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Die Lage in München

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(Bereits durch

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in verschiedenen englischen Kreisen in# Auge

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Mitteilung über in llffing am

der Nationalisten von der Polizei Die Waffen wurden von der Polizei

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München, 12. Nov. Der bayerische Gesandte in Berlin v. Preger hat sich zu Besprechungen mit - der bayerischen Regierung nach München begeben.

f e n la g e r entdeckt, fortgeschafft.

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durchaus l. ©lau­en Woh- 'den nach Zimmer« änder ist bland z« e Heimat leTe freit ernt man Nniderst- MarAnrz dandweff edau«Nch von nn» Uniderfl. t tn 6er

München, tisnaljozralisten,

Länder zusammensetze«, die im Reparatiousaus- schuh vertrete« find.

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r Feststellung ihres Namens zur Porizeinache. Tas -n ihnen vorgefundene Material wurde b^chlagnahmt. i Wurzen wurde am Sonnabend ein sogenannter beul- er Abend veranstaltet. Ms dabei die Stahlbelmer das rhardtlied fangen, kam es zu Zusammenstößen mit der »lizei, tue einzugreifen versuchte.

München, Ist. Nov. Privatmeldungen zufolge 'st Auflösung der verschiedenen Puffchorganisatiouen auf

K flachen Lande südlich von München in vollem Gange

»alistischen Arbeiterpartei und des Bundes Oberland wur­den von den Plakatsäulen abgerissen. In Zwickau drang

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Widerstand verhaftet worden.

Extrablatt veröffentlicht.)

Berlin, 12. Nov. Zu der die Verhaftung Hitlers

und wird durch Reichswehrtruppen mit Nachdruck durch­geführt. Hitler bat sich bis gestern ab nü au? einem Bauernhof bei Rosenheims Uufgchalten. Die Gerüchte, daß die Ehrhardtleute in Rosenheim mit Hitler zusammen­arbeiten sind unrichtig. Hitler ist nicht verwundet worden. Er hat sich nur bei einem Sturz die rechte Schulter leicht verletzt. Bon den Putschorganisationen werden zur Zeit Schritte eingeleitet, ihre Leute auf dem Lftnde vor neuen Aktionen zu warnen. Ludendorff befindet ,tdi in sogenannter Ehrenhaft. Das heißt, er kann sich einen Aufenthaltsort selbst wählen, wird dabei aber streng über­wacht. t

München, 12. Nov. Wie die „Münch. N. N." melden, wurde im Perlacher Forst ein Was-

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I.M ei der Zeittnsg

Hitler verhaft«.

12. Rov. Der Führer der Ra­tz i t l e r, ist am Staffelsee ohne

,en Stoff, m. Ans Sefchwscr-

In einer Mestmng von Havas wird erklärt, Poincare habe sich entschlossen, um einen neuen Beweis seines Willens zu geben, kein Mittel unversucht zu lassen, nm zu einer Lösung zu gelangen. Er weigert sich keineswegs, mit Deutschland in Berhmchlungen einzutreten, nachdem der passive Widerstand beendet ist unb die Verfehlungen aus den Sachlieferungen bank der Abkommen, die mit den deutschen Industriellen getroffen wurden, behoben sind. Pvincarö hat deshalb den französischen Delegierten in der Reparativ ns kommt ssion beauftragt, von ihr zu ver­langen, daß sie einen Sachverständigenausschuß einberufe. In der Sitzung, die die Repar ationsko mmlls ion morgen abhalten wird, wird nun Bart Hou im vollen Einverständ­nis mit Poinrark die Initiative ergreifen. Heute Rebe der Vernehmung der Vertreter des Deutschen Reiches nichts mehr im Wege. Wenn die Reparationskommis- fion auch gleichzeitig beschließt, einen Sachverständigen- auslchuß zu ernennen, um die Zahlungsfähigkeit Deutsch­lands zu prüfen, so könnte dieses Komitee auch die Vor- tchlöge prüfen, die die deutschen Delegierten im Saufe ihrer LAusführungen Vorbringen werden Nach der ftan- zöftschen Ansicht werde sich der Sachverständigenausschuß nicht mit biefem Studium begnügen. In erster Stme müsse der Ausschuß die Bilanz der Hilfsquellen Deutsch­lands feststellen und zwar seine Hilfsquellen in Deut'ch- Taub als auch die Hilfsquellen im Auslande. Zu diesem ?<rerf ha! er namentlich überall da, wo deutsche Kapitalien Erhebungen anzustellen. Der Ausschuß müfft auch be- 'iilgerechtfertigter Weise aus dem Lanve geschafft wurden, fchen Reiches von jetzt ab für die Finanzierung der Repa- schließen, in welchem Umfange die Hilfsquellen des Teut- rationen verwendet werden könnten. Endlich müsse er sagen, in welcher Weise Deutschland für die San'erring seiner finanziellen Lage sorgen müsse. Tie Arbeit der Sachverständigen müsse einen wesentlich praktischen Cha- rtVter, trag-m und sich auf die unmittelbare Zukunft viel eher beziehen als daß sie sich in hypo- thesische Erwägungen über die Prosperft- tätoder überdie zukünftige Armut Deutsch­lands er gange. Bei dem augenblicklichen finanziellen und wirtschaftlichen Chaos, frias in Deutschland herrsche, seien der­artige Erwägungen absolut zw-ckloS.

