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Mulus, W IS.Avrtl 1926

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Waschinendefekte »der ^sentarer Ereignisse aussallende Kmomern wird kein Ersatz ge- ieiftet. Verlag b. Dr. §. Litzeroth. Drack der Unid.-Buchdruckerri v. Zoh. Aug. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 65. tu Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt o. SR. Nr. 6015. Sprechzeit >,et Nedaktwu do» 1011 und

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Irr ReWkanz'er In München

München, 17. April. Gelegentlich des Besuches des Herrn Reichskanzlers in München «urden in einer mehrstündigen Aussprache mit der bayerischen Staatsregierung wich­tige politische Tagesfragen erörtert. Dabei wurden auch, wie amtlich mitgeteilt wird, die Probleme, die sich aus dem st a a t s - rechtlichen Verhältnis zwischen dem Reich und den Einzel st aaten ergeben, vor allem nach der grundsätzlichen Seite hin besprochen. Der Erörterung dieser Fragen werden sich weitere Besprechungen an- schlietzen.

Während der Besprechungen, die im Mini­sterium des Aentzern stattfanden und gegen 8 llhr abends beendet waren, versuchten etwa 8 Kommunisten Einlatz in das Ministerium zu erhalten, um zu dem Reichsminister des Innern »u gelangen. Sie wurden durch Po­lizei am Betreten des Hauses gebindert.

Am Sonnabend abend folgten der Reichs­kanzler sowie der Reichsminister Dr. Külz und Dr. Reinhold mit den Herren ihrer Begleitung einer Einladung des Ministerprä­sidenten zu einem Abendessen, zu dem u. a. der Reichsgesandte in München, die Mitglieder des Staatsministeriums, das Präsidium des bayerischen Landtages, der bayerische Gesandte in Berlin, der Landeskommandant Freiherr Kretz von Kressenstein und die Präsidenten des Reichsfinanzhofes und des Landesiinanzamtes geladen waren. Daran schlotz sich ein Empfang im Hause des Ministerpräsidenten, der neben den Gästen des Abendessens eine grobe Anzahl von Vertretern der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft sowie eine Reihe von Ver­tretern der Reichs-, Staats- und Kommunal­behörden vereinte.

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Wie die Blätter aus München melden, wird der wesentlichste Teil des Programms des Kanzlerbesuchs tn München eine Aus­sprache über das Verhältnis Bayerns zum Reich, insbesondere über den Finanzausgleich und die Vereinfachung der Staatsverwaltung sein. Stark betont ist in dem Programm auch die kulturelle Bedeutung einzelstaatlicher Selbständtg- keit. DieMünchener Zeitung" weih zu melden, datz den Besprechungen mit dem Reichskanzler und den beiden Reichsministern eine neue bayrische Verfassungsdenkschrift zu­grunde liegen solle Diese enthalte allerdings keine wesentlichen neuen Gesichtspunkte, son­dern sei nur eine Art neuzeitlicher Kommentar zu der ersten Denkschrift. Be­sonders werde auf die Notwendigkeit eines dem Interesse der Länder gerecht wer­denden Finanzausgleichs hingewie- len. Ferner nehme einen wesentlichen Raum die Frage der Verteilung der Reichskredite ein. Englich werde der Fragenkomplex er­örtert, der mit dem Antrag Bayerns auf Schaffung eines Präsidiums des Reichsrats zusammenhänge.

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Skk Orma'isr polnMt Simm).

Minister lmrrdel

Warschau, 17. April. Der ehemalige Fiuanzminifter mb Präsident des polnischen Poftsparkasienamts Hubert Linde, gegen den seit einigen Tagen vor dem Warschauer Bezirksgericht ein Strafverfahren stattfindet, wurde heute beim Verlasien des Gerichts- «ebäudes von einem Soldaten ermordet. Linde sa ' von mehreren Revolverkugeln durchbohrt, sofort tot zu Bode«.

Der Mörder Hubert Lindes verhaftet.

Warschau, 17. April. Der Mord an dem ehemaligen polnischen Finanzmtnister Hubert Linde hat eine rasche Aufklärung ge- Mnden. Ms Mörder wurde der Sergeant Wen- rel Cmielewski, der in der hiesigen In- santerieofstzierschule tätig ist, verhaftet. Wie rus Aeuherungen des Mörders hervorzugehen scheint, hat Cmielewski die Tat aus politischen Motiven begangen. Er fürchtete, daß Linde auf Grund von nationalistischen Einflüssen nur eine geringe Strafe erhalten oder gar freige- Iprochen würde. Deshalb entschloß er sich, aus diese Art dem Spruche des Gerichtes vor- iugreisen.

