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Sette 4

Andel und Wirtschaft

Berliner Börsenbericht vom 2. August.

Die Börse eröffnete in recht zuversichtlicher Stimmung. Infolge glatten Verlaufs des Ultimos, der Frankenbesserung und auf Be­richte von zunehmender Belebung auf den wichtigsten Umsatzgebieten hofft man auf bessere Zeiten für unsere Industrien. Bei Be­ginn des Verkehrs für Industrie-Aktien lag eine das Angebot beträchtlich übersteigende Nachfrage vor, besonders für Kohlenberg­werks- und Hüttenwerte sowie chemische und Elektrizitätsaktien. Infolge Eewinnsicher- ungen konnten die hohen Anfangskurse nicht ganz behauvtet werden, die Rückgänge blieben aber beschränkt. Die feste Stimmung erlitt keinen Eintrag. Deutsche Bonds schwächer. Wertbeständige Anleihen, besonders land­schaftliche Eoldpfandbrieie, besser bezahlt, Vorkriegsvfandbriefr schwächer. Tagesgeld und Monatsgeld 5% bis 6U- Prozent.

Berliner Devisenbericht vom 2. August.

Amsterdam-Rollerö. 163,56168,98; Brüs- sel-Antwerechn 11,0611,10; Oslo 91,88 bis 92,12; Kopenhagen 111.38111,61; Stockholm 112,26112,54; v^singfors 10.5510,59; Italien 13,7013,74; London 20,392 bis 20,444; Netvyork 4,1954,205; Paris 10,78 bis 10,82; Schweiz 81,1781,37; Spanien 64,2764,43.

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Berliner Getreidemarkt vom 2. August.

Betreibe in 1000 Ätlogr., TUehl und Futter­mittel je 100 Kilogramm.

Roggen 190195; Sommergerste 190 bis 205; Wintergerste 162170; Hafer 196 bis 206; M-ris 176181; Wetzeumehl 38,50 bis 40,50; Roggenmehl 27,2528,75; Weizenkleie 10,2510,50; Roggenkleie 11,1011,40.

DieCifforderungen für Hart-Winter waren zwar leicht ermäßigt, aber der Weizenmarkt zeigt eine ziemlich feste Haltung. Weizen neuer Ernte ist für August-Lieferung zu unverän­derten Preisen angeboten, infolge des nicht befriedigenden Mehlabsatzes war das Geschäft aber mehr von geringem Umfange. Dre Liefe­rungspreise stellten sich in der Eröffnungs- noti'nmg um/s Mark niedriger. Dezember, der heute zur Notiz kam, hatte gegen Oktober einen Report von 31/2 Mark. Roggen ist zur sofortigen Lieferung gefragt und eine Mark höher bezahlt, die Forderungen für August- Lieferung Ian tetra unverändert, dieses Material fand aber weniger Beachtung. Roggen stellte sich rm Lieferungsmarkle höher, nicht zuletzt auf Gerüchte hin, daß die Getreide-Handelsge­sellschaft ihre Tätigkeit bereits ausgenommen hat b:zw. bald aufnehmen dürste. Weizen- und Roggenmehl hatten bei unveränderten Preisen geringen Umsatz . Für Hafer und Gerste war die Marktlage ziemlich unverändert.

Frankfurter Eetreidemarkt vom 2. August.

Weizen 32,00; Roggen 22,0022,25; Hafer "21,2523,00; Mais J8,2518,50; Wetzen- mehl 42.7543,75; Roggenmehl 31,50 bis 32,00; Weizenkleie 9,00; Roggenkleie 11,00.

Frankfurter Kartoffelnotierungen vom 2. Aug.

Bei ruhigem Geschäft wurden für Wetter­auer Kartoffeln notiert: gelbfleischiche 3.20 3.30, weihschalige 33.15 Mark für ie 50 Kilo.

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 2. August.

Der heutige Hauvtmarkt zeichnete sich im euer Kartoffeln notiert: gelbfleischige 3.20 bis nen Wochen durch einen bedeutenden Mehr­antrieb aus. Trotz des kühlen Wetters war jedoch der Bedarf nicht so groß, um nicht

(Nachdruck verboten.)

Ser Untergang des Dumosers Therese

Roman von Otfried von Han st ein.

