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Hamburg, 16. Nov. Der ReichSwehrminist« ist g($rtn zn einem zweilagigen Besuch hier finge» troffen. Der Minister unternahm zunächst eine Be- sichfissutig des Hafen». NachmtttagS fanden Besvre» chilngen mit dem Senat statt, abends folgte der Mi­nister einer Einladmig deS Bürgermeisters Dr. Dir- stei. Hrutr vormittag begab sich Geßler nach dem. HauS der Ordnungspolizei, um dort als Vertreter der Reichsregierung den Beamten den Dank und di« Anerkennung für ihr Verhalten bei den letzten kom­munistischen Unruhen miszuspvecherr. Der Minister reiste nachmittags wieder ab.

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Wir-können-nicht-Hattung nicht nochmals betonen würde, wenn die Alliierten die sofortige Wieder­aufnahme der vollständigen Kontrolle fordern wür­den. In diesem Falle würden aber, wenn die fran­zösische Politnk angenommen werden sollte, drastische Sanktionen erfolgen. Die britische Regierung ist aber der Meinung, daß neue Sanktionen weniger Gewähr für die Sicherheit geben würden, al» eine eingeschränkte Militärkontrolle.

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auch bereits während der Konferenz mitgeteilt wurde, daß es inopportun ist, die Dis* kuffion über den Artikel 17 über di« Frage der Wassertransporte fortzu« setzen. Demzufolge benachrichtigen wir Sie, daß wir die Besprechungen als abgeschlosten betrachten und datz wir unsere Handlungsfreiheit wieder auf­nehmen."

Di« ^Oberhessilche Zeitung" ericbetnt ied>«mal wöchentlich. «ezagsvrer, 12.17.11 135 000 0i)0 008 ÜFert einschließlich Zufiellungsgebiihr. Für ausianenbe Nummern tnf. Streiks ov. element. Ereigniile kein Tria?. Bering von Dr. T. H it, e ro td. Druck der Univ.-Buchdruckerei von Job. Lun. Koch, Markt 21.23. Kernfprecher 55, Bofticheckkonto: Nr. 5015 Lmt Frankfurt a. Main.

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lediglich eine Wiederholung von Behauptungen, die ge­rade ln jüngster Zelt mehrfach von amtlicher deutfcrer Seite widerlegt worden sind. Immerhin sei noch cm- mal fefrgestellt, daß die Reichsweb' nicht einmal die im Venrag von Versailles vorgesehene Stärke von

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Paris, 16. Nov. Nach einer Meldung des New York Herald" aus Wafhingto« wird die Nach, richt, daß die Franzosen möglicherweise Ham» bürg besetzen würde«, vom Staatsdepartemenk offiziös bestätigt. Di« Vereinigt«« Staate« würde« natürlich die Beschlagnahme des deutsche« Hafen« ungern sehen, da sie ans eine Behinderung ihrer Handelsbeziehungen zu Deutschland hinan» laufe» würde: da aber die Besetzung im Zusammew hang mit einer Differenz ans Grund des Bersaillei Vertrages vor sich ginge» würde» die Vereinigte« Staaten nicht eingreife«.

Es liegt auf der Hand, das, es sich hier um eme Stimmungsmache handelt, d. h. um den Ver­such, die Alliierten zu bewegen, sich für Frankreichs Pläne elnzuseden. Die Aeußerungen des MarswallS F«b sind bezüglich der Heranziehung von Sttnncs- arbeitern und Rußlands für die Herstellung von Mn-

