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Der deutsche Schritt in Paris
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nur in einigen Blättern, deren ausschließlich natio- nalisti.che Richtung bekannt ist.
In dem Kommentar der Havas-Agentur heißt es u. a.: Frankreich Itnb Belgien dürften die Deut» iLen nicht durch die Weigerung, in Bechandlungen einzutreten, entmutigen. Unter den gegebenen Umstanden habe aler die elementarste Vorsicht Poincare geboten, sich in >einer Antwort an Hoesch ziemlich reserviert zu zeigen.
I rung seien i aten vollbracht worden, die mail erst in künftiger Zett richtig einschätzen werde. Aber nun wirkten sich die ungeheuerlichen Folgen dieses Eingriffs in unser Wirtschaftsleben aus. Wir haben, so führte der Reichskanzler aus, Wochen vor uns, die vielleicht schwerere Anforderungen an die Charakterfestigkeit des gesamten deutschen Volkes stellen wer;
telvare rdrr unmittelbare Vorbereitung einer Revision des Friedensverträges Iveder zmn Gegenstand, noch zum Ergebnis haben. In de» stcheiw- und Ruhrfrage _____rovvri vi>wv w.„w%lvvvt„v
$abc die französische Regierung an der von ihr ausein- von Jammer, Not und Elend habe sich an diesen andergesttzten Auffassung nichts zu ändern. Sie könne Lag angeschlossen. Von der betroffenen Bevölkr- ich nicht dazu bereit finden, die französisch-belgischen "
BesaHungLbchordenr oder die interalliierte Oberkom-
P a r i s, 18. Dez. Sämtliche Delegierte der in der Reparationskommission vertretenen Mächte teilten einzeln dem amerikanischen Beobachter Logan mit, daß sie in der Plenarsitzung General Dawes und Owen Young aufzufordern beabsichtigen, als amerikanische Sachverständige an den Au^chutz- arbeiten über den Ausgleich des deutschen Haushalts und die Stabilisierung der deutschen Währung teilzunehmen. — Dem Londoner Berichterstatter des „Echo de Paris" zufolge wurde Owen Young auf Ersuchen Coolidges zum amerikanischen Hauptsachverständigen gewählt, während Dawas als zweiter Delegierter fungieren soll.
Paris, 16. Dez. Nach Meldungen aus Brüssel VtMtn die Erklärungen des deutschen Geschäftsträgers ,Dn Montag nachmittag von der Regierung in einem Aabinettsrat geprüft.
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Paris. 16. Dez. Zu dem gestrigen Schritt des !*eutlck.en Geschäftsträgers Hoesch am Quai d'Orsay stimmt der größte Teil der Presse eine abwar- ■Itnö» Haltung ein, da, wie versichert tvirb, dir ^ßte Diskretion hinsichtlich des Jnhalls des gestern ^chnnttag vom deutschen Geschäftsträger übecreich- M Aibe Memoire zu der Unterredung vom Bormittog ^vahn wird. Eine schroffe Wlchnung sinoet sich
und Dr. Wendorff, die Präsidenten des Reichs- und Landtages sowie zahlreiche andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beiwohnten, hielt Reichs-
er u. a. ausjührte, dev? Jahrestag der Ruhrbesetzung nähere sich demnächst, und eine unnennbare Kette
L o n d o n, 15. Dez. Einer Agentarmeldung zufolge wurde in Washington von maßgebender Seite mitgeteilt, daß die amerikanische Regierung es ab- lehne, zuzustimmen, daß deutsches Kapital in Ame- Man rika für Reparationen beschlagnahmt werd«.
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mOberbelniche <ietiueg* etl&eint leftsntal wöchentlich. — Lezugsvieir 10.—31.12 ert einschließlich Zustellungegebihr. Für ausfallend« Nummer« infolge Streiks oo. el,ment.Er«ig»ili« kein Erla^-Dernz non Dr. LHitzeroth. -Druck der vmv..B»chdruckerei »o« Jod. «ng. Koch. Markt 21,23. — Fernjprecher 55, Postscheckkonto: Nr. 5015 Smt Frankfurt o. Main.
