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-j, jyxrbefflfctx Zeitmig" et- (Aeinl sechsmal wöchentlich. Be- Lgfpuit monatlich 2 GM. auf- SiejL ZuMmigpgebüht, durch j^efK.25 GM.Für etwa infolge gttciU, Maschinen defekte »der llttSt»t»tet Ereignisse ausfallende gysaern wird kein Ersatz ge- ^let. Sc.lag v. St. 5. Httzervth.

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MtzeiverMtdas-uher kurhessMe)Gbechefien/-s Kmttühes Verkünörgrmzsblattfiir dkreisülarbupz

Solle Kümpfe in sslalienijch öomaiüanb

Nairobi, 22. April. Aus Lamu wird jtmetoct, daß dort ein großer Ausfall an sonst ja dortigen Hafen eintresfenden Dhaus zu ^rzeichnen war und daß Dhaus unter italie­nischer Flagge vollkommen fehlten. Anschei- genb ist der Grund dafür, daß in Italienische gomaliland nördlich von Mogadeshu ein heftiger Kampf stattgefunden hat, in dem die Regierungsstreitkräfte schwere Verluste erlitten. Die Streit­lüste der Somali haben sich jetzt in zwei teile geteilt. Der eine davon zog sich in Rich- tung von Britisch-Somaliland und der andere h Richtung Abessinien zurück. Die italienische Regierung hat eine Blockade über die Küste verhängt und durch Beschlag- «hme und Versenkung einer Anzahl örtlicher Staus den Verkehr dieser arabischen Kauf- - jchrteischiffe unterbrochen.

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| AM» und Rußland

$in Schritt der italienischen Regierung in Moskau.

Iki 0 51 e u, 22 Avril. Der italienische Bot- Mlster Graf M a n z 0 n i bat dem Austen- »mwissar Tschitscherin mitgeteilt, dast die ita- flmische Regierung trotz des wiederbolten E r - Wchens der rumänischen Regierung An Ratifikation der Bestarabien-Kon- ention abgelehnt habe. Die Sowjet- Brrung hat darauf den russischen Botschafter »Rom beauftragt, sofort der italienischen Re- irrnng den Dank der Sowictregie- »ng auszusvrechen.

Die Türkei und Italien.

Paris, 22. Avril. DieChicago Tribüne" M aus absolut zuverlässiger Quelle erfahren chen, daß die Türkei den Ausbruch eines fliegs mit Italien im Laufe dieses mmers befürchte. Das Blatt berichtet aus- itotd) über die aus Anlab dieser Bcsürch- «gen angeblich bereits getroffenen militäri- stn Vorbereitungen und politischen Pläne, fit sich einmal um die Sicherung einer wohl- Menden Neutralität Englands durch Ueber- Mng Mossuls an England und andererseits die Annahme angeblicher russischer Hilss- btgebote drehen sollen.

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Zu dm deuM ruiMm Berband.ongen

Moskau, 21. April. In einem Leit- Mkel spricht dieJswestija" ihre Ber- *underung über die sensationelle Aufma- der deutsch-russischen poli­tischen Verhandlungen in der «Itpresse aus und erklärt: Anscheinend "w doch unsere Beziehungen zu Deutsch- °»d nicht so gefährlich, daß das beider- "tigc Bestreben, einen Vertrag ab- s^chließen, was nicht vom Standpunkte Praxis der deutsch-russischen Bezie- ^ugen selbstverständlich wäre, sensationell d>rken sollte. Beide Staaten sind durch

Freundschaftsvertrag von M2, einen auf seiner Grundlage aufge» ^iten Handelsvertrag und ein im jenseitigen Vertrauen abgeschlossenen editabkommen verbunden. Heute jWen aber die Mächte die allereinfachsten r^Se, die früher als Selbstverständlichkei- M galten, verklauseln. Bereits vor drei Mren schlugen wir den baltischen Staa- ein Abkommen vor und sind bereit, Vorschlag zu erneuern. Ebenso Wissen wir einen Vertrag mit der Tür- r* Q6 und erklärten uns bereit, mit jedem "»eren Staate Neutralitätsabkommen ab» schließen. Das Blatt betont, daß gerade ? Zeitungen, die die a n t i r u s s i s ch c Pendenz Locarnos früher leug« L^en, heute darüber unzufrieden daß Deutschland und Rußland L$ t gegeneinander feindlich ^treten, und an keinen gegen sie gerich- g*6 Kombinationen teilnehmen wollen. Proteste einiger Zeitungen gegen die ^usch-russischen Verhandlungen werden, so das Blatt fort, diese Verhandlungen

Das Abfin-ungskompromiß geschettett?