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100 000 Man» erreicht, daß außer idr zur Aufrcchl- erhaltung von Riche und Ordnung im Innern alles in allem noch etwa 150000 Mann Schutzpolizei (ein- fchlteßttch der zivilen Polizei beamten) in Deutschland vorhanden sind und daß die gegenwärtig in Deutsch- land vorhandene Munition, wie auch der 3. M. K. be­kannt sein dürste, nur die Deckung des dringendsten Bedarfs auSrelcht. Daß die Reichsrcgierung eifrig be­strebt ist, illegale Verbände militärischen Eharaners, die sich da und frort bilden, zn veseikigrn, hat sie wie­derholt durch ibr Vorgehen bewiesen. Im übrigen liegt es gerade an der französischen Politik, wenn sich deuttche illega'c Verbände zu bilden suchen, ist e 5 doch Frankreich, das es jeder deutschen Regierung durch seinen unaufhörlichen Druck unmöglich machte, die gebend-- tnteressen des Volkes wirksam zu wah­ren, wodurch in weiten Kreisen der Bevölkerung der Eindruck hervorgerufen wird, als nehme sich die deut­sche Negieung der nationalen Interessen nicht vtn- rr'chend au, sondern bedürfe es vielmehr besonderer von der Negierung unabhängiger und zum Teil zu ihr in Widerspruch siedender Organisationen.

Die englische Ablehnung.

London, 10. Nov Reuter meldet von zuver­lässiger Sette, das; der britische Standpunkt bezüg­lich der Wiederaufnahme der militärischen Kon­trolle in Deutschland der ist, Laß keine Forderungen gestellt werden sollen, deren Erfüllung bei dem gegenwärtigen ungeordneten Z u st a n d in Deutschland unmöglich ijsi England tritt für eine zeitweilige Zustimmung zu

Mr Serteutoü mit dtn Zcheo gWtfrt.

Berlin, 16. Nov. Die sich nunmehr über mehr als 5 Wochen hinziehenden Verhandlun­gen zwischen den Kohlenzechen des be­setzten Gebietes und derMission in» terallise de Controls des ufines et de Mines" (Micum) sind gescheitert, weil die Micum die Zusage, daß die beabsichtigten Kohlenlieferungen und Barleistungen der Zechen Deutschland auf Reparationskonto gut­gebracht würden, verweigert habe. Der Aus­gangspunkt der Verhandlungen zwischen den Zechen und der Micum war, daß PoincarS die Wieder­herstellung des Zustandes oct dem 11. Januar und die Wiederaufnahme der Reparationslieferungen in dem gleichen Umfange wie vor dem 11. Februar verlangte, daß Deutschland tatsächlich aber die dafür erforderlichen Geldbeträge ge­genwärtig nicht ausbringen kann. In dieser Situation waren die Zechenbesitzer einge­sprungen und hatten es von sich aus übernommen, die Reparationskohlenlieferunge« durch Anspan­nung eis ss eigenen privaten Kredits vorläufig zu finanzieren, um dadurch die Kohlenförderung und damit die gesamte Wirtschaft des besetzten Gebietes wieder in Gang zu bringen. Auf dieser Basis wur­den die Verbandlungen begonnen. Die Anrechnung der Leistungen der Zechen auf Reparationskonto war dabei die selbstverständliche Grund- l a g e der Besprechungen, lieber alle anderen wirt­schaftlichen und finanziellen Fragen, wie die Höhe der Kohlenlieferungen einschließlich der italienfiche« Quote, die nochmalige Zahlung der an das Reich bereits bezahlten Kohlensteuer an die Micum, so­wie über alle anderen eingehenden Bedingungen der Micunr war man zu einer Einigung gekommen, obwohl diese Bedingungen überaus hemmend in den Wirtschaftsverkehr der besetzten Gebiete und in die Selbständigkeit der Zechen eingegriffen hätten. Erst neuerdings, als die Zechenbesitzer bei der For­mulierung der bis dahin erzielten N^ereinstim- mung der Anrechnung der Leistungen auf Re­parationskonto in das Abkommen mit auf­nehmen wollten, wurde dies verweigert. Damit war der Ausgangspunkt und dis gesamte Eritndlage der Verhandlungen verschoben. Als bei der letzten Verhandlung am 14. November abends den Zechen in ultimativer Form eine Formulierung vorgelegt wurde, die dis Anrechnung auf Reparationskonto nicht sicher­stellte und die bis Uhr abends beantwortet sein mußte, haben die Zechenbesttzer ein Schreibe« an die Micum gerichtet, in dem sie den Sachverhalt nochmals darlegen und erklären, daß sie nicht in der Lage sind, in der Frage der Reparationen, die von der Micum ausdrücklich als polttische er­klärt worden war, über die klaren Richtlinien der Regierung hinwegzugehen.

