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vverhessischc Zeitung, Marburg a.L. Mittwoch, de« 80. Zank 1926

Sette 8 V

Deutsches Reich

Die Saften Eberts und Hindenburgs im Reichstag.

Berlin, 29. Juni. Der Reichstagsausschutz für die Ausschmückung des Reichstagsgebäudes bat sich beute erneut mit der Frage der Auf­stellung der Büste des verstorbenen Reichs- vrästdenten beschäftigt. Um die Wirkung der Aufstellung einer Ferme mit der Büste zu er- vroben, waren in den beiden Rundmschen im Kuvvelraum der Wandelhalle die Muster sol­cher Standbilder aufgestellt. Der Ausschutz beschloß, an diesen beiden Plätzen nicht nur eine Büste des verstorbenen Reichspräsidenten Ebert, sondern auch eine solche des Reichs­präsidenten v. Hindenburg aufzustellen. Für die Ausführung der Büste Eberts ist der Mün­chener Bildhauer Blecken in Aussicht genom­men. Ueber ine Wahl des ausführenden Künst­lers für die Büste Hindenburgs 'wird in den nächsten Tagen Beschluß gefatzt weiden.

Die Bildvorträts der beiden im Kriege ge­fallenen Reichstagsmitglieder, des Sozial­demokraten Frank-Mannheim und des Deutsch­hannoveraners v. Meding, sind inzwischen fertiggestellt und haben ihren Platz in dem Sitzungszimmer des Aeltestenrates gefunden. Das Bild von Frank ist von Professor Arthur Kampfs und das von Meding von dem Kunst­maler Klaus von der Decken gemalt.

Der Reichstag auf der Gesolei.

Wie dasBerl. Tagebl." aus Düsseldorf meldet, bat der Deutsche Reichstag die Ein­ladung des Oberbürgermeisters von Düssel­dorf zu einem Besuch der Gesolei angenom­men. Die Mitglieder des Reichstages werden am 7. Juli in Düsseldorf eintresfen.

Das Vermessungsschiff Meteor in Rio de Janeiro.

Rio de Janeiro, 29. Juni. Der Kom­mandant des Vermessungsschiffes Meteor wurde heute von dem brasilianischen Bundes­präsidenten in Audienz empfangen, die sich durch besonders freundliche Begrützungsworte des Präsidenten außergewöhnlich herzlich ge­staltete. Bei dem Frühstück, das der Club Na- val für die Gelehrten und Offiziere des Ver- mesiungsschiffes gab und an dem sämtliche Dundesminister teilnahmen, sagte der Marine­minister in einem Trinkspruch: Der Besuch des Meteor löse die gleichen Gefühle aus, wie die RülKebr eines lang ersehnten Freundes. Die Gelehrten, die auf dem Beim esiungssch ist Meteor tätig seien, seien ein Beweis für das Streben der deutschen Wissenschaft, dem Fort­schritt der Menschheit zu dienen. Er grütze im Namen der brasilianischen Marine die deutsche Marine und trinke auf den Fortschritt der Wissenschaft, die in Deutschland ein sehr frucht­bares Feld habe.

Die Gelehrten hatten wiederholt Gelegen- beit. die Ziele der Expedition vor wissenschaft­lichen Kreisen darzulegen. Das diplomatische Korps und die Bevölkerung bringen dem Be­such des deutschen Vermessungsschiffes lebhaf­tes Interesse entgegen.

Besuch derHannover" in Helsingsors.

