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Mittwoch, den 21. Sich 1926

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Angesichts der Begleitumstände, unter denen bas Kabinett H e r r l o t 'das Licht der Welt erblickt hat, wird gewiß niemand wagen, dieser Regierung ein besonders günstiges Prognostikon zu stellen. Es war ein Pyrrhussieg, den Herriot Lber Briand und Caillaux erfochten hat, e in Sieg, der sehr wahrscheinlich die Keime für die eigene große Niederlage bereits in sich trägt. Herriot hat ern gewagtes Spiel gespielt. Seine eigene politische Zukunft liegt setzt auf des Messers SchncÄe.

Das neue Kabinett, das sich als Regierung der Republikanischen Union dem Lande vorstellt, setzt sich zusammen aus 14 Radikalen, 2 Linksradikalen, einem Mitglied der Unabhängigen Linken und einem Unab­hängigen Radikalen. Herriot kann sich keines­wegs einer geschlossenen Gefolgschaft rühmen. Die Radikalen, die sich schon bei dem Ermäch­tigungsgesetz am letzten Sonnabend bei 'der Abstimmung gespalten haben, werden nur zum Teil die neue Regierung unterstützen. Die Rechte wird dem Kabinett mit schärfstem Miß­trauen entgegentreten . Wie weit die Sozia­listen Hernot stützen, hängt davon ab, ob er ihren Forderungen genügend cntgegenkommt. Ein Pariser Blatt kennzeichnet die Situation sedenfalls ganz richtig, wenn es Herriot als einen Gefangenen der Sozialisten ansieht.

Das Schlimmste für Herriot ist, daß er ziem­lich programmlos die Geschäfte übernommen hat. Wenn erklärt wird, er wolle die Finan­zen von innen heraus sanieren, so ist das angesichts der besonderen Währungs- und Wirt­schaftsverhältnisse Frankreichs ein Satz ohne Inhalt.

In der ersten offiziösen Verlautbarung der neuen Regierung heißt &, das Land müsse die Ruhe ^wahren. Angesichts der Vorfälle tn den letzten Tagen, die sich in 'Paris abgespielt haben, ist es begreiflich, daß Herriot zunächst einmal mit einer solchen Mahnung hervortritt. Di« Aufregung und Nervosität des französischen Publikums steigt von Tag zu Tag. Die Stim­mung gegen Herriot ist direkt feindselig zu nennen. Zahlreiche Ausschreitungen gegen FremtE, hauptsächlich gegen Engländer und Amerikaner wiederholen sich fetzt bedenklich oft. Wenn die Regierung nicht schnell handelt, und dem lawinenartigen Frankensturz Einhalt ge­bietet, dann wird sich auch Herr Herriot sehr bald davon überzeugen müssen, daß die schönsten Aufforderungen zur Ruhe nicht die geringste Wirkung haben.

Paris, 20. Juli. (WTB.) Heute nach­mittag trat ein Kabinettsrat-zusammen, in dem Finanzminister de Monzie über die Finanzlage berichtete. Die Beratungen sol­len in einem für heute abend 8 Uhr anbe­raumten neuen Kabinettsrat fortgesetzt wer­den.

Paris, 20. Juli. (WTB.- Der Kabmetts- rat ist, wie angekündigt, um 8 Uhr zu einer neuen Sitzung zusammengetreten. Dach Schluß der Sitzung wurde folgendes Kommuniques ausgegeben: Der Kabinettsrat hat die Aus­arbeitung der Regierungserklärung fortge­setzt, die morgen Mittwoch nachmittag 5 Uhr dem Parlament verlesen werden wird und hat sich mit den sofort einzubringenden Gesetzent­würfen beschäftigt. Ein neuer Kabinettsrat wird morgen nachmittag 2 Uhr und ein Mi­nisterrat morgen nachmittag 4 Uhr 30 im Elysee stattfinden.

Besprechungen Herriols.

fk. Paris, 21. Juli. Nach Schluß der gestern abend abgehaltenen Kabinettsrats­sitzung verhandelte Herriot mit einigen Mitarbeitern des Ministeriums des Innern. Chautemps erklärte, die Gerüchte von einer bevorstehenden Demission der Minister de M o n z i e und D a r i a e, sowie von einem angeblich geplanten Attentat auf den Mini­sterpräsident Herriot für unbegründet. Herriot werde heute vormittag mit dem Gpu- D:. --ur der Bank von Frankreich eine Unter­redung f-iben. de Monzie arbeitet die ganze Nacht an der Fertigstellung der Finanzpläne. Die heikle Lage erfordert entscheidende Maß­nahmen zu denen die Regierung entschlossen sei.

