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CbtrtteffifdK Marburg «. L. »e* 5. Jannar 188«

Seite 4

30.12. 4. L

Anglo-C.-E.

Bad. Anilin 106 104'

Dynam. Rotel! 75/*| 75

Weitere Kursmeldungen:

5,75

4,75

6

t

0,215 0,19 0,21

0,305

33 0,105 031

0317

1435

11

0.215

0,187

0,212

Berliner Barsen-Kurszettel

der nDber|e(ß|^ttt Zeitung".

09 59*,'.

46

Bullen a) 4455, b) 4449, Färsen und Kühe a) mit 5360, b) mit 4654, cl) mit 42-52, c 2) 4L-52, b) 23-33, e) mH 1522, Kälber b) 75-85, c) 6874, b) 60-67, e) mit 5058. Schafe a) mit 43 bis 48, b) mit 3442 und Merzfchafe mit 2532, Schweine im Gewicht von 160 bk 200 Pfund mit 9092, von unter 160 Pst. mit 8489, von 200240 Pfuiü» nit 9093, von 240300 Pfund mit 9092, röt Sauen und Eber mit 7085 <*.. Ge­messen nach der letzten Hauptmarkte Notierung wurden Rinder teilweise um 24, Schafe nach der Notierung vom 30. Dezember um 35 und Schweine um 56 Mark per Zentner Lebendgewicht höher bezahlt. Marktverlauf: Bei regem Han­del ausverkauft.

6,4 MS 4,75

Marburg, den 31. Dezember 1925. Arbeitsamt Marburg.

(Oeffentlicher Arbeitsnachweis für den Kreis Marburg.)

Schweb«!.

(5ef*6ftse«nfl: fest 30. 12. 4. 1.

st 3* 38 18»), 83 65 78 91 96 51'1. 63*1, 18®. 37®/, 24'/, 43',. «/. 58 62 17 91'/, 111'1.

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20*/. 36*/, 84

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An unsere

Agenturen!

Es ist eine grohe Anzahl Agenten mit der Angabe der Stückzahl für Monat Januar noch im Rückstand. Wir bitten um sofortige Angabe, andernfalls b« Liefe, rung eingestellt werden mutz.

»erlag der Oberhesfischeu Zeitung.

3,9 ; 0.105: 0,21

0317

1437'

113

0,75

Amtliche Bekanntmachungen des Landratsamtes Marburg

Betrifft: «usführuug von Pflichtarbeit-«.

Die Herren Bürgermeister tonten, darauf aufmerksam gemacht, daß zur Beschäftigung von Erwerbslosen-Änterstützungsempsängern als Pflichtarbeiter die Genehmigung des Ar­beitsamtes erforderlich ist.

Ferner muß nach den neuesten Bestim­mungen der Träger ter Pflichtarbeit den Pflichtarbeitern aus eigenen Mitteln noch eine angemessene Entschädigung gewähren, die 50 v. H. der dem Erwerbslosen während ter Dauer ter Pflichtarbeit zustehenden Haupt­unterstützung nicht überschreiten darf.

Die Arbeitsleistung des Pflichtarbeiters soll In der Regel 16 Stunden wöchentlich nicht übersteigen. , . .

Die Pflichtarbeiten müssen gemeinnützigen Charakter tragen.

Antragsformulare für die Genehmigung von Pflichtarbeiten sind beim Arbeitsamt zu haben.

95 fi7*i, 136»/,

96 103 104 102*/, 101*/,

25 56 60»/, 85

7*/. 72*/,

7,1 46»/, 24'/.

47 36 37*/. 56'1.

45»/, 41

9-/, , 17»/. 103»,,

Ar M» im Smumr

(Aus dem6t. Hubertus",

3U. Jagdwochenfchrift, Eöthen in Anh.)

Mit dem Januar ist die Schonzeit für fast alles Wild gekommen und wo noch die Jagd auf einzelnes offen ist, da soll man trotzten, möglichst das Gewehr in Ruhe setzen. Be­sonders dann, wenn Schnee und Frost dem Wilde Sorgen und Rot bereitet.

Das Edelwild rudelt sich m dichteren Beständen ohne Unterschied des Geschlechtes,

94'/. 95'1.

135 96

104*1. 104/, 103 101

26 56*/. 61'1.

