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Oberhaus angenommen worden königliche Bestätigung erhalten.
Zwischenfälle im englischen
ff- Berlin, 9. Juli. Michael Holzmann, der im Kuiiskerprvzeß zu l1/, Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hat auf die Einlegung eines Rechtsmittels ebenso wie der Staatsanwalt verzichtet.
St.159 61. Mr». Marburg n. Laba
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1 Goldmark — Dollar.
Sem RkvarMMommifsar
Parier Gilbert in Paris ^gekommen.
Paris, 8. Juli. (Wolff.) Der General- agent für die Reparationszahlungen, Parker Gilbert ist gestern, wie die „Chicago Tribüne" meldet, von Berlin kommend, in Paris eingetroffen und wird sich nach Antikes begeben, um mit Bdajamin Strong und Mon- tagu, N o r m an ju verband eln. Trotz der Dementis aus Berlin bekundet das amerikanische Blatt wiederum, daß Dr. Schachts Zetina h m e an den Besprechungen im Bereich der Möglichkeit läge. Nach einer weiteren Parker Gilbert bereits in Antiles eingetrof- ken und hat im gleichen Hotel wie Norman ’ und Strong Wohnung genommen. Parker Gilbert weigerte sich nach der „Chicago Tribüne" über die Gerüchte von einer Reise Dr, Schachts nach Paris irgendwelche Auskunft zu geben.
L o n do n, 8. Juli. (WTB.) Der Gesetzentwurf über den Achtstundentag wurde angenommen, nachdem die Mitglieder des Oberhauses, die der Arbeiterpartei angehören, durch ihre Weigerung, ihre Reden zu beenden, die Regierung dazu gezwungen hatten, den Schluß der Debatte zu verlangen. Eine Anzahl Mitglieder des Unterhauses verursachten Lärmszenen durch chr Eindringen in das Oberhaus, wo sie riefen: „Vier Stunden für Euch und acht Stunden für die Bergarbeiter!" Es gab noch andere heftige Auftritte, - als die Königliche Genehmigung dem Gesetzentwürfe erteilt wurde. Die Mitglieder der Arbeiterpartei unterbrachen lärmend den Vorgang und riefen: „Das ist eine Schande. Dieser Gesetzentwurf ist ein Mord!"
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 GM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch di«Post2^5 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte oder elementarer Ereigniffe ausfallende Rummern wird kein Ersatz geleistet. Verlag d. Dr. §. Hiheroth, Druck der Unib.-Buchdruckerei b. Zoh. Aug. Koch, Markt 2 /23. Fernsprecher: Rr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Rr. 5015. — Sprechzeit der Redaktion von 10—11 und llt 1—1 Uhr.
Starker Rückgang der Frank-Wäbrungen.
Berlin, 8. Juli. (Wolff.) Wie aus London gemeldet wird, gingen beute dort die Kurse der Devisen Paris und Brüssel .erneut erheblich zurück. Gegen 1 Uhr stellte sich Paris auf 187,62 gegen 181,58 des gestrigen Schlusses und Brüssel auf 197,12 gegen 190,50.
Französisch-englische Verständigung in der Schuldenfrage.
ft Paris, 9. Juli. Nach dem „Motin" scheint es, daß eine französisch-englische Verständigung über die Schuldenregulierung bereits so gut wie erfolgt sei, und daß es genügen würde, wenn Caillaux sich einige Stunden in London aufhalte, um die Vertragsbestimmungen endgültig festlegen zu können. Wie „Chicago Tribüne" erfahren haben will, hat die englische Regierung der französischen Regierung die Schutzklauseln zugestanden und eingewilligt, die französischen Schuldverschreibungen auf dem Markt zu bringen. Caillaux werde sich sofort nach Erhalt des Vertrauensvotums, also wahrscheinlich Sonnabend früh nach London begeben, um endgültig die Vertragsbestimmungen mit England zu regeln. Der Kammer würde dann dieses Abkommen zusammen mit der Washingtoner Schuldev- regulierung unterbreitet werden.
