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Zeitung
MtzeigerKrldasKher ittuchessssche)Gbevffesseri/-> Amtliches VerkünüigungsblMjür d-kreisülarbum
Marburger raseSamiger
Donnerstag, -en 8. April 1926
Mische Lan-esMng
Nr. 82 61. Faheg.
Marburg a. Lahn
Die ^Oderhefsische Zeitung" er- scheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 GM. aus- schließl. Zustellungsgebühr. durch dt«Post2.2S GM.Für etwa infolge Streiks. Maschinendefekte oder elementarer Ereignisse ausfallende Kummern wird kein Ersatz geleistet. Verlag t>. Dr. §. Hitzeroth. Druck der Unid.-Buchdruckerci b. Job. Aug. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. u. Rr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. W. Rr. 5015. — Sprechzeit der Redaktion von 10—11 und ‘1,1—1 Ubr.
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1 Goldmark — Dollar.
Sw »Lemos ' zs den Erklärungen MilschrrinS
Paris, 7. April. (WTB.) Zu fcm Erklärungen Tschitscherins schreibt der „Temps" sie enthielten nichts Aeues, jedoch wolle der russische Volkskommissar für auswärtig?. Angelegenheiten, der irrtümlicherweise den Bankerott von Locarno für bereits gegeben anfehe, bestätigen, daß seine Regierung mit hoher Sympathie eine direkte Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland ausnehmcn werde. Wenn dem so sei, warum suche er dann gegen Locarno zu arbeiten, bas gerade eine glückliche Entspannung zwischen Paris und Berlin sicherstelle? Tschitscherin wolle eben eine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich nur in dem Maye zulassen, in dem sie gegen England gerichtet sei, wie er auch eine Politik europäischer Solidarität nur in dem Mähe zulassen wolle, in dem sich diese energisch gegen einen amerikanischen Einfluh wendet. Tschitscherin wolle die Grundlage für eine Aktion schassen, die den russischen Rankünen gegenüber Englands Imperialismus und Amerikas Kapitalismus direkt dient. Aber Tschitscherin, sc fährt das Blatt fort, werde zweifellos nicht überrascht fein, dah man anderwärts eine richtige Auffassung der Tatsachen habe und dah man der Ansicht sei, dah es keine dauerhafte Friedensgarantie im Westen geben könne außerhalb einer Politik aufrichtiger Zusammenarbeit mit England und bah andererseits die finanzielle 11 n - terstützung A m erikas für die Fortsetzung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus in Europa unerläßlich sei.
Wie men in Berlin die Rede beurteilt.
Berlin, 7. April. Die Rede, die M Tschitscherin in einem taktisch sehr günstig M gewählten Augenblick zu Beginn der öipla- WInalischen Unterhaltungen über die Zu- ks'Mmmensetzung des Dölkerbundraks gehalten I hat, hat in Berliner politischen Kreisen kaum überrascht. Dem Hinweis auf die Möglichkeit i einer engeren deutsch-französischen Annäherung legt man hier vorläufig wenig Bedeutung bei, da reale Grundlagen für eine solche Politik noch fehlen. Wichtig ist zunächst nur f die scharfe Ablehnung der Teilnahme Ruhlands an der Borkonferenz für die Ab- ■- rüstungskonferenz.
Hinsichtlich der Begründung, die Tschit- r fcherin hierfür gegeben hat, besteht nach hie- i siger Auffassung nicht mehr die Möglichkeit, ' die Konferenz in einem Ort außerhalb der Schweiz zu verlegen, wohl aber kann die kcharfe Ablehnung Tschitscherins dahinführen, bah sowohl in Paris als auch in London seit einiger Zeit bemerkbare Tendenzen, die Borkonferenz zu verschieben, sich verstärken. Dazu wird wahrscheinlich der Borwand benutzt ' werden, dah eine Abrüstung für Frankreich unmöglich sei, solange nicht Rußland bindende Erklärungen zu einer Abrüstung übernehme. Es ist möglich, dah sich, zumal ein enger sachlicher Zusammenhang besteht, die diplomatischen Unterhaltungen der deutschen Regierung jetzt auch auf die Fragen der Abrüstungskonferenz erstrecken.
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Amsmchung im Prozeß Mmnnn — Knoll
Berlin, 7. April. sWTB.) In dem Pro- istß gegen den Staatsanwaltsassessor Kutz- m a n n und den Major et. T). Knoll, die int Zusammenhang mit der Barmat-Kutisker- Affäre wegen Beiseiteschaffung von Urkunden angeklagt waren, erfolgte in der heutigen Hauptverhandlung die Freisprechung bor beiden Angeklagten, da nichts erbracht sei, was die Anklage rechtfertigen könnte. Die Kosten des Verfahrens werden der Staatskasse vuferlegt.
