■ Sonnabend, Mi 9. Aanuar 1926
®te ^vderhesfisch« 3«Umtg" et- -Hcwt wichenllich. V«-
zugsprei« monatlich 2 GM. au<- schließt- Zustellungsgebühi, durch di«Post2.2b GM.Für etwa infolge Streik«. Maschinendefekte »der demtatat« Ereignisse ausfallende Nummern wird kein Ersatz g«- Idftet Verlag d. Dr. §. Hitzeroth. Druck der Unib.-Vuchdruckeret b. Zoh. Aug- Koch, Markt 21/23. Fernsprecher: Nr. 55. u. Nr. 666. Postscheckkonto: Amt Frankfurt a M. Rr. 5015. — Sprechzeit d« Redaktion do« 10—11 und >,,1—1 Uhr.
SberheUsche
suntattt Z1A1 VD D HM A Mische TMÄumia« B jU7 I I II I Bll randeszeiimi
St7 61.30M Marburg a. Lab»
Der Arqei genpeet« beträgt fvr den 10 gespakt Zeilenmtllimrter 0.08 GM, kleine Barauzetgeo 0.06 GM, amtliche und <me- wärtige Anzeigen 0.10 GM. Bei schwierigem Satz sowie bei Platz- dorschrift 50«/, Aufschlag. — Sammelanzeige» 100 's, Aufschlag. Reklamen der Milltrn. 0,40 GM. Zeder Rabatt gilt d» Varrabatt. Ziel 5 Tag«. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebot«. Erfüllungsort Marburg.
l^Goldmark — >/«,,Dollar. /
MzeigerjurldasMier lmchMML)Gbersirsser!/:-flmUiches VerkündigungsblE jür dKreisAarbmg
Sir Regierungsbildung wieder erringt
vesprech««gen mit den Reichsmtznister«.
Berlin. 8. San. (WTB.) Nachdem der Herr Reichspräsident heute vormittag die politische Lage und die Frage der Regierungsbildung mit dem Reichskanzler Dr. Luther besprochen hatte, empfing er im Laufe des Dachmittags zu Besprechungen über den gleichen Gegenstand die Reichsminister Dr. Brauns, Dr. Dehlers, Dr. Strese- mann und St in gl.
Wie die Tel.-Änion an unterrichteter Stelle erfährt, hatten die Besprechungen mit den Ministern den Zweck, dah der Reichspräsident sich über di« Stimmungen und Meinungen in den Parteien unterrichten lieh. Die vier Herren gehören bekanntlich dem Zentrum, den Demokraten und der Deutsch« Bolkspartei an. Auch bei diesen Emp- fängm wurde die Frage der Beauftragung Dr. Luthers und der Derschie- bung bis nach den Besprechungen der Par- ttzim erörtert.
Der Reichspräsident hat für morgen vormittag erneut Reichskanzler Dr.Luther zu sich gebeten. Dabei dürfte die Entscheidung über die heut« erörterten Fragen fallen. An unterrichteter Stelle wird angenommen, dah die Beauftragung Dr. Luthers nicht bis Anfang nächster Woche hinausgeschoben werden kann.
ft. Berlin ,9. Jan . Wie mehrere Blätter melden, ist nach den gestrigen Besprechungen des Reichspräsidenten Mit dem Reichskanzler Dr. Luther und den Reichsministern Dr. Brauns, Dr. Gehler, Dr. Stresemann und Stingel eine Sitzung für heute vormittag In Aussicht genommen. Die Blätter halten für zweifelhaft, ob im Anschluß daran eine Entscheidung getroffen werde. Nach der „Täglichen Rundschau" spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Fraktionssitzungen abgewartet werden, ehe seitens des Reichspräsidenten weitere Schritte erfolgen.
Die ersten Fraktionssitzungen.