Nach' Ansicht der französischen Regierung dürfe die Lcge.l'tat der Ruhrbeschung nicht in Frage ge- stellt werden. Auch dürften die wirtschaftlichen Er­gebnisse, die eine Folge derselben seien, nicht trällert werden. Ter Ausschuß könne sich zusammenschen aus zwei Tel"g'erten der in der Reparationskommission vertretenen Mächte, die bereits den Garantieausschuß bill ten und die beispielsweise einen Finanztechniker für •tbes Land zuziehen tonnten. Der Ausschuß könnte auch deutsche oder neutrale Zeugenvernehmungen vor­nehmen, sich nach Berlin begeben ufto. usw.

Nach de? französischen Ansicht würde diese Mission Wahrscheinlich mindestens zwei Monate dauern.

Auch Brüssel will eingreife«.

Der Brüsseler Korrespondent des „Temps" be­richtet, in gewissen autorisierten belgischen Kreisen sei man der Meinung, daß die Reparationskommission

Son der AotiSMer-MOlknz.

Paris, 12. Nov. Die Botschasterkonferenz

i Berlin, 13. Nov. Ein eigener Drahtbericht des ■ »Vorwärts" aus Dresden besagt, daß in H o s am Sonn- eb-’nb eine Demonstration von etwa 2000 Nationalsozia- : fiften und Mitgliedern des Bundes Oberland stattg:- i fenben hat Die Plakdte mit dem Kahr-Verbot der natio

Staffelsee meldet der „Vorwärts" noch, Hitler sei nach seiner Festnahme nach Landsberg am Lech ge­führt worden wo er gefangen gehalten wird. Das Bezirksamt in Weilheim bestätigte die Meldung über die Verhaftung, während das Eeneralstaats- komm.ifjariat die Nachricht dementierte. . . *

München, 13 Nov. Wie der „Bayrischen Staats- zeitung" amtlich mitgeteilt wird, bestätigt es sich, daß der Führer der Nationalsozialisten Hitler am Sonntag Mcnd in einer Villa in llffing um Staffel fee verhaf­tet worben ist Wie hier zu erfahren war, erfolgte die Verhaf-ung durch Landespotizei in der Billa Hansstängl. Srchann wurde Hitler im Auto unter Bewachung von llffing abtransportiert. Er bat nur eine Prellung itn der Schulter.

• Von General Ludendorff.

München, 12. Nov. General Ludendorff ver­öffentlicht in den „Münch. N. N." eine Erklärung, in der er sagt, daß er die ehrenwörtliche Verpflich­tung am Freitag nach dem Blutbad nicht in dem Sinne abgegeben habe, daß er auf eine weitere eilnahme an der völkischen Bewegung verzichte. Er halte die völkische Bewegung allein für befähigt, eine wirklirhe Genesung Deutschlands und des deut­schen Volkes herbeizuführen und werde sich ihr weiter widmen. Seine ehrenwörtliche Verpflichtung beziehe sich auf seinen Aufenthalt in München und auf die Enthaltung von staatsfeindlichen Be­strebungen während der Untersu- dhi n g. Diese Verpflichtung habe er als Ehren­mann ohne Hintergedanken übernommen.

