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Stenslag, kn 1. Sunt 1926

Di- ,L>berhefsifche Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be- ingspreis monatlich 2 GM. aus- schließl. Zustellungsgebühr, durch diePost2.25 GM.Für etwa infolge Streiks, Maschinendefekte »der elementarer Ereignisse ausfallend« Mummern wird kein Ersah ge­leistet. Verlag v. Dr. §. Hitzerolh, Druck der Univ.-Buchdruckerei v. Zoh. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 54. u. Nr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. W- Nr. 5015. Sprechzeit per Redaktion von 1011 und »j.11 Uhr.

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füllungsort Marburg.

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Meigerjürldasstüher imchMMelGdertiMr^-:- Amtliches VerkünLiMMblMfiu d-KreisNarlmrz

Piljuöfki zum StaatsprüMenteu gewählt et ithnl aus lakMrn Srlindm ab

ein neuer nnabbängiger Sinnt in ehina

TU- Londock, 31. Mai. Marschall S un- chuanfang, der die Provinzen Kiangsu, Tschekiang, Nganbwei, Kiangsi vnd Fukien seit einiger Zeit zu einem gröberen Gemeinwesen zusammengeschlossen hat, um die Verwaltung soweit zu verheuern, dab die Chinesen eine Rückgabe der ausländi­schen Niederlassungen fordern konnten, hat sich entschlossen, diesen fünf Provinzen die Form Zeines unabhängigen Staates zu geben. Die Finanzen des neuen Staates be­ruhen auf der Beschlagnahme der Salzmono­polverwaltung. Die öffentliche Meinung in China begrübt das Vorgehen Sunchuanfangs, da er sich schon früher als guter Beamter und Staatsmann erwiesen Habs.

/ ji. Die Lage in Schanghai. >.

Schanghai, 31. Mai. Heute herrscht ' In der ganzen Stadt Ruhe. Die Straßen­bahnen und Autobusse verkehren normal. Nur Polizei patrouilliert -noch in den Straßen. Nichts verrät, daß Schanghai gestern der Schauplatz schwerer RuyestH- rungeu war. Es wurde besonders fest- gestellt ,daß cs der Polizei gelang, sämtliche Ansammlungen ohne Anwendung von Waffengewalt zu zerstreuen. Der vom Ge- werkschastsvcrbaud und den Studenten aus­gerufene dreitägige Streik ist vollkommen gescheitert.

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Seine fWtagWttnngen bet Reichswehr

Bcrl i n, 31. Mai. Ein Berliner Montags- blatt meldete, das Rcichswehrministerium habe tüte Nachtragsforderung von 26 Millionen zum Haushalt 1925 eingebracht und diese Nach- 'tragesordcrung habe in politischen Kreisen ztcm- siche Erregung ausgelöst.^ Demgegenüber wird von zuständiger Seite »cstgestellt, daß ft i n Nachtragsetat des Reichswehrmimsleri- -.limä zurzeit vorlicge. Vielleicht handelt es sich um eine Verwechselung mit einem vom Neichöwehrmiinster eingebrachten Nachtragzetar 1925, der 1b Millionen «beträgt. Doch ist dieser Nachtragsetat bereits ,von den gesetz­gebenden Körperschaften genehmigt und im Sieichsgesetzblatt vor einiger Zeit veröffentlicht worden. Eine nachträgliche Erregung tn po­litischen Kreisen über diese Nachtragssorderung dürfte daher kaum irgendwie sestgestellr worden sein.

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Setoninlfriegeting

Essen, 31. Mai. Auf der von etwa 800 Delegierten besuchten Jahresversammlung des Deutschen Kolonialkriegcrbundes, die Unter Vorsitz von Generalleutnant Rittet v. Epp stand, wurde folgende Entschließung angenommen:

Der Deutsche Kolonialkriegerbund als be­rufene Vertretung aller ehemaligen deutschen Kolonialsoldaten wiederholt auf der diesiähri« gen Hauptversammlung au's Ausdrücklichste die Forderung an die Reichsregierung, endlich den berechtigten Ansprüchen des deutschen Volkes auf eigenen Kolonialbesitz energisch Ausdruck zu geben und die Rückgabe der unter falschen Anschuldigungen weggenommenen deut­schen Kolonien auss nachdrücklichste zu fordern. Sie möge vor allem den etwaigen Eintritt Deutschlands in den Völkerbund abhängig Machen von der Gewährung von Garantien für die Wiedererlangung des eigenen Ueberseegebie- tes." Auf einer Massenkundgebung für die Wiedererlangung des deutschen Kolonial­besitzes im Riesensaal des Schützenhofts sprachen Oberbürgermeister Dr. Krüger, Reichsnn- nister a. D. Dr. Bel l, Gouverneur a. D. Dr. Seitz und Generalleutnant Ritter v. E p p - München.