Ein französisch« Erfolg in Syrien.
Paris. 8. Juli. Wie Havat aus Beirut meldet, haben französische Truppen gestern das Akrmn-Masfiv tot Djebel-Drus erstürmt. Der Drusenführer Anese hat sich ergeben. Eine große Anzahl Ihrtertoerf ungen ftoö eepblßt, -
Die Sowjetregierung verbietet die englische Streikunterstützung.
Moskau, 8. Juli. Der Versuch des Zentralrates der Gewerkschaften, die Unterstützung der englischen Bergarbeiter weiter fortzusiih- ren, ist gescheitert. Die Sowjetregierung hat die zwangsweise Eintreibung von Geldbeträgen von den russischen Arbeitern für die englische Unterstützung verboten. Es wird damit gerechnet, daß die russischen Unterstützungen am 15. Juli eingestellt werden.
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wendet sich gegen die ausländischen Kredite und spricht sich dafür aus, die finanzielle Lage durch ein Notovfer vermittels einer obligatorischen Vermögensabgabe wicderhcrzu- stcllen.
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Paris, 8. Juli. (WTB.) Aach eines Havasmeldung aus Rabat sollen die Spanier die Besetzung des Rifgebiets int Gebiete der Beni Chaled erweitert werden.
Madagaskar, Aufenthaltsort Abd el Keims.
Paris, 8. Juli. Wie bekannt wird, haben die französischen und spanischen Delegierten sich nunmehr endgültig auf Madagaskar als zukünftigen Aufenthaltsort Abd el Keims geeinigt. Formelle Racheichten hierüber sollen in einigen Tagen ausgegeben werden.
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i Ein neuer Misker. Skandal!
I Das Reich Hai einen Kredit von 300 Millionen Mark eingeräumt, um das Lieferungs» geschäfi der deutschen Industrie in Gang zu bringen. Deutsche Industrielle, die Aufträge von Rußland erhalten, können aus diesen 300 Millionen die Kredite erhalten, welche zur Ausführung der Lieferung notwendig sind. Richt der Auftraggeber Rußland erteilt Vorschüsse auf Lieferung, sondern das Reich selbst. Natürlich nicht um der schönen Augen Rußlands willen, sondern um der deutschen Industrie zu helfen. Gleichzeitig aber auch ein erfreuliches Entgegenkommen unserem Nachbar Rußland gegenüber, dessen Gebiet nun einmal das Hauptabsatzgebiet Ser deutschen Industrieprodukte ist. Die Sache liegt einfach. Aber was geschieht?
Eine Verkaufsgesellschaft mit irgendeinem zusammengezogenen Namen wendet sich an die deutsche Industrie und bietet ihre Vermittlertätigkeit für Aufträge in Rußland an. Sie beruft sich nicht nur darauf, daß sie gute Beziehungen in Rußland habe, sondern, daß diese Beziehungen zu maßgebenden Versönlichkeiten auch Geld kosten Darum die hohen Vermittlungsspesen! Das ganze Drum und Dran mußte hellhörigen Ohren Vorsicht signalisieren. Aber es scheint, daß es in der deutschen Industrie sehr wenig hellhörige Ohren gibt.- Es meldeten sich Hunderte von Firmen, die ihre Briefbogen und Stempel jener Gesellschaft auslieferten, damit sie durch den harten Druck der gethgefüHtcn Hand Gefräste mit Rußland vermittelte. Es meldeten sich sooar nock hunderte von Firmen, als bekannt wurde, daß
der Vermittler eben jener Kutisker sei, gegen den gerade wegen betrügerischer Geschäfte vor Gericht verhandelt wurde.