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»ort Er forderte schließlich den deutschen Geschäfts- träger auf, den Inhalt seiner Demarche schriftlich niederzulegen und ihm diese Ausreich* nvngen zugehen zu lassen. Erwürdealsdannum* S«hend antworten
der die französisch« Regierung greisen zu müssen glaube, ' 1 v
etnen Beweis dafür erblickte, daß Frankreich sich den Verhandlungen entziehen wollte. Es fei zwar leicht zu erraten, daß das Aide Memoire des deutschen @e* schSftsträgers weit entfernt sei, Frankreich zu befriedigen. Aber es komme darauf an, daß Deutschland bereit sei, guten Willen zu bekunden. FÜV den Augenblick könne es sich nur darum handeln, die unerläßliche Entspannung hevbeizufühven.
. d,a r i s, 15. Dez Die „Jvurnöe Industriell ^bh ddie ganze Stellungnahme Deutschlands in dem kl iU können: „Versuchen wir zunächst untereinander Fühlung zu nehmen. Wenn ihr das nicht wollt dann werden wir unsere Sache dem Völkerbund über- geben-
vast Deutschland fiir den Ankauf von noch etwa eine Million Tonnen Getreide sowie von nwnatltch 10 000 Tonnen Fett ausländische Kredite unerlählich sind, die. wie sich au» den Sreditverharrvlungen ergeben hat, unter der Voraussetzung gegeben tvürdyt, datz diesen Krediten die Priotttltt ein geräumt wird. Nach dtm in der Note erwähnten Artikel 251 haben die Kosten der Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln den in dem Matze und unter den Be-
dwgungen, die von den alliierten und assortierten Regierungen festgesetzt werden. Tie Reparationskom- mission kann also zeigen, datz sie dem deutschen Volke die notwendigen Ertstenzbebinmmgen geivähren und damit die Voraussetzung zur Wtedecherstellung seiner Aeparationsfähtgkeit schaffen will.
iuS me tret ich» die lerne bet W\ sich er !in:
Puris, 15. Dez. Die angekündigte deutsche Marche bei der sianzöiischen Regierung wurde heute ... mittag unternommen. Um 9,30 Uhr empfing Poincare den deutschen Geschäftsträger v. Hoesch. Der Sinn «r deutschen Demurche war es einerseits, überhaupt eine Aussprache mit Frankreich zustande zu bringen, änderet* fot» in erster Linie Besprechungen herbeizuführen, di- tu einer Besserung der Lage in den besetzten Gebieten führen so len. Poincare stellte mehrere Rücksiagen während dsescr Unterredung, gab siboch kerne konkrete Art-
I Neu Aedes tes Wen «sd Dr. ötresemM bei der Stelle.
Berlin, 16 Dez. Bei dem vom Verein Berliner Presse heute im Reichstag veranstalteten Empfang, dem Reichspräsident Ebert, Reichskanzler Dr. Marx, Vizekanzler Jarres, Reichsaußenminister Dr. Stresemann, Reichswehrminister Dr. Eetzlcr. Reichspostminister Dr. Hoefle, der preußische Ministerpräsident Braun mit den Ministern Dr. Boelitz
Marburg
Kontos, len 17. Dezember
Poincarch» Anttvovt.
Paris, 16. Dez. D« Antwort der sianzösischen Regierung auf die Demarche de» deutschen Geschäftsträgers vom Samstqg ist heute abend 9 Uhr überreicht worden.
