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Deutschlands Aufna-megeluch ln Senf

Marburger ZagesaMtger

SeMche Landeszettung

Dienstag, bm s. Februar ms

gcnwärtigen Verhältnissen im 3ntewi)e_ der Schweiz liege, die Regierung der russischen sow- jetrepublikn weder de facto noch de jure anzuerkennen?

Die sozialdemokratische Interpellation lau­tet: Die Unterzeichneten bitten den Bundes­rat um Auskunft über die mit Sowjetrußland geführten Verhandlungen, über ihre bisheri­gen Ergebnisse und über die 'Frage der voll­ständigen Wiederaufnahme der diplomatischen und Handels-Beziehungen mit Sowjetrußland.

Der Eintritt in den Völkerbund vom Reichs­kabinett beschlossen.

fk. Berlin, 9. Febr. Das Reichskabinett hat in seiner gestrigen Sitzung die Absendung einer Note einstimmig beschlossen, durch welche der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund angemeldet wird. Die Note wird alsbald nach der Ueberreichung in Genf veröfsentlicht werden.

Deutschlands Ausnahmegesuch in Gens.

sk. Berlin, 9. Febr. Wie mehrere Blät­ter melden, ist das G e s u ch L e u t s ch l a n d s um Ausnahme in den Völkerbund noch gestern abend an den deutschen General­konsul abgegangen, der die Note heute dem Generalsekretär des Völkerbundes überrei­chen wird. Der Wortlaut der Note dürfte morgen früh veröffentlicht werden.

Nachdem die gleichberechtigte Stellung Deutschlands im WNKerbund gesichert und seiner besonderen Lage sur Kon­flikt sfälle Rechnung getragen »st, wird die Gefahr, infolge unseres Mangels an äußeren Machtmitteln ein reines Obje«t der Politik der andern zu werden, durch die Zu- oehörigkeit zum Bund und die Beteiligung an leinen Entscheidungen keinesfalls vergrößert, sondern sicherlich verringert. Selbstver­ständlich kann niemand erwarten, daß der Eintritt in den Völkerbund einen plötzlichen Umschwung der Dinge herbeiführen könnte. Mit schnellen Erfolgen kann keine deutsche Außenpolitik rechnen. Sie wird bei richtiger Abschätzung der ihr zu Gebote stehenden Mit­tel deft mühsamen Weg des Wiederaufstiegs und der Erstarkung nur Schritt sür Schritt zurücklegen können. Aus diesem Wege bedeu­tet der Eintritt in den Völkerbund einen Fortschritt, da er Deutschland neue Mit­tel und neue Möglichkeiten der Politik zur

to.33 61. Mr«. Marburg o. Mn

Der SMeigenprets beträgt für den lOgespalt. Zeilenmillimeter 0.08 GM., kleine Baranzeigen 0.06 GM-, »amtliche und aus­wärtige Anzttgen 0.10 GM. Bei schwierigem Eah sowie bei Plah- borschrift 50*f0 Aufschlag. Gammelanzeigen 100/o Auf­schlag. Reklamen der Millim. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Er­füllungsort Marburg.

>1 Goldmark »Dollar.

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Kein Eingreifen Englands.

London ,8. Febr. Sm Unterhause erklärte Chamberlain auf eine Anfrage, so­weit er unterrichtet sei, habe die L0w>et- regierung noch nicht offiziell auf die Ein­ladung des Völkerbundes zur Abrustungs- vorkonserenz geantwortet, aber, soviel er wisse, erhebe sie Einwände gegen Gens als Versammlungsort, weil sie keine diplo- marischen Beziehungen mit der Schweiz un­terhalte. Tie britische Regierung habe keine Veranlassung gehabt, ihre Ansicht über diese Frage auszusprcchen.

Verfügung stellt.

