Anzeiger für (bas früher kurhessische) Oberhessen
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Aufschlaa. Reklamen Grundzahl 150. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Belege ' ‘ttUncfftft Han IX Glttfimllif berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung Bet*»,
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öd.elementarer Ereignisse lein Ersatz. — Verlag von Dr. L. Hiderotb. — Drurk der
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1923
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Senf, 17. Sept. Der Völkerbun'dsrat billigte in seiner öffentlichen Sitzung folgendes
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Die „Oderchrftilche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Le;ugrvrer» monatlich 5 000 C 00 M. freibleibend mit Zustellung »gedüh c. Für au stallende Nummern inf.Elreiks
ZsrsrdWng des BeiNröMtn zm Med r« kjerjtkllWg -er Wevtlichea Srüzerhei! o. SrdMg.
Auf Grund des Artikels 48 der Reichtzverfassuug wird zur Wickerbcrstellung der öfftntlichen Sicherheit nick Ordnung für das Reichsgebiet folgendes verordnet:
§ 1. Wer öffentlich oder in einer Versammlung oder durch Verbreitung von Druckschriften oder andere Daoste klungen dazu anffvrdert oder anreizt, einer Steuer* pslicht ober der ösfentlichl-rechtlichen Verpflichtung zur Leistung von Geld oder Geldeswert an das Reich, die Länder oder Gemeinden (Gemeindeverbände) nicht zu genügen oder die Durchführung der 'Dorschristen über diese Pslicht aus andere Weise zu hinderu. sßjrr»
willt, jemals den kommunistischen Sumpf mitzumachen. Es ist zu befürchten, daß die nächste Zukunft uns vielleicht vor viel schwerere Prüfungen stellt. Als staatserhaltende Kraft mutz Bayern sich um die Reichsregierung scharen zum Schutz der Ordnung.
Fiume.
R o m, 17. Sept. Der Ministerrat hat folgenden Beschluß gefaßt: Nachdem der Ministerrat von dem Briefe Kenntnis genommen hat, in welchem Dekali seinen Rücktritt von der Regierung Fiumes erklärt, ernennt er in Erwägung der unnormalen Verhältnisse in Fiume und In Erwartung der Regelung der Lage den General der Armee und königlichen Senator Eiardino zum Militärgouverneur der Stadt und erteilt ihm den Auftrag, die öffentliche Ordnung zu sichern und die Verwaltung wahrzunehmen. Dieser Beschluß wurde der Belgrader Regierung und sämtlichen Mächten zur Kenntnis gebracht.
Schlüsselzahl
>. wem 15.-21. Sept 12090.
Tätigkeit, in besonders warmen Worten auch der italienischen Regierung für ihre persönliche Haltung und sprach die lleberzeugung aus, daß die Beschlüsse der Botschafterkonferenz ausgeführt würden und daß die traditionelle Freundschaft zwischen Ztalien und Griechenland wieder ausgenommen werde. S a l a n d r a schlotz sich diesem Wunsche an und betonte nochmals, datz die Angelegenheit abgeschlossen sei. Eine spätere Debatte über die grundsätz« liche Zuständigkeit sei nicht ausgeschlossen.
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Erfreulicherweise weicht diese Rede des bayerischen Ministerpräsidenten in ihrer Tonart sehr stark von dem ab, was'man früher von Tuntenhausen zu hören gewohnt war. Herr v. Knilling hat anerkannt, datz das Kabinett Stresemann — was uns selbstverständlich scheint — Wert auf die besten Beziehungen zwischen Reich und Bayern legt. Er hat ferner Verständnis füv.oen Kurs der Regierung gezeigt und sich mit ihm einverstanden erklärt. Er hat weiter die von der Reichsregierung ins Auge gefaßte Möglichkeit gestreift, daß infolge der Un- uachgiebigkeit PoincarSs bei Verhandlungen die Gefahr droht, Deutschlands Kapitulation zu fordern. Die Reichsregierung ist nach allen zuverlässigen Meldungen aus Berlin und nach ihrer bisherigen Haltung fest entschlossen, einer solchen Gefahr mit allen Mitteln entgegen zu arbeiten und nur dann den Abwehrkampf einzustellen, wenn eine ehrenvolle Verständigung möglich und gewährleistet ist.
