schreibt die
7—8000, Merzschafe 5-6500:
Missim«,«
Christ!. Verein junger
Messe mit der Jung-
die Ursachen
Zu dem
Eckart.
Katholrsche Kirch«. Tft Uhr: Heil, mit Frühlrhre und gemeins. Kommunion fronen. 91/, Uhr: Amt und Predigt.
Die Ansammlungen wurden von der herbeigerufenen Polizei auseinandergetrieben, ebenso eine größere Anzahl Arbeitsloser, die sich auf dem Heumarkt angesammelt hatten. Auf dem Perlengraben wurden Beamte jnit Koks beworfen, worauf diese von der Waffe Gebrauch machten. CL' Verletzungen vorgekommen find, konnte noch nicht festgestellt werden. Die mit städtischen Notstandsarbeiten beschäftigten Personen legten sämtlich die Arbeit nieder und begaben sich einzeln nach dem Stadtinnern. Zur Zeit (5%, Uhr) herrscht Ruhe, doch werden wieder größere Ansammlungen in der Severingstratze gemeldet, wo bereits nachmittags Plünderungen vorgekommen sein sollen. Zwei Plünderer, die im Besitz von Stoffballen waren, wurden festgenommen.
Reibung bringt: »Aus kaltem Wege soll btt mitteldeutschen Arbeiterschaft der Garaus gemacht werden. Papierne Verbote find aber nicht wirksam, wenn die Arbeiterschaft es versteht, aus jeder Fabrik eine Burg, twe Kaserne, eine Waffe im Kampf gegen die weihe Efhaiut zu machen. Gegen die toe'fw Diktatur gilt es aber, mit allen Mitteln zu rüsten.-
mals an den Herrn Bürgermeister Köhler. Tiefet' versprach, das Denkmal zu schützen in Hochachtung! vor den 57 gefallenen Helden, deren Namen er verlas. Nachdem die Vereine ihrs Kränze als sicht- I baren Gruß ihren gefallenen Freunden stifteten, ■ beschloß der letzte Vers des niederländischen Dankgebets die unvergeßliche Feier.
Handels- und Marktnachrichten, r
Berlin, 11. £lt Börsenbericht. Im Freiverkehr erfuhren die gewaltigen Steigerungen bet Devisenpreise während des Vormittags zunächst eine Fortsetzung, sodaß die Notierungen sich mit 32 Milliarden für London und 7 für Nrwyork teilweise noch über den Sft'.ud von gestern bewegten. Im Verlaufe ließ aber die dring- liche Nachfrage nach und die Kurse stellten sich niedriger bis 25 Milliarden für London und 5,5 Milliarden für Newhork. Wie weit hierbei die Wirkung von Zeitungsnotizen m'tspielt, wonach seitens amerikamscher Banke» jetzt eine größere Geneigtheit bestehe, sich mit größeren Beträgen an der neu zu errichtenden Goldnotenbakn zu .irilia.n, läßt sich nicht beurteile». Jedenfalls war di«
Reichsbank bei der amtlichen Kursfestsetzung als Ab- geber am Markt und bitte im Gegensatz zu den letzte» Togen für die führenden Plätze bis 75 Prozent der Anforderungen zu. Tann kam Ware heraus. Für den Verlauf der morgigen Börse rechnet mat mtt einem Anbeiie» der Kauftust und mit einer Fortsetzung der starken Kurssteigerungen. >
Frankfurter Getreidebörse vom 11. Oktober. Weizen Wetterauer 17—18 Milliarden, Roggen 15—16 Milliarden, Sommergerste 16—17 Milliarden, Hafer inländischer 10—14 Milliarden, Weizenmehl südl. Spezial 0 33—36 Milliarden, Roggenmehl 26—30 Milliarden, Weizen- u. Roggenkleie 3—4 Milliarden Mark. Tendenz: unsicher.
