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Die Schlösser und Gärten mag man ver-
1.
gehören au, den
Museumszwcckcn
3.
4.
---*
260 000
. 720 COO
7.
1560 000
1 700 000
unö Parteiten>
Volksentscheides sehr deutlich er-
'M
240 000
nicht zu erwarten,)
Der Familicnschmuck kann ans Ausland verlaust werden. Ertrag 3 Millionen, 8 % Zinsen
8. Das Kapital von 30,9 Millionen kann sich mit 8 % verzinsen
3 552 000 Einwohner, für jeden
Schlössern.
Die Kunstwerke können dienen.
(Aus t., 2. und 3. sinh also Reinerträge
5. Die Nutzungsgrundsti! ckc (ins- desondere Häuser in Berlin u. Potsdam) bleiben vermietet. Wert 13 Millionen. Man rechnet beute im Hausbcsitz (nach Abzug d. Hauszinsstcuer) mit einem Reinertrag von 2 des Wertes
6- 80 000 Morgen landwirtschaftl. Fläche werden zunächst wie Do-
KMmMumMlingmFrlmkllick?
ZraMch-belgtsKe Maßnahmen mm Schutz der ZrankAätzrunsen
SroHMro und der Völkerbund
Lo n d o n, 8. Juni. (WB.) Eine Reuier- meldung aus Genf besagt, die Nachricht, bah Brasilien angeblich aus dem Völkerbünde auszuscheiden beabsichtige, ist nicht bestätigt. In manchen Kreisen wird vermutet, das; der Kurs, den Brasilien verfolgt. dahin geht, sich einen nichtständigen Sitz bei der Ratstagung im September zu sichern und inzwischen durch sein Fernbleiben von den Ratssitzungen Deutschlands Ausnah me in den Rat zu ermöglichen, ohne tatsächlich zugunsten seiner Aufnahme zu stimme».
Die Bölkerbundskontrolle über Ungarn.
Eens, 8. Sunt. Das Raislomitee für Ungarn hat sich gegen die vollkommene Abschaffung der Finanzkontrolle des Völkerbundes in Ungarn ausgesvrochen. Der Eeneralkommisiar Smith wird zwar in der nächsten Zeit und voraussichtlich Ende dieses Monats seinen Posten verlassen und soll auch keinen Nachfolger erhalten. Dagegen bleibt die Kontrolle über die Pfänder und über die Restbeständc der Bölkerbundsanleihe in Höhe von 83 Millionen Goldkronen bestehen.
Hiervon gebt ab das, was die Hobenzollern versönlich und von ihrem Besitz bisher an Steuern zahlten. Diese Steuern fallen .
i >ie schätzen die Persönlichkeit des deutschen Reichspräsidenten durchaus richtig ein. Sic «chtcn seine Wahrheitsliebe, sein starkes Gefühl für Gerechtigkeit und Anstand. Und dichten selbstverständlich, daß Hindenburg das Dorgehen, das mit dem Volksentscheid verbinden ist, aufs schärfte mißbilligen mutzte.
Die demokratische Presse bedauert es heute, »atz durch die Handlungsweise des Herrn Lvebell die Person Hindenburgs in den politischen Hader hineingezogen worden ist. Dieses örmokratische Bedauern entbehrt jeder Grundige. Hindenburg stehl nach wie vor dem ^»linichen Streit und dem Parteigeschrei fern, «r hat nur seine persönliche Ansicht gc- «utzert. Und diese deckt sich mit der dec wohl kotzten Mehrheit des deutschen Volkes.
Aber vor allem ist sie doch ein Fingerzeig »ür die. die vielleicht noch schwankend und iiichlüsfig sind. Denn wo anders ist das «echt zu suchen als dort, wo ein Hindenburg «ht? Das deutsche Volk möge aufmerksam ■9» Schreiben seines Reichspräsidenten durch- Es wird ihm dann nicht schwer fallen, sich
darüber schlüssig zu werden, wie es sich ber Frage des Volksentscheids zu verhalft hat.
Re Borletlr sm bas Volk
Nimmt men einmal an, daß tatsächlich die Enteignung zur Durchführung käme, so kann das Hohcnzollernvcrmögen wie folgt verwandt werden:
heute einen Zuschuß, und sväter tun.