Berlin, 8. Jan. Die Reichstagsfrak- tionen der Deutschen Volkspartei, der Demokraten und der Sozialdemokraten treten zu ihrer ersten Sitzung int neuen Jahre am Dienstag, den 12. Januar, nach der Vollsitzung zusammen. Die Zentrumsfraktionen des Reichstages und des preußischen Landtages versammeln sich bekanntlich zu einer gemeinsamen Sitzung bereits am Sonntag, den 10. Januar.
Eine RiilMgeWKte des ÄtiiT Ser »iWblitbe wIMW fiinlctgrunb der zmnkenWKuM»
Paris, 8. Jan. Der „Matin" bringt eine Räubergeschichte über ein in Bayern geschmiedetes ungeheures Komplott, das seit Oktober in allen Einzelheiten mit Zustimmung Kaiser Wilhelms vorbe- rettet sei und das darauf abzielte, die Karte von Mitteleuropa umzugestalten.Der Erzherzog Albrecht habe in den letzten Monaten eine starke und planmäßige Tätigkeit entfaltet. Er'habe eine Begegnung mit dem deutschen Kronprinzen und mit dem bayrischen Kronprinzen gehabt. Sie hätten gemeinsam eine Art Vertrag unterzeichnet, durch den sie im Falle eines Erfolges Oesterreich „unter Bayern und Deutschland" aufteilen wollten. Der Erzherzog habe sich darauf nach Rom begeben und den Versuch gemacht, Mussolini für feine Sache zu gewinnen, und habe sich auch mit den Führern der römischen nationalen Parteien in Verbindung gesetzt. Schließlich habe er, um seine Stellung in Ofenpest zu befestigen, sich zum Vorsitzenden der Christlichen Gewerkschaften ernennen lassen. Er habe geglaubt ,datz Frankreich nicht in der Sage sein dürfte, einzugreifen, da er die gefährliche Idee gehabt habe,, daß es vor dem Zusammenbruch und vor einer Revolution stehe. Der Erzherzog habe geglaubt, daß sich Englund desinteressieren werde und habe auch angenommen, daß der Reichsverweser Horthy für ihn sei. Gras Apponyi habe seine Pläne dann durchkreuzt.
M ü n ch e n, 8. San. (Wolff.) Zu der heute gemeldeten Räubergejchichte des „Matin„ über ein in Bayern geichmiedetes Komplott zwischen dem ungarischen Erzherzog Albrecht, dem früheren deutschen Kronvrinzen und dem Kronprinzen Ruovrecht von Bayern für eine Aufteilung Ungarns ist festzuftellen, dah diese Bel-auvtung schon im Sommer 1925 und dann wieder im November auftauchte. Zu der angeblichen Zusammenkunft in Mondsee stellte die Vertretung des Kronprinzen Rupprecht schon damals fest, daß Kronprinz Rupprecht nicht in Mondsee war und auch den deutschen Kronprinzen seit Oktober 1924 nicht mehr gesehen hat und daß alle an diese angebliche Zusammenkunft geknüpften Kombinationen aus der Luft gegriffen find. Der Landesdienst des Süddeutschen Korresvondenzbüros ist gegenüber den neuerlichen Behauptungen des „Matin" zu der ausdrücklichen Feststellung ermächtigt, dab Kronprinz Rupprecht auch Erzherzog Albrecht seit Jahren nicht mehr
gesehen hat und keinerlei Fühlung mit ihm unterhält. Auch diese Kombinationen des „Matin" stellen sich demnach als freie Erfindung dar. ,
Budapest, 8. 3an. (WTD.) Das Gerücht, daß der Minister des Innern die Rechtsfähigkeit des ungarischen Rationalver- bandes und des Berbandes der gesellschaftlichen Bereinigungen aufgehoben hätte, wird amtlich als eine grundlose Erfindung bezeichnet.
Budapest, 8. Jan. (WTB.) Eine offiziöse Veröffentlichung wendet sich gegen die Rachricht eines Blattes, das in der Untersuchung über die Fälscherangelegenheit tschechische Polizeiorgane herangezogen worden seien. Dies sei weder in Satoraljauihely noch in Budapest, noch irgendwo sonst der Falt gewesen. Was die Rolle der französischen Polizeiorgane in der Untersuchung auf ungarischem Gebiete betrifft, so wird an zuständiger Stelle wiederholt darauf verwiesen, dah ihre Rolle in dieser Sache die gleiche sei wie die Inanspruchnahme ungarischer Polizeiorgane.
