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»hessische Heitnng, Marburg a. L. Montag, den 4. Januar 1925

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Bozen, 2. Jan. Zn ganz Südtii wird gegenwärtig bei der deutschen 5$ völkerung nach Waffen gesucht. Hunde, von Haussuchungen wurden im letzten M nat vorgenommen. Die Gerichtsbehörd, sind angewiesen, mit größter Strenge vo zugehen. Ein deutscher Bauer wurde tz einigen Tagen vom Gericht in Bozen tv genBesitzes eines Waffenlagers, bestehe, aus einem Gewehr und einem Bajonet zu 13 Monaten Kerker verurteilt.

Mill kommender Eisendahnzug ist. infolge Einsturz« des Eiseubahndammes entgleist. Menschenleben find nicht zu beklagen, tigkeit.

Erste Hilfsmaßnahmen für die vom Hoch­wasser Betroffenen.

ft-KSl-, 4. Zan. Wie gemeldet wirü.1 hat der Oberpräsident der Rheinproviuz aus den ihm zur Verfügung gestellten Staats^ldern den Betrag von 100 OOO Reichsnark der Regierung in Köln über­wiesen. Das Geld ist bereits am Sonst« abend den vom Hochwasier Betroffenen Stadt- und Landkreise» zur Deckung der dringerdsten Bedürfnifie und zur Be­schaffung von Brennstoff und Rahrungs- mitteU, ausgezahlt worden.

Weiteres Fallen des Rheins.

ft. Köln, 4. Zan. Der Rhein und die Rebeiflüfie fallen weiter stündlich 3 Zenti­meter.

Halle a. ö. S., 2. 3<m. (WTB.) Die Meldung eines hiesigen Blattes, daß der Landrat des Eaalekreises Müller zum Po­lizeipräsidenten von Frankfurt a. M. ernannt worden fei, ist unzutreffend.

MW Reich

Das Hochwasier der Saale.

Halle, 3. Zan. Da» Hochwasser der Saale hatte gestern seinen höchste« Stand erreicht. Bis heute abend ist es aber nur um 10 Zentim. zuriickgegaagea. Besonders großer Schaden ist in Merseburg an­gerichtet worden. Z« viele Häuser drang das Wafier ehr. Die Werderftraße wurde vollständig durch die Fluten vom Verkehr abgeschnitten. Auf dem Reuen Markt

Trümmern geborgen worden. 10 bis 15 Personen werden noch vermißt.

Mit eine» Mahkrug erschlagen.

Nürnberg, 2. Jan. In Buch bei Brei­tenbrunn in der Oberpfalz kam es tn einer Gastwirtschaft zwischen Bauern zu einer wüsten Rauferri, tn deren Verlauf ein 20jährigrr Lmckwirtssohn mit einem Matzkrug einen der­artigen Schlag auf den Kvpf erhielt, daß er, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu hoben, verstarb. Wer den tödlichen Schlag ausgeführt hatte, konnte noch nicht festgestellt werden.

Brand im Gebäude der Hamburg-Amerikalinie in Rewyork.

New York, 2. Jan. Im Gebäude der Hamburg-Amerika-Lrnic in Newvork brach ein Feuer aus, das die sofort herbergeeilte Feuer­wehr bald löschen konnte. Hauptsächlich sind Aktien Verbrannt. Der Schaden beträgt 30000 Dollar. Das Feuer entstand im Keller des Wolkenkratzers, in dem dre Hamburg-Tlmerika-

Als Straßburg französisch wurde, standen vor Dien die Türken. Dreißig Jahre später entriß ihnen Prinz Eugen, der edle Ritter, den letzten Rest von Ungarn, und der Kaiser ries deutsche Siedler in das verödete Land: zu den Sachsen m Siebenbürgen gesellten sich die

. . Weite Flure«

in der Umgebung bilde« eine« ei«zi«

SllvdWche TagrAlOMtm

Schweres Aütomobilungluck ia 'Indien.

