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NimStas, een is. 1926 3uli

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Caittaux ErfoSg in London

SranfrtW neuer Verstoß gegen Senkt

Brüssel, 12. Juli. Wie dieDeutsche Tageszeitung" aus unterrichteten Kreisen ci- säbrt, ist die Aiilitärkontrollkommission kürz­lich angewiesen worden, im Namen der Bot- schaitcrkonfcrenz einen neiden Vorstotz gegen die Stellung des Cencrals von Seo-kl zu unter­nehmen. Unter Bezugnahme auf den Erlatz über die Kommandogewalt in der Reichswehr vom September 1919 und auf die Verfügung des Reichsvräsidenten vom 28. Januar dieses Jahres soll die deutsche Regierung ersucht wor­den sei, die Stellung eines Eencralinsvcktors der Trnvven'zu schaffen und einen der beiden Rcichswchrgruvvenvkommandeure gleichzeitig zum Eeneralinspektor zu ernennen. Autzerdem bat die Militärkontrollkommission von Mar­schall Fach Anweisung erhalten, ihr besonderes Augenmerk aus die in letzter Zett von einem Teil der deutschen Presse gemeldeten Wasfen- und Munitionsfunde zu richten und von der deutschen Regierung Aufklärung hierüber zu verlangen. Wie verlautet, hat General Walch sich des ihm erteilten Auftrages bereits entle­digt und der deutschen Regierung entsprechende Forderungen übermittelt.

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Berlin, 12. Juli. Zu der in verschiede­nen Abendzeitungen gebrachten Nachricht, dab in einer Note der Botschafterkonserenz bezw. der interalliierten Milttär-Kommision eine Reihe von neuen Abrüstungsforderuugen über­mittelt worden sei, wird uns von zuständiger Seite mitgetcilt, datz dem Reichskommissar für Entwassnungsfragen mehrere Noten des Gene­rals Walch (nicht der Botschafter-Konferenz) vom 2. und 3. Juli zugegangen sind, die im Rahmen der schwebenden Verhandlungen ver­schiedene Einzelfragen der deutschen Entwass- nungs- und Heeres-Organisafion behandeln. Die Forderungen der interalliierten Miliiär- Kontroll-Kommisfion wird zur Zeit von den beteiligten Resorts geprüft.

Ser englische Kehlenstreik

Der englische Kohlenstreik droht nun auch wie der Generalstreik zusammenzubrechen. Der Bergbau kehrt zum achtstündigen Ar­beitstag zurück, außerdem wird einem Vier­tel der englischen Bergbaubevölkerung der Lohn um 10 Prozent gesenkt. Die englische Regierung will den Kohlenbergarbeitern die Wiederkehr zum Lohnabkommen von 1921 sichern, indem den Bergarbeitern 87 Prozent der Roheinnahmen der Bergwerke als Lohn­fond zugesprochen waren. Ob eine wirk­liche soziale Versöhnung zwischen Gruben­besitzern und Bergarbeitern eintritt, ist zweifelhaft: das neue Arbeitszeitgesetz wird seit hundert Jahren bezeichnet. Einstweilen vergrößert die Erhöhung der Arbeitszeit als der erste soziale Rückschritt Englands nur die Arbeitslosigkeit um 150 000 Mann für deren Unterstützung die Regierung im Monar 17'/-Millionen Mark ausgeben "muß. Das Kohlenausfuhrland England muß jetzt einen Kredit von 3 Millionen Pfund auf- uehmen um Kohlen einzuführen. Im Gan­zen ist der englische Steuerzahler im Jahre mit 720 Millionen Mark Ausgaben zur Linderung der Kohlennot (Subventionen und Arbeiterunterstützung) belastet. Die Weltvorräte, die sich durch den Ausfall des englischen Kohlenexportes vermindert hatten sind immer noch größer, als es der Auf-i nahmcsähigkcit des Weltmarktes entspricht. Das neue Arbeitszeitgesetz wird dafür sor­gen, daß' zusätzlich 20 Millionen Tonnen Kohlen auf den Weltvorrat drücken werden. Das subventionierte Kohlenexportdumping wird den Kampf auf dem Weltmarkt so verschärfen, datz nur durch Gründung eines internationalen Kohlenexportkartells die Unterbietungen beseitigt werden können.