88

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7,4 49»), 23/. 48/, 37*/, 40 56 46'/, 71 10*/, 18*/, 106

68

nut die starken Hirsche stehen «nzedl bei»

ruht die Jogi» in gehegten Revieren.

Die Reh« suchen bei mäßiger vchneetage gern die Saatfelder auf, wobei Oekfaaten be­vorzugt werden.

Der Has« äst auf jungen Saaten, wen« er dazu gelangen kann, sonst nimmt er auch mit Heidekraut unb tergl. verlieb, äst aber be­sonder« gern die Stute von Sträuchern «u> jungen Bäumen. Treibjagden sollst »flcht mehr stattfinden, auch muß sonst ter Absl^ch auf das äußerste beschränkt werden, da der Hase bei zeitweillgem mildem Wetter schon zu rammeln beginnt. Aus Schlingensteller ist auch hier jetzt besonderes Augenmerk zu richten.

Die Rebhühner sind bei strenger Wit« terung möglichst in der Rahe kleiner und dichter Remisen mit Getreiteabfällen. Heu- famen und tergl. zu füttern.

Enten liegen gern an offenen Stellen schnell fließender Gewässer oder warmer Quälen, aber ein Anpürschen gelingt, wenn das Gelände nicht besonders günstig, nur fetten und bei glücklichem Schuh geht dann recht ost noch die Beute verloren.

Alles Haarraubwild trägt jetzt sein wertvolles Winterlleid. Der Fuchs fängt Ende des Monats an zu ranzen.

sind wir schon auf dem Wege 8U einem ver­nünftigen Ausgleich!"

Na, ich danke!"

.Aber selbstverständlich, mein gescheiter Arm­bruster! Wir haben nur noch einige kleinere Hopser vor uns, den Abgrund nämlich ganz runter! Und wenn uns der Hopser gelingt, ohne denen, die schon ganz unten sind, auf die Köpf« oder Hühneraugen zu springen, werden wir uns erst erstaunt ansehen, guten Tag sagen und gemeinschaftlich wieder in die Höbe kraxeln. Der Faulpelz aber wird unten bleiben! Dann haben wir die reinliche Scher- dung, das übrigens findet sich! Dann schreien wir Fleißigen all«, die wieder hoch kommen wollen »nach der Führung von Männern, die das Zeug dazu haben! Und fluchen nebenbei einträchlich über die Wettung der Persönlich­keit von heute und können hoffentlich spä­ter lachen über di« eigene Dummheit von einst! . - . Sie und ich, wir wollen dann ein Kommando haben, von Rechts wegen, nicht wahr?"

Ihnen wirds jedenfalls leichter werden, eins zu bekommen, als mir! Ein so beweg­licher Kopf, eine so einnehmende Erscheinung wie Sie, wird bald auf der freien Scholle sitzen! Sie werden eine reiche Frau heiraten!'

Erlauben Sie! Reden wir noch fünf Minu­ten so weiter, gebt unsere Freundschaft in Stücke! Bin ich ein Kerl, der Brot schaffen kann für eine Familie oder nicht? Zuchtwahl, darauf kommts an! Worin lag denn die Stärke der Junker? Des Kleinadels? Er stammte vom Land« und heiratete wieder ein Mädel vom Lande! Gesundes Blut, rote Backen, blanke Augen! Schönheiten find diese Frauen selten, aber Rerven kennen sie nicht, lebenskräftige Kinder setzen die in die Welt! Und die Jungen haben sich als Leutnants und Studenten vielleicht oft ein bißchen arg aus­getobt. mancher ist auch vor die Hunde gegan­gen! Die bekannte Geschichte von der Auslese! Es gibt auch eine widerliche Sorte unter den Junkern, die getrost hätte dünner gesät wer­den dürfen die Hochnäsigen! Aber im Kern waren wir schlicht und gesund! Der Weltkrieg hats bewiesen?. . . Ich heirate einmal nur eine zu der mich mein Her» hinziebt! Und das wird eine kerngesund« vernünftige sein? .. .

4»/. Reichsanl. 5'/. ,

N. D.Zroaiuzs-A. Schütz gev.-A. Svar-Pr.-A.

4%, $ teufe. Ä.

4*/,ll.St.-R14 4°jg 1L Eoldr. 40)0Ung.ÄtOH. Anatolier ll Bagdad U Oefterr.Kr.-A. WiemLanto.

