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Bnzeiyerfurldasfruher kurhessMelGberhessen/s Amtliches VerkünüigungsblÄtjür dbiv'M-nHmg

Ar. $4 61. ichrg.

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@onna6M toi 1«. April 1926

Marbmger ZaseSaMiger

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LanttSsettung

Die »vbrrheMsch« Zeitung" « scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 GM. aus- schlleßl. Zustellungsgebühr, durch pi«Post2.25 GM.Für etwa infolge Gtreik«, Mafchinendefekte »der elementarer Ereignisse ausfallend« Summern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag d. Dr. §.. Hitzervlh» Druck der Unid.-Buchdruckerei v. Job. Aug. Koch, Markt 21/23, Fernsprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. Sprechzeit der Redaktion do» 1011 und »Ul1 Uhr.

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1 Soldmark '/«..Dollar.

überall vollkom-

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2.

die mit der

Rach amtliche»

Führer der Men-

chenland berichten, daß mene Ruhe herrscht.

ff. Athen, 10. Avril.

Meldungen haben sich die

abnehalten werden.

Dir Agentur >uavas dementiert RachriÄt einiger Blätter, daß Malvy der Leitung der zwischen beit Emissären

toter in Saloniki und 200 Soldaten be dingungslos ergeben.

Botschafter von Korsch bet Brland.

ff. Pari,, io. Avril. Der deutsche Bot­schafter hatte gestern mit Briand eine Unter- redung über die schwebenden politischen Pro­bleme.

werden sofort zwischen den Vertretern der Rifftämme und französisch-spani­schen Behörden Verhandlungen be­ginne». Die französische Delegation ist heute vormittag bereits ernannt worden. Die Ver­handlungen m: Sen in Ujda stattsinden. Eine Vorbesprechung der französischen und der spanischen Delegation wird in Paris

Abschluß eines militärischen Waffen­stillstandes nach Besetzung von be­stimmten Stellungen.

Unverzüglicher Austausch der Kriegsge­fangenen.

Ministerrat in Paris.

Paris, 9. Avril. 3m Verlauf des heu­tigen Ministerrats berichtete Briand ans- führlich über de« Stand der Marokko- angelegenheit. Auf Grund des von dem Emissär Abd el Krims gemachten Angebots

Die Friedensbedingungen für Abdel Krim

entfronung der Mm, Entwaffnung, Rilitärkenltolle

Riflente und den französischen und spanischen Behörden zu führende» Verhandlungen be­traut werden soll.

Sie Sauvffoktemngrn

Eigene Funkmeldung.

ff. Paris. 10. April. Rach einem Bericht von Sava» dürften unter den Programm, punften für die Verhandlungen zwischen Ver­treter« der Rifleute und Vertretern Franf- reichs und Spaniens die folgenden zu finden sein:

Sftmr Umschwung in Wim

ff. London. 10. April. Aus Peking wird gemeldet, dass mit der Abreise Frnhyn- sia«gs aus China die alte Feind­schaft zwischen Wupeisu «»d Tschangsoltn wieder aufgelebt sei. Durch diese Tatsache verändert sich die Lage voMom- «en. Einstweilen sind zwischen allen Parteien Verhandlungen im Gange, deren Ergebnis »ollfommen unsicher sei. Die militärischen Operationen ruhen.

Kurze Reveiie in Griechenland Bedingungslose Uebergabe der Rebellen

Athen, 9. April. Nach einem Bericht des Kriegsministeriums haben in der ver­gangenen Nacht in Saloniki drei Offiziere Teile der Garnison von Saloniki aufge- wiegelt und sind nach der Ortschaft Alla- tini marschiert. Der Beweggrund zu der Meuterei ist materieller Art. Eine Divi­sion umzingelte schnell die Meuterer, die erklärten, die Bewegung richte sich nur gegen ihre Vorgesetzten, und sie würden sich ergeben, wenn ihnen versprochen würde, daß diese Vorgesetzten durch andere er« setzt werden würden. Die Regierung stellte den Meuterern zur bedingungslosen lieber« gäbe eine Frist. Die Flotte begibt sich nach Saloniki. Telegramme aus allen

Mazedoniens und Thraziens und des Epirus sowie aus dem übrigen Grie-

5. Neutralisierung einer bestimm­ten Zone bi« zur Berstäudigung über- bte Besichtigung der strittige« Grenzlinie.

4. Entfern« «g her für bi« Erhebung ver­antwortlichen Führer.

Erft «ach Einigung bieser Borbkbingungen könnten btt eigentlichen Friebensverhanblun- sen auf bet Grundlage bet Madrider Ab­machungen beginnen.