Die Streiklage in England.

fk. L o n d o n, 13. Juli. Den Blättern zu­folge ist die Lage in den Kohlenbergwerks­bezirken im wesentlichen unverändert, und von einer beginnenden Rückkehr der Bergleute zur Arbeit ist bisher nicht die Rede. Nur in War- wicksdire baden sich seit voriger Woche SOU Er werbslose gemeldet, so datz dort jetzt 25 000 Mann beschäftigt find.

London, 12. Juli. Caillaux und Chur­chill find nach einer Reuter-Meldung über die die Konsolidierung der französischen Schulden betreffenden Punkte zu einem vollkommenen Einvernehmen gelangt. Das endgültige Ab­kommen ist von beiden Ministern im Namen ihrer Regierungen unterzeichnet worden. Der Tert des Abkommens wird morgen abend ver­öffentlicht werden. Im Unterhaus erklärte Churchill auf eine Anfrage über den Besuch Caillaux', er hoffe im Büro des Unterhauses morgen die die französischen Schulden betref­fenden Dokumente nicderlegen zu können.

Das neue englisch-sranzösische Schulden­abkommen.

fk. Paris, 13. ,5uli. Das gestern unter­zeichnete engUsch-lranzopsche LiiMoenregelungs- avrommcn enthält außer den acht Artikeln einen Brief über die vchutzklausel für den Fall, das die Zahlungen Deutschlanos in einem ge­wissen Perdatinis unter den von Frankreich an Englano zu zahlenden Betrag herunkergeven, sei eine Revision oes Ablommens vorgesehen. Die franzöftscherseits zu leistenden Jahreszad- luiigen verlaufen in drei Gruppen, als deren erste ein Moratorium vorgesehen ist. Die Transierllausel entspricht der des italienisch- französischen Abkommens. Es sei vereinbart worden, datz England Frankreich einen Teil seiner Ueberschüsje aus den von den Alliierten und von Deutschland zu erwartenden Ein­gängen über die eigenen französischen Ver- pslichtungen gegenüber Amerika reserviert- Für Frankreich sei die Möglichkeit vorgesehen, die bei der Bank von England deponierten Gold­franken zurückzuerhalten.

Bereits erhält Frankreich von diesem Devot den Gesamtbetrag von 771%' Millionen 24 Mil­lionen zurück. Die erste Jahreszahlmig soll 4 Millionen Pfund betragen. Erst ab 1931 wer­den die Jahreszahlungen 121L Millionen er­reichen. Die von Frankreich an England zu zahlende Schuld von 653 Millionen Pfund ein­schließlich Zinsen, soll um 60 Prozent ermäßigt werden, sodaß die in 62 Annuitäten zu zahlende Summe nunmehr ungefähr 260 Milli­onen beträgt.

London, 12. Juli. Pressevertretern ge­genüber erklärte Caillaux: Das Abkommen ist unterzeichnet. Das ist alles, was ich mit­teilen kann. Auf Befragen sagte er noch, er werde morgen vormittag 9 Uhr im Flugzeug nach Varis zurückkebren, da er um 12 Uhr an einem Frühstück im Kriegsministerium teil­nehmen wolle, bei dem die Generäle der fran­zösischen Armee anwesend sein würden. Er hoffe, datz das, was erreicht worden sei, günstig auf den Frankenkurs einwirken werde. Er sei aber, wie er achselzuckend hinzufügte, nicht Herr und Meister über die Börse. Caillaux betonte weiter Churchills Liebenswürdigkeit und sagte, er sei so angenehm berührt von dem Ergebnis seines Besuches, wie das nut mög­lich sei, wenn man. etwas unterzeichnet habe, was an und für sich nicht sehr angenehm sei.