Helsrngfors, 30. Juni. Zur Begrüßung des deutschen LinienschiffesHannover", das Montag früh hier cingetrosjen ist, gab der deutsche Gesandte ein Frühstück, an dem füh­rende zivile und militärische Persönlichkeiten teilnahmen. Abends sand in der deutschen Ge­sandtschaft ein Ball statt. Die deutschen Ver­eine von Helsingsors gaben der Mannschaft des Linienschiffes ein großes Gartenfest. Gestern vormittag legte der Kommandant, Kapitän Til- lessen, an dem Ehrendenkmal für die deutschen und finnischen Gefallenen Kränze nieder. Da­nach sand die Grundsteinlegung für das neue deutsche Gesandtschaftsgebäude statt, an der Mitglieder der Regierung, Vertreter der Stadt 'Helsingsors und der deutschen Kolonie und eine Mordnung derHannover" teilnahmen. Der finnische Minister des Auswärtigen, Se- taelae, sprach zu den drei .Hammerschlägen auf den Grundstein herzliche Worte, in denen er die freundschaftlichen Empfindungen Finnlands für Deutschland zum Ausdruck brachte. Mit-. tags waren die Offiziere des Linienschiffes beim Verteidigungsminister geladen. Gestern abend veranstaltete der finnische Flottenchef einen Ball. Am Nachmittag haben zwischen einer finnischen Militärmannschaft und der Be­satzung derHannover" Fußballwcttkämpfe stattgesunden.

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Der Berwaliungsral der Deutschen Rcichspost.

Berlin, 29. Juni . In dem heute in Ber­lin zusammengetretenen Verwaltungsrat der Deutschen Reichsvost gab Reichsvostminister Dr. Stingl über die Verhältnisse bei der Reichspost Auskunft. Die allgemeine Verkebrs- lace hat sich nicht wesentlich geändert. Im Avril zeigte sich beinahe auf allen Verkehrs- gebieten ein Rückgang gegenüber dem I März. Die Einnahme blieb im April I hinter dem monatlichen Durchschnittssoll des |

Die französische Regierungserklärung vor der Kammer

Paris, 29. Juni. (WTB.) Die von der Regierung beantragte Vertagung der Bera­tung der eingebrachten Interpellattonen ist in namentlicher Abstimmung mit 292 gegen 130 Stimmen angenommen worden. Es haben sich etwa 150 Abgeordnete der Stimme ent­halten.

Paris, 29. Juni. (TU.s Die Regierungs­erklärung wurde von B r i a n d heute nach­mittag in der Kammer verlesen. Die Erklärung ist in der Hauptsache mit Betrachtungen über d« Finanzprogramm ausgefüllt. Betont wirb, daß die neue Regierung in allen anderen Punkten die Politik des vergangenen Kabi­netts fortfetzen werde. Die Regierungserklä­rung wurde ohne Begeisterung ausgenommen. Nur von einzelnen Bänken des Zentrums und der Rechten ertönten Beifallsrufe.

H e r r i o t gab alsdann die eingegangenen Interpellationen bekannt.

B r i a n d erklärte, daß C a i l l a u x am kommenden Dienstag eine umfassende Dar­stellung der Finanzlage gelegentlich der Be­handlung seines

neuen Projektes

geben werde. Die Regierung wünsche, daß die Interpellationsdebatte auf Dienstag ver­tagt wird. Die meisten Interpellanten er­klärten sich damit einverstanden, nur der Kommunist C a ch i n protestierte und bestand auf einer sofortigen Debatte. Es kam zu einer unerwarteten Intervention Tar- d i e u s, der von der Regierung die Zusiche­rung verlangte, daß bis zum kommenden Dienstag durch Vermittlnna der Banque de France keinerlei Verhandlungen wegen Eröffnung auswärtiger (auch amerikanischer) Kredite eingelei­tet werden. Briand erwiderte, die Re­gierung könne unmöglich eine solche Ver­pflichtung eingehen, da sie sich nicht in ihrer Handlungsfreiheit gelähmt wissen wolle. Er bestand darauf, daß die De­batte auf Dienstag nächster Woche vertagt wird. Die Abstimmung der Vertrauensfrage ergab 291 :130 Stimmen. Die Stimment­haltung war außerordentlich groß. Sie dürfte ungefähr 140 Stimmen ausmachen.