Mdrr neue SchwtwMten! Polen will mit Deutschland gleich­gestellt werden

sk. London, 9. gebt. Der diplomatische Berichterstatter desDaily Telegraph" schreibt, in britischen und Völkerbundkreisen herrsche eine nervöse Stimmung darüber, daß die Zuweisung eines st ä n d i g e n S i tz e s im Völkerbundsrat an Deutschland jetzt ge­wisse Schwierigkeiten Hervor­rufen kann. Die im Rat vertretenen Mächte, die an dem Vertrag von Locarno be­teiligt waren, seien v e r p s^l i ch t e t, zu Gun­sten der Zulassung zu stimmen. Spanien habe, obwohl es kein Unterzeichner von Lo­carno fei, Deutschland eine ausdrückliche Zu­sage in diesem Sinne gemacht. Mit ande­ren Mächten verhalte es sich aber, ganz abge­sehen von Polen, das kein Mitglied des Rates sei, etwas anders. Der Berichterstatter spricht von Intrigen, die in gewissen Kreisen er­mutigt würden. Die Lage sei tatsächlich so, daß der Vertreter einer dieser Mächte soweit gegangen sei, anzudeuten, daß hierdurch die Zulassung Deutschlands zum Völ­kerbund verzögert würde. Der Bericht­erstatter fügt hinzu, daß der sranzösische Bot­schafter gestern im goreign Office vorgespro­chen habe.

Daily News" bemerkt zu dem gleichen Thema in einem Leitartikel, die polnische Aus- sasiung sei, daß Polen eine Belohnung für seine Opfer und für seinen guten Willen er­halten sollte, den es dadurch bewiesen habe, daß es die Vereinbarungen von Locarno er­möglichte. Da Polen ferner viele strittige Fragen mit Deutschland zu verhandeln habe, sei es Unrecht, wenn es nicht aus gleichem guße mit dieser Nation stehen würde. Da sich der augenblickliche Grundsatz, der die Zu­sammensetzung des Bölkerbundsrates be­herrscht, nicht bewährt, sollten sie aus sehr guten Gründen eine Aeuderung erfahren.

Seulscht Äotoninlüolitit

Von Dr. Theodor Klausberger.

Keine Nation hat mit so reisen Sändelt und so glänzenden Kulturerfolgen Kolonial« Politik getrieben, wie die Deutschen" Das war einst das Urteil Th. Roosevelts. Aber die widerrechtliche Heuchelei der Ententemächte hat ihren Kolonialraub an uns damit begrün­det daß wir durch unsere Kolonialvolitik, ins­besondere die Eingeborenenbehandlung, den moralischen" Anspruch auf kulturelle Mit- arbeit in den Kolonialgebieten verwirkt bat­ten. Dabei wurde uns der hohe wirtschaftliche Wert unserer Kolonien nicht einmal auf das Revarationskonto angerechnet.

Der Schimpf der Unwürdigkeit und Unfähig­keit ist nun freilich in Locarno zurückgenommen worden. Briand gab die ausdrückliche Er­klärung ab, d a b n i e m a n d i n de r Welt Deutschland das moralisch e Recht auf Kolonien absvrechen tonne. Hierauf gestützt bat Reichskanzler Luther dann im Reichstag die Erwartung aus­gesprochen, daß unserem Anspruch auf koloninle Betätigung nun auch Rechnung getragen werde. Aber mit verdächtiger Eile betonten England und Frankreich sofort, daß in abseh­barer Zeit Kolonialmandate nicht verfügbar seien. Chamberlain hat sich zu der Frage, ob Deutschland nach seinem Eintritt in den Völkerbund Kolonialmandate erhalten werde dahin geäußert, es knüpfe an seinen Eintritt Bedingungen und könne daher nicht erwarten, an allen Rechten der Bundesmit­glieder teilzunehmen. Wenn es auf ferne Be­dingungen verzichte, dann würden ihm alle i Rechte, auch das der Ausübung kolonialer Mandate, eingeräuml werden. Das bedeutet also nur wenn mir unsere Vorbehalte in Be­zug auf Artikel 16 aufgeben und uns der eng­lischen Politik für eine antirussische thront be­dingungslos zur Verfügung stellen, sollen wir Kolonien wieder erhalten. Gewiß, billig sind die Engländer nie gewesen. Wie sie die Räumung Kölns absichtlich hinausschoben, um ein Pressionsmittel in Händen zu behalten, so wollen sie auch ihren Kolonialraub, nicht so leichten Kaufs aufseben, uns allenfalls mit einem Linsengericht abfinden. Ein doppelter Anlaß für uns, vor dem Eintritt in den I Völkerbund neben manchen an- I deren auch die Kolonial frage zu I klären denn es ist völlig ausgeschlossen, da« wir uns mit einem Fetzen unseres ehemaligen Kolonialbesitzes, etwa Togo, gleichsam nur als I einem - Symbolmoralischer Wiedergut- I machung", zufrieden geben könnten.