Wir brachten ihnen im Laufe der Berhandlun- gen immer wieder zum Ausdruck, daß die Bedin­gungen dieses Vertrages für die Gesamtindustrie geradezu verhängnisvoll sind und daß die dauernde Arbeitslosigkeit in erheblichem Umfangs bestehen bleiben wird. Wenn wir uns trotzdem unter dem Zwang der Verhültniffe entschließen wollten, diesen Vertrag zu unterzeichnen, so würde es lediglich mit Rücksicht auf unsere Angestellten und Arbeiter ge­schehen sein, die wir, solange es in unserer Kraft steht, vor der drohenden Hungersnot und Verelen­dung schützen wollen. Wir wiederholen unsere mündlich gegebene Erklärung, daß wir jederzeit und an jedem Ort zu neuen Verhandlungen zur Ver­fügung stehen."

Seitens der Zechenbesitzer war also die Fort­setzung der Verhandlungen danach ausdrücklich offen gehalten. Inzwischen traf aber das nachstehende Schreiben der Micum bei der von dem Bergbau­lichen Verein mit den Verhandlungen beauftragten Sechterkommission ein:

Der Präsident der Micum an die Mitglieder der Kommission des Bergbauvereins. Zufolge Ihrer Rote vom 14. November haben wir die Ehre, Ihnen nutzuteilen, daß es uns mit Rücksicht darauf, daß Ihre Antwort uns nicht die verlangte Annahme gebracht hat, angebracht erschien, wie Ihnen dies

3« Stile.

Berlin, 17. Nov. DerVoss. Ztg." zufolge Häsin, jefterr die Fraktioussühver der Deutschen Volks- Partei, dis Zentrum» und der Demokraten eine Be­sprechung abgehalten, in der zum Ausdruck kam, daß die drei Kvalrtionsparteien der ReichSregierung kein« Schwierigkeiten machen und eine Koalitionskrisr der» mi-k en s h ui wollen. Auch die RcichStagsfraktlon ber- Temokratifchen Partei tagte gestern, faßte aber M-i new Beschluß, da man erst das Ergebnis der weitere« Verhandlungen der ReichSr^ierung mit dem Fünf- zehner-Ansschuß der böschten Gebiete und die Sitzung die Auswärtigen Ausschusses abwatten will. Die Sozi­aldemokraten und da» Zentrum haben auf Montag Fraktiaassstzungett anberamnt, während die Deutsche BSlkLpattei am Sonntag im Anschluß an die Sitzung de» ZentralvorpandeS eine FrastionSsitzmtg angefefct hat. ,

Berlin, 16. Nov. Auf de» Weg- «der den sozial- demokratische« Parlmnentsdftttst wird m der Presse der-: breitet, daß der neue Reichsminister des Innern gelegene» lich feiner Vorstellung vor der Beamtenschaft feine» i Ministerium» mit dem vorübergehenden Ser-' luste des Ruhrgc bieteS gespielt habe. Hieran, anknüpsend wird bchaupttt, daß der neue Minister auf eine offene ober Versteckte Loslösung des Rheinlandes W>ij Deutschland hinarbeite. Die Darstellung kann nur durch eine bewußte Entstellung der AuSiührungen de» Mmd-: stets vor der Bramt.-nschaft entstanden fein: der Minister! lehnt diese tendenziöse Darstellung entschieden ab. Er ist. sich bewußt, in seiner ganzen bisherigen politischen Tätig-, leit einer der überzeugtesten unb erklärtesten Wider«' facher gegen alle Bestrebungen gewesen zu ser-i- die auf di« Lösung de» Rheinländer do« Preußen und vom Reich abziele«. Auf o«fta Standpunkt steht er selbstverstSnolich auch heute «och.