Ende der Finanzkontrolle über Oesterreich.

Wien, 31. Mai. Mit dem heutigen Tage endet formell die Finanzkontrolle des Völker­bundes über Oesterreich.

Der bisherige Eeneralkommisfar Zimmer- Mann, der ursprünglich für einen holländi­schen Regierungsvosten in Aussicht genommen worden war, bleibt bis auf weiteres als Privatmann in Wien. Er hat sich . hier von seiner ersten Frau scheiden lassen und die Tüch­er des früheren Wiener Sladtkommandaten, Deneial Massig geheiratet, -

Warschau, 31. Mai. Bei der Wahl zum Staatspräsidenten im Seim erhielt Marschall Pilsudski 292 Stimmen und Vninski 193 Stimmen. 61 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Da die absolute Mehrheit 273 Stimmen beträgt, ist Pilsudski mit absoluter Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt.

Die deutschen Abgeordneten stimmten ge­schlossen für den Marschall Pilsudski.

Pilsudski lehnt ab.

Scimmarschall R a t a i erklärte in Anwesen­heit des Ministerpräsidenten Bartel um 12.45 Uhr vor Vertretern der polnischen Presse, daß Marschall Pilsudski die Wahl zum Staatspräsidenten nicht annehme. Sein Beschluß, so erklärte Ratai, sei unwider­ruflich. Infolgedessen hat Seimmarschall Ratai für morgen 10 Uhr die Nationalver­sammlung wiederum einberufen, um die Wahl des neuen Staatspräsidenten vorzunchmen. Der Entschluß Pilsudski hat in politischen Krei­sen eine ungeheure Erregung heroor- gerufcn. Die Folgen der Entscheidung des Marschalls lassen sich zur Zeit noch nicht in ihrem ganzen Umfange übersehen.

Pilsudski begründet die Ablehnung.

Warschau, 31. Mai. Marschall Pilsudski hat die auf ihn entfallene Wahl adgelehnt mit der Begründung, in den Ziffern des Wahl­ergebnisse» komme seiner Sluffassung nach

nicht hinreichend der Wille zur Säuberung

zum Ausdruck, den er vor dem Seim als Vor­aussetzung für die Annahme einer W»hl ge­fordert habe. Die von ihm vorgcschlagenen Heiden Kandidaten sind beide Hochschullehrer. von Ruf. Professor Moszicki ist Chemiker und wirkte als solcher in Lemberg. Er gehört zur Zeit dem Vorstand des jüngst im Haager Prozeß Polen abgesvrochenen Stickstoffwelkes Chorzow an. Der zweite Kandidat ist Zdziechowski, Professor der Philosophie in Wilna, und wirkte vor dem Kriege in glei­cher Eigenschaft in Krakau. Er ist ein naher Verwandter des früheren Finanzministers gleichen Namens und genieß! als Rechts- philosoph, insbesondere wegen seiner Bücher

. Ser MiiAM ManrmiaWr zur RrftenMuöung

Bochum, 31. Mai. In einer demo­kratischen Versammlung sprach der preus­sische Finauzminister ^Dr. tzöpker- Aschoff über die politische Lage. Da­bei führte er über die F ü r ft e n a b f i u - dung u. a. folgendes aus: Leine Ltcl- lung fei bedingt durch den Rechtsstanb- punkt der preußischen Regierung, der in einem bereits unter seinem Vorgänger er­statteten RechtSgutachtcn niedergelegt sei. Der Volksentscheid bringe große Zerrissen­heit in das deutsche Volk.

Er glaube nicht, daß »er Bottsentscheid durchkomme.

Habe der Volksentscheid jedoch Erfolg, so entstehe eine außerordentlich .komplizierte Lage Die süddeutschen Staaten, vor allem Bayern und Baden, würden sich auf kei­nen Fall durch den Volksentscheid gebun­den scheu, da sie eine Regelung mit den früheren Fürstenhäusern getroffen hätten. Es könnte, abgesehen von der Gefahr einer Reichspräsidentenkrise, Verwick­lungen zwischen Reich und Ländern entstehen, die nicht zu übersehen seien. Wenn der Volksentscheid nicht angenom­men werde, so roütte der Reichstag eine ge­setzliche Regelung treffen, die eine billige Auseinandersetzung zwischen Reich und Fürsten ermögliche......

Abb cl Krim streng bewacht.

fk. P a r is, 1. Juni. Der Sonderbericht­erstatter desMatin" in Fe, berichtet, Abd el Krim wird in Taza streng bewacht. Niemand wird zu ihm gelassen. In spanischen Kreisen 'st einer französisch-spanischen Konferenz die Rede, in der über das Schicksal Abd el Krirns entschieden werden soll. . ... _.

über die Rechtsauffassung des Westens und die­jenige Rußlands, in Polen einen großen Ruf.