Koloniale Betätigung hat für uns dann einenWert, wenn wir wieder in denBesitz aus­reichender Rohstoffgebiete gelangen die wir heute mehr als je brauchen, um die Rob- stoffnot unserer mit den Dawesabgaben be­lasteten Volkswirtschaft zu mildern. Unser Kolonialhandel belief sich einst (Ktoutfd)ou nicht einbegriffen) auf 250-280 Millionen In den letzten zehn Jahren vor dem Kriege hatte er sich vervierfacht und würde beute etwa eine Eoldrnilliarde, das sind 10 Prozent des Eesamthandels des Mutterlandes, betragen. Wir wären in der Lage, aus unseren früheren Kolonien Mseren gesamten Bedarf an Speise­fett und ehren erheblichen Prozentsatz an Kautschuk, Kakao, Kaffee. Tabak und anderen Kolonialvrodurten zu befriedigen. An Phos­phaten könnten unsere Kolonien sogar den Weltbedarf der Landwirtschaft auf Mensihen- alter hinaus decken. Die Bedeutung Ost­afrikas ist überdies durch die Eoldfunde der letzten Jahre erheblich erhöht worden, und vor allem fände der Bevölkerungsüberschun Deutschlands das dringend nötige Siedlungs­land unter der Flagge des Vaterlandes.^

Die Gegner einer neuen kolonialen Betäti­gung Deutschlands führen immer .wieder die Kostenfrage ins Feld. Im Etat von 1014 betrugen die Gesamtausgaben für die Schutz­gebiete 92 Millionen Mark, wovon bereits 70 Millionen Mark durch eigene Einnahmen ge­deckt wurden. Dabei haben wir nur 4 Mark Jahressteuer pro Hütte erhoben, während sie Engländer jetzt 10 Mark einzieben. Wir könnten beute sogar eine Ermamgung dieser Steuer eintreten lassen und doch noch die Ver­waltungskosten decken.

Es wird bei der Behandlung des deutschen Kolonialvroblems ferner nur zu sehr die Tat­sache unbeachtet gelasien. daß die Kolonien de iure noch unser Eigentum geblieben sind In Artikel 22 der Völkerbundsatzung i|t nur' gesagt, daß diefortgeschrittenen Na tionen" ihre Vormundschaft über die ehemals deutschen Kolonienals Mandatare" d e s Bundes und in seinem Namen' zu fuhren haben Es ist d esbalb nicht einzusehen, wes­halb der Bund nicht jeder Zeit Aendernngen in der Mandatsverteilung vornehmen können I lallte Und die Rückgabe unserer ehemaligen I Kolonien müßte er als unabweisbar erkennen,