Reue Konkurse und Gefchästsausstchten im Mörz.
Berlin. ,. April. ($32$.) Nach Mittei- kngen des Statistischen Reichsamtes wurden im Monat März durch den Reichsanzeiger 1871 ntUe Konkurse — ohne die wegen Masse» Mangel abgelehnten Anträge aus Konkurser- ssnang — und 1481 angeordnete Geschäfts» ^sichten bekanntgegeben. Die entsprechen-
Zahlen für den Februar stellen sich auf «98 bezw. 1573.
RmbaMW aus Mussolini
Ao Morin verhaftet —
Rom, 7. Avril. Die „Agenzia Stefoni“ meldet: Heute vormittag um 11 Uhr Kat auf dem Platz des Kavitols eine alte Frau aus nächster Räke einen Revoloerschuh auf Mussolini abgefeuert, in dem Augenblick, als er beim Verlassen des internationalen chirurgischen Kongresses fich zu seinem Auto begab. Mussolini wurde nur leicht verwundet. Das Geschah durchschlug die Nasenflügel. Mussolini bewabrte voll- lommeue Rübe und Kaltblütigkeit. Die D"- ierin, die man nur mit gröhter Müde vor der empörten Menge in Sicherheit bringen konnte, wurde ins Frauengefängnis eingeliefert.
Die Urheberin des Attentats gegen Mussolini Seiht Violet Albina Gibson. Sie ist 50 Jahre alt, englischer Staats- augehötigkeit und gebürtig aus Dalkey (Sraf- schaft Dublin). Mih Eibson ist die dritte Tochter des verstorbene» Barons Ash- b o u r n e, ehemaligen Lordkanzlers von Irland, und die Schwester des gegenwärtigen Lord Ashbourne, der in Frankreich ansässig ijt
Nach ärztlichem Gutachten ist die Verwundung Mussolinis keineswegs besorgniserregend.
Um 4 Ubr nachmittags begab fich Mussolini nach dem Palais Bittorio, wo unter seinem Borfitz die Parteisekretäre der Provinzen dem neuen Direktorium der faschistischen Partei vorgestellt wurden.
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Nach Einweihung des Internationalen Chirurgischen Kongresses verlieh Mussolini in Begleitung mehrerer Kongreßteilnehmer unter Beifall der Menge das Kapitol, während eine Gruppe Studenten das faschistische Lied „Giovinezza" sang. Mussolini dankte lächelnd, indem er mit der Hand grüßte und begab sich über den Platz des Kapitols zu seinem Kraftwagen.
Während er den Platz überschritt, zog eine ältere dunkel gekleidete Frau einen kleinen Revolver aus der Tasche, reckte beide Arme in die Höhe und schoß aus nächster Nähe auf M u s s o l i ni, indem sie nach seinem Gesicht zielte. Mussolini wurde am unteren Teile der Nase verletzt. Der Polizeipräsident, ein Hauptmann der Carabinieri und ein Schutzmann stürzten auf die Frau und verhinderten sie, weiter zu schießen. Sie trennten sie von der Menschenmenge, die sie lynchen wollte. Mussolini griff instinktiv mit der Hand nach der Nase und zog sich blutüberströmt zurück. Der Ministerpräsident und der begleitende Chirurg Bastianelli hielt sofort ein Taschentuch gegen die Wunde, um das Blut zu stillen.
Mussolini und seine Begleitung begaben sich sofort in das Erdgeschoß des Kapitols, wo die anwesenden Chirurgen den ersten Verband anlegten, während Mussolini sofort Weisungen erteilte, um Vergeltungsmaßnahmen zu verhindern. Er verlor leinen Augenblick die Ruhe und beruhigte diejenigen, die sich um ihn drängten. Darauf begab sich Mussolini in Begleitung der Aerzte und des Nnterstaats- sekretärs für auswärtige Angelegenheiten, Grandi, zu seinem Kraftwagen und fuhr nach Hause. Kurz nach seiner Ankunft besuchten ihn die Minister und andere Persönlichkeiten. Er gab dem Innenminister den strengen Befehl, jede Störung der öffentlichen Ordnung zu verhindern.
Nach dem Anschlag auf Mussolini begab sich Herzog Kosta zu ihm und gab seiner lebhaften Entrüstung über das Attentat Ausdruck. Mussolini unterrichtete den König telegraphisch über den Anschlag und versicherte ihm, daß er wohlauf sei. Gegen Mittag empfing Mussolini den Gene- ralstaatsanwalt und den Untersuchungsrichter, die eine Reihe von Fragen an ihn zur Untersuchung des Attentats richteten. Eine große Mensehenmenge hält sich dauernd vor dem Hause Mussolinis auf. Zwei Listen, die beim Pförtner ausgelegt wurden, füllten sich mit Unterschriften. Auch die Mitglieder des diplomatischen Korps trugen sich ein. Die ganze Stadt ist beflaggt.