26. Fortsetzung.

In der Wüste eine kleine Oase. Ein grüner Fleck mit einigen Datteln daraus und eine Tränkstelle. An ihr eine Reihe von Zelten.

In dem größten der Zelte saß jetzt Fred Johnsen. Seltsam sah er ans, denn er hatte seinen Anzug mit einem Beduinenburnus ver­tauschen müssen. Beduinen traten ein und trugen Schüsseln mit gebratenem Schastleisch herbei. Dann kam Hassan El Mehdt, der Scheich.

Ich grübe dich, mein Eastfreund. Mein Zelt ist das deine."

Der Amerikaner war froh, daß dieses Abenteuer so harmlos zu enden schien.

Ich danke dir, ehrwürdiger Scheich. Wirst du mich wieder nach Kairo geleiten?"

Ich werde es tun."

Morgen?"

Wann es Zeit ist."

Ich habe Eile, nach Kairo zu kommen"

Der Scheich lächelte weise.

Kein Mensch hat Eile, und Allah hat jedes Ding, was geschieht, im Buche des Schicksals verzeichnet. Komm mein Gastfreund, und und denke beute nicht daran, was morgen ge­schehen tarnt."

Fred Johnsen war über den Erfolg des heutigen Tages und dem guten Ausgang sei­nes Abenteuers zu froh gestimmt, er war auch zu müde und hungrig, um über des Scheichs Worte länger nachzudenken: er und trank, was ihm geboten, und streckte sich bann ruhig auf die weichen Decken zum Schlaf.

Im Artushof in Danzig saßen wiederum die Führer der Kaufmannschaft beianander. Es war ein unfreundlicher, häßlicher Winter­tag. Ein feuchter Wind hatte die Schneemas­sen. die dien letzten Wochen vom geschickt, in schmutzigen Brei verwandelt. Auch jetzt tagte der Sturm große, weiße Flocken hernieder, aber sie tanzten nicht wie fröhliche Winter-

Oberbessische Zeitung, Marburg a. L. Dienstag, 3- August 1926

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Preisabschwächungen etntreten zu lassen. An­getrieben waren 425 Ochsen, 61 Bullen, 1146 Färsen und Kühe. 589 Kälber, 90 Schafe und 3590 Schweine. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauvtmarktes der vergangenen Woche waren 150 Ochsen, 20 Bullen, 298 Färsen und Kühe, 116 Kälber und 800 Schweine mehr an­getrieben. Schafe dagegen waren in ungefähr derselben Zahl vertreten. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen Klasse a) 58 bis 62, b) 5057, c) 4349 Mark. Bullen a) 5054, b) 4249 Mark. Färsen und Kühe a) 5862, b) 5055, cl) 4657, c2) 4049, d) 3040, c) 1628 Mark. Kälber b) 6874, c) 6067, d) 5259, e) 4051 Mark. Schafe a) 4550, b) 3544 Mark. Schweine hn Ge­wicht von 160200 Pfund 7982, unter 160 Pfund 7278, von 200400 und von 240 bis 300 Pfund 7881, Fettschweine über 3 Zent­ner 7680 und Sauen und Eber 6575 Mk. 3m Vergleich zu den Notierungen vom 26. Juli waren Ochsen 2 bis 4 Mark, Bullen 1 bis 3 Mark und Färsen und Kühe 2 bis 3 Mark billiger. Kälber erfuhren im Vergleich zu den Notierungen vom 29. Juli einen Rückgang von 2 Mark und Schweine einen solchen von 1 bis 3 Mark. Schafe dagegen blieben un­verändert.

Mannheimer Schlachtviehmarkt vom 2. August.

Ochsen Klasse a) 5961, b) 5153, c) 42 bis 47, d) 4043, e) 3234 und f) 3032 Mark. Bullen Klasse a) 5052, b) 4648, c) 4043, d) 3438 Mark. Kühe und Färsen Klasse a) 4648, b) 3638, c) 2830, d) 1422, Fres­ser a) 6062, b) 4450 Mark. Kälber b)

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kobolde, sondern sie sanken schwer hernieder und schmolzen sofort auf Gesichtern und Hän­den.