Nach der Havasagentur stellt Ministerpräsident Poin- oor* darin nochmals fest, daß er jetzt, nachdem der passive Widerstand eingestellt zu fein scheine, jederzeit geneigt sei, sich mit dem offiziellen Vertrete» der deutschen Regierung über alle Fragen zu besprechen, mit denen ihn diese za befassen wünsche. Was die Fragen anbelange, die auch he übrigen Alliierten interessierten, so behalte sich die sianzösische Regierung das Recht vor, sich mit den Alliierten zu verständigen, bevor sie eine Antwott ertast.
Ter von bei deutschen Regierung vorgeschlagene Meinungsaustausch, den di« französische Regierung nicht ablehne, könne eine Beeinträchtigung der Prärogative der Reparationskommission oder die mir- I
Paris, 15. Dez. Ministerpräsident Poincarü hat heute vormittag 9y2 Uhr den deutschen fchäftsträger Botschaftsrat v. Hoesch empfangen.
Unterredung dauerte etwa 30 Minute«.
den, als manche Episoden der Kriegst Seit- Die Regierung sei entschlossen, ihr« Pflichtzu tuiiv, damit alles geschehe, was notwendig ist, um das Aeußerste von uns ab. zuwenden. Es werde der ganze deutsche Opfersinn dazu gehören, daß wir nicht unterliegen. Der Reichskanzler verwies dann auf den ernsten Zweck der Veranstaltung, die charitative Hilfe für die Not. leidenden, und gab unter lebhafter Zustimmung der Hoffnung Ausdruck, daß der heutige Abend sowohl dem -herein guten Erfolg bringen als auch in allen den Gedanken empfinden werde: Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern'
Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.
Anzeiger für (das früher, kurhessische) OSMessm
Mission in den übrigen besetzten Gebieten chrer Kompetenzen zu entkleiden.
Was die Festsetzung eines Modus vivendi im Ruhrgebiet oder in den altbesetztsn Rheinlanden anlange, so sei der französische Ministerpräsident durchaus geneigt» die Vorschläge der Berliner Re»
könne, müsse zugegeben werden. — Der Pariser Bericht- dreijährigen Kredit in Höhe bis zu 70 Millionen erstalter der .jTimeS" schreibt. wahrfcheinlich interessiere ®f1tia6 Artikel 251 des Versailler Vertrags Frankreich besonders das Problems Sicherheit, aber eS b •8?
^uT •** tm Auslände zwecks recht,eittger Einfuhr und
?e6c- ^vor, daß Verteilung im Inland aufgehoben werden können, Frankreich vor allem betonen werde, daß e» s,ch an bis die inländischen Getteidevorräte aufgebrauchl >nd »te Pfänder Halten wolle, die eS im Bo- ----------- - - -
sib genommen habe. — Der Pariser Bettchbcr- statter des „Daily Ehronicle" sagt. DoincareS lange Periode des passiven Widerstandes sei tzu Ende. Manche Leute seien der Ansicht, diese plötz- iiche Schwankung des ftanzssischen Ministerpräsidenten sei durch die Furcht davor eingegeben, was mit den Beziehungen innerhalb der Entente geschehen könne, wenn eine Arbeiterregierung in England ans Ruder komme.
