Einzelbild herunterladen
 

Dienstag, den 6. April M6

Die .^vderhessisch« Zeitung" er­scheint sechsmal wöchentlich. Be­zugspreis monatlich 2 SM. aus- schließ!. Zustellungsgebühr, durch di«Post2.25 GM.FLr etwa infolge Streiks, Maschinendesekle oder elementarer Ereignisse ausfallende Nummern wird kein Ersatz ge­leistet. Verlag d. Dr. §. Hitzeroth, Druck der Unib.-Duchdrnckeret b. Job. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr, 55. o. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a. M. Nr. 5015. — Sprechzeit der Redaktion do« 10—11 und

*f,l—1 Ubr.

SberheUfche

***** xl Ai Ti O Gtz A» SliMche AMÄlIMiM B ■ ■ 8 || g LMMllm,

Sic. SG 61. äateg. Marburg a. Lahn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 10 gespalt. Zeilenmillimeter. 0.08 GW., kleine Baranzeigen' 0.06 GM., amtlich« und aus», wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei' schwierigem Satz sowie bei Platz-" Vorschrift 50°/, Aufschlag. —' Sammelanzeigen 100 % Auf»' schlag. Reklamen der Millim,' 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werde» ber«chnet,ebenso Auskunft^ durch die Geschäftsstelle und' Zusendung der Angebote. 6t-' füllungsort Marburg.

1 Goldmark = V«,,Dollar.

DnzeigersürldasMier imchessssäie)<vbechessew>flmttiches VerkünüigungsbsMsürdKreisAarbWg

Das fnmzösssste AIcmma

Die unheilvolle Verwicklung der französi­schen Finanzen droht unablässig eine Regie- rimgskrise nach der andern heraufzubeschwö- rcn. Das traurige Kapitel „Inflation" hat bisher die wenigsten der europäischen Staa­ten verschont. Erstaunlich ist, daß hier kein Staat vom andern lernen kann. Immer mehr hat es den Anschein, daß auch Frankreich den Weg gehen muß, den Deutschland und Oester­reich hinter sich haben. Das Problem der Stabilisation stellt die französische Regierung heute vor noch größere Schwierigkeiten, als Hclfferich und Schacht oorfanden. Denn Frank­reich ist weniger isoliert als Deutschland es damals war, es steht in engerem Zusammen­hang mit der Weltwirtschaft als Deutschland in den Jahren der Inflation. Wenn der französische Franc bisher nicht in gleichem Maß und mit ebenso rapidem Tempo in den Abgrund stürzte als seinerzeit die Mark, so liegt das in der Hauptsache daran, daß ein­mal Frankreich „Siegerstaat" ist und daß fer­ner das französische Volk das Vertrauen zu seiner Währung noch nicht verloren hat. Noch weigert sich der französische Geschäftsmann, wie es damals in Deutschland der Fall war, seine Preise nach den Börsenkursen oder etwa nach Dollars, einzurichten. Allerdings ist es eme bange Frage für den Franzosen, wie lange es noch dauern wird, bis es so weit ist.

Daß der kürzlich beschrittene Weg der Steuererhöhung zur Stabilisation und zum Ausgleich des Staatshaushalts führen kann, daran zweifelt jedermann. Ganz im Gegen­teil befürchtet man, daß dieser Weg. der nur eine Ausflucht zwischen den Wünschen der Rechten und der Kapitalsteuer der Sozialisten, ist, viel böses Blut schafft. Noch weiß nie­mand, wo hinaus die Verhältnisse führen wer­den. Die unsozialen Wirkungen der Steuer- rrhohunaen geben in der Tat viel Anlaß zu ernstem Nachdenken auch in Kreisen der Re­gierung.

