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Amtliches DerAndigungsdlatt des Kreises Marburg.

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Anzeiger für (das früher kurhessische) OberhesseL

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Kaeernenetr. 21

beträgt für Öen ggesp. Zeilenmillimetei 30000 Mk. Amtliche und

1923

Antwortnote.

Die belgische

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Aug. Die angel ündtgte Berschär«

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jung der Patzkcntrelle hat heute nacht eingesetzt. Auf der Durchgangsstation Vohwinkel z. B. müssen in den einfahrenden Zügen die Reisenden sitzen blei­ben, bis der ganze Zug kontrolliert ist. Die ine be­setzte Gebiet fahrenden Züge werden abermals scharf kontrolliert. Jedes einzelne Abteil wird rsvi» diert. Ec gar auf de« nächsten Stationen wird tu

Beste Anlage auch für kleine Beträge.

Sie sichert de» einzelnen Kapital und Zins entsprechend dem jeweiligen Stande des Dollars.

auf folgende deutsche Leistungen:

Schuldverschreiöungctl A und B und 8 Prozent von 60 Milliarden.

Ferner Sch uld Verschreibungen C und S Prozent von 82 Millioiben.

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Wertbeständige Anleihe des Deutschen Reiches

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welchen Mitteln Deutschland nach einer UeberganZPeriode imstande sein werde, Jahreszahlungen zu leisten, bk dieser herabgesetzten Ziffer entsprächen.

4. Ans Grund der Vereinbarungen Von Spaa und btS Londoner Zahlungsplanes habe Belgien Anspruch

Kreisen sehr günstig ausgenommen. Ma« beglstS- wünscht sich zu dem Geist enger Solidarität, dm die belgische Regierung gegenüber der französischen Re­gierung zeigt und man stellt mit lebhafter Genug, tuung die vollkommene Uebereinstimmung der Ansich­ten der beiden Regierungen über Fragen fest, di« die Gesetzmäßigkeit der Ruhrbesetzung, die Auffassung de- passiven Widerstandes usw. betreffen. Die belgisch« Note behandele mit ebenso großer Festigkeit wie Herzlichkeit die Punkte, die sie besonder« angebei^ und der glänzend vertretene Grundsatz der belgischen Priorität hat immer — das Weitz man — die Veste Unterstützung Frankreichs. Dir belgische Regierung, die der Hoffnung Ausdruck gibt, daß die Besprechen, gen in herzlicher und vertraulicher Weise sortgeführt: werden, ohne daß davon die Rede ist, in der nächste» Zett eine interalliierte Konferenz einzubenifen, beftiu , bet sich auch in diesem Punkt in Uebereinstimmung i mit der französischen Regierung. Die französische Re- gierung ist gleichfalls der Ansicht, daß eine große, interalliierte Zusammenkmift nützlicherweise erst dann elitberusen werden kann, wenn alle alliierten Re­gierungen die Sicherheit haben werden, zu einer un­eingeschränkten Verständigung und zu konkrete» Lösungen zu kommen.

Ttresemann für eine Verständigung.

London, 28. Ang. Der Sonderberichterstatter des „Daily Grnphic" hatte eine Unterredung mit dem Reichskanzler Stresemann, worin dieser lebhaft füt, eine gemeinsame Verständigung zwischen Frankreich, England und Deutschland eintrat. Ein derartige- ge. meinsam-s Ueberetnkommvn fei der einzige Weg zur Wtedertzerstcllung der Ordnung, des Friedens und der Wohlfahrt in Europa. .Lasten Sie uns", sagte; der Reichskanzler, „gemeinsam arbeiten an einer schnellen Lösung der entsetzlichen Krise und au dem Widerausbau eines neuen Europa. ?

3« Lme I» kl kW« Will«.

Paris, 28. Aug. Nach einer Havas-Meldung aus Mainz verursachte am 23. August nachmittag» ein deutscher Weichensteller zwischen dsr Badischen Anilinfabrik und Oppau, angeblich bös­willig, die Entleisung eines Güter«, wagens herbeizuführen. Der Bahnhofsvorsteher j oer Badischen Anilinfabrik wurde infolgedessen ver- ; haftet. !