Rückreise Caillaux' nach Paris.

fk. Paris, 13. Juli. Finanzminister Caillaux verläßt heute vormittag Loudon und trifft mittags in Paris ein und wird nachmit­tags 4 Uhr zur gleichen Zeit, zu der Schatz sekretär Cecil das Schuldenregelungsabkommen dem Unterhaus vorlegt, der franzöfischen Kam­mer unterbreiten.

Caillaux' Auskunft über das Ermächtigungs­gesetz verschoben.

Paris, 12. Juli. Wie in den Wandel- gängen der Kammer verlautet, wird Finanz­minister Caillaux vor dem Finanzausschuß der Kammer über das Ermächtigungsgesetz wahr­scheinlich nicht morgen nachmittag, wie ur- svrünglich geplant war, Auskunft geben, son­dern wohl erst am Donnerstag oder Freitag, da die in Betracht kommenden Stellen des Finanzministeriums die Fertigstellung des Annexes zu dem einzigen Artikel des Ermäch­tigungsgesetzes noch nicht beendet haben. Das Ermächtigungsgesetz sei Samstag früh nut als Rahmenentwurf in der Kammer eingebracht worden.

Kommunistische Kundgebung in Paris.

Paris, 12. Juli. Gestern nachmittag fand bei Paris eine Kundgebung der Gewerkschaften Moskauer Richtung von Paris und Umgegend gegen die Ledensmittelteuerung, die Finanz­pläne der Regierung, das Schuldenregelungs- abkommen von Washington und für den Acht­stundentag statt. Rach derHumanite" ist es nach Schluß der Versammlung zu einem Zu­sammenstoß mit der Polizei gekommen, bei dem mehrere Teilnehmer verletzt wurden.

Der 10. Juli hat die Selbsthertlichk.'it und den Optimismus, mit dem das Frankreich der Nachkriegszeit feine Stellung in Europa be­trachtete, arg getrübt. Brutal hat Caillaux den Schleier fortgerisfen. der die schweren Wun­den am Körper Frankreichs verbarg, er hat Frankreich die Gefahr gezeigt, tu der es schwebt und damit hat er sich fraglos ein Verdienst um sein Land erworben. Aber ist er der Mann, der es aus dieser Gefahr errettet? Es gibt viele Skeptiker in Frankreich und auch der übrigen Welt genügt das Prestige allein, das der Name Caillaux besitzt, noch nicht, um nur in ihm denRetter" zu sehen.

Caillaux hat seinen Sieg: einen Pyrrhussieg, der leicht zu der fura-tbarsten Nieöetldge wer­den kann, die je ein französischer Politiker erlitt.

9hir mit 20 Stimmen Mehrheit sprach die Kammer der Regierung ihr Vertrauen aus. Die Minderheit, die aus den Parteien der Rechten bestand, hatte ihre guten Gründe. Caillaux die Gefolgschaft zu versagen. Ob der Weg, den die Regierung zur Rettung der Währung einschlagen will, der einzig richtige und einzig mögliche ist, ist fraglich; sicher aber ist, daß dieser Weg für Frankreich auf zwei Generationen hinaus Abhängigkeit vom Aus­land, sei es Amerika ober England, bedeutet. Der Sieg wandert ins Leihhaus.

Die Pläne Caillaux' sind nicht sonderlich originell; er folgt den Vorschlägen des Sach­verständigenkomitees, das sein Vorgänger Petet zusammengerufen hatte. Conversion der schwe­benden Schuld, Einschränkung der SWatsans- gaben, Reorganisation der Steuerpolitik, Re­gelung der Kriegsschulden. Die Ratifikation des Beranger-Mellon-Abkommens ist mehr in den Hintergrund gerückt, da die Aiileiheberc.it- schaft Amerikas weniger groß als die Englands ist. In der Neuordnung der Steuern ist Caillaux außerordentlich vorsichtig: die Ein­kommensteuer soll nur neu gestaffelt, nicht aber grundsätzlich erhöht werden; leöiglich Um­satz-, Börsen- und Verbrauchssteuern und die Transporttarife erfahren eine Heraufsetzung. Auffallend ist, daß Caillaux den Franken vor der Stabilisierung zum Teil revalorisieren will, anstatt dem Frankenkurs Spielraum nach un­ten zu lassen.