Ganz falsch ist es. vom deutschen Stand- punkt aus die französis^-n Finänzverhattnisse mit Genugtuung oder mit Schadenfreude gar betrachten zu wollen. Wir dürfen nicht ver­gessen, daß auch wir unter dem Verfall der Franc-W'-'rung zu leiben haben. Unsere In­dustrie ist mehr als je auf Export angewiesen und für die Gestaltung des innerdeutschen Marktes ist es unerträglich, daß die deutschen Preise über denen des Auslandes liegen. In Anbetracht der Wirtschaftskrise, in der wir uns — aber nicht wir allein — befinden, liegt es auch in deutschem Interesse, wenn wir Frankreich einen baldiaen Ausweg aus dem unheilvollen Dilemma seiner Finanzen wün­schen.

*

Merets Steucrgesetze von Kammer und Senat angenommen.

Paris, 4. April. Kammer und Senat haben heute morgen ihre Beratungen über die Steuergesetzentwürfe Pörets beendet. Die Kammer hat das Gesetz mit 365 gegen 145, der Senat mit 220 gegen 16 Stimmen angenom­men.

Im Laufe der Nachtsitzung haben sich die bei­den Parlamente über die Abänderungen ge­einigt, die der Senat an dem Text der Kam­mer vorgenommen hatte. Es handelte sich in Ser Hauptsache darum, ein Kompromiß hin­sichtlich der Monopole für Petroleum und Zucker zu finden. Die Kammer schlug vor. durch ein Sondergesetz das Petroleummonopol spater zu regeln und das Zuckermonopol ganz fallen zu lassen. Mit dieser Einigungsformel hat sich der Senat zufrieden gegeben, doch mußte die Kammer ihrerseits in Bezug auf die Tabakpreise ein Zugeständnis machen. Die Kammer hatte den Tabakpreis auf 2.10 Francs für das Kilo festgesetzt, der Senat hatte den Preis auf 2.50 Francs heraufgesetzt, woran er festhielt. Alle übrigen geringfügigeren Mei­nungsverschiedenheiten wurden ausgeglichen. E. wurde schließlich beschlossen, daß der Senat die Beratung des Haushaltsplanes für 1926 om 12. April im Plenum beginnen soll. Die Kammer vertagte sich bis zum 20. April. Sie lou jedoch früher einberufen werden, falls der ^cnat vorher feine Budgetberatungen beenden kann.

--♦--

Der Aufffmd In speien

Die Verhandlungen de Jouvenels in Jerusalem.

Paris, 3. April. (TU.) Aus Beirut wird gemeldet, daß der Oberkommissar de Iouvenel zurückgekehrt ist. Das englische Oberkommis, sariat gibt in einem Cornmuniguß bekannt, skaß de Iouvenel während seines Aufenthalts m Jerusalem mit Lord Plumer ein Abkom­men getroffen hat, das sich vornehmlich auf oic Erleichterung des Grenzverkehrs bezieht.

Abrüstung nur für Deustchluub

Knnklli» bennleruftt Me milfläriitte Bemacht zn Lande

Paris, 3. April. Die im englischen Un­terhaus erhobene Forderung auf Abrüstung Frankreichs begegnet in Paris gereiztem Wi­derspruch. Die Gleichstellung mit Deutschland gegenüber dem Völkerbund wird als besonders verlebend empfunden und veranlaßt den „Temps" festzustellen, die 1919 durch die Alliierten erzwungene Entwaffnung Deutsch­lands habe nicht das geringste mit der allgemeinen Abrüstung zu tun, die im Laufe einer internationalen Konferenz nur bei freier Zustimmung aller Beteiligten beschlossen werden könne. Wenn die geplante Abrüstungskonferenz fehlschlagen sollte, werde die Abrüstung Deutschlands als solche unbedingtaufrecht erhalt en. Deutschland dürfe unter keinen Umständen die Handlungsfreiheit zurückerhalten, die ihm die Möglichkeit gebe, wie andere Mächte zu rüsten. Wie der Völkerbund sich auch dazu stellen möge, eine Revision des Versailler Vertrages sei nicht ohne die formelle Zustimmung aller Signatar­mächte möglich. Weiter vertritt das Blatt in Anknüpfung an die Ausführungen des eng­lischen Unterstaatssekretärs Locker » Lampson den Standpunkt, daß derenglischenVor- herrschaft auf dem Meere die mi­litärische Vormacht Frankreichs zu Lande gegenüb er gestellt werden könne. Im Laufe des Weltkrieges habe sich gezeigt, daß das französisch- Heer und die eng­lische Flotte zusammen die sicherste Ga­rantie für die Aufrechterhaltung des Friedens darstellten. Wenn einer dieser beiden Fak­toren geopfert werde, so werde das eine Be­