Elberf. Färb.

Höchst. Farw. Köln-Rottw.

Obsch. Koksw.

I D. Riedel Scheidewand. Sing. El.-Ges. Bergmann E. El. Lickt h. Kr. FeltenLEuill. Ges. f. el. Unt. Schultert El.

Siemens & H. Gört. Waggon Linke & Hosm. Adlerwerk« Bl.-Karlsr. 3. L. Löwe & Eo.

Or. & Koppel Hirsch, Kupfer Rheinmetall

. Rordd. Wolle Stöhr. Kg. Kahlbaum

, Tharl. Wasser , Di. Atl.-Tel.

Schulth.-Patz , Disch. Erdöl

vtsch. Petrol.

Bekanntmachung des Landratsawtes

Kirchhain

In der letzten Zett ist es voroekom« men, daß zulassungspflichtige Kraftfahr­zeuge in zweite und dritte Hand überge­gangen sind, ohne daß eine Umschreibung der Zulassungsbescheinigung und Steuer­karte erfolgt ist.

Ich nehme daher Veranlassung, auf § 6 Absatz 6 der Verordnung über den Kraft­fahrzeugverkehr vom 5. Dezember 1925 R. G. Bl. I. S. 439 hinzuweisen, wonach bei jedem Eigentumswechsel eines Kraft­fahrzeuges durch den neuen Besitzer die Umschreibung der Zulassungsbescheinigung bezw. die erneute Zulassung des Fahrzeugs bei dem zuständigen Herrn Regiecungsprä- sidenren zu beantragen ist.

Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß auch sonstige Aendernngen, die bei einem zum Verkehr auf öffentlichen Weyen und Plätzen zugelassenen Kraftfahrzeug ein­treten und die eine Berichtigung der Liste und Zulassungsbescheinigung erforderlich machen, schnellstens dem zuständigen Herrn Regierungspräsidenten anzuzeigen sind. Auch bei Verlegung des Wohnortes des Eigentümers eines Kraftfahrzeuges in den Bezirk einer anderen höheren Verwaltungs­behörde ist bei dieser innerhalb 2 Woche» die erneute Zulassung zu beantragen. Soll ferner ein zum Verkehr zugelassenes Fahr­zeug nicht mehr verwendet werten, so ist der höheren Verwaltungsbehörde von dem Eigentümer unter Rückgabe der Zulassungs­bescheinigung alsbald Mitteilung zu machen.

Verstöße gegen die Verordnung über den Kraftfahrzeügverkehr werten nach ß 21 des Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahr­zeugen vom 3. 5. 1909 und 21. 7. 1923 bestraft.

Kirchhain, 23. Dez. 1925.

Der Landrat: v. Gilsa.

Werk ter Sachbezüge.

" Auf Grund des § 160 der Reichster- sicherungsordnung und des § 2 des Gesetzes über die Angestelltentersicherung, wird ter Wert der freien Kost und Wohnung vom 1. Januar 1926 ab für alle Versicherte auf täglich 1,50 M. neu festgesetzt.

Hiervon entfallen:

für Mittagstisch: 60 Pfennig, für Abendbrot: 50 Pfennig, für Frühstü-i» 30 Pfennig.

Der Wert der freien Wohnung, Beleuch­tung und Heizung beträgt pro Tag 10 Pfg

Für die übrigen Sachbezüge (Klei­dung, Frucht, Kartoffeln usw.) gilt bet jeweilige Marktpreis.

Kirchhain, 24. Dez. 1925.

Der Vorsitzende des VersicherungsamtS Kirchhain: v. Gilsa.

Di« mit der Einsendung des Berzeichmsses über d« Zahl der schulpflichtigen Kinder nach dem Stande vom 1. 2. 1925 noch rückstän­digen Bürgermeister ersuche ich, dieses um­gehend genau beantwortet m doppÄter Aus- sertigung an mich einzusenden.

Sandel und MM

Berliner Börsenbericht vom 4. Janwar.