derartige Mschatzung im ungünstigen Augenblick hätte zu einer Revision be» Friedensvertrages und zu einer Herabsetzung der Schuld führen müssen. Tiefe fei ober nur durch Einstimmigkeit der Alliierten möglich. Tas hätte Frankreich nicht anttehmen können. Eine Zurück­forderung der Vorschüsse der Alliietten könne nicht vor der Wiederherstellung der Kriegsschäden erfolgen. Trotz des Bedauerns, mit den Amerikanern nicht zusammcn- arkeiten zu können, bleibe,man dabei, die Abschätzung durch die Reparationskommission (!) vor­nehmen zu lassen, beim fit sei billigt, die notwendigen. Reformen für Deutschland zu bezeichnen und ein Gesamt- vrogramm aufzustellen. Inzwischen werde man fort» fahren, die Pfänder immer intensiver auszubauen. Zum Dchluß sprach Poinoarö b;e Hoffnung au», daß die Freundschaft mit den Alliietten noch zu einer Ver­ständigung über die Reparationsfrage und über die Sicher- hettsftage führen werde.

Nach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung inter­pellierte der Abgeordnete Oberst Girod über die Br- 'chlagnahme der französischen Flugzeuge in Deutschland. Nach ihm begründete der Pazifist Marc Sag«ier seine Interpellation über die friedens freundliche Bewegung eines Teiles bet deutschen Bevölkerung. Er sagte, dem pazi­fistischen Kongreß in Freiburg, an dem 125 französische Delegierte teilgenommen hätten, hätten auch 7000 junge Deutsche (!!) beigewobnt. Die französischen Delegierten sesen mit Wärme empfangen (!!) wor­den. Marc Sa girier wurde wiederholt vom Abg. Daudet Sind seinen Gesinnungsgenossen unterbrochen, die die Ehrlichkeit der deutschen Pazifisten anzweifelten. Tie Fortsetzung her Debatte wurde hierauf auf Freitag näch­ster Woche vertagt.

Frankreich sucht Söldner.

Pari», 16. Nov. Laut »Rewhork Herald" wer­den dem Parlament Aenverungen der französischen Gesetzgebung vorgeschlagen werben, die eS der in Frankreich geborenen tt Indern nicht französischer Sl-

ioordrn. Der Abgeordnete Blum wich, weil er die Fest- ßellung der deutsche« Angebote vom Monat Mar und Znni in die Debatte gezogen bat, von ben reaktionären Abgeordneten Magne beleidigt, so daß heftiger Lärm Ätftebt, was den Kammerpräsidenten zum Eingreifen deranlaßi. Nach Wiederherstellung der Ruhe bespricht Pcknearö b e Entscheümng drR parawnskommiffio - h n-. sichtlich der deutschen Verfehlungen vor der Besetzung des Ruhrgebietes. Diese Aktion Hobe da» franzos sche Par­lament al» eint Legale gebilligt. Bouar ßav Hobe gefügt, durch die Ruhrbefetzung lege man die Hand auf die Schlagader Deutschlands. Tatsächlich bcheutet die Ruhr das Zentrum der industriellen unb militärischen Pro­duktionen de» Deutschen Reiche». Frankreich hätte eine Operat-on ins Ange fassen können, die Deutschland in ziuei Teile geteilt haben würde. 6» hobt getan, was «s habe ten müssen, nm feine Rechte als Gläubiger ficherzustellen. Frankreich habe den Schritt unternommen ohne Hinier- Äanftn.

Poinearä kommt sodann aus Deutschland» pass!« den Widerstand mch Frankreichs Haltung ihm gegenüber |u sprechen und berichtet anschließend über die Bedin- tungen, unter denen Abschlüsse über Kohkenlieierungtn auf sttepatationSkonto mit Industriellen gettosfen würben, tr bemerkte, auch die anderen Industriellen würden g e - teungen fein, ähnliche Verträge abzuschließen. Die sianzösischen Unterhändler hätten nicht eingewilligt, daß ie Kosten dieser Abmachungen von den Arbeitern ge­tragen und daß der AchtstuÄwntag verletzt werd» (der Air Frankreich bekanntlich nicht bestehtl!(. Die Ausgaben liefen sich auf 691 Mllionen, während die Eiunahmeu Ä6 Millionen betrügen. Tie Kommunisten uuo Sozial- e notrott« ruftn hieraus dazwischen:Also 100 Millionen Leüzit!" Hinsichtlich der Sachvcrstäudigenkonferenz sage Princarü, der Augenblick (!) sei schlecht gewählt, um bie Zahlungsfähigkeit Deutschlands in einem Jahre abzu- sih ätzen, brun im Augenblick sei sie sehr gering. Eine

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Sieverhandeln".