Lelhi, 3. Zan. Aus Kalka im Pun- jak wird gemeldet: Al» die Kraftwagen des Maharadscha von Patialas von einer Ausfahrt zurückkehrte«, wurde ein Kraft­wagen von einem Eisenbahnzug erfaßt, von den darin fahrenden Frauen wurde« 8sofortg^etütet,2 andere starbe« im Krankenhaus, während 2 Frauen sich «och i» bedenklichem Zustande befinde« .

Zngzufammenstoß.

Frankfurts. M., 3. Jan. Amtlich wird gemeldet: Gestern abend 11 Uhr 35 Min. ftihr im Perfonenbahnhof ®te&m die Boffpanilloko- motive für den D-Zug 75 auf tue aus dem D-Zug 125 stammenden und zum Uebergang auf D-Zug 179 Frankfurt a. MBerlin ab­gestellten, mit Reifenden besetzten Kurswagen auf. Die abgestellten Wagen bestanden aus einem tnerachfigen Personenwagen erster, zwei­ter und dritter Klaffe, dem Schlafwagen Kob­lenzBerlin, einem Post- und einem Pack­

wagen. Bier Reisende wurden leicht verletzt, von denen eine, FräuleN^ Lieschen Jäger, Lehrerin »us Stettin, der chirurgischen Klinik in Großen zugefnhrt wurde, während die drei anderen die Fahrt mit D179 fortsetzen konnten. An dem D-Zugwagen wurden drei Puffer ver­bogen, ein Puffer abgebrochen, am Schlafwagen zwei Puffer verbogen. Beide Wagen wurden nach Umsteigen der Reisenden in Gießen aus­gesetzt. Der Betrieb wurde im übrigen nicht gestört. D-Zug 179 erlitt 48 Minuten Ver­spätung. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

A«f eine« leere« Persouenzug aufgefahren.

deuschen Nationalstaates zum Durchbruch. Die deusche Einheit wird auf dem Wiener Kon- gre; eingesarat in den deutschen Bund, aber die Idee wächst unter Druck und Verfolgung. Im Frankfurter Parlament kämpfen grotz- dertsche und kleindeutsche Gedanken; Bis- mcrck schreibt das Rezept für die Einigung Dertschlands ohne Oesterreich mit Eisen und Blrt, aber das Reich, das im Spiegelsaal von Vasailles als das deutsche ausgerufen wurde, bleb national nur ein Torso. Mochten auch Holländer und Schweizer vom deutschen Staat sth auf immer getrennt haben; Oesterreich mißte lebendiges Glied am Körper des Lutschen Volkstums bleiben.

Dom Ziel des deutschen Nationalstaats schei- «n wir heute weiter zurückgeworfen als je, tenn seit dem Versailler Frieden ist das leutsche Volkstum Europas unter 14 Staaten erschnitten und zerteilt. So wollten es die ftinde, aber auch von ihrem Tun wird einmal Ms Wort gelten, das Josef in Aegypten zu seinen Brüdern sprach: Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen.

Wie weit soll zukünftig der deutsche Natio­nalstaat reichen, an dessen Kommen wir glau» den? So weit, wie Deutsche geschlossen in

Ausland

Die soffnlistische« Bezirtsparieitage ie Frankreich zur Frage der Beteilig»«« <m der Regierungsbildung.

Paris, 4. Jan. Der sozialdemokratische Parteitag des Sernedepartements bat gestern noch keine Beschlüsse über dre Beteiligung an der Regierung gefaßt, sondern eine Kommission von 24 Mitgliedern eingesetzt, zwecks Ausar- beftung einer Entschließung, über die in den nächsten Tagen abgestimmt werden soll. Im übrigen liegen noch folgende Ergebnisse an­derer sozialistischer Bezirksparteitage vor: Für eine Beteiligung an der Regierung haben ge­stimmt: Allier, FLnisterrc, £>erault, für eine bedingte Beteiligung: Gard, Gironde, Tarn und Var, gegen eine Beteiligung Savne, Somme, und Loire.

Die Regierungskrise i« Bulgarien.

