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yte »Odcrtzessssch« Z-tlung" er- l^cfnt sechsmal wöchentlich. Be- ^gSpeei« monatlich 2 GM. au«- schließ!. Zustellungegebübr, durch Ks«Post2L5 GM.Für etwa infolge Ktreik«. Maschinendefekt« »der elementarer Ereignisse ausfallend« Munuuern wird kein Ersatz ge­mistet. Verlag d. Dr. §. Hitzerotb. Druck der Unid.-Bnchdruckerei v. Jod- 2lug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt e, M, Nr. 5015. Sprechzeit bet Redaktion von 1011 und

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Sberhessische

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Swriba genommen

ff. £?: U*«t, 26. vr'l. Die französischen Truppen haben gestern die Hauptstadt des D .7:! Drus, Sweida, nach 6stündigem stampf genommen.Daily Mail" zu­folge leisteten 6000 Drusen einen verzweifelten Widerstand. Sie hatten schwere Verluste und muhten zwei Geschütze im Stiche lassen.

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Beginn bet Miellen Bethnnblnngen in Mn

ft. Paris. 26. April. Der Sonderbericht­erstatter vonHavas" in Udschda teilt mit, die französischen Delegierten seien von der französischen Regierung ermächtigt worden, heute in Udschda mit den Rifdelegicrten die offiziellen Friedensverbandlun- ,en zu eröffnen. Die Zustimmung der spani­schen Regierung stehe noch aus, sei jedoch zwei­fellos sicher. Für heute nachmittag 3 Ubr sei eine Sitzung anberaumt worden. Die mili- türischen Bedingungen lauten:

1. Austausch der Gefangenen mit der sofortigen Entsendung einer Roten Kreuz-Mission ins Risgebiet.

LEudgültige Besetzung strategi­scher Punkte (teilweise bereits ge­schehen).

1. Entwaffnung der Stämme.

L Bildung von gemischten Polizei- k r ä f t e n.

Daran werden sich die Debatten über die politischen Fragen anschließen. nämlich Anerkem'ung der Souveränität des Sultans, Entfernung Add el Stints und allerBrrwaltungsorganisationen des Rifgebiets. Man hofft, in einer Woche zu einer Verständigung zu kommen.

Eine Etklämng Abb el $W

Dach einerTentps"-Meldung aus Udjda hatte eine französische Persönlichkeit ein In­terview mit Abd el Krim, in dem Abd ei Krim u. a. folgendes erklärte:Ich habe dreimal den Frieden vorgeschla­gen, das eine Mal Primo de Rivera, ein zweites Mal dem französischen Mar­schall Lyautheh und schließlich den f an* zösischen Generalgouverneur Steeg. Sine Antwort auf meine Angebote habe ich nicht erhalten. Heute haben die Ereignisse im Difgebiet einen mächtigen Wiederhall auch außerhalb, Marokkos gefunden. Ich wieder­hole, ich wünsche aufrichtig den Frieden. Der einzige, der einen aufrichtigen Friedenswunsch hat, ist der gegenwärtige Generalgouverneur Eie eg. Gegen ihn aber erhoben sich Wider­stände in den Militärkreisen." (Die darauf folgende Stelle der Erklärung Abd el Krims wurde durch die französische Zensur unter­drückt.) Abd el Krim fuhr dann fort:Wir haben Gewehre und Munition und können uns noch lange Zeit verteidigen. Wenn die Ristämme mich nicht als ihren rechtsmäßi- Sen Verteidiger und Herrn betrachteten, so würden sie mich schon längst erschossen haben. Sie haben mich sowohl als ihren Kriegsherrn wie auch gls den Führer eventueller 'Frie­densverhandlungen anerkannt." Abd el Krim mißbilligte weiter die ihm von den fran­zösischen und spanischen Delegierten unter- breiteten Waffenstillstandsbedingungen. Er erklärte weiter, für den Fall, daß Frankreich und Spanien von einem aufrichtigen Frie­denswillen beseelt seien, würden sie ihm, Abd el Krim, eine Verhandlungsfrist von einem Monat zubilligen müssen. Sn dieser Zeit würde dann eine Entscheidung in dem einen oder anderen Sinn getroffen werden. Am Schluß betonte Abd el Krim, daß bei einer eventuellen Wiederaufnahme der Feindselig­keiten der Kampf der Rifstämme unter seiner Führung bis aufs Messer und bis zum letzten Blutstropfen fortgesetzt werden würde.