Marschall Pilsudski richtete an den Sejm- Marschall Nataj einen Brief, in dem er für die Wahl seinen Dank aussvricht. Leider könne er die Wahl nicht annehmen. Zu stark wirke noch auf seine Gefühle das tragische Geschick des Präsidenten Narutowicz, den er vor seinem schrecklichen Tode nicht habe bewahren können. Ueberdies könne er ohne Arbeit nicht leben, und die gegenwärtige Verfassung entrücke den Präsidenten der Arbeit. Es sei deshalb ein anderer Charakter für diesen Posten not­wendig. Der Marschall entschuldigt sich wegen der Enttäuschung, die er seinen Anhängern im Landtage und im Volk bereitet haben müsse, und spricht die Hoffnung aus, daß unverzüglich eine andere Persönlichkeit zum Präsidenten ge­wählt werde.

Der wahre Grund der Ablehnung

Warschau. 31. Mai. Pilsudski hat tat­sächlich die Wahl zum Staatspräsidenten ab­gelehnt. Es handelt sich, wie jetzt klar wird, keineswegs um eine grundsätz­liche Ablehnung. Pilsudski will einen Druck auf die Nationalversammlung ausüben, ihm die Verfassungsänderungen zu gestatten, die es ihm möglich machen, den Eid auf die Verfassung abzulegen.

Die unmittelbar nach der Wahl mit der Lejmleitung auf genommenen Verhandlungen über diesen Punkt haben Pilsudski nicht die Sicherheit geben können, seine Wünsche in ähnlich überzeugender Form durchdrücken zu können und er wählte daher den Weg tak- tischerDemonstration, um durch Ab­lehnung und durch Vorschlag neuer Kandi­daten die Nationalversammlung in Verlegen­heit zu bringen. Wenn seine Macht tat­sächlich dem Abstimmungsverhältnis der heu­tigen Wahl entspricht, dann wird man Pil­sudski in einem dritten Wahlgang nochmals wählen müssen, nachdem er sich zuvor die von ihm gewünschten Verfassungsänderungen gesichert hat.

Die sesahrüKe MilörkayM

TU. Berlin, 31. Mai. Der schwedi­schen Militärkapelle, die in Düssel­dorf konzertieren sollte, wurde di«. Einreise in die neutrale Rhcinlandzonc verweigert.

Von zuständiger Stelle wird dazu mitgeteilt:

Nach Artikel 43 des Versailler Vertrages sind Ansammlungen von fremden Trup­pen (!!) in der neutralen Rheinlandzone ver­boten. Derartige Ansammlungen siebt die Bot­schafterkonferenz entgegen der Auffassung der Reichsregierung auch in der Zulassung von Militärkapellen in dieser Zone. Hierüber schweben zurze't Verhandlungen mit der Bot- schafterkonfcrenz. Angesichts diesev Sachlage iah sich jedoch die Rcichsregicrung geswungen, die Einreise für eine schwedische Militär­kapelle zu verweigern, da die Möglichkeit von Konflikten nicht von der Hand zu weisen war.

Bor der Pariser Kammerdebatte.

fk Paris, 1. Juni. Dte Morgenpressc er­mattet, daß heute in der Kammer eine wichtige Debatte über die allgemeine Politik der Regie­rung stattfinden werde. Nach demEvre" nimmt man an, daß Briand nach einem Expose über die politische und finanzielle Lage ein klares Vertrauensvotum fordern wird. Im Laufe des für heute vormittag angefetzten Mi- nifterrates wird der Inhalt der Erklärung des Ministerpräsidenten festgelegt werden, zu der die Parteien alsbald Stellung nehmen wollen.

Besondere Bedeutung wird dem Beschluß der Radikalen beigelegt, die letzten Donnerstag zu saft gleichen Teilen für und gegen das Kabinett stimmten.

Flugpost BerlinParis.

ff Paris, 1. Juni. Die französisch: Post- verwaltung teilt mit, daß von heute ab die neu« geschaffene Luftvostverbindung ParisBerlin auch für Beförderung von Postsachen nach Deutschland zur Verfügung stehe.