Sofia, 3. Jan. Ljaptcheff wurde vom König mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt. Man erwartet, daß das neue Ka­binett spätestens morgen gebiLet sein wird. Ljaptcheff war zuletzt Ärrsitzender der par­lamentarischen Mehrheitsgruppe der Regie­rungspartei.

Die Mossnlftage.

ft. London, 4. Jan. Nach einer Mel­dung ans Konstantinopel wird die tüv- i kische Regierung die Vorschläge BriandS, -die Mossulfrage durch direkte Verhandlun­gen aus der Grundlage wirtschaft«- licher Abkommen zu regeln, ab lehnen.

Die neue Dynastie in Persien.

Paris, 3. Jan. Nach Zeitungsnachrich­ten aus Teheran .ist der Sohn des neuen Schahs zum Kronprinzen prvklamrcrt worden. Die Krönungsfelerlichk^iten für den Schah Peh- - ktm sind auf den 22. März verschoben worden.

; Arbeitslosendemonstrationeu in Pose«.

Posen. 3. Jan. (WTB.) In bet Silvester­nacht fanden erhebliche Arbeitslosendemon­strationen statt, bie sich dem Dernebmen nach gegen galizische und kongreßpolnische Beamte richteten. Bei der Machtlosigkeit der Polizei gelang es den Massen, im Eeschäftsoiertel über hundert große Schaufensterscheiben zu zertrümmern und die Auslagen zu plündern. Das alarmbereite Militär wurde erst nach der erfolgten Plünderung eingesetzt. Fünfzehn ! Schutzleute sollen verwundet und gegen bun- - den Personen verhaftet worden sein.

Das Erdbeben in Oberitalien.

Rom, 2. Jan. Die im Ausland ver­breiteten Meldungen über das Erdbeben in Oberitalien sind, obwohl der angerich­tete Schaden ziemlich bedeutend ist, stark übertrieben. In Venedig kam es zwar zu einer Panik, aber Menschenleben sind nach den bisher vorliegenden Meldungen nirgends zu beklagen.

ft. Magdeburg, 4. Jan. Heute früh , » ae « ,, -

6.20 Uhr ist ein Personenzug von Loburg 5ßU$fU $1111(1111 ftt Sftßl kommend auf dem Magdeburger Bahnhof I ♦jwwviww

aus e inen leeren Personenzug ausgefahren. I Schwere Strafe« wegen Waffenbesitzes Fünf Personen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden ist gering.

Die Arbeitslosigkeit.

Essen, 2. Jan. In der Provinz Westfalen Beträgt die Zahl der Arbeitslosen zur Zeit etwa 150000 gegenüber 93 000 im November. Anscheinend ist der Höhepunkt der Arbeits­losigkeit noch nicht erreicht. So ist bei der Firma Krupp A.-G. weiteren 350 Arbeitern die Kündigung überreicht worden. Auch auf der Zeche Kaiserstuhl I und II ist 1500 Berg­arbeitern getünbtgt worden.

Ein neuer politischer Prozeß?

Berlin, 3. Jan. Wre die Morgenblätter aus München melden, hat der katholische Schriftsteller von Lama denn Amtsgericht Berlin gegen Hoftrcviger Dr. Doehriug Strasanttag wegen Beleidrgung gestellt. Der Kläger verfolgt mtt diesem Prozeß d« Ab­sicht, den Hergang des päpstlichen Frie­densschrittes aus dem Jahre 1917 ge­richtlich, soweft als möglich, llar zu legen. Ein Termrn für die Verhandlung ist bis jetzt noch nicht angesetzt.

50 jähriges Bestehen der Reichsbank.

Berlin, 2. 3a«. (WTB.) Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Leichsbank fand in ihren Räumen eine interne Festsitzung statt, an der neben dem Direktorium, dem General­rat, dem Zentralausschuß, den Reichsbank- direktvren der selbständigen Provinzanstalten und den Leitern der Berliner Dienststellen, Vertretungen der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Dank, Dertteter der Reichs» regterung, deS Deichsrats, des Reichstagsprä» sidiums und Deligierte der amtlichen Inter­essenvertretungen von Industrie und Handel, Landwirtschaft und Handwerk teilnahmen.