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ik. London, 26. Avril.Daily Mail" be­richtet aus Tanger, Abd el Krim und die Rifstämme wünschten Frieden, da im Rifgebiei Hungersnot drohe. Sie wünschten jedoch nur Frieden mit Frankreich und wünschten den Krieg mit den Spaniern fortzusetzen.

Nach derTime s" ist die Lage in Udschda iweisellos heikel. Abd el Krim wünscht auf« richtig, zu einer Vereinbarung mit Frankreich und Spanien zu gelangen. Die Rifdewohner Wien bereit, die Souveränität des Sultans uwzuerkennen. Sofort nach Friedensschluß würden die Gefangenen freigelassen werden.

Der -euifchruWche Reutramätsvertras

Me Sitzung des AnswüMen AuMiM - Wneff übet den MM btS Beclenges

Die deutsch-russische« Verhandlungen find in den letzten Tagen trotz der verschiedenen Pres­sionsversuche eines Teils des Auslandes so weit gefördert worden, daß der endgültige Bertragstext ausgestellt werden konnte und seine Unterschrift in Berlin erhalten hat. Die Unterzeichnung des Vertrages ist vcrab redungsgemäd deutscherseits durch den deut­schen Außenminister und russischerseits durch den Berliner Botschafter der Sowjetunion er­folgt. Dieses Ergebnis war nach den vor acht Tage« durch den deutschen Außenminister ge­gebenen Mitteilungen über die deutsch-rus­sischen Derhandlungen zu erwarten, wenngleich der bereits erfolgte Abschluß dieser sich über Monate binziehenden Verhandlungen über­raschend kommt. Ueberraschend sowohl in Deutschland wie auch vor allem im Ausland.

Wenn in den letzten 14 Tagen vom Aus­land her diese deutsch-russischen Verhand­lungen beargwöhnt und verdächtigt wurden, so in der nur zu deutlich in Erscheinung ge­tretenen Absicht, auf die Gestaltung dieses Ver­trages Einfluß zu gewinnen. Daß cs über­haupt zu dieser öffentlichen Erörterung ge­kommen ist, ist einmal auf die Loyalität Deutschlands als Locarno-Macht, zum anderen auf die Indiskretionen einer Entcncmacht zurückzuführen. Deutschland wird daraus für die Zukunft gelernt haben.

Welche Rolle bei diesem Intrigenspiel die einzelnen um Deutschland gruppierten Mächte hatten, dürfte der Untersuchung einer spä­teren Zeit vorbehalten bleiben; daß aber der tschechische Außenminister Dr. 23 e n e M) ein gut Teil daran beigetragen hat, daß in der ausländischen Presse Deutschlands Verhalten verdächtigt wurde, steht heute schon fest. Die Ausflüchte, die in den lebten Tagen von Prag aus gemacht wurden, um dem Memorandum des Dr. Benesch den Charakter einer divlo- malischen Aktion gegen die deutsch-russischen Verhandlungen zu nehmen, lassen das Vor­gehen der Tschechoslowakei keineswegs in mil­derem Lichte erscheinen. Vom tschechischen Außenamt ist bekanntlich versucht worden, das Memorandum als das Ergebnis einer rein juristischen Untersuchung auf Grund bestimmter Informationen von Seiten einer anderen Re­gierung hinzustcllen. In England hat man aber auf diesen Versuch recht sauer reagiert und erklärt, die Veröffentlichung des Textes des deutsch-russischen Abkommens werde die beste Widerlegung des tschechischen Rechtferti­gungsversuches bedeuten.

Inzwischen wird immer deutlicher, daß die Aufregung über die deutsch-russischen Ver­handlungen in den verschiedenen Ländern nur deshalb so groß war, weil man feststellen mußte, daß man in dem ganzen umfassenden Intrigenspiel, wie es sich besonders in Genf so deutlich gezeigt bat, wieder einmal den Anschluß an eine Neuorientierung der euro­päischen Politik verpaßt. Man verdächtigte deshalb Deutschland einer Verletzung seiner Locarno-Verpflichtungen, obwohl man es da­bei einer Handlungsweise beschuldigte, die man selbst ohne Anstand begangen ober ange-

Ist »Ineiiidwi Mitten

ft London, 26. Avril. Dem Pekinger Berichterstatter derDail, Mail" zufolge finden bei Raukou täglich K*ämvfe statt. Gerüchtweise verlautet, daß der Sow­jet-Botschafter Karachan seine Abreise aus Peking vorbereite. Bei heftigen Kämpfen brachte» dir Rationaltruppen de» alliierten Streitkräfte» schwere Verluste oti. Die alliierten Befehlshaber ergriffen die strengsten Maßnahmen, um Plünderungen m Peking zu verhindern. Zur Warnung wurde» am Sonnabend einige hundert Per­sonen öffentlich hingerichtet