Die heutige Börse eröffnete von vornherein in etwas freundlicherer Stimmung, da die am Samstag umlaufenden ungünstigen Gerüchte unbestätigt geblieben sind. Es herrschte aber zunächst große Zurückhaltung, und die Kurs­bewegung ließ Einheitlichkeit vermissen. Be­merkenswett war die weitere Aufwättsbewe- gung der Akkumulatorensabttkaktten um 3 Prozent auf 83. Im Verlause befestigte sich die Haltung wesentlich auf die Newyorkcr Nach- ttcht von einer geplanten Beteiligung einer starken amettkanischen Bankengruppe an dem deutschen Montanttust. Am Montanmarkt be­lebte sich das Geschäft daraufhin. Der Pri- vaidiskont wurde auf lange Sichten um 0,25 auf 6,5 Prozent ermäßigt. Für kurze Sichten blieb er unverändert ö5/« Prozent.

Berliner Devisenbericht vom 4. Januar.

Amstecharn - Rotterdam 168,74169,16;

Brüssel-Antwerp. 19,035-19,075; Oslo 85,39 bis 85,61; Kopenhagen 103,77104,03; Stock­holm 112,48112,76; Helsingsors 10,548 bis 10,588; Italien 16,92516,965; London 20,34820,398; Newvork 4,1954,205; Pa­ris 16,0816,12; Schweiz 81,0681,26; Spanien 59,1359,27; Dvllarschätze 98,40.

Warenmärkte

Berliner «etrewebericht »om 4. Jannar. betreibe in 1000 Ätlogr., Mehl und Futter­mittel je 100 Kilogramm.

Weizen 248254, Roggen 149156, Sommergerste 187214, Wrntergerste und Futtergerste 156170, Hafer 162173 Weizenmehl 3336,50, Roggerrmehl22,75 bis 24,75, Weizenkleie 11,411,6, Rog- aenkleie 9,7510,25.

Nach der mehrtägigen Unterbrechung durch die Feiertage lautete als erste Nuslandsmttbung Die Liverpooler De­pesche fester, wodurch sich im LieferungA- aeschäst für beide SBrotgetreitefortar daS Angebot zurückhielt. Sowohl Weizen als auch Roggen erzielten erheblich höhere Preise. In effektiver Ware kam ebenfalls nur sehr wenig Angebot an den Markt, während für Weizen weiter gute Expott­nachfrage und für Roggen Kauflust sei­tens der Mühlen besteht. Im Mehlgeschäft hat sich die Situation nur wenig verändert. Gerste ist reichlicher angeboten bei wenig befriedigender Nachfrage. Hafer ist inten Ävrterungen zu hoch gehalten, um bedeu­tende Umsätze zu erzielen.

frankfurter Getrektemartt tw* 4. Januar.

Weizen 25,5025,75, Roggen 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 22,5035, Hafer 18,50-21,50, Mais 31, Weizen­mehl 4141,75, Roggenmehl 2626,50, Weizenkleie 1111,25, Roggenkleie 11 bis 11,25, Erbsen 3034, Linsen 4070, Heu 9,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtge- . preßt, 5,506, Tretet, getrocknet, 18 bis 18,50. ____________

Frankfurter Biehmarktbericht vom 4. Januar.

Der Auftrieb des Hauptmarktes bestand aus 1017 Rindern, darunter 288 Ochsen, 27 Bullen und 702 Färsen und Kühen, ferner aus 300 Kälbern, 164 Schafen unb 3266 Schweinen. Verglichen mit dem schwachen Auftrieb der Vorwoche war der heutige um 132 Rinder und 92 Schweine stärker. Notiert wurde der Zentner Lebendgewicht: Ochsen Klasse al) 5462, a2), b) mit 4553 und c) 34 44.

Armbruster fuhr sich mit der Hand über die Stirn. Seine Augen irrten bann hinauf zum Glasdach bet Halle. Es ging etwas Zwingen- bes vom Rittmeister von Woog aus. Etwas, bas mit foririß. Er verstand bie Menschen anzuvacken! . . . Herr bieses Werkes, bas war eine Aufgabe, bie ein Mannesleben aus­füllte! Aber allzu verwegen bunte man nicht in bas Dunkel bei kommenden Tage hinein- greifen. Es war eine Scheu in ihm vor Mar­garet Bleyett. Nein, Furcht war es . . . Die Wort« quälten sich nach langer Pause von seinem Munde:

Möglich, bas ich ein großer Tor bin, ein reiner bann ganz bestimmt!"

Sie werden geliebt!" schrie Woog. Armbrusters Schultern rutschten hoch.

Das weiß ich nicht!"