Frankfurter Biehmarkt vom 11. Oktober. Der Nebenmartt hatte einen Auftrieb von 6 Färsen und Kühen, 358 Kälbern, 406 Schafen uub 216 Schweinen. Tie Preise stiegen enorm. Verglichen mit ''re Notierung vom 8. Oktober wurden Kälber um 150—500, Schafe um 200—500 Millionen und Schweine
Wettervorhersage der Wetterstelle Frankfurt.
Wettervoraussage Mr bett 13. Oktober. Die Wetterlage zeigt noch keine Neigung zur Besse- rung, wenn auch ein Rachlaffen bet Niederschläge ein- tritt, so wirb bteses boch nur vorübergchenb bleiben, Die Temperaturen behalten ihre« herbstlich kühle« , Charakter.
Voraussage füi Sonnabend: Bewölkt, leichte Ni« verschlage, kühl, westllch« Winde.
Höchste gestrige Lemperawr 11Ä niedrigste heut« rüh 7,6. Baronteterstanb 757,2.
Gießen, 11. Ott. Wetterbericht bet Hessischen Wetterwarte. Voraussage für den 13. Oktober: Bletij such bewölkt, ohne erhebliche Niederschläge, tagSübetz milder. ___________• j
Kirchliche Nachrichten.
Sonntag, den 14. Oktober.
Pfarrkirche. V.10 Uhr: Beichte. 10 Uhr: Pfa«, rer Fokken. Abendmahl. 2 Uhr: Pfarrer Wetschky. .
Elisabethkirche. 10 Uhr: Pfarrer Wetschky.
Beichte und Abendmahl. 11*/« Uhr: Jugendg»ttep> dienst. 2 Uhr: Pfarrer Metz.
In beiden Kirchen Kollcttr für die Anstatt«« der eb.
Liebestätigkeit in Hessen. ' -
3m Elisabethhaus und Jul'enstist von 4—7 Uhrr slituafrauenvemin. " *
Ref. Stadt- u Uuivers.-Kirche. 10 Uhr (pünkt
lich): Pfarrer Sic. Plannet. Sammlung für die Anstalten der christlich?» Liebe in Hessen. 111/« Uhr: Kin- dergortesdi.nst, Pfarrer Sic. Plannct. 5 Uhr: Pfarrer Eisenberg.
Berlin, 11. Okt. In der „Voss. Ztg." werden die dom Stuttgarter „Deutschen Volksblatt" heute llersifent- Vtfyt Enthüllungen über Umsiurzvorberei- tungen der Linkskreise in Württemberg unter Führung des früheren Polizeidirektors Hahn als plumper Versuch bezeichnet, die Verfassungstreue der Ab- wehrvrganisation aller republikanischen Kreise, die der Republikanische Reichsbnnd in Stuttgart geschaffm habe, zu verdächtigen.
Der Preis für die „Oberhessische Zeitung" beträgt in der nächsten Woche
110 Million«« Mark einschließlich Zustellung. Mr bitten, das Geld für die Träger von Montag ab bereitzuhalten. !
„B. 3* der Staatsanwaltschaft eine Reihe Anzeigen wegen Erpressung und Wuchers gegen die verantwortlichen Personen der städtischen Gaswerke eingelaufen. Die Staatsanwaltschaft hat die Angelegenheit zur genauen Untersuchung der Kriminalpolizei überwiesen.
*Für Briefabsender. Gewöhnliche Drief- sendungen, auf deren Umschlägen die erste Ausschrift usw. durchstrichen und durch eine zweite Aufschrift — sei es auf der Vorder- oder Rückseite — ersetzt ist, sind mit Rücksicht auf die Unzuträglichkeiten, die sich aus der Wiederverwendung gebrauchter Briefumschläge mit durchstrichener Aufschrift für den Postbc- tricb ergeben haben, zur Postbefördcrung nicht mehr zugelassen. Es bleibt aber weiterhin gestattet, gebrauchte Briefumschläge zwecks Wiederbenutzung zu wenden oder so zu überkleben, daß die alte Aufschrift und die früher verwendeten Marken, Stempel, Zettel usw. vollständig verdeckt sind. Auch ist versuchsweise zugelaffen worden, bei gewöhnlichen Briefsendungen des inneren deutschen Verkehrs Briefumschläge mit zwei von einander abgckehrten Anschriftfeldern zu verwenden. Nähere Auskunft erteilen die Postanstalten.
