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Sonnabend, Mi 9. Aanuar 1926

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Sir Regierungsbildung wieder erringt

vesprech««gen mit den Reichsmtznister«.

Berlin. 8. San. (WTB.) Nachdem der Herr Reichspräsident heute vormittag die politische Lage und die Frage der Regierungs­bildung mit dem Reichskanzler Dr. Luther besprochen hatte, empfing er im Laufe des Dachmittags zu Besprechungen über den glei­chen Gegenstand die Reichsminister Dr. Brauns, Dr. Dehlers, Dr. Strese- mann und St in gl.

Wie die Tel.-Änion an unterrichteter Stelle erfährt, hatten die Besprechungen mit den Ministern den Zweck, dah der Reichspräsident sich über di« Stimmungen und Mei­nungen in den Parteien unterrichten lieh. Die vier Herren gehören bekanntlich dem Zentrum, den Demokraten und der Deut­sch« Bolkspartei an. Auch bei diesen Emp- fängm wurde die Frage der Beauftra­gung Dr. Luthers und der Derschie- bung bis nach den Besprechungen der Par- ttzim erörtert.

Der Reichspräsident hat für morgen vormittag erneut Reichskanzler Dr.Luther zu sich gebeten. Dabei dürfte die Entschei­dung über die heut« erörterten Fragen fallen. An unterrichteter Stelle wird an­genommen, dah die Beauftragung Dr. Luthers nicht bis Anfang nächster Woche hinausgeschoben werden kann.

ft. Berlin ,9. Jan . Wie mehrere Blätter melden, ist nach den gestrigen Be­sprechungen des Reichspräsidenten Mit dem Reichskanzler Dr. Luther und den Reichsministern Dr. Brauns, Dr. Gehler, Dr. Stresemann und Stingel eine Sitzung für heute vormit­tag In Aussicht genommen. Die Blätter halten für zweifelhaft, ob im Anschluß daran eine Entscheidung getroffen werde. Nach derTäglichen Rundschau" spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Fraktionssitzungen abgewartet wer­den, ehe seitens des Reichspräsidenten wei­tere Schritte erfolgen.

Die ersten Fraktionssitzungen.

Berlin, 8. Jan. Die Reichstagsfrak- tionen der Deutschen Volkspartei, der Demokraten und der Sozial­demokraten treten zu ihrer ersten Sitzung int neuen Jahre am Dienstag, den 12. Januar, nach der Vollsitzung zu­sammen. Die Zentrumsfraktionen des Reichstages und des preußischen Land­tages versammeln sich bekanntlich zu einer gemeinsamen Sitzung bereits am Sonn­tag, den 10. Januar.

Eine RiilMgeWKte des ÄtiiT Ser »iWblitbe wIMW fiinlctgrunb der zmnkenWKuM»

Paris, 8. Jan. DerMatin" bringt eine Räubergeschichte über ein in Bayern geschmiedetes ungeheures Komplott, das seit Oktober in allen Einzelheiten mit Zu­stimmung Kaiser Wilhelms vorbe- rettet sei und das darauf abzielte, die Karte von Mitteleuropa umzugestalten.Der Erzherzog Albrecht habe in den letz­ten Monaten eine starke und planmäßige Tätigkeit entfaltet. Er'habe eine Begeg­nung mit dem deutschen Kronprin­zen und mit dem bayrischen Kron­prinzen gehabt. Sie hätten gemeinsam eine Art Vertrag unterzeichnet, durch den sie im Falle eines Erfolges Oesterreich unter Bayern und Deutschland" auf­teilen wollten. Der Erzherzog habe sich darauf nach Rom begeben und den Ver­such gemacht, Mussolini für feine Sache zu gewinnen, und habe sich auch mit den Führern der römischen nationalen Par­teien in Verbindung gesetzt. Schließlich habe er, um seine Stellung in Ofenpest zu befestigen, sich zum Vorsitzenden der Christlichen Gewerkschaften ernennen las­sen. Er habe geglaubt ,datz Frankreich nicht in der Sage sein dürfte, einzugreifen, da er die gefährliche Idee gehabt habe,, daß es vor dem Zusammenbruch und vor einer Revolution stehe. Der Erzherzog habe geglaubt, daß sich Englund desinteressieren werde und habe auch angenommen, daß der Reichsverweser Horthy für ihn sei. Gras Apponyi habe seine Pläne dann durch­kreuzt.