In der Regierungserklärung heißt es u, a.: Die Zusammensetzung des Kabinetts ist der beste Beweis dafür, daß es alle politischen Er­wägungen in den Hintergrund gestellt habe und von dem Geiste größter nationaler Ver­söhnlichkeit erfüllt sei. Die Zusammenarbeit der Regierung und des Parlaments sei uner­läßlich. Sie werde erfolgreich sein oder schei­tern, je nachdem welches Vertrauen und welche Dauer das Parlament ihm gab. Es folgt ein Hinweis auf den Ausgleich des Bud­gets und die Zusicherung, daß die allgemeine Einkommensteuer und die Besteuerung der Mobilienwerte herabgesetzt würden. Im üb­rigen fehlen genaue Angaben über die Finanz Projekte. Interessant ist die Feststellung, daß die Regierung beschlossen hat,

die Stabilisierung des Franken so schnell wie möglich in Angriff zu nehmen.

Die Regierung verkenne nicht die Schwierig­keiten dieses Problems, hoffe sie aber mit der

vertrauensvollen Unterstützung der Emissionsbank

zu beseitigen. Die Unabhängigkeit der Ban- gue de France wird weiterhin aufrecht er­halten und ihr Kredit von dem des Staats unabhängig bleiben. Andererseits wisse die Regierung sehr wohl, daß zur Verwirklichung des gewünschten Zieles eine internationale Mitwirkung erwünscht sei. Sie könne aber auf keinen Fall zulassen, daß der Souveräni­tät des Landes auch nur der geringste Ab­

bruch getan werde. Die Regierung fei sich ferner bewußt, daß die

Regelung der interalliierten Schulden eine weitere Voraussetzung für die Durch­führung der Stabilisation bilde. Die Regie­rung beabsichtige, so schnell wie möglich, die Verhandlungen fortzusetzen, damit dem Parla­ment das Problem in seiner Gesamtheit un­terbreitet wird und es im gegebenen Augen­blick nicht ein Abkommen mit einem der Gläubigerstaaten zu ratifizieren habe. Ein großes Land fei es sick schuldig, mit der größ­ten Umsicht ans Werk zu gehen. Wenn es so feierliche Verpflichtungen eingehe, mutz es darauf bedacht fein, für ihre Erfüllung Sorge zu, tragen. Die Rattfizieruckg der gesamten auswärtigen Schulden könne nicht vorgenom­men werden, ohne daß die Regierung die Ge­wißheit erlangt habe, daß sie über bi» für bie Schaffung einer widerstandsfähigen Regierung notwendigen Mittel verfüge. Die Schlußworte lauten: Das Land hat das Recht, Hoffnungen auf die enge Zusammenarbeit seiner Vertre­ter und der Regierung zur Wiederaufrichtung der Finanzen zu setzen. Die Regierung wirb diese Hoffnungen nicht enttäuschen und ebenso auch nicht das Parlament. Das Leben der Ration steht auf dem Spiel. Die Zeit der dok­trinären Gesetze ist vorüber. Es handelt sich nicht mehr darum zu diskutieren. Worauf es ankommt ist: zu handeln.

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Paris, 29. Juni. (WTB) Der Gouver­neur der Bank von Frankreich, Moreau, hat heute mit dem zurzeit in Paris weilenden Gouverneur der Bank von England, Monta­gne Norman, und dem Direktor der General- reseroebank, Strong, Besprechungen gehabt, deren Ziel, wie Havas mitteilt, die Schaffung' engerer Beziehungen zwischen der Bank von Frankreich und den englischen Banken und die Herbeiführung einer Interesiengemein- schast zur Mitarbeit der ausländischen Bank­institute an der Stabilisierung der französi­schen Währung bilden.

Das Budget für 1927 eingebracht.

fk. Paris, 30. Juni. Caillaux hat im Laufe der gestrigen Kammersitzung den Bud- getentwurf für 1927 eingebracht.

Der Senat und die eläsiifche Bewegung.

Paris, 29. Juni. (WTV.) Iustizminister Laval hat im Senat die Regierungserklä­rung verlesen, worauf der Präsident mitteilte, daß Senator General T a u s s I i e b eine Interpellation über bie autono- mistische Bewegung in Elsaß einge­bracht habe. Der Zeitpunkt der Diskussion werbe später festgefetzt werben. Der Senat hat sich bann hierauf auf morgen vormittag vertagt.

Das Hagenauer Disziplinargericht lehnt ein Vorgehen gegen den elsaß-lothringischen

Heimatbund ab.