Das uralte, mit dunklem Holz getäfelte Veratungszimmer der Schiffergilde, in dem schon die Handelsherren der Hansa getagt batten, mit seinen Wavven, Schiffsmodellen, ausgestovften Körpern seltsamer Scetiere und halbverblichenen Inschriften, erschien beute noch düsterer als sonst. Und der Kreis ernster Herren, die dort um den runden Eichentisch faßen, zeigten auch düstere, kummervolle Ge­sichter. Schweigend waren sie gekommen, ein­zeln oder zu zweien, batten balblaut kurze Grüße gewechselt und einen Blick in das Ge­sicht des greisen Rochus Winkler getan, der be­reits in dem alten Lehnsessel saß, der ihm als Vorsitzenden der Kaufmannschaft gebührte Er erwiderte kaum die Grüße der Eintretenden und niemand konnte sich erinnern, dieses durchfurchte Gesicht jemals so gramvoll ge­sehen zu haben. Nicht einmal in den schweren Zeiten des Weltkrieges.

Rochus Winkler sah auf. Ein flüchtiger Blick in der Runde zeigte ihm, daß alle ver­sammelt waren, die er erwartete. Einen Augenblick ruhte sein Auge fragend auf Hjal­mar Sörensen.

Auch heute batte dieser sich stillschweigend mit an den Tisch gesetzt, obgleich er nicht zu den alteingesessenen Danziger Kaufleuten ge­hörte. Sollte er ihn fortweisen? In der letzten Zeit war in der allgemeinen Meinung ein Umschwung zu Sörensens Gunsten einge­treten. Er hatte sichtlich jeden Verkehr mit zweifelhaften Kaufleuten gemieden; der ver­dächtige Schwede Jörn Lundholm batte sich nie mehr in Danzig gezeigt. Bei seinen Ge­schäften pflegte er sich eng an die anderen Herren anzulehnen und erbat oft ihren Rat; seine Verpflichtungen der amerikanischen Kon­kursfirma gegenüber hatte er pünktlich rin- gelöst.

Das alles ging durch Rochus Winklers Ge­danken und er duldete es, daß Sörensen zu­gegen blieb. Noch eins kam hinzu: der tiefe Schmerz, den er damals empfand, als er die Nachricht von dem Tode seines einzigen Kin­des erhielt, hatte ibn allen näbergebracht, und man rechnete es ihm hoch an, daß er auch jetzt,

7276, c) 6569, d) 5669 und e) 5056 Mark. Schafe 6)3545 Mark. Schweine Klasse a) 7980. b) 7980, c) 8081, d) 7980, e) 7879 und f) 7778 und Sauen 6670.

da er wußte, daß seine Tochter gerettet war, einen würdigen Ernst wahrte.

Rochus Winkler hob den Kopf und begann zu sprechen, aber seine Stimme war klangloser als sonst und tief bewegt.

Meine Herren, ich bin heute morgen aui dem Gericht gewesen. Ich habe Einsicht ge­nommen in die Anklageschrift gegen Chrrstof Erasmus."

Aller Augen waren angstvoll auf ihn ge­richtet. .

Nachdem, was ich gelesen, scheint mir kaum noch ein Zweifel möglich, daß hier ein schweres Verbrechen vorliegt, ein Vergehen, wie es nicht erhört ist in der Geschichte der Danziger Kaufmannschaft. Und doppelt trau­rig ist es, daß einer der Männer, zu dem wir aufblickten, als einem unserer Besten, sich hin- reißen ließ, diese Tat zu begeben.

Nach den Aussagen der überlebenden Ma­trosen, nach dem furchtbaren Fund der Zünd- schnurreste in Walter Erasmus' Tasche, nach dessen Geständnis, daß er eine Stunde vor der Explosion einen von ihm konstruierten Appa­rat mit Uhrwerk in den Laderaum des Schif­fes hinabgetragen, eben dorthin, wo genau eine Stunde später der Ervlosionsberd war, ist kaum noch ein Zweifel, daß Walter Eras­mus eine Höllenmaschine verfertigte und mit ihr das Schiff tn die Luft sprengte. Und wenn er es tat, dann ist es selbstverständlich, daß es auf Veranlassung seines Oheims geschah, von dem wir alle wissen, daß er sich in schweren Eeldsorgen befand und daß die Versicherungs­summe ihn gerettet haben würde. Glauben Sie mir. meine Freunde, ich habe fast fünfzig Jahre Seite an Seite mit Ehristof Erasmus gearbeitet, er war mir ein vertrauter Freund, und wenn mein Verstand mir hundert und tausendmal beweist, daß er schuldig ist, so schreit mein Herz dagegen auf, und Sie können mir glauben, es ist mir, als muffe ich in dieser Stunde, nachdem ich diese logisch klare, furcht­bare Anklageschrift des Staatsanwalts gelesen habe, irre werden an meinem eigenen Bruder."

