Einzelbild herunterladen
 

MtzeiyerMtdasstührr kmhMÄe)GberhMw--KnMchesAevkürMgMgsbMMd-KrWNaLkW

Bölkerbundsräte vorgefchla

Die Vollversammlung werde

fernerhin in Genf zusammentreien.

Völkerbundsrat in den Obersten Kontinentalver-

auch Uebrr

asiatische« und afrikanischen eintreten. Eie könnten also Rat durch verschiedene einigungen gewählt werde«.

tatet gen.

fuhrhandel betreffe, von dem es in so großem Mähe abhänge, so sehe Deutschland, daß rdm ein Marki nach dem anderen Derfcbloiien werde. Die Aussicht für die Zukunft sei feiner Ansicht nach, daß Deutschland eine Krise während der nächsten 4 bis (»'Monate durchmache und dann allmählich seine Verhältnisse sich bessern.

Zum Schluß erkl .S. ir Josuah Stamp, die zukünftige Wirtschaftslage Europas hänge zum größten Teil von der Fähigkeit der franzöp- scheu Politik ab, ihre Lage zu ersahen und den Franken zu stabilisreren, sowie von der Fähigkeit Deutschlands, einen Markt für fer­nen Ausfuhrhandel zu finden.

Besprechungen der Reichsregierung mit dem interfraktionellen Ausschuß.

Berlin, 19. März. Heute mittag sand eine Besprechung der Reichsregierung mit dem interfraktionellen Ausschuß der Regierungs­parteien über die Genfer Berhandlungen statt. Die Aussprache, die sich an die Ausführungen

ReMMiiWon Im Mlkctbund?

Mehrere KonSinenWröte - Der Oberste Rai als WiedsrWer

Sir Josuah Stamp über die Wirtschaftslage in Europa.

fl London, 20. März. Sir Josuah Stamv erklärte in einer Rede über die wirt- schasillche Lage Europas: Tie lünftrge Tätig­keit des Völkerbundes hänge zum größten X-eu von den häufig wechselnden Beziehungen Euro­pas ab. Die Lage in Deutschland fei wichtig, weil in Deutschland außerordentlich gedruckte Verhättnissse herrschten. Es besteht feooch b.e Aufsicht, daß es allmählich dm Sturm über­stehe. Es fei klar, daß Deutschland nur zah­len könne, indem es mehr fördere und länger als andere arbeite. Was Deutschlands Aus-

Diese Dinge spielten sich sämtlich vor der Eröffnung der Völkerbundstagung in Genf ab; aber sie bestimmten ihren ganzen Verlaut. Wer sie mit einiger Aufmerkfamieit verfolgt hatte, konnte an keinem Punkt der Konferenz überrascht werden. Es kam alles, wie es kommen mußte: Deutschland wurde nicht aus­genommen, weil nicht gleichzeitig auch Polens Ansprüche befriedigt werden konnten. Gewiß, ein Rätsel bleibt noch zu lösen: welcher Preis ist Brasilien für sein „unwiderruf­liches" Veto gezahlt worden, welcher Zu­sammenhang besteht zwischen ihm und Italien? Daß dieser Zufammenhang wirk­lich besteht, daß man, um den ganzen Betrug nicht allzu offensichtlich werden zu laffen, Brasilien nur oorschob, daran zweifelt niemand. Denn niemand ist ernst­haft entrüstet über den Außenfeiier, weder England noch Frankreich; verstimmt sind aus­gerechnet nur die 12 latein-amerikanischen Staaten, die Brasilien das Recht abfvrechen, im Namen Südamerikas ein Veto einzulegen.

Aber auch dieses Rätsel wird gelöst werden. Irgendwann wird eine Meldung avftauchen über besondere Zugeständnisse, die auf voliti-

Die Anregung des „Petit Parisien ist nicht neu. Schon feit langem ist gefordert worden, daß die Orgaiiisatioii des Völkerbundes der „regionalen Gliederung" ~ (einer Teilhaber Rechnung tragen müsie. Jnteresiant ist nur, wie der Vorschlag des „Petit Parisien" ver­sucht die Vormachtstellung Eurovas zu stabili­sieren. Es ist doch fraglich, ob nach den Er­fahrungen der letzten Jahre ein amerikanischer ober asiatischer Kontinentalrat noch bereit ist ausgerechnet eine europäische Großmacht als Mandatar in den „Großen Rat" zu enrienden.