drohung des Gleichgewichts und eine Verschär­fung der Kriegsgefahr zur Folge haben.

Mm unb die AbrliftmgS- «onfmnz

Berlin. 3. Avril. Nach Meldungen Tokioer Blätter hat die javanische Regierung ihrem Delegierten für die Vorbereitende Ab­rüstungskonferenz Mathnda folgende Anivci- sung erteilt:

1. die Besvrechrngrn sollen sich nur auf durch­führbare Maßnahmen erstrecken,

2. die Lustfahrtverhandlungen dürften nicht angeschnitten werden,

3. Japan betrachtet eine Abschaffung der Unterzeeboote als undurchführbar,

4. Japan fordert ein Verbot der Verwen­dung giftiger Gase int Kriege.

--♦---

Amerika uni brr MlgllMtef

Washington, 3. Avril. Wie verlautet, wird Staatssekretär Kellogg zu Beginn der nächsten Woche eine Note nach Genf richten, in der die Einladung des Völkerbundes für eine Konferenz in Genf, die die amerikanischen Vor­behalte für den Weltgerichtshof erörtern soll, abgelehnt wird. Die Bereinigten Staaten »erden, statt mit den anderen Mächten an einer solchen Konferenz teilzunehmen, weiter­hin über die Vorbehalte auf direktem Wege mit den Mächten verhandeln, die das Proto­koll über den Weltgerichtshof unterzeichnet haben.

Bum Besuche MW bei Beim»

Paris, 3. Avril. Wie der „Matin" mit« teilt, bat Vriand gestern nachmittag nicht nur mit dem deutschen Botschafter, sondern auch mit dem englischen Botschafter Lord Crewe über die Studienkommisfion des Völkerbundes verbandelt. Das Blatt glaubt zu wissen, daß der deutsche Botschafter erklärt habe, Dr, Strcseman» wünsche genaue Angaben über die Zusammensetzung der Kommission und über die Stellung der deutschen Mitglieder, die an den Arbeiten der Kommission teilnehmen werden. Deutschland wolle ferner wissen, welche Hal­tung Frankreich und England zur Kandidatur Svanicus und Brasiliens für einen Ratsfitz einnehmen würden. Hebet diese Fragen ha­ben fich, wie das Blatt mitteilt, Briand und Lord Crewe eingehend unterhalten. Die zwi- chen dem deutschen und englichen Botschafter und Briand eröffneten Verhandlungen über diese Fragen werden während der Ofterfeier- tage unterbrochen, jedoch gleich nach dem Feste wieder aufgenommen werden.

—*-

ÄiüriuWum »es ßkW- vmfidenlen eon Siudeuburg

Berlin, 3. April. Anläßlich des 60- fährigen MilitärjuOiläums, das der Reichs­präsident am 7. April begehen kann, sind fol­gende militärische Veranstaltungen vorgesehen: 9.30 Uhr »ornt. bringt die Kapelle des 9. Inf.- Regts. dem Reichspräsidenten im Gatten seines Hauses Morgenmusik dar. Um 11.45 Uhr vorm. werden durch die Fabnenkompagnie des Wachtregiments Berlin mit Musik die Fahnen der Regimenter des Generalseldmarschalls, nämlich das 3. Garde-Regt. zu Fuß, des Olden- burgischen Jns.-Regts. Nr. 91 und des Jns.- Regts. Generalseldmarschall v. Hindenburg (2. Masurisches) Nr. 147, durch di« Wilhelmstraße nach dem Hanse des Reichspräsidenten gebracht. Um 12 Uhr findet im großen Saal des Präsi­dentenhauses eine militärische Feier statt, an welcher Abordnungen von Offizieren, Unter­offizieren und Mannschaften der Traditions­truppenteil« vorgenannter Regimenter, die Chefs des Heeres- und der Marineleitung, Ver­treter der Reichswehr und der Reichsmattne