Parks, 16. Nov. Der Sonderberichterstatter des Intravfigeant in Düsseldorf meldet, daß Ge­neral Degoutte von Paris bestimmte Instruktionen zugegange« feie«, durch die er Bollmachte« erhalte« habe, Stinnes und die auf feiner Seite verhandeln­de« Industrielle« zu verhafte«, falls die Berhand- langen mit der Zngenieurkommission nicht mit der «katten Zustimmung der Deutschen zn den franzö- fisch-belgischen Bedinanngen ihren Abschluß finde«. Havas bestreitet, daß derartige Instrukss"»en ge« geben seien.

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fern ermöglichen sollen, rechtlich für die französische Nationalität zu optieren. Man rechnet mit einem wachs von 36000 i int gen Männern

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$ ari», 16. Nov. Die französische Kainm'r hat heute nachmittag 3 Uhr die große Jnterpellationsdebatte er« »sinei An erster Stelle appelliert Abg. Guittaumon Aber die Vexotionen, denen angeblich fianzösische Luft- fchiffc in Deutschland ausgesetzt sein sollen. Er bespricht tot einzelnen die Beschlagnahme fianzösiicher Flugzeuge «nd behauptet, der Vertrag von Versailles autorifier« Frankreich, durch seine Apparate deutsches Gebiet über fliegen zu lassen.

I Ministerpräsident Poincar6 ergreift sokott nach dieser Rck>e das Wott. Er erklärte, er habt noch gestern bie Absicht gehabt, heute nicht zu sprechen. Jedoch glaube er, dem Parlament ein Expose der Politik Frank­reichs schuldig zn sein. Er spricht von einer deutschfi Anmaßung, inbezng auf seine zivilen Lustschiff- volle Freihett haben zu wollen. Die Bcffchasterkonf renz habe fick mit ber beutschen These beschädigt: aber er müsse seststellen. daß sie durch ben britischen Botschafter Anter stützt wurde. Die Frage liege etwas weniger klar, als bet Vorredner annähme. Aber das hindere nicht, auch firnerhin auzunelMm, daß Frankreich hier Recht habe. (!) Die Verhandlungen würden firtgesetzt unb er hofft, daß man ben französischen Stand­punkt schließlich anerkennen werde, Voincare geht als­dann zu einer Kennzeichnung der allgemciueu äußeren Lolltik Frankreichs über, ßct bespricht alle Entscheidun­gen. bie seit St. Nemo in der Reparal'o.'issrage getroffen wurden Er erinnert an die Befttzung von Duisbncg, Ruhrort und Dusselborf und an die Umstände, unter denen ber Londoner Zahlungsplan ausgestellt wurde. Mit besottzherer Sorgfalt habe die Mepa- rativnskom m isfi»n die Höhe der deutschen Schuld b e m e s s e n. (l) 23 arbeitsreiche Sitzungen habe man darauf verwendet und von 32 Sachv'rständi^.i Gutachten eingefordcrt Tie Summe sei wesentlich gerin­ger bemessen worden, als bie englische Regierung gefordert habe. Die Londoner Äouftreuz habe sich am 27. Ap.e-l 1921 zu einer nochmaligen Ueberprüsuug der Schuld- ßiu-.me verstanden, so daß man also behaupten könne, ber Zahlungsplan vom 5. Mai 1921 sei da? direkte Werk der alliierten Regierungen, namentlich aber ber britischen Regierung. Die Alliierten müßten also auf tritt« Erfüllung der deutschen Berpflick- jungen, bie sie erleichtert hätten, be- stehe n. Damals hätten alle Regierungen das ver­standen und ein Ultimatum an Deutschland gerichtet. Frankreich habe eine JabreZklasft nwbilffttt und wenn dir Deutschen wicht nathgegeben hätten, würde hiotn ben Bezirk von Essen besetzt haben. Um dieser Sankeion tu entgehen, habe die deutsche Regierung den Za^ siingsplan angenommen. Deutschland habe aber fthr bald dn Moratorium verlangt.