Rr,88 ei. MteT Mtuölltg a. Lohn

Der Anzeigenpreis beträgt für den 10 gefpalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM., amtliche und aus­wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Sah sowie bei Platz­vorschrift 50»/, Aufschlag. — Sammelanzeigen 100 °i« Auf schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt alt Darrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

1 Goldmark — Dollar.

dem Kontinentalrat müsse ein o b e r st e e 91 at stehen, der jedoch nur die Rolle eines Schiedsrichters im Falle eines Konfliktes zwischen verschiedene« Kontinentalräten ,u spielen habe« werde. Um Eifersüchteleien vorznbengen, müsse man die Mttgliede- des Obersten Rates durch die Kontinentalvereini- gungen wählen lassen, von denen jede eiuzeln« das Recht habe, ein Mitglied als Vertreter zu ernennen. Die europäischen Groß­mächte müßten im Verhältnis ,» ihrer Be völkerung und ihrem Vermögen mehr Stimme« erhalten. Die europäischen Ko­lonialmächte würden als Mandatare in den

fk. Paris. 20. März. In einem heute vom „Petit Parisien" veröffentlichten Artikel wird als Ersatz für den heutigen Völkerbundsrat die Schaffung kontinen-

Bor ten MknvoliMrn Debatten

Der Aeltestenrat des Reichstages hat die De­batte über Gens für Montag festgesetzt.

Vorher wird die deutsche Delegation die Frak­tionsführer empfangen, um sie über die grund­sätzliche Stellung des Reichskablnetts zu den Genfer Verhandlungen und Vereinbarungen und über bestimmte Vorgänge in Genf zu un­terrichten. Bekanntlich bat das Reichskabinett den Bericht der Delegation unmittelbar nach ihrer Ankunft entgegengeuommen und auf Grund desselben beschlossen, die bisher verfolgte außenpolitische Linie unter besonde­rer Berücksichtigung der bisherigen Locarno- und Außenpolitik einzuhalten. Wie schon gemeldet, wird von den Deutschnafionalen der Rücktritt des Reichskanzlers und des Reichs- außenministers gefordert mit der Begründung, daß die bisherige Locarno- und Völkerhunds- politik der Regierung in Genf Schiffbruch erlitten habe. Sie sehen in der Nichtaufnahme Deutschlands in den Völkerbund eine Des­avouierung Deutschlands, so daß nach Meinung der Deutschnationalen eine grundsätzliche Um­stellung der deutschen Außenpolittk erfolgen müsse.

tzonaabtnb, w A>. März 1926

: w overb«ms-d« Settung- er- ! sechsmal wiehenlllch. 9t-

Lastet* monatlich 2 GM. aus- f Zustellungsgebühr, durch

‘ ^P§stL25 SM.Für etwa infolge i Maschinendefekle oder

1 ^utarer Ereignisse ausfallend« k »«nuset» wird kein Ersah ge- s '--et. Derlagv. Dr. 5 Hitzeroth, 5 mtiid der Univ.-Buchdruckerei d. | *T Aug. «och, Markt 21/23. • ^sprechet: Nr. 55. u. Nr. 666. ; ^.gscheckkonto: Amt Frankfurt i ; «j. Nr. 5015. — Sprechzeit

*_ Aedakliou von 10—11 und ‘1,1—1 Ubr.

des Reichskanzlers und des Reichsaubrnmini- sters knüpfte, wird die Grundlage für die Stel­lungnahme der Fraktionen bilden.

Eine Entschließung der Regierungsparteien.

Berlin, 19. März. Eine demokratische Zeitungskorrespondenz teilt mit, daß die Re- I gierungsparteien beabsichtigen, im Laufe der I außenpolitischen Debatte des Reichstages, die I am Montag beginne« soll, eine Entschließung vorzulegen, in der sie für die Fortführung der I Locarnovolitik eintreten. Es darf angenom- I men werden, daß auch die Sozialdemokraten I dieser Entschließung zustimmen.