Aber ich! - - . Glauben Sie mir, ich ver­steh mich auf bie Frauen! In Margret $[eyert stecken Werte! Aber bie liegen unter einer barten Kruste! Die Stufte müssen Sie zerhauen! Und das Räderwerk darunter |hr dieren! Da ist noch eine Hemmung da! Die au beseitigen, kann kein Kunststück sein! Dem ersten Mann entgegengeblübt in kargen Ta­gen, dann hatte eines Helden Leben geendet! Frauen, bie innerlich sinb, tragen schwer daran! Und diese Frau ist es! ... - Sie roartet auf etwas! ... Ich glaube auf bie Erlösung durch Sie!"

Die Hände schlug Armbruster zusammen, sah vor sich bin, das Herz hämmerte ihm gegen die Nippen. Wie viele Luftschlösser batte er nicht tn den letzten Monaten gebaut! Unb daß et verzichtet auf bas, was er gern ausgefübtt hätte, daran war Margret Bleyert schuld. Er wollte nicht mehr die Abende beim Kommer­zienrat verbringen, er wollte nicht bas Werk belasten unb sich später sagen lassen von bet Erbin: Ihre Versuche haben eine Riesen­summe gekostet, ohne ein greifbares Ergebnis zu erbringen, wir müssen mit diesen Versuchen aufböten! ... Es war ihm jetzt schon bitter schwer geworden, die Vorarbeiten, die viel Zeit unb Arbeitskraft gekostet hatten, aus bet Hand ,u legen, sich zu lösen von dem Gedanken. Im letzten Augenblick war's geschehen, später hätte feine Widerstandskraft versagt. . .

, Fortsetzung Wat

Aber nun einmal zu Ihnen, mein lieber Arm­bruster, wir haben den kitzligen Gesprächsstoff unter den Fingern, haspeln wir ihn also ab! Mit scheint, Sie sind ein grober, aber reiner Tor!"

Der Ingenieur batte sich auf einen Tisch­rand gesetzt, dem Rittmeister gegenüber. Er nickte.

Glaub ich gern, daß ich bet in Ihren Augen bin! Meine Vorfahren toaten Klein­bauern, Winzer am Fuße der Hobkönigsbutg, in St. Pili! Das Dorf zwischen Eolmar unb Rappoltsweiler! Von ben Vogesenbergen sah deutsche Geschichte auf mich herab es waren Ruinen, Trümmer. Die drei Ravvottsweiler Schlösse liegen heute noch als Steinhaufen da. Die Hohkönigsbutg entstand zu kurzem, in neuem Glanze! Ein mächtiger Bau, ein Sinn­bild deutscher Kraft und Gröbe! Jetzt weht ben ihren Zinnen bie welsche Fahne! Und viele von denen, bie Hinaufsehen nach dieser wel­schen Fahne, da meine ich bie Eingeborenen, haben auf ben Tag gewartet, an bem sie ba oben flattern würde! Run ist er da unb bie grobe Enttäuschung dazu! Wit Armbruster waren immer gut deutsch! Unb hatten besoalb manchen Feinb unter ben Volksgenossen! Der Abte Wetterte hatte bie Köpfe in unserer Ge­gend oerwirtt gemacht! Run werden die Leute durch Schaden klug! Dann und wann erreicht mich ein Brief meines Bruders, der drüben in Baden Mit Post gegeben worden ist. Wir Ale­mannen find schwerblütig, nicht leichtlebig wie die Anwohner des Mittel- und Niederrbetnes! Aber wir stehen dafür besonders fest auf unse­ren Füben. Es mub endlich eine Zeit kom­men, in bet nicht mehr um bas schöne Elsaß gewürfelt werten darf!"

Unb besbalb erfinden Sie! Der Zufall oder das Schicksal, ich glaub an letzteres, hat Sie hierher geweht! Es ist Boten, auf dem Sie wurzeln können! Es liegt in Ihren Hän­den, ob Sie bald Herr dieses schönen Werkes werden wollen! Dann haben Sie Bewegungs­freiheit! Dann können Ste ausführen, was ter Geist Ihnen eingibt! Unb «ich bat bas Schicksal hierher geweht, um Sie aufzurütteln! Um Ihnen ein Wegbereiter zu fetal Mein un­erschütterlicher Glaube istsi"

alsdann unter Hmzu»«h«mg der Herten- ter aufudtenev. (4

Marburg, den 29. Dezember 1925 Der Sanbrat Schwebe!.