Abbruch bet HtthanMungcn im Rrchstausfchuß

Berlin, 22. Avril. Durch Obstruktion der Sozialdemokraten sind die Verhandlungen im Rechtsausschuß über das Kompromiß be­treffend Fürstenabfindung zunächst geschei­tert. Bei Erörterung der Frage der Rück­wirkung im Rechtsausschust begrün­dete der Abg. Landsberg (Soz.) eingehend einen sozialdemokratischen Antrag.

Dieser Antrag will den Ländern, die unter M Herrschaft des früheren, für sie u n g L «- »stigen Rechts, Bergleiche abge- V schlossen haben, die Möglichkeit geben, ein«

R e v i s i 0 n im Sinne der neuen mate­riellen Vorschriften zu verlangen.

Abg. Dr. Sanemann (Deutsch».) wandte sich dagegen. Man solle die betreffenden Fälle aus sich beruhen lassen.

Die weitere Diskussion ergab im wesent­lichen nur, dast die Sozialdemokraten die Annahme ihres Antrages als eine der Be­dingungen zur Zustimmung zum Kompro- mist ansicht.

Die Abstimmung iiber § 2 des Kompromiß- gesehenüvurfes ergab desstn Ablehnung, weil diesmal auch die Sozialdemokraten ge­gen den Paragravhen stimmten. Für die Annahme stimmten die Vertreter des Zen­trums, der Deutschen Volk-Partei, der Demo­kraten und der Wirtschaftlichen Vereinigung, die im Ausschuß zusammen 10 Stimmen be­sitzen . Gegen die Annahme stimmten dte sieben Sozialdemokraten, die bitt Kommunisten unb der eine Völkische, was zusammen 11 Stimmen ergab. Die Deutsch nationa­len enthielten sich der Stimme. Etn Vertreter der Baperischen Volkspar­tei, die ebenfalls de» ÄLmpiomiLgesetzentrourf unterzeichnet hatte, war im Ausschuß nicht anwescno. Wäre er anwesend gewesen, so hätte er auch noch nicht genügt, da auch in diesem Falle der Paragraph mit 11 gegen 11 Stimmen abgelehnt worden wäre.

Die Abstimmung drehte sich um Absatz 1 des § 2, der lauten sollte:

Für eine Eesamtauseinandersetzung, wenn eine solche bereits nach der Staatsumwäl­zung des Fabres 1918 durch Gesetz, Schieds­spruch oder Vergleich erfolgt ist, ist das Reichsjondergeria.t ausschliestlich zuständig. Ob eine vorausgegangene Regelung eine Eesamtauseinandersetzung ist, entscheidet das Reichssondergericht nach freiem Er­messen."

Nach der Ablehnung des z\2 des Fürsten- kompromißgesetzentwurscs erhob sich sofort Abg. Frhr. v. R i ch l h 0 f e n (Dem.) und beantragte A b b r u ch der Verhandlungen. Den gleichen Antrag stellt: auch Abg. Schulte-Breslau (Ztr.).

Abg. Lohmann (Dntl.) erklärte, daß er sich für seine Fraktion alle Entscheidungen Vor­behalte, aber im Interesse bet Sache wäre

es aus rein formellen Gründen zu empfehlen, wenn die Verhandlungen nicht sofort ab­gebrochen würden.

Abg. Dr. Wunderlich (Dt. Vpt.) war auch der Ansicht, daß ein sofortiger Abbruch der Verhandlungen nicht empfehlenswert wäre, weil dadurch nur mehrere Stunden verloren gingen.

Abg. Dr. Rosenfeld (Soz.) erklärte es für bezeichnend, daß der deutschnattonale Redner trotz aller persönlichen Klauseln und Vorbe­halte offenbar den Fortgang der Ver­handlungen wünsche, genau tote es auch der volksparteiliche Redner tue. Das beweise, daß die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei in der Sache einig seien, und bestärke die Sozialdemokraten in ihrer Ablehnung des Komvroniißgesetzentwurfes.

Der Reichskanzler Dr. Luther wurde so­fort von den Vorgängen im Rechtsausschuß des Reichstages unterrichtet. Er hat darauf so­gleich die Vertreter der Regierungspar­teien für heute nachmittag nach der Reichs­kanzlei eingeladen.