Poincarö schillert wiederum itt brr ft kannten Weift dir Feststellung ber deutschen Berfthlungen und erinnert tu<6 an bie Konferenz von Sanne». Schließlich sprach er Von ber Konferenz von Loudon und dem deutschen Bor- Wag, eine internationale Sachverständigen ons r n, fin iuberuftn, in bet die internatroiiolen Finaazleute die LahlungSmittel Deutschlands prüfen jol!tn. Das sei die Volitik Deutschlands bis Ende 1922 grwesen. Tom al? Habe Teuffchland st ine Mark auch nicht herabschießeu itisen, so baß man eine deutsche Verfehlung hätte kon­statieren müssen. Unsere Gegner, so fiihr Pvineare fort. wollen die augenblicklichen Ergehn sie unserer Pfirub- »ahme mit dem vergleichen, was man erlangt haben fcflrbe, wenn Deutschland bezahlt hätte. Sie vergessen «ber, daß vor der Pr»udnahme Deutschland nicht m.t teilte, daß e» ztvek Iahte hindurch nicht werde bczablcn

tpoptet 3abiW KSruch hft-« fett.

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Dw deutschenRüstungen".

VatiS, 16. Nov. Rach einem Haoasberlcht de- twuptete Marschall Joch in fr er gestrigen Botschafter- .'onserenj zur augebllctz.-n Wiederaufnahme der Dc- h-oflmtttß Deutschlands, tte Zahl der NeichSwehr- iruppcn iiberftelge ivefeiuOtv den Stuttolanb zuge- bllttgten Bestand. Dte Hersieklung von Kriegsmaterial tef ankerhalv des besetz,en Webtet2 wieder aufgtnom- men werden. Selbst Stinnes bade aus oem Rur,rgebk1 nach dem inner»« Deurschtanfr ytrvciler spezteS für die Herstellung von Krtegsmairriai ve- rnsett. Von Leukschrand feien Aüsiräge für Munisiovs- Hcfernngen an das Ausland, uamciilltch an Rutzland gegeben worden. Diese Borgänge lndeuteten eine Drohung, wenn sich die deutsche Industrie von jeder veberwachung tret machen und in den Dienst der Vor­her ctlung eines rdrirges ftcCm kSinu». Jntrresie des europäischen Friedens feien die Alliierten zur Brsisung der berechtigten Forderungen Frankretchs wegen Verbütguna feiner Tichetdeit derpsilchtel.

Hierzu wird von maßgebender Sette mltgeictlt:

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Essen, 17. 9(c«. In <?: -r ?? gestern zu Unruhen gekommen. Infolge der iv;t den Zechen» verbanden ausgesprochenen Kündigungen fanden in der Umgebung von Essen gestern morgen größere Bergarbeiterdemonstrationen statt, u. a. in Reck« linghausen und auf den Schächten der ZecheZoll­verein" in Äaternberg. Von kommunistischer Seit«; war durch Plakate zu einer größeren Demonstratio«

j Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (bas früher kurhesfifche) Oberhessen

Kit (s.^ gab;, b« rsft. ie» machst^, in kaust^ ifint aij rr Natt-, men bikigfe* zwssckn des lq. und eryöhurz hasten, schasttzä, gen »ist lättg gt> chädiza» xn, u* ingestei m hütet ren, iHv chäldchg

anzeigenvrei, betragt für den ggesp. Zeilenmillimeter 0,06 (Bolbmatt Amtlich« tu i8ti. Anzeigen 0,8 (Bolbmatt Bei lchwter.Satz 50!. Aufschlag. Gammelanjeta. 100»/.

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SnUtlftflPlln hHI 17 berechnest «b«ufa Auskunft bür» bie Ikesch-iftsftelle unb Zusendung ber Angebote. Zahlung <naa

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Der soziafiWste Abg.-^v« Blum «st: «rion und Sprengstoff Phantasien, im übrigen 6» find ihnen andere Zlngcbote zusrgangm! Poincaco ......

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