* Die Wucherpolizei legt im Interesse einer gedeihlichen Wirksamkeit in allein Fällen, wo Wucher vorliegt, Wert darauf, immer wieder zu betonen, daß das Publikum sich nicht mit allgemeinen Angaben in der Preffe, sondern mit genauer Dar- legung des Tatbestandes an die zuständige Polizei- verwalttzng wenden möge. Sie wird es sich angelegen sein lassen, eine strafrechtliche Verfolgung der Schuldigen cinzuleiten.
* Wu cherge richt. Gestern dielt auch bas Wuchergertcht ein« Sitznng ab. Zunächst würbe eine Butterverkäuferin, bie bett Richtpreis von 300 000 um 100000 M überschritten hatte, in eine Eelbstrase von 100 Millionen Jt genommen. — Ein weiterer Angeklagter, der ohne Erlaubnis Butler ausgekauft hatte, wurde zu 2 Wochen Gefängnis, 50 Millionen Mark G-ld- strafe ttnb zur Nrtetlsveröffentlichung auf seine Kosten in der „Oberhessischen Zeitung" verurteilt. — Bei dcm folgenden Falle handelte es sich um Prcisübcrschreitung bei dem Verkauf von Salat. Der Richtpreis betrug damals 2—3000 Mk. und der geforderte Preis 6COO Mk Urteil: 50 Millionen Mark Geldstrafe. — Eine roeircrc Anklage wegen Ueberschreitung des Milchpreises endete mit einem Freispruch.
* Schöffengericht. Eine Hausiererin, die unter dem Borgeben, sie sei ausgrwirsen. »hm im Besitz eines Gewerbescheines za sein, mit Spitzen gehandelt hatte, wurde wegen Ucbertretuug der Gewerbeordnung zur Zahlung der doppelten Steuer und zur Einziehung der Spitzen verurteilt. — Ein Mann und eine Frau hatten auf dem Felde eine Anzahl Korngarben gestohlen. Das Urteil lautete auf 3 und 2 Wochen Gefängnis. Die Strafe wird jedoch ausgesetzt, doch muß der Mann 300 und die Frau 200 Millionen Mark an die Gerichtskusse zahlen. — Zum Schluß wurde ein Arbeitsloser, der Hafer gestohlen hatte, ju 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Auch ihm wurde Bewährungsftist zugebilligt.
* Hochwasser. Die anhaltenden Regengüsse haben lleberschwemmungen der Niederungen der Lahn, Ohm und der sonstigen Zuflüsse «rursacht. Manche Felder, die noch nicht abgeerntet find, stehen vollständig unter Wasser und können nicht betreten, itoch weniger befahren werden.
* «om WovnunaSrecht. von furtstifcher Seite schreibt man bet ,F. Ztg.': Im .Rctchsanze'. ger vorn 1. Ott. 1923 wirb eine AusführungSverorb- mmg des Preußischen Ministers für Bolkswohlfahtt vom 25. September b. I. turn Gesetz über Mieterschutz veröffentlicht. Zwei in Vieser Verordnung geregelte Fragen find von erheblicher prakttfcher Bebeutung: 1. In ben Fällen, in betten bi« gesetzliche Miete gilt, tst bet Vermieter wie ber Mieter berechtigt zu verlangen, baß der Mtetzins in Monatsabschnttten gezahlt wtrb. 2. Der Vorst tzenbe des Mtetetnimmgs- amfteS kann Vorverhandlungen abhalten, insbeson- dcre einen Augenschein vornehmen und, falls ein Ver gleich nicht zustande kommt, eine Entfchetbung treffen, wenn ste sofort erfolgen kann und die Betelltgtrn es beantragen. Diese beiden Bestimmungen sind am 1. Oktober d. I. tn Kraft getreten.