Straßburg, 29. Juni. (TU.) Gegen zwei f-'^renbe Unterzeichner des Aufrufs des elsaß-lothringischen Heimatbundes, den Stadt- bibliothekar von Hagenau und den General­sekretär der Stabt follte ber Disziplinarrat der Gemeinbebeamten von Hagenau auf An- orbnung bes Präfekten von Straßburg ver- hanbeln, um fest-.ustellen, ob ein Einschreiten nötig sei.. Das Disziplinargericht hat sich je- boch geweigert, in bie Verhandlung einzutre- tcn. Der Aufruf stelle eine politische Kund­gebung bar, zu ber jeder Staatsbürger Stel­lung nehmen könne, auch jeber Beamte. Die im. Disziplinarrat vertretenen Beamten pro­testieren bageqen, baß man überhaupt wegen ber Unterzeichnung bes Aufrufs Maßregelun­gen ber beteiligten Beamten in Erwägung ge­zogen habe.

Voranschlages um 25 Millionen Reichs­mark zurück. Die endgültigen Zahlen für Mai liegen noch nicht vor. Rach den vor­läufigen Erhebungen stellt sich aber das Bild nicht günstiger. Wir haben daher die Außenstellen zur größten Spar­samkeit aufgefordert. Die von der deutschen Reichsvost vorgelegte Jahresnach­weisung über die Einnahmen und Ausgaben für 1925 ist vom Arbeitsausschuß des Verwal- iungsrwis am 22. Juli in allen Einzelheiten beschlossen worden. In der Aussprache darüber betonte der Reichsvostminister ausdrücklich, daß Tariferhöhungen nicht zur Erwägung ständen. Der Verwaltungsrat stimmte der Vorlage zu. Die am 1. November in Kraft tretende Vollzugsordnung vom Weli- telegravbenvertrag fand die Zustimmung des Verwaltungsrats.

Verhandlungen über eine deutsche Kohlen­sperre gegen England.

Berlin, 29. Juni. LautVorwärts" wer­den in den nächsten Tagen in Berlin Verhand­lungen zwischen den Spitzenorganisationen ber Transportarbeiter und bem Deutschen Bergarbeiterverband über bie Durchführung der Kohlensperre gegen England stattfinben. Die Erwerbslosigkeit in der ersten Iunihälste.

Berlin, 29. Juni. Auch in bet ersten Iunihälste erfuhr ber Arbeitsmarkt nach der Statistik ber Erwerbslosenfürsorge keine nennenswerte Aenberung. Die Zahl ber männlichen Hauptunterstützungsempfänger fiel von 1420 000 auf 1419 000, bie bet weiblichen stieg von 324 000 auf 330 000. Insgesamt fand eine Zunahme von 1744 000 auf 1749 000 b. h. um 0,3 Prozent statt.

SttlSMnmg ter BmistMe

Berlin, 29. Juni. (WTB.) Der vom Reich zur Förderung des Kleinwohnungs- baues zur Verfügung gestellte Kredit ist bis- her nicht in dem erwarteten Umfang angefor- öert worden. Dies beruhte zum Teil darauf, daß der Kredit nach den bisherigen Vor­schriften den Ländern nur auf die Dauer eines Jahres gegeben werden konnte, die Süd« Zahlungsfristen für den Bauherrn selbst daher noch kürzer bemessen werden muhten. Wenn auch davon ausgegangen werben konnte, daß nach Ferttgstellung des Baues die Kreditan­stalt für den Bauherrn den Reichskredit ab­lösen wird, so müßte doch der Bauherr damit rechnen, daß sich die Ablösung durch unvor­hergesehene Umstände verzögern und er selbst zunächst wegen der Rückzahlung in Anspruch genommen würde. Deshalb hielt sich mancher Bauherr bisher zurück. Nunmehr hat aber der Reichstag einen von der Reichsregierung vorgelegten Gesetzentwurf angenommen, wo­nach der Daukredit grundsätzlich bis zur Dauer von 3 Jahren gegeben werden kann, den Kreditanstalten also genügend Zeit zur Ablösung des Reichskredites gelassen ist. Die entsprechende Aenberung der Durchführungs- und Ausführungsdorschtiften steht bevor.