Durch die Abmachungen von Madrid seien im übrigen die wesentliche« Grundlagen für die eigentliche» Friedensverhand. lunge» wie folgt festgesetzt worden:

1. Regelung der Rifgrenze am Werga- fluh.

2. Gewährung «inet Verwaltungs- Autonomie unter der Souveränität des Sultans an die Rifstämme, sowie endlich Entwaffnung bet Gegenb und Aus­übung einer militärischen Kon­trolle Über sie.

sprechung am Montag, den 19. April, um die Möglichkeit zu beraten, bte für eine wer­tere Grundlage des Kompromisses gegeben sind. Nach dieser Besprechung wird dann mit den anderen Parteien Fühlung genom­men werden, um eine Verständigung herbei­zuführen. Die Mitteilung, daß bereits zu Beginn der nächsten Woche solche Verhandlun­gen eingeleitet werden sollen, entspricht nicht den Tatsachen.

I Politische RunMmi

I Ei« Soldatenjubiläum. Die deutsche»

I Minderheiten.

I 3n der großen Politik der Mächte herrscht« I noch Osterruhe, auf die bewegten und auf» I regenden Wochen der letzten Zeit war die na» I türliche und notwendige Entspannung erfolgt.

Die deutschen Minister batten Berlin verlassen, I um sich von den Anstrengungen ihrer Tätigkeit I zu erholen. Auch der Reichspräsident v. Hin- I denburg hatte sich einige Tage Ruhe gegönnt. I Am Mittwoch aber war er schon wieder in seinem Palais in der Wilhelmsiraße, um I schlicht und einfach, seinem Wunsche ent­sprechend ohne jedes Gepränge, sein sechzig- jähriges Militärjubiläum zu feiern.

I Am 7. April 1866 trat der Sekondeleutuant I v. Beneckendorff und v. Hindenburg in das 3. I Carderegiment zu Fuß ein, an diesem Tage I wurde er Mitglied eines Heeres, dessen Zerfall I wir als das schwärzeste Ereignis der deutschen I Geschichte zu beklagen haben, dessen Glanz und I Ruhm aber unvergänglich sein werden wie die I Namen seiner großen Führer.

I Dieses Heer war eine Erziehungsstätte ohne. I gleichen. Alle, die den deutschen Reichspräsi» I dentenihren Hindenburg" nennen wollen, I können es mit gutem Gewissen nur tun, wenn | sie sich diese seine Worte zu eigen machen: die alte Armeewar ein Volksheer, das nicht

I nur seinen Zweck, das Vaterland zu schützen, ehrenvoll erfüllt bat, sondern darüber hinaus eine Erziehungsstätte für unser ganzes Volk war, eine hohe Schule der Pflichterfüllung und der Vaterlandsliebe. Was wir an ihr verloren haben, können wir in seiner vollen Bedeutung erst jetzt empfinden, wo st« nicht mehr ist."

Was mag hinter der ehernen Stirn des Ge­feierten sich abgespielt haben, als er diese Worte sprach? Unwillkürlich denkt man daran, . unter welch ganz anderen Zeitverhältnissen der greise Feldmarschall vor 10 Jahren, im Hauptquartier Oberost in Kowno, umgebe« von seinen Kriegsvaladinen, die 50jährige Wiederkehr dieses Tages feierte. Es war die Zeit seiner höchsten Triumphe, als er in un­zähligen Schlachten den Sieg an die Fahnen seiner treuen, von beispiellosem Pflichtgefühl beseelten Soldaten heftete.

Als am Mittwoch die alten Fahnenträger die bluterprobten Symbole vergangener Kraft dem Feldmarschall voraustrugen, da ward es, nach tausendstimmigen Jubelrufen, plötzlich feierlich still. Die den Feldmarschall dort fanden nun ganz, was er uns ist: das lebende fanden nun ganz, roa ser uns ist: das lebend« Wahrzeichen aus den gewaltigsten Tagen un­serer Geschichte.

Es ist müßig und falsch, zu fragen, wer der größere sei: der Feldherr oder der Reichsprä- sident. Hindenburg fühlte sich in beiden Aemtern stets nur als ein Diener seines Vol­kes. Sein Leben beweist uns, daß gerade der mutige und pflichtbewußte Soldat, der ohne Zauder» und Wanken seine Schuldigkeit tut, am ehesten di« Feuerprobe einer schweren Zeit besteht.