Für die Reichsregierung sprach Reichswchr- minister v e ß 1 e r.

Ramens des R e i ch S t a gS Präsidiums sprach der Dizepräsident des Reichstag» Geh. Justizrat Pros. Ri er, namenS de« Preu- I hischen Ministers für Handel und Gewerbe als einstigen Ressortministevs der Dorgänger der AeichSbauk, StaatSskretär Dr. Dönhoff. I Die Glückwünsche des JentralauSschusfeS der I Reichsbank übermittelte der Deputierte Dan« I fier Dr. Paul von Schwabach, die de« I deutschen Industrie» und HandelStageS dessen I Präsident Bankier Franz tu Men- I belSsohn, die des Deutschen Landwirt» I schastSrateS das geschäftsführende Borst and s« I Mitglied Regierungspräsident a. D. Dr. I Kutscher, die beB deutschen Handwerks» I und Gewerbekammertages dessen Präsident I und Shrenobermeister H. Plate. I

3n seinem Schlußwort dankte der R e i ch S » I bankpräsident allen Borrednern und zu- I gleich allen denjenigen zahlreichen amtlichen I und privaten Stellen deS In- und Auslandes I die Glückwünsche sandten, namentlich dem I Reichspräsidenten, den Regierungen der I Länder und den deutschen Privatnotenbanken I und Rotenbanken des Auslandes. I

Zugunglück ans der Pariser Ringbahn.

Paris, 3. Jan. Gestern abend sind zwei Lokomotiven auf der Pariser Ringbahn zu­sammen gestoßen, auf die dann ein Personen­zug auffuhr. 19 Reffende wurden verletzt, zwei davon schwer.

Deutsche Schiffe i* Eise.

Hamburg, 3. Jan. Uetzer ein Dutzend Handcksschiffe, darunter auch deuffche, die von Leningrad mit Eisbrechern unterwegs sind, sind seit dem 28. Dezember bei Narva im Eise und treiben mit dem Eise in östlicher Richtung. Seitens des deuffchen Reedereiverbandes sind bei der deuffchen Marineleftuug bereits Schritte um Hüfeleistung durch ein Kriegsschiff unter- nemmen worden

Explosion eines Artilleriegeschosies.

Nom, 3. Jan. Wie aus^ berrchtet wird, dränge« 2 junge Leute am Silvestertage in eint der verlassenen aus der Kriegszeit stam­menden Kasernen des Monte Calvario und sande« dort ein schweres Artillerie geschah, das feit dem Kruge dort lag. Als sie es weg- tragen wollten, explodierte das Geschoß. Der eine junge Mann wurde auf der Stelle ge­tötet, der andere schwer verletzt.

Bier ToveSopser ve» Schneesturm».

Königsberg, 2. Jan. Am Silvester­abend strandete Bei Neukuhren im Sturm ein Motorboot. Sämtliche Insassen, vier Fischer aus Großkuhcen, sind ertrunken.

Mitteleuropa wohnen und den Willen haben, sich staatlich zu einen. Welcher Weg soll uns dahin führen? Der des freien Selbstbestirn» mungsrechts der Völker !Und was wird aus den Deutschen in der Zerstreuung? Fii- sie muß das Recht der Minderheiten aus 2üge *-1. damit Sprache um»

überschreiten. Nirgends ober reichte deutscher Bauern Blick bis ans südliche Meer. Fmt in seinem Angesicht kam die germanische Welle zum Stehen; drei Tagemärsche breit lag Sla- venboden zwischen Krain und der Adria.

Mit dem Untergang der Hohenstaufen schwand für mehr als em halbes Jahrtausend diestaatlicheKraft. Richt so ihre Volks- Kraft.Wüßten die Deutschen, wie stark sie sind-, sagte ein Italiener im Jahrhundert vor der Reformation,nichts in der Welt könnte ihnen dann widerstehen." Deutschlands Un­heil hieß Habsburg. Dies Geschlecht verwandte ein Jahrhundert darauf, auch das Mark des Volke« durch den Religionskampf zu vernich­ten. Sctzveiz und Niederlande gingen ihren eigenen Weg; im Westfälischen Frieden wur­den beide au» dem Reichsverband entiaffen. Ludwig XIV. raubte das deuffche Elsaß; der Sckpvebe nahm Pommern, Ostpreußen war pol-

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Linie untergebracht ist und dehnte sich auf Parteneräume aus.