* Auch einfache Spetse» tn »en Bahn- hiofswtttschaftein. Um den Dediirfnifsen der weniger bemittelten Reiserwen Rechnung zu tragen, inb bte Bahnhofswirte feit einigen Jahren angewk- en, dicke Suppen, namentlich Hülfenfrtichte, Karwfsel-, Graupensuppen u. dgl. auf Bestellung zu mäßigen Preisen besonders zu verabreichen. In allen größe- ren Bahnhofswirtschaften, bk regelmäßig warme Küche führen, können btefe Suppen zur Mittags- unb Abendzeit eingenommen werden. Es handelt sich hier um eine Einrichtung, bie vielfach noch nicht bekannt tst unb tn ber heutigen Zeit sicher begrüßt unb häufig in Anspruch genommen werden dürste.
»er Zentner Lcbendgei- wurden (In Millionen 8000-9000, 7000 6« Schafe 9000-10000,
diese, roliz ilichen Schutmatzna men hin
Thüringer Verbot bet proletarische« Hundertschaften.
.Neue Zeitung' in Jena, bk diese
e- Gladenbach, 8. Ott. „Was lange währt, wird endlich gut" kann man im wahrsten Sinne des Wortes von unserm Kriegerdenkmal sagen, welches am Sonntag eingeweiht wurde. Lange haben wir Gladenbacher auf den Bau des Denkmals gewartet, aber dafür ist es eins geworden, das sich sehen lassen kann und das feinem Schöpfer, Hrn. Dipl.-Ingenieur Architekten Adolf Theis aus Darmstadt, den Sohn eines alten Gladenbacher, alle Ehre macht. Die Feier nahm denn auch einen würdigen Verlauf. Ein- geleitet wurde sie durch einen Gottesdienst in unserer evangel. Kirche. Herr Dekan Lehr ließ uns tn feiner Predigt noch einmal die patriotische und religiöse Hochstimmung der Augusttage von 1914 nacherleben, ging dann auf das trübe Bild unfeier läge ein. Im Anschluß an den Gottesdienst nahm mim ein Trauerzug, bestehend aus den einzelnen Vereinen, der Gemeindevertretung, den Schulkindern an der Gießener Straße Ausstellung und bewegte sich dann nach dem Marktplatz. Nach einleitendem Gedichts- und Kinderchor-Vortrage hielt Herr Lehrer Best die Gedächtnisrede. In zu Herzen gehenden Worten gedachte der Redner der 57 gefallenen Krieger, in treffender Weise zeigte er, wie wahre Trauer aussehen müsse. Der tiefe Eindruck noch »cancher anderer echt deutscher Worte fand einen wirkurigsvollen Nachhall durch den darauf folgenden Männerchor: „Dir möcht' ich meine Lieder weihen" vom Gesangverein „Eintracht". Darauf nahm Herr Dekan Lehr die Weihe vor als eines Denkmals aus der Freiheit für die Freiheit. Dreimal krachte die Ehrensalve der Schießgruppe des Krieger-Vereins. Nachdem Herr Hauptlehrer Acker in warmen Worten der gefallenen Schüler gedacht hatte, erfolgte nach einem Vortrag des Mufikvereins GÄichtsvortrag und die Uebernahme des Denk-
s «ärztliche, e»n«taW»d,e«st.
(Rur für Notfälle von mittags 12 Uhr bi» Montag stütz
7 Uhr.)
Am 14. Oktober: Dr. Tremmann, Marktgasse 18,20, San-Rat. Dr. Schröder, Frankfurierstr. 26.