Keine Einberufunq des Auswärtigen Aus­schusses.

Neber die Besprechung des Reichskanz­lers mit den Vertretern der Regierungs­parteien, die heute nachmittag Im Reichs- I tag stattfand, hat das „Berl. Tazebl." noch folgendes zu berichten: Rach dem eingehen­den Meinungsaustausch, der der Bespre­chung folgte, erfolgte keine Stellungnahme seitens der Vertreter der Regierungspar-. teten da diese erklärten, sie müßten erst aufgrund dieser Aussprache mit ihren Frak­tionen Fühlung nehmen. Die Fraktionen der Regierungsparteien werden noch vor | Beginn der außenpolitischen Aussprache im Reichstag, die für Montag endgültig fest­gesetzt worden ist, zusammentreten. Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages soll vorher nicht mehr einbernfen werden. Tas „Berl. Tagebl." fügt noch hinzu, daß die Fraktionsführer der Sozialdemokraten und der Deutschnationalen morgen Vormittag von dem Reichskanzler unb dem Reichs­minister des Aeußeren empfangen werden sollen. Die Vertreter der Wirtschaftlichen Vereinigung sollen für morgen nachmittag in die Reichskanzlei gebeten worden fein.

*

Die kommende Debatte über Eens im Unterhaus.

fk. London ,20. März. 3n der Unter- Hausdebatte über Genf am Dienstag wird wahrscheinlich nach Erledigung der klemen Anfragen Lloyd George einen Antrag auf Derminberung des Gehalts für den Staatssekretär des Auswärtigen stellen, was die Bedeutung eines Mißtrauensvotums hat. Als zweiter Redner wird Ramsay Mac Do­nald sprechen. Dann wird Chamberlain das Wort ergreifen. ilollte die Opposition eine Abstimmung für wünschenswert halten, so wird diese voraussichtlich noch am selben Abend stattfinden.

„Star' zufolge hat die Regierung es ab­gelehnt, die Genfer Verhandlungen im Unter« Hause anders zur Sprache bringen zu lassen, als in Form eines Mißtrauensantrags. Am Mittwoch wird Lord Oxford im Ober­haus ebenfalls die Genfer Vorgänge zur Sprache bringen.

Brasilien von Italien „aufgevutscht".

Dem „Sag!“ wird von seinem Londoner Korrespondenten gemeldet: 3n eingeweihten Kreisen Londons weih man bereits viel Reues und doch Authentisches über das Intrigen­spiel hinter den Genfer Kulissen zu erzählen. Es wird authentisch versichert, d a h Ita­lien Brasilien aufputschte, weil Frankreich Brasilien hatte fallen lassen. Dri- and habe italienischen Pressevertretern so ganz nebenbei gesagt, daß Deutschland be­stimmt gleich nach seiner Ausnahme Kolonial­mandate erhalten werde. Daraufhin habe Italien Deutschlands Aufnahme verhindert.

Sie Lehren von Senf

Wir haben vor fünf Wochen, als wir nach dem Zusammenhang zwischen der Schmähted, Mussolinis und dem ja damals schon heftigen Streit um die Verteilung der Ratssitze frag­ten, an dieser Stelle geschrieben: „Deutsch­lands Eintritt in den Völkerbund will und kann man nicht verhindern, aber seinen Ein­fluß will man von vornherein unter­binden . . . . Die Großmächte haben sich verpflichtet, Deutschland einen ständigen Rats­sitz zu gewähren, aber durch ihre Trabanten wollen sie sich dieser Verpflichtung entledi­gen. Entweder, alle Ansprüche auf die Rats­sitze sollen befriedigt werden, oder Deutschland soll — um des Friedens willen — auf seinen Anspruch verzichten. Hinter Polen steht Frank­reich und England, hinter Brasilien Italien."