Die letzten Worte waren in tiefer Be­wegung gesvrochen. Stille folgte ihnen. Dann erhob sich ein anderer, gleichfalls alter Herr.

Der Justirrat Silleborn, der »war selbst kein

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Oberbiel, 31. Juli. Infolge eines Fa­milienzwistes versuchte sich eine junge Frau das Leben zu nehmen. Ein vorübergehender Arbeiter namens Karl Stock sprang ihr nach und es gelang ihm, die Frau sowie die beiden Kinder unter Aufbietung aller Kräfte zu ret­ten . Arbeitslosigkeit soll die Ursache des Zwistes gewesen fern.

Kersbach, 31. Juli. In Kersbach werden zur Zeit die Mosten des fränkischen Heber- landwerkes neu gestrichen. Als gestern ber Gemeindehirt das Vieh von der Weide hmm- tritb, soffen einige Kühe von der Farbe. Die Folge davon war, daß eine der Kühe bereits notgeschlachtet werden mußte.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Der Ober- 'tadtsekretär Robert Marx hat in ferner Eigen­last als Armenvorsteher 20 000 Mark Wohl- abrtsgelder veruntreut . Die Ermittlungen ind noch nicht abgeschlossen. Nach Marx, der heute noch Dienst getan hat, wird gefahndet.

Säugerbundesfest des Deutschen Fleischer.

Frankfurt a. M., 1. Aug. Zu dem zur Zeit hier stattfindenden zweiten Sänger­bundestag des Deutschen Fleischer-Innungs- Sängerbundes habet! sich viele Gäste aus Nah und Fern, u. a. aus Berlin, Hamburg, Magde­burg, Bremen, Kiel, München, Dresden, Leip­zig, den Rheinlanden uno aus Wien, einge- fnndra. Nach einem gemütlichen Beisammen­sein in derLoge Frankfurt" begann am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, in der Festhalle das Hauptsingen, nachdem ein Aufmarsch der teilnehmenden Vereine mit Fahnen und Stan­darten vorausgegangen war. Zuerst sang der Sängerchor der Frankfurter Fietscherinnung ei­nen Wahlspruch. Msdann hielt der Vorsitzende des Frankfurter Vereins, Karl Brann, dre Be­grüßungsansprache, die in ein Hoch auf den Bund auskiang. Nachdem der Frankfurter Verein sodann zur Begrüßung den ChorDes Waldes Lied" von Sonnet zum Vortrag ge­bracht hatte, hielt der erste Bundesvorsitzende Straube-Halle a. d. S. die Festrede. Dann begrüßten die Wiener Sänger ihre deutschen Kollegen . Die sich daran anschließenden Mas- fenchöre, die von Professor Wohlgemuth-Leipzig geleitet und die von etwa 1000 Sängern aus allen Gauen des Reiches vorgetragen wurden, hinwrüeßen einen wuchtigen Eindruck. Im Anschluß daran sangen 27 Neischergesang- tiereine aus den verschiedensten Teilen des Rei­ches ihre Sieber. Den Schluß des Hauptsingens bildeten wiederum zwei Massenchöre, wobei u. a. dasNiederländische Dankgebet" zum Vor­trag gelangte. Abends fand in der Festhalle bei starkem Besuch ein Doppelkonzert statt, das von zwei verstärkten Militärkapellen unter Leitung des Kapellmeisters Brech und des Ober­musikmeisters Georgi) ausgesühri wurde..

Der zweite Tag des Deutschen Fleischer- Innungs - Sängerbundes begann mit einer Schlachrbofbesichtigung morgens 8 Uhr, der sich um 9 Uhr die Bundestagung für die Dele­gierten und ein Frühstück der Teilnehmer im Palmengarten anschloß. Für 1928 ist beabsich­tigt, daß die SBiener Sänger anläßlich. des Großen Deutschen Sängerfestes in Wien besucht weichen sollen . Die übrigen Besprechungen wa­ren internen Angelegenheiten gewidmet. Ein großer Teil der Besucher hat die Gelegenheit benutzt, um dem naben Homburg und der Saatburg einen Besuch am Nachmittag avzu- ftatten.