Paris, 28. Aug. Havas meldet aus Dussel-. darf: Ein französischer Posten schob bei Stiepel a. d. Ruhr nach Anruf auf eine Gruppe Deutscher, die die Ruhr zu durchschwimmen versuchten. Rach Angabe der deutschen Polizei soll ein deutsches Mäd­chen verletzt sein.

Stockum, 28. Aug. Wie aus Westhofen be- richtet"wird, haben die Franzosen auf den Ruhr- grundstücken des Dortmunder Wasserwerkes und der Wittekind-Werke einen Exerzierplatz eingerichtet.

Gelsenkirchen, 28. Aug. Die Franzosen besetzten heute auf der Zeche Zentrum die Schächte 1 bis 3 und 5.

Paris, 29. Aug. Halms verbreitet folgende Mitteilung: Die belgische Antwort ans die englische Note, die bereits die vollkommen« Bitttgitng Poin- careS erhalte» hat, wird in französischen politischen

9h internationale MMMr-MM. G

Bern, 28. Aug. Zn der zweiten Sitzung des Zentralkomitees des internationalen 3Jte», tallarbeit erverbandes wurde die Auf» ’ nähme des russischen Metallarbeiterverbandes. . erörtert. Bereits im Mai war mit den Russen ein; Abkommen über einen eventuellen Zusammenschluß des rl'.ssischen Metallarbeiterverbandes mit dem internationalen Metallarbeiterverband unterzeich­net, welches nunmehr dem Zentralkomitee zur Be­gutachtung vorlag. Die Bertreter Belgiens- Frank» s reichs und des deutschen Berbandes in der Tschecho» slowakei sprachen gegen die Aufnahme,' die Deut­schen, Oesterreicher und Engländer erklärten sich dafür, verlangten aber, dah noch gewisse Sicher-^ beiten geschaffen werden mußten, beispielsweise, daß die Russen die 21 Punkte nicht anwenden. Jlg (Schweiz) brachte einen Zusatzantrag ein, der die grundsätzliche Zustimmung zum Zusammenschluß aussprach, zugleich aber feststellte, dah Bedenken be­züglich der Innehaltung der Satzungen und Be­schlüsse durch bett russischen Metallarbeiterverband erhoben würden. Das Sekretariat soll beauftragt werden, mit den Russen in Verbindung zu treten, um die strittigen Punkte bis zum nächsten Kongreß zu klären. Das Abkommen wurde schließ­lich mit der vorbehaltlichen Aenderung des Zusatz­antrags Jlg angenommen. Der holländische Delegierte enthielt sich der Stimme. Die Ausnahme des französischen kommunistischen Metallarbeiter­verbandes wurde a b g e l e h n t.

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Wenn nun beschlossen werde, die dem Werte der intet- alliierten SckmLen entsprechenden Schuloverschreibungen C ganz oder teilweise zu streichen, so sehe sich Bel- gien seiner Ansprüche äns Schuldverschrei­bungen C beraubt, und da es keine Schuloen mehr an seine Alliierten habe, würde es für die Streichung seiner Schuldverschreibungen C keinerlei Gegenwert er« ballen. Man würde es so des BvitrilS berauben, der ibm in Versailles zugesnrnden worden sei, als man ihm seine Schulden bei den Alliierten erließ. Deshalb habe Bel­gien das Recht, eine Revision ver in Spa beschlossenen Prozentsätze zu vjerlangen, 'falls die Schuldverschreibungen C ganz oder teilweise ge­strichen werden sollen.

5 Am 30. Juli habe dir englische Regierung ausein­ander gesetzt, daß es, wenn diese Prozentsätze einer Re­vision unterzogen würden, recht und billig wäre, das zu tun, indem man uzerst die zerstörten Gebiete berück­sichtige. Die belgische Regierung habe niemals beab­sichtigt, der englischen ßiegierung ihr Recht aus Repa­rationen zu bestreiten, denn sie kenne die Belastung Eng­lands. Dv belgische Note legt dann, um auf eine Ein- Wendung der englischen Regierung zu ertvibtrn, genau dar, daß sie unter dem Ausdruck „zerstörte Gebiete" den gesamten materiellen Schaden versteht, den alle alli­ierten Länder ermittelt haben, folglich ebenso auch Groß­britannien, ritt Schaden, den sie Vor die Beschädigung' von Personen stellen müsse, was inan als recht und billig anerkannt, habe. Alles in allem könne Belgien n-ch, zulassen, daß die interalliierten Schuloen der übrigen Mächte mit seinen eigenen Schuldverschreibungen L be­zahlt würden. Um die Gleichheit in der Behandlung wieder herzustellen, wäre es nach Ansicht der belgischen Note recht und billig, wenn der belgische Anteil