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Ans tcn Parlamenten

Die Ursachen des Zusammenbruchs 1918. Verhandlungen des Untersuchungsausschusses.

Berlin, 29. Juni. Der Untersuchungs­ausschuß des Reichstages für die Ursachen des Zusammenbruchs 1918 hielt wieder mehre­re Sitzungen ab. Zunächst wurde die Aus­sprache über das Gutachten des Sachverstän­digen. Prof. Dr. Bredt über den Reichstag im Volkskrieg fortgesetzt. Sachverständiger Dr. Hertz stimmte dem Gutachten im allge­meinen zu.

Abg Dr. B e r g st r ä b e r (Dem.) stimmte dem Urteil des Sachverständigen über Miß­griffe der Militärverwaltung im Elsaß bei. Sachverständiger Oberst Schwertfe - 8et wies daraus bin, daß eine Hauvtursache aller falschen Politik während des Krieges in der ungenügenden Orientierung der öffent­lichen Meinung über die wahre Lage an der Front zu erblicken sei.

In der folgenden Sitzung erstattete der Zen­trumsabgeordnete Joos Bericht über die weitere Untersuchung der Mari­nevorgänge. Auf Grund der an ihn ge- langten Zuschriften und der bisherigen Unter­suchung im Ausschuß bezeichnete er als Hauvt- guelle aller Unzufriedenheiten der Marine deren Passivität. Der Berichterstatter erklärte es für erwiesen, daß eine Be­einflussung durch bie U.S.P. statt- gefunden habe. Aber der Riss zwischen oben und unten sei durch da ganze Volk ge­gangen. Aus eigenem Gefühl heraus hätten Matrosen und Soldaten sich gefragt: Warum und wen noch Krieg? Daß die 1917 gefällten Todesurteile juristisch vertretbar gewesen seien, scheint dem Berichterstatter bisher nicht widerlegt. Ueber die Art der Untersuchung und Prozeßführung müßten in erster Linie die beteiligten Kriegsgerichtsräte vernommen werden. . 1

In der folgenden Sitzung bezeichneten die Sondersachverstäkndigen Stumpf, der wäh. rend des ganzen Krieges Matrose war und der christlichen Gewerkschaftsbewegung angehört, und Marinesekretär a. D. A l b o l d, seit 1921 Vorsitzender des Verbandes der Deckoffiziere, als die Hauvtursache des Unglück» auf der Flotte die tiefe Kluft, durch die die See-Offiziere von allen anderen Teilen der Besatzung geschieden waren. Die Urteile in den Prozesien von 1917 seien bart und ungerecht gewesen, sodaß dadurch der gute Geist auf den Schiffen erschüttert worden märe.

Sitzung des Ruhr-Untersuchungsausschüsse» >

Berlin, 29. Juni. (TU.) Der Ruhr- Untersuchungsausschuß des Reichstages hielt heute eine kurze Sitzung ab und beschloß auf eine Beweisaufnahme in der Frage der Ueberschreiiung des Etatrechtes zu verzich­ten. Der Vorsitzende stellte fest, daß, wenn auch eine Etatsüberschrettung vorliege, sich jedoch fein Anlaß biete, den in Frage kom­menden Regierungsvertretern subjektive Vor­würfe zu machen. Am Donnerstag will der Ausschuß seine Feststellungen treffen und damit seine Arbeiten zum Abschluß bringen.

Stundenplan des Frankfurter Rundfunksenders , Donnerstag, 1. Juli.

4.30 Uhr: Konzert d. Hausorchesters. 5.45 Uhr: Lesestunde, 6.15 Uhr: Uebertrag. von Kassel. 6.45 Uhr: Vortragszyklus. 7.15 Uhr: Vortrag über den Traum. 7.45 Uhr: Jtalienffch. 8.15 Uhr: Liederabend, Uebeitr. von Kasiel. 9.15 Uhr: Cellosonaten. 10.00 Uhr: Berliner Tanzmusik.

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