2. Hausgerät und Mohilicn
dem Brief
Frage der Fürstenenteignung Stellung zu ; nehmen, da cs sich nicht um eilten amtlichen Erlatz handele. Die Mitteilung eines gestrigen Berliner Abendblattes, daß das Kabinett über den Brief des Reichspräsidenten bestürzt gewesen sei, wird in Abrede gestcNt.
natürlich nach der Enteignung weg
bleibt Eesamtreincrtrag für den Staat
Nun hat Preußen 40 Millionen Die 3,5 Millionen ergeben also Preußen jährlich 9 Pfennige.
Der Sinbmbmg-NM.
Berlin, 8. Juni. Zu der Angelegenheit des Reichspräsidcntcn-Briefes erfährt .die „B. Z.", daß dem Reichspräsidenten, der gestern abend von Schorfheide zurückgekehrt ist, heute früh Vortrag gehalten wurde. Der Präsident erklärte, daß er 1 selbstverständlich zu seinem Briefe stehe und auch dessen Veröffentlichung durch Herrn v.Soeben nicht zu beanstanden hätte.
Bon züständkgcr Seite wird erklärt, daß das Reichskabinett keinen Anlaß habe, zu
Tfcibcn in den letzten Tagen
4 unnen lassen, tote sehr sie die Veröffentlichung ä öieses Hindenburg-Vriefes befürchteten. Deniz
ttar politischen Manöver» stenzcn dienen soll.
Die Desürtoorter des
mänen bewirtschaftet. Die staatl. Domänen bringen für den Staat je Morgen einen Reinertrag von 9 M. Dasselbe können die Hohenzollerngüter bringen
208 000 Morgen Forst werden Stnatsforsten und bringen wie die übrigen Staatsforsten 7,50 Jt je Morgen
EAschMW gkMmt
.ff. London. 9. Juni. „D a i l v Expreß" meldet aus Tanger, dah die heilige Stadt Scheschaucn gestern vormittag durch die den Spaniern treu gebliebenen Dscheballab- stämme gestürmt worden sei. Die Angreifer hätten die gesamte R i f o e s a tz u n g getötet.
wenden wie man will: sie erfordern schon werden es auch
Ser Fall Lessing
Hannover. 8. Juni. (TU.) Mit der Relegation der zehn Studenten sind die vom preußischen Kultusminister angeordneten Strafmaßnahmen keineswegs zum Abschluß gelangt. Nach Mitteilungen des Rektors^ werden die Untersuchungen gegen die 250 Studenten weitergeführt und werden wahrscheinlich zur Verweisung der Studenten von der Hochschule führen. Das Verfahren dürste noch zwei bis drei Wochen dauern. Der Rektor, Professor O e st c r l e n, bat gestern erneut mit Professor
ft Parts, 9. Juni. Die Haoas - Agentur berichtet, dah vor dem Ministerrat, der heute vormittag 11 Ubr unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik stattfindet, die Minister zu einer Sitzung zusammentreten, in der Finanzminister P e r e t die B i l d u n g e i n es Ministeriums der „Rationalen Einheit" vorschlagen werde. Ein derartiges Ministerium, das sich auf eine große Mehrheit stützt, könnte leicht den Finanz- sanierungsvlan verabschieden.
Wenn man dem Plan zustimmte, dürfte notwendiger Weise die Eeiamtdemission des Kabinetts erfolgen, damit B r i a n d das neue erweiterte Ministerium bilden kann. Andernfalls mühte man die Frage stellen, ob der Finanzminister auf seiner Ansicht, das Finanzportcfcuille unter diesen Umständen a b z u g e b e n, beharren werde.
Der „Mali n“ berichtet übrigens, daß gestern nachmittag an der Börse und in der Kammer das Gerücht von der bevorstehenden Demission Raoults und P e r e t s verbreitet wurde. Im Finanzministerium habe man gestern abend erklärt, dah das Gerücht unbegründet sei.
Lessing verhandelt um ibn zum Rücktritt zu bewegen, was bisher jedoch zu keinem Er- gevnks geführt hat Der Rektor und der Senat sind nach wie vor bestrebt, int Lause des gegen die Studenten cingelcitcten Verfahrens den ganzen Zwischenfall aus der Welt zu schaffen, was jedoch letzten Endes allein vom Kultusminister und von Prof. Lessing ab- hängt. Sowohl von dem Professorenkollcgium wie von der Studentenschaft wird immer wieder betont, daß cs einen Streitfall zwischen den Professoren und Studenten nicht gäbe.