Die Lage i» Peking.

ff. London, 26. Avril LautDail, Telegraph', befinden sich in Peking 280000 Flüchtlinge. Die Lebensmittel werden knapper. Der Sohn Tschangsolins machte verschiedenen Mitgliedern des diplo­matischen Korvs Besuche, aber nicht der russi­schen Botschaft.

strebt hatte. Nachdem man eingesehen hat, daß Deutschland sich von seinem für recht und richtig erkannten Weg zur Festigung und zum Ausbau seiner Beziehungen mit Rußland nicht abbringen lassen will, ist man auf jener Seite jetzt eifrigst bemüht, Deutschland auf dem gleichen Wege möglichst noch vor Ab­schluß des Vertrages mit Rußland einzuholen. Aus den verschiedensten europäischen Haupt­städten hört man, daß man versucht, ebenfalls mit Rußland zu Vereinbarungen zu kommen. Gleichzeitig aber ist man trotz der von Deutsch­land gegebenen Aufklärung bemüht, gegen Deutschland eine neue Mächtekonstellation zu­stande zu bringen. Die Unterhaltungen, die am Freitag der polnische Gesandte in Rom mit Mussolini in Mailand hatte, sind nur ein Beweis hierfür.

Am Montag vormittag treten die auswär­tigen Ausschüsse des Reichsrates und des Reichstages zusammen, um den Bericht des Außenministers über den Vertrag entgegenzu- nebmen. Vor Abschluß dieser Beratungen ist eine Veröffentlichung des deutsch­russischen Vertrages nicht zu erwarten. Sie kann sich auch noch etwas in die Länge ziehen, da zwischen beiden Regierungen vereinbart worden ist, die Veröffentlichung nur gleich- zeitig in Berlin und Moskau vorzunehmen. Alle bisher in der Prefie erschienenen Ein­zelheiten über den Inhalt des Vertrages werden von zuständiger Seite als größtenteils absolut falsche Kombinationen be­zeichnet. Der Text des Vertrages wird in­sofern ziemlich umfangreich sein, als dem Vertrag ein Anhang beigefügt ist, der ge­wisse Deklarationen über bestimmte Fragen enthält, die mit dem Inhalt des Vertrages zu- sammenhängen.

RiMlids AUtzONvoM

Moskau, 25. April. (Meldung bet Telegraphenagentur der Sowjetunion). In ber heutigen Kchlutzsitzung des Zeittral- exekutivkomitees ber Sowjetunion, ber auch ber bentsche Botschafter Graf Brockdvrf- Ranyau beiwohnte, erstattete Litwi - n o f f Bericht über bie auswärtige Lage, in ber es heißt:

Die gegenwärtige weltpolitische Lage wirb gekennzeichnet burch die Diskreditierung des Völkerbundes und die Erschütterung ber Locarnopolitik bei ber letzten Völkerbuubs- tagung. Unter dem Beifall ber Versamm­lung gab Litwinoff bekannt, baß ber deutsch-russische Vertrag abge­schlossen wurde, und erklärte-' Der deutsch-russische Vertrag beruht auf der Ueberzeugung ber Regierungen beider Län­der, baß es im Interesse ber beiben Läu- ber liegt, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhende Freundschaft stetig zu festigen.

Der Vertrag enthält keine geheimen Klanselu und es bestehe« c h keine er gänzenden geheimen Protokolle. Der Berliner Vertrag stellt lediglich eine Präzisierung des Vertrages von Rapallo dar, der seine Ent- stebung den freundschaftlichen Bestrebungen beider Länder und der Uebereinftimmung ihrer Interesse« und ihrer gefährlichen auLen«

Reue Zuiammmslötze in Kalkül!»

ff Kalkutta, 26. April. Auch während des Sonntags setzten sich die Zusammenstöße zwischen Hitüms und Mohamedanern fort. 30 Verletzte mußten ins Krankenhaus gebracht wer­de«. In einem Falle mußte die Polizei von der Schußwaffe Gebrauch machen: vier der gestern Verletzten sind inzwischen gestorben. Die Gesamtzahl der Toten beläuft sich auf 23. Bisher sind in de« Zusammenstößen min­destens 200 Personen verletzt worden.

Kämpfe in der Cyrenaika.