Paris,. Juli. Havas zufolge scheint es dem Ministerpräsidenten, obwohl er einige Abgeordnete der Mittelgruppen berufen hat, nicht gelungen zu fein, diese Gruppen voll­ständig für seine Politik zu gewinnen, und aus näheren Mitteiluugen über die heutige Ver­sammlung der Radikalen scheint hervorzugehen, daß sehr tiefgehende Meinuugsverschiedenh.sten herLorgetreten sind.

Paris, 20. Juli. Das Ministerium Herriot wird vomTemps" em Ueber- gangsministerium genannt. In dem Augenblick, m dem das öffentliche Interesse ein Ministerium der nationalen Einheit fordere, habe Herriot ein Ministerium kartellistischer Interessen gebildet . Noch schärfer urteilt das Journal des Debats". Es schreibt, der Skan­dal sei begangen.

Selbst der radikaleParis soir" macht starke Reserven . Er sagt: Wir haben em Ministe­rium; daß wir eine Regierung haben, müssen seine Handlungen uns beweisen. Das Blatt stellt im übrigen fest, daß unter den gegebenen Umständen, was immer auch zur Durchfüh- nmg der Finanzsanierung vorgeschlagen werde, diese so geartet sein müsse, daß man rasch han­dele.

fk Paris, 21. Juli. (Havas.) Die Tat­sache, daß das Ministerium Herriot bereits heute nachmittag vor ine Kammer trete, ist in politischen Kreisen viel erörtert worden. Man sehe darin den Wunsch der Regierung, unver­züglich den Schwierigkiten des Schatzamtes zu begegnen . Die Regierungserklärung werde sich in der Hauptsache mit der Finanzlage befassen. Für die Bekämpfung der Teuerungskrise komme überhaupt in Frage: Auswärtige Kredite, Ein­setzung des Goldbestandes der Bank von Frank­reich, Konsolidierung und Moratorium. Die Regierung tritt für die Konsolidierung und das Moratorium em. Herriot werde unter Stellung der Vertrauensfrage die Entscheidung der Kammer noch für heute abend fordern. Die Debatte werde voraussichtlich leiden schast- lich sein, doch kann eine Voraussage über den Ausgang nicht gemacht werden.

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Paris, 20. Juli. (WTB.) In der Kam­mer find bisher vier Interpellationen eilige- bracht worden und zwax eine des kommu­nistischen Abgeordneten Cachin und Genossen, eine des radikalen Ada. Borel und eine des sozial-republikanischen Abgeordneten Aubriot. Alle diese Interpellationen beziehen sich auf die allgemeine Politik, während eine weitere im Ra men der Sozialisten vom Abgeordneten Compere Morel eingebrachte Tagesordnung sich mit der fortgesetzten Steigerung des Brot- Preises und den dagegen zu treffenden Maß­nahmen beschäftigt.

Gründung einer interfraktionellen Gruppe Marino!.

Paris, 20. Juli. Der sozlalrepublikani- schc Abgeordnete Morinot, der gestern Unter­schriften für eine Eingabe an den Präsidenten der Republik sammelte, damit er angesichts der heiklen Finanzlage ein Ministerium der natio­nalen Einheit bilde, hat nunmehr beschlossen, eine interfraktionelle Gruppe zur Durchfüh­rung seines Programms zu gründen. Es ha­ben heute in der Kammer wiederholt Beratun­gen stattgesunden, um dies« Gruppe zu bilden, die sich die interfraktionelle republi­kanische Gruppe für das öffent­liche Wohl nennen will. Erne Grün­dungsversammlung ist für morgen anberaumt und zwar werden an ihr, wie Havas berichtet, auch radikale, sozial-republikanische und Ab- georbnete der Mittelgruppen teilnehmen. Es wird auch das Gerücht verbreitet, daß die Frak­tion Mann beschlossen habe, sich an der Grün­dung zu beteiligen.

Ein Ministerium der nationalen Einheit für Frankreich gewünscht.

fk. Paris, 21. Juli.Echo de Paris" be­hauptet, falls das Kabinett Herriot gestürzt werden sollte, würd» ein großes Ministerium der nationalen Einheit unter dem Vorsitz von P o i n e a r 6 gebildet werden. (Das dürfte in der Tat die Entwicklung fein!)

Die französischen Radikalen verlangen Zusammentritt der Parteileitung.

fk. Paris, 21. Juli. Eine Anzahl von Mitgliedern des Exekutivkomitees der radi­kalen Partei hat Herriot aufgefordert, um­gehend eine Versammlung des Exekutiv­komitees der Partei einzuberufen, um Maß­nahmen zur Wahrung der wichtigsten Inter­essen der Partei zu treffen.

Panik wegen des Frankensturzes.