M ü n ch e n, 8. San. (Wolff.) Zu der heute gemeldeten Räubergejchichte desMatin über ein in Bayern geichmiedetes Komplott zwischen dem ungarischen Erzherzog Albrecht, dem früheren deutschen Kronvrinzen und dem Kronprinzen Ruovrecht von Bayern für eine Aufteilung Ungarns ist festzuftellen, dah diese Bel-auvtung schon im Sommer 1925 und dann wieder im November auftauchte. Zu der angeblichen Zusammenkunft in Mond­see stellte die Vertretung des Kronprinzen Rupprecht schon damals fest, daß Kronprinz Rupprecht nicht in Mondsee war und auch den deutschen Kronprinzen seit Oktober 1924 nicht mehr gesehen hat und daß alle an diese angebliche Zusammenkunft ge­knüpften Kombinationen aus der Luft ge­griffen find. Der Landesdienst des Süd­deutschen Korresvondenzbüros ist gegenüber den neuerlichen Behauptungen desMatin" zu der ausdrücklichen Feststellung ermächtigt, dab Kronprinz Rupprecht auch Erzherzog Albrecht seit Jahren nicht mehr

gesehen hat und keinerlei Fühlung mit ihm unterhält. Auch diese Kombinationen desMatin" stellen sich demnach als freie Erfindung dar. ,

Budapest, 8. 3an. (WTD.) Das Ge­rücht, daß der Minister des Innern die Rechtsfähigkeit des ungarischen Rationalver- bandes und des Berbandes der gesellschaft­lichen Bereinigungen aufgehoben hätte, wird amtlich als eine grundlose Erfindung be­zeichnet.

Budapest, 8. Jan. (WTB.) Eine offi­ziöse Veröffentlichung wendet sich gegen die Rachricht eines Blattes, das in der Unter­suchung über die Fälscherangelegenheit tschechische Polizeiorgane herangezogen worden seien. Dies sei weder in Satoraljauihely noch in Budapest, noch irgendwo sonst der Falt gewesen. Was die Rolle der französi­schen Polizeiorgane in der Untersuchung auf ungarischem Gebiete betrifft, so wird an zuständiger Stelle wiederholt darauf ver­wiesen, dah ihre Rolle in dieser Sache die gleiche sei wie die Inanspruchnahme un­garischer Polizeiorgane.

Budapest, 8. Jan. (WTB.) Der tech­nische Leiter des Karthographischen Instituts in Budapest, <3 er ö, der den Druck der falschen Roten geleitet hat, sagte u. a. aus: Die von einer Leipziger Firma bezogene Druckmaschine war Ende August zum Betriebe fertig. Der Druck glückte zunächst nicht voll­ständig. Auch bei der Anfertigung des Wasserdrucks auf dem aus Berlin besorgten Papt^' gab es Echwierigfeilett, so dah neues, dünneres Papier bezogen werden muhte. Ins­gesamt waren 25 000 Abzüge fertiggestellt worden, von denen aber ungefähr ein Drit­tel als Makulatur vernichtet werden muhte. Aach Beendigung des Druckes wurde die Ma­schine zerlegt und als Alteisen einer Budapester Firma verkauft.

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Soll man sich heute noch wundern, daß die vereinigte Presse der Linken wieder versucht, auch aus dem ungarischen Fälschungsskandal ein großes politisches Geschäft zu machen?

Ihnen genügt die Tatsache, daß die Druck­maschine aus Leipzig, das Papier aus Ber­lin geliefert worden ist, um auch deutsche Kreise, vor allem dieHakenkreuzler", in die Angelegenheit zu verwickeln.

Es ist ja auch für diese Kreise ein gefunde­nes Fressen, die deutscheReaktion" mit der korrupten Rechtsregierung in Ungarn" in einen Zusammenhang zu bringen. Offenbar geht ihnen jedes Verständnis ab für die Wir­kung, die ein solches Gebaren im Ausland haben mutz. Oder glauben sie sich etwa des­wegen eines Erfolges sicher, weil sie die An­regung zu ihrenEntdeckungen" französischen Hetzblättern, wie demMatin" undTemps" verdanken?

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Kems an ZnmkrrW Finanz.