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Demonstrationen in Rom.
Rom, 7. Avril. (Agenzia Stesani.) Die Nachricht von dem Attentat auf Mussolini rief in allen Schichten der Bevölkerung große Erregung hervor. Im Zentrum der Stadt sammelten fich große Menschenmassen an, die die größte Entrüstung über das Verbrechen zum Ausdruck brachten. Eine Schar junger Leute vrotefticrte vor dem Gebäude der Zeitung „Mondo". Die Druckerei des Blattes wurde beschädigt. Es find strenge Befehle ergangen, alle Ausschreitungen zu unterdrücken.
Stilett Einzelheiten
Rom, 7. April. Bor dem Bekanntwerden der Personalien der Frau, die den Anschlag auf Mussolini aussührte, verbreitete fich das Gerücht, daß sie slawischer Abkunft sei. Ein Trupp Studenten zog daraus nach der russischen Botschaft, um sie zu stürmen, wurde aber durch ein Aufgebot Carabinieri daran gehindert. Auch die polnische Gesandtschaft und die anderen in Betracht kommenden diplomatischen Vertretungen wurden sofort durch Carabinieris gesichert. Wie schon gemeldet, stürmte eine Volksmenge nach dem Attentat das Gebäude des oppositionellen Blattes „I l Ak o n d o“ und verwüstete es. Außerdem wurden die oppositionellen Blätter aus den Zeitungsständern berausgerisscn und verbrannt.
Einer der Tatzeugen gab an, daß er die Attentäterin kurz vor der Tat mit einem Manne mit weißem Bart habe sprechen sehen und daß er gehört habe, wie dieser ihr empfahl, etwas unter einer Zeitung zu verbergen. Offenbar war dies der Revolver. Tatsächlich hat Miß Gibson im Augenblick des Erscheinens Mussolinis ein Zeitungsblatt zur Begrüßung erhoben, unter dem sie den Revolver von kleinem Kaliber abfeuerte. Mussolini, der beute nachmittag der Eröffnung der Luftverkehrslinie Genua- Rom—Palermo in Ostia beiwohnen wollte, ließ sich dort vertreten. Wie verlautet erleide dagegen seine morgen beabsichtigte Reise nach Tripolis keinen Aufschub. Beim Betreten seiner Wohnung sagte Mussolini lächelnd zu dem ihm entgegeneilendcn Beamten: „Ich lebe noch, es ist mir nichts geschehen, gehen wir wieder zur Arbeit. Man braucht sich nicht zu beunruhigen und es besteht kein Grund, zu alarmieren." Das erste Extrablatt mit der Nachricht von dem Attentat auf Mussolini erschien gegen 2Ms Uhr. Es verwies besonders darauf, daß die Attentäterin eine Ausländerin ist, daß die Untersuchung gründlich geführt und alle Verantwortlichen festge-tellt werden müßten. Nur fremde Interessen, welche die Schwächung Italiens wollten, hätten zu einem solchen Attentat führen können.
Eine Rede Mussolinis an das Volk.
Rom, 8. Avril. (Stesani.) Mussolini hielt vom Balkon des Palazzo Chigi eine Rede an die ungeheure Menschenmenge, die ihm stürmisch zujubelte. Er sagte a> <t: Ihr - sollt für einige Minuten meine Stimme vernehmen. damit Ihr Euch überzeugt, daß Ihr Klang fich nicht geändert hat, ebenso wie ich Euch versichern kann, daß mein Herz nicht schneller schlägt. (Beifall.) Mussolini sagte dann noch, er sei stolz, einer Generation anzugehören. die niemals zittere, sondern stets auf dem vom Schicksal vorgezeichneten Wege vorwärts marschiere. Kein Ereignis und kein Mensch werde den unwiderstehlichen Vormarsch des sieghaften Vormarsches aufhalten. Mussolini dankte zum Schluß für die Beweise der Zuneigung und Anhänglichkeit, forderte zur Ruhe auf und befahl, daß die Ordnung aufrecht erhalten werde.
Nach seiner Rede erscholl langanhaltender Beifall.
fk. Rom, 8. April. Die Rachricht von dem Attentat gegen Mussolini erregte Empörung in allen Städten Italiens, deren Bürger Kundgebungen veranstalteten. 2n mehreren Städten wurden feierliche Kundgebungen zelebriert. Tausende von Telegrammen wurden von Gemeinden sowie von italienischen und ausländischen Körperschaften an Mussolini gesandt. Gegen Abend
besuchte der Kronprinz den Ministerpräsidenten und beglückwünschte ihn auch im Ramen des Königs und der Königin. Die Stadt ist prächtig geflaggt und illuminiert.