Zahnärztlicher Sonntag»die«st. ,
Am 14. Oktober: Zahnarzt Dr. Corel!, Universität»- strahe 17. Sprechstunde ton 10—11 Uhr.
e»«ntag»die«st «. «ochennachtbienst der Apotheke«,
Bom 13.—19. Oktober: Schwan-Apotheke.
Ausland.
London, 11. Okt. Der bulgarische Minister des Neußer» Katkow tst gestern Abend in London eingetroffen.
London, 1L Ott. Der Wert de, englifchcn Einfuhr beträgt tm September 83 265 581 Pfund, was einer Zunahme von 6 499 004 gegenüber September 1922 entspricht. Der Wert der Ausfuhr stellte stch auf 63 836144 Pfund, was etu« Zunahme von 1325 045 Pfund bedeutet.
Bukarest, 11. Okt, In Jassy wurden gestern bet den «nstistern etneS tn Bukarest entdeckten Komplotts Haussuchungen «ranftaliet, 6k eine große Menge Material zutage förderten, daS etzt einer Prüfung durch die Gerichtsbehörden unterliegt. Durch die Ermittlungen in Bukarest wurde festgestellt, daß die Verschwörer gleichzetttg in der Hauptstadt an gekommen waren und nach einem vorbereiteten Plaue Vorgehen wollten. Der Innenminister und der Justtzministsr ordnete« energische Maßregeln gegen alle Personen an. Ne die öffentliche Ordnung stören wollten.
vau von Luftschiffe« l« England.
Lakehurst (NewJersey), 11. Okt. Marine- ekretär Denby trat in einer Rede bei der Taufe des Luftschiffes "Z. R. I" für den weiteren Bau von Luftschiffen ein. Er sagte, die Vereinigten Staaten müßten bei der Entwickelung der Luftfahrt auf der gleichen Höhe wie die anderen Großmächte fein.
Marburg und Umgegend.
Marburg, 12. Otkober (Eilbhardt).
* Anzeigen wegen Wuchers in der Gasberechnung. Aus Berlin wird gemeldet: 2m Hinblick auf dis Verhältnisse bei der Berechnung und Einkassierung des Easpreises sind laut der
MMNkinIt mb MMzkr Dr. Stlllemm mit BrntefoiW SM
Berlin, 11. Ott. Der Reichskanzler begibt sich mit dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt und dem Staatssekretär in der Reichskanzlei am Samst rg Abend nach ”53regeni, um dort am Sonvt.ra mit dem österreichischen Bundeskanzler Seipel zn- sammenzutreffen. Der Bundeskanzler wird voraussichtlich von dem Vizekanzler Frank und dem österreichischen Gesandten in Berlin Rie dl bcgltitet fein. Die Zusammenkunft, die die Erwiderung eines früheren Besuches des Bundeskanzlers Seipel in der deutschen ReichS- hauptstadt darstellt und wovan auch der deutsche Gesandte in Wien teilnehmen wird, hat den Zweck, mit dem leitenden Staatsmann des benachbarten stammverwandten Sandes in einen Gedanken austau sch über die politische Gesamtlage cinzutreten und gleichzeitig über die Erfahrungen zu sprechen, bk man bei der raschen und glücklichen Regelung der finanziellen und wirtschaft lichen Verhältnisse in Oesterreich gemacht hat.