Roch in einem zweiten Punkte bedarf die Rede Knillings einer kurzen Bemerkung. Auch der bayerische Ministerpräsident scheint unter dem Eindruck zu stehen, der in Bayern weite Kreise erfaßt hat, datz die Diktatur einer Littksregie- rung in den Bereich der Möglichkeit gerückt sei. Auch hierüber kann man sich in Bayern vollkommen beruhigen. Das gegenwärtige Kabinett stützt sich auf eine außerordentlich starke parlamentarische Grundlage und ist die stärkste verfassungsmäßige Regierung, die seit der Revolution überhaupt bestanden, hat. Sie ist sowohl im Besitz der nötigen Machtmittel, um alle Putsch- und Diktaturversuche abzuschlagen und — wie sie bisher stets betont hat — auch fest entschlossen, von diesem Machtmittel Gebrauch zu machen.
Man muß hoffen, daß diese lleberzeugung auch in Bayern Platz greift und allen jenen Strömungen eine Schranke zieht, die in der letzten Zeit die bayerische Oesfentlichkeit mehr als nötig und nützlich aufgewühlt haben. Denn letzten Endes ist die lln- nachgiebigkeit PoincarSs und seine Forderung einer bedingungslosen Kapitulation k>ie Folge dieser bedauerlichen Spannung zwischen dem Reich und Strömungen in Bayern.
Antwortschreiben des Rates an die Bot- schqfterkonferenz:
„Der Völkerbundsrat hat von der Mitteilung der Botschafterkonferenz Kenntnis genommen, die ihm die Regelung des italienisch-griechischen Zwischenfalles ankündigt, der durch die Ermordung des Generals Tellini und anderer Mitglieder der italienischen Abordnung der Erenzfestsetzungskommik- sion entstanden war. Da dieser Zwischenfall, den die griechische Regierung vor den Völlerbundsrat gebracht hatte, zu den von der Botschafterkonferenz geführten diplomatischen $e r ha trblatr» gen Anlaß gab, hat sich der Bölkerbuttdsrat mist der Botschafterkonferenz in Verbindung gesetzt, um an dem friedensfördernden Werk mitzuwirken. Der Völkerbundsrat nimmt von diesem Beschluß Kenntnis und spricht seine Freude darüber aus, daß er die Situation beendigt hat, die eine lebhafte Beunruhigung b roorgerufen hat."
Politis stellte fest, daß der Konflikt erledigt sei Die rein theoretische Frage der Zuständigkeit des Vclkerbundsrates könne später in irgend einer Form besprochen werden. V r a n » fing bekldgte sich bitter darüber, datz der Rat nicht von vornherein die wichtige Frage der Zuständigkeit' gelöst habe. Lord Robert Cecil legte dar, datz die Hauptaufgabe darin bestanden habe, die Streitfrage auf diplomatischem Wege zu lösen, und, da dies durch die Botschafterkonferenz geschehen sei, ihre Arbeit zu erleichtern, eine Einigung der beiden Teile zu erzielen, und daß diese Tätigkeit durchaus mit den Bestiiumungen des Paktes im Einklang stehe. Die Frage der Zuständigkeit könne später besprochen werden. Solan* dra behielt sich vor, in einer späteren Sitzung auf die Darlegungen Cecils zurückzukomrnen und stellte fest, daß der Fall nunmehr endgültig erledigt sei. P o l i t i s dankte dem Rat für seine
Gin drMn Grieli in Sm
Haag, 17. Sept. Der ständi g« Internationale Gerichtshof im Haag hat in seiner Sitzung s an b. d.Mts. ein Gatach--1 übe: die Auslegung de» Artikel? 4 des zwischen Polen und den oHticrttn Hauptmächten geschlossenen Minberh.'ttenvertrageS vom 28. Juki 1919 abgegeben. Er ist zu-em Ergebnis gekommen, daß 1. der Völkerbund für diese Frage zuständig ist und daß 2. der Artikel! denjenigen Personen Anspruch auf die polnische Staatsangehörigkeit gibt, die z. Z. d-r Geburt eines Kindes in den an Polen abgetretenen Gebiet«» ihren Wohnsitz hatten.
Damit hat sich der Gerichtshof auf den Standpunkt gestellt, der von der deutschen Regierung bei den Verhandlungen im Haag vertreten wurde. Der pa»ntzive» Praxis, die dieseil Personen die polnische Staatsangehörigkeit absprach, nm sie als deutsche Reichs angehörige behandeln, ausweisen oder ihr Eigentum liquidieren ?tt können, wirb hoffentlich nunmehr durch den Völkerbund endgültig ein Ende gemacht werden.
S oft den 18. Sept. Ein Sonderb-nchteestatter
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kritisch die Sage Deutschlands der deutschen Regierung erscheint. Zu der gestrigen Rede Poincares nehmen
Ker telMe MMmrMent ilitr die Xmitiitiinsiteot.