Diese Voraussage bat sich aufs Wort genau, erfüllt. Zwar schien England, oder richtiger Ehamberlain, unter dem Druck der öffentlichen Meinung sich von seinem an Polen verpfände­ten Wort lösen zu wollen. Aber wir verwiesen am 22. Februar auf das türkisch-französische Abkommen, das ein geeignetes Mittel sei, di- Billigung der französischen Völkerbundspolitik durch England zu erzwingen. Und tat­sächlich hat sich Chamberlain mit Entschieden­heit auf Frankreichs Seite geschlagen, als die französische Regierung sich bereit erklärte, den in Angora abgeschlossenen Vertrag nicht eher zu ratifizieren, bis die Klausel über die Neu­tralität Frankreichs im Falle eines Konflikts der Türkei mit einer dritten Macht (England in Mofsul!) gestrichen sei. (16. März -

Unter der Ueberschrift „Die neue Einkreisung Deutschlands" besprachen wir dann am 6 März die endgültige Schwenkung der italic?.»- schen Außenpolitik. Die kleine Entente (Tschecho-Slowakei, Rumänien, SLdslawien) richtete sich, als Werkzeug französischer Politik, ursprünglich zugleich gegen Deutschland und Italien. Im Januar 1924 gelang es Musso­lini zunächst, durch den italienisch-südslawischen Vertrag in diesem Verband Fuß zu fassen. Er machte Belgrad in der ihm eigenen Art den Vorschlag, entweder mache man ein Bündnis mit Italien oder Krieg. Südslawien entschied sich für ein Bündnis. — Hierauf versuchte Mussolini, die gesamte kleine Entente unter seine Führung zu bringen. Eine Handhabe bot ihm der Vertrag von Locarno. Mit dem ! Augenblick, da dem französischen Streben nach

Eroberung des Rheinlandes durch den Sicher- beitspakt eine Schranke gesetzt war und Frank­reich sich andererseits durch diesen Pakt den Rücken für den Fall kolonialer Fehden (Marokko) gesichert batte, verloren die Ab­kommen zwischen Frankreich und seinen öst­lichen Vasallen für diese wesentlich an Be-

I deutung. Die kleine Entente empfand eine „Lücke" in den Locamoverträgenc den feblm- den Schutz der östlichen Grenzen, der Curd) die Sonderverträge mit Frankreich nur I mangelhaft geboten wurde. — Hier setzte Mussolini den Hebel an. Er bot der kleinen Entente den Schutz Italiens an, denn sie alle bedrohe die gleiche Gefahr: die vangermgnische Bewegung. Es folgten dann die von uns ir dem erwähnten Artikel erörterten Divio» matenbesuche. Nintschitsch fuhr über Rom nach Paris und traf dort mit Briand, Benesch und I Skrzynski zusammen (3—6. März). Alle Ab- I machungen begegneten sich in dem gleichen Be- stteben Deutschland und Oesterreich erneut einzukreisen und ihren Zusammenfchlui; zu I verhindern. (Bestätigt am 17. März.) Sollte I es nicht gelingen, Deutschland im Völkerbund I kaltzustellen, so solle es durch eine Mächte- I gruppierung außerhalb des Bundes um­zingelt werden.

Sic Lagt der ReWvvft

Dcrlin, 19. März. Der Hauchaltsaus- ltzvß des Reichstages wandte sich der Dera- Mig des Etats des Reichspostmini- t.eriumö zu.

Reichspostminister Dr. Stingl

«öffnete die Aussprache mit einem Gesamt- Mrblick über die Berke hrs-und W i r t- I Taftslage der Reichspost. Mit der Wehmenden Krisis der allgemeinen Witt- *aft habe sich auch die Lage der Reichspost künftiger gestaltet. Besondere Aus- nerflamicit wurde der Entwicklung des P o st­raft v a g en v e r k e h r s zugewendet. Ge- »nwärtig bestehen im Llebermndverkehr jehr als 1 200 Linien. Die Zahl der I bastomnibusse und sonstigen Personenwagen «tragt über 2700. Der Flugpost die n st Mrd weiter ausgebaut, besonders der Racht- Liaverkehr gefordert. Die Zahl der Post- che ck k u n b e n ist von 121 030 im Jahre bu auf 857 000 im Jahre 1925 gestiegen. Zur Zeit beschäftigt sich die Reichspost mit einer durchgreifenden Umgestaltung des ganze« !