Nebersührung des Tutankhamen- < Sarkophags. 1

Kairo, 3. Jan. (WTB.) Der Sarkopf Tutankhamens ist gestern von Lu^ hierher gebracht worden. Er befindet f nunmehr im hiesigen Museum Acht Qlia waren erforderlich, um den Sarkophag tragen. Der Wert des Sarkophags und h Inhalt werden auf 40 000 Pfund Steffi geschätzt.

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Letzte Meldungen

Die Ueberschwemmun« in Holland.

ft. Amsterdam, 4. Ja«. Rach den lq ten hier eineetreffenen Rachrichten M do Hochwasier in Holland einen bisb« bei sv iellosen Um lang angenommen, ft die Ueberschwemmnng des Jahres 1880 bt weitem übertrifft. Die ganze Westseite ft Provinz Limbnrg, sowie ein grober T« der Provinz Gelderland und Rot» brabant sind vom Hochwasier der Maa and des Waal überschwemmt. Die Maas hall am Sonntag bei Mastricht einen um 12 Zt« höheren Stand als 188V. Die gan; Gegend zwischen Maas und Waal bildet eine «roßen See. Mein in der Gegend von Maa, und Roermont find 10 Dörfer unter Wasie Tausende von Menschen sind gezwungen, m den Böden nnd Dächern der Häuser zu tau vieren. Die Militärbehörden haben alle ai Urlaub befindlichen Mannschaften, soweit s sich nicht i« Hochwassergebiet befinden, zurül berufen.

SHie ans Beuge« berichtet wird, stehe hier die Häuser bis zu de« Dächern ii Wasser. Militärabteilungen mit Maas

von Böhmen besetzten Slaven. Zn Karls des Großen Zeit lief die Slavengreuze, östlich aus» biegend, von Kiel nach Banzberg. Der erste deuffche Stamm, der sein Siedlungsgebiet .....

kräftig nach Osten ausdehnte, waren die I kräftige Slaoenvölker, die Tschechen und die

Bayern. Sie schufen Oesterreich unb fingen I Polen. Gleich zwei Keilen schob«» sich ihre

schon im karolingischen Zeitalter an, die Ost- I Sitze in das von neuem deutsch gewordene I deuffche Auswanderer weit übers $leer" Deut.

alpenlänber einzudeuffchen. I Land zwischen Donau unb Ostsee. Südwärts I sche Kolonisten erfochten die Unabhängigkeit j Wirklichkeit werden, a

Im 12. Jahrhundert erhob sich eine zweite I gelangte das Deutschtum bis an den Haupt- I Nordamerikas Schulter an Schulter mit den I Volkstum ihnen erhalten bleiben.

Völkerwanderung awe de« deutschen Nieder, j komm bet Alpen; hier und da konnte es ihn I Angelsachsen, aber für die neue Zett wurdet -----------

M IfflMchMr I erst,, zur Römrrzeit, war nach Süden und

in tausend Marten In der erften^ wanderten die ^StammE in der Bon Dr. Paul Rohrbach. Zweiten der Nachwuchs des Volkes. Alles

.1 brauchbare Land war urbar gemacht, und der Den alten Germanen fehlte das Bewutzffein I jüngere Sohn forderte umsonst seine Hufe. Da ihrer Volkseinheit, und es gab keinen gemein» I riefen der Löwe und der Bär, die norddeut- famen Namen für Franken, Sachsen, Lango- I scheu Fürsten, die über die Elbe erobernd die barden, Goten. Erst im 11. Jahrhundert fing I Wenden bekriegten, Landsucher aus der Dest- man an, von einemdeuffchen" Volk zu spre- I mark auf den Slavenboden. An der Saale chen. Tausend Jahre früher erkannten aber ~

schon die Römer die Einhet der germanischen Stämme und sagten von ihnen: Ein Volk, unvermischt und sich selber gleich!