Paris, 17. Sept. Wie die Havasagentur aus Brüssel berichtet, hot Ministerpräsident Then- *t;8 der „Jndepenlnrnce Belg«" über den Stand der Dinge im Ruhr gebiet und die Aussichten über eine Regelung der Reparationssragc ertiärt, die von Mehreren Seiten eingehenden Nachrichten über die Produktion im Ruhrgebiet seien verheißungsvoll Die Arbeitslosenziffer sinke und di« Förderung »erbe in dreh rem n Zechen unter befriedigenden Bedingungen toje-- kc ausgenommen. Es scheine, daß die westfälische Bc- 'tdlferuiig sich darüber Har geworden sei, daß die zweischneidige Waffe des passiven Widerstandes in erster Linie sie selber treffe. Indessen dürft man n'cht übertriebenen Optimismus an den Tag legen. Die Schwierigkeiten, mit denen Dr. Stresemann zu kämpfen habe, seien tatsächlich vorhanden und infolge dieser Schwierigkeit^ feien die Differenzen zwischen dem französisch-belgischen Standpunkt und der Ausftrfsung der deutschen Regierung nicht rasch zu lösen und beizulegen. Theunis ist nach km Havasbericht, ohne sich darüber klar auszufprechen, der Meinung, daß die Zeit für di- Auslegung einer internationalen Anleihe keineswegs günstig ist. Es fehl« an Kredit, Die Steuereinnahmen würden durch die rasche Vernichtung der Mark und den schlechien Villen der Steuerzahler immer hinfälliger. Bevor «ne
Womit klar heraus, dc halten wird.
- London, 17. Sept, diel beachtet und als ein
k. los M tick leiten Mmirede.
■ ’ Paris, 16. Sept. Zu der gestrigen Rede Poinrarbs schreibt das „Echo nationale" r Seit dem 10. Januar hat Deutschland sämtliche Zahlungen an die Alliierten eingestellt. Wenn Frankreich wünsche, daß Deittsch- land diese Zahlungen jemals wieder unter günstigen Be i chingunaen aufnehme, müsse es wahrscheinlich noch eine I !?eile warten. Seine >« g a t i v e Tätigkeit im
Ruhrgebiet werde schließlich noch di« Welt hinsichtlich feiner Aktion täuschen. Deutschland dürft in der Sage fein, | ihr eines Tages zu erklären: Jetzt habe ich beinahe ein * Sahr lang an Frankreich nichts bezahlt und ihr seht
Las; i-S ihm deswegen nicht schlechter geht." Da wäre wieder einmal der Schein gegen Frankreich und würde seine Sache kompromittieren. Wenn das nicht geschehen soll, gelte es sich zu entschließen, um sich im Ruhrgebiet zn holen, was Berlin den Franzosen zu liefern sich außer Stand« erkläre. Sei das der Zweck der heutigen Anwesenheit Le Trocguers in Düsseldorf? Man. fc könne es nicht gut glauben.
t Die „HümanitL" frag/: Welches Zftssverfissgt Po:oi- U. <ar6 _ mit seiner Politik der offenkundigen. Brulatität.
Beabsichtigt er einen persönlichen Erfolg für feine Eigen- siebe mit einer erniedrige nden Kapitulation Rie u t sch l a nd s?, will er in Deutschland einen nationalen Aufstand, ober eine proletarisch: Revolution herkor- -rlstn. will er Deutschland zertrümmern, um es zum Teil zu a n ne f t ier en? Es steht fest, so fährt das Blatt fort, die Abmachungen zwischen Frankreich und den deutschen Kapitalisten genügen nicht, zwe - ftllos deshalli, weil sie nicht die Staatskassen füllen, in f. denen dringender Geldbearf herrscht, aber auch deshalb. L «-eil man in Frankreich eine Politik verfolgt, die die A Zert > ümmernng des R e ich e s und die verschleierte « Sn nektioi! des Rheinlandes und des Ruhrgebietes zum
yßiele hat; denn wenn jemand erklärt, angesichts der v dkutsisten Finanzlage, wir haben Pfänder in ter Hand und I Werben sie ftsthalten bis
„Manchester Guaidian" in London schreibt, es werbe hier «ngenomm.n, tafj Baldwin mit Poincare zusammen- treffen werde. Die französische Regierung sei jetzt, wo Stresemattn versuche, das zu tun, was sie verlange, in einer schwierigen Lage. Angesichts des Angebots Stresc- tznanns sei es sehr interessant, daß Poincarö in seinen fceSKit auf Sonntag gehaltenen Reden nur seinen alten Krieasruf „Wir haben unsere Pfände- t ' d werden sie behalten, bis wir Ge- Nng!.,uitg erhalten haben", wiederholen konnte. Primat wisse, daß Deutschland infolge der Ruhlbejetznur- keine soforttgen Barzahlungen leisten könne und könne daher bk Gelegenheit, die er jetzt habe, um mit Deutschland zu verhandeln, nicht in einen praktischen Vorteil mntvandeln. Er blicke von neuem aus Großbritannien. Hebe er irgendwelche praktischen Vorschläge?