und der Reichswehrminister tcilnehmen werden. Auch der Reichskanzler wird dieser Feier bei­wohnen, der Reichswehrminister wird hierbei die Glückwünsche der Wehrmacht darbringen. Nach dieser Feier werden die Fahnen im Ar­beitszimmer des Reichspräsidenten aufgestellt, von wo sie am nächsten Tage am 8. April, mittags 12 Uhr. von der Fahnenkompagnie zur Kaserne des Wachtregiments gebracht werden.

---*--

tonten in Mote

Kalkutta, 4. Avril. Heute ereigneten sich weitere vereinzelte Unruhen. 22 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine An­zahl mohammedanischer Geschäfte wurde ge­plündert.

London, 5. Avril. Nach einet Meldung des ,,Dailv Telegraph" aus Kalkutta find nach den letzten Nachrichten bei den Un­ruhen 5 0 Personen getötet und 600 verwundet worden.

——*--

Schließung des orgtnlinihten Kongresses

Buenos Aires, 4. Avril. (Meuter.) Nachdem der Kongreß der Botschaft des Staatsvrästdenten nicht entsprochen hat, in der das Verbleiben Argenttniens im Völkerbund empfohlen wurde, wird die Regierung wahr- scheinlich selbst Delegierte zur vorbereitenden rlbruftungskonferen, und zur Kommission für die Umbildung des Völkerbundes ernennen. Durch einen Erlaß des Präsidenten wurde die Botschaft zurückgezogen und der Kongreß ge­schlossen, weil er nicht einen einzigen der ihm seit November vorliegenden Punkte erledigt habe. 3n varlamentarischen Kreisen rief die­ser Erlaß Erregung hervor. Er wurde von Abgeordneten als einen Schlag gegen die «reiheit des Volkes bezeichnet. Die Kammer sei stets bereit, ihre Pflicht zu erfüllen, könne aber nicht Diktate der Regierung entgegen, nehmen.

Abreise Sir Robert Lomes von Rewoork.

Newyork, 4. April. Sir Robert Lome ist am Sonnabend nach England abgereist. Er erklärte Journalisten gegenüber, die britische Regierung' werde niemals eine Annullierung der Kriegsschulden an Amerika fordern. -

Zur Eröffnung des Nugtefrfebes nm 6. Avril

Schon länger als ein Vierteljahr ziehen sich die Verhandlungen hin, die in Paris zur Regelung des deutschen Flugzeugbaues und Flugverkehrs geführt werden. Die Alliierten haben es bekanntlich für ange­bracht gehalten, entgegen den Versailler Bestimmungen dem deutschen Zivil-Flug­zeugbau und -Luftverkehr Schranken und Fesseln aufzuerlegen. Wenn trotzdem der deutsche Flugzeugbau in der ganzen Welt als vorbildlich anerkannt wird, wenn ge­rade das Ausland mit Vorliebe sich deut­scher Flugzeuge bedient, so bedeutet das einmal eine Anerkennung deutscher Tech­nik überhaupt, zum andern aber eine be­sondere Anerkennung für die Gewissenhaf­tigkeit deutscher Flugzeug-Ingenieure und Flugzeugführer.