Paris, 20. Juli. (TU.) Der unaufhalt­same Sturz des Franken, welcher sich gestern nachbörslich einem geradezu katastrophalen Zustand näherte, ist nicht ohne Einfluß auf die Stimmung der Bevölkerung geblieben. Zum ersten Male in der Reihe der Zranken- stürze hat sich der Bevölkerung einer Panik bemächtigt und man befürchtet schon in den nächsten Tagen ernstliche Unruhen, umsomehr, als bereits heute zahlreiche Geschäfts­leute, insbesondere auch die Lebensmittel- Händler, sich weigern, ihre Waren gegen den Papierfranken abzugeben. Er­schwert wird die Lage noch dadurch, daß auch die Anleihe-Besitzer das Vertrauen zum Franken restlos verloren haben. Bereits gestern sanden vor den Ban­ken zahlreiche Ansammlungen statt, die von der Polizei zerstreut werden mußten. Teil­weise werden die Kassen geradezu ge­stürmt von Leuten, die ihre'dort angeleg­ten Ersparnisse zurück Haden wollen.

Zwangsmaßnahmen an der Pariser Zuckerbörse.

Paris, 20. Juli. Der Vorstand der Pari­ser Zuckerbörse hat angeordyet, daß bis auf weiteres Notierungen, die über den Schluß­kursen vom Freitag den 16. Juli liegen, nicht registriert werden dürfen, weil der plötzliche Sturz des Franken durch die Wirtschaftslage des Landes nicht gerechtfertigt fei.

Einschränkung des Luxuswarenverkaufs in Frankreich.

Paris, 20. Juli. (WTB.) Wie dieIn­formation" berichtet, soll eine ganze Anzahl von Geschüflen. .Oie.. Luxus waren, verlausen, beabsichtigen, ihre 'Geschäfte tm" Hochsommer auf Wochen hinaus zu . schließen, da der schwankende Frankenkurs es ihnen nicht er­mögliche, die Waren im Augenblick ohne Derlust zu ersetzen.

Amerika gegen die' Teilnahme an einer internationalen Finanzkonferenz.

N e w y o r k, 20. Juli.New Jork Sun" berichtet aus Washington, die amerikanische Regierung sei kürzlich über den Plan der Einbersung einer internationalen Finanzkon­ferenz, die unter amerikanischer Beteiligung stattfinden sollte, sondiert worden. Die Ber­einigten Staaten hätten aber diese Anregung vollständig abgelehnt.

N e w i) o r k, 20. Juli. (WTB.) Die heutige Fondsbörse nahm offenbar unter dem Ein­druck des wetteren Rückganges der französi­schen Währung einen überwiegend schwachen Verlauf. Der französische Franken ist teil­weise auf den Tiefstand von 2 Cents zurück­gegangen. Auch am Bondsmarkte lagen die französischen Werte gedrückt; andererseits wurden ausgedehnte Kapitalfluchtkäufe in amerikanische Effekten für französische Rech­nung vorgenommen.

Die elsaß-lothringische Frage vor dem Senat.

Paris, 20. Juli. (WTB.) Wie in den Wandelgängen des Senats verlautete, soll Se­nator General Bourgeois (Fraktion Poin- care-Millerand) beabsichtigen, eine große Aus­sprache über Elsatz-Lothringen herbeizuführen.

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Witter Kabimttsral

Brüssel. 20. Juli. (WTB.) Gestern wurden in einem Kabinettsrat die dem König zu unterbreitenden Dekrete geprüft. Vorgesehen find. Regelung der Herstellung und des Verkaufs von Mehl, Brot und ande­ren Rahrungsmitteln, sowie die Ein- und Aus­fuhr von Brotwaren und Mehl, Maßnahmen zur Unterdrückung aller füik den Kredit des Staates schädlichen Rachrichten. Weiter wurde erwogen, die Verschärfung der Kontrolle des Devisenmarktes, eine Polizeistunde für die öffentlichen Gaststätten, eine -Regelung des Handels mit Konditoreiwaren, eine Besteue­rung der in Belgien weilenden Fremden und eine Steuer für den Aufenthalt in Hotels.

Mellon behält seine Behauptungen bezüglich der englisch-amerikanischen Anleihen aufrecht.

fk Washington, 21. Julj. Das Schatz­amt veröffentlicht Belege zur Ergänzung der Behauptung des Schatzsekretärs Mellon, daß ein großer Teil der englischen Anleihen in Amerika für geschäftliche und nicht für Kriegs­zwecke ausgenommen worden seien.

Stulstte Mintertettm

Von Dr. Werner Mallincrvdt.

Die Frage des Schuhes nationaler Minder­heiten ist ein altes politisches Weltproblem, aber es hat noch nie in einem solchen Um­fange bestanden und war noch nie so dringend, wie seit dem Versailler Diktat. Der Welt­krieg, im Namen desSelbstbestimmungs­rechts der Völker" geführt, hat diesen Ge­danken vollständig in sein Gegenteil verkehrt und auf Kosten des deutschen Volkstums eine wahrhafte groteske Balkanisierung Eu­ropas gezeitigt.