unter bloßer Berücksichtigung des materiellen Schadens für den Fall, daß dir Schuldverschreibungen C gestrichen werden, auf 13 Prozent festgesetzt werden. Belgien hätte dann einen Anspruch auf 13 Pro.ent der Schuldverschreibungen A und B, d. h. 6,5 Milliarden Goldmark, und da es schon 1,5 Milliarden Goldmark erkalten habe, so würden ibm noch weitere 5 Milliarden Gotdmark znsteben. Beoenke man. daß das Londoner Zahlungsstatut Belgien insgesamt 16540 Millionen zu gesproclien habe, so stelle man fest, daß ungefähr 10 Pro­zent des direkten Schavens, den Belgien erlitten Hao.', Belgien zur Last fallen würden. Daran könne man oas neue und große Opfer ermessen, zu dem sich Belgien be­reit erkläre, um zu einer gemeinschaftlichen mschen Lötung des Problems zu kommen. Die Bedeutsamkeit bieics Ov'ers springe noch mehr ins Auge, wenn man das der belgischen Antwort brigegeßene Dokument lese, das sich auf die. Finanzlage Belgiens, auf seine Belastung und auf dir steuerlichen Anstrengungen, die Belgien auf isch genommen habe, besiehe.

Die Note kommt dann zu folgcnbem Schluß: Da­ni it freundschaftliche vertrauliche Ver­handlungen zwischen den allü-rten Ministern _ aus­genommen werden könnten, ohne daß es sich dabei st vst- verständlich um eine Konferenz im eigentlichen S-nve des Wortes zu handeln brauchte. Wie soeben angegeben, sei ja in der Tat in mehreren Punkten eine Verständi­gung erzielt. Die belgische Regierung betont schließlich noch einmal, welches Interesse Belgien an einer Lösung der Sicherheitsfrage habe. Solange die Sicher­heit derjenigen Länder, in die ttn Kriege der Feind eintz:- drungen sei, nicht gewährleistet sei, werde es weder Ruhe und Fririien geben, noch die Möglichkeit bestehen, die Rüstungen einzuschränken. Die belgische Regierung g.bt denwntsprechend dem Wirnsche Ausdruck, auch über diese Frage in London zu verhandeln.

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Marburg

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Parts, 28. Aug. Nach einer Havasmeldung t»us Brüssel hat der belgische Minister des Aeutzern sßaspar gestern dem englischen Botschafter die Ant- 'loort der belgischen Regierung auf die englische Note M>m 11. August übergeben.

j In der Einleitung erinnert die belgische Regie­rung an das wertvolle Eingreifen Englands an der Seite Belgiens im Jahre 1914, an die englischen Opscr während des Krieges und an die Bande Wer Freundschaft und des Vertrauens, die dadurch zwischen den beiden Ländern entstanden sind. Die belgische Negierung, die unter dcm'macht- Zollca Eindruck dieser Erinnerungen stehe, habe sich Hei ihrer Antwort vom 30. Juli an die englische Ne­gierung bemüht, ei» Werk der Versöh- * Jtung zu vollbringen Sie bedauert, datz

Bjrc Anstrengungen nicht gewürdigt worden feien, und datz sie nicht ausreichend genug erschienen wären, um eine besondere Antwort zu rechtfertigen. Die belgische Regierung gehe in ihrer Antwort nur tuf gewisse Punkte der englischen Role ein, beson­ders auf den Punkt, der die belgische Priori­tät angehe, der in Belgien einen peinlichen Ein­druck hervorgerufen habe. Die belgische Regierung ßiehe co vielmehr vor, weiter nach einer p r a k t i - ich e n L ö s u n g zu suchen, die geeignet sei. zu einer Lercinbarung unter de» Alliierten zu führen.

* Die eigentliche Note zerfällt in zwei Teile.

kiumendungen Belgiens bezüglich des Inhalts der

■£ englischen Note.