Als im Dezember vergangenen Jahres die beiden bedeutendsten Flugverkehrs-Gesell­schaften, der Aero-Lloyd und die Jun­kers Flugverkehrsgesellschaft, ihren Betrieb einstellten, weil Verhand­lungen zur Zusammenfassung beider Flug­betriebsgesellschaften im Gange waren, da konnte allgemein damit gerechnet werden, daß mit der Wiedereröffnung des deutschen Flugverkehrs die schikanösen Begriffsbestim­mungen für den deutschen Flugverkehr be­seitigt worden wären. Leider ist das noch immer nicht geschehen. Inzwischen ist die Vereinigung der beiden genannten Flugver­kehrs-Gesellschaften zur Deutschen Luft- Ha n s a A.f-G. erfolgt und die Berliner Flughafen-Gesellschaft hat der neuen Ge­sellschaft als Zentralpunkt des deutschen Luftverkehrs einen Lufthafen geschaffen, der im Begriff ist, der schönste und modernste in der ganzen Welt zu werden. Das zum Flughafen umgestaltete Tempel hofe-r Feld ist durch Planierung Befestigung. Straßenbauten und durch Zusammenfassung und Neuerrichtung von geeigneten Hallen und Verwaltungsgebäuden zu einer Anlage hergerichtet worden, wie sie zweckdienlicher und zentralgelegener keine Großstadt der Welt aufzuweisen hat. Die bisher bestan­denen Flugzeughallen und Verwaltungs­gebäude lassen heute schon eine vorbild­liche Abwicklung der abgehenden und an­kommenden Flugzeuge zu, die in ihrer vor­züglichen Durchorganisierung an den best­geleiteten Eisenbahnverkehr erinnern. Der Flugplan der Deutschen Lufthansa A.-G. stellt ein regelrechtes Fahrplanheft von rund 100 Druckseiten dar, aus welchem mau alles Wissenswerte über deutsche Fluglinien, Abflug-, Ankunfts- und Anschlutzzeften, über Personen- und Gepäcktarif usw. er­fahren kann. Man ist erstaunt, daraus zu ersehen, in welch vorbildlicher Weise sich das deutsche Flugverkehrs netz über ganz Deutschland erstreckt und wie die einzelnen Flugstrecken sich überschneiden, um die günstigsten Flugverbindungen durch Umfteigen usw, zu gewährleisten. Von Berlin aus z. B. führen nach dem Strecken­netz die Fluglinien in 15 verschiedene Rich­tungen. Insgesamt werden von Berlin aus,^um nur einige Beispiele zu neunen, 46 Städte angeflogen, von Düsseldorf aus 18, von Essen 25, von Frankfurt a. M. aus 37, von Karlsruhe aus 17, von Köln aus 34, von Mannheim aus 27 und so fort.

Am 6. April wird die Lufthansa den regelmäßigen Flugdienst auf insgesamt 43 täglich zu befliegenden Strecken mit zu­nächst 110 Flugzeugen der bekanntesten deutschen Typen aufnehmen. Es sind da­nach täglich rund 30 000 Kilometer zu bewältigen. Es handelt sich durchweg um Ganzmetall-Maschinen von dem dreimoto- rigen Junkers-Kometen bis zum kleinen Albatros-Fokker. Die Lufthansa hatte am Montag die Presse zur Besichtigung ihrer Anlagen geladen, um sie einen Blick tun zu lassen in das neueste Werk deutscher Auf­bauarbeit. Neben der Presse hatten sich auch Vettreter der Behörden, u, a. vom Reichsverkehrsministerium Ministerialrat Brandenburg, der Dirigent der Abteilung Luft- und Kraftfahrwesen, weiter Oberre­gierungsrat Mühlig-Hoffmann, von der Reichsregierung der Reichspressechef Dr. Kiep, sowie eine große Anzahl prominenter Persönlichkeiten aus Handel und Industrie eingefunden. In einer Begrüßungsan­sprache wies das Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa, Direktor Milch, auf den kulturell so wertvollen Luftfahrtge­danken hin, der nicht allein vom verkehrs­wirtschaftlichen Standpunkt zu beurteilen ist, sondern auch von dem Gesichtspunkt aus, daß der zivile Luftverkehr für Deutsch-