinte.
Marienberg (Westerwald). Auf dem hohen Westerwald hat im letzten Jahre dank der Unterstützung des Staates, des Bezirks» verbandes und des Kreises die Dodenverbesse-
?lt hochgespannten Erwartungen zogen die Mittelrheins am 1. August zum Ber- l8 ÖTeI- Zum erstenmale in der Nachkriegs- : war es ihnen vergönnt, auf der lurnge- Mch geweihten Stätte die friedlichen Tn/!« ouszutragen. Der sagenumwobene tu?. H.Ee seine alte Anzugskraft nicht Ä Aus 260 Vereinen batten sich rund ttwttkampfer eingefunden.
2$ict Nebel umlagerte noch den Berges- als die Turner am Sonntag früh zum
'L!W Atresie der NreuMm ' Akademie ter Wissenschaften
Wandervogelgruvven an. Als wesentlicher Erfolg ist die Tatsache zu buchen, daß es gelang, die Jugendvereinigungen aller Richtungen in den Dienst des gemeinnützigen Ju- gendherbergwerkes zu stellen.
Gießen. Bei dem in der Zeit vom 5. bis 8. August hier stattfindenden 80. Stiftungsfest des Turnvereins 1846 wird die mitwirkende Riege der Besten des Mittelrheinkreises von nachstehend«! Turnern gestellt: Höflich (Main-Kostheim), Pfeiffer (Frankfurt), Bunt (Wiesbaden-, Hahn (Esch). Gebrüder Menz, Kretz (Mainz), Ries (Ridda). Hofmann, Steinmüller (Rürnberg) und Reuter (Gießen).
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Borken. Unter den hiesigen Kindern herrscht eine Dlinddarmepidemie. Im Verlauf von 14 Tagen sind schon zwölf Kinder zur Operation nach Hephata übergeführt worden. Ob die Häufung dieser Fälle eine besondere Ursache hat, konnte noch nicht fest- gestellt werden.
Kassel. Der frühere Oberpräsident der Provinz Hesien-Nasiau und preußische Kultusminister a. D. Trott zu Solz, Vizemarschall der althessischen Ritterschaft, in Imshausen, ist wegen seines hoben Alters von seinem Posten als Kommentator des Johanniterordens für die Ordensprovinz Hessen-Nassau zurückgetreten. — Der Oberbefehlshaber der Gruppe 2 der Reichswehr General Reinhardt, hat am 1. August eine Besichtigungsreise unternommen, die ihn zuerst nach Jüterbog und später nach verschiedenen Garnisonen in Süddeutschland führen wird. — Wie Wolffs Pro- vinzialdienst erfährt, wird die Herbsttagung der Deutschen Landwirtschaftgesellschaft in der Zeit vom 24. bis 29. September d. I. in Kassel abgehalten werden. Das städt. Verkehrsamt hat es übernommen, den Teilnehmern an der Herbsttagung Wohnung zu ver- I Mitteln. Ab 27. September beginnen die Ver- I sammlungen der einzelnen Abteilungen, wie Dünger-, Pferdezucht-, Schweinezucht-, Betriebs-, Schafzucht-Abteilungen. I
Frankfurt. Anläßlich der großangelegten Feierlichkeiten der Einweihung der neu er- I richteten „Alten Brücke" zu Frankfurt a. M. am 14. und 15. August ds. Js. wird im Anschluß an den offiziellen Festakt am Sonn- I tag. den 15. August, nachm. 1 Uhr ein Schiffsfestzug auf dem Main stattfinden, an dem sich zahlreiche Städte, Verbände, Vereine I sowie private Kreise beteiligen werden. Hin- I zugefügt sei, daß das Frankfurter Handwerk I unter Mißbilligung der städtischen Wirtschafts- I Politik (Vergebung von Arbeiten nach außer- I halb, Erhöhung der Gewerbesteuer usw.) jede I Beteiligung abgelehnt hat. Es wird darauf I hingewiesen, daß die Zeiten für solche großen I Seite zu schlecht seien. I
Offenbach. Die kommunistische Pattei I und der Rote Frantkämvferbund veranstalteten I am Samstag auf dem Wilbelmsvlatz eine I öffentliche Kundgebung. Dem Umzug, der der I Kundgebung folgte, ließen die Veranstalter 9 feldgraue uniformierte, bewaffnete und I feldmarschmäßig ausgerüstete Rote Front- I kämpfer vorausgehen. Da dies dem Artikel I 123 der Reichsverfassung widerspricht, löste die I Polizei den Umzug auf, was auch reivungs- I los vor sich ging. Wie vom Hessischen Polizeiamt mitgeteilt wird, wird die Polizei auch I in Zukunft gegen derartige Veranstaltungen I und ihre Veranstalter mit aller Strenge vor- I
sehen. Die bewaffneten Teilnehmer des Zu- I ges wurden sämtlich entwaffnet.
_ r “ n fu 11- Beim Feldbergfest ereignete I sich wahrend des Kugelstoßens ein Unfall, der leicht schwere Folgen hätte haben könne». Durch den starken Andrang der Zuschauer I wurde der Kampfrichter in die Bahn binein- gedrängt und dabei von einer etwas seitlich I fliegender Kugel getroffen, sodaß er an der I Kinnlade stark blutende Verletzungen davon- I trug.
,3m engen Zusammenhang über die Heilige Elisabeth stehen diejenigen Forschungen, in en en Ihre Bedeutung am stärksten hervorritt, nämlich die Arbeiten zum kirchlich-reli» iösen und überhaupt geistigen Leben des joch- und Spätmittelalters. Hierher gehört hon Ihre Habilitationsschrift über Clemens V. nb Heinrich VII., dann Ihre Arbeiten über Sonifazius VIII., über Dante, über Conrad »n Gelnhausen und vor allem Ihre meisterhafte Studie über Philipp den Schönen und eine Persönlichkeit im Urteil der Zeitgenossen. lt der Sie mit feiner psychologischer Kunst «i König aus der Geistesgeschichte seiner Zeit märten. In allen diesen Arbeiten wie be» »nöers auch in Ihrer Studie über den heili» ®tt Franziscus und noch jüngst in Ihrer tief tnßringenben Arbeit über die Römischen - «pste zwischen Alexander III. und Jnno- enz III, haben Sie als echter Historiker ge« Bigt, daß Sie trotz tiefster Erforschung auch er kleinsten Einzelheiten des komplizierten Goffes doch den großen Zusammenhang nie« late aus dem Auge verlieren und mit feinem Empfinden die religiösen und geistigen 'tromungen zu würdigen wissen. Wenn da- e: der Schwerpunkt Ihrer Arbeit in der iltlpfen Heranziehung und unerbittlichen tttu aller irgend erreichbaren Quellen und mststellerischen Leistungen für den Ausbau i ® die Bildung Ihrer Meinung von den eiLehnissen liegt, so können Sie gegenüber ® heutigen Reigung, obenhin über die groß- gL®tnse zu urteilen, geradezu als Vorbild "tzu: zu dienen, wie der hohe Geistesschwung il? kij exakte Arbeit an den Einzelheiten
gelähmt zu werden braucht.
Dir wünschen Ihnen und der deutschen °jtzenschaft, daß Sie noch recht lange in alter an der Arbeit bleiben mögen, als ein Sv, ber auch durch feine tiefe bater- z?uche Empfindung der Jugend ein Vor- ™ $u sein vermag. I
preußische Akademie der Wissenschaften. I
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