Caillaux hat vor seinen Vorgängern den Vorteil, seine Pläne zum großen Teil ohne den Hemmschuh des Parlaments durchführen zu können. Ob sie zum Erfolg führen, läßt sich kaum Voraussagen. Caillaux bat, das, was seinen Vorgängern mehr oder weniger fehlte: Energie. Das ist' viel, aber nicht Alles. Sein Werk wird dadurch erschwert, daß das wich­tigste in der Stabilisierung der Währung über­haupt nicht von Frankreich abhängig ist, näm­lich der gute Wille des Auslandes, namentlich Englands und Amerikas, und diesen guten (oder bösen) Willen wird man an der Kurs­bewegung des Franken in den nächsten Wochen erkennen können.

Der glatte Verlauf der Londoner Verhand­lungen Caillaux' ist ein günstiges Vorzeichen. Doch wird man auch hier die näheren Bedin­gungen abwarten müssen.

Madnahmen zur Stützung des belgischen Franken. .

fk. B r ü s s e l, 13. Juli. Zur Stützung des Franken wird ein ständiger Ausschuß einge­richtet werden. Die Regierung wird dem Par­lament einen Gesetzentwurf vorlegen, in dem dem König für die Dauer von 6 Wochen Voll­machten erteilt werden, um alle Fragen ,u regeln, die sich auf den Banknotenumlauf, An­leihen, Lebensmittelversorgung sowie auf die Organisation der Amortisationskasie und die in diese einzuzahlende Summe beziehen. Der Finanzminister ist zur Herabsetzung des Ber- brauchs von Luxuserzeugnisfen beauftragt wor­den. Die Eisenbahngütertarife werden um 10 Prozent erhöht werden, die Sondertarife um rund 20 Prozent.

fk Brüssel, 13. Juli. Unter Bezugnahme auf den gestrigem Ministerrat, dessen Hauptbe- schlüsse bereits berichtet wurden, meldetLibre Belgige", die Regierung beabsichtige, dem Par­lament eine Vorlage zu unterbreiten, die den Abmachungen oder Transaktionen über den Goldfranken Gesetzeskraft verleihen soll. Da­neben denki sie an die Schaffung einer Emis­sionsbank für den Goto fronten, die der Natto- ualbaut unterstellt werden soll. Auch will sie von der weiteven Aufstellung der Index­ziffer, die so Dter Verwirrung im Wirtschafts­leben ,eingerichtet hat, absehen, ,

Nos EfMionSMgM in Amerika

Deutschlands Beileid anläßlich der Katastro­phe von Lake Denmark.

New Aork. 12. Juli. Assoziativ Preß meldet aus Washington, die erste Sympathie­kundgebung. die'dem amerikanischen Marine­behörden aus Anlaß der Exvlofionskatastrophe von Lake Denmark zuging, war ein Telegramm des deutschen Admirals Zenker an den Marinesekretär Nilbrun, in dem er die tiefste Anteilnahme der deutschen Marine zum Aus­druck brachte.