Eine volksparkeiliche Anfrage.
Berlin, 8. Juni. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei hat im Preußischen Landtag folgende Anfrage eingebracht:
Die Art und Weise, in der der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung im vorigen 3<tfite den Fall Lessing an der $cd) nischen Hochschule Hannover behandelt hat. ist nicht nur von der Studentenschaft mit Recht als eine Halbheit und als eine völlig unzureichende Sühne der schweren, eines-Hochschul- lebrers fchiechterding- unwürdigen Entgleisung des Professors Lessing empfunden worden; der Friede an der Hochschule ist damit nicht hergestellt, wie aus dem jüngsten, nicht ohne neues Verschulden des Herrn Lessing au-gebrochenem schweren Konflikt hervorgeht. Was gedenkt das Staatsministerium zu tun, um die Technische Hochschule Hannover dauernd zu befrieden und um die ganze deutsche Studentenschaft und alle deutschen Hochschulen vor gefährlichen Erschütterungen zu bewahren?
Brüssel, 8. Juni. (WB) Der Genfer Korrespondent des „P e u p l c“ schreibt: „Vandervelde und T h e u n t s hatten heute -vormittag mit Briand und Lou - ch e u r eine Unterredung, die sich auf Maßnahmen zum Schutze der national en Währungen bezog. Es wurde Uebercin- ftimmung hinsichtlich einer gemeinsame m Aktion Belgiens, Frankreichs und gegebencnialls auch Italiens zum Schutze der Währungen erzielt. Wie Vandervelde erklärte, wird sich Theunis morgen nach Pari« begeben, um sich sofort mit den zuständigen Stellen des französischen Finanzministeriums in Verbindung zu setzen.
des Rcichspräsidentcu zur
2 472 000
5 252 000
Das Schreiben des Reichspräsidenten ist selbstverständlich nur als eine rein private Aeuherung auszusassen. Gerade aus seinem Dortläut geht hervor, wie überaus korrekt Acichspräsidcnt von Hindenburg sich bemüht, dm Pflichten seines hohen Amtes gerecht zu werden. Als Präsident aller Deutschen ist |ee ihm nicht gegeben, zu irgend einer politischen Frage, die im Mittelpunkt des Meinungshaders steht, offiziell Stellung zu nehmen. Aber der greife Heerführer und . Staatsmann ist schließlich auch Privatperson. Als solche hat er das Recht, wie jeder andere | Staatsbürger auch, eine Meinung zu haben, s und dieser auch Ausdruck zu geben.
Wie nicht anders zu erwarten war, hat er auch sofort nach Kenntnisnahme der Vcr- ösientlichung des Schreibens sich zu diesem s Brief und zu seinem Inhalt bekannt. Er ,hat auch, was hier sehr wichtig ist. zu er- kmncn gegeben, daß er die Veröffentlichung J des Schreibens durch Herrn von Loebeil nicht ju beanstanden hätte. Damit fällt auch jeder i Dorwurf, den die demotratische und fozial- demokratische Presse Herrn von Loebell toe- gen seiner Handlungsweise gemacht hat, fort.
Jetzt zu her Ansicht, die der Reichspräsident zu der Frage des Volksentscheides in seinem Schreiben kund gibt: Sn diesem ■ dem Volksentscheid zugrunde liegenden Gesetz sieht Hindenburg einen Verstoß gegen die Grundlagen der Moral und des Rechtes. Er i ist vollständig davon überzeugt, daß, wenn kßeses Volksbegehren Annahme finden würde, einer der Grundpfeiler, auf dem der Rechtsstaat beruht, beseitigt würde.
Klarer und schärfer als Hindenburg die Erfahren schildert, die ein solch positives Ergebnis des Volksentscheids mit sich bringen toüröc. sind sie, auch von den schärfsten Geg- nem dieser Volksbewegung, nie gezeichnet worden. Sein Vries bildet auch eine schwere . Anklage gegen all die, die diese die wirtschaftlichen Interessen des deutschen Volkes nicht U«llzu tief berührende Frage zum Gegen- L stand einer Staatsaktion gemacht haben, die
Am 1, Mai feiern in Preußen ungefähr 6 Millionen Arbeiter mit einem durchschnittlichen Tagesverdienst von 4,50 M. Der Lohnausiall dieses einen Tages beträgt also 27 Millionen, d. h. achtmal soviel wie die Jabres- c kn nahmen für den Staat aus der Hohenzollcrnenteignung.