gierung anzuhören und sie gegebenenfalls gleich- ^itig mit seiner Stellungnahme den zuständigen Behörden mitzuteilen. Er sei namentlich bereit zu allen Unterhandlungen bezüglich der Verlängerung der Abmachungen mit den Industriellen, bezüglich der Wiederherstellung des Wirtschaftslebens und bezüglich der Verwaltungsfragen. Voraussetzung sei dabei, daß die ftanzösische Regierung ihr llnbedingtes Recht aufrechterhalte, die Rückkehr ausgewiesener Personen erst nach Prüfung der Einzelfälle zuzulassen. Poincars erklärt am Schluß der Antwort, daß die interalliierten Militärkontroll- kommisstonen ihre regelmäßige Tättgkeit noch nicht m ... „ । wieder hätten aufnehmen können und datz dement-
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Masse sei eine Gefahr für den Staat, wenn sie nicht verantwortliche geistige Fäh«.r habe. In der Zeit der grüßten wirtschaftlichen Entwickelungen feien wir zu sehr das Volk des Materiellen geworden. Es müsse dafür gesorgt toerden, daß zwuchen Kapitalismus und Proletariat ein geistiges Deutschtum sich verhalte, das sich von Pflichtgefühl leiten lasse. Sonst hätten wir überhaupt kein Recht auf Wilderauserstehung. Die Wlederauf- richtunginDeutschlandmüßteanfdersitt- lichen Grundlage des geistigen Aufstiegs der Nation selbst beruhen. Deshälb habe die Regierung auch volles Verständnis für die Lage derjenigen, die das Geistige in der Presse repräjentleiten. Ohne die öffentliche Meinung könnten wir nlsht innere und äu ßere Pol i tik fü hreu. Der Anße»» Minister schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß die
Wie in Paris verlautet, will die französische Regierung sich nut der belgischen ins Benehmen setzen, beabsichtig! *fer, Deutschland eine Antwort zukrmmen zu lassen des Inhalts, daß die französische Rtgieruug ohne die Anerk-u. »rng ihrer seit dem 11. Januar verfolgten Politik in Mage zu stellen, den deutschen Vorschlag annehme Bus die deutsche Anregung, eine Kommission, mit den Verhandlungen zu betrauen, habe Poincare schon jetzt iemerkt, daß nach feiner Auffassun-, sich der Meinung«, ausrausch zwischen dem französischen Ministerpräsidenten . dem Pariser Vertreter des Deutschen Reiches ab- > »wickeln habe.
i Varis, 15. Dez. Seit gestern finbet ein leb- ••iter Meinungsaustausch zwischen Par 3 ■eb. Brüssel statt. Ter hiesige belgische Botschafter hat sich gestern zum Quai d'Orsay begeben, und der fnan’ »»m'ch- Botschafter in Brüssel dem belgischen Ministers Atußern, Jaspar, einen Besuch abgestattet. Man versucht möglichst zu erreichen, daß die beiden Regieruu- Ittu im gleichen Sinn« auf den deutschen Vorschlag, in hsiekte Verhandlungen einzutreten, antworten können. Aach den bisher vorliegenden Meldungen der Pariser Urelse ist d'.e Wahrfcheinsickkeit groß, daß eS zu einem Abkommen zwischen *en beiden Regierungen in diesem «inne kommen wird.
r Wie die Agentur Havas berichtet, werden in dem wmrcortenttourf, den Poincarö nach Brüssel übermittelt ,^t. folgende Grundsätze ausgestellt: Ausführung des > kftiedeusvettrages, keine Schmälerung der Rechte der Aevarationskommission, keine Schmälerung der Rechte Rheinlandkommission und keine Diskussion über di« den französisch-belgischen Msatzungsbehörden iw ttuhrgebiet getroffenen Maßnahmen. Unter diesem B»r- keaü fei die sianzösische Regierung bereit, in eine allge- teet ne Verhandlung einzutreten. I
Hiernach ergriff Dr. Stresemann das Wort. Er i k 11 ortie on b*e Veröffentlichung der zweiten Seri« der Akten des Auswärtigen Amtes. Wir haben Entbehrung und Rot wie kein anderer Volk auf uns genommen, um die Pflichten de» Vertrages von Versailles zu erfüllen^ aber die Ab. erkennung der moralischen Ehren- rechte lehne er qb.und jede deutsche Regie, rung werde sie ablehnen. Erst wenn auch die anderen Regierungen ihre Archive g e o f f n e t h a b e n, werde eingerechtesUr. „ ‘1 ü..ber die Tntstehung des größten un glucks der Zeit möglich fein. Redner verwies fobann auf den heute ein halbes Jahrzehnt nach dem Kriegse^e rn Deutschland herrschenden Zustand, auf die Besetzung deutschen Landes usw.