Dr. Sttefemann zur Außen-Mik

Dir teussch-mMm LtthnMuiM

Stuttgart. 18. Avril. )WTB.) Au« einer von der Deutschen Volks pari ei abgehaltenen Jabrestagung sprach Reichsautzenminister Dr Stresemann im Anschluß an das Referat des Reichstagsabge- ordncten Frhr. v. Rheinbaben Über auhenvolitische Fragen. Dabet ging der Außenminister auch auf

die Frage der deutsch-russische« Verhandlungen ein und führte folgendes aus:

Es ist für mich sehr schwer, über Vertrags- verbandlungen zu sprechen, die noch in der Schwebe sind über einen Vertrag der weder paraphiert noch abgeschlossen ist. Der Vor­wurf, datz die deutsche Regierung über diese Vertragsverhandlungen die ausländische Presse zuerst informiert hätte, ist voll ständig abwegig. Eine solche In formaiion ist selbstverständlich nicht erfolgt, wohl aber eine Information derjenigen Mächte,, die mit uns den Rhein- landvakt geschlossen haben.

Wir hielten es für richtig, diejenigen, mit denen wir über alle außenpolitischen Grundfragen uns geeinigt batten, auch über diese Verhandlungen auk dem lau­senden zu halten,

ein System, dessen Gegenseitigkeit sich durch­aus empfehlen würde Wer die Veriragsver- handlungert mit Rußland als eine Abkehr von der Locarno-Politik ansieht, verkennt den Grundgedanken dieser Politik. Die Verträge von Locarno bezweckten die Friedenssicherung tn Europa. Sie haben keinen aggressiven Charakter gegen irgendeine Macht. Wenn die russische Psychologie lange Zeit darauf einge­stellt war, in den Verträgen von Locarno eine Art Kreuzzug gegen Rußland zu sehen, so darf ich daraus Hinweisen, daß diese Auffassung bei den Aussprachen in Locarno von Chamberlain, Briand und Vandervelde ebenso zurückgewic- sen worden ist, wie von unserer Seite.

Wenn Deutschland mit Rußland Ver- tragsverhandlungen führt, die für beide Mächte darauf binausgehen, sich einer aggressiven Handlung gegen einen der beiden Staaten nicht a n z u s ch l i e ß e n und im übrigen in wirtschaftlichen, freundlichen und beiderseits vorteilhaften Berbältnisien zu bleiben, so ist das ein Grundgedanke, dem auch andere Staaten ihrem Verhältnis zu Rußland zugrunde gelegt haben.

Unsere ganze Politik muß darauf eingestellt sein, unter Anerkennung deutscher Gleichbe­rechtigung eine wirkliche Befrie­dung Europas herbeizusühren und auf der Grundlage des Friedens Deutschlands Fortentwickelung zu sichern. Wenn die Ver träne mit Rutzlano zum Abschluß kommen, so werden sie die natürliche Ergänzung zu Locarno sein, um diesen obersten Grund­gedanken der deutschen Politik erneut zum Ausdruck zu bringen.

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Berlin, 17. April. In einem Leitartikel desBerliner Tagehlaüs" schreibt Theodor Wolff zur Frage oct gegenwärtig im Gange befindlichen deutsch-russischen Verhand­lungen: Die deutsch-russischen Verhandlungen wurden nicht etwa verursacht durch den Miß­erfolg der Genfer Völkerbundstagung, denn diese Verhandlungen begannen bereits im De­zember 1924. lieber die Art. und das Ziel der russischen Vertragswünsche läßt sich nichts sa­gen, aber die Grundsätze, von denen sich Deutschland in dieser Frage leiten lassen muß, sind zu erraten. Deutschland kann nach kei­ner Seite bin Bündnisverträge a b s ch l i e ß e n , weder mit den Westmächten noch mit Rußland. Jeder Gedanke an die Un­terstützung einer Politik, die eines Tages aggressiv werden könnte, scheidet ganz selbst­verständlich für uns aus. Der zwischen Ber­lin und Moskau jetzt verhandelte Vertrag ist nur die loyale Formulierung dieses friedlichen Standpunktes, den Deutschland in Locarno und in allen Vorbesprechungen mit den Völ- kerbundsmächten vertreten bat. Weiter konnte Deutschland, wenn es nicht von seiner Linie abweichen wollte, nicht gehen, und weiter ist es nicht gegangen. Es wünscht, die in Mos­kau gehegte Befürchtung, daß es mit seinem Eintritt in den Völkerbund sich den weitum- fassenden Angriffsvlänen des anti- russischen Konzerns dienstbar machen würde, zu widerlegen. Und warum sollt». Deutschland nicht auch den Russen das bestäti­gen dürfen, was es dem Völkerbundsrat in aller Offenheit barlegte? Außerdem sind solche Verträge nicht etwa eine Neuigkeit, denn dec am 24. Januar 1924 zwischen Italien und Jugoslawien abgeschlossene vom Völkerbund registrierte Vertrag besagt: Im Falle, wo eine der vertragschließenden hohen Parteien Gegen­stand eines nicht provozierten Angriffes sei­tens einer oder mehrerer Mächte werden sollte, verpslichtet sich die andere Partei, wäh­rend der ganzen Dauer des Konfliktes neutral zu bleiben.