Ist Astrin eine Geisteskranke
Rom, 7. April. (Agenzia Stesani.) Di» Urheberin des Attentats hat am 27. gebt. 1925 in Rom einen Selbstmordversuch unternommen, bei dem sie sich in die Brust schoß. Sie hat damals erklärt, sie habe sich zu Ehren Gottes umbringen wollen, und wurde daraufhin unter Beobachtung gestellt.
Rom, 8. April. Zu dem Attentat auf Mussolini werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Die Attentäterin Gibson ließ nach der Tat ein Fläschchen mit Jodtinktur fallen, die mit einem noch nicht festgestellten Präparat gemischt war. Es scheint, daß sie mit dieser Mischung nach der Tat Selbstmord begehenwollte. Der Revolver ist ein fran- zösisiches Fabrikat vom Kaliber 6,35 Millimeter.
Die Attentäterin verweigerte bei ihrem Bet- lKr lebe Auskunft. Sie macht den Eindruck einer Geisteskranken, und man nimmt an, daß kein Komplott vorliegt. Bei einer Haussuchung in der Wohnung der Attentäterin wurden verschiedene Briefe und antifaschistische ausländische Blätter gefunden.
Die römische M i l i z ist m o b i l i s i e r t und in den Kasernen zusammengezogen.
In der Kirche San Marcello fand gestern nachmittag ein feierliches Tedeum statt.
Bei der Ersetzung der neuen faschistischen Parteileitung hat gestern nachmittag Mussolini eine Rede gehalten, in der-, er auf die Notwendigkeit verwies, alle Geschäftemacher aus der Partei zu verweisen, um» mit den Worten schloß: „Es geht vorwärts! Wenn ich vorwärts gehe, so folgt mir! Wenn ich zurückweiche, |o tötet mich! Wenn ich sterbe, so rächt mich!"
Wie die Blätter melden, wurden zwei Fremde nach dem Attentat verhaftet, deren Namen bekannt gegeben werden. Außer dem „Mondo" konnte die „Voce Republikana" wegen eines Urwerfalles nicht erscheinen. Wegen des Ucberfalles auf die russische Botschaft hat diese Protest bei der Regierung eingelegt. Im Hause der Korrespondentin der Arbeiterzeitung „Es geht vorwärts" in Rom, einer italienischen Staatsbürgerin wurden die Möbel dieser Vereinigung zerschlagen und Feuer angelegt. Das Lokal brannte vollständig aus.
Sofort nach dem Attentat wurden Telephon- itnb Telegraphenleitungen gesperrt bis zum Erscheinen der offiziellen Mitteilung.
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Hinzenburgs Militäriubiläum
Berlin, 7. April. Die Umgebung des Reichspräsidenten-Palais in der Wilhelmstraße war heute schon in den ersten Vormittagsstun. den von einer dichten Menschenmenge besucht, die Zeuge des militärischen Schauspiels anläßlich des 60jährigen Militärjubiläums des Reichspräsidenten fein wollte. Die Bürger» steige am Palais selbst waren dicht gefüllt mit Zuschauern, darunter vielen Schulkindern, die Fähnchen trugen. Im Palais war die Freitreppe mit Lorbeerbäumen geschmückt. Um 9.30 Uhr wurde die Feier mit einer Morgenmusik eingeleitet, die die drei Bataillons- Kapellen des Infanterie-Regiments Nr. 9 dem Reichspräsidenten in feinem Palais darbrachten, und die der Reichspräsident vom Balkon des Palais anhörte. Um 10 Uhr machte der immer stärker werdende Andrang auf der Straße die ersten Absperrungen notwendig, die bann später, als die Stunde des Aufmarsches der Ehrenkompagnie näherrückte, noch verstärkt wurden. Als erster Gratulant vom diplomatischen Korps erschien der englisch« Lord d'Abernon.
Nachdem die Fahnenkompagnie mit Front zum Präfidentenhause Aufstellung genommen hatte, begab sich der Reichspräsident in der Uniform als Feldmarschall von den zahlreichen Zuschauern mit stürmischen Hochrufen begrüßt zur Fahnenkompagnie. Um 12 Uhr fand im großen Saal des Präsidentenhauses die Erinnerungsfeier statt, an der zahlreiche Vertreter des militärischen Lebens teilnahme».
Reichswehrminister Dr. Getzler hielt darauf folgende Ansprache:
Herr Reichspräsident! Heute jährt es sich jum 60. Male, daß Sie, Herr Reichspräsident, n die preußische Armee eingetreten sind. An diesem Gedenktage nimmt die junge Wehrmacht des Reiches den herzlichsten Anteil. Nicht nur weil Sie unser Oberbefehlshaber sind, sondern vor allem, weil wir in Ihrem Leben die Verkörperung der höchsten müifei-