Die Münchener Universität geschlossen.

M ü^t ch e n, 12. Nov. Infolge der politischen Ereignisse war es am Samstag in der Universität zu Demonstrationen der Studenten gekom­men, die den Rektor, der beruhigende Worte spre- ch-n wollte, niederfchrien. Am Nachmittag sowohl dieses Tages wie auch am Sonntag veran- ftalteten die Studenten, begleitet von einer großen Mcnschenmasse, Demonstrationszüge durch die Stadt, denen berittene Schutzleute entgegenreiten mußten. Montag nachmittag ist nun eine Bekannt­machung erschienen, daß die Universität M ü n ch e n mit ihren Anstalten durch einstimmigen Beschluß des akademischen Senats, dem auch die studentische Vertretung einhellig zustimmte, bis au: weiteres geschlossen wird. Die Verwaltung der wissenschaftlichen Sammlungen des Staats hat sich dieser Maßnahme angeschlossen.

beule nadnntttag 5 Ubr eine Sitzung abgehalten, _ Me etngegangenen deutschen Noten betr. die Militär-!

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HL. M

Sanier SeMmMiWn ter sie , MkA i« hralKea Sailers.

Paris, 13. Roo. Der Brüsseler „6oir“ will aus gut unterrichteter Quelle erfahre« haben, daß der ehemalige deutsche Kaiser gestern abend einen Patz zur Rückreise «ach Deutschland erhalten habe. Ein großer Rat hab« gestern tu Doorn über die Haltung statt- gefunde«, die der Kaiser anläßlich der politische» Lage einnehmen soll. Der „Statin“ habe auf tefe« graphischen Anruf erfahre«, daß i« offiziellen Krei­sen vo« dieser Nachricht nicht» bekannt sei, doch sei ihm mitgeteilt morde«, es fei gestera vormittag von Berlin ei« Paß in Amsterdam eingetroffen, der di« Rückkehr des Kaisers «ach Deutschland gestatte. Rachmittags 4 llhr habe der General­sekretär des Auswärtigen Amtes «in« l^ftiebifl« Unterredung mit dem Kaiser gehabt.

a r i s, 13. Nov. Nach einer Havas-Meldung au» Brüssel solle« weitere Informationen Sher di« Rückkehr des Kaisers vorliegeu, btt vo« Havas mit Vorbehalt wiedergegeben werden. Wie wir aus gut unterrichteter Quell» erfahre«, hat

München, 12. Rov. Die auswärts verbrei­tete» Gerüchte vo« einer Ermordung des Eeneral- ßaatskommissars v. Kahr entbehren jeder Begründung.

München, 12. Noo. Die Blätter veröffent- gchen ein ihnen jetzt brkanntgemordenes Schreiben Zes militärischen Führers des Kampfbundes, des Oberleutnants Kriebsl, in dem dieser den Kamps- Sqanisationen mitteilt, daß m. Kahr schon in einer Besprechung am 6. Roo. durch den Landeskomman­danten und durch Oberst Seiftet unzweideutig er­klären ließ, er sei entschlossen, geoen {eben Verband, der aus sich selbst heraus einen gewaltsamen Um­schwung herbeizuführen suche, Wnssrngewalt »orzugeherr. — Die Leitung des Kampfbundes, der militärisch unter Kriebel und politisch unter Hitler stand, wußte also ganz genau, was bevorstand, als si« am 9. November ihre Gefolgschaft gegen die Re­sidenz führte.

München, 12 Nov. Noch privaten Sfitteiluny-.n hatten die Vertreter der Kampfvcrbände am Montag eine Besprechung mit Generatstaqtskom-.'-sssar Tr. V. Kahr, fieber das Ergebnis der Besprechung vertäutet noch nichts Bestimmtes.