Unter dem Rindviehbestand des Fürstlichen Hofgutes Sich (Kreis Gießen) ist die Lungen- seuchc amtlich sestgestellt worden.

Marburg, den 31. Dezember 1925. (5

Der Landrat. I. V. Seufer.

Diamond

Otavi M.n.E. Barm. Santo. Bayr. H.u.W. Mitteld.Er.B. Frs.M.P.LW. Holzmann, Ph. Kali». Äschsl. Lahmeger &(£. Manss. A.-G. Peters Union Rüttgerswerl. Stett. Sultan «.Stock LEie. S. D. Nickeiw.

Hapag

Rordd. Lloyd Berlin H.-G.

Lamm.» n.Pt. Darmst. Bank Deutsche Bank Dist.-Romm.

Dresdn. Bank Suterns Eis. Dtsch. Li». S. Gelsent.-Sgw. Haip. Bergb. Hohen!. SB. Ilse Bräunt. Kattow. Bw. Klöckner-Wk.

Laurahütte Mannesmann Ob. Eis.-Bed. Ob. ®i|.«3nb. PhöuixBergb. Rh. Stahlw. Stinnes Rieb. Komb. Hütte Disch. Kalin,.

«,-S. s. Anilin

(Nachdruck verboten.)

SttfottU*

Roman von Horst Bodemer.

13. Fortsetzung.

Armbruster schüttelte beit Kops. Das deut­sche Elsa» batte keine Junker auf freier Scholle gehabt. Es hatte ste nur gesehen als Beamte, Offiziere. Die hatten stch nicht alle in dem süd­deutschen Empsindungsleben zurechtgefunden, mancher argen Anstoß gegeben.

Sie gehören zur Auslese Ihres Standes!" Ich will's annehmen, wenn Sie: besser Durchschnitt sagen! Massen machen auf die

Dauer keime Geschichte Männer!"

Schate, daß Sie nicht hier ben letzten gro­ßen Umzug gesehen mit roten Fahnen unb Sowjetsternen! Und um was ging es? Um die Losung: Nie wieder Krieg! Zu einer Zeit, in der gerate der Völkerbund in Genf Ober­schlesien an Polen verschacherte!"

Der Rittmeister von Woog legte di« ausge- gegangcne Stummelpfeife auf den Tisch, steckte die Hände in die Hosentaschen unb schlenkerte gelassen mit den Seinen.

Sie batten mich doch, Gott weiß wie oft, in bet Frühstückspause mitten unter den Arbei­tern sitzen sehen. Ich hör' sie an, ich reb auch einmal dagegen! Aber immer in einer Form, die die Leute nicht verletzt! Mich wundern bie tollsten Ansichten schon lange nicht mehr! Ich laß sie reden und bann sag ich ihnen, warum ich ihre Ansicht nicht gelten lassen kann. Als Proletarier? Das bin ich boch schließlich jetzt auch! Denn unser Vermögen war unser Lanb! Versteht man es, mit den Arbeitern umzu- geben, sind sie gar nicht so unverständig! Wir haben bisher den größten Fehler begangen. Wir haben die anderen schwatzen lassen! Wir baten keine Kleinarbeit geleistet, sind aber sehr oft recht kleinlich gewesen! Deshalb nimmt uns das Schicksal jetzt so arg in die Kandare!Wir müssen endlich lernen, uns in das Gefühlsleben derer zu versetzen, die auf der Schattenseite des Lebens gestanden haben! Die den Sprung ins Helle versucht, aber bas Licht fo schnell nicht vertragen können? . . . Weit

106*/, 106*1,

75 50 36*/, 18 85»/, 64

79*1, 92*/, 98 52'/, 85'/, 18

40 24»/, 45

102 58 65

179, 91/, 113*/,

79 53

25

109 60 46

22»/, 25

66

80 91 26*/, 39»/, 90*/, 63*/, 56'/, 51*rt

19»/, 36*|, 86

Bei Nachprüfung ter bereits hi« vorfte- genben Baqeüchnrsse ist sestgefittlt worden, daß die gestellten Fragen vielfach fassch Verstan­ds! worden stiw. . ,

Zur Vermeidung von Rückfragen epuche ich

6 Voigt L Häsin. 60

6,13 Wester regeln - 93

- Zellst. Mrldh. 77