Der Rechtsausschuß wird nichts wie ursprüng­lich vorgesehen war, erst auf Sonnabend sich wieder versammeln, sondern bereits morgen, Freitag, nachmittag 4 Uhr, wieder zusammen­treten, um die Geschäftslage zu besprechen.

Ar MprEmWN beim RkManz!«

Berkin, 22. Avril. Reichskanzler Dr. Luther empfing beute nachmittag in An Wesenheit des Reichsiustizminifters Dr. Warr und des preust. Finanzministers Dr. Höpker- Aschoff die Vertreter der Regierungs- Parteien, die dem Rechtsausschust des Reichstages aneehören. In eingehender Aus­sprache wurden die durch die Ablehnung des § 2 des Fürstenabfindungskomvromisses ge­schaffene Lage erörtert. Die Verhandlungen drehten sich bauvtsächlich um die preusti- schen Forderungen. Eine endgültige Ueberrinstimmung in dieser Frage wurde nicht erzielt. Die Verhandlungen sollen am Freitag vormittag fort­gesetzt werden. An diesen Beratungen wird auch der preustisch« Ministerpräsident Braun, der heute verhindert war, teilnehmen. Auch sollen neben den Vertretern der Regierungs­parteien im Rechtsausschust die Partei­führer hinzugezogen werden.

Am Freitag nachmittag 4 Uhr versammelt sich dann wieder der Rechtsausschust des Reichstages, um zu entscheiden, ob die Bera­tungen fortgesetzt werden sollen. An dieser Sitzung wird voraus chtlich auch der Reichs­kanzler teilnehmen. Bon dem Ablauf der

nicht schädigen, dagegen aber die öffent­liche Meinung Deutschlands und anderer Länder davon überzeugen, daß die Locarno- Kombination keineswegs der Festigung des Friedens dient, daß Locarno tatsäch­lich gegen Rußland gerichtet war, und daß sic als Werkzeug des Krieges nur durch das Zusammengehen Deutschlands und Rußlands abgestumpft und unschädlich ge­macht werden kann.

Sie Mantümgcn in Wb»

Paris, 22. April. Der Sonderbericht­erstatter der Havasagentur in Udjda be­richtet: Wangels jedes offiziellen Hinweises über den Stand der Friedensverhand­lungen sei anzunehmen, daß die Vertreter Abd elKrims von ihrem üblichen Standpunkt hinsichtlich der militärischen Klausel des Was» fenstillstandes nicht abgegangen seien. Unter diesen Umständen habe man, um die Be­sprechungen fortsetzen zu können, sich bemüht, die Aifieute zu einigen Kompensationen zu bewegen, und gestern mit der Prüfung der militärischen Bedingungen begonnen. Aber die Diskussion habe gezeigt, daß die Thesen noch zu weit voneinander entfernt feien, als daß man bereits mit offiziellen Friedens­verhandlungen beginnen könne. Eine neue Sitzung werde erst anderaurnt werden, wenn die französische und die spanische Delegation die von dem französischen und spanischen Außenminister erbetenen Vnsti ktionen er­halten haben.

Sie chtmMen MM»

Paris, 22. April. (Wolfs.) Wie Savas aus Schanghai meldet, wird von Mulden die Nachricht bestätigt, daß T s ch a n g Ts0-lin den Eenerabkonsul der Sowiets in Mulden davon in Kenntnis gesetzt habe, die Regierung von Moskau möge den Sowjet botfchafter Karachan abberufen Der Generalkonsul der Sowjets in Mulden sei aobrrdem davon benachrichtigt worden, dast, wenn die alliierten Truppen Peking besehen würde», der Sowjetbotschaftrr Karachan als nicht mehr unter de« Schutz der internatio­nale« Gesetze stehend betrachtet würde.

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Abbruch dir englische» Bergbauverhanblullge»

London, 22. April. Reuter meldet: Die Verhandlungen der Bergwerlsbefitzer und der Vertreter der Bergleute find auf einen tote« Punkt gelaugt: und vorläufig abge­brochen worden.

Nach Schluß der heutigen Verhandlungen wurde mitgeteilt, daß die Bergwerksbesitzer es unbedingt a b I e 6 n t e n. darüber zu verhan­deln, dast irgend ein Mindest lob ns atz für die Koblenfelder zur Anwendung gelange, der für das ganze Land Gülttgleit hätte. Sie würden an den Erubencingängen die Löhne

Vormittagsverbandungen wird es abhänge«, ob der Kanzler zur Erweiterung de» Basis des Kompromisses an die Deutsch­nationalen oder an die Sozial­demokraten herantreten wird. Bon de« Demokraten und vom Zentrum wurde der Kanzler dringend ausgefordrrt. endlich eine Entbheidung wegen der Fürstrnabsindung hrrbeizuführen, um eine weitere Beunruhi­gung zu vermeiden.