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ft. Wettervorher sage bis Mitt­woch abend: Ziemlich heiter und am Tage mäßig warm.

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Letzte Börsenmeldnngen.

ff. Berlin, 3. Aug. Die starke Besserung der Frankenwähenng ermutigt die Börse zu weiteren Käufen. Die Börse ist daher durchweg fest. Namentlich Montanwerte find nach der «estrigen Abfchwächung erholt, da die Meldun­gen aus der Kohlen- und Eisenindustrie durch­weg günstig lauten. Das Geschäft ist aber ziemlich ruhig. Tendenz fest.

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Kaufmann, aber langjähriger Syndikus vieler Gesellschaften war.

Meine Herren, auch mir ist oll dies un­faßbar. Ich habe mir erlaubt, den Herrn Der- teidiger auf eine andere Sour hinzuweisen. Daß Walter Erasmus die Tat begangen bat, steht für mich vollkommen fest.

Ist es aber deswegen wirklich erwiesen, das Ehristof Erasmus davon wußte?

Die Herren sahen ihn erwartungsvoll an, Rochus Winkler warf ein:

Warum sollte der junge Erasmus me Tat vollbracht haben?"

Der Justizrat hatte em Lächeln um seinen Mund-

Meine Herren, wir sind alle alt, Walter Erasmus ist jung. Ich kenne ihn nicht, aber ich weiß, er hat von seiner Mutter her leiden­schaftliches polnisches Blut tn seinen Adern, und nun denken Sie: Walter Erasmus liebt Fräulein Hella Sörensen. Sein Oheim bat ihm verboten, um sie zu werben. Widerwillig fügt er sich dem Gebot und läßt sich bereit finden, um vor dieser Liebe zu fliehen, in das ferne Ausland zu reisen. Und nun kommt das Spiel des Zufalls. Hella Sörensen taucht plötzlich auf demselben Schiff auf. Walter Erasmus ist zunächst Ehrenmann genug, um feinem Oheim selbst ihre Anwesenheit zu tele­graphieren. Er meldet sie und sie ihn wohl auch. Aber ist es nicht natürlich, daß die An­wesenheit des geliebten Mädchens auf dem­selben Schiff seine Nerven unglaublich erregt, daß er in der Verzweiflung die unglaublichsten Gedanken faßt? Sagen Sie, liebe Freunde, ist es nicht eher möglich, daß ein junger, unbeson­nener, leidenschaftlicher Mensch den Plan faßt, sich und die Geliebte, die ihm unerreichbar ist, und meinetwegen auch das ganze Schlsi su ver­nichten, als daß ein ehrenwerter Greis wie Christof Erasmus eine solche Tat befiehlt, und dann nicht einmal Mann genug Ist dies ein­gestehen und ihre Folgen zu tragen?

Und noch eines, nach der Aussage des Fräulein Sörensen bat Walter Erasmus kei­nen Rettungsversuch gemacht. Er bat sich ne­ben sie auf die Bank gesetzt und jetzt zum er­sten Male während der ganzen Fahrt Liebes­worte iu ihr gesprochen.

(Fortsetzung folgt.)

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Stundenplan des Frankfurter Rundfunksenders Mittwoch, 4. August.

12.06 Uhr: Konzertübertragung. 4.30 Ubr: Konz. d. Sausorchesters. 6.05 Uhr: Bücher­stunde. 6.45 Ubr: Vortr.: Sprachen u. Lite­ratur der Malaven u. Polynesier. 7.15 Uhr: Vortrag: Berufs- und Sondersprachen. 7.45 Uhr: Stunde d. Franks. Vereinig, f. Heimat­kunde. 8.00 Uhr: Vortr. über die Festspiel­aufführung d.Sommernachtstraums". 8-30 Uhr:Ein Sommernachtstraum".

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Höchste Temperatur am 2 August 19,4 Leist Niedrigste Temperatur letzte Nacht 5,5 Teil.

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Mer, Sv!

9,4 Leis.

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