Zithanglielin in Nekins

Paris. 18. Avril. Die ..Chicago Tri­büne" meldet aus Peking, die Stadt be­finde sich feit gestern abend unter vollftändiger Kontrolle Tfchangtsolins. Der pro­visorische Präsident Tuanschijui habe die Exekutivgewalt übernommen und eine« von seinem Kabinett gebilligten Erlaß veröfst rt- lick*t, in dem zum Ausdruck gebracht wird, daß ihm und fernem Kabinett angesichts der bol­schewistischen G " 't nick* sie Möglichkeit ge­geben sei, auf die Durchführung feiner Aufgabe zu verzichten, daß sie aber zurücktreten wollten, sobald die militärüchen Befehlshaber eine Verordnung zwecks Aufre^* Haltung der Zentralregierung erlasien hätten.

Der Einzug der Truppen Tschangisolius und die Regierungsübernahme durch Tuanschijui verstoße gegen das gestern dem Friedensaus­schutz gemachte Versprechen, aber die Besetzung habe so gut wie gar keine Unordnung heroor- gerufen. Die einrückende Armee hätte Auf­rufe erlassen, in denen betont werde, sie zögen nur deshalb in die Hauptstadt ein, um die kommunistifche Gefahr zu beseiti­gen. Sie wollten jedoch die Einwohner Pe­kings nicht schädigen. Die Tatsache, datz die Armee Kuomintschungs Peking vollständig räumte, so schließen sowohl die Aufrufe der Armee wie die Tuanschijuis, beweise, daß die Kuomintschung-Armee vom Friedensschluß nichts wissen wolle. Die Armee Kuomintschung ziehe sich übrigens, so schließt die Meldung der Chicago Tribüne", durch den 91 an tau» Patz zurück, da Tschangtsolins Leute anschei­nend ihre Absicht, der Armee den Rückzug durch diesen Paß abzuschneiden, aufgegeben haben.. , ............. ... _ . . ..

Stehrn ter ArlMdluW» in Marokko

Paris, 18. April. Der Sonderbericht­erstatter der Havasagentur meldet aus Udidja. das General Simon und Major D u c l o s in Begleitung des dritten spanischen Delegier­ten, Hauptmann de Miguel, gestern dort eingetroffe» find. Sie beabsichtigen, sich hc e früh im Automobil nach dem Feldlager von Berteanx zu begebeu ,das ungefähr 130 Klm. entfernt liegt und wo die e r st e Zusam­menkunft der französischen und spanischen Vertreter mit den Abgesandten der Dissidenten stattfinden soll. Unterwegs wird Simon mit den beiden anderen spanischen Delegierten Love, Olivan und Aguilar zusammentreffen.

ff. Paris, 19. Avril. Wie Savas ans Udschda berichtet, find die franzöfisch-spanischen Delegierten aus dem Orte Berteaux, wo gestern die erste» Besprechungen mit den Rif­leuten ftattgefunden haben, nach Udschda zu- rückgekehrt. Die Rifvertreter haben verlangt, datz fie erst mit Abd el Krim über hie Vorbedingungen verhandeln müßten. Sie find im Flugzeug nach ihrem Bestimmungsort zurückgekehrt.

Mussolini in Rom.

Rom, 17. April. Mussolini wurde auf der Fahrt von Maecka nach Rom allenthalben mit Begeisterung begrüßt. Auf dem Bahnhof in Rom waren die Minister und die Spitzen der Behörden bei seiner Ankunft versammelt. Die Menge bereitete ihm auch hier stürmische Kundgebungen-

Erdöl und Wellv-M

Von H. H e s s e - Newhork.