Budapest, 8. Jan. (WTB.) Der technische Leiter des Karthographischen Instituts in Budapest, <3 er ö, der den Druck der falschen Roten geleitet hat, sagte u. a. aus: Die von einer Leipziger Firma bezogene Druckmaschine war Ende August zum Betriebe fertig. Der Druck glückte zunächst nicht vollständig. Auch bei der Anfertigung des Wasserdrucks auf dem aus Berlin besorgten Papt^' gab es Echwierigfeilett, so dah neues, dünneres Papier bezogen werden muhte. Insgesamt waren 25 000 Abzüge fertiggestellt worden, von denen aber ungefähr ein Drittel als Makulatur vernichtet werden muhte. Aach Beendigung des Druckes wurde die Maschine zerlegt und als Alteisen einer Budapester Firma verkauft.
*
Soll man sich heute noch wundern, daß die vereinigte Presse der Linken wieder versucht, auch aus dem ungarischen Fälschungsskandal ein großes politisches Geschäft zu machen?
Ihnen genügt die Tatsache, daß die Druckmaschine aus Leipzig, das Papier aus Berlin geliefert worden ist, um auch deutsche Kreise, vor allem die „Hakenkreuzler", in die Angelegenheit zu verwickeln.
Es ist ja auch für diese Kreise ein gefundenes Fressen, die deutsche „Reaktion" mit der „korrupten Rechtsregierung in Ungarn" in einen Zusammenhang zu bringen. Offenbar geht ihnen jedes Verständnis ab für die Wirkung, die ein solches Gebaren im Ausland haben mutz. Oder glauben sie sich etwa deswegen eines Erfolges sicher, weil sie die Anregung zu ihren „Entdeckungen" französischen Hetzblättern, wie dem „Matin" und „Temps" verdanken?
--*--
Kems an ZnmkrrW Finanz.
Minister
Paris, 8. Jan. Der englische Volks- Wirtschaftler Keynes veröffentlicht in der „Information" einen offenen Brief an den ftanzöfischen Innenminister über die Lösung der Finanz- und Währungskrise in Frankreich. Das Mittel, das Verttauen roteber- berzustellen, besteht nach Keynes darin, j>te Währung ungefähr nach dem gegenwärtigen Stande zu stabilisieren. Die Metall- »eserven der Bank von Frankreich decken, nach dem gegenwärtigen Wechselkurs gerechnet, et-
40 Prozent der im Umlauf befindlichen Banknoten. Die Bank von Frankreich müßte sich bereiterklären, mindestens zwei Jahre lang Franken gegen Dollar einzutvechseln in unbegrenzten Beträgen und zu einem Kurse, Jxr nicht niedriger sein dürste, als ein fester «atz für den Dollar und den Franken . Der anzuwendende Satz für einen Dollar würde wahrscheinlich zwischen 25 und 30 Franken hegen. In dem Maße, in dem die inneren Preffe ster- gen würden und sich dem Wechselkurs näherten, würde der Eingang der Steuern größer werden. Die Budgeternnahmen würden monatlich steigen, bis sie die Ausgaben deckten. Zwei Fragen gibt es allerdings, über die die ftanzöiyche Regierung äußerste Entschlußsähigkeft zeigen Muß. ben Frankenkurs auf ein Mrmmum sest- rusetzen und restlos die Steuern einzuziehen, .
Die Wilthen Wirren
Roch feine Rücktrittsabfichten Tuanschiiuis.
fk. Peking, 9. Jan. Das Zirkulartele- gramm Tuanschiiuis an die Provinzen, in dem feine Abficht, fich ans dem öffentlichen Leben zurückruziehen, kundgegeben werden sollte, ist im letzten Augenblick in Anbetracht einer neuen Erwägung zurückgezogen worden.