Minister

Paris, 8. Jan. Der englische Volks- Wirtschaftler Keynes veröffentlicht in der Information" einen offenen Brief an den ftanzöfischen Innenminister über die Lö­sung der Finanz- und Währungskrise in Frank­reich. Das Mittel, das Verttauen roteber- berzustellen, besteht nach Keynes darin, j>te Währung ungefähr nach dem gegenwärtigen Stande zu stabilisieren. Die Metall- »eserven der Bank von Frankreich decken, nach dem gegenwärtigen Wechselkurs gerechnet, et-

40 Prozent der im Umlauf befindlichen Banknoten. Die Bank von Frankreich müßte sich bereiterklären, mindestens zwei Jahre lang Franken gegen Dollar einzutvechseln in unbe­grenzten Beträgen und zu einem Kurse, Jxr nicht niedriger sein dürste, als ein fester «atz für den Dollar und den Franken . Der an­zuwendende Satz für einen Dollar würde wahr­scheinlich zwischen 25 und 30 Franken hegen. In dem Maße, in dem die inneren Preffe ster- gen würden und sich dem Wechselkurs näherten, würde der Eingang der Steuern größer werden. Die Budgeternnahmen würden monatlich stei­gen, bis sie die Ausgaben deckten. Zwei Fra­gen gibt es allerdings, über die die ftanzöiyche Regierung äußerste Entschlußsähigkeft zeigen Muß. ben Frankenkurs auf ein Mrmmum sest- rusetzen und restlos die Steuern einzuziehen, .

Die Wilthen Wirren

Roch feine Rücktrittsabfichten Tuanschiiuis.

fk. Peking, 9. Jan. Das Zirkulartele- gramm Tuanschiiuis an die Provinzen, in dem feine Abficht, fich ans dem öffentlichen Leben zurückruziehen, kundgegeben werden sollte, ist im letzten Augenblick in Anbetracht einer neuen Erwägung zurückgezogen worden.

London, 8. Jan. DemDaily Chro* niele" zufolge find die amtlichen Kreise in London durch die Nachricht, daß Feng Au- hsiang nach Rußland abgereist sei, keines­wegs angenehm berührt, da man befürchtet, baß nun die bisher von ihm befehligten drei Ar­meen wahrscheinlich selbständig handeln werden, was zu einem Chaos tn China führen könne, in dem schließlich die Extremisten siegen wür­den, die dann vielleicht sogar Peking bedrohen könnten.

DieTime s" meldet aus Peking: Die gegenwärtige Lage rn China erinnert an die vor dem Ausbrechen von Wirbelstürmen, Erd­beben und eintretenden anormalen atmosphäri­schen Erscheinungen. In der Hauptstadt be­findet sich zurzeit keine Regierung. Hervor­ragende Führer wie Feng Au-hsiang und Tu- atttschi-jut, wie auch Tschang Tso-lin haben er­klärt, daß sie sich vom öffentlichen Leben zurück­

ziehen . Peking ist stftl wie das Grab. Niemand hat die geringste Ahnung von dem, was sich vorbereitet . Die Tarifkonferenz hat ihre Ar­beiten eingestellt. Der Berichterstatter weist auf die Ohnmacht der Regierung hin und er­klärt, daß auch die Anhänger der Kuo-Mint- schung-Bctvegung (Nationalarmee) nicht stark oder einig genug seien, um eine ihre Gedanken vertretende Regierung zu bilden. Sie würden also gezwungen sein, fich an Wu-Pei-su, Sun Tschun-fang oder Tschang Tso-lin zu wenden, um eine MrCitärkonvention zu bilden, die die Einberufung einer verfassungge­benden Versammlung durchführen werde . Der Berichterstatter bemerkt, eine'der­artige Lösung sei durchaus nicht unmöglich, da die meisten Militaristen so «ril wie am Ende ihrer Kraft seren.

Holland nimmt an der vorbereitende« Ent- waffnnngökouferenz teil.

fk. Haag, 9. Jan In Beantwortung einer ihm von einem Mitglied der ersten Kammer gestellten Anttag bezüglich dec an 'die niederländische Regierung gerich­teten Einladung zur Teilnahme an bet vorbereitenden Entwaffnungskonferenz laßt die Regierung durch Minister Co ihn mitteilen, daß * die holländische Regierunü an den Generalsekretär des Völkerbundes geantwortet habe, daß sie die an sie ge­richtete Einladung gern annehme und daß sie demnächst die Namen der holländischen Vertreter mitteilen werde.........

ÄeltalrWWen?

Seit Oswald Spengler mit seinem Werk: Untergang des Abendlandes" die ganze gei­stige Welt Europas aufrief, hier allzuschnelle Zustimmung, dort allzuschroffe Ablehnung fand, ist in der Zeitrechnung des Völker- lebens erst eine lächerlich kurze Zeitspanne verstrichen. Gemessen an üblichen Zeiträu­men wäre es gleichgültig,' wenn das alle» gestern erst gesagt worden wäre.

Aber hier ist es doch nicht dasselbe. Was eben noch Schlagwort war, droht, wenn man sich an den Kern der Sache hält, Schicksal zu werden. In solch rasendem Tempo, daß das Buch bereits aufgehört hat,aktuell" zu fein. Daß man sich bald wundern würde, wenn etwas ähnliches nicht geschrieben worden wäre.