Blättermeldungen aus Dresden zufolge «st ber NuttShauptmami von Meißen. Schmibt, zum Zivtl- kommiffar für ben Freistaat Sachsen ernannt worden. Die Blätter betrachten bte Ernennung als bk Voraussetzung für eine Beilegung des Konflikts zwilchen ®t. Ze'igner unb Retchswehrminister Dr. Getzler. Schmibt ist erst vor kurzem zum «mtshauptmann von Meißen ernannt unb ist natürlich linksrabikakl
Die .Sächstsche Staats zeitung" verössentticht heule die Zusammensetzung bet neuen Dienststrafger'.chte, bte auf Grund des bekannten Beanttenmaulkorbgesetzes vom 23. 7. 1923 eingerichtet werben sollen. Die Dauer dieses Gerichtes tst auf drei Jahre feftgefefct Selbstverständlich setzt sich bteses Dtenstittasgericht ausschlleß- ftch aus Sozialisten zusammen.
Im sächstschrn Vogttanb unb tm Erzgebirge scheinen stch außerordentlich ernste Dinge vorzubereiten. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, gehen bie Kommunisten jetzt baran, besonbere GetseMsten aufzu- stellen, unb zwar werben bte Namen besonders von Unternebmern auf diese Liste gesetzt. Diese Personen tollen festgesetzt werben, wenn etwa von Reichsw-gen eine Erekutton nach bem Vogtlande notwendig werben sollte.
D r c S b e n, 11. Okt. Der Landtagspräsident sah sich währenb bet Tauer ber gegenwärtigen Landtags- Verhandlungen zu besonderen poltzetltchen Schutzmaßnahmen veranlaßt, weil ihm durch Vertrauliche Mitteilungen Kenntnis geworden wat, daß Anschläge gegen bte Regierung unb ben Landtag Im Bereich der Möglichkeit liegen und auch Drohbriefe boriicgen. Um Mißverständnissen zu begegnen, weist die Nachrichtenstelle der Staatskanzki besonders auf
r «na« Ministerium ihrem FratttonSfÜhter Bött-
*#r, das Wirtschastsministerium mit ihrem Ehemnttzer «ftbier Heckert. Ferner wird ihr Führet Branbker ?ant Ministettafbiektor unb Leiter bet Staatskanzlei ttnannt. Damit haben bte Kommunisten bret wich- ' tiee «erntet erlangt. Ter bisherige Finanzminister c-erb unb bei Wirtschaftsminister Fellisch scheiden aus.
D res-b en, 11. Ott. Zu Beginn bet heutigen Sitzung bes Landtages teilte Präsident Winklet mit, daß ber Mintsterprästbent Dr. Beignet von ■ «einen Vethanblnngen mit bet Retchsregterung »och nicht aus Berkin zurückgekehrt sei. Das Haus beschloß batauf, bk Sitzung auf morgen vormittag 10 Nhi zu vertagen zur Entgegennahme ber ftegterungäerriärung. Die Aussprache über die Regierungserklärung soll am Dienstag nächster Loche stattstnben.
Methodistengcmetnde, WSttsttichr 15a. Sonntag, 1/210 Uhr: E -St. für Frauen. 11 Uhr: Sonntagsschule. Abends 1/,9 Uhr: Predigt. Mittwoch, 8 Uhr: Bibelstunde.
Reu a postolische Gemeinde, Heusingerstraße 5, Gottesdienste: Sonntag, nachm. '/,4 Uhr; abinb» ■ 8 Uhr: Mittwoch, abends *7*9 Uhr.
Stadtmi ffion, Rotergraben 5. Sonntag, mergenl 8.30 Uhr: Frühstunde. 11 Uhr: SonntagSschuL, Selbst, ev.-luth. Gemeinde, Nikolaistraße L Sonntag, 14. Oktober, vorm. 1;11Q Uhr: Gottesdienst, 3 Uhr: FrauenmiffionSstunde, Schwanallee. Freitag, abends 8Vi Uhr: Bibelstunde.
.. Schweine tm Gewicht Von 60—80 Kttogr. 16—18000, unter 80 Kilogt. 14 btS 16000, von 100 bis Über 150 Kttogr. 16—20000, Sauen unb Eber wurden nicht notiert. Matttvetr<ruf: »et leb- astem Handel ausverkaust.