Die ÄilitirriMlte li Smie».
Paris, 17 Sept. Nach einer Havasmeldung ani Madrid von 9,25 Uhr gestern abend hat der König die Auflösung des Parlaments unterzeichnet.
Madrid, 16. Sept. General Rivera ist der einzig Verantwortliche Minister. Alle Unterstaatssekretäre find obgeschasst bis auf den Unterstaats» ftkretär im Auswärtigen Amt, im Kriegs- und Marineministerium. - Der älteste Beamte führt die lauftnden Geschäfte. Rivera erllärte einem Vertreter des Blatte» „El Sol", die einzigen von seinen Absichten vorher informierten Spanier seien die Botschafter in Pari-, Sbn* don und Rom gewesen.
Paris, 17. Sept. Eine Veröffentlichung des nennt Regierungschefs kündigt die ^Auflösung de- Parlaments an, ferner die Abschaffung der Parlameutsdiäten, die Berringerung der Beamtenzahl, die Neueiu» teiluttg des Landes zwecks Dezentralisation und rin 8er« bot von Besprechungen der Marokkoangelegenheit. Das Laich ist ruhig. Silvela wurde aus Marokko cbbenlftn.. _ Paris, 18. Sept. Nach einer Agenturmeldang au» San Sebastian hat General Primo de Rivera bei seiner Ankunft in Madrid erklärt, Spanien werdet« Marokko sofort zur Offensive übergehen. General Aixpuru werbe an Ort und Stelle das gesamte Problem in militärischer und ziviler Hinsicht regeln. Die spanischen Verträge mit Raisufi wülben beachtet werben, aber Spanien weide keine Verträge mit Abdes Sertm schließen, und die neue Offensive werde im Einklang mit den Plänen de- Generalstabes in der Zone non: Melilla erfolgen. Zur mncrpoliiffchen Lage bemerkte der General, daS neu zu wählende Parlament werd« Spanft« auch e in «neue Verfassung geben. Der General unterschied scharf zwischen der von ihm geleitenden Bewogung und dem Faschismus. Er wolle zur Aufrechterhaltung der Drbnung und zur Durchführung der von der neuen Regierung getroffenen Maßnahmen eine Sonde rwehr von 450 000 Mann ausheben.
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, die Blätter noch nicht in Leftartikcln Stellung. In den f'Neberschriflen wird jedoch die unnachgiebige Haltung dcS fm'rzösischen Ministerpräsidenten Mont. Das Arbeter- r Mott „Daily Herald" schreibt, Stresemanns Betzing u n g e n seien gestern bon Poineare stillschweigend L.tze r wn rf en worden. Der „Morning Post" znwlge . tot ft Poiuearös ErwHerung auf die Vorschläge Strssc- manns bezüglich der Regelung des Ruhrprob- lernä aus ein „Nein, danke sch Snl" hinaus.
D d-'r s, 17» Sept. Ministerpräsident Poincare wohnt am kommenden Sonntag drei Einweihungsftiern bei, der - ersten ans dem Militärsriedhof von Ehamponour, bet zweiten in Toni und der dritten im Priesterwald.
Eine Zusammenkunft zwischen Baldwin und Poincare.
Anleihe von derartigem Umfange an Deutschland' in Betracht kommen könne, gelte es, genau zu bestimmen, von welchem Wert die (3 aran tieu seien, die ein derartiger SchwLner anbieten kann, und es gelte einer ehrlichen unb loyalen Anstrengung von feiner Seite zwecks Freimachung der beschlagnahmten Pfänder. Allzu häufige Erfahrungen hätten jedoch bewiesen, daß Man soweit noch nicht sei.
London, 18. Sept. „Pall Mall Gazette" beginnt gestern mit der Veröffentlichung einer Attiftlreihe ihres nach Deutschland entsandten Soicherberichterstatters über diedortige sLage. Ter Beobachter kommt za dem Sch-uß, daß oft Lage Deutschlands verzweifelt ist und daß b rcrlci Anzeichen füi eine Aenderun» j!iw Besser» lorhanden fach.