München, 12. Noo. Von den in den letzten Tagen in Haft genommenen Persönlichkeiten wer­den noch festgehalten: Oberlandesgerichtsrat Bosh- eer. Oberamtmann Frick, Fürst Wrede, Hauptmann Röhm von der Reichsflagge, Major Streck und Dr. Debet vom Bund Oberland.

Daß bereits eine gewisse Beruhigung in Mün­chen eingetreten ist, zeigt der Umstand, daß die Po- ; Bgeiftunbe bis 2 Uhr. nachts verlängert wurde.

München, 12. Nov. Zur Lag- in München to’rb Gerichtet: In der Nacht zum Montag waren di- Ueber- tzänge über die Jsarbrücke durch Laudespolizei gesichert. RÜ- Passanten wurden einer Kontrolle unterzogen. Hitler- keilte, die aus östlicher Richtung kamen, hoß inan unge­hindert in die Stadt, da sie keine Waffen trugen. In den Straßen der Stadt waren die neuen Aufrufe Kahrs Ungeschlagen worden, um die sich zqhlr.'iche Passant-n drängten. Sonst war das Straßenbild fast normal. Nur in der Ludwigstraße bildeten sich Gruppen, ins­besondere von Studenten. Vormittags würben auf ver­schiedenen Friedhöfen die in den letzten Tagen gefallenen Landespolizeibeamten beerdigt. Außer Aberouungen der Hundertschaften der Landespolizei waten auch Vertreter der Regierung und der sozialdemokratische Bürgermeister Bchmidt dazu erschienen.

Berlin, 12. Nov. Einer Meldung aus München pisolge hat das bahrilche StaatsmiMerium den Geue- rolstaatskommissar ert üchtigt. Vergehen gegen feine Ber- ftgungen durch bestehende ober einzuführende Sonderge-- titbf ' aburteilen zu lassen

München, 12. Roo. De« Eeneralstaats- femur-ssar hat durch Verordnung vom 11. 11. die

Poimkö IW Itiöft einen 5aEvttWkSlgk8- Allssihlltz vor.

Pari», 13. Rov. Miaisterpräsideirt PoincarS hat sich entschlösse«, de« Plan der Einsetzung eines Sachoctständigenausschusses zu übernehmen. Et hat infolgedessen deu französischen Delegierten in btt Reparationskommisfion, Batthou, beauftragt, heute der Repatationskommission votzuschlagen, et« Sachversiäudigenkomitee zu ernennen. Dieses Sach« *et jtiuiD iflentom itee soll sich aus Sertrtfrr« der

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Es scheint, daß die Lage in München noch durch Ane Erregung beherrscht wird, die in Verfolg der Ireignisse durchaus natürlich ist. Zumal wenn man dedenkt, welch ungeheuren Einfluß Hitler in Mün­chen, insbesondere auf die akademische Jugentz aus- geübt hat. Man ist daher auch dazu geschritten, die Universität München zu schließen. Inzwischen ist die Nachricht eingetroffen, daß Hitler selbst ver­haftet sei, was aber anscheinend auch nicht un­bestritten ist. Wie in solchen Fällen überhaupt — wir erinnern nur an den Kapp-Putsch —, dürfte es noch einige Zeit währen, bis das Publikum an die Nichtigkeit der Meldungen glaubt. Nach dem Kapp- Putsch wurden noch wochenlang abenteucib ^ Ge­rüchte verbreitet.

tonlron« und Me Rückkehr des deutschen Kronprinzen i zu prüfen. Die Sitzung hat nur 15 Minuten gedauert, i da die alliierten Vertreter keine neuen Instruktionen' erbalten hatten, haben sie beschlossen, ihren Regieruw,' gen Bricht zu erstatten und am Mittwoch wiederum eine Sitzung abzuhalten.

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Tel. 32t

Die amerikanische Ablehnung.