Um den irreführenden Meldungen über die Formalitäten bei der Aufnahme eines neuen Mitgliedes in den Völkerbund entgegenzutre- I ten, wird von zuständiger Seite folgendes mit* geteilt: Die Aufnahme eines neuen Staates in den Völkerbund erfolgt gemäß Art 1 Abf. -. der Bundessatzung durch einen mit Zwei­drittelmehrheit gefaßten Beschluß der Bundes­versammlung. Wenn Deutschland also sein I Gesuch um Aufnahme einreicht, so ist zunächst I die Einberufung einer außerordentlichen Rats­tagung erforderlich, die durch Mehrheitsbe- I fchluß dann eine ordentliche Vollversammlung einberuft, welche über das deutsche Aufnahme­gesuch zu entscheiden hat. Nach der Geschäfts- I orbnunq des Völkerbundes bestimmt der Generalsekretär auf Weisung des Präsidenten des Völkerbundsrates, den Termin für den Zusammentritt des Rates und zwar soll die Einladung 20 Tage vor dem Einberufungs­termin erfolgen. Es kann jedoch in dringen­den Fällen von der Wahrung dieser Frist ab­gesehen werden. Die Einladung zur Bundes­vollversammlung soll geschästsordnungsgematz vier Monate vor dem für den Zusammen­tritt der Tagung festgesetzten Zeitpunkt er­folgen. Ader auch hier kann der Völkerbunds- j rat durch Mehrheitsbeschluß die Frist nach Be­lieben abkürzen. Bei Vorliegen des deut­schen Aufnahmegesuches kann demnach sowohl die Einberufung des Völkerbundsrates wie später such die der Bundesversammlung ohne Wahrung bestimmter Fristen erfolgen. Wenn wiederholt von einer Frist von 5 Monaten ge­sprochen wurde, die zwischen außerordentlicher Ratstagung und der Völkerbundsversamm­lung liegen mußte, so ist das wohl auf den Wunsch des Generalsekretariats des Völker­bundes zurückzuführen, den Mitgliedsstaaten Zeit und Gelegenheit zu geben, sich auf die

I Beschickung der Vollkonferenz einzurichten.

Dw amtliche Sommentor

Durch Wolffs Telegraphenbüro wird zu dem Beschluß des Reichskabinetts ein amtlicher Kommentar verbreitet, der versucht, den Ein­tritt Deutschlands in den Völkerbund sowohl im Zusammenhang der gesamten politischen Entwicklung wie auch als Einzelvorgang zu I erklären und als Notwendigkeit hinzustellen. I Bemerkenswert ist besonders das Einge- I ständnis, daß von deutscher Seite das Sicher- I heitsproblem ohne Zusammenhang I mit dem Völkerbund zur Debatte ge- I stellt worden war. Lediglich auf Wunsch der I fremden Mächte habe man sich bereit erklärt, diese beiden Fragen zu verbinden. Schließlich I habe sich aus dieser Verknüpfung ergeben, daß I die Locarnoverträge ohne Deutschlands Ein- I tritt in den Völkerbund garnicht wirk- I sam geworden wären.

I In dem ausführlichen Kommentar ist mit I keinem Wort die Frage der Kriegs-

Ser SMtolSto« RorWIkSwlsS

3um 10. Februar.

Der Abstimmungstag Rordfchleswigs, der I sogenannten ersten Zone, darf nicht der Der- I gessenheit anheim fallen. Zwar gab das Er- I gebnis, das am Abend des Tages die allge- I meine Spannung löste, der Entente die Hand- I habe zu dem Machtspruch, der das ganze I Gebiet nördlich der Clausen-Linie Dänemark I zusprach, aber immerhin hattte sich unter den I für Deutschland ungünstigsten Verhältnissen I noch der vierte Teil der baden st än- I digen nordschleSwigschen Bevöl- I terung für ein Derbleiben bei der I alten Heimat ausgesprochen. Und I selbst bei genauester Berücksichtigung der in I bent ungleichen Kampf festgestellten Stärkever- I hältnissen hätte der ganze Südteil der ersten 1 Zone mit Hover, Tondern, Ting- I lof 1 und Rinkenls um nur einige I markante Orte zu nennen bei Deutschland I verbleiben müssen. Liber wer lieh sich da- I mals überhaupt dazu herab, deutsche Ein- I spräche zu prüfen! I

Sechs Jahre sind nun schon seit jenem I SchicksalStag verflossen. Schwere Sorgen I haben oft die Männer, die dort oben die Verantwortung für die Fortführung des deut- schen Selbstbehauptungskampfes trugen, er­füllt. Manche haben in falschverstandenem I Rationalstolz das Gebiet verlassen, obwohl cs dort auf jeden einzelnen ankommt. Aber die. welche in der Grenzzone ausharrten, haben sich um so fester zusammengeschlossen. Sie bilden eine große Intellek­tuelle, der Handwerker, der I Dauer und der Arbeiter. I