Bis zur Völkerwanderung war der ganze Raum vom Rhein bis jenseits der Weichsel von Germanen erfüllt. Dann zogen die östlich wohnenden in die Ferne, zertrümmerten das abendländisch-römische Reich und herrschten bis nach Spanien und Afrika. Franken und Alemannen aber schoben sich von ihren Stammsitzen aus über den Rhein und machten auch das Land auf dem linken Ufer deutsch bis zum Kamm der Vogesen und bis zur Mündung von Rhein und Schelde. Frankreich und England, Rorditalien und Sudspanien sind bis heute nach deuffchen Stämmen ge­nannt; daran mutz man denke«, wenn man die Geschichte des Mittelalters verstehe« will.

Den von Germanen leergewordenen Raum bis an die Elbe und Saale, samt dem Innern

der inpolitische Deutsche nut Baustein nicht Silbter.

Fremdherrschaft und Freiheitskriege bringen am Anfang des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal feit Jahrhunderten den Gedanken des

Kriegsnöte, Äletnfürften und kirchliche Ver­folgung trieben zuerst im 18. Jahrhundert deuffche Auswanderer weit übers Meer. Deut-

Boden trug, so weit war er willig, mit Rin­dern, Karre« und fahrender Habe zu ziehen, wenn einet ihm Land bot. Uebers Meer ging er nicht. Als Bischof Albert, um die Zeit, wo die Flandrer anfingen, bie Weichseldeiche .

bauen unb die Siedler in Siebenbürgen bte I Schwaben m Ungarn. Katharina von Rutz- Städte vor he« KarpathenpSffe«, seine Kolonie £nb gründete beutföe Kolonien an der Wolga,

an der Ostsee gründete, da folgten der Kans» I Alexander L am schwatzen Meer und hn Kan- mamt, der Priester und Ritter dem Stuf über äasus. Preußen eroberte im Frieden ferne

See, aber der livländische Bauer blieb «m- Provmz, preußische Bauern zogen nach Polen,

deutsch. I deuffche Arbeit und Aolksktast schufen in der

Dem Zuruckttagen der deuffche« Siedlung osteuropäischen Zefftremmg ein millionenstar- über die Elbe und Weichsel wideffiande« zn>et I «s Deutschtum.

Grubenunglück.

Wiener Deustadt, 2. Jan. (WTB.) 3n einem Schacht des Grünbacher Kohlen­bergwerkes sind durch eine Kohlenstaub-

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Pensacvla (Florida), 2. Jan. (WTB.) «uch werden Dammbruche aut Durch die Explosion eines schadhaften Desti- Beuge« und Boseemeer gemeldet. Du

llerapparateS ist das Gebäude der Aewport höchstgelegene Eisenbahnstation isi Harz- und Terpmtingefellschast in furcht» I eingeftürzt und im Maaswasser vcr- barer Weife verwüstet worden. Zur Löschung I schwunden. Aus der Hesp ereignete sich des aus^btochmen Brandes mutzte die ganze I ejn Eisenkahnunfall. Ein von der Station Feuerwehr herangezogen werden. Dis zetzt 1 - - - -- - -

sind 12 Tote und 8 Verwundete aus den

und an der Spree nahmen ihn die Deuffchen mit dem Schwert; in Mecklenburg, Pommern und Schlesien wurden die Aaoenfürsten selber Vasallen des Reichs und luden die deutschen Bauern, Bürget und Ritter zu sich ein.

Mächtig wuchs nun das deuffche Volkstum nach Osten. Der deuffche Orden rief feine Siedlet aus Flandern nach Preußen. Der König von Ungarn riej sie von der Mosel und setzte sie zum Schutz feiner Krone nach Sieben» bärgen, um Wacht gegen bie Steppenvölder zu halten. Soweit den deuffchen Bauern der feste