Rom, 24. März. Die von dem Kolonial- minifter nach einer Inspektionsreise durch die Eyrenaika angeordnete militärische Aktion zur Niederwerfung des Aufstandes im Süden des Gebietes ist mit Erfolg durchgeführt worden. Die eingesetzten italienischen Trup­penabteilungen haben die Aufständischen nach wiederholte» Gefechte» zerstreut. Die Verluste der Italiener betragen sechs Tote und 2 8 Verwundete, die der Aufständische» 150 Tote, darunter einige der Hauptführer.

v lischt Lüge verdankt, in der H* damals die beide« Länder befanden. Wenn alle Staa­ten der Welt eine Politik verfolgen würden, wie sie in dem türkitch-rusfifchen und dem deutsch-rui -Sen Vertrag zum "'usdruck kommt, fo würde das für die Sicherung des Weltfrie­dens uner 'ich mehr bedeuten, als alle bis- berigsn und künftige« Maßnahmen des Völker­bundes auf diesem Gebiete.

Die Beantwortung der Frage, ob der Ber­liner Vertrag im Widerspruch zum Geist« von Locarno stünde, hängt davon ab, wel­chen Zweck man mit Locarno verfolgt. Wird mit Locarno die Befriedigung Euro­pas bestrebt, so müßte jedermann den Ab, schlusi des deutsch-russischen Bertrages c;:fs wärmste begrüßen. Wenn aber Locarno den Zweck verfolgt, einen Block gegen bie Sowjetunion zu schaffen, so wider­spricht dc: heute in Berlin unterzeichnete Vertrag einem solchen Geiste von Locarno. Tie Beziehungen zu England sind leider unverändert; doch weisen einige offizielle Erklärungen Symptoms einer gewissen für die Sowjetunion gün­stigen Wendung auf. Sobald die englische Regierubtg Moskau bie Möglichkeit gibt, sich von bem aufrichtigen Wunsch, bie Streitfragen zu regeln, zu überzeugen, wird bie Sowjetregierung alles Erforderliche un­ternehmen, um bie englisch-russischen Be­ziehungen über ben toten Punkt hinwe<UU- bringen.

Leiber berfjinbern gewisse innere, ebenso wie frembe Einflüsse bie politische und wirtschaftliche Verstänbigung mit Polen. Von russischer Seite unternonw mene Verstänbtgungsversuche scheiterten an bem Anspruch Polens, im Namen sämt­licher baltischer Staaten zu reben, von benen es ein berartiges Mandat niemals erhalten hat. Die Sowjetregierung wird Polens Protektorat über die baltischen Län­der nicht anerkennen. Die Erneuerung des polnisch-rumänischen Ver- träges vermindert die Berständigungs- aussichten mit Polen.

Die Sowjetregierung schlägt allen bal­tischen Ländern den Abschluß eines Neutralitätspaktes vor. Litwinoff betonte besonders die freundschaftlichen Beziehungen gu Litauen.

Ohne jemals die tiefste Sympathie für die nationalrevolutionäre Bewegung in China verheimlicht zu haben, enthält sich die Sowjetunion, entgegen den tendenziösen Behauptungen, aufs strengste jeglicher Ein­mischung in die inneren Angelegenheiten Chinas und wird die Respektierung der Souveränitätsrechte des chinesischen Volkes und der Aufrechterhaltung normaler Be­ziehungen zu der zentralen wie den lokalen Regierungen Chinas weiterführen.

Die freundfchastlichen Beziehungen zu Japan bleiben eine der Hauptaufgaben der Außenpolitik der Sowjetregierung.

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Berlin, 25. 2lpril. Wie von zustän- ständiger Seite mitgeteilt wird, sind im März mit Frankreich 179 Reparationssachlieferungs­verträge mit einem Wert von 26,9 Millionen Reichsmark abgeschlossen worden. Gegenüber dem Vormonat, auf den 406 Verträge ent­fielen, bedeutet dies einen ganz erheblichen Rückgang. Der Rückgang hat seinen Grund fcarin, daß am Ende des Vormonats die große Masse der genehmigten Verträge Ab­schlüsse mit Kriegsgeschädigten betrafen, da die von der französifchen Regierung bisher hierfür zur Verfügung gestellten Mittel voll in Anfpruch genommen waren. Die Er­schöpfung dieser Mittel hat dazu geführt, daß das französische Unterfefretariat der befrei­ten Gebiete am 20. März die Präfekturen an­gewiesen hat, keine neuen Verträge Kriegs» geschädigter mehr anzunehmen. Sv ist die Anzahl der im Monat März genehmigten Detträge weit geringer als in dem Vormonat. Für Belgien find int Bormonat 234 Verträge int Wette von 10,2 Millionen Mark ge­nehmigt worden. Hier liegt gegenüber dem Vormonat eine erhebliche Steigerung vor.