London, 12. Nov. Der Washingtoner Bericht­erstatter der .Times* schreibt, weder Präsident Coolidge noch Staatssekretär Hughes hätte« verfehlt, die vollkommene Freundschaftlüh kett NmerttaS gegen­über Frankreich zu bekräftigen oder zum 9lu36rut zu bringen, daß bU Tür noch offen stehe, durch die Ame­rika Europa zu HUf« kommen könnte. Ader diese freuwdWafUtch^ «erstchWuuarg üaberun t» feiner

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Paris, 13. Noo. Das „Echo de Paris“ schreibt:; Es werde nicht mehr durchführbar sei«,' die Mikitärkoatrolle i« dem gesam­te« deatsch«» Gebiet aufzuschieben. 3» diesem Falle würden neue Garantie« notwendig fein. Die Stärke der neuen Garantien liege darin, daß man die deutsche« Eisenbahn^ ö st« lich Frankfurt a.M. sofort beschlag­nahme und so Süddeutschland von Norddeuis:h- la«d treene.

ßornmnnistische Partei verboten und aufgelöst und die sozialistisch« Presse verboten.

München, 12. Nov. Gegenüber ^Zerö.'auunbcn Meldungen^ wird von zusiäudiger Seite ses:gestel!t, b»ß die A'.tswelfnngen lästiger Ausländer, insbeiondere bedenk­licher ostsüdischer Elemente fortgesetzt werden.

um-trzügllch in die Bechandlungen über die deutsche Note vom 21. Ok.wber eintreten und bei dieser Gelegen- beit selbst eine Enquete über die gegenwärtige b'ut« )4< W-ttschaftSlage vornehmen solle. Man stche in Brüssel auf dem Sta"dpunkt, daß, selbst wenn Deutsch- land grw-tse augenblickliche Erleichterungen gewährt würden, das Reich nichtsdefrolrxniger Sachlieferangen (Kohle, Farbstoffe, Holz) leisten müsse, die sich ohne Schw-eugkeiten verstärken ließen. F-rner müsse es bei dem im Ruhrgebiet geschlossenen Abkommen bleiben. Dieses System müsse verallgemeinert werde« derart, daß es als Garatme der Sachlieferungen wirke. Außer­dem müßten die Sachlieserungen aus dem Bemelmann- schen Abkommen, dem Gittet-Ruppelfchen Abkommen asw. n-’tber ausgenommen werden. Aber auch das würde noch nicht genügen. Cs wären Deutschland — so erkläre man in BrüssÄ — auch Maßnahmen zur allmählichen, aber rasche« Sanierung sein« Wir.» schäft und seiner Wahrung aufzuzwing?:r. In Brüssel derlonge man, der Berliner Regierung nicht die ganz« Initiative zu überlasse«, die Reparationskommission, die die augenblickliche Mttschaftslage Deutschlands prüfen werde, Snnie vielleicht Maßnahmen anemp- fehlen, die sie für zweckmäßig halte, und auch bä uotwenkigen Druckmittel aufbringen, die übrigens bis zur Kontrolle der Zolleiunahmon im Hafen von Ham­burg gehen Knuten, die man nach Bchaupttmg gewisser Leute

tie Polizei in eine Sitzung von Mitgliedern der national* ^ialistischen Arbeiterpartei und brachte die Anwesenden

innter 6e» tbnlltzuuL In feitei löbNerftl -an durch «fähA bfe >at. Dl, len AuS- ch trätet« welchem halt bet­en beut» e Söhn« t. Der tun oder

Welfe die Lage. Kurz gesagt, die Natur dieser Unter» stsitzung und die Bedingungen, unter denen sie erfolgen könnte, würden von Amerika bestimmt und nicht vo» Frankreich. Wenig Zweifel herrschten in amtliche« Kreisen Washingtons darüber, daß die Wirkung der Zusammenbruchs des Plans einer Untersuchung auf die Lage Deutschlands ungünstig fein werde. Der nächste Schritt der amsrikmtischen Regientng dürste nunmehr in London erfolgen. Es fei die Reve vo« einer amerikanischen Initiative tn der Richtung einer Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Fundierung bet französischen Schuld gewesen. Diesen Gerüchten sei jedoch tn amtlichen Kreisen sofort entgegeugettete« Worben, obwohl es gut genug bekannt sei, daß gewtsie Mitglieder her amerikanischen Schuldenfundterungs- kommifston für einen solchen Schritt einttäten.