Diakonissen-Mutterhans Hebro«, Wehrda. Sonntag, vorm. 10 Uhr: Gottesdienst,
._ . . . .. 11 Uhr:
Stille Messe uub Prdigt. 2 Uhr: Christenlehre. 6 Uhr: Rosenkranzandacht.
Männer, Rotergraben 5. Donnerstag, abends Uhr: Bibelstund«, Samstag, abends V*® Uhr: Gebetstunde.
Die leittMi.
Berlin, 11. Okt. Rach den gestrigen Berhrnd- krnoen im Reichsfinanzministetium tyit ben Spitzen- erganifationen über die Lohnmeßzahl für die Reichsarbeiter für die laufende Woche auf 220000 festgesetzt. Für die Beamten wurde vorbehaltlich ber Zustimmung der zuständigen Ausschüsse des Reichsrates unb des Reichstages eine endgültige Meßzahl von 86 000 für das «weite Oktobersiertcl rereinbart.
B e r l i n, 11. Ott. Wie die Blätter melden, hat sich angesichts der fortgesetzten starken Steigerung der Lebensmittelpreise der Käufer eine solche Stim- »ung betmächtigt, daß die Händler aus Furcht vor Hebelgriffen zum Teil ihre Stände geschlossen haben.
Sanitätsdienst bet Freiwillige« San täislolonn« vom Rote« Kreuz. r
Meldestellen: >
Station l: Salziger, Asföllerstr. 19, Del. 264.
Station II: Maas, Balduin, Ketzerbach 26, Tel. 468, Station III: Müller, Christ., Untergaffe 7, Tel. 426. .
Station IV: Kramet, Josef, Am Grün 56, Tel. 298, Sonntags: Bon 2—8 Rathaus, Tel. 118 oder 119.
Die SoMemotriilie mi> her Mmmmr.
Berlin, 11. Oft. Zt: bcn B rbarbüing-n der Ham- ■ 6nrgrr Ortsausschüsse ber bret großen Arbeiterparteien ' Deutschlands wird im „Vorwärts" gesagt: Wir begrüßen bte Initiative der Hamburger Genossen, di? hsfftutlich den Zusammenschluß und die Gründung der Arbeiierb?«oegu ig fördern wird. Ungeachtet der politischen Meinungsder- ! schiedenheitr« ber einzelnen Parteien kann ein Zusammenschluß erfolgen, wenn alle Teilnehmer sich au ben Boden der proletarischen Solidarität und kamerad- schaftkiche« Unterordnung unter die gemenfam Lohten Beschlüsse stellen.
Wie die „Boss. Ztg.- erfahrt, habe« die Hamburger Demokrat«« aus die Aukündiouug ber sozialistische« Aanäherung an bte Kommuaisteu an ben J Vorstand bet Sozialdemokratische» Partei Hamburgs ei« Schreiben gerichtet, worin sie eine klare Antwort fordern, ob die Sozialdemokaten die bisherige Regierungskoalition aufrecht zu erhalten wünsche«, «nd betone«, daß eine Koalition mit den Kommunisten für sie untragbar wäre, weil dadurch , btr Kredit Hamburgs völlig untergraben wnrde.
Frankfurt a.M., 11. Ott. In Frankfurt a.St. suchen heute Verhandlungen zwischen Vertretern ber Freien Gewerkschaften, des Asa-Dundes und der Be- amtenvettrautnslente mit Vorstands«:tgliedern der So- rialdemoftatis.s:°n unb brr Kommunistischen Partei statt, . um, wie die „Volksstimme" meldet, eine gemeinsawe Kampffront herzustcllen unb ein Mliumalprogramm zu vereinbaren, bas für alle beteiligten Organisationen für bie nächste Zeit fcinbenb fein soll.