I Stresemann aus: Die letzter
der Reichsregierung hätten l-ewiesen, daß sie trotz toit 'encn' b’e «st unverantwortlich kriti- sierten, den Weg der Verständigung durch 5’?!,*' Verhandlungen gehe wolle. Wir ftnv diesen Weg gegangen, toet! wir uns dazu in erster JS H^rcn Volksgenossen an Rhin und ^uhr -verpflichtet suhlen. Die besetzten Gebiete sind im Zustand des okkupierten Kriegsgebietes, sie sind es ohne die Rechte, die ein solches nach dem Völ- kJ Wi'pn Hf voriäufig okkupiertes Kriegs-
gebwt bleiben, so haben sie ein Anrecht auf Regttunck ihrer Verhältnisse. Auch aus einem anderen Grunde muß man, so legte der Außeiimiuifter weiter dar, zu einem modus viveud: für das Ruhrgebiet kommen. Eine Prü- simg der deutschen LeistuirgsfZhigkeik sei nicht möglich, wenn nicht vorher Klarheit darüber bestehe, m»t Rhein und Ruhr stehe. Unser Rechts- standpunkt sei vollkommen llar. Wir werden niemals die Legalität des Ruhreinbrnchs anev- Redner äußerle die Hossuuug, daß die Kommission sich vom Stande der deutschen Finanzen gründlich überzeuge. Wir würden unsere Bücher vollkomme« offen legen. Die Kommission zur Prüfung der deutschen Leistungsfähigkeit sei ebenso unserer Unterstützung sicher vme bieicroige zur Unterstützung der Kapitalflucht. Für die Aufzergu'.lg eines Weges zur internationalen Erfassung deutschen Kapitals im Auslände, von dem man sich we11 übertriebene Hoffnungen mache, werde mcmand dankbarer sein als die Rttchsregiernng. Aber das beste Mittel, um das entflohene Kapital oder mrch fremdes Kapital nach Deutschland ,n ziehen, sei da Sicherung ves Friedens, der Ruhe und bet Entwickelung Deutschlands. Zum Staat gehöre eint ftste Grenze. Wo ist unsere Grenze? Zum StmK gehört die Ausübung der souveränen Macht. Wo ist unsere Svu beränität an Rhein und Ruhr? Zum Staat gehört Autorität nach innen unb außen. Wie still bie deutsche Regierung Autorität nach innen haben, toenn sie von außen fortwährend so gedemütigt wird, daß sie nicht in der Lage ist, ihre Autorität im i eigenen Gebiet gesetzmäßig auszuüben? Wenn man nnS die ruhige Entnickelung von außen garantiert, werben mir auch im Innern ruhigeren Zeiten entgegengehem GSnnt man der deutschen Regierung die Ausübung ihrer Autorität, Friede, Freiheit und Entwicklung, dann werden wir mit den extremen Strömungen im Innern schon fertig werden, und es bedarf nicht der Sorge, fremder Regierungen über diese Erschei- nun gen. Wenn sich vom Rhein bis zum Ural nur noch kanfarme ober kaufunsähige Böcker befinden, so erschüttern sie die Grundlagen der gesamten Weltwirtschaft. Heute fei Deutschland ein krau kes Glied am euvopmichen Körper. Wir hätten die charitative Hilst der ganzen Well anrufe» müssen, um deutscher Not zu steuern. Es sei ihm eine angenehme Aufgabe, den Dank auszusprechen für alles, was in der ganzen Mell sich rege in einem ©tdjemtnerni mi Menschenpflicht gegenüber dem, was Deutschland durchmacht. Der Redner begrüßte besonders auch dir Auslandsspenden für das geistige Deutschland. Die