Der Ehrentag des Feldmarschalls und Reichspräsidenten wird ein Segenstag werden, wenn alle dem Vorbilde nacheifern, das er in 60jähriger treuer Dienstzeit seinem Volke ge­setzt hat.

I Das Attentat auf Mussolini hat die Presse I als sensationeller Fall wohl interessiert. Eine I politische Bedeutung kann jedoch diesem Der- I brechen einer geistesgestörten Person nicht beigemessen werden. Man weiß, daß kein«

I politische Partei und keine antifaschistische I Tendenz diese Tat ausgelöst haben. Damit I hat man sich abgefunden.

Für uns Deutsche ist der schon feit längerer Zeit bemerkbare Umschwung in der italieni­schen Außenpolitik, den Mussolinis Steife nach Tripolis und seine Worte:Wir gehören zum Mittelländischen Meer und unser Schick­sal wird auf dem Wasser sein" deutlich kenn­zeichnen, eine Beranlassung, die merkwürdige Tatsache, daß die deutsche Oefsentlichkeit sich seinerzeit völlig einmütig gegen die ita­lienischen Llnterdrückungsmethoden in Tirol wandte, rückschauend zu untersuchen. Diese an sich zu begrüßende Einmütigkeit hatte näm­lich einen bedenklichen, bei der Behandlung der deutschen Minderheitenfrage in Zukunft sehr zu beachtenden Grund.

Einverleibung eines rassefremden Volks­körpers in eine Volksgemeinschaft ist nicht gleichbedeutend mit einer Stärkung des Staatsganzen, einer Erweiterung der Macht- fvhäre oder einer Erhöhung der wirtschaft, lichen Kraft dieses Landes. Jedes Minder­heitenproblem ist vielmehr eine heikle Frage.

Deutschland verfügt seit dem Weltkrieg über ein geeintes Volkstum, das mit geschlossen

Sie kommenden Wclaimnls- tagungtn

Berlin, 9. April. Die Parlaments­tagung nimmt am nächsten Montag, den 12. April, wieder ihren Anfang. Zwar finden in dieser Woche noch keine Plenarsitzungen des Reichstages und des Preußischen Landtages statt, aber die Ausschüsse beginnen bereits wieder ihre Arbeit . Am Montag nimmt im Preußischen Landtag der HauptauSschuß seine Arbeiten wieder auf. Er wirb sich mit dem Kultusetat zu beschäftigen haben. Am Dienstag tritt der Feme-Ausschuß des Preußischen Landtages ttrieber zusammen, um die Plädoyers entgegenzunehmen. Diese wer­den sich über mehrere Sitzungen erstrecken. Der Feme-Ausschuß hofft mit seinen Arbeiten in dieser Woche vollständig zum Abschluß zu kommen. Der Preußische Staats­rat versammelt sich am 13. April, er wird ebenfalls mehrere Tage beisammen bleiben, um dringliche Vorlagen zu erledigen. Das Ple­num des Preußischen Landtages ist ium 20. April wieder etnberufen worden, das Plenum des Reichstages erst am 27. April. Der Feme-Ausschuh des Reichstages weck seine nächste Sitzung be­reits wieder »m 20. April ab halten. Für diesen Tag haben auch einige andere Aus­schüsse des Reichstages Sitzungen anberaumt: besonders der RechtsauSschuß beS Reichstages, der die sft:age der F.ürsten- abfindung ettedigen soll- Die Vettreter der, Regierung.sParteien im Fürsten- Arsschuß versammeln..sich zu einer: Vorbe-

Sie SEM

Berlin, 9. April: Angesichts der Be­denken gegen die vom Reichstag und Reichs­rat angenommene Aenderung des Militär­strafgesetzbuches, wonach Offiziere, die sich am Zweikampf beteiligen, aus dem Heere entlassen werden sollen, beabsichtigt man einer Berliner ZeitungSkorrespo ndenz zu­folge in den Kreisen der Reichsregierung, einen neuen Gesetzentwurf vorzulegen, in dem die Mußvorschrift in eine Kannvor- schrift umgewandelt wird und in dem die Beamten und Offiziere gleichgestellt wer­den. Der Gesetzentwurf wird dem Reichs­tage voraussichtlich bereits bei seinem näch­sten Zusammentreten vorliegen.