* *

Dover, 12. Juli. In den den Munitions- dcvots am Denmarksee benachbarten verwüste­ten Städten explodierten noch die ganze Nacht hindurch 12llzöllige Granaten. Als die Ex­plosionen heute früh zeitweilig aufhörteu, drangen Marinesoldaten in das verwüstete Ge­lände des Marinedepots vor, um nach Leichen zu suchen. Sie fanden 14 Tote, von denen einige furchtbar verstümmelt waren. Das um­liegende Gelände wird von Truppen bewacht. Nur den früheren Bewohnern der verwüsteteen Häuser wird gestattet, die Trümmerstätte zu betreten, um nach ihrem Hab und Gut zu suchen und etwa noch lebende Haustiere iu Sicherheit zu bringen. Eine der in der Nach­barschaft gelegenen Ortschaften ist vollkommen vom Erdboden weggefegt. In einer anderen sind alle Häuser in Trümmerhaufen verwan­delt. Das Rote Kreuz läßt etwa 1000 Flücht­lingen seine Hilfe angcdeihen und die Ange­stellten der Hilisstationen des Roten Kreuzes sammeln die Kinder derjenigen Familien, die, um aus der Unglückszone herauszukommen, sich in wahnsinniger Flucht in die Umgebung zer­streut haben.

Dover (New Jersey), 18. Juli Die in den Munitionsdevots herrschende Feuersbrunst hat infolge eines Wechsels der Windrichtung ein bisher verschont gebliebenes Svrengstofflager ergriffen. Auch die Munitiousgebäude dieses Lagers gingen infolgedessen in die Luft. 14 weitere Svrengstofflager sollen stark gefährdet sein. Nach den letzten Meldungen sind bisher 14 Tote geborgen worben.

Dov er. 12. Juli. In den Munitionsde» vots am Denmarksee benachbarten verwüsteten Städten exvlodierten noch die gane Nacht hin­durch zwölf- und vierzehnzöllige Granaten. Als die Explosionen heute früh zeitwöilig auf» hörten, drangen Marinesoldaten in das ver­wüstete Gelände des Marinedevots vor, um nach Leichen zu suchen. Sie fanden vierzehn Tote, von denen einige furchtbar serftümmelt waren. Das umliegende Gelände wird von Truppen bewacht. Nur den früheren Bewoh­nern der verwüsteten Häuser wirb gestattet, die Trümmerstätte zu betreten, um nach ihrem Hab und Gut zu suchen, und etwa noch lebende Haustiere in Sicherheit zu bringen. Eine bet in der Nachbarschaft gelegenen Ortschaften tft vollkommen vom Erdboden weggefegt. In einer anderen sind alle Häuser in Trümmer­haufen verwandelt. Das Rote Kreuz läßt et­wa 1000 Flüchtlingen seine Hilfe angedeihen und die Angestellten der Hilfsstationen des Roten Kreuzes sammeln die Kinder derjenigen Familien, die um aus der Unglückszone herauszukommen, sich in wahnsinniger Flucht in der ganzen Umgebung verstreut haben.

Das Exvlosionsunglück in Amerika.

Dover (New Jersey), 13. Juli. Nach einer Besichtigung der Trümmerstätte des explodier­ten Marinedevots erklärte Marinesekretär Nilburn, die Lage, in der die getöteten Mann­schaften gefunden wurden, beweise, dab sie alle bei dem Feuersignal, das nach dem Blitzschlag gegeben wurde, auf ihrem Posten waren. Die Berichte von Dffiteren, wonach das Devot nicht sachgemäß angelegt war, seien unrichtig. Es hätten Sicherungsmaßnahmen gegen Gefahren aller Art, auch gegen Blitzgefahr, bestanden.

Ohne auf die Gefahr zu achten, die ihnen durch die Granatenexvlosionen drohten, hätten Diebe, wie berichtet wirb, bie Saustrümmer nach Wertgegenständen durchsucht, Behälter er­brochen und sich bie Habseligkeiten des Lager­personals ungeeignet.

London. 12. Juli. Aus Dover (New Jer­sey) wird gemeldet, daß im ganzen etwa 900 Einwohner aus der Gefahrzone geflüchtet find und daß stündlich noch 1520 Explosionen er. folgen. Sachverständige des Marinedevots er» klären, daß das Lager mit 75 Millimeter-Bom­ben and 14er Flugzeugbomben noch nicht explodiert fei. und daß die Gefahr, daß dieses Lager ebenfalls auffliegen und auf das Armee­arsenal Lbergreifen werde, bisher das Ein­rücken von Truppen in das zerstörte Gebiet verhindert habe.