Der .Ttmes"-Berichterstatter berichtet ferner, auf leben Fall werde eine Zwischen;!:: der Untätigfett ein* traten, soweit die amerikanische Regierung tn Bettacht komme. Es könne zuversichtlich erwartet werden, daß das amerikanische Volk tn der Zwischenzeit zu der Ueberzeugnng kommen werde, daß die französische Re­gierung bisher die Zerstückelung und eine möglichst weitgehende Zerstörung Deutschlands eber suche alS Reparationen. Die Rede, die der frühere Präsident Wilson am Vorabend des WafsenstillstandstageS ge­palten habe, werde dazu betttagen, diese Ueberzeugung zu verbreiten. >

Wilson redet. i

Paris, 12. Nov.. HavaS übermittelt auS Wa­shington u- a. folgende Stelle aus der durch Funkspruch terb retteten gestrigen Rede des ehemaligen Prästden- ten Wilson zum Jahrestag d«S Waffenstillstandes:

Daß die Verein töten Staaten durch ihre Jsokie- rungspolittk nach dem Krieg in einer der kritischsten Periode der Geschichte der Menschheit der Zivilisation ein derartiges Unrecht hätten luftigen können, sei umso beklagenswerter, well feit de, Zurückziehung der Ver­einigten Staaten au8 Europa jedes w-itere Jahr bett Beweis liefere, daß di- Dienste, die Amerika hätte letw"" ften rönnen, unerläßlich fei für bett Wiederaufbau bet, alten Welt. Di« Lage In Europa verschlechtere sich vott' Tag zu Tag, und als wollten sie den Ereignissen, die,, sich abry.flten, die Krone aufsehen, seten Frantteich nnb Italien untereinander (!) dahin Überein gekom­men, den Versailler Vertrag als einen Fetzen Papier zu betrachten. Witfan weist darauf hin, daß der ge, genwärtige Stand b»r Dinge bett Vereinigten Staaten eine Gelegenheit böte, die Vergangenheit wieder gut zu machen und schließt: Die einzige Att zu beweisen^ daß wir bett ganzen Sinn des heutigen Jahrestages erfassen, besteht darin, daß wir den Enischlutz fassen,! die persönlichen Interessen hintanzustellen und aufl neue die großen Ideale und die Ziele, der internatio­nalen Politik auswrechen und diesen Grundsätzen ge­mäß hand'-t. So und nur so allein kommen Wir ztl den wahren Traditionen Amerikas zurtick. — (Wen» jemand wie Wilson durch elenden Wortbruch und Schwäche an den ganze« Zuständen schuldig ist, sollt« et wvlgstens schweigen können. D. Red.) ;

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, Amtliches VerWndigungsblatt des Kreises Marburg.

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Di« „Dbett-eiRldie Zeitung* «rftbeixt fetbimel wöckrntltck. — Stjegsstets 12.—17.11. 185 000 OUO 008 Ti«l einschließlich Zustellungsgebiihr. Für «»»lallend« Mimmetn int. Streik» oo. «lement.Ereignisse kein Eriatz. — Benag von Dr. L. Hir«r«kb. — Druck der Luiv.»Buchdruckerei vo« 3ob. Luq. Koch. Markt 2123. — Svern|pted>et 55, Vofticheckkouto: Nr. 5015 Amt Fraukturt «. Mat«.

Marburg

Dienstag, len 13. Jlonemi« Rebeluug

Der Auzeiaeuvrei» beklgt fit lex 9 gesp. Zeilenmilltmeier 0,08 Eoldmark. Amtliche u. ««»wirt. Auzetgeu 0,10 Koldmark. Bet ichsier.Satz LO-1, Ausschlag. Semmel«*jetg. 100«I» Aufschlag, .eklamen 0,30 Solbmark. Jeder Rabatt gift als Barrabatt. Belege werden berechuet, ebenso A»»kuntt durch die <5ei*äft»iteHe und Zusendung der Angebote. Zahlung innerhalb 5 Tage* (1 Dollar — 4,20 Eoldmark), Berechnung nach dem Berliner Mittel­kur» de» Zahlung»ek«g««s»tag»,. Verzugszinsen pro Tag n«ch dem Bankzinsfuß

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