Roch ein Idealist. '
Paris, 17. Sept. Wie ter „Populaire" aus Revers meldet, hat im Generalrat des Departements N i ö p r e der Sozialist G a m a r d folgende beiden Nefo- lutionen eingebracht: „Mit Rückficht auf den lebhaften Wunsch der deutschen Bevölkerung zur Erfüllung der ReparationsverpflichtungeTr bnzutragen und entFvretfjnb den Erklärungen Stresemauns fordert der QftneraLat die ftanzösische Regierung auf, mit den Vertretern der d ut- chen Temokralie schleunigst ein Wkommen zu t.essen, und v e r w i r s t d i e B e se tz u n g d es R u h r g e b t e ts. die eine hochwütige Ablehnung der Vorschläge Stresemanns darstellt." Die zweite Resolution be'agt: „Ter Generalrat tadelt und verurteilt dringend die Besetzung und die Beschießung von Kor-'n und stellt fest, daß der Zvnismus Mussolinis das Vertrauen zu den Friedensver^ trägen vernichtet und von neuem einen Krieg zu entfesseln droht. Er bedauert, daß die französisch: Regierung den italienischen Standpunkt unterstützt und Damit den Kredit des Bölleribunoes ruiniert." Die beiden Resolutionen wurden mit 11 gegen 2Stimmen angenommen Ter Präfekt verließ zweimal die Sitzung.
Das Treugelübde des bayerischen Minister« Präsidenten.
Tuntenhausen, 17. Sept. Auf der Tagung des bayerischen Bauernvereins sprach Ministerpräsident Dr. v. K n i l l i n g. Er sagte u. a.: Reichskanzler Stresemann hat die Absicht zu erkennen gegeben, sich für seinen Teil auf ein gutes Auskommen mit Bayern einzustellen. W i r warten auf Taten des neuen Kabinetts und hoffen, datz der Reichskanzler auch die nötige Kraft im gegebenen Augenblick wird aufbringen können. Zur Zeit steht im allgemeinen Interesse die Fühlufig des deutschen Reichskanzlers mit Frankreich zum Zweck der Lösung des Reparcrtionskonfkikts. Der Reichskanzler hat wiederholt- betont, datz nn d^,deutschen Souveränität über das Ruhrgebiet W^gehaltsn werden müsse und datz das Ziel nur die Wiedergewi, inung der Freiheit des Ruhrgebiets fein kann und darf. Aber es besteht auch die Gefahr, daß bei dem großen Einfluß und dem Druck von links die Reichsregierung schließlich weiter abgedrängt wird, als sie selbst anfangs wollte. Diese Bedenken haben wir in Berlin nachdrücklich zum Ausdruck gebracht und ersucht, bei weiteren Schritten unseren Bedenken Rechnung zu tragen. Die Grenze ist für Deutschland Frankreich gegenüber gezogen durch nationale Ehre und Würde und durch bil Notwendigkeiten der deutschen Wirtschaft.
Dr. v. KniMng wies dann auf die Gerüchte bin, die von Diktaturen, bald von rechts, bald von links, sprechen. Es h-itze sich auf alle Möglichkeiten oorzubereiten, ohne den Boden von Ruhe uttb Ordnung zu verlassen. Jede Trennung vom Reich weise man in Bayern weit von sich. Die vaterländischen Verbände seien einig gegen dir marxistischeEefahr und gegen kommunistische Umsturzpläne. Die vaterländischen Verbände dürfen aber unter keinen Umständen mit abenteuerlichen Plänen spielen. Es können bald Ereignisse eintreten, die das Zusammmeyfassen aller vaterländisch einHestelste» Kräfte gebieterisch erheischen. Dazu ist das vertrauensvolle Zusammenwirken-yrit einer national eingestellten Regierung nicht zu entbehren. Darum müssen wir alle für diese Geschlossenheit arbeiten. Die Bekämpfung und Unterdrückung der kommunistischen Gefahr müsse für jede Reichsregierung Gegenstand ernster Sorge sein. Wir in Bayern sind nicht ge-
D«r »nreigenpreif 6«trägt fit »e« 9 gejp. 3eiltnniatmeter Grand,ahl: 40. Amtliche u.
aurwLrt. Anzeigen 50. Bet schwierigem Satz 50 *!. Aufschlag. S-mmel-n,eigen 100CO Tftfiva Reklamen Grundzahl 150. Jeder Rabatt^ilt al, Barrabatt. Belege werden ÖV. Ailylg ~ ........ ' lnaebote.