Dieser feste Zufammenschluh war eine ge­bieterische Rotwendigkeit, denn vom Borden setzte sich gleich nach der Abstimmung em großer Strom i» Bewegung. Da kam der I dänische Richter, der dänische Pastor, der dänische Lehrer, der dänische Händler und der dänische Sagförer, alle kamen sie mit der I überlegenen Miene des glücklichen Er- I oberer«, der ein Land beglücken sollte, I das ein halbes Jahrhundertin der Kul­tur zurück war". Sie wollten die Rord- schleswiger innerhalb weniger Jahre zu I Dollblutdänen" machen. Diese nivellierende I Arbeit stieß aber nicht nur bei den Deutschen, sondern auch bei den Rordschleswigern auf entschiedenen Widerstand. I

Es wäre aber falsch, sich deshalb irgend einem siegessicheren Optimismus hinzugeben. Die Mittel, die der dänische Staat in Nord­schleswig im Grenzkampf einsetzt, sind klug I gewählt und werden systematisch angefetzt. Die dänische Regierung ist wohlberaten durch Bte Männer, die jahrzehntelang in Preu- bischer Zeit auf dänischer Seite in führender Stellung standen. Sie haben jedenfalls rn diesen Jahren gelernt, was man im behörd­lichen Derkehr mit einem fremdnationalen Vollsten nicht machen darf. Unter dem Deckmantel vollkommenster Tole­ranz uni) weitaehendster Liberalität wird dem deutschen Dolksteil immer mehr der Lebensraum beschnitten. Meistens ist der Gegner gar nicht zu sehen. Rur an den Wirkungen spürt man, daß Kräfte am Werke sind, die vor keiner Konsequenz zurückschrecken.

Demgegenüber müssen die Männer und Frauen in Schleswig-Holstein die deutsche Sprache hüten. And sie ist in sicherer Hut. Das Unglück des 10. Februar darf und wird sich nicht weiter auswirken.

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Rußland und dir Schweiz

Au» dem schweizerische« Parlament.

ft B e r n, 9. Febr. Das eidgenössische Par­lament eröffnete am Montag nachmitatg ferne außerordentliche Wintersession. . -von den bur- gerlicken Parteien und von «eiten der Sozial­demokraten wurden zwei Jnterpellattonen be­treffend die schweizer rf ch - r u s s r s ch e n Verhandlungen eingebracht.

Die Jnterpellatron von bürgerlicher Seite [outet- Ist es richtig, daß der Bundesrat während der jüngsten Unterhandlungen mit der Sowjetregierung Wberett erklärt hat, zum brüten Male fernen Abscheu über das an Wo- rowski begangene Verbrechen anszuorücken und grundsätzlich ferne finanzielle Beihilfe an Fräu­lein Worowfkt in Betracht zu ziehen, wahrend die Scwjetrcgierung nicht das geringste Be­bauern ausgesprochen hat über bte ^tuniK-rung der schweizerischen Gesandtschaft in RuUano, Hinrichtung des Gefandttchaftskauzkrs Deutz, die Mißhandlung der schweizerischen Burger und sich nie bereit erklärt hat, zur.Schadloshal­tung der Eidgenossenschaft und jhrer taar.- Snge hörigen? Teilt der Bundesrat die Met- ; der Interpellanten, daß es unter den ge-

SbechMsche Zettuny

Roch kein Memif in der SriegWbfw

schuld erwähnt. Es wird weder gesagt, daß Deutschland das Geständnis, alleiniger Ur­heber des Krieges zu sein, nicht länger aner­kennen könne, noch wird bei Aufzahlung der Aufgaben, die uns als Volkerbundsmttglled bevorstehen, auch nur angedeutet, daß die Klärung der Kriegsschuldsrage eine Boraus­setzung sei für die zu erstrebende Gleichberech­tigung Deutschlands im Bunde, -ter Kom­mentar schließt:

gleichberechtigte Stellung SMherbunb gesichert und