**' Diese Einwendungen beziehen sich auf sechs ver- ichiedene Punkte:

if* 1. In ihrer Rote vom 30. Juli habe die belgische Regierung erklärt, daß sie, wenn ihre Eiirweudun- <en fine günstige Aufnahme finden sollten, der An­sicht sei, datz eine Bereinbarnng über einen ge­meinschaftlichen Antw o r 11exl zustande fcmmen könnte. Der Paragraph der englischen Note, in dem erklärt werde, datz die belgische Regie­rung nicht die geringste Anspielung auf den Text Hes englischen Antwortentwurfs an Deutschland ge­mocht habe, beruhe also auf einem Mißverständnis. M 2. Die belgische Regierung habe Anregungen ge* Macht, die dazu bestimmt wären, als Grundlage für eine Besprechung unter den Alliierten zu dienen, sm eine Lösung des Reparationspro- dlems zu finden. Diese Anregungen habe die delgische Regierung niemals für unabänderlich ge­halten. Der Vorwurf treffe sie daher nicht, den man ihr mache, daß jedes Kompromiß einer vor­herigen prinzipiellen Annahme ihrer Ansprüche enter? ebne.

> 3. Bei ihrem Beschlich, das Ruhrgebiet zu be- s»tzen, habe die belgische Regierung nur eine Matz- sahme angewasidt, die von den Alliierten unter ge­wissen llmständen, namentlich im Protokoll von bpaa vom 16. 7. 1920 betreffend die Reparations­besprechungen in Betracht gezogen worden fei. Die Opportunität der Ruhrbesetzung fei im Laufe des mehrfachen Meinungsaustausches erörtert worden, dagegen nicht die R e ch t m ä tz i g k e i t der Ve- fehung. Das fei erklärlich angesichts des bestimmten «nd formellen Wortlauts des 8 18 im Anhang 2 zu Abschnitt 8 des Friedensvertrags. Die belgische Re- gierung ziehe es vor, der Diskussion über die Recht- «ätzigkeit der Ruhrbesetzung keine neue Nahrung zu «eben, da andere wichtige Fragen von ausschkag- «ebendem Interesse die Aufmerksamkeit der Alliier- iien beanspruchten.

.- 4. Die belgische Regierung erinnere an die ein­fache Wirtschaftskontrolle und die u n - licht bare Besetzung, die ursprünglich im Ruhrgebiet durchgefiihrt wurden und weise darauf hin, datz, wenn der Charakter des Unternehmens habe geändert werden müssen, der Grund dafür in Wem Widerstand liege, den die deutsche Regierung organisiert habe, um die von Frankreich und Bel­gien entsprechend dem Friedensvertrag getroffenen Anordnungen zum Scheitern zu bringen. Die Be- fetzung des Ruhrgebiets trage jedoch in den Auge« Wer belgischen Regierung nach wie vor de» Charakter einer einfachen Pfandnah mc. Für ben Fall, datz der Widerstand zur Einstellung gelange, sei die schrittweise Rückkehr zu der Lage •ent 10. Januar vorgesehen. Das Pfand könnte Wann Gegenstand einer interalliierten Kontrolle »erden. Ueberdies fei wiederholt die Räumung des Ruhrgebiets in dem Matze, wie Deutschland seine Rqrarationsverpslichtungen erfülle, angekündigt morde», Belgien könne also die ihm zugeschriebene

Absicht, endgültig im Ruhrtal zu blei­ben, nicht zugeben. Ebensowenig könne es gestatten, dah ihm die Absicht unterstellt werde, den Vorschlag der englischen Regierung, betreffend die Inbetriebnahme gewisser produktiver Pfänder in Deutschland unter alliierter Kontrolle, nicht in Er­wägung zu ziehen, da ja die belgische Regierung keine.rlei bestimmte Angaben über den etwaigen Charakter und Ertrag aller dieser Pfänder erhalten habe und sie sich in Ermangelung einer Verständi­gung unter den Alliierten über diesen Punkt ge­zwungen sehe, die einzige von ihr in Beschlag ge­nommene Garantie in der Hand zu be­halten.