Aber die (Enteignet haben ja schon andere Pläne:
Die Schlösser sollen Genesungsheime werden.
Am Raum ist schon beule kein Mangel. Schon die 50 nach dem Vergleich dem Staate zufallenden Schlösser stDcn unbenutzt.
Im übrigen weiß jeder, der die Verhältnisse kennt, wie wenig Wohngebäude voll, ost so hohem Alter, wie wenig gerade Schlößer. nach ihrer Bauart und Lage zu solchen Zwecken geeignet sind. Wollte man sie trotzdem zu Krankenhäusern und Erziehungsanstalten ausbauen, so würden die erforderlichen Beträge kaum hinter den Kosten von Neubauten zurückbleiben.
Das-eand soll zur Siedlung auigcieilt mitten.
Das ist möglich. An Land fehlt es aber heute ohnehin nicht. (Ein Vorteil für die Siedlet läge nur dann darin, wenn sie die neu zu errichtenden Höfe besonders billig bekämen. Dann aber wüten die 5000 Siedler fo vi-lc etwa kommen in Frage) bevorzugt, und alle anderen Pro» ßon hätten das Nachsehen, besonders die Arbeiter, die heute auf den fürstlichen Gütern Wohnung und Lohn haben.
Die 30 Millionen werden den Erwerbslosen gegeben.
Die Erwetbslosenunterstützung erfordert heute täglich 5 Millionen: die 30 Millionen würden also für sechs Tage austeichen. Nach dem neuen Reichsgesetz sind es sogar nut noch 12 Millionen, also 214 Tage Erwerbs- . losenunterstützung!
Die Opfer der Inflationen können etwas erhalten.
Wenn es wirklich gelänge (was ganz unmöglich ist), alles, was man den Hohen- zollern nimmt, zu versilbern (wobei natürlich Genesungsheime, Siedlungen und Er- wetbslofenzuwendungen nicht möglich wären), so würde das bestenfalls die Zinsen der Rentner um 7», Prozent erhöhen, das! macht also gar nichts aus. J
Sie WdWMg
an die Beamten
Berlin, s. Juni. Der Haushalts ausschuß des Reichstages befaßte sich heute mit dem demokratischen Antrag, welcher die vierteljährliche Gchaltszablung für Beamte verlangt.
Die Regierung erhob Einwcndun gen gegen diesen Antrag, vornehmlich im Hinblick aus die Länder, die Gemeinden und die Reichsbahn, die nicht in der Lage seien, die Mittel für die Maßnahme bereitzustellen Sic verwies aus die Haltung Preußens und verlas Erklärungen der Regierungen von Baden, Württemberg, Bauern und Sachsen, die die Unaufbringbarkeit der Mit- t cl betonten
Der Abg. Dietrich (Dem.) zog daraus den uriprünglichen Antrag zurück und brachte eine Entschließung ein, welche die Einstellung der erforderlichen Mittel in dem kommenden Rcichsetat verlangt.
Diese Entschließung wurde von allen Parteien, mit Ausnahme der Deutschnationalen und der Kommunisten, angenommen. Die Kommunisten nahmen den demokratischen An trag wieder auf und verlangten Zahlung in Vierteljahrsratew v o m 1. Juli d. I. an. Der Antrag wurde von sämtlichen anderen Parteien abgelehnt.
Es folgt die Beratung eines Antrages des Abg. Dr. Frick (Völk.) betreffend den Gesetzentwurf über Gehalt und Versorgung des Reichskanzlers und der Reichsminister. Durch den Antrag wird beabsichtigt, eine gcsctzliu.c Bestimmung zu treffen, daß dem Reichskanzler und den Reichsministern Ruhegehalt und Hinterbliebe ne :i- versorgung nicht zu st eben sollen. Nach kurzer Debatte wurde die Angelegenheit bis zu dem Zeitpunkt vertagt, wo die Regierung dem Reichstag ein Ministerven- fionsgcsctz vorlegen wird. Von der Regierung wurde die baldige Vorlage eines solchen Gesetzentwurfes zugcsagt.
Rittweck, Ml 9.3unt 1926
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