Nickt etwa kleine Firmen wollten seine Set« mittlungstcitigkeit in Anspruch nehmen, sondern es waren oroß angesehene Firmen bereit. ^ck bnreh Bestechung Aufträge zu verschaffen. Wann wird dieser Herr ..Kutisker" eigentlich endlich kalt gestellt. Seine Lungenentzündung hindert ihn. wie man sieht, nickt an einträglichen Geschäften.
Der haftunfähige Kutisker hatte bereits im NovemNi>>- 1925 eine Firma . Kutisker ir. Söhne" gegründet, die geeignet fein sollte, an dem russischen Geschäft - in feiner Weise teilzunehmen. Daß Kutisker dabei log, daß die Balken sich bogen, versteht sich von selbst. Er wollte mit bem Sowfefgewaltigen, Stalin, dem er das Leben gerettet habe (!). auf Du und Du stehen, überhaupt feine russischen Beziehungen Kamenew, Trokki usw. (!!). Wenn er in Moskau auf den Knovf drückt, öffnen sich alle Tore Und was die Hauptsacke ist, seine Wechsel werden von der russischen Staatsbank sofort honoriert. Es gibt Geld.
Kutisker hatte feinen Kunden versprochen, daß bei ihm alles besser und schneller gehe als bei den offiziellen Vertretungen, eben Kraft seiner russischen Zweigvertretungen.
Ist es ein Wunder, daß 25 Firmen, große Firmen (!!), diesem Geldbringer ihre — Stempel ausliefern. Tatsächlich hat Kutisker keinerlei Beziehungen, weder zum amtlichen noch zum finanziellen Rußland. Das einzig Reale ist die — Vermittlexvrovi- f io n des Herrn Kutisker. Und die muß hoch fein. Man versteht: Schmiergelder seiner Verbindungen und feiner -russischen Zweigvertretungen.
Ein Linlslabinett in Mecklenburg
Kommunistische Unterstützung,
Schwerin, 8. Jult. In der heutigen Sitzung des Landtages ist der sozialdemokratische Abgeordnete Paul S ch r ö o e r zum Mt- nisterpräsidenten gewählt worden. Die Wahl der beiden Staatsmtnifter stel aus den soztal- demokratischen Asch (Finanzen) und auf den demokratischen Abgeordneten Dr. Möller (Kultus). Nach dieser Zusammensetzung des Staatsmintsteriums hat Mecklenburg somit ein reines Ltukskabinett erhalten. Tw Regieruengs- erklärung wird morgen veröffentlicht werden.
Für die Lmksregierung stimmten, tote in der „W.B."-Notiz nicht gesagt wird, Sozialisten, Demokraten und Kommunisten. Die Deutschnationalen, die Deutsche Bolkspartei, bte Völkischen und dte Wirtschaftspartei gaben thre Stimme für den bisherigen Ministerpräsidenten der Aechtsregierung, Exzellenz Frethevrn von Brandenstein, ab. Bei der Abstimmung fehlte nur ein kommunistischer Abgeordneter, der sich noch in Hast befindet.
. Der Abgeordnete der Gruppe für Volkswohl- sahn hatte sich der demokratischen Partei an- getofoffak
London, 8. Juli. (WTB.) Das Achtstundenarbeitsgesetz ist in dritter ~ '
Unruhen In Wen
ff London, 9. Juli. Reuter berichtet aus Kalkutta: In Pabna, 200 Meilen von Kalkutta, ist es zu ernsten Unruhe« gekommen.
einem Dorfe versuchten Mohamedaner »inen gefangen genommenen z« befreien. Die Nutzet feuerte und verletzte mehrere Angreifer.
Amerikas Anleihen
fk P a r i s, 9. Juli. Rach einer Savas- Meldung aus Washington hat Schahsekretär Mellan mitgeteilt, daß die amerikanischen Privatanleihen zu Gunsten ausländische: Regierungen und Gesellschaften im ersten Viertel- Halbjahr 1926 beinahe 433 Millionen betrag»«. Deutschland stehe an der Spitze mit 160 Millionen Dollar. Mellon glaubt, daß derartige fortgesetzten Anleihen für die Bereinigten vom Vorteil sein könnten. Die wirtschaftliche Aufrichtung Deutschlands würde bald vollendet sein und die amerikanische Industrie würde davon groben Vorteil haben.