Wie für manche andere Dinge, vollzog sich im modernen Zeitalter eine ungeheure Umwertung des Wertes auch für das Erd­öl. Früher ein Naturprodukt, das stellen­weise im Ueberflutz vorkam, mit dem jedoch nicht viel anzufangen war, wurde es im letzten Vierteljayrhundert Plötzlich der aller- wichtigste Rohstoff, um den sich heute die großen Nationen der Erde streiten. Es erlangte diese Rolle auf dem Umwege über den Explosionsmotor als Betriebsstoff für Verkehrsmittel zu Lande, zu Wasser und in der Luft, und da der moderne Krieg so enorme Anforderungen an das Verkehrs­wesen und an die Luftwaffen stellt, ist der Vorrat an Erdöl einer der wichtigsten Fak­toren, die über Sieg oder Niederlage einer kriegführenden Mächtegruppe entscheiden.

Diesem Umstande entspringen die krampfhaften und immer wiederholten Versuche der Großmächte, die wenigen Produktionsstätten des Erdöls in ihren Besitz oder doch wenigstens unter ihren Einfluß zu bringen. Die Engländer raub­ten die 9Nossulfelder in endlosen Kämpfen. Im Interesse der Industrie der Vereinig­ten Staaten entfachten amerikanische Aben­teurer in Mexiko eine Revolution nach der andern. Und schließlich hätten die Alli­ierten gar zu gern die Bakufelder in ihre direkte Gewalt gebracht. Doch fie hatten das Pech, daß alle ihre Unternehmen gegen Rußland fehlschlugen.

Dieser Wettbewerb um das Erdöl hak nicht nur wirtschaftliche, sondern auch höchst wichtige politische Bedeutung, ja ist einer der Schlüssel zur Weltpolitik der Groß­mächte. Da Japan auf Sachalin ansehn­liche Petroleumgerechtsame erwarb, muß schon dieser Umstand allein die Vereinigten Staaten zwangsläufig der Sowjetrepublik nähern. Die großen Flottenmanöver der Bereinigten Staaten, die 1925 im Stillen Ozean ftattfanben, lassen nur zu deutlich erkennen, wie sehr sich der Gegensatz zwi­schen Japan und Amerika verschärft hat. Er beruht nicht nur auf dem Rassenun­terschiede, sondern auch in dem gegenseiti­gen Wettbewerb auf dem Weltmärkte. Ein russisch-japanisches Bündnis vollends würde die japanische 9Nacht gewaltig stärken, und das sucht Amerika um jeden Preis zu verhindern.

Diese weltpolitische Situation macht das Unbegreifliche begreiflich, daß die Standard Oil Company bereits Anfang März 1925 über eine Million Tonnen Erdöl im Petro­leumgebiet von Baku kaufte trotz der feindseligen Stimmung des amerikanischen Kapitals gegen Räterußland. Kein Wun­der, daß Londoner Finanzkreise geradezu bestürzt waren, denn dieses gewaltige Quan­tum Del, das Amerika sich gesichert, be­deutete ein ansehnliches Geschäft des Kon­kurrenten, und stärkte gleichzeitig die wirt­schaftliche und politische Stellung Ruß­lands, was den Engländern keineswegs ge­fallen wollte, da ihre ganze Politik ge­gen die Sowjets eingestellt ist.

Allerdings schwankte das engliche Ka­pital selbst zwischen Scylla und Charybdis, denn kurz vorher hatte die britische Ge-> sellschaft Shell 200 000 Tonnen und die British Merian Petroleum Corporation 100 000 Tonnen gekauft. Jetzt aber muß­ten sie zu ihrem Schmerz einsehen, daß die Amerikaner ihnen diesmal an Groß­zügigkeit über waren.

Das war der erste Sieg des amerika­nischen Kapitals im Kampfe gegen das eng­lische, einem Kampfe, der sich für die große Menge im Verborgenen abspielt, wie der Kampf eines Oktopus mit einem Hai in der Tie,e des Meeres. Nur wenn die eine oder die andere Partei einen Sieg er­rungen, erfährt die Welt wieder einmal, was vorgeht, oder richtiger, bereits vor sich gegangen ist.

Unerbittliche wirtschaftliche Bedingungen zwingen diese beiden Nationen zwangs­läufig, in allen Teilen des Erdballs um die Herrschaft zu kämpfen. Wie erbittert dieser Kampf geführt wird, zeigt sich in dem Ringen der beiden Erdölriesen, obwohl sie in Wirklichkeit einen Krieg nach drei From-, ten führen, nämlich gegen Rußland. e

Die Tory-Regierung Englands hat sich mit allen Kräften bemüht, antibolschewi­stische Verschwörungen anzuzetteln, und nicht weniger hartnäckig verweigert es die Regierung der Vereinigten Staaten, Ruß­land auch nur anzuerkennen. Und dies trotz der großen Geschäfte, die die Standard Oil, die Ford Automobilgesellschaft und andere längst mit Rußland tätigen.