Weitere BEiebmg ter Atrüftmgi-Koirferenz

1 I st London, 10. Avril. Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph" | [ weist darauf hin, daß die Ankunft Haugh- ; l f o n s, der jüngst in Washington die Unauf­richtigkeit Europas in der Abrüstungsfrage ge- brandmarkt habe, mit einem Feldzug der | französischen Presse, darunter de:Temvs", zu ! Gunsten einer weiteren Verschiebung der vorbereitenden Abrüstungs­konferenz über den 18. Mai hinaus zu- | s lewen falle. Der Korrespondent nimmt an, tafe die Anregung wahrscheinlich von einigen Nachbarn Rußlands ausgehen werde und ; ?war entweder vor Zusammentritt der Kon­st strenz oder ein oder zwei Tage danach.

' Abd el Krim ist eine Persönlichkeit. Sein Name hat das Interesse einer ganzen Welt ui Bewegung gesetzt . Er tat für sein Volk, was er konnte . Er sammelte die Stämme zur gemeinsamen Front gegen die Eindringlinge und niemals in dem langen Guerillakrieg ist es den vereinigten Spaniern und Franzosen ge­lungen, ihn restlos niederzuwerftn, seine Streit­macht völlig zu zerrütten, geschweige, ihn ge­fangen zu nehmen.

Doch fein Stern ist im Verbleichen. Mit sei­nen,Truppen hat er sich in das Innere des un­wegsamen Gebietes zurückgezogen, ungeschlagen, aber doch ohne die Möglichkeit, von Neuem zu einer groHangelegten Offensive auszuholen. Hunger und Munitionsmangel sind Waffen, gegen die auch der starrste Wille, die zäheste Energie auf die Dauer nicht ankämpfen kön­nen.

Frankreich ist mit dem Erreichten zufrieden. Die ftanzösischen Truppen haben die Riska- bylen aus ihrer Interessensphäre hinausge- brängt.

Spanien aber hat den Dorn immer noch im Fleische stecken. So ist es begreiflich, daß Ma­drid zur Zeit fein Interesse bat, bte kriegerischen Operationen zu beenden, so lange noch die Stämme Abd el Kttms btträchtliche Teile des spanischen Interessengebietes besetzt halten. Es kommt hinzu, daß Primo de Rivera die zur Zeit ungünftige Situation des marokkanischen Gegners überblickt und nicht gewillt ist, die Votteile, die die spanischen Truppe» in der letzten Zeit sich zu sichern wußten, aus der Hand zu geben- Alle Anzeichen deuten dahin, daß Madrid eine neue Landung an der Rif- küste plant. Alles in der Hoffnung, binnen Kurzem vielleicht den Frieden diktieren zu kön­nen. *

Die Frage bleibt offen, ob Abd el Krim auch wirklich die Möglichkeit hat, einen tatsächlich gültigen Frieden auf die Tauer zu schließen. Die in ihrem Glaubensfanatismus aufge­peitschten Stämme hat er zum Kampf gegen die ungläubigen Eindringlinge hinreißen kön­nen. Werden sie ihm auch Gefolgschaft leisten, wenn er sie zu ihren heimischen Hütten wieder zurückführt? Er ist bei den Rifkabylen feine anerkannte Autorität, zumal das Rif kein ge­schlossenes und umfriedetes Staatswesen bil­det . Es ist wohl möglich, daß die einzelnen Stämme letzt, wo ihnen keine Beute mehr winkt, zum Ftteden geneigt fein wecken. Aber sie wecken nicht länger fticklich leben, als es ihnen selbst gefällt.

Smibäberfan auf einenSMUug

Moska «, 9. Avril. Der Schnellzug Mos- '""^Dschaken ist kurz vor Tschake» von einer Räuberbande überfalle» worbe«, wobei bie Passagiere a«sgera»bt ®ttbe». Dem Sekretär bet afghanischen Ge- L l^schafi, der in biesem Zuge fuhr, wnrbe diplomatische Post geraubt. Es ist ben Be- I ^rde» gelungen, einen Teil der Räuber s ° Ü z u n e h m e n, bie diplomatische Post l °*e ioboch nicht wiedergefuuben werben, ^r- Sowjet-Regierung hat der afghanische« egierung ihr Bedauern ansgesvrochen.

.Prozeß gegen de« Deutsche» Bolks- vunb im polnische« Oberschlesien.

unf Aa "owitz. IO. April. Die Dor- mersuchung in dem Prozeß gegen die ver- f^etcn Mitglieder des deutschen Bolks- ist abgeschlossen. Die Anklageschrift i den Angeklagten bereits zugestellt.

kan rechnet damit, daß die Verhandlung, $'e einzelnen Angeklagten getrennt i r?Mt werden, mitte Mai ihren Anfang 1 i»ven- _ Die Verteidigung liegt teilweise £>en Händen Warschauer Rechtsanwälte.