London, 8. Jan. Dem „Daily Chro* niele" zufolge find die amtlichen Kreise in London durch die Nachricht, daß Feng Au- hsiang nach Rußland abgereist sei, keineswegs angenehm berührt, da man befürchtet, baß nun die bisher von ihm befehligten drei Armeen wahrscheinlich selbständig handeln werden, was zu einem Chaos tn China führen könne, in dem schließlich die Extremisten siegen würden, die dann vielleicht sogar Peking bedrohen könnten.
Die „Time s" meldet aus Peking: Die gegenwärtige Lage rn China erinnert an die vor dem Ausbrechen von Wirbelstürmen, Erdbeben und eintretenden anormalen atmosphärischen Erscheinungen. In der Hauptstadt befindet sich zurzeit keine Regierung. Hervorragende Führer wie Feng Au-hsiang und Tu- atttschi-jut, wie auch Tschang Tso-lin haben erklärt, daß sie sich vom öffentlichen Leben zurück
ziehen . Peking ist stftl wie das Grab. Niemand hat die geringste Ahnung von dem, was sich vorbereitet . Die Tarifkonferenz hat ihre Arbeiten eingestellt. Der Berichterstatter weist auf die Ohnmacht der Regierung hin und erklärt, daß auch die Anhänger der Kuo-Mint- schung-Bctvegung (Nationalarmee) nicht stark oder einig genug seien, um eine ihre Gedanken vertretende Regierung zu bilden. Sie würden also gezwungen sein, fich an Wu-Pei-su, Sun Tschun-fang oder Tschang Tso-lin zu wenden, um eine MrCitärkonvention zu bilden, die die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung durchführen werde . Der Berichterstatter bemerkt, eine'derartige Lösung sei durchaus nicht unmöglich, da die meisten Militaristen so «ril wie am Ende ihrer Kraft seren.
Holland nimmt an der vorbereitende« Ent- waffnnngökouferenz teil.
fk. Haag, 9. Jan In Beantwortung einer ihm von einem Mitglied der ersten Kammer gestellten Anttag bezüglich dec an 'die niederländische Regierung gerichteten Einladung zur Teilnahme an bet vorbereitenden Entwaffnungskonferenz laßt die Regierung durch Minister Co ihn mitteilen, daß * die holländische Regierunü an den Generalsekretär des Völkerbundes geantwortet habe, daß sie die an sie gerichtete Einladung gern annehme und daß sie demnächst die Namen der holländischen Vertreter mitteilen werde.........■
ÄeltalrWWen?
Seit Oswald Spengler mit seinem Werk: „Untergang des Abendlandes" die ganze geistige Welt Europas aufrief, hier allzuschnelle Zustimmung, dort allzuschroffe Ablehnung fand, ist — in der Zeitrechnung des Völker- lebens — erst eine lächerlich kurze Zeitspanne verstrichen. Gemessen an üblichen Zeiträumen wäre es gleichgültig,' wenn das alle» gestern erst gesagt worden wäre.
Aber hier ist es doch nicht dasselbe. Was eben noch Schlagwort war, droht, wenn man sich an den Kern der Sache hält, Schicksal zu werden. In solch rasendem Tempo, daß das Buch bereits aufgehört hat, „aktuell" zu fein. Daß man sich bald wundern würde, wenn etwas ähnliches nicht geschrieben worden wäre.
Spengler hat die Dinge so gesehen, wie es feiner Natur gemäß war. Kein Wunder, daß selbst seine unerhörte Vielseitigkeit in hon» ftruntioe Einseitigkeit ausmündet. Aber das ist nicht das entscheidende, ob man im Leben der Völker Wellenberg und Wellental wiederfinden will, oder um ein Kulturzentrum eng gelagert die Geschichte eines Jahrtausends. Worauf es ankommt, das ist die sich anzeigende Verdrängung, er nannte es: Untergang des Abendlandes.