Hinter der Zerstückelung Deutschlands steckt nichts anderes als die Angst vor der sich im Herzen Europas mächtig entfaltenden deut­schen Volkskraft. Daß Millionen deutscher Volksgenossen unter fremder Herrschaft leben, weiß man bei uns sehr wohl, indessen sind hier genauere Kenntnisse im einzelnen noch viel zu wenig verbreitet. Und doch ist für- das deutsche Volk nichts wichtiger, als die Pflege der Volks- und Kulturgemeinschast mit allen Deutschen außerhalb unserer Grenzen, denn das ist eine der wesentlichsten Voraus­setzungen für unsere außenpolitische Erstar­kung.

Rings um das verkleinerte Reich liegt ein breiter Rand deutschen Bodens mit deutschen Bewohnern, die entweder vorn Mutterlande losgerifsen wurden, oder denen das Versailler Diktat verboten hat, sich mit uns zu vereini­gen. Reben diesem Grenzlandsdeutschtum le­ben noch Millionen Stammesbrüder, vom Heimatland räumlich getrennt, als Minder­heiten in fremden Nationalstaaten, die soge­nannten Ausländsdeutschen. Von dieser deut­schen Diaspora, mit der uns Stammesgemein- schäft und Kulturbewußtsein verbinden, soll hier nicht im einzelnen geredet werden, son­dern nur von den staatlich von uns getrennten Deutschen, die zu dem geschlossenen mittel­europäischen deutschen Volksgebiet gehören.

In den jetzt polnischen Teilen Posens und Westpreußens sind von ehemals 1,1 Millionen Deutschen noch etwa 300 000. vorhanden. In dem uns vor fünf Jahren entrissenen Stück Oberschlesiens lebt die gleiche Anzahl Deutscher. Die größte Zahl Grenzdeutsche enthalten die an Schlesien, Sachsen unb Bayern angrenzenden sudetendeutschen Ge­biete mit etwa 3,5 Millionen. Dazu kommen als kleinere Gebiete Südtirol mit 180000, Belgisch-Luxernburg mit 30 000, Eupen-Mal- medy mit 50 000, Schleswig mit 20 000, das Memelgebiet mit 70 000 Deutschen. Richt zu vergessen endlich die l1/? Millionen deutsche Elsässer und Lothringer, die. auf altem deut­schen Kulturgebiet lebend, ihren Anschluß an das Reich doch wieder einmal in irgendeiner Form finden werden. So gibt es über 41', Millionen, mit den Elsaß-Lothringern an­nähernd 6 Millionen Grenzlanddeutsche, die von unserem Volkskörper getrennt wurden.

Ferner sind in diesem Zusammenhang die beiden an das Reich grenzenden deutschen Staatswesen zu berücksichtigen, Oesterreich, dem der Anschluß untersagt und nur mit Ge­nehmigung des Völkerbundes gestattet sein soll, und Danzig, das, obwohl in den Händen Polens, formell einefreie Stadt" ist und unter dem Schuhe des Völkerbundes steht. Ein Deutschland, das verdiente, der Rational­staat aller Deutschen genannt zu werden, in dem alles deutsche Land mit seinen deutschen Menschen auch zum Reich gehörte, würde heute nicht weniger als 76 Millionen Ein­wohner zählen. Da ein Staat die Kultur- und Schicksalsgemeinschaft eines Volkes ist, halten wir selbstverständlich an dem Gedanken fest, daß alle, die unsere deutsche Kultur- und Schicksalsgemeinschaft bilden, auch zum beut- fchen Reich gehören müßten.

Einstweilen ist es uns freilich nur möglich, uns mit dem ideellen Schuh der deutschen Minderheiten in Europa zu begnügen. Von unserem Eintritt in den Völkerbund ist zu erwarten, daß er die Minderheitenfrage in Fluh bringen wird, beim es ist eine selbstver­ständliche Pflicht der deutschen Außenpoli­tik, die Möglichkeiten in Genf in vollem Um­fange auszunützen. Wir Deutsche sind nicht' nur rein zahlenmäßig an dem Schuh der Minderheiten am weitaus stärksten interes­siert, sondern auch weil keine Minderheiten so bedrückt und vergewaltigt werden, wie die Deutschen, wohin man auch blickt. Gegenüber den Millionen Grenzlandsdeutschen spielen die innerhalb des verkleinerten deutschen Dei­ches wohnenden nichtdeutschen Minderheiten keine Rolle. Wie ihnen die Befriedigung ihrer kulturellen Bedürfnisse voll gewähr­leistet wird, so erheben wir für die Millionen bedrängter Deutscher den Rus nach Duldung und nationaler Gewissensfreiheit. Das, was wir von dem Forum des Völkerbundes für