- zu einer Milliarde Mark richt höher bezahlt. Notier Mark): Kälber: 9200 -10000, 7600 und 4000—6000;
Berlin, 11. Ott. Heute nachmittag zogen ■ttot 300 Arbeitslose nach einer Versammlung zur ivkarkthalle in der Bremerstraße. Da der Zug in- ! folge Zustroms von Neugierigen den Verkehr behin- ■ ktie, zerstreute die Polizei die mehrere tausend ^stopfe starke Menge. Diese sammelte stch noch zwei- »al, wurde aber in beiden Fällen ebenfalls ohne Anwendung von Waffengewalt aufgelöst. Später sich bildende kleinere Trupps zerstreuten sich allmäh- Lch von selbst. Die Stimmung unter der Menge var infolge der hohen Lebensmittelpreise sehr er- jttflt.
L Köln, 11. Ott. Im Laufe des Nachmittags «m es an verschiedenen Stellen im Stadtinnern zu ttößeren Menschenansammlungen. Zn einigen «raßen wurden Fahrzeuge mit Waren geplündert.
Deutsches Reich.
Berlin, 11. Ott. Der Rcichswehrminister ver bot bis auf weiteres bie Herstellung und den Vertrieb ber „Deutschen Zeirü ng".
Leipzig, 11. Ott. Wegen Begünstigung ber Rathe- nnaumärber Fischer unb Kem verurteilte dec Staatsgerichtshof ben Studenten Peters unb ben kaufmännischen Angestellten Wiese zu je 8 Monaten Gefängnis, ben Postfcttetär a. D. Büsch zu 1 Jahr Gefängnis.
Englischer Besuch.
Berlin, 10. Okt. Dem „Lokalanz." zufolge ftai heute das bekannte Mitglick ber englischen Arbeiterpattei, Morel, in Berlin ein. Der Abgeordnete hatte bereits Besprechungen mit verschiedenen deutschen Gewerksch^ft- leru, von denen er anschließend dem Reichskanzler vorgestellt wurde. ''
Deutschland «ab Rußland.
Moskau, 10. Okt. Am 6. Oktober besichtigte der deutsche Botschafter, Graf Brockdorf-Rantzau, ben deutschen Teil ber aItr uff i'schen landwirtfch aft- lichen Ausstellung und unterrichtete sich eingehend über bie praktischen Ergebnisse der Ausstellung für bie beteiligten deutschen Industrie- und Handelskreise Die wegen ber Ausfüllung in Moskau weilenden Vertreter der dentfchen Wittschast wurden gestern ift ben Räumen bet deutschen Botschaft empfangen. Ter Botschafter begrüßte bie Gäste und totes auf die Notwe nd.gkett unb b« guten Aussichten einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Rußland «nd Deutschland hin. Die Aussteller stimmten ben Worten des Botschafters zu und dankten rttrm für dir tatkräftige Unterstützung ihrer Arbeft durch die Botschaft. -
Shteasttafeu.
Paris, 11. Ott. Das Kriegsgericht in Amiens hat gestern General Conta wegen angeblicher Entwcn- duna von Kunstgegenständen ans bem Musenm Sa Set?» en-Tardenois in Abwesenheit »u 20 Jahren Zwangsarbeit und 20 Jahren Aufenthaltsverbot verurteilt. In der gleichen Sitzung ist ein Hauptmann Schnitz aus Barmen, der das Mobilar eines Brauers in Chambry ent- wendet haben soll, zu fünf Jahren Gefängnis und fünf Jahve« AufeMhaltsverbot verutteilt worden.
GrnralM in VhrWkkn.
Benthe«, 11. Ott Die Stteikbewegung in Polnisch-Obetschlesien hat ftch zum Generalstreik ausgewachsen. Heute vormittag stellten die Staatsbetriebe wie Post, Telegraph und Eilenbahn den Dienst ein. Infolge ber Unterbrechung jeglicher Verbindung ist Näheres über bk Bewegung und ihre Ausdehnung auf das übrige Polen nicht zu erfahren.