Die gegenwärtige Zeit geht mit einer er- fchrechenden Blindheit über das rassische Leben und über idealistische Staatsauffassung hinweg: Im Anfang war die „W i r t sch a f t“; ihr hat sich alles zu fügen. — Sie ist gebunden an den Raum. Aber sie überwindet ihn auch, läßt unsere Erde zusammenschrumpfen, ihre Entfernungen sich verkürzen, ihre Gebiete fich verengen.
Notwendig befeitigt sie unnatürliche Gebilde. Zunächst alles Kleine, d. h. die Nation; aber auch das Große, sofern es nicht durch natürliche Anziehung, sondern durch Eroberung geworden ist, z. B. das englische, Kolv- nial-Weltreich. Denn die Weltwirtschaft will es mit großen Einheiten, Weltwirtschaftsstaa- ten zu tun haben.
Auf die Zahl dieser Großstaaten kommt es nicht an. Aber, um das Bild anschaulich zu machen, fei eine der strengsten Gliederungen, wie sie z. B. der frühere Theologe, spätere sozialistische Staatssekretär Paul Göhre vor- nimmt, angegeben. Er läßt sechs solcher Grotz- ftaaten entstehen.
Zunächst auf einem Gebiet von 23 Millionen Duabrathilometern (Deutschland hat 470 000 qkm) mit 147 Millionen Einwohnern eine slavisch - mongolische, europäisch - asiatische Macht, die Sowjetunion einschließlich dem Osten Europas und Astens bis zu deck Hochplateaus.
Anschließend Südo st- Asien, noch größer, noch bevölkerter: Die Einheit von Iapyn, China, Vorder- und Hinterindien, den Philippinen und Australien-Neuseeland. In sich völlig gebunden, wenn die Lösung von den kolonialen Mutterländern England, Frankreich und Holland sich vollzogen hat.
Von England trennt sich auch Afrika. Im Süden führend die Südafrikanische Union und die Burenländer, im Norden Aegypten. Ueber» all sind die Grundlagen moderner Grotzwirt- schäft geschaffen. Die Bevölkerung ist. überwiegend dunkel.
Nordamerika: Heute schon die am besten durchgebildete, „kultivierteste" Einheit. Die „Vereinigten Staaten", die in Befriedigung ihres Machtstrebens Kanada, Mexiko, auch Mittelamerika sich angliedern. Die Vorarbeit wird so intensiv geleistet, daß die Vereinigung den Amerikanern wie eine reife Frucht in den Schoß fallen mutz.
Ihr Machtstreben greift auf Sudame- rika über. Dieses aber, anderer Rasse und anberer Geistesart, ist ein Niesengebiet, bas, bis heute erst wenig erschlaffen, in Zukunft als Selbstversorger bastehen bürste und der Anziehung Nordamerikas erfolgreichen Widerstand leistet.
Schließlich Europa, ohne Rußland. Eben ein Kulturzentrum, Mittelpunkt der Welt, Spender aller Zivilisation. Heute verarmt, zerrissen, ausgebeutet. Wirtschaftlich noch eine Macht, bald aber, infolge Mangels an Rohstoffen, machtlos gegen die an Menschen und Material reichen Riesengebiete im Osten, We- ften und Süden.
Dieser sechste Grotzstaat wird gedacht von den Ideologen als eine Einheit: Paneuropa, wenn nicht von Herzen, so doch aus Vernunft. Es ist gut, dah wir selbst Europäer sind. Denn wir vermögen doch auf Grund unserer Anschauung an dieser verführerischen Konstruktion, der in sechs „natürliche" Einheiten zerlegten Erdkugel, einige Kritik zu üben. Wer will uns vormachen, daß aus diesem Hexenkessel Europa, in dem soviel Haß und sinnlose Unterdrückung brodelt, eine „Welt- wirtschaftseinheit" entspringt?
Bei aller Kritck, die auch vor den anderen, knapp gekennzeichneten Großstaaten nicht 1 Halt zu machen braucht: es ist an allem wohl