Die Rrichstagssraktionen der Re­gierungsparteien, die ursprünglich zum Dienstag nächster Woche einberufen wäre«, werde» voraussichtlich schon zum Montag geladen, damit die Entscheidung bald fällt.

Wtttimmtn

DieVoss. Zeitg." weiß als wichtigstes Resultat der gestrigen Besprechungen des Reichskanzlers mit den Vertretern der Koali- tkonspartei über §2 des Kompromitzentivurfe» die Anberaumung einer Aussprache zwischen dem Reichskanzler, dem preußischen Minister­präsidenten und dem preußischen Finanzmini- fter zu melden die heute vormittag erfolgen soll. Gelingt es in dieser Konferenz, so 1'hreibt das Blatt, eine einheitliche Plattform für Reichskabinett unb preußische Regierung zu schaden, bann ist auch die olitische Vor­aussetzung für eine Mehrheitsbildung in der Frage der Fürstenabfindung gegeben.

Auch dieGermania" betont: Wenn die preußische Regierung, an der die Sozialdemo­kraten beteiligt sind, dem Kompromiß zu­stimmt. dürfte die sozialdemokratische Reichs- tagsfraktion kaum anders können. Es scheint also nicht unmöglich, eine Mehrheit von der Sozialdemokratie bis zur Deutschen Volkspartei herzustellen. Zu der Frage einer deutschnationalen Mitwirkung bei der Verab­schiedung des Kompromißentwurfes äußert sich das Zentrumsblatt dahin, daß auf der Basis der jetzigen Haltung der Deutfchnatio- 'rtofen eine Mehrheitsbildung mit ihnen für das Zentrum eine glatte Unmöglichkeit fei.

lieber die Haltung der. Sozialdemokraten schreibt her sozialdemokratisch« Pressedienst: Die Sozialdemokratie lehnt das Fürstenabfindungskompromitz ebenso wenig grundsätzlich ab, wie sie es in seinem jetzigen Inhalt nicht grundsätzlich anzunehmen gedenkt, aber sie ist nach wie vor zur Mit­arbeit bereit und gewillt, dem Gesetz ihre Zu­stimmung zu geben, wenn hierzu die notwen­digen Voraussetzungen geschaffen werden.

Zu den Presteerörterungen über eine mög­liche Regierungskrise im Zusammenhang mit der Frage der Fürstenabfindung erklärt die ,T ä gl. R u n d s ch a u, daß die Frage der Fürstenentschädigung von der Reichsregierung nicht als eine Koalitionsangelegenheit betrach­tet werde. Es fei allerdings nicht zu verken­nen, daß die Lage nach dem gestrigen Ableh- nungsbelchluß im Rechtsausschutz des Reichs­tages einigermaßen schwierig geworden sei. Sie sei aber keineswegs so, daß man irgend­welchen Anlaß hätte, Krisenbefnrchtungen Raum zu geben.

anschlagen, zu welchen die Bergleute nach dem 1. Mai arbeiten könnten.

fk. London. 23. Avril.Daily Mail" berichtet, daß Mac Donald und Sender- son in Zukunft als Bertreter der Arbeiter­parteien an den Beratungen über die Krise zwischen der Bergarbeiterföderation und dem industriellen Ausschuß des Gewerkschaftskon­gresses teilnehmen werden.

fk. London, 23. Avril. Baldwin bat die Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeit­nehmer des Bergbaus für heute in das Ar- beitsministerium geladen, wo die Wiederauf­nahme der Verhandlungen versucht werden soll.

Der frühere Reichskanzler Dr. Wirth i« Moskau.

fk. Moskau, 23. Avril. Der frühere Reichskanzer Dr. Wirth ist gestern in Mos­kau eingetroffen. Er erklärte Pressevertretern, er freue sich der Möglichkeit, mit den Staats­männern der Sowjet-Union wieder zusammen zu kommen, um die Zusammenarbeit der bei­den Länder su fördern.

Bizekonsnl Kröger ««starben.

Rewyork, 22. April. (Wolff.) Eine Mel­dung der Associated Preß besagt, daß der deutsche Bizekonsnl Kröger wie seine Gattin, die gestern vo« einer Kraft­droschke überfahren wurden, ihren Brr- lrtzungen erlege» find.