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3m Versailler Friedensvertrag und in den Statuten des Völkerbundes hat die Frage der Abrüstung eine feste Stütze gefunden, wie aber in Wirklichkeit die Staaten, die diesen Friedensvertrag diktierten, über die Abrüstung denken, das lehrte der Verlauf der Genfer Defprechungen. Heber die Abrüstung selbst, ist zwar in Genf noch nicht verhandelt worden. Das, worüber man sich in Genf die Köpfe zerbrach, waren mehr Fragen geschäftsord- nungsmätziger Ratur, deren Behandlung aber aller Welt deutlich machten, welches Schicksal man dem Abrüstungsproblem angedeihen lassen will. Das chauvinistische und überspannte nationalistische Frankreich hat bis jetzt immer feinen Willen in Genf durchzudrücken vermocht. Auch dann, als feine Ansicht den englischen Absichten entgegenstand. Jetzt hat die Kammer in Paris mit überwiegender Mehrheit das Flottenbauprogramm für 1926/27 genehmigt. Es sollen neu gebaut werden: 1 Kreuzer, 2 Torpedobootszerstörer, 4 Torpedoboote und eine Reihe von Unter« seebooten und Hilfsschiffen mit einem Kostenanschlag von rund 960 Millionen Franken. Es ist zu beachten, daß dieses neue Rüstungs- Programm fast in demselben Augenblick von einer Kammermehrheit genehmigt wurde, als Caillaux, der neue Finanzminister Frankreichs, sein Sparprogramm bekanntgab. Wenn man auch den Auslassungen des kommunistischen Abgeordneten Berthon nicht allzu großes Gewicht beizumessen braucht, so ist sein Hinweis auf den Grund dieser neuen Rüstung sehr interessant. Er sagte, daß das Flottenbauprogramm nicht etwa aus Furcht vor der deutschen Flotte aufgestellt sei, sondern tot Hinblick auf den imperialistischen Kampf um Indien, die Kolonien und um das — Mittelmeer. Der kommunistische Ab- Geordnete wird mit dieser Kennzeichnung der französischen Rüstungsziele wohl den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Rom und London werden nicht umhin können, dieser neuesten „Friedenstat" oder Kammer eine ernste Beachtung zu schenken.
_3n Italien wurde gerade jetzt mit Unterstützung des italienischen Lustministeriums ein „Istituto di propaganda aeronautica“ gegründet, dem dte Aufgabe zufallen soll, allgemein die Luftfahrt vvllskümlich zu machen und besonders für künftige Lust- rüftungen zu forgen. — Eine etwas felt- fam anmutende Aufgabe in der Zeit der Abrüstungskonferenzen! Dabei steht Italien, desfen ßuftminifter Mussolini selbst ist, heute bereits mit der Stärke feiner Luftflotte in der ersten Reihe der Luftgrotzmächte. Wie beginnt doch der fünfte Teil der Versailler Urkunde, der die völlige Unterbindung der deutschen Militärluftfahrt festlegt? „Um die Einleitung einer allgemeinen Rüstungs- I beschränkung allein Rationen zu ermöglichen . . .“ Deutschland hat abgerüstet. Wo bleiben die anderen Rationen?
Zu gleicher Zeit erfährt man bei uns, daß auf Veranlassung des Reichsinnenministers das Aeichskabinett eine Verordnung erlassen wird, über Herstellung und Verwendung von I Kleinkalibergewehren.