öktignrak-öettnkfeiet

Am 31. Mai jährte sich zum zehnten Male der Tag von Skagerrak, der einzigen großen Seeschlacht des Weltkrieges, in der die eng­lischen und deutschen Schlachtslotten in ihrer Gesamtheit sich miteinander maßen. Einunb* zwanzig deutschen Schlachtschiffen standen sie« benunddrcißig der als unverwundbar gelten» den englischen Schlachtkreuzer gegenüber. Doch das Undenkbare geschah: der seit 1666 zur See nicht besiegte Gegner wurde von der jungen deutschen erlotic geschlagen. Das ist cs, was in Dcutfchunkd damals und heute so ungeheure Begeisterung rechtfertigt, daß gerade das stolze Albion mit seiner an das Mythische grenzen­den Seestärke die Ueberlegcnheit der deutschen Kriegsfübrung anerkennen mußte., Diese Tat vollbrachten nicht die Matrosen, die uns noch vor kurzem ein Dittmann als unzisziplinierte und verhetzte Waschlappen zu schildern ver­suchte es waren deutsche Männer, die keine andere Pflicht und kein anderes Gebot kannten als das, sich dem Feinde entgegenzuwerfen, der unsere Heimat bedrohte. Jene Pflichtve-rges« jenen werden sterben, wie Plätter fallen: nie­mand wird an sie denken. Die Helden vom Skagerrak aber und alle, die ihnen nach­eiferten in Opfermut und Pflichterfüllung bis zum äußersten, sie werden in der Geschichte ewig weiterleben, feurige Lippen werden ihre Namen nennen die Lebenden und die Toten.

Zu ernster, würdiger Gedenkfeier hatte der Marineverein Marburg alle Freunde unserer einst so stolzen Flotte eingeladen. und es war wohlverdienter Lohn für seine Mühewaltung, daß die festlich mit deutschen Fahnen ge­schmückten Stadtläle bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Der Ehrenvorsitzende, Exzellenz Engel, Vizeadmiral a. D., konnte außer den Vertretern der Behörden und des Offizierkorvs viele Angehörige der Verbände und Korpora­tionen begrüßen. Mit ihren Fahnen k waren erschienen: der Krieger- und Landwehrverein, die Kriegerkameradichaft, die Jäger und Schützen, der Artillerie-Verein, der Kavallerie- Verein, der Kriegerverein Ockershausen, der Kriegerverein. Cölbe, der Stahlhelm, der Iungdeutsche Orden. Exzellenz Engel wies darauf hin, daß die Marinevereine den Tag von Skagerrak, des herrlichsten deutschen See- sicges, mit Recht feiern dürften. Wäre dieser Kampf nicht ausgefochten worden, so wäre die deutsche Flotte vielleicht ohne den Beweis ihrer Kriegstiichtigkeit, ja, ihrer nicht mehr anzuzweifelnden llcberlegenbeit zugrunde ge­gangen. Dreierlei habe den Siegeswillen und den bewundernswerten Geist der deutschen Flotte untergraben: die politische Leitung Betbrnann-Hollwegs, die ängstliche Zuriickhal- lung der englischen Flotte und bu5 von außen in die Marine hineingetragene Gift der Un­zufriedenheit und Disziplinlosigkeit. Aber die unvergänglichen Taten der Seesoldaten zu Wasser und zu Lande seien ein leuchtendes Vorbild. Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden zum Ansporn in diesem Sinne solle die ernste Gedächtnisfeier begangen werden.

Nachdem die Ouvertüre zuOrpheus in bei Unterwelt", von ber Stadtkavelle mit Ver- stänbnis vorgetragen, verklungen war, und nach einem ausgezeichnet beHamierien Vor­spruch bes Kameraden Heuser ergriff Ma- rineoberpfarrer a. D. Konsistorialrat Ovvcr bas Wort zu feiner Festrede.

Wie war die Schlacht? Bei Morgengrauen des 31. Mai lief die deutsche Hochseeflotte aus ber Jabc aus. Vizeabmiral Scheer, ihr Kom- manbant, hatte bic Schlachtkreuzer unb einige kleine Kreuzer als Vorhut in die Richtung bet norwegischen Küste vorausgesanbt. In den späten Nachmittagsstunben' traf diese deutsche Vorhut auf die englische Kreuzerflotte. Die Engländer wichen zunächst dem Kampf aus unb versuchten sich außerhalb bes Bereiches ber beutscken Schiffsgeschütze zu halten. Schon kurz nach Eröffnung bes Feuers sanken die bei­den englischen SchlachtgroßkreuzerQueen Mary" undJnbefatigable". Zur Unter­stützung der schwerbedrängten englischen Kreu­zerflotte führte jetzt ber englische Komman­deur, General Jellico, bas Eros ber englischen Hochseeflotte heran. Da inzwischen auch die deutsche Hochseeeflotte selbst in Sichtweite ge­kommen war, stand bald die gesamte Stärke bei beiben Gegner im Gefecht. Noch vor bent Höhepunkt ber Schlacht wurden die englischen PanzerkreuzerDetcnce" undWarrior" ver­senkt. Das gleiche Schicksal fandenInvi- cible" unbBlackvrince". Die beutschen Ver­luste waren gering. Nur ber kleine Kreuzet Wiesbaben" würbe als verloren aufgegeben. Der allerdings schwerbeschädigteLützow" konnte manöverierjähig gehalten werben. Ad­miral Scheer machte eine Kehrtwendung, dir ihn vom Feinde loslöste. Schon kurze Zeit später warf er sein Eros wieder herum und