'Telegraphenbctriebes,

W die neuesten technischen Errungenschaften I xchbar zu machen und die Wirtschaftlichkeit I ui heben. Die Telegraphie arbeitet jetzt mit I Ünterbilanz. Das Fernsprechwesen befindet sich auch jetzt noch in einer Anfwärtsentwick- tag. Ende Januar belief fich die Gesamt- zahl der Sprechstellen, Haupt- und Reben- Kschlüsse, auf über 21/, Millionen. Die »rage älter Tarifänderung wird zur Zeit im Mini» tert um geprüft. Das Funkwe f en ent- I pickelt sich in aufsteigender Linie. Die Zahl ter Rundfunkteilnehmer hat bereits tm Sep­tember die erste Million überschritten. Es Ltd zur Zeit 19 Sender in Betrieb. 3n Haden soll demnächst ein weiterer Sender zur Aufstellung gelangen. Die im besetzten Hebiet noch bestehenden Schwierigkeiten wer- -Len nach Möglichkeit beseitigt.

Deutschland ist das erste Land, das eine Rachrichtenvermittlung wie die Zugtele- phonie eingerichtet hat.

Im Auslandsverkehr sind auf allen Gebieten Fortschritte zu verzeichnen. Rach dem Stande vorn 31. Jan. 1926 waren beschäftigt 251 307 Beamte im Hauptamt sowie 41 8 29 außerhalb des Beamten- »erhältniss es stehende. Auf dem Ge­biete der sozialen Fürsorge wurde alles ge­tan, was nach Maßgabe der vorhandenen Mittel möglich war. Die Entwickelung der Po st einnahmen im letzten Jahr V- nicht befriedigend. Rach dem Stande rom 1. Januar weisen die Einnahmen gegen­über dem Einnahmesoll einen Rückstand von 16Millionen auf. Das durchschnittliche Aus­gabe s o l l ist bis jetzt um einige Mil­lionen überschritten.

Zur Zeit ist die Finanzlage der Reichspost recht gespannt.

Ob es mög-tch sein wird, das 3a6r 1925 ohne Fehlbetrag abzuschliehen, bleibt noch abzuwarten. Die Personalausgaben sind um 2.2 Proz. gestiegen, die Bet r i eb s- und Sachausgaben um 37,6 Proz., die persönlichen Kosten betragen 58.7 Proz. der

1 Betriebsausgaben. Die Reichspost lehnt es grundsätzlich ab. eine Thesaurierungspolttlk zu treiben. Des weiteren besprach der Mi­nister ausführlich

die Personalvolitik der Reichspost.

An Eingänge ft eilen sind im neuen Etat rund 9660 vorgesehen. Sie follen im wesentlichen verwendet werden zur Anstel­lung von Diätaren, Einberufung von Verlor» gungsanwärtern unter Entlassung von Per- l fönen im Lohnverhältnis und zur lieber* «ahme von Reichsbahnbeamten, ebenfalls anstelle der zu entlassenden Helfer. Die Beförderungsverhaltnisse der höheren Beamten sind gerade zu trost­los 'Die Zahl der höheren Beamten ver­mindert fich fortlaufend. Zum Schluß nahm der Minister Stellung zu der Frage, ob und wie sich das R e i ch s p o st f i n a n z g e f e h bewährt hat. Das Gesetz habe auch im zweiten Jahre seines Bestehens den Erwar­tungen entsprochen. Eine Aufhebung des Gesetzes würde nach Ansicht der Reichspost einen Rückschlag bedeuten, der letzten Endes auch für die allgemeine Wirtschaft nachieilig fein müßte. .

Abg. Morath (D.Bpt.) erklärte, der in- ländische Kreditmarkt dürfe durch eine An- leibe bet Reichspost nicht eingeengt werden.

Abg. Harmony (Dntl.) erklärte, hin­sichtlich der geplanten Fernsprechgebühren- Dränung mache er schon jetzt darauf aufmerk­sam, daß seine Freunde eine Begünstigung Der Dielsprecher zum Rachteil der Wenigsprecher «icht mitmachen werden.

Mmbm« M D D W6e

$086881*16« 4JBE1 1. Hl 1 1J1