Das Kleinkaliberschießen gehörte in Eng- I land zu den beliebtesten Sportarten, lange vor I dem Kriege. Man findet darin die Er- I Körung, weshalb der britische Soldat ohne I Dienstpflicht doch ein guter sicherer Schütze I tot Feldzug war. Für viele Sportarten gilt I das Kleinkaliberschießen als ein unentbehr- I liches Training, das das Auge schräst und den es Ausübenden zur Ruhe und Deherr- I schnng erzieht. I
Aun soll diese Möglichkeit, eine kleine I harmlose Waffe zu gebrauchen und zu üben, I die uns die Friedensbestimmungen nicht be- I schnitten hat — versehentlich wohl — von I Ministers wegen, weil man wieder Gespenster sieht, genommen oder zum mindesten stark I eingeschränkt werden. Oder irren wir uns. I bringt die Verordnung eine Förderung? Da- I für wären wir: der deutsche Sport an erster I Stelle —_ allerdings sehr dankbar. Oder — I hoben wir nach Ansicht unserer Pazifisten I noch nicht genug abgerüstet? I
P a r i 5, 8. Juli. (WTB.) Finanzminister Caillaux hat nunmehr seine Finanzpläne sertiaaestellt. Sie sind sehr kurz und enthalten nur eine kleine Anzahl von Artikeln. Sobald die Regierung von der Kammer das Vertrauensvotum erhalten haben wird, wird Caillaux die schleunige Beratung über seine Finanzpläne von der Kammer fordern. Die Ratifizierung der Washingtoner Abkommen wird den Gegenstand eines besonderen Gesetzes bilden.
Caillaux Antwort in der Kammer.
Paris, 8. Juli. (TU.) Zu Beginn der heutigen Kammersitzung ergriff Jinanzmini- ster Caillaux das Wort, um die Ausführungen Leon Blums von gestern zu widerlegen. Der Finanzminister erntete mit feine' Rede großen Beifall. Unter anderem widersprach er der Behauptung des sozialdemokratischen Redners, daß der Sachverständigenplan die Inflation begünstigt habe. Die Schatzamtlage sei durch die Fälligkeitstermine der Bonds für bk nationale Verteidigung und die kurzfristigen Schatzanweisungen charakterisiert. Was letztere anßetreffe, so besteht keine unmittelbare Gefahr. Für 1926 sei kein Fälligkeitstermin mehr vorhanden. Im übrigen suchte Caillaux nachzuweisen, daß die Vorschläge Leon Blums zu einer stärkeren Inflation führen würden, als die Regierungsvorschläge. Caillaux sprach sich dann erneut gegen die Inflation aus und erklärte, der Wechselkurs werde nicht durch die Zahl der im Umlaufe befindlichen Banknoten bestimmt. Der Kurs drücke die Stellung der Firma Frankreich zu anderen Firmen aus. Der Wechselkurs werde vielmehr durch die Lage der Zahlungsbilanz bestimmt. Caillaux lehnte den Gedanken der Kapitalabgabe clls unausführbar ab. '
Ein Vertrauensantrag der Mittelparteien.
Paris, 8. Juli. (WTB.) Die Vertreter der vier Mittelparteien (Nationale Linke, Republikanische und Demokratisch-Republikanisch Gesinnte) haben heute über einen nach Abschluß der Interpellationsdebatte einzubrin- genben Vertrauensantrag für die Regierung beraten, aber gleichzeitig einige Vorbehalte zur Regelung der auswärtigen Schulden der von der Regierung abgeschloffenen Steuerreform zum Ausdruck gebracht. Die Fraktion der Republikanisch-Demokratischen Vereinigung hat beschlossen, sowohl den sozialistischen Standpunkt in der Sanierungsfrage, als auch das Programm der Regierung, das sie für ungelegen hält, zu bekämpfen.
Paris, 8. Juli. (W.T.B.) Die sozialistischen Abgeordneten Blum und Aurtoll haben eine Tagesordnung eingebracht, für di: sic die Priorität am Schluffe der Interpellationen verlangen. Die Tagesordnung
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