iJJer Schrict, ber am Sonnabend gleichzeitig in Paris fcn» Brüssel von deutscher Seite unternommen worden fi, leitet eine neue Periode unserer Außenpolitik ein. Much in Paris kann man seM im verstocktesten Regie-- tzungslager keinen Borwand mehr finden, um unmittel* taten Verhandlungen zwischen Deutschland und Frank* «ich auszuweichen. Dementsprechend hat sich denn auch die französische Regierung Bereit erklärt, nunmehr die Verhandlungen mit Deutschland wieder zu eröffnen. Und »an geht wohl mit der Annahme nicht fehl, daß demnächst Wieder eftt deutscher Botschafter in Paris sitzen wird. Aber dieser Wechsel der Situation kennzeichnet nur das Vtßere Mld. Wichtig und entscheidend ist, ob auch in bet’ französische« Politik selbst ein Wandel eingetreten ist, oder tzb Frankreich weiter darauf besteht, wie ein Alp auf Deutschland und aus seinem wichtigsten Wirtschaftsgebiet » lasten, ober ob es uns die Lebensader unserer Wirt- «ast, das Ruhrgebiet, wieder freigeben und uns dort wieder die uns zustehenden Hoheitsrechte zurückgeben will. Von der Antwort auf diese Frage hängt alles ab. Namentlich auch die weitere Entwicklung der englischen fcnb amerikanischen Bemühungen, die Reparationsfrage wieder auf ein vernünftiges Gleis zu bringen. Wir gehen «iio crußenpolitisch einer sehr interessanten Zeit entgegen. Wir werden aber gut tun, alle Illusionen dabei beiseite » lassen. Denn nichts deutet bis jetzt daraufhin, daß Krankresch sich irgendwie gruudiätzlich geänbert hat und «shalb werden wir weiter mit Poincare um unsere Existenz ringen müssen, ohne dabei besonders großes betrauen auf den Beistand auswärtiger Mächte zu setzen.
Parts, 15. Dez. Der „Petit Parisicn" schreibt, daß man in zuständtgen politischen Kreisen erkläre, daß eine Unterredung zwischen Paris und Berlin • ' totü b« Bedingungen, die die fron* rauche Regierung seinerzeit für die Einstellung des passiven Widerstandes gestellt habe, gegenwärtig erfülll sind. Man sei der Ansicht, baß in nützlicher Welse „ Besetzung der Ruhr gesprochen werde. K"tuu würde sich aber weigern, über die rheinischen Separa- tuten zu verhandeln, da man diese Angelegenheit als eine j
Mnn • die deutsche Regierung irgendwel^ Vor cL?-®a< Str MgMtli-MWsg. ’ «« 7 Reparationsfrage zu machen hätte, so Paris, 15. Dez. Die Kriegslastenkommission E^ REparativnsk» mmissionhat heute der Reparattonskommtssion eine Note
1 *“W” gietrtw mit bet Litte, ble nach dem Stieben»
• • I vertrag zugunsten der Reparationskommission zu-
o . _ * stehende Priorität auf die Einkünfte des Deutschen
erfte8r0@^?,nL,81r6r%; Ä* »urükhugeben zugunsten einer im Auslande
del? aufzunehmenden Anleihe für Lebensmittelankäufe,
oen veuyly-französtschen Verhandlungen. Der Panser Berlin 16 Dec • k»
sidrmden der «riegslastenkommtsston, Staatssettetür
<5nne die wichtigste EnllvicklLng in der tut»- Fischer, de- Reparationskommission übergebenen Note f”* Besetzung des Ruhrgebietes bringen, bittet bl» deutsche Regierung, eine grundsätzlich« Er- m Vorteil, ber für Frankreich a«S dem deutschen Bor- klärung in der Richtung ab,ugeben, datz für einen
Ser deutsche Gcschäslsli äger hat seine Auszeichnung^-
12 Uhr dem Quai d'Ocsais zugestellt, und man mvarlct, daß noch heute abend, spätestens aber nwrgev - - ---------, - ---------- — -----
ftSft. eint endgültige Antwort von Poincare vorliege»' Ablage, in direkte Verhandlungen eiNjutretety. entstehen für dm Ankauf von Brotgetreide und Fett besttnimten
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