Spengler hat die Dinge so gesehen, wie es feiner Natur gemäß war. Kein Wunder, daß selbst seine unerhörte Vielseitigkeit in hon» ftruntioe Einseitigkeit ausmündet. Aber das ist nicht das entscheidende, ob man im Leben der Völker Wellenberg und Wellental wieder­finden will, oder um ein Kulturzentrum eng gelagert die Geschichte eines Jahrtausends. Worauf es ankommt, das ist die sich anzei­gende Verdrängung, er nannte es: Unter­gang des Abendlandes.

Die gegenwärtige Zeit geht mit einer er- fchrechenden Blindheit über das rassische Le­ben und über idealistische Staatsauffassung hinweg: Im Anfang war dieW i r t sch a f t; ihr hat sich alles zu fügen. Sie ist gebunden an den Raum. Aber sie überwindet ihn auch, läßt unsere Erde zusammenschrumpfen, ihre Entfernungen sich verkürzen, ihre Gebiete fich verengen.

Notwendig befeitigt sie unnatürliche Ge­bilde. Zunächst alles Kleine, d. h. die Nation; aber auch das Große, sofern es nicht durch natürliche Anziehung, sondern durch Erobe­rung geworden ist, z. B. das englische, Kolv- nial-Weltreich. Denn die Weltwirtschaft will es mit großen Einheiten, Weltwirtschaftsstaa- ten zu tun haben.

Auf die Zahl dieser Großstaaten kommt es nicht an. Aber, um das Bild anschaulich zu machen, fei eine der strengsten Gliederungen, wie sie z. B. der frühere Theologe, spätere sozialistische Staatssekretär Paul Göhre vor- nimmt, angegeben. Er läßt sechs solcher Grotz- ftaaten entstehen.

Zunächst auf einem Gebiet von 23 Millionen Duabrathilometern (Deutschland hat 470 000 qkm) mit 147 Millionen Einwohnern eine slavisch - mongolische, europäisch - asiatische Macht, die Sowjetunion einschließlich dem Osten Europas und Astens bis zu deck Hochplateaus.

Anschließend Südo st- Asien, noch grö­ßer, noch bevölkerter: Die Einheit von Iapyn, China, Vorder- und Hinterindien, den Philip­pinen und Australien-Neuseeland. In sich völ­lig gebunden, wenn die Lösung von den kolo­nialen Mutterländern England, Frankreich und Holland sich vollzogen hat.

Von England trennt sich auch Afrika. Im Süden führend die Südafrikanische Union und die Burenländer, im Norden Aegypten. Ueber» all sind die Grundlagen moderner Grotzwirt- schäft geschaffen. Die Bevölkerung ist. über­wiegend dunkel.

Nordamerika: Heute schon die am besten durchgebildete,kultivierteste" Einheit. DieVereinigten Staaten", die in Befriedi­gung ihres Machtstrebens Kanada, Mexiko, auch Mittelamerika sich angliedern. Die Vor­arbeit wird so intensiv geleistet, daß die Ver­einigung den Amerikanern wie eine reife Frucht in den Schoß fallen mutz.

Ihr Machtstreben greift auf Sudame- rika über. Dieses aber, anderer Rasse und anberer Geistesart, ist ein Niesengebiet, bas, bis heute erst wenig erschlaffen, in Zukunft als Selbstversorger bastehen bürste und der Anziehung Nordamerikas erfolgreichen Wider­stand leistet.

Schließlich Europa, ohne Rußland. Eben ein Kulturzentrum, Mittelpunkt der Welt, Spender aller Zivilisation. Heute verarmt, zerrissen, ausgebeutet. Wirtschaftlich noch eine Macht, bald aber, infolge Mangels an Roh­stoffen, machtlos gegen die an Menschen und Material reichen Riesengebiete im Osten, We- ften und Süden.

Dieser sechste Grotzstaat wird gedacht von den Ideologen als eine Einheit: Paneuropa, wenn nicht von Herzen, so doch aus Vernunft. Es ist gut, dah wir selbst Europäer sind. Denn wir vermögen doch auf Grund unserer Anschauung an dieser verführerischen Kon­struktion, der in sechsnatürliche" Einheiten zerlegten Erdkugel, einige Kritik zu üben. Wer will uns vormachen, daß aus diesem Hexenkessel Europa, in dem soviel Haß und sinnlose Unterdrückung brodelt, eineWelt- wirtschaftseinheit" entspringt?

Bei aller Kritck, die auch vor den anderen, knapp gekennzeichneten Großstaaten nicht 1 Halt zu machen braucht: es ist an allem wohl