5. Zu den englischen Erklärungen über die bel­gische Priorität äußert sich die Antwort der belgi­schen Regierung wie folgt: Man wäre versucht an- zunehmen, datz nach Auffassung der englischen Re­gierung Belgien bereits zu günstig behandelt wo.« ben sei, und datz es ihm schlecht anftehen würde, sich anspruchsvoll zu zeigen. Nichts könnte die belgische Regierung mehr treffen als solche Auslegung der Absichten der englischen Regierung, wenn sie ihre wirklichen Gefühle wiedergeben sollten. Sie würden in Wirklichkeit auf einer Verkennung der Gründe, aus denen und der Bedingungen, unter welchen viese Priorität gewährt worden sei, beruhen. Die belgische Negierung wünsche mit einer Festigkeit, die m keiner Weise eine gerechte Würdigung der freund­schaftlichen Gefühle ausschliehe, die ihr immer von der belgischen Regierung gezeigt worden seien, daran zu erinnern, datz bie Belgien gewährte be­schränkte Priorität nur die Durchführung von wäh­rend des Krieges Belgien gegenüber übernommenen Verpflichtungen, die die autzerordentliche Lage Bel­giens gerechtfertigt habe, sei, und die nach Ansicht der belgischen Regierung sehr unvollständig sei.

6 Die englische Note betonte die Tatsache, datz, je weniger Deutschland zahle, um f o vorteilhafter d i e belgische Priorität sei, und sie behaupte, datz Belgien, da es an Hand ferner Priorität bereits V/2, Milliarden Goldmark bezogen habe, so eine Summe erhalten habe, die weit über das hiuausgehe, was jedes andere Land erhalten habe. Die belgische Antwort zitiert dann ausführlich die ihrer Ansicht nach beweiskräftigen Ziffern, wie sie die Neparationskommission ver- ösfentlicht hat und legt dar, dag diese Behauptung der englischen Note rn den von Deutschland ge­leisteten Zahlungen keine Begründung finde. Habe doch Belgien 1299 Millionen Eoldmark erhalten, während England 1297 Millionen Goldmark, Frankreich 1175 Millionen Eoldmark und die übri­gen Länder 632 Millionen Eoldmark bekommen hätten. Die belgische Note mache zur Vermeidung eines Mißverständnisses darauf aufmerksam, datz in den Summen, die England und Frankreich erhalten hätten, der Teil, der die Kosten der Be­satzungsarmeen und Zurückzahlung der Vor­schüsse auf Kohle umfasse, beträchtlich umfang - reicher sei als der entsprechende Teil in den Sum­men, die Belgien erhalten habe.

Im zweiten Teil der Note liefert die bel­gische Regierung ergänzende Ausführungen zu ihren Vorschlägen vom 30. 7. 1923 betreffend die Lösung der Reparationsfrage. Sie stellt fest, datz im Laufe des jüngsten Meinungsaustausches Fortschritte auf dem Wege gemacht seien, der zur Verständigung der Verbündeten sühren müsse.

1 Es sei eine einmütige Zustimmung erreicht hin­sichtlich der engen gefltttfcitigrn Abhängigkeit ztrsi'ch^n der Reparvtionsfrage unb dem Problem der alliiertlji Schnlden. Tas würde die Länder der Enteitte in den Stand sitzen, nicht allein die von Deutsch- fand zu erfn ugcnden Summen zn bep’muten, sondern auch diejenigen, die sie selbst auf Grund der Kriegsschulden ?u zahlen hätte n .

2 Die Zustimmung zu dem Grundsatz, daß, wenn cs richtig wäre, die Zahlungsfähigkeit Deutschlands in Erwägung zu ziehen, es auch recht und billig wäre, b’ie= reuige ixt Gläubiger Deutschlands zu be­rück f i ch t i g e n. Was die letzten onbcireffe, habe man diejenigen Beträge bestimmen müssen, die den unab- weislichen Bedürfnissen der Gläubiger entsprechen. Man sei zwar im Besiy von Angaben über die für Frankreich, Italien und Besgitil erforderlichen Summen gewesen, dagegen habe man es mit einer Unbekannten zu tun gehabt, was England anttrn^e. Jetzt habe auch Eng­land seine Forderungen beziffert.

3. Nach den vorstehenden Angaben

lönne also die deutsche Schuld, wie fie nm 5. Mitt 1921 festgesetzt wurde, beuachtiich herabgesetzt werden, and die belgischen ttchnischrn Studien, die ben Alli­ierten unterbreitet worden seren, setzten auseinunoer, mR

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